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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasiliens Bahia-Polizeistreik</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Brasilien: Streikende Polizisten verlassen besetztes Bahia-Parlament, Streikführer verhaftet. Lula und die starke Anhebung der Polizeigehälter in Brasilia. Brasilien mit weltweit höchster Mordzahl &#8211; die Sicherheitspolitik der Regierung Rousseff.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/09/brasilien-streikende-polizisten-verlassen-besetztes-bahia-parlament-streikfuhrer-verhaftet/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 11:22:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Bahia-Polizeistreik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechtslage in Brasilien]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1046181-lider-de-grevistas-e-preso-apos-desocupacao-da-assembleia-na-ba.shtml Die Regierungstruppen hatten zuvor keinerlei Trinkwasser und Nahrungsmittel mehr zu den Streikenden durchgelassen &#8211; in Bahia herrscht Tropenhitze. Auf dem berühmten Pelourinho von Salvador da Bahia patroullieren nach wie vor Regierungssoldaten mit Sturmgewehren im Anschlag. Dennoch kommt es laut Landesmedien weiterhin in Salvador da Bahia zu Raubüberfällen von Banditenhorden, flüchten die Menschen deshalb in [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1046181-lider-de-grevistas-e-preso-apos-desocupacao-da-assembleia-na-ba.shtml"><strong>http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1046181-lider-de-grevistas-e-preso-apos-desocupacao-da-assembleia-na-ba.shtml</strong></a></p>
<p><strong>Die Regierungstruppen hatten zuvor keinerlei Trinkwasser und Nahrungsmittel mehr zu den Streikenden durchgelassen &#8211; in Bahia herrscht Tropenhitze. Auf dem berühmten Pelourinho von Salvador da Bahia patroullieren nach wie vor Regierungssoldaten mit Sturmgewehren im Anschlag. Dennoch kommt es laut Landesmedien weiterhin in Salvador da Bahia zu Raubüberfällen von Banditenhorden, flüchten die Menschen deshalb in Panik, trauen sich die meisten weiterhin nicht auf die Straße.  Die wichtigsten Tageszeitungen von Salvador da Bahia berichten wegen des befürchteten Image-und Touristenverlusts nur sehr spärlich und zurückhaltend über die tatsächliche Lage in Bahia, sind offenbar regierungstreu. </strong></p>
<p><strong>Exportschlager Tränengas:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/10/brasiliens-besonders-tuckisches-tranengas-condor-seit-monaten-gegen-oppositionelle-in-bahrein-eingesetzt-laut-folha-de-sao-paulo-schaumerzeugend-erstickend-mindestens-ein-kind-umgekommen-hies/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/10/brasiliens-besonders-tuckisches-tranengas-condor-seit-monaten-gegen-oppositionelle-in-bahrein-eingesetzt-laut-folha-de-sao-paulo-schaumerzeugend-erstickend-mindestens-ein-kind-umgekommen-hies/</a></strong></p>
<p><strong>Der Anteil des Landestourismus am brasilianischen Bruttosozialprodukt ist nach wie vor sehr gering, liegt bei etwa 3 Prozent &#8211; in Spanien dagegen bei 10 Prozent.  </strong></p>
<p><strong>&#8222;Na Bahia, Exercito corta luz, agua e comida de grevistas&#8220; &#8211; Aufmacherschlagzeile von O Globo, Rio de Janeiro</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-gigantischer-mensalao-korruptionsskandal-aus-der-lula-ara-prozes-gegen-36-angeklagte-voraussichtlich-ab-april-2012/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-gigantischer-mensalao-korruptionsskandal-aus-der-lula-ara-prozes-gegen-36-angeklagte-voraussichtlich-ab-april-2012/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Qualitätsmedien erinnern daran, daß Lula 2009 gemeinsam mit rund 7000 Militärpolizisten  in einer Sporthalle von Brasilia eine durchgesetzte Lohnerhöhung für die Polizisten der Hauptstadt von 68,4 Prozent gefeiert hatte. Lula hatte dabei konstatiert, daß angesichts dieser erheblichen Lohnsteigerung  nun auch die Polizisten aller Teilstaaten entsprechende Anhebungen fordern würden. Die Annahme eines entsprechenden Gesetzesvorschlags namens PEC 300, heißt es, wird von  Staatschefin Rousseff verhindert. Der Präsident des Abgeordnetenhauses in Brasilia, Marco Maia von Lulas Arbeiterpartei PT, lasse eine Abstimmung mit dem Argument nicht zu, daß es für eine Anhebung der Polizeigehälter keine Haushaltsmittel gebe. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/08/bahia-polizeistreik-schon-135-morde-in-salvador-da-bahia-amtlich-registriert/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/08/bahia-polizeistreik-schon-135-morde-in-salvador-da-bahia-amtlich-registriert/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><strong>In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/traficanteglobompi.JPG" alt="traficanteglobompi.JPG" /></p>
<p><strong>Junger Bandit mit Maschinengewehr auf Patrouille in Rio de Janeiro.</strong> <strong>Die Besonderheiten der Spezialdemokratie Brasiliens. Ausriß.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/01/rio-de-janeiro-neue-proteste-gegen-gewaltkultur-in-der-wm-und-olympiastadt-92-prozent-der-morde-straffrei/</strong></a></p>
<h2>Brasilien &#8211; weiter Land mit weltweit höchster  Mord-Zahl, stellen Landesmedien zum Jahresende 2011 heraus.  Regierungsprojekt für Mord-Reduzierung gestoppt, hieß es. Lynchen  offenbar häufiger. Folter, Regierungskorruption und Mensalao. “Rasche  Zunahme der Slum-Bewohner”. Aufwendige Image-Produktion und unbequeme  Realität. Deutsch-brasilianisches Jahr von 2013 bis 2014. “Gemeinsame  Werte.” ThyssenKrupp, Atomkraftausbau. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11961" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-12349"></span></p>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/morde-in-brasilien/" rel="tag">Morde in Brasilien</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong> http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><strong>In Brasilien werden täglich laut offiziellen Angaben durchschnittlich 137 Morde verübt, die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein.</strong> <strong>“Pais registra um Carandiru por dia.”</strong></p>
<p><strong>In der INSI-Rangliste der für Journalisten gefährlichsten Länder der Welt steht Brasilien 2012 auf Platz 8.</strong></p>
<p><a href="http://oglobo.globo.com/pais/governo-engaveta-projeto-de-reducao-de-assassinatos-3536649"><strong>http://oglobo.globo.com/pais/governo-engaveta-projeto-de-reducao-de-assassinatos-3536649</strong></a></p>
<p><strong>“Governo suspende plano para reduzir homicidios.”(O Globo)</strong></p>
<p><strong>“O  governo suspendeu, por tempo indeterminado, a elaboração  de um plano de  articulação nacional para a redução de homicídios, um  dos pilares da política de  segurança pública anunciada pelo ministro da  Justiça, José Eduardo Cardozo, no  início do ano. A decisão surpreendeu  e irritou integrantes do Conselho Nacional  de Segurança Pública  (Conasp), que acompanham a escalada da violência no  país.”( O Globo)</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><strong>Beinahe täglich weisen die Landesmedien nach, daß die  offiziellen Mordzahlen zu niedrig angesetzt, nicht korrekt sind. Wer  heute mit offenen Augen durch Brasilien reist, bemerkt beinahe überall  die Anzeichen der Gewaltkultur. Bedenklich, wenn selbst in den  ermüdenden Bahia-Staus Autofahrer ganz offen vorm Wiedereinsteigen in  den Wagen die Revolver im Hosenbund wieder in die beste, griffbereite  Position rücken, um für mögliche bewaffnete Attacken von Autoräubern  gerüstet zu sein.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/13/brasiliens-mordrate-uber-35000-erschossen-2010-laut-vorlaufigen-offiziellen-angaben/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/13/brasiliens-mordrate-uber-35000-erschossen-2010-laut-vorlaufigen-offiziellen-angaben/</strong></a></p>
<p><strong>Von Slumperipherien wie in Fortaleza wird zum Jahresende  bekannt, daß dort Lynchen auffällig häufiger wird. Schon der Verdacht,  ein Fahrrad gestohlen zu haben, reiche aus, um von einer Gruppe oder  Menschenmenge totgeschlagen zu werden, betonten Slumbewohner gegenüber  dieser Website. Im Action-TV von Fortaleza, so Stadtbewohner, werden  Lynchaktionen inzwischen sogar live übertragen, begeistern sich  Zuschauer an Sadismus und Brutalität der Mordpraxis. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><strong>“Der Linksruck in Lateinamerika in den vergangenen  Jahren weckt Hoffnungen.” Rosa-Luxemburg-Stiftung </strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/lynchjustizistoe.JPG" alt="lynchjustizistoe.JPG" /></p>
<p><strong>Lynchjustiz in Rio de Janeiro &#8211; Ausriß &#8211; Nachrichtenmagazin “Isto é “.</strong><strong> Das Opfer wird lebendig verbrannt. “Isto é interviewt die Lyncherin, die Holz aufschichtete und das Feuer entzündete, schürte</strong>.” <strong>Wie das Foto zeigt, sind brasilianischen Kindern und Jugendlichen derartige Situationen geläufig &#8211; die Fotos davon ohnehin.</strong></p>
<h2>Bye-bye Brasil: Ausländer verlassen zunehmend  Sao Paulo und Rio de  Janeiro, laut offizieller Statistik.   Auswanderungsland Brasilien. Rios  Imagekampagnen. Rapper Criolo: ” A  situacao do Brasil nao melhorou.” <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11888" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><strong>Thema Korruption:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-gigantischer-mensalao-korruptionsskandal-aus-der-lula-ara-prozes-gegen-36-angeklagte-voraussichtlich-ab-april-2012/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-gigantischer-mensalao-korruptionsskandal-aus-der-lula-ara-prozes-gegen-36-angeklagte-voraussichtlich-ab-april-2012/</strong></a></p>
