<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Horst KÃ¶hler</title>
	<atom:link href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/horst-ka%c2%b6hler/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.hart-brasilientexte.de</link>
	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Bundespräsident Christian Wulff in Synagoge von Sao Paulo.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-synagoge-von-sao-paulo/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-synagoge-von-sao-paulo/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 18:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[Horst KÃ¶hler]]></category>
		<category><![CDATA[Sao Paulo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-synagoge-von-sao-paulo/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/ &#8222;Ist politische Einflussnahme in Redaktionen normal?&#8220;, wird indessen in deutschen Medien gefragt.  U.a. mit Blick auf den deutschsprachigen Mainstream der Auslandsberichterstattung fällt nachdenkenden Medienkonsumenten eine Antwort sehr leicht. http://www.sueddeutsche.de/politik/affaere-um-den-bundespraesidenten-warum-die-geht-mich-nichts-an-kanzlerin-handeln-muss-1.1249924 Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo. Offizielle deutsch-brasilianische Beziehungen, der mutige evangelische Gefängnispastor Wolfgang Lauer, gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. ** ”Es sind einfach die ökonomischen, die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp.JPG" alt="wulffsynagogesp.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Ist politische Einflussnahme in Redaktionen normal?&#8220;, wird indessen in deutschen Medien gefragt.  U.a. mit Blick auf den deutschsprachigen Mainstream der Auslandsberichterstattung fällt nachdenkenden Medienkonsumenten eine Antwort sehr leicht.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/01/wulffsynagogesp2.JPG" alt="wulffsynagogesp2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/affaere-um-den-bundespraesidenten-warum-die-geht-mich-nichts-an-kanzlerin-handeln-muss-1.1249924"><strong>http://www.sueddeutsche.de/politik/affaere-um-den-bundespraesidenten-warum-die-geht-mich-nichts-an-kanzlerin-handeln-muss-1.1249924</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><strong>Bundespräsident Horst Köhler in Sao Paulo.</strong></p>
<p><span id="more-11993"></span></p>
<h2>Offizielle deutsch-brasilianische  Beziehungen, der mutige evangelische Gefängnispastor Wolfgang Lauer,  gravierende Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11134" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<h2>”Es sind einfach die ökonomischen, die  politischen  Interessen, die zusammengehören &#8211; da gefährdet man nicht  seine  Beziehungen, indem man sozusagen den Brasilianern mal den Spiegel   vorhält und sagt, ihr habt hier eine schöne Verfassung und schöne   Gesetze &#8211; aber warum werden die nicht eingehalten?”</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><strong>“Die Deutschen und die Brasilianer hatten ein gegenseitiges  Abkommen zur Auslieferung, Überstellung von verurteilten Gefangenen.  Wenn ein Deutscher hier geschnappt und verurteilt wurde, dann hat er  einen Teil der Strafe abgesessen &#8211; und das gab es &#8211; konnte dann nach  Deutschland gehen und die dort vom deutschen Staat anerkannte Reststrafe  absitzen.  Das gibt es aber nicht mehr. Was ich aus gutem Munde hörte &#8211;  die Richter in Deutschland haben gesagt, Brasilianer, die in  Deutschland verurteilt werden, können wir nicht ausliefern in ein  unrechtes Gerichtswesen, Justizwesen &#8211; denn dort werden sie gefoltert,  das weiß ja jeder Mensch. Allein schon die menschenunwürdigen Zustände  in den brasilianischen Gefängnissen! Bloß &#8211; die deutsche Regierung setzt  sich nicht für die eigenen Gefangenen ein &#8211; die schmoren dort, wo die  deutschen Richter die Brasilianer nicht schmoren lassen! Das heißt, der  deutsche Staat wendet andere Standards an als die deutschen Richter! Das  ist interessant!” </strong></p>
<p><strong>Lula und die Doktorhut-Kriterien von Paris:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><strong>Amnesty Journal 2009:</strong></p>
<p><strong>KOPF UNTER WASSER</strong></p>
<p><strong>Gravierende Menschenrechtsverletzungen offiziell abzustreiten   oder zu  vertuschen, kommt heutzutage bei der internationalen   Gemeinschaft  schlecht an. Das weiß auch die brasilianische Regierung   und geht deshalb  seit langem einen anderen Weg: Mit erstaunlicher,   entwaffnender  Offenheit wird in- wie ausländischen Kritikern bestätigt,   dass sie  völlig im Recht seien. Man sehe die Dinge ganz genau so und   habe bereits  wirksame Schritte, etwa zur Abschaffung der Folter,   eingeleitet. Doch  auf die Worte folgen meist keine Taten.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsaktivisten wie der   österreichische Pfarrer Günther  Zgubic, der die bischöfliche   Gefangenenseelsorge in Brasilien leitet,  vermissen seit Jahren   deutliche Worte von deutscher Seite. Schließlich  ist Lateinamerikas   größte Demokratie ein wichtiger strategischer Partner  von Deutschland,   und die Regierung in Berlin spricht gerne von den  “gemeinsamen  Werten”,  die beide Staaten verbinden würden. Mit dem   Menschenrechtsbeauftragten  der Bundesregierung, Günter Nooke, hat jetzt   zum ersten Mal endlich  ein hochrangiger deutscher Politiker in der   Hauptstadt Brasilia die  Probleme offen angesprochen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Zgubic erinnert immer wieder an die   wohlklingenden Versprechungen,  die Präsident Luiz Inácio Lula da Silva   bei seinem Amtsantritt 2003  verkündet hat: “Er hat öffentlich erklärt,   dass er Folter und andere  grausame, unmenschliche Praktiken nicht  mehr  duldet.” Leere Worte aus  Brasilia, denn nach Informationen von  Zgubic  existiert die Folter in  allen Varianten, um Geständnisse zu  erzwingen:  “Es werden Elektroschocks  eingesetzt, man presst den Kopf  unter Wasser.  