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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Dürre und Überschwemmungen in Brasilien 2012</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Brasilien: Überschwemmungen in Amazonien und schlimmste Dürre seit 50 Jahren im Nordosten &#8211; derzeitige hausgemachte Umweltkatastrophen zeigen die Resultate der Umweltpolitik unter Lula-Rousseff.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 19:06:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Dürre und Überschwemmungen in Brasilien 2012]]></category>

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		<description><![CDATA[ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/04/brasilien-lula-erhalt-doktortitel-von-funf-bundesuniversitaten-des-teilstaats-rio-de-janeiro-staatsprasidentin-rousseff-bei-verleihung/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/09/parabens-greenpeace-experte-paulo-adario-in-amazonien-mit-uno-preis-held-des-waldes-geehrt-die-walder-leiden-ein-sehr-ernstes-risiko/ Greenpeace-Aktivisten, die derzeit auf den Straßen Sao Paulos Umwelt-Diskussionen führen, haben im Website-Interview betont, daß die derzeitigen ungewöhnlichen Überschwemmungen in Amazonien die Folge ungebremster Abholzung sind &#8211; da das Wasser der natürlichen Regenfälle nun nicht mehr von Urwäldern zurückgehalten werde, sondern direkt und ungehindert in die großen Amazonas-Ströme wie Rio Negro und Rio [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/04/brasilien-lula-erhalt-doktortitel-von-funf-bundesuniversitaten-des-teilstaats-rio-de-janeiro-staatsprasidentin-rousseff-bei-verleihung/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/04/brasilien-lula-erhalt-doktortitel-von-funf-bundesuniversitaten-des-teilstaats-rio-de-janeiro-staatsprasidentin-rousseff-bei-verleihung/</strong></a></p>
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<p><strong>Greenpeace-Aktivisten, die derzeit auf den Straßen Sao Paulos Umwelt-Diskussionen führen, haben im Website-Interview betont, daß die derzeitigen ungewöhnlichen Überschwemmungen in Amazonien die Folge ungebremster Abholzung sind &#8211; da das Wasser der natürlichen Regenfälle nun nicht mehr von Urwäldern zurückgehalten werde, sondern direkt und ungehindert in die großen Amazonas-Ströme wie Rio Negro und Rio Solimoes fließe. Ebenso hausgemacht sei die derzeitige Dürrekatastrophe in Nordostbrasilien &#8211; wegen der bis auf wenige Prozent des ursprünglichen Bestandes geschrumpften Wälder entlang des Atlantik, aber dennoch  fortdauernder Abholzung werde die Niederschlagsmenge in den jährlichen Regenzeiten immer geringer. Entsprechende Warnungen vor Klimakatastrophen dieser Art hatte vor über hundert Jahren bereits der in ganz Brasilien, aber besonders im Nordosten verehrte Padre Cicero ausgesprochen, sogar einen Katalog von Umwelt-Geboten verkündet. Diese wurden indessen von der Bevölkerung nicht beachtet &#8211; mit den überall bis heute sichtbaren Folgen, auch für das Klima. Im letzten Jahrzehnt, unter Lula-Rousseff sowie der Umweltministerin und Sektenpredigerin Marina Silva wurde die Umweltvernichtung weiter forciert, unterblieb indessen ein rigoroses landesweites Aufforstungsprogramm.</strong></p>
<p><strong>Unterdessen haben laut Angaben von brasilianischen Wissenschaftlern Befürchtungen bestätigt, daß der forcierte Anbau von Zuckerrohr zwecks Ethanolerzeugung  zu verstärkter Abholzung in Amazonien geführt hat &#8211; durch mehr Zuckerrohranbau wurde die Rinderzucht auch nach Amazonien verdrängt, wurden dort neue Weideflächen geschaffen.</strong></p>
<p><strong>.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/03/brasiliens-teilstaat-bahia-erlebt-schlimmste-durre-der-letzten-47-jahre-laut-amtlichen-angaben-rinder-verenden-ernten-gehen-verloren/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/03/brasiliens-teilstaat-bahia-erlebt-schlimmste-durre-der-letzten-47-jahre-laut-amtlichen-angaben-rinder-verenden-ernten-gehen-verloren/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/bahiageierkuh.JPG" alt="bahiageierkuh.JPG" /></p>
<p><strong>Die Geier Brasiliens haben wegen ihrer Funktion als &#8222;Gesundheitspolizei&#8220; derzeit in den Dürregebieten überreichlich vor allem wegen Wassermangel verendete Haus-und Weidetiere als Nahrung. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/05/rio20-paulo-adario-greenpeace-leiter-fur-amazonien-erlautert-im-website-interview-die-komplexen-grunde-der-neuesten-uberschwemmungen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/05/rio20-paulo-adario-greenpeace-leiter-fur-amazonien-erlautert-im-website-interview-die-komplexen-grunde-der-neuesten-uberschwemmungen/</strong></a></p>
