Der katholische Padre Marcelo Rossi aus Sao Paulo hat vergangenes Jahr 3,3 Millionen CDs und DVDs abgesetzt und damit nicht nur Popstars aus Lateinamerika weit in den Schatten gestellt. Wie seine Plattenfirma SONY-BMG mitteilte, ist Rossi bereits das zweite Jahr hintereinander größtes Phänomen der Musikbranche des Tropenlandes.

Franziskanerbischof Fernando Figueiredo und Padre Marcelo Rossi in der neuen Kirche der Diözese Santo Amaro von Sao Paulo 2012.
„Ich bin Geschichte Brasiliens”
1981, während der Militärdiktatur, geht ein Siebzehnjähriger namens Luiz Roberto Gambine Moreira auf die rauschendsten Karnevalsbälle unterm Zuckerhut, wird zum Ereignis und weiblichen Sexsymbol, beginnt eine kometenhafte Karriere als lateinamerikanisches Schönheitsideal, Fotomodell, Mannequin. (Anhang-Link: Schweizer Forschung und Transsexuelle)
Werbung – Ausriß.
http://cidadaoquem.blogspot.com/2009/05/uau-roberta-close-fazendo-streap-tease.html
2007 Gast des Berliner Literaturfestivals
Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen unschuldigen Gewaltopfer in den Schlagzeilen – Brasilien nicht. Obwohl gemäß brasilianischen Erhebungen in dem Tropenland jährlich weit mehr Menschen umkommen als im Irakkrieg und die Folter alltäglich ist.
800.000 ILLITERATE YOUTHS
The UNESCO report ”Education for all in 2015: have we reached the target? published at the end of 2007 reveals that Brazil lost four points in the world ranking for education, moving from the 72nd position to 76th. It ranked behind Bolivia, Paraguay and Ecuador.
HipHop und Rap zum Draufschlagen – Schießereien, viele Tote
Der dokumentarische Berlinale-Gewinner „Tropa de Elite“ zeigt auch exemplarisch, was unter Staatschef Lula und Kulturminister Gilberto Gil in der größten Demokratie Lateinamerikas zu den Manifestationen  populärer Jugendkultur zählt. Auf einer vom organisierten Verbrechen veranstalteten Favela-Disko namens „Baile Funk“ pflügen Banditen mit hochgereckter Heeres-Mpi durch die Menge der Tanzenden – die Rap-und HipHop-Titel verherrlichen Gewalt, harte Drogen, die Banditenkommandos und Sexismus. Hauptdarsteller Wagner Moura, der Capitao Nascimento, erläutert, daß es sich um moderne Waffen handelt, die anderswo in Kriegen eingesetzt werden, hier jedoch zur Grundausstattung der Slum-Diktatoren gehören, enorme Durchschlagskraft besitzen.
Musiker Dori Caymmi: Brasiliens Kultur verarmt generell
Würde Deutschlands Kulturstaatsminister die klassische Musik, das reiche musikalische Erbe links liegenlassen, oder schlimmer noch, boykottieren, wäre er vermutlich binnen kurzem geliefert, seinen Posten los. Und wäre er ein gewiefter schwerreicher Musikunternehmer, mit einschlägigen Interessen in der Popbranche, hätte er aller Wahrscheinlichkeit nach in einem recht zivilisierten Land wie Deutschland den Posten gar nicht bekommen.In Brasilien, der immerhin zehntgrößten Wirtschaftsnation, die nach wie vor von extremen neoliberalen Sozialkontrasten, Analphabetismus, gravierenden Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Sklavenarbeit und neofeudalem Terror der Banditenmilizen gegen Slumbewohner, über 50000 Morden jährlich gezeichnet ist, gehen indessen auch im Kulturbereich die Uhren völlig anders. Entgegen den Warnungen zahlreicher Intellektueller und Künstler ernannte Bankiersliebling Lula vor vier Jahren den Popmusikmillionär Gilberto Gil, gelernter Firmenadministrator vom Multi Gessy-Lever, Popunternehmer und PR-Talent, zu seinem Kulturminister – selbst in deutschen Medien wurde das beklatscht.
17.4. 2016, US-Hinterhof Brasilien – Pro-Impeachment-Kundgebung auf der Avenida Paulista in Sao Paulo.Daß Eduardo Cunha die Abstimmung im Abgeordnetenhaus leitet, degradiert nach Ansicht vieler Brasilianer das Land zur Bananenrepublik. Unter Lula-Rousseff wurde Brasilien weiter spürbar u.a. soziokulturell amerikanisiert – Brasilien und die USA haben u.a. ein Gewalt-Gesellschaftsmodell als auffällige Gemeinsamkeit.