Auf allen Polizeiwachen  Brasiliens werden Häftlinge  gefoltert”, meint  Zgubic.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Nun sieht er sich überraschend durch Nooke   bestätigt. “Stehen  Menschenrechtsprobleme wie die unsägliche   Folterpraxis beim  Staatspräsidenten ganz oben auf der Prioritätenliste?   Wieso wird nicht  stärker kritisiert, dass die Regierung alle   internationalen  Verpflichtungen eingeht, ohne sie dann auch konsequent   umzusetzen? Wir  merken, dass sich Brasilien beim Thema Menschenrechte   von Europa  entfernt”, erklärte Nooke kürzlich. Brasilien dürfe im    Menschenrechtsbereich nicht abdriften.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Doch vielleicht ist dies längst passiert.   Paulo Vannuchi, Leiter des  Staatssekretariats für Menschenrechte in   Brasilia, hatte in der Zeitung  “Folha de São Paulo” betont, dass das   brasilianische Strafgesetz die  ­Todesstrafe zwar nicht vorsehe, dennoch   aber täglich außergerichtliche  Exekutionen stattfinden würden.   Gemeinsame Werte? Pedro Ferreira, Anwalt  bei der bischöflichen   Gefangenenseelsorge, findet es bedrohlich, dass  selbst nach offiziellen   Angaben derzeit über 126.000 Häftlinge trotz  verbüßter Strafe illegal   weiter festgehalten werden.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ehemalige Gegner der Diktatur (1964 bis   1985) weisen zudem auf die  fatalen Folgen der nicht bewältigten   Gewaltherrschaft hin. Nicht einmal  die Öffnung der Geheimarchive aus   der Zeit der Diktatur sei unter Lula  veranlasst worden, kritisiert   Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert aus São  Paulo. Die Straflosigkeit   inspiriert seiner Meinung nach jene  Staatsfunktionäre, die heute im   Polizeiapparat und im Gefängnissystem  “Folter und Ausrottung”   betrieben. Mit leeren Worte kann man an diesen  ­Zuständen wohl kaum   etwas ändern.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong><em>Von Klaus Hart.<br />
Der Autor ist Journalist und lebt in São Paulo.</em></strong></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den  völlig  überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar  als die  zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten,  die man  eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April  verkündete  Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios Stadtteil   Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut Gesetz Anspruch   auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht mal ein einziger.   Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein Teil der Gefangenen   auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in Hängematten, die an   den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im Stadtteil Bangu ein   ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende Männer auf nur sechzehn   Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und nächtlichem Besuch von   Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit Händen greifbar. Neun von   zehn Gefangenen haben Furunkel, in der heißesten Jahreszeit herrschen   bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich etwa 20 Insassen ohnmächtig um,   werden von den Wärtern herausgezerrt und durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger überfüllte  Zelle  verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher mit bis zu   umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse, in denen die   Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die Begünstigten auszulosen.   In Bangu kommen die notwendigen “Real” von der Familie oder   Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze, desto höher die   Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es schlechtes Essen;   die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden gewöhnlich nicht   ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt  beschreibt einen Fall von 1996:  “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten  116 Gefangene, unter anderem mit  Elektroschocks. Alle wiesen  Blutergüsse auf, wurden zudem zu sexuellen  Handlungen gezwungen.” Fast  täglich werden Fälle zu Tode gefolterter,  erschlagener Häftlinge  bekannt &#8211; die politisch Verantwortlichen bleiben  meist passiv. Nur  wenige Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft  scheint sich an  die grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty  international oder “Human  Rights Watch” prangern die Zustände in den  brasilianischen Haftanstalten  an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der  Katholischen Kirche läßt  nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von der  “Pastoral Carceraria” im  Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem ai-Journal:  “Wer ins Gefängnis kommt,  wird pervertiert, wird angesehen und  behandelt wie ein Tier &#8211; niemand  ist an einer Besserung oder  Resozialisierung interessiert. Die  Gesellschaft rächt sich an ihnen,  läßt sie intellektuell, spirituell,  moralisch und kulturell und nicht  selten sogar physisch sterben.”  Mauzeroll hört in Polizeiwachen und  Gefängnissen sehr häufig den  Ausspruch: “Nur ein toter Häftling ist ein  guter Häftling!” Der Padre  geht seit 1973 in die “Presidios” &#8211; was er  täglich sieht, sind Bilder  wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose grassiert,  über die Gesichter  Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge verfaulen  buchstäblich in Zellen.  