<h2>André Muggiati, Greenpeace-Experte in Manaus, Amazonien. Gesichter Brasiliens. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=3530" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: , , <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/amazonien/" rel="tag">Amazonien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/andre-muggiati/" rel="tag">André Muggiati</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/greenpeace/" rel="tag">Greenpeace</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/manaus/" rel="tag">Manaus</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/paulo-adario/" rel="tag">Paulo Adario</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/soja/" rel="tag">Soja</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/umweltvernichtung/" rel="tag">Umweltvernichtung</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/uno-konferenz-in-kopenhagen/" rel="tag">UNO-Konferenz in Kopenhagen</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/11/andremuggiatigreenpeace.jpg" alt="andremuggiatigreenpeace.jpg" /></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/</a></p>
<p><strong>“In den letzten Jahren wurden unter der Lula-Regierung in  Amazonien mehr als doppelt so viele Schutzgebiete wie zuvor öffentlich  deklariert. Doch dieselbe Regierung gibt keine Mittel frei, um diese  Schutzgebiete dann auch tatsächlich Realität werden zu lassen. So werden  weder Besitzfragen, Entschädigungsansprüche geklärt noch die  Schutzgebietsgrenzen markiert. So werden auch keine Schilder  aufgestellt, Zäune gezogen, damit niemand reingeht. Oft ist es daher  so:Â  Die Schutzgebiete wurden im fernen Brasilia im Büro nur auf der  Karte definiert, doch vor Ort, in Amazonien, weiß, merkt Â niemand etwas  davon. Das heißt &#8211; es steht alles nur auf dem Papier!” (Muggiati im  Website-Exklusivinterview)</strong></p>
<p><strong>Diese PR-Strategie zur ” Schutzgebiets-”Ausweisung, die auch  in Europa die gewünschten Image-Wirkungen erzielte,  fällt just in die  Amtszeit der früheren Umweltministerin Marina Silva: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/marina-silva-norwegischer-umweltpreis-dotiert-mit-100000-dollar-nichts-getan-und-doch-geehrt/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/marina-silva-norwegischer-umweltpreis-dotiert-mit-100000-dollar-nichts-getan-und-doch-geehrt/</a></strong></p>
<p><span id="more-13000"></span></p>
<p><strong>Mario Mantovani:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/greenpeace-amazonien-perverse-kooperation-zwischen-vieh-industrie-und-lula-regierung-resultiert-in-mehr-abholzung-sklavenarbeit-und-invasion-von-indanergebieten/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/greenpeace-amazonien-perverse-kooperation-zwischen-vieh-industrie-und-lula-regierung-resultiert-in-mehr-abholzung-sklavenarbeit-und-invasion-von-indanergebieten/</a></p>
<p><strong>Wegen der Brandrodungen (”Zerstörerische Flammen der  Dummheit”) ist Brasilien heute der weltweit viertgrößte Produzent  klimaschädlicher Â krebserregender Giftgase.</strong></p>
<p><strong>Seit den 80er Jahren plappern Brasiliens Mittelschicht und  Unternehmerschaft ebenso wie die Regierungen grüne PR-Sprüche aus Europa  nach, tun so, als seien ihnen Umweltthemen wichtig &#8211;   handeln indessen  bis heute genau entgegengesetzt. Man braucht sich nur die  entsprechenden Basisfakten anzusehen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/12/amazonenserin-hafengarkuche-in-manaus-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/12/amazonenserin-hafengarkuche-in-manaus-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><strong>Greenpeace &#8211; Paulo Adario:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/03/paulo-adario-manaus-greenpeace-leiter-fur-amazonien-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/03/paulo-adario-manaus-greenpeace-leiter-fur-amazonien-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lula-regierung-verkundet-vor-uno-klimakonferenz-von-kopenhagen-offiziell-verlangsamung-der-urwaldvernichtung-umwelt-ngo-nennen-wirtschaftskrise-als-hauptgrund-geschlossene-schlacht-und-kuhlhauser-s/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lula-regierung-verkundet-vor-uno-klimakonferenz-von-kopenhagen-offiziell-verlangsamung-der-urwaldvernichtung-umwelt-ngo-nennen-wirtschaftskrise-als-hauptgrund-geschlossene-schlacht-und-kuhlhauser-s/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/30/mulltrenner-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/30/mulltrenner-sao-paulo/</a></p>
<p>Hintergrund von 2005:</p>
<p><font face="Arial"><strong><font size="6">Amazoniens „Agrobanditen” ermorden Menschenrechtler, Umweltschützer, Landlosenführer</font></strong><br />
</font><font face="Arial"><font size="5">Greenpeace, WWF und  brasilianische Umweltorganisationen prangern Einknicken der Regierung an  &#8211; massive Urwaldvernichtung wird toleriert<br />
</font></font></p>
