Wie es hieß, wurde in einem Abkommen zwischen Regierung und Opposition erreicht, daß sich der Untersuchungsausschuß lediglich auf die Hauptperson „Carlos Cachoeira“ und dessen Mitarbeiter beschränkt – gegen Gouverneure und andere hohe Politiker, darunter Sergio Cabral, werde nicht ermittelt.
Der Arbeiterpartei-Politiker Candido Vaccarezza wurde dabei gefilmt, wie er Sergio Cabral einen „Entwarnungs“-Torpedo schickte:“Du bist einer von uns – wir sind dein“. Starker Mann der wichtigsten Rousseff-Koalitionspartei ist José Sarney, Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA.
Politikexperte Noblat kommentierte, der Satz von Vaccarezza lasse die sizilianische Mafia mit Neid. Cabral sei ein Dummkopf, dessen Popularität sinke derzeit ab.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

Verölte Wellen am Atlantik Brasiliens.
Laut brasilianischen Landesmedien ist der noch unlängst in Europa wegen Kapitalerhöhungen etc. gefeierte Ölkonzern PETROBRAS stetig wegen schlechter Leistungen abgesackt – Meldungen über von PETROBRAS verursachte Ölpest an der Atlantikküste häufen sich. Lula hatte sich sehr effizient für PETROBRAS als Werbeträger eingesetzt, was im europäischen Mainstream sehr gut funktionierte. Hervorgehoben wird, daß PETROBRAS statt der angekündigten gigantischen Förderzuwächse defacto Produktionsstagnation zeigt. Interessant ist, den AgitProp um PETROBRAS in europäischen Medien noch einmal nachzulesen. Gewinne lagen etwa um die Hälfte niedriger als zuvor großartig angekündigt. Seit Februar verlieren die PETROBRAS-Aktien beständig an Wert. Präsidentin Rousseff hatte Graca Foster zur neuen PETROBRAS-Chefin gemacht, die indessen bisher keine Erfolge zeigte.

Ausriß.
Ecopetrol in Kolumbien ist damit Lateinamerikas Unternehmen mit dem höchsten Marktwert.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Brasiliens Wirtschaftsexperten erinnern daran, daß Präsidentin Rousseff für ihre Amtszeit ein durchschnittliches Jahres-Wirtschaftswachstum von 5,9 Prozent angekündigt hatte – 2011 sollte es zwischen 4,5 und 5 Prozent liegen. Indessen war es weniger als das von Deutschland mit 3 Prozent – nur 2,7 Prozent. Um auf die angekündigten 5,9 Prozent zu kommen, heißt es nunmehr ironisch, müßte Brasilien in „chinesischem Rhythmus“ um fast neun Prozent jährlich zulegen, was indessen unmöglich sei. Unterschätzt wurde die Notwendigkeit zu wichtigen strukturellen Modernisierungen, die das Land brauche, um wirtschaftlich wachsen zu können, heißt es. Die Vergleichsdaten über Brasiliens sehr niedrige Produktivität und internationale Wettbewerbsfähigkeit sind allgemein bekannt, werden indessen gewöhnlich im Mainstream unterschlagen.
Nicht wenige brasilianische Menschenrechtsaktivisten sehen nur geringe Chancen, daß die „Wahrheitskommission“ nach so langer Zeit, die von den Tätern zum Verwischen von Spuren, Verstecken bzw. Vernichten belastender Dokumente genutzt worden war, noch wesentliche Dinge ans Tageslicht bringen kann. Auch Universitätsstudenten in Sao Paulo sagten auf Website-Anfrage, die Wahrheitskommission werde keinerlei Wirkung haben, gelte für viele als Zeitverschwendung, zumal – man erinnere an das Beispiel Hitlerdeutschland – ein beträchtlicher Teil der Brasilianer die Militärdiktatur völlig in Ordnung fand, bis heute.
http://derstandard.at/1336697119876/Wahrheitskommission-untersucht-Verbrechen-der-Militaerdiktatur
Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/
Zuviele wichtige Zeugen sind gestorben, das Erinnerungsvermögen der noch lebenden Zeugen, zumeist in sehr hohem Alter, ist nicht mehr frisch.
Bemerkenswert, welche Strukturen und Praktiken der Militärdiktatur weiterexistieren: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/
Bei der Zeremonie in Brasilia zum Start der Wahrheitskommission waren mit den zivilen Präsidenten José Sarney, Fernando Henrique Cardoso, Fernando Collor, Lula und Dilma Rousseff just jene Autoritäten anwesend, in deren Amtszeit eine organisierte Aufklärung der Diktaturverbrechen zwar besonders von den katholischen Menschenrechtsaktivisten, der Bischofskonferenz vehement gefordert, jedoch abgelehnt, verhindert wurde. Die enge freundschaftliche Beziehung von Lula und Dilma Rousseff just zum Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, das intensive politische Zusammenwirken, ist bekannt – und gilt vielen Brasilianern als weiterer Hinweis darauf, wie „links“ Lula und Rousseff sind. Nicht wenigen erschien daher die Zeremonie von Brasilia als ein Musterbeispiel von heute mehr denn je üblicher Politschauspielerei.
Brasiliens Qualitätsmedien betonen, daß im Falle einer Aufhebung des Amnestiegesetzes für Diktaturverbrecher dann über Funktionsträger des Militärregimes geurteilt werden müßte, die bereits weit über 80 seien, somit nichts mehr zu befürchten hätten.
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
Brasiliens nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur liefert Waffen für Repression an Pinochet in Chile: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/
Tags: Brasiliens Militärdiktatur, Ivan Seixas
Ivan Seixas, Präsident der Menschenrechtskommission des Teilstaates Sao Paulo, Leiter des Widerstandsmemorials in Sao Paulo, beim Website-Interview.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/23/wieviel-portugal-steckt-in-brasilien-hintergrund/
Montag, 14. Mai 2012 von Klaus Hart **