Die Gefängnisärzte sind selbst kriminell, weil  sie Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie  zur  Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und  Staatsanwälte,  die über Folter und alle anderen  Menschenrechtsverletzungen detailliert  informiert sind, jedoch nicht  eingreifen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Das Gefängnispersonal verkauft  Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt  sind und ermöglicht  Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben.  Ein  Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin sein, damit die  Gefangenen  ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle  Gewalt, von Aufsehern sogar  gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: “Wird  ein wegen Vergewaltigung  Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter  ihn in bestimmte  Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20 Häftlingen  vergewaltigt wird.  Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet  sich Aids sehr  schnell.” Nach amtlichen Angaben infizierten sich  bereits mehr als 20  Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus &#8211; ein  Großteil der rund  150.000 brasilianischen Gefangenen hat homosexuellen  Verkehr, gewöhnlich  ungeschützt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro  jahrelang eine Zelle mit 47  Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und  sagt: “Alle Welt weiß, daß  die Frau des Gefangenen der andere Gefangene  ist.” Promiskuität ist der  Alltag: José Ferreira da Silva,  HIV-positiv, berichtet von vier festen  und acht gelegentlichen Partnern  &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu  vielen “politisch korrekten”  Landsleuten nicht um unbequeme und  unangenehme Wahrheiten. Er hat keine  Probleme, die von den Autoritäten  gerne versteckten und verdrängten  Probleme offen anzusprechen. “Wer  über die Zustände redet und  informiert, stirbt”, lautet eine andere  Regel. Berufskiller erledigen  das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben  in Gefahr ist. Dennoch klagt  er offen die soziale Ordnung Brasiliens  an: “Diese ist schuld an der  Situation.” </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten  Nationen lebt heute fast die  Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in  verhältnismäßig entwickelten  Gebieten. “Wenn in Sao Paulo und Rio de  Janeiro die Lage in den  Gefängnissen bereits so schlimm ist”, gibt  Padre Mauzeroll zu bedenken,  “wie muß sie dann erst in den stark  unterentwickelten Regionen des  Nordens und Nordostens sein?”</strong></p>
<p><strong> Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß  Häftlinge  nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten  werden. 1995  waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im  April die,  wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte  des Landes:  Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie  die  Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im   Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert. Die   511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind aber   nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211; das   sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau von   145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao Paulo ist   den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist nicht in   Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000 Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind männlich und   etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der typische Gefangene,  so  eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25 Jahre. Jeden Monat   kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen Häftlingsrevolten, die   meisten werden allerdings der Öffentlichkeit verschwiegen. Eine   Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ hochentwickelte   Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch keine irregulär   festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen  gewöhnlich äußerst brutal gegen  meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im  berüchtigten Gefängnis  “Carandiru” von Sao Paulo mindestens 111  Insassen erschossen. Die  politisch Verantwortlichen und die direkt  Beteiligten blieben bisher  straffrei. In “Carandiru” ereignete sich  auch Ende Oktober wieder eine  Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter  als Geiseln und forderten die  Verlegung in eine andere Haftanstalt.  Fünf Häftlinge versuchten  währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen,  vier von ihnen wurden von  Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong>„Die Lula-Regierung war bei den Menschenrechten eine Enttäuschung“(2009)</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill, Brasilienexperte von Amnesty International, über   fortdauernde Folter, Todesschwadronen, paramilitärische Milizen und   Sklavenarbeit in Lateinamerikas größter Demokratie.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Paraisopolis heißt Paradies-Stadt – doch paradiesisch ist   hier garnichts. Der Slum zählt zu den über 2000 in der reichsten   südamerikanischen Megacity und grenzt an ein Viertel der Wohlhabenden –   nicht wenige davon blicken von ihren luxuriösen Penthouse-Appartements   direkt auf das unüberschaubare Gassenlabyrinth, wo auf engstem Raum in   Holz-und Backsteinkaten rund 100000 Menschen in Moder, Abwässer-und   Müllgestank hausen. Dabei gibt es an der fernen Peripherie weit   grauenhaftere Slums. Auch für die Kirche ist an Scheinheiligkeit nicht   zu überbieten, daß der von bewaffneten Gangstern gemanagte Drogenhandel   in Paraisopolis nur dank der reichen Großkunden von nebenan so lukrativ   funktioniert. Der junge schwarze Slumpriester Luciano Borges Basilio   nimmt kein Blatt vor den Mund:“Das organisierte Verbrechen ist besser   organisiert als die Polizei – oft sogar viel besser, während die Polizei   desorganisiert ist.