<p align="justify"><strong>Unter der Mitte-Rechts-Regierung von Staatschef Lula  geht der Terror gegen Umweltaktivisten und Menschenrechtler, die sich  der Amazonasvernichtung widersetzen, ungehindert weiter. Im Februar  wurde im Teilstaate ParÃ , von der dreifachen Größe Deutschlands, der  Landarbeiter-Gewerkschaftsführer Soares da Costa Filho ermordet, wenige  Tage zuvor die hochengagierte nordamerikanische Missionarin Dorothy  Stang. Beide hatten seit langem Morddrohungen von illegalen Holzfirmen  und Großfarmern erhalten. Die brasilianische Regierung, das vom  Sektenmitglied Marina Silva geleitete „Umweltministerium”, haben jetzt  dem Druck der Holzbranche nachgegeben und die zunächst per Dekret  gestoppte, größtenteils illegale Rodung von Urwäldern Amazoniens wieder  erlaubt. Greenpeace und WWF, aber auch die nationalen  Umweltschutzverbände verurteilen dies heftig. Sie sehen Parallelen zum  Einknicken der Lula-Regierung bei Gensoja. Dessen Anbau war zunächst zum  Schein verboten worden “ de facto ließen die zuständigen Behörden  jedoch zu, daß massiv Gensoja gepflanzt und eine Ernte von etwa zwei  Millionen Tonnen eingefahren wurde. Auf Druck des Agrobusiness gab  Staatschef Lula unter Bruch von Wahlversprechen schließlich den Anbau  frei</strong></p>
<p align="center"><strong>.</strong><strong>–Amazonasvernichtung mit Gewalt und Sklaverei”</strong></p>
<p align="justify"><strong>Urwald wird auch gerodet, um mehr Soja zu pflanzen  und in Industrieländer wie Deutschland exportieren zu können. Laut  Greenpeace-Experte Paulo Adario, der wegen Morddrohungen zeitweise unter  Polizeischutz stand, eine kugelsichere Weste trug, wird die Vernichtung  der Urwälder mit massiver Gewalt und selbst Sklaverei vorangetrieben.  Amazonien erlebte die letzten Wochen Proteste völlig neuer Art. Nicht  Landlose oder Arbeiter gingen auf die Straße, sondern Holzunternehmer  und Großgrundbesitzer. Sie blockierten mit ihren Angestellten die  wichtigsten Verkehrswege, die schiffbaren Flüsse, besetzten Gebäude  staatlicher Behörden. Die mit der Holz-und Agrarbranche liierten  Politiker, darunter konservative Kongreßabgeordnete, Gouverneure und  Bürgermeister, machten gleichzeitig in Brasilia Druck auf die Regierung,  die zuständigen Ministerien. Man wollte Regierungsdekrete zu Fall  bringen, die Wald- und Landbesitzer zwingen sollten, erstmals klipp und  klar ihre Besitzrechte nachzuweisen “ ein ganz heißes Eisen in  Amazonien. Holzunternehmen wurde solange das Roden von Urwald  untersagt.Â</strong></p>
<p><strong>Paulo Adario, Greenpeace-Koordinator in Amazonien: „Doch jetzt gab  Brasilia nach, akzeptierte Rodungsprojekte, die zu achtzig Prozent  Staatswald betreffen und damit völlig illegal sind. Daß private  Unternehmen Bäume in Urwäldern fällen, die der Allgemeinheit gehören,  ist ja schließlich verboten. Jetzt dürfen diese Firmen ein ganzes Jahr  lang weitermachen, brauchen erst später Besitzurkunden vorzulegen oder  Rodungsrechte zu beantragen. Der Druck kam von jenen  Wirtschaftssektoren, die seit jeher gewöhnt sind, Amazonien als eine Art  Niemandsland zu behandeln, ohne Recht und Gesetz.” Und sind die Wälder  erst einmal gerodet, rücken die Großgrundbesitzer nach, pflanzen Soja  und Baumwolle für den Export, legen riesige Weideflächen an. ”Seit 2003  ist Brasilien der größte Rindfleischexporteur der Welt “ wie bei Soja  auf Kosten der Amazonasurwälder. Die Regierung verhält sich schizophren,  bricht ihre Versprechen, die Umwelt zu schützen, hat nun ihre  Glaubwürdigkeit verloren, ist demoralisiert. Und die Holzbranche schafft  jetzt Fakten. Bei einem Rodungsstopp sagt sie, es fehle Holz, das dem  Land viele Devisen einbringe “ wir müssen Sägewerke schließen, Leute  entlassen &#8211; welch enormer Schaden für das ganze Land! Doch diese Firmen  arbeiten kriminell, illegal. Letztes Jahr hatten wir offensichtlich die  zweithöchste Abholzungsrate in der Geschichte Brasiliens und 2005 wird  vermutlich das gleiche passieren.”</strong></p>
<p><strong>Laut Greenpeace und den anderen Verbänden liegt die Schuld nicht  allein beim Umweltministerium, das durchaus einige positive Maßnahmen  traf, sondern bei der gesamten Regierungskoalition, zu der konservative  und rechte Kräfte gehörten. Und für diese sei nachhaltige Entwicklung,  Umweltschutz keineswegs Priorität. Adario betont interessanterweise, daß  das brasilianische Umweltministerium ebenso wie in Deutschland zu den  schwächsten Ressorts gehöre. Kein Geheimnis, daß Trittins Ministerium  nach der Pfeife von Banken und Großindustrie tanzt, die Zerstörung von  Landschaft, Natur und Artenvielfalt durch die konservative deutsche  Regierung entgegen den üblichen offiziellen PR-Sprüchen gefördert wird.  Nicht zufällig liegt Deutschland gemäß einer neuen globalen Umweltstudie  nur auf Platz 31, Großbritannien auf dem 66., Spanien auf dem 76. Rang</strong></p>
