http://www.tagesschau.de/ausland/ruestungsindustrie100.html
„Das Bombengeschäft“ – Der Spiegel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,753095,00.html
Munition aus Deutschland an Libyen: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/munition-aus-deutschland-an-libyenwir-beliefern-nur-die-guten-der-spiegel-uber-die-von-einem-brasilianischen-rustungskonzern-ubernommene-munitionsfabrik-in-nassau-an-der-lahn-diktator-muammar/
Brasiliens Qualitätsmedien berichten über geheime Waffen-Transportflüge der NATO zu Behelfspiste kurz vor Tripolis:
Rafale-Propaganda auf Lateinamerikas größter Kriegswaffenmesse in Rio de Janeiro 2011 – Libyenkrieg als Marketingtrumpf.
Franziskaner zu Kriegsgründen: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20110424/not_imp709992,0.php
Zu den Problemen mit dem „Biosprit“ gesellen sich jetzt immer mehr die der Benzinversorgung. Laut Landesmedien übersteigt der Verbrauch von Ölderivaten die nationale Produktion, sodaß immer mehr Importe im Milliardenhöhe nötig werden. Den Verteilerunternehmen für das Tankstellennetz fehle bereits Benzin, heißt es.
“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo
2005 verbrennt sich Francisco Anselmo de Barros, genannt Francelmo, selbst, um ein Zeichen gegen die immer brutalere Umwelt-und Naturvernichtung in Brasilien zu setzen. Francelmo ist einer der wichtigsten, bekanntesten Umweltaktivisten des Tropenlandes. Direkter Anlaß seines Protests ist die Ausweitung der Ethanolproduktion auf Kosten der Natur.Unter der Lula-Regierung erklärt Francelmo, „in Umweltfragen werden wir heute hintergangen durch Interessen schlechter Politiker, schlechter Unternehmer. In Bezug auf Brasilien sehen wir, wie das Schiff untergeht – doch niemand sagt etwas dagegen. In den Süden werden genmanipulierte Pflanzen eingeschmuggelt – und die Regierung unterstützt das. Brandrodungen in Amazonien – die Regierung ist unempfindlich, gleichmütig. Es gibt Leute mit Landbesitz so groß wie ein Teilstaat – und es gibt die Landlosen. Der Rio Sao Francisco wird umgeleitet, statt ihn zu revitalisieren.“ Brasiliens Umweltministerin Marina Silva gehört einer großen Wunderheilersekte an – die Resultate von Silvas Politik sieht, spürt man in Amazonien genauso wie in Sao Paulo. Europäische Alibi-Umwelt-und Menschenrechtsorganisationen, die der Öffentlichkeit vorgaukeln sollen, daß sich jemand für Natur und Bürgerrechte engagiert, belassen es wie im Falle der Selbstverbrennung Francelmos gewöhnlich bei Alibi-Erklärungen – echte, wirksame Aktionen werden, weil unerwünscht, unterlassen. Wie es um Deutschlands Natur, die biologische Vielfalt, die Artenentwicklung und den Schutz der Landschaften dank des „Engagements“ dieser teils hoch gesponserten Alibi-Organisationen steht, zeigen die Fakten überdeutlich. Und daher ist auch Francelmo in Europa so gut wie unbekannt, wird sein Name, sein Protest in der Diskussion um „Todes-Sprit“ (Frei Betto) nur selten erwähnt. „Menschen ernähren, nicht Autos“, fordern hunderte Umweltgruppen Lateinamerikas, zudem einen EU-Verzicht auf Agrotreibstoffe wie Ethanol. Doch Wirtschaftsinteressen von Minoritäten setzen sich durch – mehr Autos, mehr Agrotreibstoffe statt Schutz von Umwelt und Gesundheit.
http://www.ecolnews.com.br/francelmo.htm
Francelmo setzte sich auch für den bedrohten Nordost-Strom Rio Sao Francisco ein – 2005, im Jahr der Selbstverbrennung, startet dort Bischof Luiz Flavio Cappio seinen ersten Hungerstreik gegen jenes gigantische Umleitungsprojekt der Regierung.
