Fides-Dienst aus Tripolis: „Heute Morgen Weihen wir das Öl und morgen früh werden wir die Abendmahlsmesse feiern. Unsere priesterliche Gemeinschaft versammelt sich also bereits zum Beginn der österlichen Feiern. Wir haben drei philippinische Priester, einen Ägypter und einen Malteser und ich selbst bin zwar Italiener, doch ich fühle mich zu drei Vierteln als Libyer“, so Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, der Apostolische Vikar in Tripolis.
In Mitteleuropa ist u.a. in Medien kein Mitgefühl für die bei Luftangriffen zerfetzten libyschen Zivilisten spürbar, für entsprechende Fotos herrscht offenbar eine Sperre.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/16/ard-monitor-wie-der-jugoslawienkrieg-begann-es-begann-mit-einer-luge-anklicken-der-irakkrieg/ “Dieser Film zeigt, wie schon vom ersten Tag des Kosovo-Krieges an die Bevölkerung getäuscht wurde. Dieser Film zeigt auch, wie Tatsachen verfälscht und Fakten erfunden, wie manipuliert und gelogen wurde.”(ARD-Monitor-Zitat)
„Gestern habe ich Journalisten und Mitarbeiter verschiedener Nichtregierungsorganisationen aus London getroffen, die sich über die Bedürfnisse der Bevölkerung informieren wollten“, so Bischof Martinelli. „Etwas hat mich bei diesem Gespräch besonders beeindruckt: meine Gesprächspartner baten mich immer wieder, die Wahrheit zu berichten, denn ihrer Ansicht nach seien in den vergangenen Wochen über Libyen zu viele Lügen verbreitet worden. Darauf habe ich geantwortet“, so der Apostolische Vikar weiter, „dass ich nur erzählen kann, was mir selbst in den vergangenen Wochen passiert ist. Was die internationalen Medien berichten kann ich nicht bestätigen, da ich vieles nicht selbst erlebt habe. Fest steht, dass es Vorurteile gegenüber der libyschen Führung gibt, und einige Entscheidungen zu rasch getroffen wurde. Es wurde für den Krieg entschieden, ohne vorher einen diplomatischen Weg zu suchen, der vielleicht möglich gewesen wäre. Dies ist etwas, was mir sehr leid tut“.
„In den 40 Jahren meines Dienstes in Libyen kann ich nur sagen, dass wir nie Schwierigkeiten hatten, wenn es um die katholische Gemeinde des Landes ging. Ich durfte Kranke und deren Pflegepersonal besuchen. Viele Ärzte und Krankenpfleger, die in Libyen tätig sind und die zum größten Teil Christen sind, haben ebenfalls keine Schwierigkeiten. Ich kann diese 40 Jahre, die ich hier zusammen mit meiner Herde erlebt habe nicht verleugnen“, so der Apostolische Vikar.
„Die Libyer sind praktizierende Muslime aber keine Fanatiker und sie stehen anderen und insbesondere den Christen offen gegenüber. Wir sind uns beim Dienst an den Mitmenschen und bei unserem Engagement im sozialen Bereich in der libyschen Gesellschaft oft begegnet. Viele Christen, die in Libyen geblieben sind, haben dies getan, weil sie überzeugt sind, dass sie dem Land einen Dienst leisten und dass die Libyer dies schätzen. Der Krieg darf diese Beziehungen nicht zerstören.“
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/vatikan-berichtet-erneut-uber-bomben-auf-zivilisten-libyens-darunter-frauen-und-kinder-luftangriffe-losten-fluchtwelle-aus/
„Gewiss, die Krise hätte verhindert werden können, wenn man den Bedürfnissen der jungen Menschen mehr Aufmerksamkeit gewidmet hätte. Doch der Krieg kann eine soziale Krise nicht lösen. Im Gegenteil, er verschlimmert das Ganze und es kommt zu einer Spirale der Zerstörung, aus der man nur schwer wieder herausfindet“, so Bischof Martinelli. „Ich danke an dieser Stelle dem Heiligen Vater noch einmal für seine Worte der Verbundenheit im Gebet“, so der Apostolische Vikar abschließend. (LM) (Fidesdienst, 20/04/2011)
Mariana/Brasilien.
Weiter infantile Personalisierung von Politik im Mainstream, Vertuschung massiver westlicher Waffenlieferungen nach Misrata – viel Studienmaterial für Kommunikationswissenschaftler und unangepaßte Medien-Interessierte.
