OSESP FARà CONCERTO DE RÉVEILLON COM TRANSMISSÃO AO VIVO PARA A EUROPA (more…)
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/15/osesp-our-best-die-wochenkonzerte/
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/08/osesp-on-the-radio/
23.00 Uhr
SILVESTERKONZERT – LIVE AUS SAO PAULO
TV-Regie: Michael Beyer
ZDF/ARTE, Brasilien 2008, 90 Min. – Erstausstrahlung
In Sáo Paulo feiert das Orquestra Sinfônica do Estado de Sáo Paulo unter seinem charismatischen Chefdirigenten John Neschling das Neue Jahr. Auf dem Programm steht eine mitreißende Auswahl brasilianischer und lateinamerikanischer Klassiker, darunter Werke von Heitor Villa-Lobos, Joáo Bosco und Astor Piazzolla. Die brasilianische Banda Mantiqueira mit der Sängerin Mônica Salmaso ergänzen die Show.
JOHN NESCHLING RECEBE PREMIADA PIANISTA RUSSA PARA A INTERPRETAÇÃO DO CONCERTO Nº 3 DE PROKOFIEV NA SALA SÃO PAULO
OSESP DIVULGA SUA TEMPORADA DE CONCERTOS 2009
Der brasilianische Dirigent und Komponist John Neschling hat bekanntgegeben, daß er entgegen seinen ursprünglichen Absichten die Arbeit mit dem Sinfonieorchester OSESP aufgibt, seinen Vertrag über das Jahr 2010 hinaus nicht verlängert. Zu den Gründen zählte Neschling in Medieninterviews  Einmischungen, Druck und Attacken seitens der Regierung des Teilstaates Sao Paulo unter Gouverneur José Serra.
„Fünfundneunzig Prozent von dem, was wir täglich hören müssen, ist Scheiße!“(Neschling)
Podcast OSESP – Lateinamerikas bestes Sinfonieorchester:
http://www.osesp.art.br/podcast/
OSESP-Website: http://www.osesp.art.br/home.aspx
Musiker Dori Caymmi: Brasiliens Kultur verarmt generell
Würde Deutschlands Kulturstaatsminister die klassische Musik, das reiche musikalische Erbe links liegenlassen, oder schlimmer noch, boykottieren, wäre er vermutlich binnen kurzem geliefert, seinen Posten los. Und wäre er ein gewiefter schwerreicher Musikunternehmer, mit einschlägigen Interessen in der Popbranche, hätte er aller Wahrscheinlichkeit nach in einem recht zivilisierten Land wie Deutschland den Posten gar nicht bekommen.In Brasilien, der immerhin zehntgrößten Wirtschaftsnation, die nach wie vor von extremen neoliberalen Sozialkontrasten, Analphabetismus, gravierenden Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Sklavenarbeit und neofeudalem Terror der Banditenmilizen gegen Slumbewohner, über 50000 Morden jährlich gezeichnet ist, gehen indessen auch im Kulturbereich die Uhren völlig anders. Entgegen den Warnungen zahlreicher Intellektueller und Künstler ernannte Bankiersliebling Lula vor vier Jahren den Popmusikmillionär Gilberto Gil, gelernter Firmenadministrator vom Multi Gessy-Lever, Popunternehmer und PR-Talent, zu seinem Kulturminister – selbst in deutschen Medien wurde das beklatscht.
17.4. 2016, US-Hinterhof Brasilien – Pro-Impeachment-Kundgebung auf der Avenida Paulista in Sao Paulo.Daß Eduardo Cunha die Abstimmung im Abgeordnetenhaus leitet, degradiert nach Ansicht vieler Brasilianer das Land zur Bananenrepublik. Unter Lula-Rousseff wurde Brasilien weiter spürbar u.a. soziokulturell amerikanisiert – Brasilien und die USA haben u.a. ein Gewalt-Gesellschaftsmodell als auffällige Gemeinsamkeit.