Fernando William, Mediziner und Chef der Sozialbehörde Rio de Janeiros, hat die verheerenden Auswirkungen von Crack auf Kinder und Jugendliche benannt. Das organisierte Verbrechen, welches auch das Drogengeschäft beherrsche, habe bei Crack bereits Achtjährige als Kunden und beute diese – Mädchen und Jungen – im Geschäftszweig Kinderprostitution aus. William sprach von „Zuständen der Barbarei“. Es existierten zudem 12-jährige Aids-infizierte Mädchen, die jegliche Behandlung ablehnten – außerdem 16-jährige Crack-süchtige Mütter, die schon dem zweijährigen Sohn Crack gäben. “ Da Crack-Konsumenten gewöhnlich viele Tage ohne Essen und Schlafen verbringen, magern sie erschreckend ab.“ Kinder, die früher Leim schnüffelten, nähmen angesichts des niedrigen Preises heute Crack. „O Crack invadiu a cidade.“ „Wenn diese Kinder nicht behandelt werden, sterben sie gewöhnlich nach höchstens zwei Jahren.“ Es gebe Berichte, wonach man tote Kinder verschwinden lasse, um den Ruf der Crack-Verkaufspunkte nicht zu gefährden.
Brasiliens Crack-Epidemie zählt zu den folgenreichsten Resultaten der Lula-Rousseff-Regierungszeit. Auffällig ist, daß besonders die einfachen Menschen des Landes, ob in Dörfern des Hinterlands oder in großen Städten, bei Gesprächen fast sofort auf die gewachsene Sozialstrukturen zerstörende Wirkung der Crack-Epidemie hinweisen.
Der Freitag – Weißer Schnee am Zuckerhut: http://www.freitag.de/2000/48/00481001.htm
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“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750
Crack-Süchtige, laut brasilianischen Augenzeugen, vor Bahnhofseingang, Dezember 2011, nahe der Kulturbehörde des Teilstaats Sao Paulo.
Rio de Janeiro hat annähernd die Einwohnerzahl Kubas, jedoch unterschiedliche Sozialindikatoren – Vergleich Havanna-Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/
Eine nennenswerte, wirksame Drogenbekämpfung existiert in Brasilien nicht – entsprechend wachsen Jahr für Jahr die Profite, Umsätze der Drogenbosse des organisierten Verbrechens.
SPD-Politiker Andreas von Bülow: „Wegen des übergeordneten Interesses an der Nutzung des Drogenhandels zur Finanzierung verdeckter Operationen ist nicht nur die amerikanische, sondern auch die europäische und deutsche Drogenbekämpfung in höchstem Maße korrumpiert.“
Crack-Konsumentin laut brasilianischen Augenzeugen – in der City Sao Paulos.
Kokain für Crack aus Bolivien: http://veja.abril.com.br/021209/coca-eles-cocaina-nos-p-174.shtml
Die dritte der von John Neschling mit OSESP aufgenommenen Choros-CD enthält die geradezu berühmten  „Choros Nr. 10″ – Teil des OSESP-Silvesterkonzerts 2008, das von TV Arte in zahlreiche europäische Länder übertragen wurde. Gemäß dem brasilianischen Konzertkritiker Irineu Franco Perpetuo handelt es sich um „die überzeugendste und enthusiastischste CD-Version“ des Stückes.
http://www.osesp.art.br/osesp/orquestra/discografia/detalhes_novo_14.aspx
Nach der willkürlichen Entlassung des Dirigenten John Neschling – eine der größten internationalen Blamagen des brasilianischen Kulturbetriebes – droht Lateinamerikas bislang bestem Sinfonieorchester nun der Abstieg in die Mittelmäßigkeit. Neschlings Nachfolger, der Franzose Yan Pascal Tortelier, ist spürbar nicht in der Lage, das OSESP in die unter Neschling so typische elektrisierende, kreative Spannung zu versetzen, höchstmögliche Präzision zu erreichen.
„Ainda em 2003, entidades e movimentos sociais e de direitos humanos do Brasil organizaram o Tribunal Internacional dos Crimes do Latifúndio no Pará. O júri foi composto por ativistas sociais que condenaram simbolicamente o ex-governador do Pará, Almir Gabriel, e o ex-presidente FHC por crimes ocorridos durante seus mandatos: 113 assassinatos de trabalhadores, 76 tentativas de homicÃdio e quase 300 ameaças de morte. Entre os crimes estava o Massacre de Eldorado dos Carajás.“
Weltsozialforum, Pará-Gouverneurin Carepa und das Landlosenmassaker von Eldorado de Carajas: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/02/haftlings-massaker-von-carandiru-in-sao-paulo-nach-16-jahren-weiter-ungesuhnt-mindestens-111-ermordete/
Aus Amazonien nichts Neues(ila-Hintergrundtext von 2005)
„Le-Monde“-Musikkritiker Alain Lompech hat in Brasiliens größter Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ ausführlich die Folgen der Entlassung des jüdischen OSESP-Dirigenten John Neschling analysiert. Laut Lompech handelt es sich um einen unermeßlichen Verlust für die brasilianische Kultur, doch auch für die Kenntnis des musikalischen Reichtums von Brasilien in anderen Ländern der Erde.
Die Entfernung des jüdischen OSESP-Dirigenten John Neschling durch die Teilstaatsregierung von Sao Paulo  hat unter den Musikliebhabern und Klassik-Experten Brasiliens erwartungsgemäß Empörung ausgelöst. In ersten Stellungnahmen werden Neschlings Leistungen, dessen Kompetenz und Sensibilität gewürdigt – angesichts im Lande dominierender kultureller Mittelmäßigkeit und Niveaulosigkeit. Im Internet wurde ein Manifest veröffentlicht, das die Rücknahme der Entlassung Neschlings fordert – in wenigen Stunden hatten weit über tausend Personen unterzeichnet.
http://www.estadao.com.br/arteelazer/not_art310891,0.htm
Just nach dem umjubelten, in zahlreiche Länder Europas per ARTE TV übertragenen Silvesterkonzert des Sinfonieorchesters OSESP ist dessen jüdischer Dirigent John Neschling, Sohn eines aus Österreich vor den Nazis nach Brasilien geflohenenen Künstlerehepaars, Großneffe von Arnold Schönberg, durch die Kultur-Machthaber des Teilstaats Sao Paulo gefeuert worden. Ein schwarzer Tag nicht nur für Musikfreunde in Brasilien.
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/15/osesp-silvesterkonzert-aus-sao-paulo-auf-arte-nicht-
verpassen/
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/20/aquarela-do-brasil-ary-barroso-platz-5-der-100-besten/
Der Dirigent und Komponist John Neschling, der seit 1996Â Sao Paulos drittklassiges Sinfonieorchester OSESPÂ rasch zum besten ganz Lateinamerikas entwickelte, hat gegenüber der Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ die Gründe für seinen nicht beabsichtigten Weggang erläutert. Bereits 2007 habe ihm der Bankier Pedro Moreira Salles, Vizepräsident des OSESP-Aufsichtsrates, mitgeteilt, daß die 2008 anstehende Vertragsverlängerung aus politischen Gründen nicht möglich sei.