<p align="center"><strong>.</strong><strong>–„Deutschland sollte Druck auf Lula machen””</strong></p>
<p align="justify"><strong>Greenpeace-Koordinator Adario lobt indessen die Rolle  Deutschlands als Hauptfinanzier des Pilotprojekts der G-7-Staaten zum  Schutz der Amazonas-Regenwälder. ”Die deutsche Regierung beobachtet sehr  aufmerksam, was in Amazonien geschieht, überprüft derzeit die Effizienz  des Pilotprojekts. Deutsche Gelder trugen entscheidend zum Schutz  großer Waldgebiete bei. Die Demarkation der Indianergebiete geschah  hauptsächlich durch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit(GTZ).  Es gibt hier verschiedene extrem positive deutsche  Waldschutz-Investitionen. Indessen &#8211; als man das Pilotprojekt 1991/92  startete, wurden jährlich zwölftausend Quadratkilometer Urwald  vernichtet “ heute sind es 23000 Quadratkilometer, also etwa doppelt so  viel. Trotz aller Investitionen auch von deutscher Seite. Deutschland  hat als Hauptfinanzier hohes politisches Gewicht in dieser Frage, müßte  mehr Druck machen.Â</strong></p>
<p><strong>Es geht nicht nur um Druck auf das brasilianische Umweltministerium,  sondern auch auf Lula selbst, damit Schutzauflagen erfüllt werden, die  immerhin von dessen Umweltministerium selber erlassen worden sind “ in  Richtung nachhaltiger Entwicklung.” Greenpeace Brasilien rate der  deutschen Regierung, die Probleme in Amazonien nicht als Rechtfertigung  zu benutzen, um weniger zu investieren und aufzugeben, die  brasilianische Regierung zu unterstützen. „Im Gegenteil, Deutschland  sollte die Investitionen, aber auch den politischen Druck vergrößern,  damit die Lula-Regierung ihre Hausaufgaben macht.” Auch der  Amazonas-Experte vom WWF, Luis Meneses, verweist auf die unglaublich  erscheinende Tatsache, daß Holzunternehmen und Großfarmer hauptsächlich  Amazonasregionen okkupierten, die dem Staat gehören. Und dieser dort  auch noch die Rodung genehmigt.</strong></p>
<p><strong>”Wir meinen, die Urwälder sollten zum Nutzen aller Brasilianer auch  weiterhin in öffentlichem Besitz bleiben &#8211; und nicht privaten Holzfirmen  gehören, die zerstörerisch und oft illegal vorgehen. Nur 1,7 Prozent  des in Amazonien geschlagenen Holzes haben überhaupt ein  Umweltzertifikat, stammen also aus nachhaltiger Holzwirtschaft. Extrem  besorgniserregend, daß die Vernichtungsraten so stark angestiegen  sind.”Â  Laut Meneses gibt es Waldbesitzer, denen eine Fläche so groß  wie der mittelamerikanische Staat El Salvador gehört.</strong></p>
<p align="center"><strong>–Politische Morde”</strong></p>
<p align="justify"><strong>Brasiliens Bischof Tomas Balduino, Präsident der  Bodenpastoral, in der die nordamerikanische Missionarin Dorothy Stang  zugunsten von Landlosenfamilien arbeitete, hatte scharf verurteilt, daß  die Lula-Regierung nur wenige Tage vor den neuesten politischen Morden  erneut gegenüber den Holzfirmen eingeknickt war. „Dadurch sieht sich die  Holzbranche bestärkt “ der Mord an der Missionarin ist ebenfalls eine  Form des Drucks auf Brasilia, um weitere Zugeständnisse herauszuholen.”  Die allgemeine Straffreiheit stimuliere zu noch mehr kriminellen  Aktionen.</strong></p>
<p><strong>Laut Bischofskonferenz werden anders als im Falle der sehr bekannten  ausländischen Missionarin zahlreiche politische Morde dieser Art an  brasilianischen Menschenrechtlern Amazoniens gar nicht offiziell  bekanntgegeben, registriert. Gemäß Bodenpastoral sind allein im  Teilstaat ParÃ  mindestens 25 Berufskiller auf freiem Fuß, die bereits  solche Taten verübten, allein letztes Jahr elf Menschen umbrachten.  Dorothy Stang habe ganz oben auf einer Todesliste mit den Namen von  weiteren 41 Personen gestanden. Keineswegs selten würden gleich mehrere  Mitglieder der selben Familie liquidiert, verschwänden Prozeßunterlagen.</strong></p>
<p><strong>2001 reiste eine Delegation kirchlicher Menschenrechtler und  Umweltexperten Brasiliens durch Deutschland, kritisierte den deutschen  Sojaimport, wies auf Sklaverei und Urwaldzerstörung, Landkonflikte, die  Milizen der Berufskiller. Und appellierte an bürgerliche Parteien wie  Grüne, PDS oder SPD, sich gegen eine noch raschere Urwaldvernichtung zu  engagieren, Sensibilität für Brasiliens Umwelt-und  Menschenrechtsprobleme zu zeigen. Passiert ist vorhersehbar nichts  dergleichen. Die „Agrobandidos”, so ein neuer Begriff des  „Nationalforums für Agrarreform und Gerechtigkeit in den Landregionen”,  haben weiter freies Schußfeld.</strong></p>
<p><a href="http://www.freitag.de/2001/05/01050801.htm">http://www.freitag.de/2001/05/01050801.htm</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/01/amazonas-millionenstadt-manaus-in-rauchwolken-wegen-brandrodungen-lulas-klimaschutz-sinnloses-abfackeln-von-naturgas-luftvergiftung-durch-ethanol-sprit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/01/amazonas-millionenstadt-manaus-in-rauchwolken-wegen-brandrodungen-lulas-klimaschutz-sinnloses-abfackeln-von-naturgas-luftvergiftung-durch-ethanol-sprit/</a></p>