“ In Brasilien werden täglich mehrere Beamte   ermordet. „Ein Polizeioffizier erhielt 2009 hier in Paraisopolis einen   Bauchschuß – die Beamten haben ja auch Familie und sind unter Streß und   Hochspannung, wenn sie in einen Slum hineinmüssen. Aber Willkür   rechtfertigt das nicht.“  Anstatt jener kleinen Minderheit von   Kriminellen das Handwerk zu legen, verletzt die Polizei bei Razzien   permanent Grundrechte der völlig unschuldigen Bewohnermehrheit, was   weder die Kirche noch Amnesty International hinnimmt. Tim Cahill ist   wiederholt vor Ort, spricht mit Zeugen. Sie berichten von Folterungen,   ungerechtfertigtem Schußwaffengebrauch: Bei der Verfolgung von   Gangstern, die in das Gassengewirr und Menschengewimmel des Slums   flüchten, wird ein neunmonatiges Baby in den Arm geschossen, eine   Sechzehnjährige an den Brüsten verwundet. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Bewohner berichten, daß Elektroschocks zu den   gängigsten polizeilichen Foltermethoden in Paraisopolis gehören. Die   Beamten behandeln uns wie Tiere, lautet ein Vorwurf. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Cahill: Die brasilianische Regierung hat zwar die   Anti-Folter-Konvention unterzeichnet, doch wie wir hier vor Ort sehen,   fehlt jeglicher politischer Wille, Folterer zu bestrafen. Bei   Folter-Anzeigen wird gewöhnlich garnicht ermittelt. Die Polizei ist   landesweit zunehmend in kriminelle Aktivitäten verwickelt, bildet   Todesschwadronen und paramilitärische Milizen. Und ein beträchtlicher   Teil der Brasilianer, vor allem jene in den Slums, wird wie   Wegwerf-Bevölkerung behandelt. Paraisopolis ist dafür ein Beispiel. Es   fehlt die Verantwortung des Staates für diese Menschen. Öffentliche   Sicherheit muß für alle Brasilianer garantiert werden – die armen   Schichten darf man nicht einfach davon ausschließen.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: „Öffentliche Sicherheit“ ist in Brasilien vor allem   Aufgabe der Militärpolizei – Relikt der Militärdiktatur. Weil   Diktaturverbrecher, Folterer von einst nicht bestraft werden, fördert   dies heutige Polizeigewalt und ermuntert die Folterer zum Weitermachen,   argumentieren selbst frühere politische Gefangene.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Das ist in der Tat ein zentraler Punkt –   Straffreiheit in Bezug auf Vergangenes stärkt die heutige Politik der   Straflosigkeit. Das wird weithin akzeptiert. Ich war in vielen   Polizeiwachen und Gefängnissen Brasiliens, habe hohe Amtsträger des   Sicherheitsapparats getroffen. Da fand ich immer Leute mit ganz direkter   Beziehung zu den Diktaturverbrechen. Das Ausmaß der Gewalt, die   alltäglichen Menschenrechtsverletzungen im heutigen Brasilien sind Erbe   der Diktaturvergangenheit. Amnesty macht Druck auf Brasilia, auf   Staatschef Lula, die Diktaturverbrechen zu bestrafen und die   Geheimarchive des Militärregimes endlich zu öffnen. Brasilien ist bei   der Vergangenheitsbewältigung deutlich hinter den anderen   lateinamerikanischen Staaten zurück. Das ist gravierend. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Die Lula-Regierung hatte der UNO, den   Menschenrechtsorganisationen 2003, zu Beginn der ersten Amtszeit   versprochen, die eigenen Gesetze und internationalen Abkommen   einzuhalten. Doch nach wie vor werden in Brasilien sogar Menschen auf   Scheiterhaufen lebendig verbrannt.  Hielt Brasilia denn Wort?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Die Lula-Regierung war eine Enttäuschung. Es gab   große Versprechen, Pläne und Projekte, sogar einen konstruktiven Diskurs   – doch die Probleme sind tief verwurzelt geblieben. Es wird weiter   gefoltert und exekutiert, die Lage in den Gefängnissen ist nach wie vor   grauenhaft, und es gibt sogar weiterhin Todesschwadronen und   Sklavenarbeit. Es fehlt der Regierung ganz klar politischer Wille. Echte   Reformen werden durch wirtschaftliche und politische Interessen   verhindert. Die paramilitärischen Milizen haben Macht, üben   wirtschaftliche Kontrolle aus – daraus wird politische Macht, eine reale   Bedrohung im heutigen Brasilien.“</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: In der Olympia-Stadt Rio de Janeiro hat der Staat   mehrere Hangslums besetzt, gemäß überschwenglichen europäischen   Presseberichten die Verbrecherkommandos vertrieben und die Lage der   Bewohner deutlich verbessert. Sind das nicht gute Beispiele, die auf   positive Änderungen hindeuten?</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Cahill: Es handelt sich bei diesen Slums lediglich um Inseln,   während im großen Rest der Stadt sich an der staatlichen Politik, an   Diskriminierung und Polizeigewalt kein Deut ändert.  Für uns heißt dies,   vor Ort noch intensiver zu recherchieren und  Menschenrechtsverletzungen  permanent anzuprangern. Die Situation  Brasiliens ist sehr komplex. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Journal: Hochrangige Staatsvertreter geißeln die Lage   gelegentlich drastisch, was auf manchen entwaffnend wirkt.  Laut Gilmar   Mendes, Präsident des Obersten Gerichts, ähnelt Brasiliens   Gefängnissystem nazistischen Konzentrationslagern. Und Paulo Vannuchi,   Brasiliens Menschenrechtsminister, räumt ein, daß tagtäglich   außergerichtliche Exekutionen  und Blutbäder von Polizisten sowie   Todesschwadronen verübt würden. Gravierende Menschenrechtsverletzungen   seien Routine, alltäglich und allgemein verbreitet.