<p><strong>Folter:</strong> <strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/auswanderungsland-brasilien/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong>Wie es hieß, ging in Sao Paulo seit 1991 die Zahl  der  Ausländer von 337400 auf 206600 zurück(minus 63,3 Prozent), in Rio  de  Janeiro lag der Rückgang sogar bei 79,50 Prozent. Laut Regierungs-und   Mainstream-Propaganda handelt es sich indessen gerade bei Rio de   Janeiro um eine wunderbare, gerade für Ausländer hochattraktive Stadt.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/29575-pas-deutsche-leben-in-brasilien-89000-brasilianer-laut-schatzungen-des-brasilianischen-ausenministeriums-in-deutschland-melden-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/29575-pas-deutsche-leben-in-brasilien-89000-brasilianer-laut-schatzungen-des-brasilianischen-ausenministeriums-in-deutschland-melden-landesmedien/</strong></a></p>
<p><strong>Auf ganz Brasilien berechnet, lag der Rückgang insgesamt bei 40 Prozent.</strong></p>
<p><strong>Rio-Imagekampagnen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/brasiliens-imagekampagnenfavela-mangueira-ist-viel-besser-als-new-york-rios-burgermeister-eduardo-paes-in-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/brasiliens-imagekampagnenfavela-mangueira-ist-viel-besser-als-new-york-rios-burgermeister-eduardo-paes-in-landesmedien/</strong></a></p>
<h2>              <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/04/rio-de-janeiro-glucklichste-stadt-der-welt-laut-forbes-weltumfrage-setzt-sidney-auf-2-platz-gefolgt-von-barcelona-und-amsterdam/" rel="bookmark">Rio    de Janeiro glücklichste Stadt der Welt &#8211; laut “Forbes”. Weltumfrage    setzt Sydney auf 2. Platz, gefolgt von Barcelona und Amsterdam. “The    Worlds´s Happiest Cities”.</a></h2>
<p><strong>“Brasilien wird mit gutem Humor,  gutem Leben sowie  mit   Karneval  assoziiert”, schreibt Forbes. Der Karneval sei dabei sehr    wichtig &#8211; es sei jenes klassische Bild,  das die Leute von Rio hätten,    ein Image der Glückseligkeit, heißt es weiter. Rio sei ein Ort, wo    jedermann gerne hinmöchte. Rios Bürgermeister Eduardo Paes sagte    dazu:”Die Welt entdeckt, was wir längst wissen: Rio ist der beste Platz    zum Leben und Arbeiten.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/12/rio-de-janeiros-burgermeister-beklagt-das-bewohner-die-stadt-zu-sehr-verdrecken-porcas-porcaria-sujeira/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/12/rio-de-janeiros-burgermeister-beklagt-das-bewohner-die-stadt-zu-sehr-verdrecken-porcas-porcaria-sujeira/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/24/schweine-rio-de-janeiros-burgermeister-eduardo-paes-uber-die-strand-verdrecker-stadt-mentalitat-paes-reclama-que-morador-do-rio-suja-demais-a-cidadeo-globo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/24/schweine-rio-de-janeiros-burgermeister-eduardo-paes-uber-die-strand-verdrecker-stadt-mentalitat-paes-reclama-que-morador-do-rio-suja-demais-a-cidadeo-globo/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/04/rio-las-dich-umarmen-gilberto-gil/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/04/rio-las-dich-umarmen-gilberto-gil/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/24/brasilien-wurde-unter-lula-rousseff-zum-auswanderungsland-bye-bye-brasil-sergio-costa-soziologie-professor-an-der-fu-berlin-bestatigt-die-entwicklung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirokarriere-killer-milliardengrab-handelsblatt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/05/thyssenkrupp-in-rio-de-janeirokarriere-killer-milliardengrab-handelsblatt/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Mordrate: Über 35000 erschossen  2010 laut vorläufigen   offiziellen Angaben. 814 Morde 2010 in  Deutschland, laut   Bundeskriminalamt. Todesschwadronen, Folter, deutscher  Gefangenenpastor   Wolfgang Lauer. ThyssenKrupp in Rio de Janeiro. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11861" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/pastor-wolfgang-lauer/" rel="tag"> </a></p>
<p><strong> Kardinal Raymundo Damasceno Assis, Präsident der    brasilianischen Bischofskonferenz CNBB, zitierte zu Weihnachten 2011    offizielle Angaben, denen zufolge die die Gesamtzahl der Morde 2010 bei    fast 50000 gelegen habe. Assis wies auf die vielfältigen Ursachen und    kritisierte entsprechende Versäumnisse der Regierungspolitik:”Pazé dom  e   obra a ser construida.”</strong></p>
<p><strong>Laut Landesmedien hat die Gewaltzunahme in Brasilien in den    letzten 30 Jahren zu rund 1,1 Millionen  Toten geführt.  Dies sei weit    mehr als im 53 Jahre währenden Streit zwischen Israel und den    Palästinensern, mit rund 125000 getöteten Zivilisten &#8211;  im  24 Jahre    währenden Guatemala-Bürgerkrieg mit etwa 400000 Toten &#8211; in neun Jahren    Irakkrieg mit etwa 110000 Toten. in 67 brasilianischen Städten liege  die   Mordrate über Irakkrieg-Niveau, hieß es.  </strong></p>
<p><strong>Gemäß den brasilianischen Expertenanalysen dürfte die    “Barbarei” weiter zunehmen, falls die Regierung nicht effizient    eingreife. Das Land erleide zumindest seit dem Beginn der 80er Jahre    eine ernste Krise der öffentlichen Sicherheit. </strong></p>
<p><strong>Angesichts der Gewaltresultate erhält die brasilianische    Regierung aus Europa sehr viel Lob für ihren Kurs. Brasiliens    Schriftsteller Joao Ubaldo Ribeiro schrieb 2011 in Bezug auf die    Gewaltsituation in einer seiner Pressekolumnen, daß er über    Verbrechens-Auswüchse, aber auch absurde Fälle von Straflosigkeit seinen    ausländischen Freunden nichts erzähle, weil sie derartiges nicht    glaubten.  </strong></p>
<p><strong>Der von Deutschstämmigen geprägte südbrasilianische Teilstaat    Santa Catarina hat gemäß den Medienangaben die geringste Mordrate im    Land</strong>. <strong>DieStadt Simoes Filho in dem von einem  Gouverneur   aus Lulas Arbeiterpartei regierten Teilstaat Bahia hat  Brasiliens   höchste Mordrate.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/25/92-prozent-der-morde-in-rio-de-janeiro-bleiben-straffrei-laut-neuer-studie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/25/92-prozent-der-morde-in-rio-de-janeiro-bleiben-straffrei-laut-neuer-studie/</strong></a></p>
<p><strong>Brasilien hat rund 190 Millionen Bewohner.  </strong><strong>Im Jahr 2010 gab es in Deutschland, mit rund 82 Millionen Bewohnern,  814 Mordopfer, laut Bundeskriminalamt.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/brasiliens-nutzlose-offizielle-statistiken-landesmedien-kritisieren-geheimhaltung-von-verbrechensdaten-fehlen-vertrauenswurdiger-informationen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/brasiliens-nutzlose-offizielle-statistiken-landesmedien-kritisieren-geheimhaltung-von-verbrechensdaten-fehlen-vertrauenswurdiger-informationen/</strong></a></p>
<p><strong>In Brasilien wird ein beträchtlicher Teil der Morde mit Messern verübt &#8211; a</strong><strong>ngesichts der Gewaltsituation ist das Medieninteresse entsprechend groß &#8211; Fotoserie:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>2010 war das Jahr des Präsidentschaftswahlkampfes von Dilma    Rousseff &#8211; die Gewaltproblematik spielte indessen nur eine sehr    untergeordnete Rolle &#8211; wie in vorangegangenen Wahlkämpfen.</strong></p>
<p><strong>Folter:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-ungesuhntes-carandiru-massaker-von-1992-angeklagter-polizeioffizier-wird-chef-der-gefurchteten-polizei-sondereinheit-rota/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/23/brasiliens-ungesuhntes-carandiru-massaker-von-1992-angeklagter-polizeioffizier-wird-chef-der-gefurchteten-polizei-sondereinheit-rota/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/09/zeitungsfotomatancatrio.jpg" alt="zeitungsfotomatancatrio.jpg" /></p>
<p>Zeitungsausriß.</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/</strong></a></p>
<p><strong>Angesichts dieser Situation ist das Lob aus neoliberalen Staaten wie Deutschland entsprechend stark.</strong></p>
<h2>”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es          selbst.” Deutschsprachige Tourismuspropaganda. Was in          Kommerz-Reiseführern fehlt…</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/20/feel-brazil-go-bayao-deutsche-getrankefirma-veltins-wirbt-mit-brasilianischem-lebensstil-trotz-der-menschenrechts-und-sozialdaten-brasiliens/</strong></a></p>
<p><strong>ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/12/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-rede-von-ekkehard-schulz-inzwischen-auch-aus-dem-aufsichtsrat-befordert-bei-der-einweihung-des-stahlwerks-im-mangrovensumpf/</strong></a></p>
<p><strong>Gefangenenseelsorge, Pastor Wolfgang Lauer:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-drei-finnen-zwei-frauen-ein-mann-im-nordostteilstaat-paraiba-erschossen/#more-11743"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/04/brasilien-drei-finnen-zwei-frauen-ein-mann-im-nordostteilstaat-paraiba-erschossen/#more-11743</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/07/brasiliens-boom-und-die-slumhutten/</strong></a></p>
<h2>Jesus Christus in Mariana, Minas Gerais(Brasilien). <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=9507" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus3.JPG" alt="marianachristus3.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/26/osterprozession-2011-in-ouro-preto-gesichter-brasiliens/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus5.JPG" alt="marianachristus5.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/31/ostern-christus-in-mariana-ouro-preto/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/marianachristus7.JPG" alt="marianachristus7.JPG" /></p>
<p><strong>Bischof Cristiano Krapf, Jequie, Bahia:</strong></p>
<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=587" title="Permanent Link to Dia da Cidade">Dia da Cidade</a></p>
<p>outubro 26th, 2011</p>
<p>Mais Perguntas e Palpites do MC que vive no presente e pensa no futuro</p>
<p>Economia e política, dinheiro e juros, para muitos nada têm a ver com    religião. Para o MC, tais assuntos não são coisas alheias à fé, nem    fora dos mandamentos de Deus.</p>
<p>No livro do êxodo temos uma proibição que parece sem sentido para o    mundo atual dominado pelo dinheiro do capitalismo.  Até na China.</p>
<p>O texto fala da proibição de juros como ensinamento de Deus. Se    emprestares dinheiro a alguém do meu povo que precisa, não sejas    usurário que cobra juros. Ezequiel diz coisa parecida: O homem justo não    empresta com usura, não cobra juros.</p>