<p><strong>Hintergrund von 2002:FU-Berlin-Ehrendoktor Cardoso<br />
<em> ”Rekordhalter bei der Amazonasvernichtung”<br />
Erneut schlimmere Waldbrände als in Asien<br />
Über neunzig Prozent illegal von Farmern gelegt, Mitte-Rechts-Regierung untätig &#8211; Trittin schweigt wie immer</em></strong></p>
<p><strong><em><br />
In Johannesburg lobte Brasiliens Staatschef  Fernando Henrique Cardoso die eigene Umweltpolitik über den grünen Klee,  fiel durch exzellente PR auf, erntete viel Lob &#8211; verschwieg indessen  ein “brennendes” Thema, wurde während der Gipfel-Farce natürlich auch  von deutschen Delegierten nicht darauf angesprochen: Zuhause, vor allem  in Amazonien stand zur selben Zeit Regenwald an zehntausenden Stellen  lichterloh in Flammen. Schutzgebiete mit vom Aussterben bedrohen  Tier-und Pflanzenarten sind auch dieses Jahr wieder stark betroffen. In  Deutschlands Kommerzmedien steht gewöhnlich, die verheerenden  Urwaldfeuer seien eine direkte Folge monatelanger extremer Trockenheit.  Unsinn &#8211; die Umweltkatastrophe war auch dieses Jahr durchweg  hausgemacht. Denn die Trockenperiode zwischen Juni und September ist  völlig normal, kommt jedes Jahr. Und wird seit Jahrhunderten vor allem  von Großfarmern und Viehzüchtern genutzt, um durch größtenteils völlig  illegale Brandrodungen neues Acker-und Weideland zu gewinnen. Im Jahre  1500 wurde das heutige Brasilien entdeckt &#8211; damals fackelte man zuerst  die ausgedehnten Atlantikwälder ab, von denen heute gerade noch ganze  drei Prozent stehen. Dann war das Hinterland dran &#8211; und schließlich  Amazonien. Agrarwissenschaftler des Tropenlandes von der 24-fachen Größe  Deutschlands argumentieren seit Jahrzehnten immer eindringlicher, daß  die archaische Methode der Brandrodungen, der Queimadas, nicht nur  Natur, sondern auch die Bodenfruchtbarkeit zerstört. Die Humusschicht  ist sehr dünn, wird zudem durch die heftigen Tropen-Regenfälle rasch  abgetragen. “Bereits der erste Guß nach dem Feuer nimmt einen Großteil  der Nährstoffe mit”, betont Paulo Torres Fenner, Queimada-Fachmann aus  Sao Paulo. Nach etwa drei Jahren geben die neuen Flächen gewöhnlich  nichts mehr her, sodaß erneut Amazonaswald abgefackelt wird. Das Feuer  tötet die nützlichen Mikroorganismen des Bodens ab, ein Großteil der  Nährstoffe verwandelt sich schlichtweg in Rauch, geht in die Atmosphäre.  Wo es gebrannt hat, wird die Erde fester, weniger porös, kann nicht  mehr soviel Regenwasser aufnehmen und speichern. Und außerdem: In jeder  Brandrodungsperiode verbrennen unzählige Tiere qualvoll lebendig, wird  der Lebensraum von Arten weiter eingeschränkt, werden sogar genetische  Schäden verursacht, wie brasilianische und nordamerikanische  Wissenschaftler feststellten. Das Überleben auf nunmehr von Steppe oder  Grasland umgebenen Waldinseln fördert zudem auch die Inzucht. Ergebnis:  Bei verschiedenen Affenarten Amazoniens haben die Föten unnatürlich  große Köpfe, was bei der Geburt den Tod der Mutter bewirkt. Junge kommen  mit völlig deformiertem Gebiß zur Welt, können weder Milch saugen noch  später Nüsse aufknacken, sterben also an Unterernährung. Auf Waldinseln  begrenzte Affenpopulationen sterben gewöhnlich nach einer gewissen Frist  aus. Primatenforscher nennen den Amazonasteilstaat ParÃ  die  herausragende Problemregion &#8211; dort wird im sogenannten Carajas-Projekt  Gußeisen auch für den Export mittels Holzkohle produziert, was zum  Abholzen gewaltiger Urwaldflächen führte. ParÃ -Gouverneur Almir  Gabriel, Intimus von Staatschef Fernando Henrique Cardoso, befahl im  April 1996 in Eldorado do Carajas den Polizeieinsatz gegen Landlose, bei  dem laut offiziellen Angaben neunzehn, laut kirchlichen aber über  dreißig Menschen getötet wurden. Klimaveränderungen, Epidemien, krebserzeugender QualmWegen  der Brandrodungen ändert sich auch das Klima, treten Krankheiten wie  Malaria wieder epidemienartig auf. Denn krankheitsübertragende Insekten,  die sich zuvor vom Blut bestimmter Waldtiere ernährten, greifen nach  deren Verschwinden notgedrungen den Menschen an, verbreiten sich  erstmals stark am Rande von Großstädten und neuen Siedlungen. In  mehreren Teilstaaten kam es zu Tollwutepidemien, weil der Überträger,  eine Fledermausart, aus demselben Grunde wie Insekten erstmals massiert  Menschen attackiert. Aus all diesen Gründen nennen die Experten das  alljährliche, mutwillige Feuerlegen stupide und verantwortungslos,  Brasilien als immerhin zwölftgrößte Wirtschaftsnation habe die Mittel,  um eine adäquate, nachhaltige Nutzung des Bodens durchzusetzen, den sehr  niedrigen Bildungsstand auch der Kleinbauern und Neusiedler zu heben.  