Laut Landesmedien endet die „Via Sacra“ nicht am Kreuz, sondern in den „Microondas“ des organisierten Verbrechens, wo ein schwarzer Slum-Jesus lebendig verbrannt werde. Alles wurde zu Ostern an mehreren Tagen auch in der Favela „Cidade de Deus“ aufgeführt, die Barack Obama 2011 kurz besucht hatte. Adilson Dias, Autor und Regisseur der Aufführung verglich das Leiden von Christus mit jenen Kindern von Rio de Janeiro, die ihr Leben durch die Gewalt in den Armenregionen verloren hätten. „Ich will über den Genozid sprechen, der in den Rio-Slums geschieht. Man muß etwas dagegen tun.“ Dias, 30, war Straßenkind in Rio und entging nur per Zufall dem Massaker an der Candelaria-Kirche. Die Inszenierung zeigt die Favela-Gewalt – Hinterhalt und Gefecht, zur verwendeten Musik zählt die der Bailes Funk, aber auch Klassik und Musik aus Arabien.
Soweit bekannt, wurde die systemkritische Theatergruppe noch nicht in Ländern wie Deutschland oder die Schweiz eingeladen.
youtube-Trailer anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=oWRg6fsb2RM&feature=youtu.be
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/jesus-christus-in-mariana-minas-gerais/
Die Scheiterhaufen-und Genozid-Realität Rio de Janeiros bleibt in Mainstream-Medien Europas gewöhnlich aus den bekannten Gründen „unerwähnt“.
http://www.bpb.de/internationales/amerika/lateinamerika/44678/umgang-mit-der-vergangenheit?p=all
Libyen liegt auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung auf Platz 53, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien nur auf dem 73. Platz.
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
Trailerszene aus youtube – der übliche Autoreifen-Scheiterhaufen Rio de Janeiros, auch der „Gutmenschen“-Fraktion seit Jahrzehnten bestens bekannt. http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263
Klischee und Realität – anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=Ln5Reg_hQkU
Ausriß. Zuschauen, wie jemand in Rio de Janeiro lebendig verbrennt…Könnten Sies?
Ostern ermordet: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/funf-umweltaktivisten-in-brasilien-ermordet-serie-von-gewalttaten-gegen-umweltschutzer-des-tropenlandes/
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/
“Folter noch jeden Tag.”(2011)
Die Aufdringlichkeit der Sinne
Vom machtgeschützten Verlust der gesellschaftlichen Sehkraft – Oskar Negt(2000)
“Der Verlust jener in sinnlicher Erfahrung begründeten Urteilsfähigkeit der Menschen hat in unserem Jahrhundert für viele Menschen tödliche Folgen gehabt. Das Wegsehen, die machtgeschützte Sinnenblindheit, wenn Menschen verfolgt und getrieben, vergewaltigt und öffentlich gequält werden – das gehört nicht der Vergangenheit an.”
Tags: , Ouro Preto – Brasilien, Pastoral da Juventude de Ouro Preto
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/ostern-in-ouro-preto-brasilien/
Faszinierende Generalprobe – fesselnde, berührende Aufführung.
Pastoral da Juventude da Diocese Mariana:
Somos jovens com vontade de mudança. Nosso objetivo é evangelizar a juventude da Arquidiocese de Mariana com vistas à formação de lideranças alicerçadas em valores cristãos, éticos, morais e sociais, comprometidas com a luta em favor da vida. e com a construção de uma sociedade mais justa e solidária.
Buscamos um mundo repleto de oportunidades para que o jovem não seja apenas um mero expectador no mundo, mas sim agente de sua própria história e da mudança social. Procuramos promover a articulação entre os diversos grupos de jovens, assim como fortalecer a comunicação entre os jovens da Arquidiocese de Mariana.
Brasiliens Qualitätsmedien veröffentlichen immer wieder sehr kritische Berichte über die von der NATO immer stärker unterstützten libyschen Rebellen, klagen sie sogar an, ziellos mit schweren Waffen zu feuern – „ein Verhalten, das die Rebellen just den Truppen Gaddafis vorwerfen“. Es gebe glaubwürdige Angaben, wonach Oppositionelle einen Mann ermordeten, der verdächtigt wurde, ein Informant Gaddafis zu sein. Rebellen hätten zudem Afrikaner ausgeraubt und geschlagen, die verdächtigt wurden, Söldner zu sein.