<p>Alguém dirá que tais textos são coisa do Antigo Testamento,    proibições que foram abolidas pelo Evangelho de Jesus que nem tomava    posição na querela sobre os impostos que o povo judeu devia pagar ao    império de Roma.</p>
<p>No entanto, a Igreja também proibia juros durante 15 séculos, e os    primeiros protestantes também, por mais tempo nas igrejas reformadas de    Calvino. Com isso, o negócio dos juros e dos bancos ficou para judeus,    que só não cobravam juros dos seus irmãos. Ficavam ricos e  despertavam a   inveja dos outros, até o extremo do nazismo que  perseguia os judeus   para ficar com o dinheiro deles.</p>
<p>Jesus deixou claro outro princípio: Não podeis servir a dois    senhores, a Deus e ao dinheiro. É preciso escolher, colocar o Senhor em    primeiro lugar, e amar aos outros mais que ao dinheiro. Acontece que o    mundo mudou, e o capitalismo chegou.</p>
<p>O dinheiro vai ocupando cada vez mais o centro dos interesses da    sociedade e das pessoas, da política e até da religião, se não tivermos    cuidado.</p>
<p>Do capitalismo temos o pior no Brasil: Dinheiro dá poder. O poder dá    dinheiro.  O dinheiro produz dinheiro para quem tem dinheiro, por meio    dos juros mais altos do mundo, em vez de produzir serviços melhores   para  todos e criar mais empregos por meio de investimentos produtivos.</p>
<p>Juros exagerados paralisam o desenvolvimento do país e fazem crescer a    dívida pública interna. Até Governos “da esquerda” continuam  colocando   em primeiro lugar os interesses do capital financeiro.</p>
<p>A combinação dos maiores juros do mundo com a valorização do Real fez    do Brasil o lugar mais atraente para o capital financeiro mundial. Em    poucos anos, investidores estrangeiros tiveram lucros acima de cem  por   cento para seus dólares. Adivinhe quem os pagou. Alguém sabe qual é  o   tamanho do pedaço do Brasil alienado aos estrangeiros no tempo do  Real?   (terras, escolas, hotéis, empresas, bancos, ações)</p>
<p>Teorias econômicas seguem os ventos dos acontecimentos que pretendem    explicar. A mais complicada dessas teorias apareceu agora, com o nome   de  SAMBA. Ganhou até um prêmio Nobel. Parece mesmo um samba de doido,    feita para não ser entendida por ninguém que não seja do ramo. Muitos    economistas, porém, continuam adeptos de teorias variadas. Por isso, o    MC prefere fazer a sua também.</p>
<p>A realidade não é tão complicada como eles dizem. Não é tão difícil    entender que juros favorecem a quem os recebe, e prejudicam a quem deve    pagar. Quanto aos juros sobre a dívida pública interna, quem paga é o    Governo que deixa de investir em infraestrutura e serviços públicos, e    transfere aos ricos vinte bilhões por mês. Pelo programa Bolsa  Família   transfere aos pobres vinte bilhões por ano.</p>
<p>Os donos do capital recebem muito mais ainda em juros sobre compras    fiadas e empréstimos, coisas que a propaganda do dinheiro recomenda ao    povo fazer.</p>
<p>Para o MC, observador atento da economia brasileira, já ultrapassada    até pela China “comunista”, o Banco Central deve dar continuidade à    redução dos juros iniciada em Agosto. Espera que não se deixe intimidar    por argumentos contrários fabricados por economistas a serviço do    capital financeiro com o pretexto de combater a inflação. Numa    democracia, o comando da política econômica deve ser do Governo, e não    de economistas de bancos que são parte interessada nos juros.</p>
<p>A necessidade de controlar a inflação serve de pretexto para manter    os juros nas alturas. Se a inflação é causada pelo desequilíbrio entre    procura e oferta, existem dois caminhos para segurar a inflação: o    caminho do freio que passa pela diminuição do consumo, e o caminho do    desenvolvimento que passa pelo aumento da produção.</p>
<p>O freio é mais eficiente no começo, mas atrapalha o crescimento e faz    a inflação voltar depois com força maior. O caminho de aceleração do    crescimento é menos eficiente num primeiro momento, mas conduz a um    desenvolvimento maior, com a inflação recuando depois.</p>
<p>Oferecendo dinheiro e outros favores, o Governo contribui para    melhorar um pouco a situação dos mais pobres.       De quebra, ganha    milhões de votos e faz a inflação subir, fazendo aumentar o consumo sem    aumentar a produção.   Dar dinheiro a quem não trabalha é tirar   dinheiro  de quem trabalha. È urgente passar a substituir medidas   paternalistas  de esmolas por medidas que criem empregos produtivos e   ofereçam aos  pobres a possibilidade de melhorar de vida com seu próprio   esforço.</p>
<p>Nossos economistas apresentam a inflação como bicho papão que procura    devorar os recursos dos pobres. Na realidade, o prejuízo maior da    desvalorização do dinheiro é dos donos do dinheiro. Para garantir seus    lucros procuram manter os juros sempre distantes da inflação. Até agora    conseguiram juros reais acima de 6% ao mês, ainda os maiores do  mundo.</p>
<p>Os donos do dinheiro tiveram prejuízo com a desvalorização do real.    Por isso querem segurar o valor ainda irreal do Real com o velho    pretexto de segurar a inflação, mesmo sabendo que a desvalorização do    Real fortalece a economia brasileira. O dólar mais caro faz subir alguns    preços, especialmente de produtos importados e viagens ao exterior,   mas  é muito melhor que medidas protecionistas contra importações.</p>
<p>Para o MC, a inflação não é o pior inimigo da economia do povo. O    primeiro passo elementar para penetrar nos segredos da ciência econômica    é entender que o dinheiro é mercadoria sujeita às mesmas leis de    mercado de outras mercadorias.</p>
<p>A depender do ponto de vista, a inflação pode ser vista como    diminuição do valor do Real em relação às outras mercadorias e outras    moedas, ou como valorização das outras mercadorias em relação ao Real.    Toda inflação tem aspectos positivos.</p>
<p>Num primeiro momento, o aumento de preço de qualquer produto faz    subir a inflação geral. Mas o aumento de preços de certas coisas é bom    para o país. Um dólar mais caro “prejudica” apenas os mais ricos e os    faz exportar menos dinheiro com importações de artigos de luxo e  viagens   ao exterior.</p>
<p>O preço maior de alguns produtos exportados (minérios, óleo de soja,    açúcar, café, etc.) não pesa muito no bolso do povo e é importante  para  a  economia do país. Preços altos de outros produtos pesam mais,  mas  podem  tornar-se muito importantes para a preservação da natureza e  dos   recursos naturais: Combustíveis e carros, energia elétrica e  artigos   desnecessários para uma vida digna. Mesmo sem levar em conta  que os   recursos naturais estão a caminho do esgotamento, tente  imaginar como   será a vida nas cidades, se a produção de carros crescer  por muito   tempo no mesmo ritmo que cresce agora.</p>
<p>A China sozinha, se continuasse a crescer no ritmo atual nas próximas    décadas, iria consumir mais recursos naturais que a humanidade  inteira   hoje. Não será possível. Os outros querem crescer também, no  mesmo   planeta.</p>
<p>No século passado, a esquerda insistia na necessidade de repartir o    bolo, e a direita dizia que o bolo precisava primeiro crescer. Então    ainda se podia dizer que a gastança dos ricos favorecia os pobres com    mais empregos. Agora, todos precisam perceber que o crescimento tem    limites. Mais, todos precisam aprender a viver de acordo com essa    realidade. Num planeta de recursos limitados, o padrão de vida dos mais    pobres só pode melhorar na medida da diminuição do luxo dos mais  ricos.</p>
<p>Está chegando a hora de levar a sério os problema do aquecimento    global e dos limites dos recursos naturais, com a necessidade de todos    adotarem um estilo de vida mais modesto. O preço maior de coisas    desnecessárias pode conseguir mudanças de atitude que bons conselhos não    conseguem. Alternativas possíveis: Uma terceira e  última guerra    mundial, ou desastres naturais de proporções globais.</p>
<p>A meta de um crescimento sem limites já não é questionado apenas por    economistas preocupados com a inflação.        A nova meta è um    crescimento sustentável.</p>
<p>O MC dá palpites como cidadão atento aos acontecimentos e aos    argumentos. Está preocupado com a situação no Brasil e no mundo, na    política e na Igreja.</p>
<p>Os problemas não se resolvem com gritarias contra capitalismos e    contra neoliberalismos, contra agronegócios e contra projetos do    Governo. Para onde vai levar certa radicalização no campo apoiada por    setores da Igreja, coisa parecida com o tempo das ligas camponesas antes    da revolução dos militares?</p>
<p>Revoluções derrubam governos e aceleram mudanças, mas às vezes para    pior. Atrasam a construção democrática de um país melhor num mundo    melhor. Só com cidadãos melhores teremos melhoras maiores.</p>
<p>Na Igreja, muitos clamam por mais democracia. Na realidade, as    democracias, inspiradas em idéias de filósofos gregos, surgiram por    influência do cristianismo, nos países com maioria de cristãos, a partir    dos ideais do evangelho de fraternidade.</p>
<p>Mesmo assim, a Igreja não pode ser uma democracia onde tudo é    resolvido pelo voto da maioria. Dioceses e paróquias também não podem    ser inteiramente democráticas. A igreja tem muita coisa boa a conservar e    precisa continuar para sempre a missão que recebeu de Jesus.</p>
<p>No município estamos caminhando para dias agitados de um ano de    eleições. Vereadores e candidatos querem aumentar as possibilidades de    serem eleitos com o aumento do número de vereadores. Para o MC, que não    quer ser cabo eleitoral de ninguém, o importante não é a quantidade,   mas  a qualidade: Que todos que forem eleitos se ponham a serviço da    construção de uma comunidade melhor para todos.</p>