Tötungsmethode ist das lebendige Eingraben des Kindes
Das brasilianische Nachrichtenmagazin „Isto é” hat der staatlichen Indianerschutzbehörde FUNAI vorgeworfen, statistische Angaben über die bei Indiostämmen übliche Ermordung von Kindern, den sogenannten Infantizid, zu verheimlichen. Edson Suzuki, Direktor der NGO Atini, erklärte gegenüber „Isto é”, es sei absurd, unter welchem Vorwand auch immer, die Augen vor diesem Genozid an Kindern zu verschließen. „Man darf keine Kultur schützen, die gegen das Leben ist. Schwarze Sklaven zu besitzen, war auch bereits einmal ein kulturelles Recht.”
„As vezes ouve se ao longe o choro abafado da crianca, abandonada para morrer na mata. O choro só cessa quando a crianca desfalece, ou quando é devorada para algum animal. Ou quando algum parente, irritado com a insistencia daquele choro, resolve silencia-lo com uma flecha ou um porrete.“
(Laut Zitat hört man teils von weitem noch das Weinen des Kindes, das im Wald zum Sterben zurückgelassen wurde. “Das Weinen hört nur auf, wenn das Kind stirbt oder wenn es durch irgendein Tier aufgefressen wird. Oder wenn ein Verwandter, irritiert von diesem fortdauernden Weinen, beschließt, es mit einem Pfeil oder einem Knüppel zum Verstummen zu bringen.)
Yanomami-Traditionen, Time-Life-Buch “Der Amazonas”:
Behinderte Kinder werden getötet, die eigene Frau wird dem Gast zum Geschlechtsverkehr angeboten. Auch die lukrative Indianer-Industrie Deutschlands legt großen Wert darauf, solche wichtigen Details indianischen Lebens, indianischer Wertvorstellungen zu verheimlichen, zu vertuschen, zu unterschlagen. “…und der Gastgeber – nun, er bietet ihm seine Frau an. Eine Form von Gastfreundschaft…Natürlich ist die Frau nicht immer einverstanden, und dann gibt es Ärger”.
Ausriß: “Häufig werden Frauen aus anderen Stämmen geraubt. Einige von ihnen werden die Ehefrauen der Männer, die sie geraubt haben. Sie können sich glücklich preisen, denn nicht wenige ihrer Leidensgenossinnen erwartet ein anderes Schicksal – das von Prostituierten in dem neuen Verband. Diese Frauen haben kaum den Rang von menschlichen Wesen…”
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Regisseur Padilha: „Kritik, die den Streifen als faschistisch klassifiziert, war besonders stupide.“
Hauptdarsteller Wagner Moura: „Estamos nos bestializando, nos idiotizando. Amigos, a mediocridade è amiga da barbarie! E a coisa ta feia.“
Brasilien ist begeistert über den Berlinale-Preis für „Tropa de Elite“ – ein hochaktueller sozialkritischer Film über den widerspruchsvollen Kampf der Polizei-Sondereinheit „BOPE“ Rio de Janeiros gegen das in den Slums neofeudal, terroristisch und diktatorisch herrschende organisierte Verbrechen.
Olympische Sommerspiele 2016 in Brasilien trotz gravierender Menschenrechtsverletzungen:
Olympische Sommerspiele 2016 in Brasilien – strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/06/17/brasiliens-teilstaat-rio-de-janeiro-kann-wegen-finanzkrise-die-olympia-verpflichtungen-nicht-erfuellen-dekretiert-notstand-ioc-westliche-laender-debattieren-auch-angesichts-gravierender-rio-mensch/
Dilma Rousseff 2016 – Bischof Erwin Kräutler und die “Zivildiktatur” in Brasilien. Hintergrundtexte, Fotos:

Ausriß, Rio-Lokalzeitung, Scheiterhaufen-Opfer, 7.11.2012. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Die Bürger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit.
Bertolt Brecht (1898 – 1956)

Angeli von Brasiliens größter Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” 2012 politisch unkorrekt zur Gewaltkultur in Lateinamerikas größter Demokratie:”Ja, wir überfallen, vergewaltigen und morden. Das hat einen Superspaß gemacht.”