„Die Zeit“: „Libyen – Westmächte liefern das Know-how zum Töten“
Offenbar sind die prowestlichen Rebellen in Misrata unfähig, die auf dem Seeweg herantransportierten massiven Waffenlieferungen des Westens, darunter deutsch-französische Milan-Raketen, entsprechend einzusetzen und verlangen daher NATO-Bodentruppen. Eine andere Erklärungsversion in Brasilien lautet: Weil die Rebellen ihre Aufgabe nicht erfüllen, drängen deren Auftraggeber, Financiers auf Bodentruppen.
“Die Zeit” über Waffenlieferungen auf dem Seeweg an pro-westliche Rebellen in Misrata, darunter deutsch-französische Milan-Raketen:
“Der 26 Meter lange Schlepper ist voller Waffen und Munition. Gewehre unterschiedlichster Typen, in graue Decken eingewickelt, liegen auf dem Boden der Kajüten. Auch unter den Tischen der kleinen Messe stapeln sich Gewehre, die Waschküche ist angefüllt mit Panzerfäusten. Patronengurte hängen aus den Deckenverkleidungen wie anderswo Isolierwolle. Das Schiff ist eine schwimmende Bombe…
Die wichtigste Fracht der Ezzarouk ist eine neue Waffe im Kampf gegen Gadhafis Panzer. Das Milan-Raketensystem, eine deutsch-französische Entwicklung, die sich die Rebellen aus dem Ausland besorgt haben.”
Karikatur zu Luftangriffen – Zeitungsausriß.
“Die Zeit”: “Libyen – Westmächte liefern das Know-how zum Töten”http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/tripolis-bischof-martinellider-krieg-kann-die-soziale-krise-nicht-losen-sondern-nur-verschlimmernvatikanischer-fides-dienstin-den-vergangenen-wochen-uber-libyen-zuviele-lugen-verbreitet/
Der Spiegel:
“Jetzt haben sie belgische Sturmgewehre, die Schiffe aus Bengasi gebracht haben. Abdul Latif schießt mit einer FN-FAL, Kaliber 7,62 x 51 mm. Das Zielfernrohr ist von der amerikanischen Firma Bushnell. “Der rechte Arm der freien Welt”, hieß das Gewehr im Kalten Krieg, weil es von so vielen Nato-Soldaten verwendet wurde.”
Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew hatte in Sao Paulo erklärt: “Die Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege führen.”
Süddeutsche Zeitung zur massiven westlichen Hilfe für “Rebellen”:
“Die Regierungen in London, Paris und Rom schicken Militärberater, aber – wie die New York Times in einem Abgesang auf die Revolte schreibt – “für welches Militär”? Qatar und Washington liefern Waffen, doch keiner weiß, in wessen Hände die geraten und ob sie nicht eines Tages gegen die Alliierten eingesetzt werden. Die Nato bombardiert und wartet darauf, dass anderswo Lösungen formuliert werden.”
Dieser Militäreinsatz könnte am Boden vermutlich entschieden werden. Aber es wäre ein historischer Fehler, wenn europäische Truppen als vermeintliche Heilsbringer auf arabischer Erde mit unklarem Ausgang für weitgehend unbekannte Partner in den Krieg ziehen würden.”
ARD-Monitor zu Jugoslawienkrieg – „Es begann mit einer Lüge“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/16/ard-monitor-wie-der-jugoslawienkrieg-begann-es-begann-mit-einer-luge-anklicken-der-irakkrieg/
“Dieser Film zeigt, wie schon vom ersten Tag des Kosovo-Krieges an die Bevölkerung getäuscht wurde. Dieser Film zeigt auch, wie Tatsachen verfälscht und Fakten erfunden, wie manipuliert und gelogen wurde.”(ARD-Monitor-Zitat)
Laut Brasiliens Landesmedien flüchten angesichts der Luftangriffe nach wie vor Libyer und Ausländer. Gleichzeitig wird über französisch-britische Bodeneinheiten berichtet, die die Rebellen unterstützen, was laut libyscher Regierung eine klare Verletzung der UNO-Resolution sei.
„Forca franco-britanica ajudará rebeldes“.
Mariana/Brasilien.
“Die Zeit” über Waffenlieferungen auf dem Seeweg an pro-westliche Rebellen in Misrata, darunter deutsch-französische Milan-Raketen:
Wie es weiter heißt, ist es den Rebellen nicht gelungen, sich die westlichen Luftangriffe zunutze zu machen, um einen militärischen Vorteil gegenüber den Streitkräften Libyens zu erreichen.Brasiliens Medien hatten zuvor über die Kooperation der NATO mit jetzt in Libyen agierenden islamischen Terroristen berichtet. Europäischen Presseberichten zufolge agieren seit langem bereits CIA-Agenten auf libyschem Boden zwecks Unterstützung der pro-westlichen Rebellen.
Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew hatte in Sao Paulo erklärt: “Die Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege führen.”
„Auch ein Sohn Gaddafis wies Vorwürfe über Gewalt gegen regierungskritische Demonstranten und Zivilisten zurück. „Wir haben keine Verbrechen gegen unser Volk begangen“, sagte Seif al-Islam der Washington Post in einem Interview.
Berichte, wonach Sicherheitskräfte zu Beginn der Unruhen im Februar auf Demonstranten geschossen hätten, verglich er mit den Vorwürfen vor Beginn des Irakkriegs, wonach der damalige irakische Diktator Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen besaß. „Massenvernichtungswaffen, Massenvernichtungswaffen, Massenvernichtungswaffen – und schon wird der Irak angegriffen“, sagte Seif al-Islam. „Zivilisten, Zivilisten, Zivilisten – und schon wird Libyen angegriffen.“
Die Behauptung der USA, Saddam Hussein habe Massenvernichtungswaffen besessen, hatte sich nach dem Einmarsch im Irak 2003 als falsch herausgestellt. Seif al-Islam wies auch Berichte der Vereinten Nationen, von Ärzten, ausländischen Journalisten und Menschenrechtlern zurück, wonach in der umkämpften Hafenstadt Misrata Zivilisten von Gaddafi-Soldaten getötet wurden. „Das ist nicht passiert. Das wird nie passieren.“ (Süddeutsche Zeitung)
„Vorgeschobenen Kriegsgründe“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/vorgeschobene-kriegsgrunde-us-sympathisanten-der-union-in-der-klemme-der-spiegel-zum-irak-krieg-die-bedrohung-durch-saddam-hussein-und-seine-massenvernichtungswaffen-ist-real/
„Gaddafi hat wachsende Volksunterstützung“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/18/libyenkrieg-gaddafi-hat-wachsende-volksunterstutzung-gegen-die-westliche-intervention-laut-candido-mendes-einem-fuhrenden-intellektuellen-brasiliens-in-groster-qualitatszeitung-folha-de-sao/
„Das Bombengeschäft“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/das-bombengeschaft-der-spiegel-zur-waffenshow-westlicher-rustungskonzerne-in-libyen/
Libyen-Bomber Rafale auf Lateinamerikas Kriegswaffenmesse in Rio de Janeiro – Libyenkrieg als Marketing-Trumpf. Zeitungsausriß.
Candido Mendes ist Mitglied der brasilianischen Dichterakademie, der bischöflichen katholischen „Kommission für Gerechtigkeit und Frieden“, zudem Präsident des „Senior Board“ des Internationalen Rates für Sozialwissenschaften der UNESCO, zudem Generalsekretär der „Academia da Latinidade“.
Laut Mendes verstärkt sich die Unterstützung Gaddafis, der das Land vom Clan-Wesen der Stämme sowie von der „Karikatur der ersten Monarchie“ befreit habe.
Mit Candido Mendes hat sich zum ersten Mal ein weltweit besonders angesehener brasilianischer Intellektueller zur Libyenintervention geäußert, der indessen ebenfalls im europäischen Libyen-Mainstream völlig chancenlos ist.
Befreiungstheologe Frei Betto:“Das System Libyens, die dortige Regierung ist populär, hat im Lande die Mehrheit hinter sich.“ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/12/das-system-libyens-die-dortige-regierung-ist-popular-hat-im-lande-die-mehrheit-hinter-sich-ich-befurchte-das-wie-im-falle-von-bin-laden-ein-solches-kommando-in-libyen-eindringt-um-gaddafi-zu-to/
Mariana/Brasilien.