Doch Staatschef Fernando Henrique Cardoso, selbst Großgrundbesitzer, und  seiner Mitte-Rechts-Regierung fehlt dafür jeglicher politische Wille,  wie die alljährlichen Urwaldfeuer seit dem Amtsantritt von 1995 zeigen.  Bereits jetzt steht nicht nur laut Greenpeace fest, daß Cardoso,  immerhin Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, als Rekordhalter bei  der Amazonasvernichtung in die Geschichte eingehen wird. Nicht einmal  unter der Herrschaft der Diktaturgeneräle wurde soviel Regenwald  vernichtet &#8211; selbst gemäß den geschönten offiziellen Angaben jährlich  etwa 20000 Quadratkilometer. Cardoso stellte bereits Krisenpläne zur  Waldbrandbekämpfung vor, versprach der internationalen Gemeinschaft  energische Schritte gegen die illegalen Brandrodungen. Alles leeres  Geschwätz, wie auch die jetzige Trockenperiode zeigt. Mindestens neunzig  Prozent der verheerenden Feuer werden von Farmern gelegt. Satelliten  registrieren täglich einen Großteil der Brände &#8211; man kann die Zahlen im  Internet anklicken. Im Juli waren es über elftausend Feuer, im August  bereits mehr als dreimal so viel. Kurioserweise sind es jene auch von  Malaysia, Singapur und Indonesien bekannten riesigen Rauchwände, die  korrekte Satellitenfotos der Brände und damit exakte Zahlenangaben  verhindern. Regelmäßig stark betroffen ist der Teilstaat Mato Grosso do  Sul, dessen Hauptstadt Campo Grande Tag und Nacht bei Temperaturen bis  zu 44 Grad Celsius in dichten, krebserzeugenden Qualm gehüllt ist.  Ungezählte Kleinkinder, aber auch alte Leute müssen mit  Rauchvergiftungen in Hospitäler gebracht werden, auf vielen  Amazonas-Airports können während der Brandperiode Flugzeuge weder  starten noch landen. Mehrfach gab der WWF-Direktor für Brasilien, Garo  Batmanian, bereits der Cardoso-Regierung die Hauptschuld an der  Umweltkatastrophe. Alljährlich aufs Neue versprochene Gelder würden  stets garnicht freigegeben. Batmanians Kollege von Greenpeace Brasilien,  Roberto Kishinami, nennt die offiziellen Abholzungszahlen “in Teilen  unglaubwürdig, dazu unvollständig und unkorrekt”. So würden nur die  sogenannten “Clear-Cut-Regionen” erfaßt, in denen kein Baum mehr steht &#8211;  nicht aber selektive Abholzungen und Brandrodungen. Der Amazonien  fotografierende Satellit bemerke zudem nicht, wenn nur noch einige  größere Bäume stehen, darunter aber alles kahlgeschlagen oder abgebrannt  sei. Allein 1998 gingen infolge der Queimadas im Teilstaate Mato  Grosso(Großer Wald), wo das bekannte Feuchtgebiet Pantanal liegt,  immerhin über 33000 Rinder ein &#8211; wegen plötzlichen Wasser-und  Grasmangels, mehr als 3700 verbrannten sogar lebendig. Bislang  merkwürdigerweise noch kein Thema auch für die internationalen  Tierschutzorganisationen. Fachleute ermittelten die “Kosten” eines  verheerenden Amazonas-Großfeuers in dem von Yanomami-Indios bewohnten  Teilstaate Roraima: Allein dort verbrannte vor wenigen Jahren in der  Trockenperiode auf einer Fläche von 14000 Quadratkilometern Edelholz im  Marktwert von etwa einhundert Millionen Dollar. Weidefläche wurde so  gründlich zerstört, daß ein Schaden von etwa sechzig Millionen Dollar  entstand. Die Bilder von Davi Yanomami, politischer Führer des Stammes,  Träger des UNO-Umweltpreises “Global 500?, beim Kampf gegen die Flammen  gingen um die ganze Welt. “Zerstörerische Flammen der Dummheit”Queimadas  werden nicht erst seit heute von Umweltschützern und Agrarexperten als  “irrational und stupide” gebrandmarkt. Das taten sogar Vorkämpfer der  Unabhängigkeit Brasiliens wie José Bonifacio, Freund Alexander von  Humboldts, seit 1780. Das Entstehen von regelrechten Steppen und Wüsten &#8211;  siehe ParÃ  und der Nordosten &#8211; wurde ebenso vorhergesagt wie extrem  negative Klimaveränderungen, besonders fehlender Regen. Bonifacio sprach  von “zerstörerischen Flammen der Dummheit” &#8211; sie wüten bis heute.  Ausgesprochen überlebenswichtige Ratschläge von Padre Cicero, des  verehrten Wunderheilers und nordöstlichen Regionalpropheten, wurden  ebenfalls konsequent in den Wind geschlagen. Der längst verstorbene  messianische Volksprediger aus Juazeiro do Norte hatte bereits in den  Zwanzigern permanent gefordert, Wald und Buschwerk weder zu fällen noch  abzubrennen, systematisch aufzuforsten, Rinder und Ziegen nicht frei in  der Landschaft weiden zu lassen. Andernfalls werde sich die Region zum  Schaden aller in eine Wüste verwandeln. Der Padre hatte recht &#8211; doch die  Mentalidade predatoria, Zerstörungsmentalität herrscht weiter  ungebrochen &#8211; mit den bekannten sozialen Folgen.Trittin, Fischer &amp; Co. schweigen &#8211; Wirtschaftsinteressen haben VorrangIn  der vernetzten Welt von heute hätten die grünen Minister Jürgen Trittin  und Joseph Fischer reichlich Grund für