Nicht zufällig wurde Brasilien von der deutschen Regierung zum strategischen Partner gewählt…
Kein IS-Terror – Medienfoto von Geköpften aus Brasilien 2014 – strategischer Partner der Merkel-Gabriel-Regierung. Ausriß. Suchbegriff für weitere Fotodokumente dieser Art: decapitado Brasil oder decapitado Brasil prisao
“The worlds happiest cities” – Rio Platz 1: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/the-worlds-happiest-cities-forbes-rio-de-janeiro-top-of-our-list-good-humor-good-living-carnaval/
„Zwischen 2004 und 2007 wurden in Brasilien mehr Menschen gewaltsam getötet als in den 12 wichtigsten kriegerischen Konflikten der Erde dieser Jahre…Der Schauplatz der Gewalt, die harte Realität der Slumperipherien, veränderte sich wenig.“ Miguel Reale Junior, Rechtsexperte, in Qualitätszeitung O Estado de Sao Paulo 2013
Die Schwarzenorganisationen der größten bürgerlichen Demokratie Lateinamerikas prangern regelmäßig die verschiedensten Formen von institutionalisiertem Rassismus in Staat und Gesellschaft an – während Stefan Zweig in seinem PR-Buch „Brasilien – ein Land der Zukunft“ von einer beispielhaften und bewundernswerten Lösung der Rassenfrage faselt. Der UNO-Sonderberichterstatter Doudou Diene hatte Anfang 2006 in Brasilien konstatiert, daß die Lula-Regierung auf effiziente Gegenmaßnahmen gegen den Rassismus verzichte. Schwarze würden für gleiche Arbeit deutlich schlechter bezahlt als Weiße, seien die typischen Slumbewohner, hätten die niedrigste Schulbildung. Der Zugang zu höher bewerteten, besser bezahlten Berufen werde weiterhin enorm erschwert. Ende 2006 hat Gesundheitsminister Agenor Alvares überraschend konstatiert, daß Rassismus auch für das gesamte Gesundheitswesen typisch sei.
Putin – The Guardian: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/10/08/putin-62-the-guardian/
Brasilien und Samba: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/21/brasilien-und-samba/
Brasiliens Fußballhymnen: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/07/07/drw_201007070719_samba_rassimus_und_freude_uebers_a9273c33.mp3
Charles Aznavour: Völliger Schwachsinn, daß Salvador zu den Schöpfern der Bossa Nova zählt
Deutschsprachige Medien, darunter TV-News, meldeten, der jetzt im Alter von 90 Jahren gestorbene französische Sänger Henri Salvador sei Miterfinder, gar Erfinder der Bossa Nova gewesen. Brasilianische Bossa-Nova-Experten wie der renommierte Buchautor und Kolumnist Ruy Castro(Bossa-Nova-Standardwerk „Chega de Saudade“), haben dies prompt als falsch zurückgewiesen. Die Geschichte sei genau umgekehrt – Salvador habe sich frei der brasilianischen Musik bedient. Nur zu gerne, und immer wieder habe Salvador indessen überall, und auch gegenüber Brasilianern erklärt, sein Lied „Dans mon ile“ von 1957 habe den brasilianischen Komponisten Tom Jobim zur Bossa Nova inspiriert. Jobim habe das Lied gehört und daraufhin die Idee gehabt, den Samba langsamer, anders zu spielen, habe derartiges auch so geäußert. Doch 1957, betont Ruy Castro, hatte Tom Jobim längst seinen Stil gefunden, schuf seit langem seine Lieder. „Ich mochte Henri Salvador, habe Platten von ihm – aber daß er Vorteile daraus zog, sich als Erfinder der Bossa Nova hinzustellen, fand ich schon immer ziemlich ekelhaft.“
Machte Salvador, altersweise, kurz vor seinem Tode indessen einen Rückzieher, der vielen entgangen ist? Nach Angaben von Brasiliens größter Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ wies er letztes Jahr in einem Interview zurück, „Criador da Bossa Nova“ zu sein. „Ich mag nicht, daß man mich so nennt – ich bin doch dazu gar nicht fähig, im Vergleich zu Tom Jobim nur ein kleiner Komponist – Tom Jobim aber ist ein Gigant!“
Salvador, der Bossa-Nova-Erfinder – entstehen so Legenden, Brasilienklischees?
Vor seiner Brasilientournee 2008 äußerte sich auch Charles Aznavour zu dem Thema. Wenn Henri Salvador meine, den Bossa Nova erfunden zu haben, sei das natürlich nicht wahr. „Ich habe mir gedacht: Er wird die Leute zum Weinen bringen, wenn er solchen völligen Schwachsinn erzählt.“

http://www.folker.de/200805/07bossanova.htm
Os Morenos – Marrom Bombom: http://www.youtube.com/watch?v=XrbyAl4WGWA
Daten und Statistiken über Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Burka, “Girl from Ipanema”, sinnliche Bossa Nova in Itanhaem/Teilstaat Sao Paulo an der Statue von Padre Anchieta. “Garota de Ipanema” mit Tom Jobim und Vinicius Morais:https://www.youtube.com/watch?v=KJzBxJ8ExRk –
Islamische Frauenunterdrückung, Burka, soziokulturelle Kontraste…