Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien: Acht Jahre Lula-Regierung aus Franziskaner-Sicht. Die Bilanz.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

Frei José Francisco, Leiter der Franziskaner-Sozialprojekte in Sao Paulo, im Website-Interview  Dezember 2010: ”Unter Lula hat sich die krasse soziale Ungleichheit in Brasilien nicht verringert – Lula hat die ungerechten politisch-sozialen Strukturen Brasiliens nicht verändert, nicht für eine bessere Einkommensverteilung gesorgt.  Man könnte sagen, die Armen sind etwas weniger arm, doch die Reichen sind erheblich reicher geworden. Brasilien ist nach acht Lula-Jahren weiterhin ein ungerechtes Land, wo wenige viel verdienen – und viele nichts. Unter Lula blieb die Logik der gesellschaftlichen Ungleichheit bestehen. Das ist die Wahrheit.  Man sieht es hier in Sao Paulo – so viele Menschen leben auf der Straße und werden dadurch entmenschlicht. Dabei hat diese Stadt den drittgrößten Etat Brasiliens – nach dem Bundesetat und dem Etat des Teilstaates Sao Paulo. Wir Franziskaner kämpfen gegen diese krasse soziale Ungleichheit und wollen Bevölkerungsteile organisieren, die völlig desorganisiert sind, ohne Bewußtsein und Bildung – und ohne ein Minimum an Kapazität, um am Leben der Gesellschaft aktiver teilzunehmen.”

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http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/24/weihnachtliche-obdachlosenspeisung-im-franziskanerkloster-von-sao-paulo-gesichter-brasiliens/

Frei Zezinho, Penedo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/06/franziskaner-jose-teixeira-rodriguesfrei-zezinho-im-konvent-von-penedo-am-rio-sao-francisco-gesichter-brasiliens/

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ThyssenKrupp macht weiter Negativschlagzeilen in Brasilien…Stahlwerk als Luftverpester.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

Weiter tierquälerische „Farra do boi“ in Südbrasilien. Stiere totquälen – als Volksfest.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/gesundheit/rodeio-hahnen-und-pitbullkaempfe-sind-weiterhin-volksvergnuegen/96760.html

Laut Landesmedien rückte die Polizei im Dezember 2010 nach anonymen Anrufen in Florianopolis aus, um mehrere „Farra do boi“ zu stoppen. Die „Volksbelustigung“ war erst 1997 nach Protesten des In-und Auslands verboten worden, ging indessen weiter. „Farra do boi“ hatten Einwanderer von den Azoren nach Brasilien gebracht.

Brasilien: Dilma Rousseff regiert mit Musikclown Tiririca, Kongreßabgeordneter des Regierungsbündnisses, mit Rekord-Wahlergebnis. Tiriricas rassistisches Lied „Veja os cabelos dela“. „Essa nega fede, fede de lascar!“ Brasiliens „Republikaner“.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

Tiririca, über dessen Einzug in den Kongreß weiterhin ganz Brasilien spricht, gehört zur Partei PR(Partido da Republica) des Regierungsbündnisses, die im Rousseff-Kabinett den wichtigen Posten des Transportministers erhielt.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/04/was-macht-so-ein-kongresabgeordneter-in-wahrheit-weis-ich-das-garnicht-stimme-fur-mich-und-ich-erzahle-es-dir-tiririca-mit-dem-rekordstimmenergebnis-von-dem-ganz-brasilien-spricht/

Sony Music muß wegen rassistischem Lied Strafe zahlen:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/30/sony-music-mus-wegen-rassistischem-lied-des-brasilianischen-kongresabgeordneten-tiririca-etwa-12-millionen-real-entschadigung-zahlen-klage-von-schwarzenorganisationen-brasiliens-erfolgreich/

Lied anklicken:  http://www.kboing.com.br/tiririca/1-1053848/

Tiriricas Hit über eine „stinkende Schwarze“ (Veja os cabelos dela) hatte 1996 Furore gemacht und eine Welle von Protesten, Klagen der Schwarzenorganisationen ausgelöst. Die privaten TV-und Radiostationen spielten monatelang das Lied tagtäglich,  kleine blonde Mädchen und Jungen trällerten es lustvoll in den teuren Privatkindergärten der weißen Mittelschicht von Sao Paulo oder Belo Horizonte, es klang durch Schulkorridore, wurde auf Feten gesungen – eignete sich prächtig, um auf übelste Weise über Dunkelhäutige herzuziehen, bestehende Vorurteile zu verstärken, schwarze Kinder zu hänseln, zu beleidigen. Das Lied wurde sogar im Nationalkongreß diskutiert – jetzt ist der Macher selbst im Parlament, Kommentar überflüssig.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/20/schwarze-in-brasilien-proteste-gegen-rassismus-in-der-demokratie-unter-lula-tag-des-schwarzen-bewustseins-dia-da-conciencia-negra-fotoserie/