Franziskaner und bischöfliche Arbeiterseelsorge Brasiliens zum Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/
Brasiliens Politikexperte Fiori: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/libyenkrieg-streit-der-westlichen-machte-um-strategische-ressourcen-darunter-erdol-zahlt-zu-motiven-betont-brasilianischer-politikwissenschaftler-jose-luis-fiori-in-folha-de-sao-paulo/
“Die Menschen in Libyen fühlen sich verraten von Europa”: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/libyen-die-menschen-in-libyen-fuhlen-sich-verraten-von-europa-und-besonders-von-italien-nach-den-gezielten-bombardierungender-nato-im-land-herrsche-entsetzen-laut-vatikanradio-es-ist-verru/
Radio Vatikan in einer Bewertung des Tripolis-Bischofs Martinelli und des Libyen-Kriegs – Vergleich mit dem Irakkrieg:
Der Italiener Martinelli ist seit 1985 Bischofsvikar in der libyschen Hauptstadt. Von Anfang an hat er sich gegen die Nato-Operationen ausgesprochen. Er sieht das wie der italienische Friedensbischof Giovanni Giudici, der die italienische Sparte der katholischen Friedensbewegung Pax Christi leitet:
„Was die Ineffizienz eines Krieges betrifft, was die Tatsache betrifft, dass ein Krieg große Probleme schafft und Wunden schlägt, die so schnell nicht verheilen, kann man den Libyen-Einsatz durchaus mit dem Irakkrieg vergleichen. Hier sieht man, dass nicht nur Menschen sterben, sondern auch auf lange Sicht Ungleichgewichte entstehen, dass das Zusammenleben der Menschen schwierig wird, dass die Entwicklung eines Landes blockiert wird!“
Luftterror und Flüchtlingstod: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/11/nach-luftterror-uber-tripolis-untergang-eines-fluchtlingsschiffs-aus-der-bombardierten-hauptstadt-uno-bestatigt-starke-zunahme-der-zivilen-opfer-der-libyen-intervention-wegen-provozierter-massenfluc/
„Produktion in Deutschland:
Etwa 30 Millionen Submunitionen wurden 2007 noch in Deutschland gelagert. Ein großer Teil davon besteht aus veralteten Modellen, die beim Abwurf viele Blindgänger hinterlassen. Bis zu 40% der abgeworfenen Submunition des Typs M77 (Firma Diehl) explodiert nicht sofort und könnte somit noch jahrzehntelang eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung der betroffenen Länder darstellen.
http://www.streubomben.de/die-laender/die-usa/wikileaks.html
Rheinmetall und auch EADS sind zwei weitere bekannte Firmen, die an der Herstellung, Entwicklung und dem Export von Streumunition und Systemen, um die Munition abzuwerfen, beteiligt sind bzw. waren.
Der Spiegel über die guten Geschäfte der Kriegsindustrie durch den Libyenkrieg:
“Der Luftkrieg gegen das libysche Regime ist auch eine Waffenshow westlicher Rüstungskonzerne: Mehrere neue Systeme, darunter der “Eurofighter”, werden erstmals im Kampf eingesetzt – und so im Einsatz vorgeführt. Das Problem: Es scheint kaum ernstzunehmende Gegner zu geben.” http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/das-bombengeschaft-der-spiegel-zur-waffenshow-westlicher-rustungskonzerne-in-libyen/
Die Lula-Regierung hat 2008 abgelehnt, das internationale Abkommen über ein Verbot von Produktion, Verkauf und Anwendung von Streubomben zu unterzeichnen. Laut brasilianischen Medien wird die Streumunition in mindestens drei Rüstungsfabriken hergestellt und ohne Einschränkungen verkauft. Laut “Folha de Sao Paulo” fördert Brasilien damit die “Barbarei”: “Na recusa ao banimento das bombas de fragmentacao, que teriam feito o gozo dos exercitos nazistas, o Brasil alinhou-se a Estados Unidos, Israel, Russia, e aos outra vez atritados India e Paquistao.”
Über die Art der über Libyen abgeworfenen Bomben herrscht offenbar Nachrichtensperre.
“Die Zeit” über Waffenlieferungen auf dem Seeweg nach Misrata, darunter deutsch-französische Milan-Raketen:
“Der 26 Meter lange Schlepper ist voller Waffen und Munition. Gewehre unterschiedlichster Typen, in graue Decken eingewickelt, liegen auf dem Boden der Kajüten. Auch unter den Tischen der kleinen Messe stapeln sich Gewehre, die Waschküche ist angefüllt mit Panzerfäusten. Patronengurte hängen aus den Deckenverkleidungen wie anderswo Isolierwolle. Das Schiff ist eine schwimmende Bombe…
Die wichtigste Fracht der Ezzarouk ist eine neue Waffe im Kampf gegen Gadhafis Panzer. Das Milan-Raketensystem, eine deutsch-französische Entwicklung, die sich die Rebellen aus dem Ausland besorgt haben.”