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Tim Cahill: Dies zählt zu den unglaublichen Dingen in   Brasilien – Teile der Autoritäten erkennen diese Tatsachen offen und   klar an – aber tun so, als seien sie dafür nicht verantwortlich. Denn   das Gefängnissystem wird eben einfach nicht reformiert, trotz der   häufigen Versprechen. Das große Problem Brasiliens ist heute, daß der   offizielle Diskurs nichts mit der politischen Praxis zu tun hat. Wenn   die Regierung in Brasilia weltweit mehr Anerkennung und Respekt will,    muß sie sich für die Menschenrechte der eigenen Bevölkerung einsetzen,   besonders der Unterprivilegierten. Was falsch läuft, haben wir bei   unseren Recherchen in der Sao-Paulo-Favela Paraisopolis, bei den   Gesprächen mit Tatzeugen deutlich ermittelt: Der Staat marginalisiert   diese Menschen – und das seit Jahrzehnten. Innerhalb des Staatsapparats   herrscht Einverständnis, die Polizeistrukturen nicht zu kontrollieren.   Angesichts extremer Kriminalität läßt man den Sicherheitskräften die   Freiheit, Menschenrechte einfach zu verletzen. Wichtig ist, beide Seiten   zu sehen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/</strong></a></p>
<p><strong>Städtepartnerschaft Köln-Rio de Janeiro:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/rio-film-tropa-de-elite-2-fur-oscar-nominiertbester-auslandischer-streifen-stadtepartnerschaft-koln-rio-de-janeiro-trailer-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/04/parabens-dom-paulo-evaristo-arns5-ehrung-im-stadtparlament-erinnerung-an-des-kardinals-leitspruchcoragem-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/medienqualitat-heute-weitere-gezielte-niveauabsenkung-konstatiert-und-offenbar-wissen-wir-trifft-der-trend-allgemein-zu-der-in-der-schweiz-beobachtet-wurde-von-der-gesellschaft-und-der-welt-im/</strong></a></p>
<h3><a href="http://www.google.com/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=242&amp;ved=0CCEQFjABOPAB&amp;url=http%3A%2F%2Fln-berlin.de%2Findex.php%3F%2Fartikel%2F2445.html&amp;rct=j&amp;q=Klaus%20Hart&amp;ei=tCybTr-KE5S5twekv9iCBA&amp;usg=AFQjCNG8grOzsWsGab52OZ417uv3KyrtCg&amp;cad=rja">Lateinamerika Nachrichten Online &#8211; Brasilien: Terror, Lügen und <strong>…</strong></a></h3>
<p>ln-berlin.de/index.php?/artikel/2445.html</p>
<p>Song von Thaíde und DJ HUM. Text: <em>Klaus Hart</em> Ausgabe: Nummer 275 &#8211; Mai 1997. Weitere Artikel zum Thema Brasilien: Die im Haus arbeiten sieht man nicht <strong>…</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-texte-fotos/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-brasilien-texte-fotos/</strong></a></p>
<h2>Viele Proteste gegen Brasiliens Präsidentin  Dilma Rousseff am 1.Mai 2011. Beliebtes Wortspiel “Dil-Má”. Dilma  Rousseffs schlechter Start. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9605" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/dilma-rousseff/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/dilmarousseffpuppe1mai.JPG" alt="dilmarousseffpuppe1mai.JPG" /></p>
<p><strong>“132  Prozent Anhebung meines Gehalts -und des Gehalts meiner  Minister. Für die Angestellten im öffentlichen Dienst Null Prozent.”</strong></p>
<p><strong>“Verräterin!”: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/25/brasiliens-staatsprasidentin-dilma-rousseff-zur-feierlichen-zeremonie-2011-in-ouro-preto-am-todestag-des-nationalhelden-tiradentes-lautstarke-proteste-von-studenten-gegen-sozial-und-bildungspolitik-d/</a></p>
<p><strong>Die Dachgewerkschaft CUT von Ex-Staatschef Lula veranstaltete  2011 das seit Jahrzehnten wohl armseligste Fest zum 1. Mai &#8211; laut  Medienangaben kamen allerhöchstens 1000 Menschen, Zeitungen schrieben  von nur maximal 300, obwohl die Veranstaltung mitten im Zentrum Sao  Paulos abgehalten wurde. Wiederum versammelte damit die Kirche zum  Arbeiter-Gottesdienst weit mehr Menschen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/wir-verabscheuen-die-bombenangriffe-auf-libyen-ich-erklare-mich-solidarisch-mit-dem-libyschen-volk-bischof-angelico-bernardino-in-der-kathedrale-von-sao-paulo-im-arbeiter-gottesdienst-zum-1/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/polizistgewehr1.JPG" title="polizistgewehr1.JPG"><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/polizistgewehr1.JPG" alt="polizistgewehr1.JPG" /></a></p>
<p>Viel Tränengas und Zusammenstöße auf Maifest vor der Kathedrale Sao Paulos.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/11/schul-massaker-in-rio-de-janeiro-protest-an-der-copacabana-gegen-gewaltkultur-leichten-waffen-zugang/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/11/schul-massaker-in-rio-de-janeiro-protest-an-der-copacabana-gegen-gewaltkultur-leichten-waffen-zugang/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/tranengaskathedralesp.JPG" alt="tranengaskathedralesp.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/1mai-in-sao-paulo-ruckschau-2010/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/01/1mai-in-sao-paulo-ruckschau-2010/</a></p>
<p><a href="http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html">http://das-blaettchen.de/2010/08/brasiliens-massengraeber-2172.html</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p>ategorie: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/category/kultur/" title="Alle Beiträge in Kultur ansehen" rel="category tag">Kultur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/category/politik/" title="Alle Beiträge in Politik ansehen" rel="category tag">Politik</a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/02/brasilien-starke-zunahme-von-vergewaltigungen-2011-in-der-hauptstadt-brasilia-laut-landesmedien-milde-strafen-beklagt/" rel="bookmark">Brasilien:  Starke Zunahme von Vergewaltigungen 2011 in der Hauptstadt Brasilia,  laut Landesmedien. Milde Strafen beklagt. Erstes Amtsjahr einer  Staatschefin, Frauen in der brasilianischen Politik.</a></h2>