Auch die Berichte über islamische Terroristen unter den Rebellen weisen auf ein sehr interessantes Werteverständnis der westlichen Rebellen-Unterstützer. Laut Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ verstärken sich Befürchtungen, daß die von westlichen Ländern an die Rebellen gelieferten modernen Waffen in die Hände islamischer Terrororganisationen fallen. Es gebe bereits Zeichen der Präsenz von Al-Quaida, Hamas und Hizbollah unter den Rebellen Libyens.

“Endlich kann Amerika jetzt wirklich in Frieden schlafen.” http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/16/libyen-resultate-und-ziele-der-intervention-tunesien-sudan-afghanistanbrasiliens-andere-sicht/
Karikatur von Angeli, größte brasilianische Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” von 2011 zur Tötung von Bin Laden, der entsprechenden Fernsehansprache von Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Gleichgeschaltete Argumentationen hörte man damals auch in Mitteleuropa von Autoritäten.
Ausriß. Moslem Gaddafi. Wikipedia: In 2006, Gaddafi predicted Europe would become a Muslim continent within a few decades as a result of its growing Arab population
Unter dem Titel „Wie immer“ kommentiert die Qualitätszeitung, daß Großbritannien, Frankreich und Italien „Spezialeinheiten“ aus Instrukteuren entsenden. In Vietnam und in Afghanistan habe es genauso angefangen. Im Irak, um Soldaten abzuziehen, habe Obama diese durch „Söldner-Instrukteure“ ersetzt. „Heute gibt es dort außer den etwa 50000 Soldaten noch eine nicht deklarierte und wachsende Zahl von Söldnern. Doch wirkungslos. Denn der unterirdische Krieg geht weiter. Und wenn diese Instrukteure abziehen, besteht das Risiko, daß das Land explodiert.“
In einer zweiten Analyse betont die Qualitätszeitung einen „Geruch der Gerissenheit“ angesichts der historischen Erinnerungen an die von den USA nach Vietnam entsandten „Militär-Helfer“, wenn jetzt Großbritannien, Frankreich und Italien von nötiger rascher Hilfe für die Rebellen sprächen. Schritt für Schritt entfernten sich die westlichen Mächte vom UNO-Original-Resolutionstext. Sie schämten sich jetzt nicht länger, den Sturz von Gaddafi, Waffenlieferungen und nun auch die Truppenentsendung zu verteidigen. „Jene sogenannten Militärberater scheinen viel eher eine Form zu sein, um die Leute an die Idee einer großangelegten Invasion zu gewöhnen. Schwerlich ist anzunehmen, daß die Militärberater nur für Schießübungen dort sind.“
Brasiliens Qualitätszeitung „O Globo“ erinnert in einer Analyse an „Frankreichs finstere Kolonialvergangenheit just in Nordafrika, Folter und Massaker an Zivilisten“. Frankreich sollte daher wenig Lust verspüren, ein Geschrei über Menschenrechte in dieser Region zu erheben. Ähnlich liege die Situation im Falle der USA, die als einziges Land des Planeten systematisch Napalm gegen Menschen eingesetzt hätten, darunter in Vietnam, und zahllose blutige Diktaturen rund um den Erdball an der Macht hielten, hieß es. Die US-Außenpolitik habe die bizarre Kategorie der „guten Tyrannen“ geschaffen – Diktatoren also, die als Freunde der USA betrachtet wurden, ungeachtet von deren Grausamkeit und Korruption. Niemals habe diesen Diktatoren US-Hilfe gefehlt, ob beim Veto gegen Sanktionen in der UNO oder durch Militärhilfe, Folter-Kurse der Repressionsorgane. Zum Fall der erschossenen Demonstranten in Jemen, einem engen Bündnispartner der USA, schrieb das Blatt, hätten sich Sarkozy und Cameron schlichtweg tot gestellt, auch Hillary Clinton nichts unternommen. Gaddafi, der „böse Tyrann“, solle indessen detoniert werden, ironischerweise nicht wegen seiner Sünden, sondern der Tugenden – der Unabhängigkeit der Außenpolitik, was ein gefährliches Beispiel für die Nachbarvölker sei, die den Weg der Freiheit wählten. Warum, so heißt es in der Analyse, werde nur Libyen als Ziel ausgewählt? Es fehle dafür Legitimität.