<p>A política é a nobre arte de cuidar do bem comum, de colocar os    interesses da comunidade acima de vantagens pessoais. O mandamento do    amor ao próximo serve para todos, crentes e descrentes. O outro    mandamento-chave,   de amar a Deus acima de tudo, talvez não diga nada    para ateus. Mesmo assim, será que existe alguém que não consegue ver  que   o mundo seria bem melhor se todos procurassem seguir os  ensinamentos  de  Jesus?</p>
<p>Por que será que candidatos católicos atuantes não têm apoio político    maior dos companheiros na caminhada da fé que os conhecem? Será que é    por isso mesmo, por conhecer também suas limitações e seus defeitos?    Preferem candidatos que só conhecem pela propaganda eleitoreira das  suas   qualidades e das suas promessas?    Um bom católico deve ser um  bom   cidadão, um bom político.</p>
<p>Não pergunte o que a cidade pode fazer por você! Procure descobrir e    fazer o que você pode fazer pela cidade! (Lembrando um apelo de John    Kennedy</p>
<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=350" title="Permanent Link to Um caso de multiplicação de dinheiro">Um caso de multiplicação de dinheiro</a></p>
<p>março 20th, 2010</p>
<p>Um brasileiro ganha cinco milhões de salários mínimos</p>
<p>Não acredita? Pode conferir. Temos um novo recordista mundial. Nunca    neste mundo alguém ganhou tanto dinheiro em tão pouco tempo. Em nenhum    lugar os bancos estão lucrando tanto como no Brasil.</p>
<p>Segundo a revista Forbes deste mês, um brasileiro está em oitavo    lugar na lista dos homens mais ricos do mundo. Ganhou 19,5 bilhões de    dólares em doze meses, aumentando seu dinheiro de 7,5 para 27 bilhões.     Acho que vai ficar no quarto lugar no ano que vem. Teve um lucro de   1625  milhões de dólares por mês.</p>
<p>São quase 3 bilhões de reais por mês, mais que 5 milhões de salários    mínimos. O programa fome zero recebe metade disso para 10 milhões de    famílias. Convido o leitor interessado em números a comparar o lucro    desse homem com os investimentos públicos nos diversos setores da    economia.</p>
<p>Acredito que Eike Batista seja um cidadão honesto, nem corrupto nem    ladrão comum. Um brasileiro que investe no país. Sabe tirar proveito de    leis e políticas econômicas que priorizam o lucro dos donos do   dinheiro.  Políticos e economistas com o poder e as chaves do cofre na   mão prendem  o dinheiro. Não querem deixar muito dinheiro em circulação,   para poder  alugá-lo com o máximo de juros que a sociedade possa   tolerar e aguentar.  Uma sociedade amedrontada por eles com o espantalho   da inflação.</p>
<p>Agora mesmo o Governo quer cortar mais 21 bi de um orçamento já    apertado, para garantir os juros que continua pagando aos ricos do país e    de fora pela dívida pública interna.</p>
<p>Será que um crescimento de 8% com inflação de 6% não vale mais que um    crescimento de 4% com inflação de 4%? Por que não pisar no acelerador    de metas de crescimento, em vez de pisar no freio de metas de  inflação?   Por que não apoiar mais o valor real da produção, e menos o  valor  irreal  do Real?</p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=340" title="Permanent Link to A prioridade do capital">A prioridade do capital</a></p>
<p>março 8th, 2010</p>
<p>Uma política econômica do poder do dinheiro para o dinheiro</p>
<p>Num mundo cada vez mais governado pelo dinheiro e orientado para o    lucro, a Campanha da Fraternidade traz ao presente a advertência feito    por Jesus quando o dinheiro ainda não era o ídolo maior: Não podeis    servir a Deus e ao dinheiro.</p>
<p>Tal afirmação pode provocar reações superficiais de rejeição ou levar    a um questionamento: Para que é que vivemos? O que é que queremos na    vida? Neste mundo de confusão de valores existe um valor que ninguém    questiona: O dinheiro.</p>
<p>Quanto a Deus, muitos duvidam até da sua existência e não têm certeza    que é aquele que existe por si mesmo, que não é feito por outro, que    criou o mundo e o homem com a missão de cuidar da terra como  colaborador   de Deus.</p>
<p>Tal verdade parecia conquista definitiva da filosofia dos gregos e da    revelação da Bíblia, mas agora prevalecem as teorias do ateísmo, as    práticas do materialismo, as dúvidas do agnosticismo e do relativismo    que negam a possibilidade de certezas e perguntam com Pilatos: O que é a    verdade?</p>
<p>O Depósito Compulsório dos Economistas que têm medo do Crescimento</p>
<p>Não sou economista, mas não tenho medo de questionar os argumentos    apresentados por doutores em economia. O mais arrogante deles costuma    chamar de ignorantes a todos que não concordam com suas teorias    fabricadas para defender os interesses do capital financeiro que é o    patrão dos economistas.</p>
<p>Depois de aliviar um pouco o freio do compulsório diante da crise    econômica mundial, o Banco Central já está aumentando de novo esse    confisco de dinheiro.  Por que será que os bancos não reclamam? Para que    deixar mais 71 bilhões parados? Para que aumentar de novo o aperto    monetário? Para que procurar dinheiro no exterior, com juros pesados a    pagar no futuro, ou com crescente desnacionalização do Brasil, em vez  de   investir os 500 bilhões que o BC sequestra e deixa mofando sem    produzir? Economistas dizem que falta poupança interna para investir,    mas deixam quase metade dessa poupança presa nos cofres do BC.</p>
<p>Vejo certa confusão entre causas e objetivos, entre razões alegadas e    motivos reais.  O que os donos do dinheiro querem mesmo é que sua    mercadoria esteja escassa para que possam cobrar um aluguel elevado, os    juros mais altos do mundo.</p>
<p>Alegam os donos da política econômica que precisam “enxugar o    mercado” para controlar o bicho papão da inflação. Economistas do atraso    querem segurar o consumo, em vez de incentivar a produção.    Investimentos na produção precisam de juros baixos, mas o capital    financeiro quer o lucro maior dos juros maiores.</p>
<p>Será que algum economista não sabe que o dinheiro é sujeito à lei de    procura e oferta, como outra mercadoria qualquer? Não é por isso mesmo    que adotam medidas que aumentam o custo dos investimentos, o preço do    aluguel do dinheiro, para cobrar os juros e receber o lucro que  querem?   Temos o pior do capitalismo, aquele que faz o dinheiro  produzir  dinheiro  para quem já tem,  em vez de fazê-lo produzir  desenvolvimento  para  todos com investimentos a juros viáveis.</p>
<p>Alegando que os juros precisam ser altos para limitar o crescimento e    proteger o povo contra o espantalho da inflação, o Copom já quer    aumentar seus juros de novo. Na realidade, o interesse maior do capital    está no juro real, na distância entre inflação e juro nominal. Gostam   do  Real forte que ajuda a preservar o preço do seu dinheiro e pode   ajudar a  segurar a inflação atual, mas é caminho seguro para novos   apertos no  setor produtivo e novos problemas nas contas do país.</p>
<p>Jornais de hoje trazem duas páginas inteiras de propaganda do Banco    do Brasil. Com tanto dinheiro dos bancos, a imprensa vai ter interesse    em publicar artigos que possam questionar a política econômica que    favorece os bancos e outros donos do dinheiro? Num ano de crise    financeira, o BB teve um lucro acima de dez bilhões, e o Itaú e o    Bradesco também.</p>
<p>Diz a propaganda que o BB é o único banco que tem a maior parte do    seu lucro investido no país. Para onde vai? A outra parte, e o lucro de    outros bancos “estatais”, para onde vai? Apesar do lucro fabuloso, o  BB   ainda quer aumentar o seu capital em 8 a 10 bilhões com a venda de   novas  ações. Qual será a parte que vai para estrangeiros? Temos uma    desnacionalização progressiva da indústria, dos bancos, do agronegócio e    de propriedades rurais, do comércio e de outros serviços. Não sei  qual  é  a participação dos estrangeiros em  outras Estatais, mas na  “nossa”   Petrobrás já está acima de 30%.</p>
<p>Um banco público dever ser para o povo, mas para certos economistas a    prioridade do Banco do Brasil deve ser outra: garantir o lucro dos    acionistas. Empresas devem aprender a arte difícil de servir a dois    senhores, ao povo e aos donos, mas o Governo e as Estatais precisam    estar a serviço do bem comum.</p>
<p>O Governo Lula tinha necessidade de um freio de arrumação, para    superar uma desvalorização exagerada do Real.  Mas foi eleito para    mudar,  e já podia ter mudado as prioridades. Ajudou a melhorar a vida    de milhões de pobres pelo bolsa família, mas entrega dez vezes mais aos    ricos, em juros sobre a dívida pública interna, uns 150 bilhões por   ano,  muito mais do que investe em educação, infraestrutura e saúde.    Está na  hora de mudar.</p>
<p>A Campanha da Fraternidade quer provocar reflexões sobre os problemas    da economia e da ecologia, na esperança de contribuir para que o    dinheiro seja para o homem, e não o homem para o dinheiro. A humanidade    inteira precisa enfrentar o esgotamento iminente dos recursos  naturais.   Países e pessoas devem aprender a superar a mentalidade  egoísta que  diz:  Farinha pouca, meu pirão primeiro.</p>
<p>As palavras economia e ecologia têm a mesma raiz: Conhecimento da    casa e administração da casa. Devemos unir as forças para enfrentar os    desafios do presente e preservar nossa casa comum para o futuro.    Desenvolvimento sim, desperdício não.  Está na hora de praticar um novo    tipo de jejum, o jejum ecológico de um estilo de vida mais modesto que    todos possam viver.</p>
<p>Jequié, 26 / 02 / 10       + Cristiano Krapf</p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=279" title="Permanent Link to O Para?so do Capitalismo">O Paraíso do Capitalismo</a></p>
<p>outubro 18th, 2009</p>
<p>O Paraíso doCapital Financeiro</p>
<p>O estrangeiro que investiu um milhãode dólares na Bovespa nos    primeiros anos do Governo Lula tinha seu capital emdólares dobrado em    menos de três anos,  se teve a esperteza de retirar seu dinheiroantes de    Setembro de 2008. Quem foi que pagou a conta? O povo brasileiro.</p>
<p>Esse lucro fabuloso do capitalfinanceiro internacional aconteceu    durante o governo do PT que tinha um discursoanticapitalista e    nacionalista, quando ainda estava na oposição. Bem, o capitalfinanceiro    brasileiro também ganhou a sua parte. Cresceu muito o número    demilionários brasileiros.</p>
