Laut Landesmedien werden die Figuren u.a. in einem Geschäft von Sao Paulo, Sitz der größten jüdischen Gemeinde Brasiliens, verkauft. Himmler wird als Schlüsselfigur bei der Organisation des Holocaust genannt. „Sehr detailliert gearbeitet, wird Himmler in einem Kasten zusammen mit einer zweiten Uniform sowie mit Krawatten und Schuhen zum Wechseln angeboten.“
Adolf Hitlers „Mein Kampf“ (Minha Luta“) ist als Prachtausgabe in Brasilien ein Bestseller.
Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff besucht am 6. Mai die jüdische Gemeinde Sao Paulos.
Zeitungsausriß.
Schwarzer Junge mit Hakenkreuz-Drachen in Sao Paulos Stadtpark Ibirapuera in den Siebzigern.
Vorname: Hitler, Interviewpartner in Sao Paulo.
http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html
„Líbia disse neste domingo que atacou o porto de Misrata, principal ponto de comunicação dos rebeldes com o mundo, para impedir que a Otan (Organização do Tratado do Atlântico Norte) entregue armas aos rebeldes.
„A Otan tentou romper o bloqueio imposto pelas Forças Armadas líbias no porto de Misrata. A Aliança tentou também entregar armas e suprimentos às gangues de criminosos usando vários veleiros. Mas ela foi bombardeada, o que a forçou a fugir para o mar“, disse a TV estatal.“(Folha de Sao Paulo)
“Die Zeit” über Waffenlieferungen auf dem Seeweg an pro-westliche Rebellen in Misrata, darunter deutsch-französische Milan-Raketen:
“Der 26 Meter lange Schlepper ist voller Waffen und Munition. Gewehre unterschiedlichster Typen, in graue Decken eingewickelt, liegen auf dem Boden der Kajüten. Auch unter den Tischen der kleinen Messe stapeln sich Gewehre, die Waschküche ist angefüllt mit Panzerfäusten. Patronengurte hängen aus den Deckenverkleidungen wie anderswo Isolierwolle. Das Schiff ist eine schwimmende Bombe…
Die wichtigste Fracht der Ezzarouk ist eine neue Waffe im Kampf gegen Gadhafis Panzer. Das Milan-Raketensystem, eine deutsch-französische Entwicklung, die sich die Rebellen aus dem Ausland besorgt haben.”
Tripolis-Bischof gegen Waffenlieferungen an Rebellen: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/14/tripolis-bischof-martinelli-gegen-waffenlieferungen-an-libysche-aufstandige-meldet-radio-vatikan/
Karikatur zu Luftangriffen – Zeitungsausriß.
“Die Zeit”: “Libyen – Westmächte liefern das Know-how zum Töten”http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/tripolis-bischof-martinellider-krieg-kann-die-soziale-krise-nicht-losen-sondern-nur-verschlimmernvatikanischer-fides-dienstin-den-vergangenen-wochen-uber-libyen-zuviele-lugen-verbreitet/
Der Spiegel:
“Jetzt haben sie belgische Sturmgewehre, die Schiffe aus Bengasi gebracht haben. Abdul Latif schießt mit einer FN-FAL, Kaliber 7,62 x 51 mm. Das Zielfernrohr ist von der amerikanischen Firma Bushnell. “Der rechte Arm der freien Welt”, hieß das Gewehr im Kalten Krieg, weil es von so vielen Nato-Soldaten verwendet wurde.”
Brasiliens Medien zitierten zudem Gaddafi angesichts der Teilnahme Italiens an den Bombardements: “Wo ist denn jetzt mein Freund Silvio Berlusconi? Sie baten mich um Vergebung für den Horror des Kolonialismus – doch heute fallen sie erneut militärisch in Libyen ein.”
„Seguidores de Kadhafi protestam em Trípoli após ataque da Otan
Embaixadas teriam sido atacadas após notícia da morte do filho do ditador.