<p><a href="http://cbn.globoradio.globo.com/editorias/pais/2012/01/02/INDICE-DE-ESTUPROS-NO-DF-AUMENTA-33-E-PREOCUPA-A-POPULACAO.htm"><strong>http://cbn.globoradio.globo.com/editorias/pais/2012/01/02/INDICE-DE-ESTUPROS-NO-DF-AUMENTA-33-E-PREOCUPA-A-POPULACAO.htm</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasilien-weiter-land-mit-weltweit-hochster-mord-zahl-stellen-landesmedien-zum-jahresende-heraus-regierungsprojekt-fur-mord-reduzierung-gestoppt-hies-es/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasiliens-gewaltkultur-landesmedien-zeigen-foto-von-patrouillierendem-mpi-banditen-an-rio-de-janeiros-stadtautobahn-linha-vermelha-was-in-brasilien-alles-anders-ist/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/30/brasiliens-gewaltkultur-landesmedien-zeigen-foto-von-patrouillierendem-mpi-banditen-an-rio-de-janeiros-stadtautobahn-linha-vermelha-was-in-brasilien-alles-anders-ist/</strong></a></p>
<p><strong>Frauen in der Politik Brasiliens:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/8-jahre-lula-regierung-die-ministerinnen-riege-veranderungen-bei-geschlechterungleichheit-und-frauenrechten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/8-jahre-lula-regierung-die-ministerinnen-riege-veranderungen-bei-geschlechterungleichheit-und-frauenrechten/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/02/boomland-brasilien-was-verdient-man-in-industrie-dienstleistungssektor-handel/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/02/boomland-brasilien-was-verdient-man-in-industrie-dienstleistungssektor-handel/</strong></a></p>
<h2>Sklavenarbeit in Brasilien &#8211; neuer Rekord bei  Zahl moderner Sklavenhalter, laut Landesmedien. Vorbereitung des  deutsch-brasilianischen Jahres 2013-2014. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11987" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula/" rel="tag">Lula</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/rousseff/" rel="tag">Rousseff</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/sklavenarbeit/" rel="tag">Sklavenarbeit</a></p>
<p><strong>Wie es hieß, war die sogenannte “Schmutzige Liste”  über Sklavenarbeit noch nie so lang wie 2011 &#8211;  im ersten Amtsjahr von  Staatschefin Dilma Rousseff. 2011 seien laut amtlichen Angaben des  Arbeitsministeriums 52 Nutzer von Sklavenarbeit hinzugekommen, sodaß die  Liste nunmehr 294 Namen von Firmen und Einzelpersonen umfasse. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/odiloscherer1mai.jpg" alt="odiloscherer1mai.jpg" /></p>
<p><strong>Kardinal Odilo Scherer in der überfüllten Kathedrale von Sao  Paulo. Scherer  verurteilte neben der Sklavenarbeit zudem die  Niedrigstlohnpolitik in Brasilien sowie die  weitverbreitete  Prostitution, darunter die Kinderprostitution &#8211; und  wandte sich  dagegen, dies  als Arbeit hinzustellen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</strong></a></p>
<h2>Sklavenarbeit in Brasilien unter  Lula-Rousseff, Sklavenarbeit und  Ethanolexport in Länder wie Deutschland  &#8211; der französische  Menschenrechtsanwalt Frei Xavier Plassat mit  aktueller Analyse. Barack  Obama in Brasilien. Katholische  Nachrichtenagentur ADITAL.  Greenaction. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=8974" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?lang=PT&amp;cod=54766">http://www.adital.com.br/site/noticia.asp?lang=PT&amp;cod=54766</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/e-10-woruber-jetzt-in-der-offentlichen-diskussion-ganz-gezielt-nicht-geredet-diskutiert-wird-ethanol-aus-brasilien-und-die-folgen-fur-umwelt-natur-menschen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/09/e-10-woruber-jetzt-in-der-offentlichen-diskussion-ganz-gezielt-nicht-geredet-diskutiert-wird-ethanol-aus-brasilien-und-die-folgen-fur-umwelt-natur-menschen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/plassat.jpg" alt="plassat.jpg" /></p>
<p><strong>Anti-Sklaverei-Anwalt Plassat in Brasilien. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/09/coca-cola-in-amazonien-und-die-zuckerrohrfarm-ohne-umweltlizenz-coca-cola-bedroht-amazonaswald-zuckerrohr-und-sklavenarbeit-xavier-plassat/</a></p>
<p><strong>Greenaction:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/12/samba-im-autotank-und-hungrige-zeiten-greenaction-zitiert-aus-website-text-uber-umwelt-und-menschenfeindliche-ethanol-und-zuckererzeugung-in-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/12/samba-im-autotank-und-hungrige-zeiten-greenaction-zitiert-aus-website-text-uber-umwelt-und-menschenfeindliche-ethanol-und-zuckererzeugung-in-brasilien/</a></p>
<p><strong>Bolivianer in Brasilien, Sklavenarbeit &#8211; Hintergrund:</strong></p>
<p><font size="3"><strong>In Lateinamerikas größter Demokratie gibt es    laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation in Genf    immerhin noch bis zu 40000 Sklavenarbeiter. Doch auch in Lateinamerikas    führender Wirtschaftsmetropole Sao Paulo existiert laut    KirchenangabenÂ eine besonders perfide Form der Sklavenarbeit.</strong></font></p>
<p><font size="3">Â Im Zentrum der Megacity, nur wenige Fußminuten von    Bankenpalästen und der lateinamerikanischen Leitbörse entfernt, kommt    man an mehrgeschossigen Gebäuden vorbei, die von außen wie normale    Wohnhäuser aussehen. Doch fast alle Appartements sind vollgestopft mit    Industrie-Nähmaschinen, an denen Frauen und Männer aus Bolivien von    morgens bis spät in die Nacht Hosen und Shorts, Blusen und Hemden nähen.    Über hunderttausend solcher Textilarbeiter sind es in ganz Sao Paulo,    doch auf den Straßen trifft man relativ selten einmal einen  Bolivianer.   Luiz Bassegio leitet die Migrantenseelsorge der  brasilianischen   Bischofskonferenz und kennt die Hintergründe sehr  genau: ”Diese   Bolivianer waren in ihrer Heimat arbeitslos, stammen aus  den Slums von   La Paz oder aus dem bitterarmen Hinterland, Â wurden  von gerissenen   Anwerbern hierhergeschleust, haben keine  Aufenthaltspapiere, schuften 16   bis 18 Stunden täglich ohne  Arbeitsvertrag in etwa dreitausend   illegalen Textilfabriken, in denen  sie auch schlafen. Sie werden dort   regelrecht eingesperrt, kriegen  schlechtes Essen, haben höchstens den   Sonntag frei. Das sind  sklavenähnliche Bedingungen!”