<p>É verdade que o especuladorfinanceiro que não teve a esperteza de    retirar o seu dinheiro no início da criseperdeu uma parte dos seus    lucros. No entanto, tudo já foi recuperado, e o lucrodo investidor    estrangeiro na bolsa brasileira cresceu num ritmo ainda maisligeiro.</p>
<p>Quem investiu seus dólares na bolsabrasileira no fim do ano passado,    teve seu capital dobrado em apenas nove meses.Quem colocou um milhão  de   dólares, já pode retirar dois milhões. Quem é que vaipagar a conta?  O   Brasil voltou a ser o paraíso do capital financeiro.</p>
<p>Enquanto os ricos ficavam maisricos, os pobres ganhavam esmolas do    governo, no melhor estilo do capitalismoruim que gosta de distribuir uns    anéis para não perder os dedos. Para não perderseus privilégios, o    capital oferece pão e circo aos pobres, alimentos edivertimentos. Para    ganhar eleitores, governos fazem o mesmo. Não há dúvida queessa  política   contribuiu para aliviar a situação atual de muitos  brasileiros.</p>
<p>Foi um quebragalho para o momento.Mas a missão do Governo é outra:    Criar estruturas que ofereçam oportunidade detrabalho a todos para que    possam progredir com seu próprio esforço em vez dedepender de esmolas.</p>
<p>Em artigo escrito no começo domilênio avisei que o capital    internacional viria correndo para o Brasil, logoque tivesse confiança no    nosso futuro. Nenhum outro lugar no mundo ofereciatantos atrativos.    Aconteceu. No meio da crise atual dei o mesmo recado. Estáacontecendo  de   novo. Bom para o país? Pode ser. Bom para o capital  financeiromundial e   nacional? Com certeza.</p>
<p>A vinda maciça de capital estrangeiropode parecer coisa boa. No    momento pode favorecer o desenvolvimento do Brasil.No entanto, contribui    para aumentar a cotação do Real. O Real forte tambémparece coisa boa.    Ajuda a segurar a inflação. Num prazo mais longo, põe um freiono    crescimento do país. Favorece importações baratas. Asfixia nossa    indústria eagricultura. Dificulta a criação de empregos.</p>
<p>Jequié, 17 de outubro de 2009CristianoKrapf</p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=130" title="Permanent Link to Filosofando sobre dinheiro">Filosofando sobre dinheiro</a></p>
<p>maio 18th, 2009</p>
<p>Uma tentativa de entender razões escondidas nos porões complicados da política econômica.</p>
<p>Não podeis servir a dois senhores…  a Deus e ao dinheiro. Quando    Jesus falou assim, o dinheiro ainda era uma coisa sem maior importância    na vida. Agora, dois mil anos depois, é o dinheiro que governa o mundo  e   domina as preocupações da maioria das pessoas, dos ricos e dos  pobres.</p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=122" title="Permanent Link to Pol?tica econômica ainda favorece o capital financeiro">Política econômica ainda favorece o capital financeiro</a></p>
<p>abril 26th, 2009</p>
<p>Bancos no Brasil prosperam em plena crise mundial</p>
<p>Para não terem seu lucro reduzido, querem agora reduzir os juros da caderneta de poupança.</p>
<p>Os Bancos que operam no Brasil e outros donos do capital financeiro,    nacionais e estrangeiros, conseguiram em poucos anos multiplicar seu    dinheiro em dólares, até julho de 2008, pelos juros mais altos do mundo  e   pela valorização exagerada do Real.</p>
<p>A crise atual os fez perder uma parte desse lucro, pela    desvalorização do Real e das ações. Agora, em plena crise mundial, os    bancos lá fora continuam perdendo, mas os “nossos” bancos estão lucrando    novos bilhões. Como ninguém pode ganhar sem que tenha alguém pagando,    seria importante descobrir quem é o pagador. <a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=122#more-122">Read the rest of this entry »</a></p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=87" title="Permanent Link to Parasitas do Capitalismo">Parasitas do Capitalismo</a></p>
<p>março 14th, 2009</p>
<p>Diante de notícias sobre intenções do Governo de querer resolver com    novos remendos possíveis dificuldades futuras e reduzir ainda mais os    juros da popança que já são inferiores à metade dos juros do Copom,    resolvi colocar uns remendos no meu artigo sobre nosso capitalismo ruim    que coloquei na noite passada. Vai aqui o texto atualizado :</p>
<p>Nosso  Capitalismo Parasita</p>
<p>O capitalismo ruim faz o dinheiro produzir dinheiro para quem já tem.</p>
<p>Faz 15 anos que tento alertar sobre os estragos causados pelos juros    da política econômica favorável ao capital financeiro. O Governo    continua pisando no freio do aperto monetário, com o pretexto de    proteger o país contra o fantasma da inflação.</p>
<p>Não se pode esperar do banqueiro que deixe de privilegiar o capital.    Com a redução dos juros básicos de 12,75% para 11,25 %, o Estado    economiza um bilhão por mês, mas ainda entrega uns dez bilhões mensais    aos ricos, dez vezes mais que o dinheiro dado aos pobres pelo Bolsa    Família. Mais que o dinheiro aplicado no PAC e na educação.</p>
<p>Agora, assustado pelo espectro da recessão e pressionado pelos que    pagam o preço da agiotagem oficializada, o poderoso Meirelles finalmente    reduziu os juros um pouco. Mais um remendo pequeno demais para o    tamanho do buraco. <a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=87#more-87">Read the rest of this entry »</a></p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=34" title="Permanent Link to O relativismo dos Números na Economia">O relativismo dos Números na Economia</a></p>
<p>fevereiro 16th, 2009</p>
<p>Palpites de um filósofo metido a economista</p>
<p>Números divergentes sobre inflação, desemprego e crescimento do    passado, do presente e do futuro, e divergências sobre o tamanho dos    juros mais adequados que o Governo devia adotar, me levaram a refletir    sobre os medidores da economia.</p>
<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=34#more-34">Read the rest of this entry »</a></p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=25" title="Permanent Link to Economistas a serviço dos interesses do Capital Financeiro">Economistas a serviço dos interesses do Capital Financeiro</a></p>
<p>fevereiro 6th, 2009</p>
<p>CEGOS ATIRANDO</p>
<p>Na crise econômica mundial podemos ver economistas e políticos    atirando a esmo como cegos em tiroteio. Doutores em economia que foram    incapazes de adivinhar a chegada da crise atual agora pretendem  conhecer   as causas e indicar os remédios. <a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=25#more-25">Read the rest of this entry »</a></p>
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<p><a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=11" title="Permanent Link to Juros sobre juros">Juros sobre juros</a></p>
<p>fevereiro 4th, 2009</p>
<p>JUROS SOBRE JUROS</p>
<p>Observações de um Questionador e Perguntas de um Observador</p>
<p>No nosso capitalismo acontecem coisas estranhas. Um grande devedor    faz questão de pagar juros de agiota sobre suas dívidas. Parece coisa de    Português, mas é coisa de Brasileiro. Com juros sobre juros, a nossa    dívida pública interna se multiplicou por dez em doze anos, em reais.  Em   dólares, “apenas” triplicou. Teria crescido ainda mais, se parte  dos   juros não fosse pago através do superávit primário conseguido em    detrimento do crescimento do país. <a href="http://www.domcristiano.com.br/home/?p=11#more-11">Read the rest of this entry »</a></p>
<h2>“Die Image-Fabrikation.” Lula-Regierung gibt für Propaganda weit mehr aus als für Sanierung, die Arme begünstigt. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=5180" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/auslandspropaganda/" rel="tag">Auslandspropaganda</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/lula-regierung/" rel="tag">Lula-Regierung</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/menschenrechte/" rel="tag">Menschenrechte</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/propaganda/" rel="tag">Propaganda</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ra%c2%bcstung/" rel="tag">RÃ¼stung</a></p>
<p><strong>Die Lula-Regierung hat in den ersten drei Monaten  von 2010    laut einer Analyse von Rolf Kuntz(O Estado de Sao Paulo)  umgerechnet    rund 90 Millionen Euro für Propaganda ausgegeben, indessen     beispielsweise nur etwa 30 Millionen Euro für “Saneamento”, also     Wasserversorgung sowie Abfall-und Abwasserbeseitigung, Seuchenbekämpfung     und Straßenreinigung, zugunsten von Gesundheit und Umweltschutz &#8211;    alles  Bereiche, die vor allem in den Slums sehr im Argen liegen, obwohl    Staat  und Regierung per Gesetz und Verfassung sehr genau definierte    Aufgaben  und Pflichten haben. Laut Kuntz erhöhte die Lula-Regierung    damit ihre  Propaganda-Ausgaben gegenüber dem gleichen  Vorjahreszeitraum   um 81,6  Prozent. Wie die Qualitätszeitung weiter  berichtet, erhöhte   die  Lula-Regierung in nur sechs Jahren die  Propagandaausgaben um 48   Prozent.  2003, zum Amtsantritt, hätten 499  Medien Regierungsgelder für    Propaganda-Verbreitung erhalten, 2009  indessen schon 7047 Medien.  Viele   brasilianische Politiker besitzen  Medien &#8211; und zahlreiche Medien    Brasiliens sind den Angaben zufolge  von Regierungspropaganda  regelrecht   abhängig, würden andernfalls  eingehenÂ &#8211; diese werde daher  zum   politischen Instrument. In einem  Präsidentschaftswahljahr wie 2010    begünstige die Propaganda  BrasiliasÂ zweifellos den    Regierungskandidaten, also Dilma Rousseff.<br />
</strong></p>
<p><strong>Für Propagandazwecke ausgegebene Mittel fehlen indessen dann     auch beispielsweise im Bildungs-oder Gefängnisbereich, bei der     Aidsbekämpfung:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/brasilien-erste-potenz-der-halbgebildeten-gustavo-ioschpe-in-veja-zur-bildungssituation-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/15/brasilien-erste-potenz-der-halbgebildeten-gustavo-ioschpe-in-veja-zur-bildungssituation-unter-lula/</a></p>