Em Benghazi, cidade dominada por rebeldes, líbios comemoram nas ruas.“(Globo)
Rüstungsindustrie und Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/wie-die-rustungsindustrie-vom-libyen-einsatz-profitiert-ard-tagesthemen-das-bombengeschaft-der-spiegel/
“Die zehn Jungen aus der Provinz Kunar im Osten Afghanistans sammelten gerade Feuerholz, als US-Kampfhubschrauber das Feuer auf sie eröffneten. Die Soldaten hielten die Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren für Taliban. Neun der Jungen starben bei dem Angriff aus der Luft, nur einer überlebte.” Frankfurter Rundschau, April 2011
„132 Prozent Anhebung meines Gehalts -und des Gehalts meiner Minister. Für die Angestellten im öffentlichen Dienst Null Prozent.“
Die Dachgewerkschaft CUT von Ex-Staatschef Lula veranstaltete 2011 das seit Jahrzehnten wohl armseligste Fest zum 1. Mai – laut Medienangaben kamen allerhöchstens 1000 Menschen, Zeitungen schrieben von nur maximal 300, obwohl die Veranstaltung mitten im Zentrum Sao Paulos abgehalten wurde. Wiederum versammelte damit die Kirche zum Arbeiter-Gottesdienst weit mehr Menschen.
Viel Tränengas und Zusammenstöße auf Maifest vor der Kathedrale Sao Paulos.
Bischof Bernardino erklärte sich zudem solidarisch mit den in Libyen tätigen Geistlichen wie Bischof Martinelli in Tripolis – bat sie, sich weiter für eine friedliche Lösung des Konflikts einzusetzen. Nötig seien Dialog und Diplomatie – Bombardements führten keineswegs zu Frieden. „Bomben fallen auf Libyen, auf Afghanistan, den Irak – es sind die NATO, europäische Länder, die USA, die diese Bombardements führen.“ Der Bischof nannte als Kriegsgrund für Libyen das Öl:“Sie wollen Nutzen aus dem Öl von diesem Teil der Erde ziehen. Das ist nicht der Frieden, den wir meinen. Auch nicht der `Frieden`von Guantanamo“, wo zahlreiche unschuldige Arbeiter eingesperrt wurden. Der Frieden, den wir wollen, ist der von Jesus – als unser Botschafter des Friedens – nicht der `Frieden`durch Bomben und Armeen, durch Gewalt.“ Die Predigt in der Kathedrale von Lateinamerikas Wirtschafts-und Kulturhauptstadt Sao Paulo erhielt starken Beifall.
Angesichts der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. erinnerte Bischof Bernardino vor den Gläubigen daran, daß sich der beim Gottesdienst anwesende Führer der bischöflichen Arbeiterpastoral von Sao Paulo, Waldemar Rossi, 1980, mitten in der Diktaturzeit, mit Johannes Paul dem II. in der Megacity getroffen und im Morumbi-Stadion Sao Paulos als Vertreter der Arbeiter zu ihm gesprochen, die Sorgen und Probleme der einfachen Brasilianer unter der Folterdiktatur geschildert hatte.
Waldemar Rossis Einschätzung des Libyenkriegs ist bekannt: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/

Einschätzungen von Bischof Angelico Bernardino, der Arbeiterpastoral sowie der brasilianischen Franziskaner sind im europäischen Mainstream angesichts der geltenden Regeln chancenlos.
Friedensnobelpreisträger Obama leitet den Start der Luftangriffe vom Marriott-Hotel der Copacabana aus.
