Wegen heutiger neoliberaler Bewertungskriterien war in mitteleuropäischen Ländern wie Deutschland nach der Enthüllung des Mensalao-Skandals die Sympathie für Lula, dessen Regierungsstil enorm gestiegen, reagierte u.a. der Mainstream sehr positiv.

Ausriß – Oberster Richter Joaquim Barbosa:”Dirceu kommandierte den Mensalao.”
Tags: Brasilien, Korruption in Brasilien, Lula, Mensalao-Skandal
Der Skandal wird von den Landesmedien als der größte jemals in Brasilien aufgedeckte Korruptionsmechanismus eingestuft. Nach der Enthüllung des Mensalao-Skandals 2005 hatte in Europa das Lob für Lulas Regierungsstil deutlich zugenommen, der u.a. als “progressiv” eingestuft wurde.
“Der Linksruck in Lateinamerika in den vergangenen Jahren weckt Hoffnungen.” Rosa-Luxemburg-Stiftung
In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.
Lulas Mensalao-Skandal, Zeitungsausriß zu neuesten Bewertungen – unterdessen verlangte Brasiliens Bundesstaatsanwalt Roberto Gurgel die Verurteilung von 36 Angeklagten des Mensalao-Skandals unter der Lula-Regierung um Abgeordneten-und Parteienkauf. Gurgel nannte den Mensalao-Skandal die gravierendste Attacke auf die demokratischen Werte des Landes.
Lotto war bereits am Tage nach seiner Ankunft in Sao Paulo bei einem Raubüberfall erschossen worden. Sao Paulo wurde von Italiens Medien als „Traumstadt“ des Übersiedlers genannt. In den brasilianischen Medien wird nun gefragt, ob Brasiliens Auslandsvertretungen ausreichend die übersiedlungswilligen Europäer über das hohe Lebensrisiko, die gravierende Menschenrechtslage angesichts des überall agierenden organisierte Verbrechens informieren. Selbst in kommerziellen Reiseführern Europas wird die prekäre Sicherheitssituation Brasiliens entsprechend kommerziellen Interessenlagen meist nur oberflächlich dargestellt. Unterdessen räumen Sao Paulos Polizeibehörden eine Eskalation der Gewalt ein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Traumhotel_%E2%80%93_Brasilien

Ausriß, Juli 2012, bei Rio de Janeiro. “Drei junge Männer wurden mit Schüssen in den Kopf und in den Rücken exekutiert…Sie mußten sich hinknien…”
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
Der Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html
A Secretaria de Assuntos Estratégicos da Presidência da República, comandada por Moreira Franco, nos dá a pista. No final do mês de maio, foi divulgado um estudo que estabelece novos critérios para a identificação da classe média brasileira. De acordo com esse estudo, a “nova” classe média é composta por famílias com renda per capita entre R$ 291 e R$ 1.019, segundo os dados da composição da renda em 2009.
Isso mesmo, se o leitor se espantar com esses números, sugiro uma consulta à página na internet da própria SAE. Lá, será possível observar que houve um trabalho detalhado, que não somente classifica o que vem sendo chamado de classe média, como apresenta diferentes faixas de renda para a classificação dos vários extratos de renda do país. Os pobres, ou na terminologia da SAE “classe baixa”, dividem-se em “extremamente pobres”, com renda familiar per capita até R$ 81; “pobres”, com renda entre R$ 82 e R$ 162; e “vulneráveis”, com renda per capita entre R$ 163 e R$ 291.
Já a “nova classe média” também se divide em três faixas: entre os valores de R$ 292 e R$ 441, encontram-se os componentes da “baixa classe média”; a “média classe média” possui renda familiar per capita entre R$ 442 e R$ 641; e a “alta classe média” situa-se entre os valores de R$ 642 e R$ 1.019.
Completando esse curioso estudo, foram definidas também as faixas de renda da “classe alta”: de R$ 1.020 a R$ 2.481, temos a “baixa classe alta” e todos aqueles com rendimentos familiares per capita acima de R$ 2.482 passam a pertencer à “alta classe alta”.
Com base nesses números, o governo sustenta a sua informação que, de acordo com os critérios adotados, a classe média brasileira cresceu 10 pontos percentuais, de 2001 a 2009, passando de 38% da população para 48%. A estimativa da SAE, a partir de projeções da Pesquisa Nacional por Amostra de Domicílios (Pnad), é que a classe média represente 54% dos brasileiros no final de 2012.
Sugiro que, a partir dessas informações, o leitor faça a sua opção: a propaganda é a alma do negócio ou a mentira repetida à exaustão vira uma verdade?
Obdachloser Alubüchsensammler, an katholischer Kirche.