<p><strong>Todesschwadronen:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/09/todesschwadronen-in-brasilien-menschenrechtspolitik-unter-lula-rousseff-polizisten-kommandieren-ausrottungskommandos-im-ganzen-land-viel-lob-aus-europa-fur-brasilias-kurs/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/brasiliens-hochgelobte-aids-politik-offentliche-proteste-landesweit-gegen-das-fehlen-von-mindestens-vier-medikamenten-des-aids-cocktails-laut-nationalen-medien-fur-die-infizierten-ist-es-das-tode/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/brasiliens-hochgelobte-aids-politik-offentliche-proteste-landesweit-gegen-das-fehlen-von-mindestens-vier-medikamenten-des-aids-cocktails-laut-nationalen-medien-fur-die-infizierten-ist-es-das-tode/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</a></p>
<p><strong>Hungerbekämpfung und Rüstungsausgaben:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/15/brasilias-u-boot-geschaft-mit-paris-so-teuer-wie-zwei-jahre-anti-hunger-programmbolsa-familia-meldet-o-globo/</a></p>
<p><strong>In Ländern wie Deutschland erhält die Lula-Regierung wegen dieser Politik sehr viel Lob.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/05/brasilien-auf-uno-index-fur-menschliche-entwicklung-jetzt-platz-75-hinter-argentinien-chile-und-kuba/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2010/04/lulacollor.jpg" alt="lulacollor.jpg" /></p>
<p><strong>Lula und der politische Bündnispartner Collor &#8211; Ausstellungsfoto in Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/lula-anfang-mai-zu-wirtschaftskonferenz-nach-munchen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/28/lula-anfang-mai-zu-wirtschaftskonferenz-nach-munchen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/01/brasiliens-erfolgreiche-auslandspropaganda-2009-uber-40-millionen-euro-investiert-laut-brasil-economico-enge-zusammenarbeit-mit-medien-europa</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/16/brasil-cazuza-und-gal-costa-1989-youtube-anklicken/</strong></a></p>
<p>Texte von 2011:</p>
<h1>Panzer und Crack</h1>
<p>Der Militär-und Medien-Zirkus um die „Erstürmung“ und „Eroberung“ der       Rio-Slumregion „Complexo do Alemão“ wäre schon jetzt ein heißes    Thema    auch für Deutschlands Kommunikationswissenschaftler – aber wie    es    aussieht, trauen sie sich nicht. Als „Farce“ hatten   brasilianische     Rechtsexperten und Menschenrechtspriester die   Slumbesetzung vom  letzten    November verurteilt – und schneller als   erwartet ausgerechnet  von der    Gegenseite die Beweise geliefert   bekommen. Die  schwerbewaffneten    Banditenkommandos des organisierten   Verbrechens  sind rasch    zurückgekehrt, zitieren Brasiliens   Landesmedien aus  vertraulichen    Militärberichten. Die Gangster haben,   wie es heißt,  wieder    Verkaufspunkte für harte Drogen installiert,   der  hochprofitable    Rauschgifthandel geht perfekt neoliberal weiter.   Der  Terror gegen    Bewohner des Parallelstaats der Slums ebenfalls –   trotz  Militärpräsenz    sind mindestens vier Menschen ermordet  worden.  Eine  Frau wird zur    Abschreckung totgeschlagen, weil sie an  der  Plünderung  eines    Banditenhauses teilnahm – TV-Teams auch des   Auslands hatten  solche    Volkszorn-Szenen am Start der   Militäroperation gern gefilmt.  Doch nun    beklagen sich die Bewohner   ausgerechnet über eine  unzureichende Präsenz    von brauchbaren   Polizisten – von den Militärs  würden die    herumstreunenden Banditen   gar nicht bemerkt. Viele  Soldaten stammen ja    just aus diesen Slums.   Zudem seien 42  Militärpolizisten zwar wegen  Raub,   Erpressung und   Übergriffen gegen  die Bewohner angezeigt, doch  bisher   nicht bestraft   worden.</p>
<p>Die militärische Besetzung ist Modell und Beispiel für das ganze       Land, sagt der neue Justizminister Cardozo – hat er es gar  böse-ironisch      gemeint? Panzer, martialisch wirkende  Militärpatrouillen, deren   Fotos    gern auch in die Erste Welt  durchgeschaltet werden, sind den   Angaben    zufolge jedenfalls  keinerlei Hindernis für die   Banditenkommandos des    organisierten  Verbrechens. Das mag für   Mitteleuropäer bizarr, grotesk,     unglaublich erscheinen, für   unsereinen hier ist es banale Normalität.<br />
Immer wieder wird in der Ersten Welt behauptet, in den       lateinamerikanischen Ländern zeige sich deutlich, dass die bisher       praktizierte Drogenbekämpfung per Polizei und Militär nichts bringe, man       sich andere Konzepte überlegen müsse. Was denn für eine       Drogenbekämpfung, möchte man gegenfragen. In der Banken-City von Sao       Paulo beispielsweise, der führenden Wirtschaftsmetropole   Lateinamerikas,     wird Crack, die zerstörerischste harte Droge, direkt   neben     Polizeipräsidien, Polizeiwachen massenhaft und offen  verkauft  und ebenso     offen gleich von Hunderten konsumiert. Die  Beamten im  Hauptsitz der     Stadtgendarmerie schauen direkt auf eine   kilometerlange Straße, in  der    sich ganze Horden grauenhaft   verwahrloster und abgemagerter  Gestalten    mit Crack zügig ins   Jenseits befördern. Manche Brasilianer  fragen  daher,   ob es nicht   eher so ist, dass die Sicherheitskräfte,  von  Ausnahmen   abgesehen,   der unter Staatschef Lula aufgeblühten   Crack-Branche eine     ordentlich-angenehme Abwicklung der Geschäfte   garantieren. 1,2   Millionen   Brasilianer sind laut Expertenschätzungen   bereits   Crack-süchtig.   Kenarik Felippe von der angesehenen nationalen     Richtervereinigung für   Demokratie (AJD): „Der Staat ist ins     organisierte Verbrechen verwickelt.   Besonders die Slumbewohner leiden     stark unter der Gewalt durch  Polizei,  paramilitärische Milizen und    die  Banditenkommandos. Im ganzen  Land, und  nicht nur in Rio de    Janeiro,  foltern Staatsangestellte, gibt  es  Todesschwadronen, zu    denen  Staatsbeamte gehören. Man redet nur von  den  kleinen Fischen im     Rauschgiftgeschäft, nicht von den  Drogenbaronen.“ Der  Richter und     AJD-Präsident Luis Barros Vidal  fordert, die „Farce von  Rio“ auf     keinen Fall zu unterstützen. „Die  Geheimdokumente der Militärs  zeigen,     dass die Drogenmafia, der  Drogenhandel in diesen Slums    fortbestehen.   Die regierenden Autoritäten,  die von einem groß   angelegten  Krieg  gegen  die organisierte  Kriminalität sprachen,   machten also leere,   falsche  Versprechen, handeln  unredlich. Wir   sehen die Resultate – Tote   und  nochmals Tote. Selbst    UNO-Friedenstruppen wären erfolglos, weil    vordringlich soziale und    wirtschaftliche Probleme gelöst werden  müssen,   die Slumbewohner vor    allem feste Arbeitsplätze brauchen.“  Niemand  wisse  das besser als  die   brasilianische Regierung, früher  unter Lula,  jetzt  unter Dilma    Rousseff. „Todesschwadronen sind  derzeit in Rio  aktiv – doch  auch  in   Sao Paulo, landesweit, straflos“,  fügt Richter  Vidal gegenüber   dem <em>Blättchen</em>   hinzu, in  Brasilien fehle eine  Kultur der   Menschenrechte. Zu  erkennen  seien  „starke Merkmale eines  totalitären   Staates, der das  Gesetz nicht   respektiert“; mit Blick auf   Fußball-WM und  Olympische  Spiele am   Zuckerhut werde ein   Medienspektakel veranstaltet.<br />
Und das hatte es von Anfang an in sich. In brasilianischen       Qualitätsmedien, die nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung       erreichen, hieß es immerhin, die jüngsten Polizei-und Militäroperationen       seien nur für das Ausland gedacht – de facto ändere sich nichts.   Rio     habe wegen der geplanten Sportereignisse international Kompetenz       demonstrieren müssen, um Milliardeninvestitionen zu erhalten. Es   werde     wieder Wahlen geben – und die Politiker würden erneut Gelder   des     organisierten Verbrechens brauchen.<br />
In mitteleuropäischen Medien weiß man’s offenbar viel besser. Rio de       Janeiro wolle mit dem Drogenhandel Schluss machen, wird       freundlicherweise unterstellt, obwohl sogar Rios Sicherheitschef       Beltrame öffentlich erklärt, dies keineswegs vorzuhaben.<br />
Aber richtig klasse ist der Mediengag über die „heldenhafte“ Einnahme       jenes „Complexo do Alemão“: Unentwegt ballern Polizei und Militär       fotogen auf nicht vorhandene Gegner, was das Zeug hält. Alles wird von       zahlreichen TV-Teams direkt an der Seite der Einheiten begeistert       abgefilmt und teuer weltweit verbreitet. Sozusagen „sturmreif       geschossen“ fehlt nur noch die „Eroberung“ des Slumkomplexes. Dies geht       so vonstatten, dass Soldaten und Elitepolizisten mit handverlesenen       Journalisten einfach die Gassen zur Slumspitze hochgehen und dort   die     Landesfahne hissen. Schließlich hatte man den Banditenkommandos    tage-und    nächtelang reichlich Zeit und Möglichkeiten zum Rückzug  in   üblicher    Guerilla-Taktik gegeben und auf eine Einkesselung   verzichtet  – die    Gangster verteilten sich auf andere der weit über   1.000  Rio-Slums.<br />
Wohl einmalig in der Fernsehgeschichte, wie der       TV-Globo-Nachrichtenkanal vom Hubschrauber aus den problemlosen Rückzug       der schwerbewaffneten Banditenkommandos aus dem Slum Vila Cruzeiro       direkt übertrug. Die Konditionen, um die Banditen zu schnappen,  waren      bestens.Warum, so ist zu fragen, ließen Polizei und Armee die   Gangster     entkommen? Man saß vor dem Fernseher und traute seinen   Augen nicht.     Stundenlang sah man von nahem, wie sich die   Verbrecherkommandos     davonmachten, und bekam es von Polizeiexperten   auch noch kommentiert:     „Kampfhubschrauber wie die im Vietnamkrieg   greifen jetzt nun mal leider     nicht ein.“<br />
Jahrzehntelang, so wird in Europa verbreitet, wagten sich die       Sicherheitskräfte angesichts übermächtiger Banditenpräsenz nicht in den       „Complexo do Alemão“ – umso mehr sei daher die Rückeroberung zu       würdigen. Sind Lula und seine Nachfolgerin Dilma Rousseff also  wahrhaft      todesmutig, weil sie den Slumkomplex noch vor der  „Erstürmung“      besuchten? Spaß beiseite – Lula war 2008, 2009 und  sogar im Oktober      2010, kurz vor dem Militäreinsatz, im „Complexo do  Alemão“, hatte teils      sogar Ehefrau Marisa dabei. Rios Polizei und  Militär kennen die      Favela-Gegend bestens, 2002 wurden zur Besetzung  gar 50.000 Mann      aufgeboten. Mehr Sicherheit gibt’s deshalb nicht –  seit 2007 wurden in      Rio über 25.000 Gewalt-Tote gezählt.<br />