</font><font size="3">Um   das Honorar für  die Anwerber zurückzuzahlen, bekommen die Bolivianer   gewöhnlich ein  halbes Jahr und länger überhaupt keinen Lohn “ man nimmt   ihnen den Paß  oder sonstige Ausweise ab, hindert sie selbst mit Gewalt   daran, die  Fabrik zu verlassen. Wer aufmuckt, dem wird angedroht, ihn   bei der  brasilianischen Fremdenpolizei anzuzeigen. Pedro ging es   so:”Mein Boß  hat mir die Papiere weggenommen, mich eingesperrt “ aber   ich habe es  geschafft, bin geflüchtet.”</font><font size="3">Abeiterinnen   werden  häufig vergewaltigt. Von zehn Fällen klarer   Menschenrechtsverletzungen  betreffen sechs stets Frauen. Die Bolivianer   sind Analphabeten oder  haben nur geringste Schulbildung, sprechen meist   kein Portugiesisch.  Die Besitzer der Fabriquetas, wie man hier sagt,   sind Brasilianer,  Koreaner “ doch größtenteils ebenfalls Bolivianer, die   eine Marktlücke  entdeckten: Durch ihr Ausbeutungssystem unterbieten  sie  die Preise  brasilianischer Hersteller und selbst Chinas bei weitem,   beliefern  gewinnbringend sogar große Textilkaufhäuser und Boutiquen.   Luiz  Bassegio:”Auch Ketten wie C &amp; A und andere Multis nehmen viel   Ware  ab!”</font><font size="3">Ein Bolivianer, der beispielsweise   schicke,  modische Shorts herstellt, arbeitet daran pro Stück etwa zwei   Stunden  “ und bekommt dafür dann umgerechnet allerhöchsten 45 Cents.    Theoretisch. Denn im Migrantenzentrum der katholischen Kirche ist die    häufigste Klage der Bolivianer, daß Fabriqueta-Besitzer überhaupt nichts    zahlten, die Arbeiter nach einiger Zeit feuerten “ und aus Bolivien    neue anheuerten. Ein Mutter mit drei Kindern hatte aufgemuckt, landete    sofort auf der Straße “ und berichtete, was eigentlich mit den vielen    bolivianischen Kindern wird:”Zur Schule gehen sie alle nicht, werden    neben den Nähmaschinen angebunden, damit sie nicht stören, oder in ein    Zimmer gesperrt.” </font><font size="3">Wie kann die Kirche diesen    Arbeitern helfen? ”Wir sind in einer schwierigen Lage”, sagt    Migrantenseelsorger Bassegio. „Die meisten dieser Textilfabriken sind    zwar illegal, doch die staatlichen Aufsichtsbehörden würden nur bei    einer Anzeige reagieren. Die Arbeiter ohne Aufenthaltserlaubnis haben    natürlich Angst, die Polizei zu rufen. Würden wir von der Kirche Anzeige    erstatten, verlören all die Bolivianer ihre Arbeit, flögen auf die    Straße. Das kommt daher natürlich nicht in Frage.” Die behördliche    Kontrolle ist zudem eher ein schlechter Witz. Wird doch einmal ein    Fabriqueta-Boß gestellt, droht man ihm hohe Bußgelder und sogar die    Ausweisung an, wenn er nicht binnen zehn Tagen ordentliche Dokumente,    auch die Arbeitspapiere der Näherinnen und Näher, vorlegt. Gemäß einer    Staatsanwältin passiert dennoch nichts:”Innerhalb der zehn Tage wird  die   Fabrik kurzerhand an einen unbekannten Ort verlegt.” Und Sao Paulo  ist   eben riesig, dort leben 24 Millionen Menschen. Seelsorger  Bassegio hat   daher sehr bizarre Probleme zu lösen, wird gelegentlich  zum Detektiv,  um  die bolivianischen Sklavenarbeiter zu  unterstützen:”Wir versuchen   möglichst vielen von ihnen klarzumachen,  daß sie aufgrund bilateraler   Abkommen durchaus Rechte haben. In  unserem Migrantenzentrum haben wir   bereits elftausend Bolivianern  dabei geholfen, eine Aufenthalts-und   Arbeitserlaubnis zu bekommen,  haben mit ihnen die nötigen Formulare   ausgefüllt, verlangte Dokumente  besorgt. Die meisten wissen, daß das   geht, haben aber Angst, es zu  versuchen.” </font><font size="3">Nötig   ist beispielsweise ein  polizeiliches Führungszeugnis aus Bolivien “ aber   wie das beschaffen,  wenn man in der Fabrik eingesperrt ist, zudem gar   kein Geld für eine  Reise nach Bolivien hätte? „Die Bosse wollen   natürlich verhindern, daß  ihre Arbeiter sich Rechte erwerben, solche   Dokumente haben.” </font><font size="3">Brasiliens  Kirche hält für mehr   als absurd, daß ausgerechnet in Lateinamerikas  reichster Stadt noch   diese Art von Sklavenarbeit existiert “ und unter  den Augen des Staates   immer mehr Bolivianer in dunklen, muffigen  Hinterhoffabriken voller   Ratten und Schaben an Tuberkulose und  tödlichem Denguefieber erkranken.   Migrantenseelsorger Bassegio:  „Brasilia muß endlich handeln. Die Kirche   macht deshalb Druck auf die  Regierung, die offenbar nicht weiß, wie  sie  mit diesen vielen  Bolivianern umgehen soll. Alle zurückschicken?  Wir  meinen “ hier geht  es um universelle Bürgerrechte. Keine einzige   Gewerkschaft nimmt sich  der Bolivianer an. Bei unserer Arbeit bekommen   wir Hilfe von den  deutschen Katholiken, von Misereor und Adveniat “   dafür sind wir sehr  dankbar!”</font><font size="3">Â </font><font size="3">Â </font><font size="3">Â </font><font size="3">Â </font></p>
<p><font size="3">Die brasilianische Presse hat auf den Fall der    Brasilianerin Paula Oliveira mit scharfen Kommentaren    reagiert.Â Â Â Â ”Wir sind alle Paula”, schrieb die größte    Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”, für die Attacke derÂ  drei Männer    gegen die brasilianische Anwältin gebe es nur eine Erklärung:    Fremdenfeindlichkeit. Die Zeitung schreibt weiter von Risiken für    ausländische Touristen in den brasilianischen Großstädten, von jungen    bewaffneten Straßenräubern überfallen zu werden. “Manchmal sterben    einer, zwei oder drei. Die Gewalt ist chronisch.”</font></p>