Frankreichs Folter-General mit reicher Nordafrika-Erfahrung… http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/brasilien-und-der-franzosische-folter-general-mit-reicher-nordafrika-erfahrung/
Der brasilianische Fotograf André Liohn aus Botucatu bei Sao Paulo sagte gegenüber O Globo, daß die NATO in der libyschen Stadt Misrata präsent sei, die Rebellen auch in anderen Städten unterstütze. Er selbst sei Augenzeuge der Tötung von Zivilisten durch NATO-Luftangriffe gewesen, darunter im Falle eines Krankenwagens.
Radio Vatikan in einer Bewertung des Tripolis-Bischofs Martinelli und des Libyen-Kriegs – Vergleich mit dem Irakkrieg:
Der Italiener Martinelli ist seit 1985 Bischofsvikar in der libyschen Hauptstadt. Von Anfang an hat er sich gegen die Nato-Operationen ausgesprochen. Er sieht das wie der italienische Friedensbischof Giovanni Giudici, der die italienische Sparte der katholischen Friedensbewegung Pax Christi leitet:
„Was die Ineffizienz eines Krieges betrifft, was die Tatsache betrifft, dass ein Krieg große Probleme schafft und Wunden schlägt, die so schnell nicht verheilen, kann man den Libyen-Einsatz durchaus mit dem Irakkrieg vergleichen. Hier sieht man, dass nicht nur Menschen sterben, sondern auch auf lange Sicht Ungleichgewichte entstehen, dass das Zusammenleben der Menschen schwierig wird, dass die Entwicklung eines Landes blockiert wird!“
Ostern in Brasilien: Neues Leben für die Hoffnungslosen
Harte Drogen, wie Crack und Kokain, in der Vagina: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/04/brasilien-frauen-schmuggeln-im-geschlechtsteil-harte-drogen-in-gefangnisse-erneut-sechs-brasilianerinnen-bei-rio-de-janeiro-gefast/
Mord an Schweizer Max Kempf – Fotograf Barnabas Bosshart zur Gewaltkultur in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/29/brasilien-mord-an-schweizer-max-kempf69-bei-sao-paulo-laut-polizei-drei-verdachtige-gefast-152124-jahre-alt-teil-des-raubguts-gefunden/
Samstag, 25. August 2012 von Klaus Hart **

August 2012, City Sao Paulos. Auffällig ist die große Zahl junger Crack-süchtiger Frauen, nicht wenige davon schwanger, völlig verwahrlost, verdreckt. Während des Tages, auch direkt vor den Augen der Polizei, stecken sich die Frauen ihre Crack-Pfeifen an.
Nicht wenige Crack-Babies sind Resultat von gängiger Kinderprostitution in der Crackszene – auffällig, wieviele Minderjährige sich feilbieten, um Crack kaufen zu können. Crack-Mädchen bieten sich lautstark an: “A minha bucetinha nao é caro nao!”
Brasiliens hohe Behindertenrate: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/brasiliens-hohe-rate-von-behinderten-2391-prozent-der-bevolkerung-gegenuber-rund-1-prozent-in-hochentwickelten-landern-laut-studien/
O que a Mídia NÃO vai mostrar:
„Financial Heist of the Century“: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24479
Fides-Dienst aus Tripolis: „Heute Morgen Weihen wir das Öl und morgen früh werden wir die Abendmahlsmesse feiern. Unsere priesterliche Gemeinschaft versammelt sich also bereits zum Beginn der österlichen Feiern. Wir haben drei philippinische Priester, einen Ägypter und einen Malteser und ich selbst bin zwar Italiener, doch ich fühle mich zu drei Vierteln als Libyer“, so Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, der Apostolische Vikar in Tripolis.