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Brasiliens Politik-Insider Noblat zu Hintergründen von Lulas Parteien-und Stimmenkaufskandal „Mensalao“: Nach Enthüllungen habe Lula deprimiert von Rücktritt gesprochen…Wikileaks und Mensalao. „Schließlich war nötig, einen der Spitzen-Köpfe zu opfern, damit Lula den eigenen Kopf retten konnte.“ Warum Lula aus der Ersten Welt soviel Lob und hochdotierte Preise bekommt.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

Noblat schrieb weiter in der Qualitätszeitung „O Globo“, Lula habe zu diesem Zeitpunkt gewußt, daß der Werbemanager Marcos Valerio – einer von jenen, die die Zahlung von Bestechungsgeldern an Parlamentsabgeordnete managten – damit drohte, alles über die Hintergründe des Skandals auszupacken. Der damalige Chefminister des Zivilkabinetts José Dirceu(Amtsvorgänger von Dilma Rousseff)sei daraufhin eingeschaltet worden, um mit Marcos Valerio ein Stillschweigen auszuhandeln und auf diese Weise Lula zu beruhigen. Dirceu habe dies erreicht. Ein, zwei Monate später wurde Dirceu verpflichtet, um seinen Rücktritt zu bitten – Dirceu sei wieder in den Nationalkongreß übergewechselt, dort aber amtsenthoben worden. „Schließlich war nötig, einen der Spitzen-Köpfe zu opfern, damit Lula den eigenen Kopf retten konnte.“

Dirceu blieb indessen hinter den Kulissen einer der politisch einflußreichsten Köpfe der Lula-Regierung, wurde von Lula stets als „Companheiro“, mit außerordentlichem Respekt behandelt und hofiert, stellen Kommentatoren heraus.

Leonardo Boff: “Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“

Leonardo Boff kritisiert das Urteil des Obersten Gerichts, die Vorgehensweise des schwarzen Präsidenten des Obersten Gerichts, Joaquim Barbosa. Es sei bestraft worden gegen die Prinzipien des Rechts. http://site.adital.com.br/site/noticia.php?lang=PT&cod=78939

Boffs Kritik sagt sehr viel über ihn selbst, seine Wertvorstellungen. 

Gregor Gysi 70:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/

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Wahlen in Brasilien, Angeli, Karikaturist der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ zu Wahl-Fakten, Ausriß: „Informiere dich vor der Stimmabgabe über deinen Kandidaten.“ Suchplakat mit folgenden Straftatbeständen:“Diebstahl, Raub, Raubmord, Betrug, Veruntreuung, Erpressung.“Nach der Enthüllung des Mensalao-Skandals nahmen die Sympathien in der Ersten Welt für Lula und dessen Regierung deutlich zu.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/

Laut Angaben des Kommunikationsexperten José Arbex verhinderte der Mensalao-Skandal Lulas Wiederwahl nicht, weil dieser von einer Gesellschaftschicht unterstützt werde, die keine Zeitung lese und sich daher nicht betroffen fühle. Aus dem gleichen Grunde habe auch der Skandal um Erenice Guerra keine größeren nachteiligen Wirkungen für die Wahl von Dilma Rousseff gehabt. Guerra sei eine enge Freundin von Rousseff, deren Amtsnachfolgerin als Chefministerin des Zivilkabinetts.

Wikileaks: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/20/wikileaks-und-lulas-mensalao-korruptionsskandalverruckt-und-pervers-laut-gefeuertem-chefminister-jose-dirceu-gegenuber-us-diplomat-laut-landesmedien-dirceu-diz-que-mensalao-foi-esquema-louco/

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„Den Holocaust gabs nicht!“  „Den Mensalao-Skandal auch nicht!!!“

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/23/brasiliens-neue-regierung-von-dilma-rousseff-posten-und-postchen-fur-die-12-parteien-der-regierungsallianz-37-minister-17-von-lulas-arbeiterpartei-pt/

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Brasilien unter Rousseff-Lula und die „Echos der Diktatur“. Landesmedien kritisieren Straffreiheit für Diktaturverbrecher, würdigen Argentiniens konsequenten Umgang mit Militärdiktatoren wie Videla. Menschenrechtsbilanz der Lula-Regierung.