http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/23/wieviel-portugal-steckt-in-brasilien-hintergrund/
Tags: Brasilien, Ostern 2012, Ouro Preto, Páscoa, Weltkulturerbe

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sonntagsspaziergang/1028582/
http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/23/wieviel-portugal-steckt-in-brasilien-hintergrund/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/14/brasilien-katholische-jugend-in-ouro-pretominas-gerais/

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/07/fischstand-in-fortaleza-gesichter-brasiliens/

http://www.thyssenkrupp-steel-europe.com/csa/de/index.jsp
http://jusclip.com.br/apos-intervencao-da-oabrj-siderurgica-retira-acao-contra-cientistas/
„Wir waren uns immer sicher, die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben.“ Ekkehard Schulz, Einweihung, Juni 2010
Zeitungsausriß – Lula bei der Einweihung 2010.
Brasiliens Qualitätsmedien erinnern daran, daß das ThyssenKrupp-Stahlwerk wegen angerichteter Umweltschäden sowie Schäden für die Gesundheit der Anwohner mehrmals habe Bußgelder in Millionenhöhe zahlen müssen. Für Millionensummen habe ThyssenKrupp zusätzliche, nicht eingeplante Anlagen errichten müssen, um die Umweltbelastung zu senken. Erst in den letzten Tagen war das Stahlwerk erneut von den staatlichen Umweltbehörden inspiziert worden.
„Das Werk ist das modernste und das umweltschonendste weltweit.“
“Managementfehler”: http://www.presseportal.de/pm/55903/2253691/waz-thyssen-krupp-betriebsrat-verluste-in-uebersee-koennten-gesamten-konzern-gefaehrden
Außerordentlich interessant für Medieninteressierte könnte sein, noch einmal die ungezählten Lob-und-Hudel-Beiträge nachzulesen, anzuschauen, die über das einstige Vorzeigeprojekt massiv verbreitet worden waren – heutiger Propagandajournalismus in Bestform .Wer das Projekt journalistisch umfassend kritisierte, hatte und hat nur Nachteile.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Die Megainvestition zeigt, daß endlich das deutsche Unternehmertum mit totaler Wucht nach Rio de Janeiro kommt.”
“ThyssenKrupp und Vale weihen eine neue Ära der Eisen-und Stahlindustrie Brasiliens ein.”
Lula redet im Stahlwerk: http://www.youtube.com/watch?v=wNYmYlFdox0&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=aMj7YknPR8Q
http://www.revistafator.com.br/ver_noticia.php?not=121816
„Sie haben unseren Bau von Anfang an mit größtem Rückhalt begleitet. Ihre Regierung war in der Projekt-wie in der Bauphase immer ein verlässlicher und kompetenter Partner.“

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der Super-Baustelle von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/23/thyssenkrupp-rio-de-janeiro-wichtige-investition-starkt-auch-den-industriestandort-nordrhein-westfalennrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgers/
Presse-Mitteilung, 30.10.2008, 16:00 Uhr (MEZ)