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Die Produktion von Agro-Treibstoffen hat der bekannte brasilianische Dominikanerbruder und Befreiungstheologe Frei Betto angesichts des Hungers in der Welt als unverantwortlich und unmenschlich verurteilt.
Die staatlich geförderte Ethanolproduktion aus Zuckerrohr zerstört nach Darstellung der bischöflichen Bodenpastoral(CPT) massiv die Umwelt Brasiliens und verletzt Menschenrechte gravierend. In einem in Sao Paulo veröffentlichten CPT-Dossier heißt es, für noch mehr Zuckerrohr-Monokulturen in Amazonien seien die letzten Jahre zehntausende Hektar Urwald Amazoniens gerodet und Tausende von Sklavenarbeitern ausgebeutet worden.
Sicht von Wirtschaft und Regierung:
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/15/lula-regierung-plant-uber-50-atomkraftwerke/
Köln, 11.09.08 | Die Menschenrechtsorganisation FIAN hat die Entscheidung des Energie-Ausschusses des Europäischen Parlaments zur Biospritquote als unzureichend kritisiert: „Solange keine verbindlichen Menschenrechts- und Sozialkriterien sowie wirksame Kontrollen festgeschrieben werden, ist die Biospritquote in Zeiten der Hungerkrise nicht zu verantworten.“
„Biosprit ist nicht gleich Biosprit – und wenn es nachhaltige Biokraftstoffe gibt, dann kommen sie vor allem aus Brasilien. Das sind die Kernaussagen des Handelsblatt-Roundtable zum Thema „Bioethanol“ am Rande der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Köln.“
„Es ist völlig unstrittig, dass Zuckerrohr die am besten geeignete Pflanze zur Produktion von Biotreibstoffen ist“, sagte Stephan Reimelt, Vorstand des Essener Industriedienstleisters MAN Ferrostaal. Norbert Schmitz, Partner der Wiesbadener Unternehmensberatung Méo Consulting, fasst die Debatte um die umstrittenen Biokraftstoffe so zusammen: „Fragt man, mit welcher Pflanze sich derzeit am nachhaltigsten Energie produzieren lässt, dann ist das Zuckerrohr; fragt man, in welchem Land sich am besten produzieren lässt, dann ist das Brasilien, und fragt man, wer bei der Herstellung von Ethanol die beste Technologie hat, dann ist das ebenfalls Brasilien“.
Selbst Astrid Klug, parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, betont, dass Brasilien es viel leichter falle, die Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen als andere Länder. „Brasiliens Bioethanol ist viel nachhaltiger als etwa Palmöl aus Indonesien“, sagte Klug…
Dass dieser Boom auf Kosten des Amazonas-Regenwaldes geht, halten die Experten für ausgeschlossen. „Im Amazonas Zucker anzubauen, ist schon aus rein ökonomischen Gründen sinnlos“, sagt Gross. „Die Zuckerrohrplantagen sind mehr als 2 000 km vom Regenwald entfernt“, bestätigt Reimelt. Es gebe mehr als 100 Mill. Hektar landwirtschaftlich nutzbare Fläche, die noch brach liege. Auch das Argument, dass die Viehwirtschaft immer weiter an das Amazonas-Gebiet gedrängt werde, ziehe daher nicht.
Vor diesem Hintergrund bestreiten Reimelt auch einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Biosprit und den teuren Nahrungsmitteln. „Energiepflanzen für Biotreibstoffe beanspruchen weltweit nicht mehr als ein Prozent der Ackerfläche“. Die hohen Lebensmittelpreise hätten andere Ursachen, etwa die hohe Nachfrage aus den Schwellenländern.
Zuckerrohranbau in Amazonien – das Beispiel Presidente Figueiredo:
Bei den deutsch-brasilianischen Wirtschaftstagen 2008 in Köln hat Brasilia die übliche positive Sicht der Ethanol-Treibstofferzeugung aus Zuckerrohr verbreitet und teilweise in Medien durchgeschaltet. Von Sklavenarbeit und anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen war ebensowenig die Rede wie von der Urwaldzerstörung infolge des Ethanolbooms.
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Laut Angaben des „Handelsblatts“ steigen derzeit immer mehr deutsche Unternehmen in die hoch lukrative Ethanolerzeugung des Tropenlandes ein. So werde der börsennotierte Hamburger Konzern „Conergy AG“ gemeinsam mit einem alteingesessenen brasilianischen Zucker-und Alkoholkonzern zwei Ethanolfabriken für rund 200 Millionen Dollar errichten.