http://odia.terra.com.br/rio/htm/medo_de_alunos_de_faccoes_barrou_funkeira_169716.asp
Ines Maria da Silva, 67, fünf Söhne. Alle ermordet. Die Mutter lebt im stark gewaltgeprägten Viertel Coque der nordostbrasilianischen Millionenstadt Recife. Laut Angaben des Wirtschaftsexperten Daniel Cerqueira in der Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ kam es im Teilstaat Pernambuco, dessen Hauptstadt Recife ist, in drei Jahren nur in 0,03 Prozent(!) aller offiziell registrierten Mordfälle zu einem Prozeß. „Die Wahrscheinlichkeit, in Brasilien bestraft zu werden, ist sehr gering. Pernambuco ist der gewalttätigste Teilstaat Brasiliens. Im ganzen Land sind die polizeilichen Angaben von den Autoritäten manipuliert, es fehlen vertrauenswürdige Daten.“
„In einer Zeit wachsender Orientierungslosigkeit und Entwurzelung können wir im Erleben unverletzter „heiler” Natur zu geistig-seelischem Wohlbefinden, zu künstlerischer Inspiration, zu Hoffnung oder auch zu tiefer Religiosität und zu mehr Bescheidenheit finden. In diesem Sinne ist der Erhalt von Wildnis kein Luxus, sondern eine Kulturaufgabe der menschlichen Gesellschaft.“ Biologe Michael Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, in der „Zeit“
135/96 S
Bonn, 15.11.1996
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit teilt mit:
Bundesumweltministerin Dr. Angela Merkel reist mit Wirtschafts- und Umweltdelegation nach Mexiko und Brasilien
Stärkung der Umweltzusammenarbeit mit beiden Ländern – Ausbau des Umwelttechnologietransfers – Verbesserung von Marktchancen für deutsche Umwelttechnologie
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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/forschungundgesellschaft/782174/
Hintergrund: Artenvernichtung oder Bewahrung der Schöpfung gemäß christlichen Werten?
Die brasilianische Bischofskonferenz(CNBB) hat sich empört geäußert, daß ein bereits zu 30 Jahren Haft verurteilter Auftraggeber des Mordes an der Urwaldmissionarin Dorothy Stang von 2005 freigesprochen worden ist. Dies erhöhe die Sorge um alle von Mord Bedrohten des betreffenden Amazonasteilstaates Pará, hieß es in einer Erklärung. Darunter befänden sich auch die drei Bischöfe Erwin Kräutler, José Azcona und Flavio Giovenale.
Agrotreibstoffproduktion in Brasilien
von Johann Kandler (Klimabündnis Österreich)* | 2008-04-22
Im Juni 2007 nahm ich am V. Kongress der brasilianischen Landlosenbewegung MST in Brasilia teil. Bei der Gelegenheit informierte ich mich über Agrotreibstoffe [1], die bei uns fälschlicherweise Biotreibstoffe genannt werden, und besuchte traditionelle und neue Zuckerrohranbaugebiete.
Ich habe viele «Experten» getroffen, von denen nie zu hören ist, weil sie zur stummen Masse der Armen gehören. Sie sind aber stark von den Auswirkungen der Agrotreibstoffproduktion betroffen.
Brasilien: Gegen Menschenhandel und Missbrauch
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Zwei brasilianische Bischöfe prangern massiv den Missbrauch Minderjähriger und den Menschenhandel in ihrem Bundesstaat an. Bischof Flavio Giovenale und Bischof Jose Luiz Azcona trafen nach Agenturangaben mit Menschenrechtsvertretern zusammen, um auf die schwierige Situation in Para aufmerksam zu machen. Die Behörden unternähmen nichts, um Pädophilie und die Ausbeutung von Minderjährigen zu verhindern. Schon vor zwei Monaten hatte sich Bischof Azcona an die lokalen Behörden gewandt. „Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten”, sagt der Bischof der Agentur CNS. Beide Bischöfe bestätigten indes eine Verwicklung von Politik und Verwaltung in Drogenhandel, Kindesmissbrauch und Prostitution. „Unsere Gesellschaft ist krank, arm und stirbt. Wir brauchen einen Wechsel der Mentalität”, meint Bischof Azcona.
Brasiliens Menschenrechtsorganisationen knüpfen angesichts der dramatischen Verletzung von Bürgerrechten hohe Erwartungen an die bevorstehenden Besuche der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihres österreichischen Amtskollegen Alfred Gusenbauer. Von beiden würden klare Worte zur alltäglichen Folter, willkürlichen Gefangennahmen sowie zu Terror und Gewalt gegen Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten erwartet, betonte der katholische Priester Günther Zgubic, Leiter der bischöflichen Gefangenenseelsorge Brasiliens, in Sao Paulo. Von Spitzenpolitikern Europas seien mehr denn je Zeichen der Solidarität mit jenen nötig, die in dem Tropenland für echte Demokratie kämpften und dabei ihr Leben riskierten. Priester Zgubic wies besonders auf die gravierende Lage in Amazonien hin, wo drei Bischöfe, darunter Erwin Kräutler aus Österreich, derzeit wegen ihres Einsatzes für die Bürgerrechte mit Mord bedroht würden und in jüngster Zeit mehrere Umweltaktivisten liquidiert worden seien. Die Bischöfe würden auch verfolgt, weil sie konsequent die sexuelle Ausbeutung von Mädchen sowie den Frauenhandel anprangerten. „Bundeskanzlerin Merkel dürfte als Frau ein besonderes Gespür dafür haben, daß deshalb strengere internationale Gegenmaßnahmen nötig sind“, sagte Zgubic weiter. Er wandte sich entschieden gegen die geplante Unterzeichnung eines deutsch-brasilianischen Energieabkommens, weil damit umweltschädliche und nicht nachhaltige Energiekonzepte unterstützt würden. Der zunehmende Anbau von Zuckerrohr zur Erzeugung des Kraftstoffs Ethanol fördere die Urwaldvernichtung und gehe auf Kosten der Nahrungsproduktion.


(Scheiterhaufen-Szene aus dem Berlinale-Sieger „Tropa de Elite“. Beim Drehen der Scheiterhaufen-Szene in der Favela ”Morro dos Prazeres von Rio waren laut Presseberichten Dutzende von Banditen, die Mpis, Pistolen und Handgranaten trugen, in der Nähe und schauten zu, gaben aus eigener Scheiterhaufen-Praxis Tips. „Po, der Typ stirbt nicht so, der schreit viel mehr“, sagte einer von ihnen zu den Schauspielern. Die hielten sich, wie es hieß, an die Anweisungen der Banditen, produzierten die Microondas-Szene exakt so. Scheiterhaufen dieser Art loderten bereits häufig in der Amtszeit von Rio de Janeiros Gouverneur Leonel Brizola, der bis zu seinem Tode Vizepräsident der Sozialistischen Internationale war, sich stets als Freund Willy Brandts bezeichnete.
Gemeinsame Pressemitteilung von
> Rettet den Regenwald / ROBIN WOOD / FDCL / KoBra / BLUE 21