http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?boletim=1&lang=PT&cod=47826
Am 18. Mai 1973 war in der brasilianischen Großstadt Vitoria – heute besonders wegen Gefängnis-Horror berüchtigt – die achtjährige Araceli Cabrera Sanches von einer Gruppe Jugendlicher vergewaltigt, geschlagen und ermordet worden. Zum Gedenken an das Mädchen wurde der 18. Mai im Jahre 2000 als „Dia Nacional de Combate ao Abuso e a Exploracao Sexual de Criancas e Adolescentes“ deklariert.
Betroffenheitsgesülze: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/20/weltkongres-in-rio-de-janeiro-gegen-sexuelle-ausbeutung-von-kindern-und-jugendlichen-nach-der-uno-artenschutzkonferenz-in-bonn-noch-eine-alibi-veranstaltung/
Die Mordserie hatte sich in einer Aprilwoche 2010 ereignet und sogar eine Reisewarnung der US-Regierung ausgelöst. Todesschwadronen gehören unter der Lula-Regierung zum brasilianischen Alltag.
Der Richter in Sao Paulo stoppte laut Medienberichten den Prozeß mit dem Argument, die Angelegenheit sei verjährt und falle zudem unter das Amnestiegesetz.
http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html

Pop-Konzert der „Virada Cultural 2010″ direkt neben früherem Diktatur-Folterzentrum(rotes Gebäude).
Laut brasilianischen Medienangaben dienen über 300 Brasilianer in der Fremdenlegion, verdienen anfangs 1000 Euro, später bis zu 2500 Euro. In Brasilien liege der Lohndurchschnitt dagegen nur bei über 200 Euro umgerechnet.
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/04/tropa-de-elite-elite-squad-trailer-englisch/
„In bestimmten Slums ist das Elend so groß, daß Jugendliche schlichtweg bei den Drogenbanditen Schlange stehen und sie bitten, ihnen eine Arbeit zu geben“, betont MV Bill gegenüber der Zeitschrift „Brasileiros“. „Die Gangster müssen niemanden anwerben. In vielen Slums, wo Müßiggang herrscht und der Staat keinen Druck macht, existiert die Hoffnung, es über das Verbrechen zu etwas zu bringen. In manchen Rio-Slums, wo das Drogengeschäft nicht mehr möglich ist, gibt es jetzt im Umfeld mehr Entführungen, Raubmorde, Raub, Diebstahl.“ Daß der tolerierte Crack-Boom die Kinderprostitution fördert, ist in Brasilien seit Jahren bekannt – MV Bill hat es nunmehr erneut klar ausgesprochen.
Zu den sehr speziellen Gründen in Brasilien für durchschnittlich niedrige schulische, studentische und andere Leistungen zählt der für europäische Begriffe auffällig hohe Konsum von Rauschgift, darunter harten Drogen wie Crack, Kokain, LSD etc. Der “Kifferkinder”-Effekt ist seit Jahrzehnten bereits von westdeutschen Schulen bekannt.

In Rio de Janeiro hat sich der Crack-Konsum 2009 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, melden die Landesmedien.
Laut neuen brasilianischen Studien haben 7 Prozent der Crack-Konsumenten Aids – eine Rate zehnmal höher als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung
sonntag, 20. januar 2013 von klaus hart **