Libysche Rebellen schiessen mit Schweizer Munition
Patronen zunächst offiziell nach Katar exportiert
Die libyschen Rebellen schiessen im Kampf gegen die Gaddafi-Truppen auch mit Schweizer Munition. Dabei handelt es sich nach Angaben der Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens SF um Nato-taugliche Gewehrmunition M80.(NZZ)
Streubomben aus Deutschland: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/16/streubomben-aus-deutschland-informationen-von-handicap-international-deutschland/
EADS – mehr Waffen für Schwellenländer: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/24/eads-mehr-waffen-fur-schwellenlander-brasilien-im-blick-magazin-focus-spenden-fur-den-global-player/
Französische Libyenkrieg-Rafale-Bomber für Brasilien, laut Medien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/04/36-franzosische-jagdbomber-rafale-an-brasilien-milliardengeschaft-von-lula-regierung-endgultig-beschlossen-laut-medienberichten-frankreich-ist-strategischer-partner/
Rafale 2011 auf lateinamerikanischer Kriegswaffenmesse in Rio de Janeiro – Libyenkrieg als Marketingtrumpf. Zeitungsausriß.
Frankreichs hochlukrative Waffengeschäfte: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/frankreichs-waffengeschafte-katar-ist-das-erste-land-das-franzosische-raketen-an-die-aufstandischen-lieferto-globo-rio-de-janeiro-walther-stuetzle-ex-bundesverteidigungsministerium-kritisi/
Deutsch-französische Kampfhubschrauber für Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/11/50-deutsch-franzosische-militarhubschrauber-an-brasilien-von-eurocopter-europaisch-brasilianische-rustungskooperation/
Kampfstiefel für Irak-Invasionstruppen aus Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/10/kampfstiefel-fur-irak-invasionstruppen-aus-apucarana-brasilien-meldet-caros-amigos/
Franziskaner über wirtschaftliche Kriegsmotive heute: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/12/brasiliens-franziskaner-frei-jose-francisco-zu-libyenkrieg-und-kriegswaffenmesse-in-rio-de-janeiro-weltsozialforum-aktivist-oded-grajew-analysiert-vollig-korrekt/
Deutscher Walther Stützle zu Libyenkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/walther-stuetzle-ex-staatssekretar-im-bundesverteidigungsministerium-kritisiert-in-brasilianischer-qualitatszeitung-o-globo-die-libyen-intervention-frankreich-england-die-nato-luftkrieg-oh/
Wie Brasiliens Medien unter Bezugnahme auf den Text der New York Times melden, soll es sich danach in Libyen um Streubomben handeln, die von Spanien 2007 produziert worden seien. Die brasilianischen Zeitungen erinnern daran, daß die USA sich weigern, einem entsprechenden internationalen Vertrag zur Ächtung dieser Waffenart beizutreten. Brasilien zähle zu den 17 Herstellern von Streumunition in der Welt, Katar und auch Saudi-Arabien kauften brasilianische Streubomben, die von „AVIBRAS“ in Sao José dos Campos bei Sao Paulo produziert werden.
Katar beliefert derzeit die libyschen Aufständischen u.a. mit Milan-Raketen aus Frankreich, wurde inzwischen bekannt.
Über die Art der über Libyen abgeworfenen Bombentypen gibt es bisher merkwürdigerweise keinerlei detaillierte Angaben – offenbar Teil der Nachrichtensperre – wie bei Fotos über die durch Bombardements getöteten libyschen Zivilisten.
Laut den brasilianischen Medienangaben hat auch Malaysia für 400 Millionen US-Dollar Streubomben in Brasilien gekauft – zuletzt 2007.
Die Lula-Regierung hat 2008 abgelehnt, das internationale Abkommen über ein Verbot von Produktion, Verkauf und Anwendung von Streubomben zu unterzeichnen. Laut brasilianischen Medien wird die Streumunition in mindestens drei Rüstungsfabriken hergestellt und ohne Einschränkungen verkauft. Laut “Folha de Sao Paulo” fördert Brasilien damit die “Barbarei”: “Na recusa ao banimento das bombas de fragmentacao, que teriam feito o gozo dos exercitos nazistas, o Brasil alinhou-se a Estados Unidos, Israel, Russia, e aos outra vez atritados India e Paquistao.”