Getötete libysche Kinder – Vatikan-Dienst spricht von Mord: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/03/der-29jahrige-saif-al-arab-einer-der-sechs-sohne-gaddafis-wurde-bei-einem-bombenangriff-der-nato-in-seiner-residenz-in-tripolis-zusammen-mit-seiner-ehefrau-und-drei-enkeln-des-libyschen-staatsoberh/
“Die zehn Jungen aus der Provinz Kunar im Osten Afghanistans sammelten gerade Feuerholz, als US-Kampfhubschrauber das Feuer auf sie eröffneten. Die Soldaten hielten die Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren für Taliban. Neun der Jungen starben bei dem Angriff aus der Luft, nur einer überlebte.” Frankfurter Rundschau, April 2011
Luftterror und Flüchtlingstod: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/nach-luftterror-uber-tripolis-untergang-eines-fluchtlingsschiffs-aus-der-bombardierten-hauptstadt-uno-bestatigt-starke-zunahme-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-wegen-provozierter-massenfluc/
Waldemar Rossi über Lula: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/02/%e2%80%9elula-hat-nichts-von-einem-linken-an-sich-war-nie-ein-linker%e2%80%9c/#more-26
„Gaddafi hat wachsende Volksunterstützung“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/18/libyenkrieg-gaddafi-hat-wachsende-volksunterstutzung-gegen-die-westliche-intervention-laut-candido-mendes-einem-fuhrenden-intellektuellen-brasiliens-in-groster-qualitatszeitung-folha-de-sao/
Franziskaner und Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/morde-an-zivilisten-in-libyen-durch-bombardements-brasilianischer-franziskaner-jose-francisco-fordert-bestrafung-der-tater-und-auftraggeber-rasche-entschadigung-und-wiedergutmachung-fur-die-hinterbl/
Libyenkrieg und Kriegswaffenmesse in Rio: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
NATO und islamische Terroristen: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/19/nato-kooperiert-mit-islamischen-terroristen-im-libyenkrieg-enthullt-brasilianische-qualitatszeitung-o-estado-de-sao-paulo-wir-beteten-an-der-seite-von-bin-laden-in-der-moschee-die-partne/
Brasiliens Medien zitierten zudem Gaddafi angesichts der Teilnahme Italiens an den Bombardements: “Wo ist denn jetzt mein Freund Silvio Berlusconi? Sie baten mich um Vergebung für den Horror des Kolonialismus – doch heute fallen sie erneut militärisch in Libyen ein.”
Europäische Mainstreammedien sind nach der anfänglichen, kindischen Methode der überdrehten Personalisierung von Politik, der Zuspitzung aller libyschen Vorgänge auf Gaddafi(„Gaddafi bombardierte…“) womöglich angesichts öffentlicher Reflexionen inzwischen dazu übergegangen, die Gesellschaftsstrukturen Libyens etwas sachlicher zu benennen. Inzwischen macht also Gaddafi nicht mehr sozusagen alles alleine – sondern existiert eine Regierung, eine Staatsführung, gibt es Minister etc…Aus „Gaddafi-Anhängern“ werden neuerdings sogar „Anhänger der libyschen Regierung“, aus „Gaddafi-Soldaten“ werden „Regierungs-Soldaten“.
Auf dem UNO-Ranking für menschliche Entwicklung liegt Libyen auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien indessen abgeschlagen auf dem 73. Platz.
Sklavenarbeit und Niedrigstlöhne: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/
„Wir verabscheuen die Bombenangriffe auf Libyen“ – Bischof bei Arbeiter-Gottesdienst 2011 in Kathedrale Sao Paulos.
Die Dachgewerkschaft CUT von Ex-Staatschef Lula veranstaltete 2011 das seit Jahrzehnten wohl armseligste Fest zum 1. Mai – laut Medienangaben kamen allerhöchstens 1000 Menschen, obwohl die Veranstaltung mitten im Zentrum Sao Paulos abgehalten wurde.
Obdachloser am Vorabend des 1. Mai 2011: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/brasiliens-obdachlose-alter-geschwachter-mann-ist-stinkende-essensreste-aus-aufgerissenen-mullsacken-an-der-rua-augusta-sao-paulo/
http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html
http://g1.globo.com/mundo/noticia/2011/04/ataque-da-otan-atinge-escola-na-libia.html
Bislang hatte u.a. Tripolis-Bischof Martinelli immer wieder auf die Liquidierung von Zivilisten sowie das Bombardieren von zivilen Zielen in Libyen hingewiesen – entsprechende Berichte unterblieben jedoch in tonangebenden Medien. Womöglich wurde jetzt eher zufällig die Nachrichtensperre durchbrochen.