Crack ist auch Anfang 2013 für die Dealer der Wachstumsbranche ein außerordentlich lukratives Geschäft – u.a. in Sao Paulo und Rio de Janeiro. Die sozialen Kosten sind entsprechend hoch. Sao Paulos Bürgermeister ist seit Anfang Januar Fernando Haddad, Ex-Bildungsminister, aus Lulas Arbeiterpartei PT.
Laut neuen brasilianischen Studien haben 7 Prozent der Crack-Konsumenten Aids – eine Rate zehnmal höher als im Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.
„Es sind Tyrannen, sie verbrennen Menschen lebendig“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/marina-maggessi-gesichter-brasiliens/
Brasilianische Wirtschaftsexperten verweisen immer häufiger auf eine im Gang befindliche Deindustrialisierung Brasiliens.
Große wichtige Industriezweige, darunter die Automobilindustrie, sind so gut wie komplett in der Hand ausländischer Multis.
Bislang wird in europäischen Medien bei der Gipfelberichterstattung das sehr heikle Menschenrechtsthema vorhersehbar ausgeklammert, Alibi-Latino-NGO schweigen sich ebenfalls aus. Sozialdumping, sogar per Sklavenarbeit, aber auch der Zusammenstoß von Wirtschafts-und Umweltschutzinteressen werden nicht reflektiert. Wie sich der brasilianische Fleisch-und Sojaexport in die EU auf die brasilianische Landesnatur, die Lebensbedingungen vieler Brasilianer auswirkt, ist inzwischen hinreichend bekannt.
http://www.bpb.de/publikationen/JU16H0,0,Vom_Umgang_mit_der_Diktaturvergangenheit.html
Massiver Rindfleischexport in die EU fördert Amazonasvernichtung: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/19/rindfleischexport-in-die-eu-fordert-amazonasvernichtung-laut-umweltexperten-weiter-kein-thema-beim-eu-lateinamerika-gipfel-in-madrid-sklavenarbeit-als-starker-kostensenkungsfaktor-ebenfalls-ausgek/
Greenpeace-Exekutivdirektor Kumi Naidoo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/14/greenpeace-exekutivdirektor-kumi-naidoo-uber-amazoniendort-existiert-eine-realitat-der-apartheid-in-der-menschen-ermordet-werden-weil-sie-fur-gerechtigkeit-kampfen-das-ist-nicht-jenes-brasilien/
Brasilianische Systemkritiker bei Straßenprotest in Vitoria.
http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20100506/not_imp547597,0.php
Der Minister wollte die Namen jener Länder nicht nennen, die benötigte Hightech-Teile an Brasilien nicht verkaufen.
Die Lula-Regierung weigert sich, das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen, das exaktere Kontrollen nationaler Atomprogramme ermöglicht. Laut Kommentaren der Landespresse sollte Brasilia strengere Kontrollen zulassen.
Das Tropenland verfügt über die viertgrößten Uranvorkommen der Erde und besitzt in Resende bei Rio de Janeiro eine Urananreicherungsanlage, zu der die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde keinen vollen Zutritt haben. Dies nährt laut US-Presseberichten Befürchtungen, über eine neue Art von atomarem Wettrüsten – durch unauffällige legale Entwicklung von Nukleartechnologie, die rasch für ein Waffenprogramm genutzt werden könne. Brasiliens Außenminister Celso Amorim offiziell:“Brasilien wird die eingegangenen Verpflichtungen aus dem Sperrvertrag einhalten – aber unsere technologischen Geheimnisse werden wir nicht preisgeben.“

Rezende mit deutscher Amtskollegin Annette Schavan in Sao Paulo 2010.

Sambista Nelson Sargento – ein historisches Konzert in der City. Superbeifall für seinen Hit „O nosso amor é tao bonito – ela finge que me ama e eu finge que acredito…“Â http://www.youtube.com/watch?v=4u6_1pZsQrE
http://www.youtube.com/watch?v=0U4INXmI6i8&feature=related
Os Morenos – Marrom Bombom: http://www.youtube.com/watch?v=XrbyAl4WGWA
Wegen des enormen Erfolgs der „Virada Cultural“ – jedermann kann gratis Kultur genießen, die ansonsten nur für einen Bruchteil der Sao-Paulo-Bewohner bezahlbar ist –  wird jedesmal von der Öffentlichkeit die Forderung gestellt, das Großereignis auch aus wirtschaftlich-touristischen Motiven gleich mehrere Male im Jahr zu veranstalten, am besten jeden Monat. Im Krisenjahr 2010 war der Ansturm der Massen so riesig wie nie zuvor, daß das Gedränge den Hör-und Schau-Genuß an vielen Bühnen empfindlich störte – ein weiteres Argument für eine häufigere „Virada Cultural“. Laut Angaben der Veranstalter – Sao Paulos Präfektur und die Regierung des Teilstaats Sao Paulo – kamen diesmal etwa vier Millionen.
http://www1.folha.uol.com.br/folha/especial/2010/viradacultural/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/07/virada-cultural-2009-2/

Porgy & Bess mit Orquestra Experimental, Sao Paulo.