Jetzt, nach vertraulichen Militärberichten, weist die Leiterin eines       angesehenen kirchlichen Rio-Sozialprojekts auf ein „großes Massaker im       „Complexo do Alemão“, wobei vor allem Jugendliche getötet, doch       keinerlei Informationen darüber freigegeben wurden. Laut       Uni-Anthropologen Luiz Mott, angesehenster Schwulenaktivist des       Tropenlandes, hält Brasilien bei Morden an Homosexuellen weltweit eine       „grauenhafte Führungsrolle“, verschlechterte sich unter Lula die       Situation der Gays. Bei Tötungen durch Schusswaffen liegt Brasilien       gemäß NGO-Daten an der Spitze, 92 Prozent der Rio-Morde bleiben       straffrei.<br />
Gregor Gysi von der deutschen Partei DIE LINKE gilt als Rechtsexperte,       war 2010 in Brasilien, kennt daher sicherlich die Positionen der       dortigen Richtervereinigung für Demokratie gut – und schlussfolgert:       „Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links       eingeschätzt wird, die größten Erfolge.“</p>
<h2>Brasiliens ungesühntes Carandirú-Massaker an  Häftlingen in Sao Paulo: Ökumenischer Gedenkgottesdienst der  katholischen Gefangenenseelsorge. “Die Massaker und Blutbäder gehen  weiter.” Menschenrechtspriester Valdir Joao Silveira, Leiter der  nationalen Gefangenenseelsorge Brasiliens, vehementer Kritiker von  Folter und anderen gravierenden Menschenrechtsverletzungen unter  Lula-Rousseff. Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11085" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-gefangnisse/" rel="tag">Brasiliens Gefängnisse</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/carandiru-massaker/" rel="tag">Carandiru-Massaker</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/massaker/" rel="tag">Massaker</a></p>
<p><strong>O ATO DO DIA 02 DE OUTUBRO: “CARANDIRU 20 ANOS: NUNCA MAIS?”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/02/carandiru-brasilien-erinnert-sich-an-grostes-massaker-der-weltgeschichte-an-haftlingen-ich-sah-den-holocaust-30-laut-umfragen-fur-polizeieinsatz-von-sao-paulo-80-der-getoteten-waren-nicht-v/</strong></a></p>
<p><strong> Lulas Menschenrechtsbilanz zweier Amtszeiten hat die  politische  Glaubwürdigkeit seiner Regierung in europäischen Ländern  offenbar sehr  stark erhöht.  </strong></p>
<p><strong>Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der  sozialen  Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung,  ethische  Politik.“  </strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran1.JPG" alt="caran1.JPG" /></p>
<p><strong>Überlebender von Carandirú.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/30/brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-und-menschenrechtsorganisationen-gedenken-des-haftlingsmassakers-von-carandiru-vor-19-jahren-totung-von-mindestens-111-gefangenen-nach-wie-vor-ungesuhnt/</strong></a></p>
<p><strong>“Brasilien ist eine <a href="http://www.brasilien-info.at/wirtschaft/index.html">Industriemacht</a>, die achtgrößte Wirtschaftsnation der Welt, modern und fortschrittlich.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran2.JPG" alt="caran2.JPG" /></p>
<p><strong>Padre Valdir Joao Silveira erläutert gegenüber den nationalen  TV-Sendern die weiterhin gravierende Situation in den brasilianischen  Gefängnissen.</strong></p>
<p><strong>“O massacre não terminou e continua em nossas periferias com  chacinas de  população de rua e pessoas pobres. Com o ato de hoje,  queremos dar  início a uma grande discussão, durante todo o ano, até  completar os 20  anos do massacre, sobre a segurança que temos e a  segurança que  queremos.”</strong></p>
<h2>“Die Anti-Folter-Konvention wird nicht  eingehalten &#8211; was tut denn  die UNO, damit die Konvention in der Dritten  Welt respektiert wird?”  Gefangenenpriester Günther Zgubic aus  Österreich.</h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an die Blutbäder des Mai 2006.</strong></p>
<p><a href="http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html"><strong>http://maesdemaio.blogspot.com/2011/10/repercussoes-do-ato-carandiru-19-anos.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/19/andrea-beltrao-neuer-film-salve-geral-fur-oscar-2010-nominiert-sorgen-um-gewaltimage-brasiliens-streifen-zeigt-gewaltausbruch-von-2006-in-sao-paulo-ferrez/</strong></a></p>
<p><strong>Trailer des Carandirú-Films nach dem Buch von Drauzio Varella &#8211; anklicken:</strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI"><strong>http://www.youtube.com/watch?v=ZlTPEmjyyvI</strong></a></p>
<p>(gesamter Film bei YouTube abrufbar)</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran4.JPG" alt="caran4.JPG" /></p>
<p><strong>Poet über Rassismus, die Lage in den Elendsvierteln Brasiliens.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/01/parabens-dom-paulo-evaristo-arns4-engste-mitstreiter-pflanzen-fur-ihn-vor-dem-franziskanerkloster-sao-paulos-einen-baum-viva-dom-paulo/</strong></a></p>
<p><strong><font size="3">1985 pfeifen Brasiliens rechtsgerichtete   Machteliten die Militärs nach 21 Diktaturjahren zurück in die Kasernen &#8211;   Carandiru wird zur Hölle erst in der „Demokratie”. Sao Paulos   regimekritischer Kardinal Evaristo Arns ist Augenzeuge:”Über fünfzig   Aidskranke im Endstadium liegen auf dem Boden und spucken Blut &#8211; schier   unbeschreibliche Zustände!”</font></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran5.JPG" alt="caran5.JPG" /></p>
<p><strong>Sprecher zahlreicher Menschenrechtsgruppen vergleichen  Diktaturgewalt mit heutigen Menschenrechtsverletzungen, darunter Folter  und Blutbädern.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/18/haftlinge-wurden-in-stucke-gehackt-anderen-wurde-das-herz-herausgerissen-zerstuckelte-gefangene-wurden-in-abfallkubeln-gefunden-padre-xavier-paolillo-leiter-der-gefangenenseelsorge-im-brasilia/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran6.JPG" alt="caran6.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/10/evangelischer-pastor-wolfgang-lauer-gefangenenseelsorger-in-brasilien-ob-die-haftlinge-lutheraner-sind-christen-oder-nicht-ist-fur-mich-total-unwichtig/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/11/offizielle-deutsch-brasilianische-beziehungen-der-mutige-evangelische-gefangnispastor-wolfgang-lauer-gravierende-menschenrechtsverletzungen-in-brasilienes-sind-einfach-die-okonomischen-die-polit/</strong></a></p>
<p><strong>Deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer, Gefangenenseelsorger in Sao Paulo. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/02/08/erste-gefangenenrebellion-unter-dilma-rousseff-mindestens-funf-tote-aufstand-wieder-in-maranhao-herrschaftsgebiet-des-politischen-bundnispartners-jose-sarney-schweizer-jean-ziegler-in-maranhao/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran7.JPG" alt="caran7.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/brasiliens-gefangnisse-unter-lula-in-manaus-haftanstalt-schauplatz-des-jungsten-aufstands-achtmal-mehr-gefangene-eingepfercht-als-erlaubt-betonen-landesmedien/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran8.JPG" alt="caran8.JPG" /></p>
<p><strong><font size="3">Aus gebrochenen, undichten Rohren fließen   Abwässer, Scheiße und Urin über den Zellenboden, bei Sommerhitze bis   über fünfzig Grad werden Gefangene von dem Gestank ohnmächtig, oder   schier verrückt, rebellieren, attackieren die eigenen Zellennachbarn.   „Für mich sind solche Knäste Konzentrationslager”, sagte der in Sao  Paulo  lebende Menschenrechtsaktivist und Gefangenenseelsorger Günther  Zgubic  aus Österreich &#8211; er schreibt UNO-Dossiers, kaum einer kennt  Carandiru  besser. (Hintergrundtext)</font></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/12/die-folter-in-polizeiwachen-hat-in-ganz-brasilien-stark-zugenommen-gefangenenpriester-valdir-joao-silveira-die-anti-folter-konvention-wird-nicht-eingehalten-was-tut-denn-die-uno-damit-die-k/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran10.JPG" alt="caran10.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/21/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-prasentiert-projekt-das-mutmaslich-straffalligen-jugendlichen-der-unterschicht-die-notige-juristische-verteidigung-garantieren-soll-um-willkurfalle/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran9.JPG" alt="caran9.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/17/in-den-brasilianischen-gefangnissen-sind-die-opfer-des-politisch-wirtschaftlichen-systems-eingekerkert-anwalt-bruno-alves-de-souza-29-prasident-des-menschenrechtsrates-im-teilstaat-espirito-san/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran11.JPG" alt="caran11.JPG" /></p>
<p><strong>Hintergrund &#8211; Ferrez &#8211; Notizen von der Stadtkriegsfront:</strong></p>
<p><strong>2007 Gast des Berliner Literaturfestivals</strong><br />
<strong>Der Irak und der Libanon sind täglich wegen der vielen  unschuldigen  Gewaltopfer in den Schlagzeilen &#8211; Brasilien nicht. Obwohl  gemäß  brasilianischen Erhebungen in dem Tropenland jährlich weit mehr  Menschen  umkommen als im Irakkrieg und die Folter alltäglich ist.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/10/taglich-ausergerichtliche-exekutionen-in-brasilien-menschenrechts-minister-paulo-vannuchi/</strong></a></p>
<p><strong>Ferrez,  mit bürgerlichem Namen Reginaldo Ferreira da Silva,  wurde unfreiwillig  zum Frontberichterstatter im brasilianischen  Stadtkrieg, weil er als  einziger Romanautor an der von extremer Gewalt  geprägten Slumperipherie  der Megacity Sao Paulo lebt. Ferrez, dessen  Bücher bei einem angesehenen  brasilianischen Verlag erscheinen, bereits  ins Französische, Spanische  und Italienische übersetzt wurden, erhält  wegen seines literarischen und  politischen Engagements  Morddrohungen,  ist in Lebensgefahr.In den  Slums ist Bücherlesen Luxus, die meisten  Bewohner sind zudem  funktionelle Analphabeten. FerrÃ¨z wurde deshalb  auch zum Rapper, ist in  den Ghettos dadurch bekannter als durch seine  Bücher.<br />