Tripolis-Bischof zu liquidierten Kindern: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/02/libyenkrieg-brasiliens-medien-uber-die-durch-nato-luftangriff-getoteten-kindermastura-nur-vier-monate-alt-saif-zweijahrig-cartago-dreijahrig-tripolis-bischof-martinelli-betete-neben-liquidi/
Friedensnobelpreisträger Obama leitet Start der Luftangriffe vom Marriott-Hotel der Copacabana aus. http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/31/wie-die-zivilbevolkerungen-vor-der-nato-schutzen-fragt-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-nach-zivilistenliquidierung-in-afghanistan-und-libyen/
Kirche Brasiliens und Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/
Brasiliens bischöfliche Arbeiterseelsorge wies seit Beginn des Libyenkriegs auf Luft-Attacken gegen Zivilisten: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/
Protest in Sao Paulo gegen Tötung libyscher Zivilisten mittels Luftangriffen.
Seitens der Franziskaner war Wiedergutmachung und Entschädigung gefordert worden: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/morde-an-zivilisten-in-libyen-durch-bombardements-brasilianischer-franziskaner-jose-francisco-fordert-bestrafung-der-tater-und-auftraggeber-rasche-entschadigung-und-wiedergutmachung-fur-die-hinterbl/
Von Gaddafi-Sohn gemaltes Bild in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/13/gaddafi-gemalt-von-sohn-saif-el-islam-el-gaddafi-maler-und-architekt-bilder-des-kunstlers-in-sao-paulos-afrobrasilianischem-museum/
„Die Menschen in Libyen fühlen sich verraten von Europa“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/libyen-die-menschen-in-libyen-fuhlen-sich-verraten-von-europa-und-besonders-von-italien-nach-den-gezielten-bombardierungender-nato-im-land-herrsche-entsetzen-laut-vatikanradio-es-ist-verru/
„Seguidores de Kadhafi protestam em Trípoli após ataque da Otan
Embaixadas teriam sido atacadas após notícia da morte do filho do ditador.
Em Benghazi, cidade dominada por rebeldes, líbios comemoram nas ruas.“(Globo)
Brasiliens Medien zitierten zudem Gaddafi angesichts der Teilnahme Italiens an den Bombardements: „Wo ist denn jetzt mein Freund Silvio Berlusconi? Sie baten mich um Vergebung für den Horror des Kolonialismus – doch heute fallen sie erneut militärisch in Libyen ein.“
Europäische Mainstreammedien sind nach der anfänglichen, kindischen Methode der überdrehten Personalisierung von Politik, der Zuspitzung aller libyschen Vorgänge auf Gaddafi(”Gaddafi bombardierte…”) womöglich angesichts öffentlicher Reflexionen inzwischen dazu übergegangen, die Gesellschaftsstrukturen Libyens etwas sachlicher zu benennen. Inzwischen macht also Gaddafi nicht mehr sozusagen alles alleine – sondern existiert eine Regierung, eine Staatsführung, gibt es Minister etc…
Auf dem UNO-Ranking für menschliche Entwicklung liegt Libyen auf dem 53. Platz, Lateinamerikas größte Demokratie Brasilien indessen abgeschlagen auf dem 73. Platz.
Wie es hieß, feierten die Rebellen in Bengasi mit Freudenschüssen den Tod des Gaddafi-Sohnes und der drei Kinder. Der von der NATO getötete Sohn sei Zivilist gewesen und habe in Deutschland studiert.
Bombardiert worden sei zudem eine von den Eltern finanzierte Schule für Kinder mit Down-Syndrom sowie ein Waisenhaus.
Brasiliens Medien zitierten zudem Gaddafi angesichts der Teilnahme Italiens an den Bombardements: “Wo ist denn jetzt mein Freund Silvio Berlusconi? Sie baten mich um Vergebung für den Horror des Kolonialismus – doch heute fallen sie erneut militärisch in Libyen ein.”
