http://www.das-parlament.de/2010/12/Beilage/006.html
Wie es in den Landesmedien weiter hieß, haben die Menschenrechtsorganisationen Rousseffs Erklärungen zur Folter, die sie in der Harvard-Universität abgab, kritisiert. Brasiliens führendes Nachrichtenmagazin „Veja“ wies auf die von den Autoritäten geduldete Folterung von Gefangenen im Lande, wobei es sich um „Barbarei“ handele.
Nicht zufällig wird daher vor dem Hintergrund der allseits bekannten Folterpraktiken und heute dominierender Wertvorstellungen in der deutschen Parteipropaganda die brasilianische Regierung vorhersehbar als progressiv eingestuft.
Deutsche Grüne zu “fortschrittlicher Regierungspolitik” Brasiliens: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/08/menschenrechtstribunal-und-die-grunen-trotz-der-fortschrittlichen-regierungspolitik-steht-brasilien-weltweit-an-vorderster-stelle-bei-morden-an-homosexuellen-und-transgendern/
“É muito grave que a autoridade máxima do país se declare incapaz para coibir o crime de tortura nas delegacias. E é ainda mais grave que tenha escolhido um momento de enorme visibilidade para fazer tal declaração”
Dilma Rousseff feiert mit dem Ex-Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, 2010 ihren Wahlsieg. Ausriß. Heute ist Sarney als starker Mann der größten Koalitionspartei PMDB der wichtigste politische Partner Rousseffs, zudem Chef des Kongreßsenats…
Todesschwadronen 2011, Ausriß. „In ganz Brasilien gibt es Todesschwadronen.“
Lulas vielkritisierte Äußerung über Gewalt gegen Häftlinge.
Lula zu Gefängnis-Folter: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/03/menschenrechtsexperten-lula-ironisiert-alltagliche-folter-in-staatsgefangnissen-brasiliens/
In “Caros Amigos” publizieren Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto sowie Landlosenführer Joao Pedro Stedile.
Deutscher Gefangenenpastor Wolfgang Lauer: „Da sein, wo gelitten wird“: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
Pastor Lauer sieht den Grund für das mangelnde Engagement des deutschen Staats ganz klar bei den zuständigen Regierungsstellen in Berlin:
„Es sind einfach die ökonomischen Interessen, die politischen, das gehört zusammen. Da gefährdet man nicht seine Beziehung, indem man den Brasilianern sozusagen mal den Spiegel vorhält und sagt, ihr habt hier ne schöne Verfassung und schöne Gesetze, aber warum werden die nicht eingehalten?“
Kirchliche Bürgerrechtler Brasiliens vermissen seit langem klare Stellungnahmen hochrangiger europäischer Besucher zur gravierenden Menschenrechtslage in Lateinamerikas größter Demokratie. Weil damit der Eindruck entstehe, Wirtschaftsinteressen hätten Vorrang vor den Menschenrechten.

Tags: , Brasilien, Dilma Rousseff, Folter, Lula, Menschenrechte
http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=234433&rubrik=7&ausg=200210
Angesichts der Foltersituation unter der Lula-Rousseff-Regierung sagte Zgubic im Website-Interview in Sao Paulo:”An die Gefangenen wird zuletzt gedacht.” Zgubic übergab jetzt seine Funktion als Leiter der bischöflichen Gefangenenseelsorge Brasiliens an den bisherigen Stellvertreter, Padre Valdir Joao Silveira. Dieser betonte im Website-Interview, Folter in Polizeiwachen führe sogar zu Todesopfern. Allein im Teilstaat Sao Paulo seien innerhalb weniger Monate neun Tote registriert worden. “Wir haben im November eine Frau betreut, die hier in der Megacity Sao Paulo gefoltert worden ist – man hat ihr einen Plastiksack über den Kopf gestülpt, was u.a. zu Erstickungsanfällen führt. Der nordöstliche Teilstaat Maranhao, in dem jetzt bei einem Gefangenenaufstand mindestens 18 Häftlinge umkamen, steht nach unseren Ermittlungen bei Folter im Gefängnissystem landesweit an der Spitze.