Brasilien – Verelendung und menschliche Verhaltensweisen:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/17/brasilien-2014-wie-verelendung-menschliche-verhaltensweisen-andert-altere-obdachlose-frau-wascht-sich-allabendlich-vollig-nackt-an-strasenkreuzung-von-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-viele/
Obdachloser greift zum Mikrophon vor der Kathedrale Sao Paulos, schreit Verzweiflung heraus. Wie üblich bei den landesweiten Protestaktionen des “Grito dos Excluidos” seit dem Amtsantritt der Lula-Rousseff-Regierung von 2003 – keine Medienfunktionäre, TV-Kamerateams des gesteuerten mitteleuropäischen Mainstreams für eventuelle Berichterstattung präsent, auch nicht bei den Protestgottesdiensten.
Brasilien – Daten, Statistiken, Rankings:http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Schlafen” mittags in Abgasgestank an der Avenida Paulista in Sao Paulo – erschöpfter verdreckter Obdachloser, Habseligkeiten in Plastiktüten am Fahrrad.

Kurioses Schönreden Brasiliens durch mitteleuropäische Politiker, Schönschreiben durch gesteuerten europäischen Mainstream, obwohl Brasilien auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung lediglich Platz 79 belegt…Dieser Ranking-Platz wird vom Mainstream fast ausnahmslos unterschlagen.
http://www.hart-brasilientexte.
Laut Rossi handelt es sich dabei um einen Skandal, ein Verbrechen – denn „somit wurde u.a. die Qualität des öffentlichen Gesundheitsystems, des Bildungswesens verringert.“
Neueste offizielle Angaben 2012 zur Staatsverschuldung Brasiliens: „Divida publica da Uniao chega a 1,97 trilhao de Real, numa alta de 2,53 %“ (O Globo
Clarice Herzog und Waldemar Rossi 2011 auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
“Die vergessene Diktatur”: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/
Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese Sao Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert – die auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das Opfer wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer Eisenstange aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der Stange befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Dom Paulo macht Druck, alarmiert den Vatikan, holt Waldemar Rossi und andere Widerstandskämpfer heraus, besucht sie vorher in ihrer Zelle – heute Teil des Widerstands-Memorials von Sao Paulo.
In nicht wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen, darunter Büchern, wird die brasilianische Militärdiktatur auffälligerweise verharmlost.

Mülltrenner in Franziskanerprojekt von Sao Paulo.
Hintergrund:
Rio+20: Rousseff-Regierung verzögert bzw. stoppt Ausbau des öffentlichen Verkehrs, aber fördert kräftig den PKW-Absatz der Automultis durch Steuersenkungen – trotz PKW-Verkehrschaos und Giftluft in Städten wie Rio und Sao Paulo, prangern nationale Umweltexperten an. Rekorde bei Verkehrstoten, Unfall-Invaliden. Warum Brasilia aus Mitteleuropa soviel Lob erhält. “Südamerikas Vorzeigestaat” – Der Spiegel 2012. **
Tags: Abgas-Giftluft – Automulti-Förderung in Brasilien
Halbherzige Maßnahmen der Regierung angesichts stetig langsamerer Wirtschaftsaktivitäten sowie Deindustrialisierung sind bei brasilianischen Umweltexperten auf heftige Kritik gestoßen. Anstatt den Ausbau der grausig ineffizienten öffentlichen Verkehrsmittel, vor allem Bahn, S-Bahn und Metro, zu fördern, begünstige die Regierung keineswegs zum ersten Mal just die Automultis, deren PKW-Absatz durch kräftige Steuersenkungen – in einem Land von Massenelend und nicht ausgetilgtem Hungerproblem, lauten die Hauptargumente. Just vor Rio+20 sei dies ein Zeichen dafür, wie die Rousseff-Regierung ticke. Finanzminister Guido Mantega räumte öffentlich ein, daß die Automultis Druck ausgeübt hätten. Ohne Regierungsförderung gebe es Zwangsferien und Entlassungen.
In Brasilien ist nur eine Minderheit angesichts des Billiglohnsystems in der Lage, ein Auto zu kaufen – die offizielle Armutsgrenze liegt umgerechnet bei etwa 65 Euro.
Die Mehrheit würde indessen, so die Umweltexperten in Inforadios des Landes, durch Investitionen in das marode öffentliche Verkehrssystem begünstigt.
Die Abgas-Giftluft in Brasiliens Städten, die Wirkung auf die Gesundheit von vielen Millionen Menschen, darunter Tod durch Infarkt, Schlaganfall etc. sind bestens bekannt und untersucht. Noch mehr Abgase heißt, so die Umweltexperten, noch mehr Emission klimaschädlicher Gase – während just eine Verminderung der Emissionen dringend nötig sei.
2012 führte zu öffentlichen Diskussionen, daß die Dauerstaus auf den Fernstraßen zu den Stränden bei Sao Paulo ständig zunähmen, die Fahrt statt der früher ein bis zwei Stunden inzwischen bis zu sieben Stunden dauere. Von nicht wenigen Brasilianern wird dies auf die unter Lula-Rousseff verfolgte Verkehrspolitik zurückgeführt, die zwecks Begünstigung der Automultis den ökologischen, preisgünstigen Schienen-Nahverkehr, der der Bevölkerungsmehrheit dienen würde, zielgerichtet benachteilige. In den Informationsradios wurde 2012 von Brasilianern auf den Bahn-und S-Bahn-Verkehr in Mitteleuropa als nachahmenswertes Beispiel verwiesen. Hätte Brasilien ein solches Verkehrssystem, käme es nicht zu den immer absurderen Staus, die mit enormer Luftvergiftung, viel höherem Kraftstoffverbrauch und Streß verbunden seien. Indessen existierte bereits ein relativ gut ausgebautes Schienennetz in Brasilien, konnte man sogar von Sao Paulo mit dem Zug an die Küste fahren, gab es Bahnstrecken entlang der Küste. Jedoch wurden diese Zugverbindungen von interessierter Seite aus den bekannten Gründen gestoppt, zerstört. In diesem Zusammenhang werden stets Lulas sehr gute Beziehungen zu den Automultis betont.
Auffällig niedrige Produktivität Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/
Tags: Brasiliens Börse, Brasiliens Deindustrialisierung
Lula zu Poupanca: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/30/lula-auf-thyssenkrupp-baustelle-bei-rio-de-janeiro/