Kritik an der brasilianischen  Mitte-Rechts-Regierung, da die tolerierten alljährlichen Großbrände  immerhin das Pilotprojekt der G-7-Staaten zum Schutze der  brasilianischen Regenwälder ad absurdum führen. Schließlich zerfällt da  zu Asche, was angeblich geschützt werden soll. Über 250 Millionen Dollar  öffentlicher Mittel flossen bereits nach Brasilia, Deutschland ist der  Hauptgeldgeber, rühmt sich dessen immer wieder. Als ob es dem Berliner  Ehrendoktor an Mitteln fehlte. Pro Jahr verpulvert seine  Mitte-Rechts-Regierung allein für Propaganda und Personenkult  umgerechnet etwa eine Milliarde Mark, wovon auch deutsche  Medienkonsumenten etwas haben: Selbst im hinterletzten kostenlosen  Wochenblättchen Thüringens erscheinen ganzseitige, letztlich vom  brasilianischen Steuerzahler finanzierte Anzeigen, die Brasilien sogar  als “Bioland” preisen. Der unbedarfte Leser, zum Investieren auf  brasilianischem Wachstumsmarkt eingeladen, ahnt nicht, daß dahinter  Cardosos Propagandakompanie steht &#8211; jeder Hinweis darauf fehlt.  Zitat:”Brasilien verfügt heute über einen sehr fortschrittlichen  Umweltschutz…Deutschland engagiert sich beim Umweltschutz in Brasilien  mehr als jedes andere Land durch zahlreiche Projekte der technischen  Kooperation &#8211; etwa für den Schutz der tropischen Regenwälder.” An  solchem Lob dürfte es kaum liegen, daß selbst grüne Menschenrechtler  jegliche Kritik an Cardoso bewußt unterlassen. Dabei hatte immerhin ein  internationales Tribunal, dem zahlreiche Geistliche, aber auch  UNO-Vertreter sowie Portugals Schriftsteller JosÃ¨ Saramago angehörten,  bereits 1996 den FU-Ehrendoktor, dessen Regierung sowie die Gouverneure  der Amazonas-Teilstaaten ParÃ  und Rondonia als Hauptverantwortliche der  bis heute ungesühnten Landlosenmassaker von 1995 und 1996 bezeichnet. Berliner FU-PfeifenNatürlich  lassen auch die Freie Universität Berlin und ihr Studentenverband auf  den hehren Ehrendoktor, gegen dessen Menschenrechtspolitik andere Unis  von Europa protestieren, absolut nichts kommen. Auf Trend-Anfrage hieß  es, man habe auf die Anschuldigungen gegen Cardoso nicht reagiert. Was  von Cardosos Umweltpolitik zu halten ist, erläuterte Maria Cecilia Wey  de Brito, Expertin der größten, angesehensten nationalen  Naturschutzstiftung “SOS Mata Atlantica”Â  in Sao Paulo: “Nach wie vor  domininiert die Vorstellung, daß Land nur dann etwas wert ist, wenn auf  ihm kein Wald mehr steht. Und Feuer gilt nach wie vor als die billigste  Art , den Wald zu beseitigen &#8211; trotz eventueller Strafen und Bußgelder.  Daß solche Brände in allen brasilianischen Ökosystemen gelegt werden,  ist für die Umwelt der Horror. Und nicht mal in den Nationalparks,  Naturschutzgebieten gibt es eine moderne, technisierte Brandbekämpfung &#8211;  obwohl darüber seit vielen Jahren diskutiert wird.” Also nach wie vor  Feuerklatschen und Spaten &#8211; statt Feuerlösch-LKW oder gar  Löschflugzeuge. “Was in Brasilien fehlt, ist die Anwendung der Gesetze,  nicht nur gegen Brandrodungen. Denn nicht einmal im relativ  hochentwickelten Teilstaat Sao Paulo werden die Gesetze befolgt, greift  also die Polizei ein, faßt und bestraft die Täter.”“Perverse Strukturen”Bei  Umweltdelikten werden in Brasilien meist nur Bußgelder verhängt &#8211; doch  nicht einmal fünf Prozent davon auch wirklich gezahlt. Gravierend für  die renommierte Expertin Wey de Brito &#8211; der fehlende politische  Willen:”Wenn die Regierung wirklich energischer, härter vorgehen wollte,  könnte sie das durchaus &#8211; trotz unterentwickelter Strukturen, fehlenden  Personals. Sie könnte beispielsweise die Streitkräfte einsetzen. Doch  Brasiliens Strukturen aller Ebenen sind direkt pervers, ändern sich  kaum. Beim CO2-Ausstoß stellt sich Brasilien stets sehr positiv dar, die  offiziellen Daten sind sehr gut. Doch die Wirkung der jetzigen Brände  wird viel zu wenig berücksichtigt. Denn dann müßte man die Zahlen nach  oben korrigieren.” Brasiliens Umweltbewegung betont, daß seit dem  Rio-Gipfel von 1992, in den acht Amtsjahren Cardosos sehr wenig, fast  nichts geschah. “Zwar wurden Gesetze besser, wird mehr geforscht &#8211; doch  in vielen Bereichen wird deutlich, daß es überhaupt keine Fortschritte  gab, ganz im Gegenteil. Der Umweltschutz, alle entsprechenden  Institutionen, Behörden sind noch schwach. Es bleibt bei der Politik, so  zu tun, als ob die Umweltproblematik den Alltag, das Leben der  Brasilianer nicht tangiert, nur Thema für ein ganz spezielles Publikum  ist.”