Sao Paulo – Schlafen unter dem Karren mit allen Habseligkeiten.
Tags: Brasilien, Sao Paulo, Sklavennachfahrin
Brasilianische Medien veröffentlichten Amnesty-Angaben über das Totfoltern von Gegnern des NATO-gestützten neuen Regimes.
„Deutschland steht an der Seite dieses neuen Libyens“: http://www.focus.de/politik/ausland/international-westerwelle-sichert-libyen-weitere-unterstuetzung-zu_aid_700550.html
Auf die übliche eindrückliche Weise propagierte Lula – uol-Video anklicken – den Dilma-Rousseff-Wahlkampftrumpf der Umleitung des Rio Sao Francisco – der katholische Bischof Luiz Cappio ging gegen das Projekt zweimal in den Hungerstreik. Inzwischen sieht man eindrückliche Bilder in den Landesmedien: Verfallende Kanäle, in denen bereits wieder Bäume wachsen – und massenhaft total zerbrochene Betonplatten eines gestoppten pharaonischen Projekts. Wie es heißt, sorgte Lulas Umleitungs-Propaganda für einen beträchtlichen Teil der Nordost-Wählerstimmen für seine Nachfolgerin Dilma Rousseff – nach erfolgter Wahl seien indessen die Bauarbeiten eingestellt worden. Mitten in der Korruptionskrise soll es nun dem Vernehmen nach neue Ausschreibungen für die Weiterführung des Projekts geben. Alles werde weit teurer als ursprünglich offiziell angegeben. Viele Brasilianer fragen sich nun, ob es Lula etwa garnicht so ernst war mit der Trinkwasserversorgung der Armen im Nordosten…
http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=237085&rubrik=7&ausg=200709
http://plattformbelomonte.blogspot.com/2011/12/die-flussumleitung-des-rio-sao.html
Ausriß Estadao.
„O Rio, por exemplo, nao recicla nem 1% do seu lixo!“
“Stolz, ein Brasilianer zu sein.” Aufschrift auf der Arbeitskleidung der Straßenkehrerin Sao Paulos am Stadtgeburtstag – Anregung für Arbeitskleidung bei deutscher Stadtreinigung?
Ausriß.
Fehlende Hygiene optimal für Fiebermoskitos:
Grajew, der die NGO “Rede Nossa Sao Paulo” führt, ermittelte, wielange Stadtbewohner, die auf das öffentliche Gesundheitswesen angewiesen sind, auf einen vereinbarten Arztbesuch warten müssen – durchschnittlich 61 Tage. Nur 1,5 Prozent der rund 12 Millionen Stadtbewohner sind an ein Müllabfuhr-System ähnlich wie in Deutschland, die “Coleta seletiva”, angeschlossen, der große Rest hat keine Mülltonnen zur Verfügung, wirft den Müll in Plastiktüten oder lose an die Straße – zur Freude der Ratten. In Porto Alegre funktioniert moderne Müllabfuhr bereits für 100 Prozent der Bewohner, hieß es. Sao Paulos Flüsse “Rio Tieté” und “Rio Pinheiros” sind pure Kloake, geben massenhaft klimaschädliche Giftgase wie Methan an die Atmospäre ab. Sao Paulo ist Lateinamerikas reichste Großstadt.
Müllsituation in Sao Paulo – Abfälle werden zumeist auf diese Weise an die Straße geworfen, meist nachts von Müllabfuhr eingesammelt.
Brasiliens offizielle Stellen schieben die Exportprobleme auf die Krise in Europa – Hinweise auf die vielen hausgemachten Faktoren unterbleiben. Viele brasilianische Produkte sind wegen mangelnder Qualität schlichtweg nicht weltmarktfähig.
Angesichts der neuen offiziellen Angaben zu dem in Mitteleuropa als „Boom“ definierten Wachstum der brasilianischen Industrieproduktion 2011 um nur 0,3 Prozent gegenüber 2010 weisen die inländischen Analysten auf eine fehlende Industriepolitik und die unzureichende Wettbewerbskompetenz der brasilianischen Industrie. Der Nachfrage nach Industriegütern steht danach kein ausreichendes Angebot der einheimischen Industrie gegenüber – zumal durch den wachstumshemmenden Hochzinskurs die Landeswährung sehr stark überbewertet sei und deshalb Importe von Industrieprodukten stark begünstigt würden. Verwiesen wird zudem auf Brasiliens altbekannte hemmende hausgemachte Faktoren: Hohe Steuerbelastung, schlechte Logistik, fehlende Fachkräfte, hohe Energiekosten etc. Seit nunmehr vier Jahren wachse Brasiliens Industrie im Durchschnitt um lediglich 0,5 Prozent.
2011 sank gemäß offiziellen Zahlen die Autoproduktion um 7,8 Prozent, die Textilproduktion um 14,9 Prozent, die Produktion von Schuhen und anderen Lederwaren um 10,4 Prozent. Gegenüber 2008 hatte die elektronische Industrie einen Produktionsrückgang von rund 36 Prozent verzeichnet.
Die andere Sicht:
„Das Land durchläuft eine intensive Industrialisierung.“ Stuttgarter Nachrichten 2011
„Für 2011 und 2012 wird mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils ca. 3,7 und 4% (2010: 7,5%) BIP-Anteil gerechnet.“ Auswärtiges Amt
„In der Welt des Wachstums“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/gruner-ministerprasident-winfried-kretschmann-in-brasilien-2011/
Dem schwachen brasilianischen Wachstum wird das rasche Wirtschaftswachstum Argentiniens gegenübergestellt – das mittlere Einkommen liege dort um etwa 40 Prozent über dem brasilianischen. Aus Argentinien ist weder eine Hunger-noch Elendsproblematik wie in Brasilien bekannt.
CeBIT und Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/18/cebit-2012sudamerikas-shooting-star-zu-gast-in-hannover-partnerland-brasilien-staatschefin-dilma-rousseff-kommt/
http://www.rp-online.de/region-duesseldorf/ratingen/nachrichten/sternsinger-hilfe-kommt-an-1.2667039
Brasiliens katholische Kirche, Adveniat unterstützen die Slumbewohner.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/