Kirche Brasiliens und Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/
Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition
Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert
Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)
Tripolis (Fidesdienst) – „Heute morgen haben mich verschiedene Menschen aus zahlreichen Ortschaften besucht, die bombardiert wurden und wo es Opfer unter den Zivilisten gab“, so der Apostolische Vikar von Tripolis, Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli. „Sirte, Zentan und Misrata sind betroffen. Dort werden die Gefechte auch fortgesetzt. Ich weiß nicht, von welcher Seite die Zivilisten getroffen wurden, doch in Misrata ist die Situation wirklich tragisch“, so Bischof Martinelli. „Ich hoffe, dass es mir in den kommenden Tagen gelingen wird, in ein Krankenhaus zu gehen und die Verletzten zu besuchen“, so der Apostolische Vikar von Tripolis.
„Die Bomben, wie genau sie auch sein mögen, fordern immer Opfer unter den Zivilisten. Bombardierungen sind als solche unmoralisch. Ich frage mich, ob es moralisch ist, einen Staatschef zu ermorden. Welches Recht haben wir, so etwas zu tun?“, so Bischof Martinelli, der sich damit auf die Angriffe gegen die Residenz des libyschen Staatsoberhaupts Gaddafi bezieht. „Auch die die Behauptung des Bündnisses der Länder, die Libyen bombardieren, dass man Zivilisten vor Aggressionen schützen will, entspricht nicht der Wahrheit. Denn diese Bombenangriffe fordern oft Opfer gerade unter den Zivilisten, die sie angeblich schützen sollen. Wir brauchen unbedingt einen Waffenstillstand“, so der Apostolische Vikar von Tripolis.
„Wir bitten um die Fürsprache von Papst Johannes Paul II., der Wunder wirken kann. Ich erinnere auch daran, dass dieser Papst es war, der 1997 die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Libyen anregte, gegen dieses Land noch ein internationales Embargo in Kraft war. Ich wäre gerne nach Rom gekommen, um an der Seligsprechung dieses großen Papstes teilzunehmen. Und ich bete unermüdlich dafür, dass es durch seine Fürsprache zu einer friedlichen Lösung der Krise kommen wird“, so Bischof Martinelli. „Papst Johannes Paul II. hat uns gelehrt, dass Spannungen und Kontraste sich nicht durch ein Embargo (oder mit Bomben…) lösen lassen, sondern nur durch den Dialog. Dies war eine seiner großen Lehren. Ein Krieg kann keinen Frieden bringen“. (LM) (Fidesdienst, 30/04/2011)
Luftangriffe auf zivile Ziele: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/libyenkrieg-nato-attacke-auf-schule-fur-behinderte-kinder-und-waisenhaus-laut-brasil-medien-ende-der-nachrichtensperre-uber-bombardierung-von-zivilen-zielen-in-libyen/
http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html
“Das bestehende System ent-erzieht uns. Nur so ist es möglich, dass für einen Menschen ein Kratzer an seinem neuen Auto schlimmer sein kann, als dass ein Mensch vor seiner Haustür an Hunger stirbt.” Frei Betto, Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe
Ausriß.
Laut Befreiungstheologe Frei Betto, Ex-Lula-Berater beim Anti-Hungerprogramm, liegt die Zahl der in extremer Armut, also in Hunger und Misere, lebenden Brasilianer, nicht wie offiziell angegeben, heute bei 16 Millionen, sondern ist doppelt so hoch. Nach derzeit geltendem mitteleuropäischen Werteverständnis hat damit die internationale Wirtschafts-und Finanzkrise, wie die Lula-Rousseff-Regierung verbreiten ließ, auf Brasilien nur geringe Auswirkungen gehabt.
Brasiliens investigative Journalisten wiesen indessen auf Rekordentlassungen, den Stopp vieler Industrieprojekte, auf Exportprobleme und Deindustrialisierung, geschönte offizielle Statistiken.