Ausriß, Folha de Sao Paulo.
„Die Mehrheit der der höchsten Regierungsfunktionäre des Wirtschaftssektors hat eine geradezu infantile Angst vor der Präsidentin der Republik…Sie meint, niemand in ihrem Umkreis ist besser als sie.“
In den Landesmedien wird Rousseff inzwischen angesichts der Lage offen zu einer Kurskorrektur in der Wirtschaftspolitik aufgefordert.
Gemäß mitteleuropäischen Einschätzungen handelt es sich indessen bei Rousseff um eine sehr gute Regierungschefin mit hoher Administrationskapazität.
Auffällig niedrige Produktivität Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/09/27/boomland-brasilien-die-angeblich-aufstrebende-wirtschaftsmacht-warum-sind-wir-so-unproduktiv-fuhrende-wirtschaftszeitschrift-exame-beschreibt-brasiliens-enormen-wirtschaftlichen-ruckst/
Alltag, öffentliche Sicherheit 2012 in Brasilien – wie Medien und Öffentlichkeit auf Morde reagieren:

Ausriß, Juli 2012, bei Rio de Janeiro. „Drei junge Männer wurden mit Schüssen in den Kopf und in den Rücken exekutiert…Sie mußten sich hinknien…“
Der Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-gewalttaten-in-den-schulen-haeufen-sich/4037582.html
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1806700/
Fall Tomasso Lotto, 26: „Ein italienischer Bankangestellter, der in Brasilien leben wollte, wurde in Sao Paulo bei einem versuchten Raubüberfall erschossen. Er war seit Freitag in Brasilien, die Tat ereignete sich am Sonnabend.“ Landesmedien, Ende Juli 2012
Offizieller Rüttgers- Besuch und organisiertes Verbrechen, heutige neoliberale Umgangsformen:
Frau
Sylvia Kotting-Uhl, MdL, B90/Grüne
Bundestag
Berlin
Sehr geehrte Frau Kotting-Uhl,
dem „Sonntagsblatt“, Ausgabe Aurich, vom 22. Juli 2012 (siehe
Anlage .pdf) entnehme ich, dass Sie sich als Bundestagsabgeordnete von
Bündnis 90/Die Grünen zur Reaktorkatastrophe in Fukushima geäußert
haben.
Zitat:“ Ihre vorerst letzte Reise in das Unglücksgebiet unternahm
Sylvia Kotting-Uhl im März 2012 anlässlich des ersten Jahrestages der
Katastrophe. Obwohl die Aufräumarbeiten nach ihrem Eindruck voran
gekommen sind, ist ‚“der Eindruck trotzdem: Weltuntergang“, so die
atompolitische Sprecherin der Grünen. Neben überall herumliegenden
Trümmern seien vor allem viele Existenzen zerstört und buchstäblich
ausgelöscht worden. Die Zahl der Todesopfer, die die
Reaktorkatastrophe unmittelbar gefordert habe, werde derzeit mit rund
16000 beziffert. Allerdings würden noch weit über 3000 Menschen
vermisst. Etwa eine halbe Million Menschen seien obdachlos. 300 000
von ihnen würden nach wie vor in Containern leben. Die
Strahlenbelastung sei scheinbar unvermindert hoch.“
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