“reaktionäre” Umweltpolitik der Arbeiterpartei- “Heidelberger Sinfoniker” durch Hubschrauberlärm gestreßtAuch  in Deutschland hatten drittweltbewegte Sozialromantiker erwartet, daß  unter der neuen, als progressiv gerühmten Präfektin Marta Suplicy von  der Arbeiterpartei PT in Sao Paulo der Umweltschutz, wie versprochen,  endlich rasch vorankommen würde. Schließlich wirken sich in der  drittgrößten Stadt der Welt die Luftvergiftung durch den Straßenverkehr,  Flugzeuge und Hubschrauber, außerdem der damit verbundene, stark  stressende Lärm ganz direkt auf die Gesundheit der Bewohner aus,  bewirken beispielsweise neben niedrigerer Lebenserwartung weit höhere  Infarkt-, Krebs-und Bronchitisraten als etwa in Europa, vor allem bei  der armen bis verelendeten Mehrheit &#8211; Berlin ist, verglichen mit Sao  Paulo, eher ein verträumtes, friedhofsstilles Kurstädtchen. Daß die  PT-Präfektur indessen alles beim alten läßt, seit zwei Jahren sogar  weitere einschneidende Verschlechterungen provoziert, etwa den Reichen  mitten in der Stadt einen kommerziellen Hubschrauber-Airport genehmigt,  aber Radwege &#8211; bislang nicht vorhanden &#8211; verhindert, ist auch für die  Umweltexpertin schlichtweg “reaktionär”. Wie sich PT-Umweltpolitik  auswirkt, bekamen Anfang September ausgerechnet die “Heidelberger  Sinfoniker” beim Open-Air- Konzert im Ibirapuera-Stadtpark zu spüren:  Wegen starken Lärms mehrerer Hubschrauber war der Dirigent gezwungen,  eine Haydn-Sinfonie zu unterbrechen &#8211; ein Helikopter kreiste gar im  Tiefflug über Bühne und Zuhörer. Neunzig Prozent des Konzerts, auch  Stücke von Beethoven und Verdi, waren ungenießbar. Auf Anfrage lehnte  die PT-Präfektur, die den Auftritt immerhin kräftig zur Eigenwerbung  nutzte, erwartungsgemäß jegliche Verantwortung ab. Sponsor Siemens hatte  sinnigerweise über den Köpfen der Musiker auf einem riesigen Spruchband  betont: “Wir alle, Menschen, Pflanzen und Tiere, haben das Recht auf  eine Umwelt in ökologischem Gleichgewicht”.</em></strong><br />
<em> </em><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/20/indianer-brasiliens-jagen-mit-feuer-umweltzerstorerischer-irrsinn-von-umweltschutzern-scharf-kritisiert-problem-in-europa-meist-politisch-korrekt-verschwiegen/"><em>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/04/20/indianer-brasiliens-jagen-mit-feuer-umweltzerstorerischer-irrsinn-von-umweltschutzern-scharf-kritisiert-problem-in-europa-meist-politisch-korrekt-verschwiegen/</em></a></p>
<p>Die Öko-Gebote von Padre Cicero:</p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    &#8222;Não derrube o mato, nem mesmo um só pé de pau.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Não toque fogo no roçado nem na caatinga.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Não cace mais e deixe os bichos viverem.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Não crie o boi nem o bode soltos; faça cercados e deixe o pasto descansar para se refazer.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Não plante em serra acima, nem faça roçado em ladeira muito em pé: deixe o mato protegendo a terra para que a água não a arraste e não se perca a sua riqueza.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Faça uma cisterna no oitão de sua casa para guardar água da chuva.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Represe os riachos de cem em cem metros, ainda que seja com pedra solta.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Plante cada dia pelo menos um pé de algaroba, de caju, de sabiá ou outra árvore qualquer, até que o sertão todo seja uma mata só.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Aprenda a tirar proveito das plantas da caatinga, como a maniçoba,a favela e a jurema; elas podem ajudar a você a conviver com a seca.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Se o sertanejo obedecer a estes preceitos, a seca vai aos poucos se acabando, o gado melhorando e o povo ter sempre o que comer.</font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">    Mas, se não obedecer, dentro de pouco tempo o sertão todo vai virar um deserto só.&#8220; </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><font face="Calibri">Padre Cícero (1844-1934)</font></p>
<p><strong>“Notstand am Amazonas”:</strong> <strong> <a href="http://wissen.dradio.de/brandrodung-notstand-am-amazonas.37.de.html?dram:article_id=5577&amp;sid=">http://wissen.dradio.de/brandrodung-notstand-am-amazonas.37.de.html?dram:article_id=5577&amp;sid=</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1247712/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1247712/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1375344/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1480331/</strong></a></p>
<p><font face="Times New Roman">  </font></p>
<p><em> </em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/04/brasilien-und-rio20-uberschwemmungen-in-amazonien-und-schlimmste-durre-seit-50-jahren-im-nordosten-derzeitige-hausgemachte-umweltkatastrophen-zeigen-die-resultate-der-umweltpolitik-unter-lula-rous/feed/</wfw:commentRss>
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