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

 http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html

Brasiliens Landesmedien haben in Analysen auf die Verurteilung des argentinischen Diktators Videla zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verwiesen und die Weitergeltung des brasilianischen Amnestiegesetzes aus der Diktaturzeit beklagt, das internationalen Menschenrechtsabkommen widerspricht. Besonders hervorgehoben wird, daß die gewählte Präsidentin Dilma Rousseff ausgerechnet Verteidigungsminister Nelson Jobim aus der Lula-Regierung in ihr Kabinett übernahm, der zu den wichtigsten Blockierern der Vergangenheitsbewältigung in Brasiliens gezählt wird.

In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet. In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben, weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer Kinder zu foltern. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/17/interamerikanischer-menschenrechtsgerichtshof-verurteilt-brasilien-lulas-verteidigungsminister-lehnt-bestrafung-belasteter-militars-ab/

Gregor Gysi 70:http://www.hart-brasilientexte.de/2018/01/14/gregor-gysi-70/

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Wikileaks: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/wikileaks-und-brasilien-der-interessante-fall-des-usa-hassers-und-strategieministers-samuel-pinheiro-guimaraes/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/23/jafar-panahi-eingekerkerter-iranischer-filmemacher-beschuldigt-brasilia-die-menschenrechtslage-in-seinem-land-zu-ignorieren-melden-landesmedien/

Viel Lob aus Europa für „Armutsbekämpfung“ unter Lula in der achtgrößten Wirtschaftsnation: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/15/lulas-anti-hunger-programm-uber-40-prozent-der-empfanger-bleiben-weiter-im-elend-laut-regierungsstudie/

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Brasiliens paramilitärische Indianermilizen. Exerzieren wie bei der Armee, militärische Ausbildung. Bundespolizei nennt Indianermilizen „illegal“. Indios heute – Realität und lukrative Klischeepflege. Sicherheitsbilanz der Lula-Regierung…

Montag, 27. Dezember 2010 von Klaus Hart

http://g1.globo.com/brasil/noticia/2010/12/envolvidos-com-alcool-e-drogas-indios-criam-milicias-nas-tribos2612.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/15/paramilitarische-indianer-milizen-in-brasilien-bundespolizei-ermittelt-wegen-willkur-und-gewalt-in-amazonien/

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Indianermiliz bei militärischem Training – TV-Foto.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/23/sex-mit-kindern-zahlreiche-brasilianische-indianer-wegen-dieses-delikts-im-gefangnis/

“Wir lernen von anderen und besonders gerne von Brasilien.” Merkels Bundesaußenminister Guido Westerwelle/FDP

Yanomami-Traditionen, Time-Life-Buch “Der Amazonas”:

Yanomamibuchzitat1

Behinderte Kinder werden getötet, die eigene Frau wird dem Gast zum Geschlechtsverkehr angeboten. Auch die lukrative Indianer-Industrie Deutschlands legt großen Wert darauf, solche wichtigen Details indianischen Lebens, indianischer Wertvorstellungen zu verheimlichen, zu vertuschen, zu unterschlagen. “…und der Gastgeber – nun, er bietet ihm seine Frau an. Eine Form von Gastfreundschaft…Natürlich ist die Frau nicht immer einverstanden, und dann gibt es Ärger”. Google-Suche, Stichwort Yanomami… Mit Indianerverklärung läßt sich nach wie vor sehr viel Geld verdienen.

Yanomamibuchzitat2

Ausriß: “Häufig werden Frauen aus anderen Stämmen geraubt. Einige von ihnen werden die Ehefrauen der Männer, die sie geraubt haben. Sie können sich glücklich preisen, denn nicht wenige ihrer Leidensgenossinnen erwartet ein anderes Schicksal – das von Prostituierten in dem neuen Verband. Diese Frauen haben kaum den Rang von menschlichen Wesen…”

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Schwarzenaktivistin, Sao Paulo, Weihnachten. Gesichter Brasiliens.

Sonntag, 26. Dezember 2010 von Klaus Hart

Roberto Carlos – berühmtester brasilianischer Sänger mit Weihnachtskonzert an der Copacabana.

Sonntag, 26. Dezember 2010 von Klaus Hart

Brasilien, Weihnachtskonzert von Caipira-Sänger Montreal im Franziskanerkloster – und im Jardim da Luz von Sao Paulo.

Samstag, 25. Dezember 2010 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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