In Mitteleuropa ist u.a. in Medien kein Mitgefühl für die bei Luftangriffen zerfetzten libyschen Zivilisten spürbar, für entsprechende Fotos herrscht offenbar eine Sperre.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/16/ard-monitor-wie-der-jugoslawienkrieg-begann-es-begann-mit-einer-luge-anklicken-der-irakkrieg/ “Dieser Film zeigt, wie schon vom ersten Tag des Kosovo-Krieges an die Bevölkerung getäuscht wurde. Dieser Film zeigt auch, wie Tatsachen verfälscht und Fakten erfunden, wie manipuliert und gelogen wurde.”(ARD-Monitor-Zitat)
„Gestern habe ich Journalisten und Mitarbeiter verschiedener Nichtregierungsorganisationen aus London getroffen, die sich über die Bedürfnisse der Bevölkerung informieren wollten“, so Bischof Martinelli. „Etwas hat mich bei diesem Gespräch besonders beeindruckt: meine Gesprächspartner baten mich immer wieder, die Wahrheit zu berichten, denn ihrer Ansicht nach seien in den vergangenen Wochen über Libyen zu viele Lügen verbreitet worden. Darauf habe ich geantwortet“, so der Apostolische Vikar weiter, „dass ich nur erzählen kann, was mir selbst in den vergangenen Wochen passiert ist. Was die internationalen Medien berichten kann ich nicht bestätigen, da ich vieles nicht selbst erlebt habe. Fest steht, dass es Vorurteile gegenüber der libyschen Führung gibt, und einige Entscheidungen zu rasch getroffen wurde. Es wurde für den Krieg entschieden, ohne vorher einen diplomatischen Weg zu suchen, der vielleicht möglich gewesen wäre. Dies ist etwas, was mir sehr leid tut“.
„In den 40 Jahren meines Dienstes in Libyen kann ich nur sagen, dass wir nie Schwierigkeiten hatten, wenn es um die katholische Gemeinde des Landes ging. Ich durfte Kranke und deren Pflegepersonal besuchen. Viele Ärzte und Krankenpfleger, die in Libyen tätig sind und die zum größten Teil Christen sind, haben ebenfalls keine Schwierigkeiten. Ich kann diese 40 Jahre, die ich hier zusammen mit meiner Herde erlebt habe nicht verleugnen“, so der Apostolische Vikar.
„Die Libyer sind praktizierende Muslime aber keine Fanatiker und sie stehen anderen und insbesondere den Christen offen gegenüber. Wir sind uns beim Dienst an den Mitmenschen und bei unserem Engagement im sozialen Bereich in der libyschen Gesellschaft oft begegnet. Viele Christen, die in Libyen geblieben sind, haben dies getan, weil sie überzeugt sind, dass sie dem Land einen Dienst leisten und dass die Libyer dies schätzen. Der Krieg darf diese Beziehungen nicht zerstören.“
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/vatikan-berichtet-erneut-uber-bomben-auf-zivilisten-libyens-darunter-frauen-und-kinder-luftangriffe-losten-fluchtwelle-aus/
„Gewiss, die Krise hätte verhindert werden können, wenn man den Bedürfnissen der jungen Menschen mehr Aufmerksamkeit gewidmet hätte. Doch der Krieg kann eine soziale Krise nicht lösen. Im Gegenteil, er verschlimmert das Ganze und es kommt zu einer Spirale der Zerstörung, aus der man nur schwer wieder herausfindet“, so Bischof Martinelli. „Ich danke an dieser Stelle dem Heiligen Vater noch einmal für seine Worte der Verbundenheit im Gebet“, so der Apostolische Vikar abschließend. (LM) (Fidesdienst, 20/04/2011)
Mariana/Brasilien.
Weiter infantile Personalisierung von Politik im Mainstream, Vertuschung massiver westlicher Waffenlieferungen nach Misrata – viel Studienmaterial für Kommunikationswissenschaftler und unangepaßte Medien-Interessierte.
„Die Zeit“: „Libyen – Westmächte liefern das Know-how zum Töten“