<p><font size="3">Der Vater von Paula Oliveira reagierte laut “Estado de    Sao Paulo” empört auf das Mißtrauen der schweizerischen Polizei:”Sie    wollen das Opfer in die Schuldige verwandeln. Das ist die Taktik der    nazistischen Miliz. Die Umstände des Falles sind nicht klar, weil die    Polizei nicht ermittelt.” Die Qualitätszeitung veröffentlicht einen    Leserbrief, der eine Parallele zum derzeitigen Aufsehen um die    barbarischen Aufnahmeriten an den brasilianischen Universitäten zieht,    bei denen Gewalt gegen Frauen angewendet wird. “Irgendein Unterschied?    In Europa mobilisiert der Fall die Generalkonsulin Brasiliens in  Zürich.   Wird es hier, eines Tages, einen Bildungsminister geben, der  ein für   alle mal drastisch gegen die gewaltsamen Aufnahmeriten  vorgeht?”</font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/proteste-gegen-barack-obama-auch-in-chile-geplant-meldet-brasilien-katholische-nachrichtenagentur-adital/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/18/proteste-gegen-barack-obama-auch-in-chile-geplant-meldet-brasilien-katholische-nachrichtenagentur-adital/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/16/brascri-in-der-schweiz-und-in-brasilien-hilfe-fur-kinder-jugendliche-und-familien-des-tropenlandes/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/</a><br />
<ins><ins></ins></ins></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/brasiliens-endlose-korruptionskrise-der-rousseff-regierung-keine-bestrafung-der-sechs-nach-medienenthullungen-wegen-korruptionsverdacht-entlassenen-minister-laut-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/27/zdf-adveniat-gottesdienst-in-favela-cachoeirinha-von-sao-paulo-2011-brasiliens-kontraste-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-mit-brasiliens-wissenschaftsminister-sergio-rezende-in-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/annette-schavan-deutschlands-bildungs-und-forschungsministerin-mit-brasiliens-wissenschaftsminister-sergio-rezende-in-sao-paulo/</strong></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-in-synagoge-von-sao-paulo/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Horst Köhler, Sao Paulo, Brasilien. &#8222;Alemao renuncia por falar demais. Gafe leva presidente Ã¡ renuncia na Alemanha&#8220;. (Qualitätszeitung O Globo, Rio de Janeiro) &#8222;Se o procedimento fosse adotado por aqui&#8230;deixa pra la. Com todo o respeito.&#8220;</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/31/horst-kohler-sao-paulo-brasilien/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/31/horst-kohler-sao-paulo-brasilien/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 31 May 2010 13:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Gafe]]></category>
		<category><![CDATA[Horst KÃ¶hler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/31/horst-kohler-sao-paulo-brasilien/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/&#8220;&#62;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/ http://www.dradio.de/aktuell/1191138/ http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/ http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2 http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822 Bundespräsident Roman Herzog(CDU) – keinerlei Kritik an gravierender Menschenrechtslage in Brasilien(Todesschwadronen, systematische Folter, Scheiterhaufen, Gefängnis-Horror, Massenelend, Sklavenarbeit etc.).Nachfolgende Bundespräsidenten wie Köhler, Wulff, Gauck verfuhren in/mit Brasilien wie Herzog:http://www.hart-brasilientexte.de/2017/01/10/bundespraesident-roman-herzog-1995-wird-in-brasilien-ihm-zu-ehren-die-ddr-nationalhymne-gespielt-video-anklicken-keinerlei-kritik-von-herzog-an-gravierender-menschenrechtslage-in-brasilien-us-hin/ https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/&#8220;&gt;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1194092/</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/aktuell/1191138/">http://www.dradio.de/aktuell/1191138/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp1.JPG" alt="horstkohlersp1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><a href="http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2">http://www.bundespraesident.de/-,2.636170/Bundespraesident-Horst-Koehler.htm?global.printview=2</a></p>
<p><a href="http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822">http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57822</a></p>
<h2 class="beitrags-titel">Bundespräsident Roman Herzog(CDU) – keinerlei Kritik an gravierender Menschenrechtslage in Brasilien(Todesschwadronen, systematische Folter, Scheiterhaufen, Gefängnis-Horror, Massenelend, Sklavenarbeit etc.).Nachfolgende Bundespräsidenten wie Köhler, Wulff, Gauck verfuhren in/mit Brasilien wie Herzog:<a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2017/01/10/bundespraesident-roman-herzog-1995-wird-in-brasilien-ihm-zu-ehren-die-ddr-nationalhymne-gespielt-video-anklicken-keinerlei-kritik-von-herzog-an-gravierender-menschenrechtslage-in-brasilien-us-hin/">http://www.hart-brasilientexte.de/2017/01/10/bundespraesident-roman-herzog-1995-wird-in-brasilien-ihm-zu-ehren-die-ddr-nationalhymne-gespielt-video-anklicken-keinerlei-kritik-von-herzog-an-gravierender-menschenrechtslage-in-brasilien-us-hin/</a></h2>
<p><span id="more-5589"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp3.JPG" alt="horstkohlersp3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/05/horstkohlersp2.JPG" alt="horstkohlersp2.JPG" /></p>
<p><a href="https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view">https://www2.gestao.presidencia.serpro.gov.br/clientes/presidencia/presidencia/casa_civil/noticias/banco_de_imagens/03122009G00047red.JPG/view</a><br />
<!--adsense--></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/31/horst-kohler-sao-paulo-brasilien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