Der Spiegel über die guten Geschäfte der Kriegsindustrie durch den Libyenkrieg:
„Der Luftkrieg gegen das libysche Regime ist auch eine Waffenshow westlicher Rüstungskonzerne: Mehrere neue Systeme, darunter der „Eurofighter“, werden erstmals im Kampf eingesetzt – und so im Einsatz vorgeführt. Das Problem: Es scheint kaum ernstzunehmende Gegner zu geben.“ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/das-bombengeschaft-der-spiegel-zur-waffenshow-westlicher-rustungskonzerne-in-libyen/
Streubomben aus Deutschland: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/16/streubomben-aus-deutschland-informationen-von-handicap-international-deutschland/
Fides Dienst: „Nach dem Gottesdienst warteten am Ausgang der Kirche ein Dutzend libysche Frauen auf mich. Es waren Muslime. Dies ist mir in den 40 Jahren, in denen ich Gottesdienste in Libyen feiere noch nie passiert. Sie kamen mit mir in die Sakristei und weinten. Einige unter ihnen kannten katholische Ordensschwestern, mit denen sie zusammenarbeiten“, so der Apostolische Vikar in Tripolis, Bischof Giovanni Innocenzo Martinelli, zum Fidesdienst.
„Diese Frauen wiederholten die ganze Zeit: Bitte, tun Sie etwas dafür, dass der Krieg und die Bombenangriffe ein Ende nehmen. Sie haben unsere Familien zerstört, sie haben unser Leben erschüttert, unsere Kinder gehen nicht mehr zur Schule! Wir sind verzweifelt! Dann haben sie mir berichtet, was sie in Misurata gesehen haben“, so der Bischof weiter. Dort seien Frauen vergewaltigt und verstümmelt worden und Familien ihre Häuser eingesperrt sein. „Sie können sich gar nicht vorstellen, was dort passiert“, so die Frauen zu Bischof Martinelli.
„Ich habe diese Informationen an eine Arbeitsgruppe des Außenministeriums der Europäischen Union weitergeleitet, der auch libysche Staatsbürger angehören, die in Europa und Ägypten leben. Der Ausschuss befasst sich damit, wie humanitäre Hilfen in Libyen in der Zeit nach dem Krieg organisiert werden sollen. Ich habe betont, dass man sich erst um die Beendigung des Konflikts bemühen müsse“, so der Apostolische Vikar von Tripolis.
Bischof Martinelle erinnert an die gemeinsame Erklärung der christlichen Konfessionen in Libyen (vgl. Fidesdienst vom 13/04/2011) und betont: „Man muss die Beziehungen zwischen den Stämmen nutzen. Gaddafi war es gelungen, die verschiedenen Stämme zusammenzuführen. In unserer Erklärung schlagen wir deshalb vor, dass man die ‚Ältesten’ mit einbeziehen sollten, wenn man einen Dialog zwischen den verschiednen Komponenten der libyschen Gesellschaft auf den Weg bringen will“.
„Mann muss zudem diplomatische Wege finden, der die Gegebenheiten in Libyen respektiert. In diesem Sinn begrüße ich die Position der BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika), die bei ihrer letzten Sitzung den Einsatz von Waffen ablehnten und die Notwendigkeit einer diplomatischen Lösung der Krise in Libyen hervorheben. Dies scheint mir sehr weise, denn die Diplomatie muss gegenüber der Gewalt privilegiert werden“, so Bischof Martinelli abschließend. (LM) (Fidesdienst, 16/04/2011)
Brasiliens bischöfliche Arbeiterseelsorge: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/01/der-libyen-krieg-die-sicht-der-bischoflichen-arbeiterseelsorge-im-grosten-katholischen-land-brasilien-waldemar-rossi-pastoralleiter-in-der-erzdiozese-von-sao-paulo/
Der Spiegel über die guten Geschäfte der Kriegsindustrie durch den Libyenkrieg:
“Der Luftkrieg gegen das libysche Regime ist auch eine Waffenshow westlicher Rüstungskonzerne: Mehrere neue Systeme, darunter der “Eurofighter”, werden erstmals im Kampf eingesetzt – und so im Einsatz vorgeführt. Das Problem: Es scheint kaum ernstzunehmende Gegner zu geben.” http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/das-bombengeschaft-der-spiegel-zur-waffenshow-westlicher-rustungskonzerne-in-libyen/
Dichtung und Wahrheit im Irakkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/15/vorgeschobene-kriegsgrunde-us-sympathisanten-der-union-in-der-klemme-der-spiegel-zum-irak-krieg-die-bedrohung-durch-saddam-hussein-und-seine-massenvernichtungswaffen-ist-real/
Frankreichs-Folter-General, Algerienkrieg, Vietnamkrieg: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/13/brasilien-und-der-franzosische-folter-general-mit-reicher-nordafrika-erfahrung/