Vom Goetheinstitut Sao Paulos bis zum Slumviertel Capao Redondo sind es   mit den entsetzlich lauten, überfüllten Vorstadtbussen etwa drei   Stunden. Aber wer in Brasilien nicht Bus fährt, sagt ein bekannter   Schriftsteller, weiß nichts vom wirklichen Leben. In Capao Redondo   hausen eine Million Menschen, darunter FerrÃ¨z.Â 2006 führt das größte   brasilianische Verbrechersyndikat PCC, Erstes Kommando der Hauptstadt,   eine nicht endende Serie von Terroranschlägen gegen den Staat, erschießt   an der Peripherie täglich Polizisten, Gefängniswärter und deren   Angehörige &#8211; FerrÃ¨z liefert als einziger fundierte Berichte von der   Front: In seinen Büchern, seiner Zeitschrift, seinem Blog analysiert er   Gewalt und Gegengewalt, die Rachefeldzüge der Polizei. Weit über   sechshundert Tote werden gezählt, die meisten in Capao Redondo.<br />
–”Krieg in den Slums, Panik in den Nobelvierteln”<br />
Wir reden am Kaffeestand, im Krach einer vollen Bäckerei miteinander,   hier fühlt sich FerrÃ¨z sicher. ”Für mich ist das hier schon immer wie   im Krieg. Doch die Eliten haben es erst jetzt, in diesen Tagen, wegen   der Attentatswelle gespürt. Da haben sie in ihren Nobelvierteln die   Panik gekriegt, sich verbarrikadiert und versteckt. Nur &#8211;  so leben wir   doch schon jahrelang. Durch Morde habe ich über zwanzig meiner Freunde   verloren, das ist normal hier. Man tötet wahllos, wegen Banalitäten.  Als  ich mal in Spanien war, redeten die Leute, die Medien drei Wochen  von  einer ertrunkenen Frau. Ich dachte anfangs, ertrinkt hier jeden Tag   eine? Bis ich mitbekam, es ist immer die selbe. Dort schockt die Leute   noch der Tod. Hier redet man nicht mal mehr von den Toten, weil es zu   viele sind. Wenn ich auf der Straße gehe, den Falschen treffe, killt  der  mich. Und wenn ich mal mit einem Verkäufer diskutieren würde, wäre   möglich, daß der den Revolver zieht und mich erschießt, obwohl du neben   mir stehst. Kürzlich rede ich mit vier Bekannten auf der Straße. Als  ich  gerade weg bin, kommt ein Killerkommando, erschießt die vier. Wäre  ich  noch da gewesen, hätten sie mich mit erschossen. Dazu kann man doch   nicht schweigen. Capao Redondo &#8211;  das ist wie ein Extra-Land, es ist   dieses Brasilien, das in Deutschland und anderswo gewöhnlich nicht   wahrgenommen wird. Dort denkt man bei Brasilien meist nur an Exotismus,   Mulattinnen, Tropenwälder. Das hier ist völlig anders.” FerrÃ¨z erwähnt   in seinen Büchern die in Brasilien übliche Lynchjustiz, die nur zu oft   Unschuldige trifft. Und auch die in den Favelas übliche Abtreibung   mittels Medikamenten. Frauen legen die toten Föten nicht selten gleich   auf der Straße, auf dem Fußweg ab.<br />
Als FerrÃ¨z mit seinen Blog-Frontberichten beginnt, stellen Brasiliens   Medien die Sache noch so dar, als ob die Polizei lediglich auf die   PCC-Attacken reagiert, die gefährlichsten Verbrecher bekämpft. Doch   FerrÃ¨z beobachtet, daß es meistens Unschuldige trifft, damit Haß und   Gewalt in der Gesellschaft weiter geschürt werden. ”Ich mache den   Versuch, der herrschenden Elitemeinung etwas entgegenzustellen. Denn die   Eliten stimulieren ja das Morden, die Vorurteile gegen Slumbewohner.   Vierzig Prozent der Getöteten hier waren junge Pizza-Austräger, die   nachts mit ihren Motorrädern zu den Kunden fahren. Die Polizei feuerte   einfach auf Leute, die gerade auf der Straße waren. Niemand prangerte   das an, niemand sprach darüber, das hat mich beeindruckt. Und ich sagte   mir, dann muß ich es eben tun. Also habe ich den Mund aufgemacht, und   das hatte Wirkung. Die Polizei wurde angewiesen, vorsichtiger, weniger   brutal vorzugehen. Man sagte den Beamten, Vorsicht, da gibt es jetzt   welche, die darüber berichten. Doch mich bedrohen sie mit Mord.”<br />
Ferrez, der früher Besenverkäufer und Bauhilfsarbeiter war, hat sich   deshalb eine Weile versteckt, geht jetzt nachts nicht mehr aus dem Haus.   Er wirkt fatalistisch, ohne Angst vor dem Tod. ”Ich lebe mit Mord und   Tod seit meiner Kindheit. Als ich acht war, sagte mein Vater, vor  unserm  Haus liegt ein Erschossener. Da bin ich hin und habe mir den  genau  angesehen. Unglücklicherweise haben wir uns hier an die Gewalt  gewöhnt.  Klar, ich hoffe, daß mir nichts passiert, aber ich mache mir  um den Tod  auch keine Sorgen. Denn ehrlich gesagt, ich habe doch alles  erreicht,  was ich wollte. Ich habe ein Buch geschrieben, das sich  verkauft, ich  habe meiner Mutter, meiner Frau ein besseres Leben  schaffen können.  Jetzt habe ich keine Träume mehr, ich bin  hoffnungslos, weil sich diese  Realität hier nicht bessert, nur alles  schlechter wird im Viertel. Ich  sehe keine Ehrlichkeit, keinen guten  Willen bei den brasilianischen  Politikern, den Eliten, nicht mal in  unserm Volk. Schau den Leuten ins  Gesicht, da siehst du Traurigkeit.  Sie engagieren sich nicht, ergeben  sich dem Zuckerrohrschnaps, sind  mutlos. Hier laufen nur Körper rum,  haufenweise, ohne Richtung,  Orientierung. Da ist es schwierig, etwas zu  erreichen. Gut,  andererseits kämpfe ich ja jeden Tag. Tagsüber würde mir  die Polizei  nichts tun, da gäbe es zu viele Zeugen. Außerdem gibt es  Polizisten,  die sehen die Lage wie ich. Aber nachts gehe ich nicht raus,  oder  übernachte dort, wo ich grade bin.”<br />
–Lula und die Slums”<br />
In Deutschland denken viele, Staatschef Lula macht progressive Politik,   auch für einen wie dich, für die Leute im Slum. Lula spricht doch jeden   Tag von Riesenerfolgen?<br />
„Die Lula-Regierung ist weniger schlecht als die vorangegangene, ist das   kleinere Übel. Aber was hat sich denn seit Lulas Amtsantritt getan? Es   gibt nicht mehr Arbeit. Daß sich für die Slumperipherie was  verbesserte,  ist einfach nicht wahr. Für die Unternehmer sieht die  Sache natürlich  ganz anders aus.”<br />
Drei Viertel der 185 Millionen Brasilianer, so sagen neue Studien, sind   nicht in der Lage, einen einfachen Zeitungs-oder Buchtext zu lesen und   zu verstehen. Das vereinfacht die Manipulierung der Pflichtwähler   kolossal, dient Neopopulisten wie dem Staatschef ungemein. (Wer nicht   wählt, kriegt auch unter Lula keine Arbeit im öffentlichen Dienst,   keinen Reisepaß etc.- wie wäre das in Deutschland?)<br />
Aber wer sind dann die Leser von FerrÃ¨z? Sein Buch „Capao Pecado”   produzierte er selber, zog fünfzig Kopien, verteilte es unter Freunden   und Bekannten des Viertels. Manche von denen arbeiten für die Mittel-und   Oberschicht als Hausdiener, Wächter, zeigten es den Arbeitgebern.   Manche bestellten „Capao Pecado” daraufhin bei FerrÃ¨z, der die Bücher   persönlich zu deren Villen brachte, sie dort den bewaffneten Wächtern   übergab, die Besteller nicht zu Gesicht bekam.<br />
”Ja, so lief es &#8211;  die Peripherie hat das Buch den Betuchten gezeigt,   jetzt ist es bei einem Verlag in der fünften Auflage. Das System hatte   für mich nichts vorgesehen, also habe ich mich auf meine Weise   organisiert, mache meine Literatur. Als ich in einer Bäckerei arbeitete,   habe ich nebenher was auf Zettel gekritzelt, daraus dann zuhause eine   Geschichte montiert. Das lesen jetzt sogar Leute aus der Upperclass.   Manche von denen sagen mir, Puta, du hast Recht, die Oberschicht ist   idiotisch, die will sich nicht ändern. Dreihundert Familien besitzen   achtzig Prozent allen Einkommens, allen Geldes “ wir kriegen nur den   allerletzten Rest. Ja, unsere Eliten handeln selbstmörderisch, suchen   sich in ihren Privilegiertenghettos abzuschotten, langfristig planen die   ihren eigenen Tod. Das kann hier alles mal explodieren. Den Aufstand   dieses Verbrechersyndikats, das sich immer besser in den Slums   organisiert, konnten sie nicht verhindern “ auf einen Schlag hundert   tote Polizisten, brennende Banken und Staatsgebäude. Morgen könnten sich   viele das als Beispiel nehmen, es intelligenter anstellen, eine   revolutionäre Organisation schaffen. Und wenn es dann losbricht, kann es   keiner aufhalten. Dann werden die Eliten wieder mit Gewalt antworten.   Die jungen Menschen hier haben doch keinerlei Perspektiven. Frag hier   mal ein Kind, was willst du denn werden? Da lacht es dich aus, sagt, ich   will nichts werden, wie sollte ich denn? Mein Bruder ist 18, kann  nicht  mal richtig lesen “ die öffentlichen Schulen formen doch nur   funktionelle Analphabeten.”<br />
–Rap, Chico Cesar, Arnaldo Antunes, Paulo Lins”<br />
Daher ist Rap an der Peripherie wichtiger als das Buch, um die Bewohner   zu erreichen. In Capao Redondo kennt man FerrÃ¨z daher mehr wegen  seiner  Rap-Konzerte, der Rap-CD „Determinaçao”, auf der er mit Chico  Cesar und  Arnaldo Antunes zu hören ist . Beide suchten Kontakt zu  FerrÃ¨z,  wollten von ihm Texte, wollten mit ihm auftreten.<br />
FerrÃ¨z ist inzwischen mit dem Schwarzen Paulo Lins aus Rio de Janeiro   befreundet. Lins schrieb den Slum-Roman „Cidade de Deus”, Gottesstadt.   Der wurde verfilmt “ war auch in Deutschland als „City of God” ein   Erfolg, zeigte das andere Brasilien “ und auch die Lächerlichkeit so   vieler Brasilienklischees von Traumstränden, Karneval und Lebenslust.   Die Produzenten von „City of God” werden jetzt das neue Buch von FerrÃ¨z   verfilmen “ „Manual pratico do Odio”, praktische Anleitung zum Haß.   „Das Leben ist hart an der Peripherie. Die Leute lieben und hassen in   gleichem Maß.”</strong><br />
<img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2008/02/ferrezextra.jpg" alt="ferrezextra.jpg" /></p>
<p><strong>2009 wird eine abschließende Universitätsstudie  über die   PCC-Rebellion vom Mai 2006 veröffentlicht: Danach wurden zwischen dem   12. und 21. Mai 2006 im Teilstaat Sao Paulo 564 Menschen erschossen &#8211; 59   waren öffentliche Bedienstete, meist Polizisten, die restlichen 505   Zivilisten. 118 davon wurden bei Zusammenstößen mit der Polizei getötet,   die weiteren bei summarischen Exekutionen, teils von Kapuzen-Männern   verübt.</strong></p>
<p>2 de outubro de 1992: uma pequena desavença entre presidiários do  pavilhão 9 da Casa de Detenção do Carandiru se transforma em uma  rebelião desprovida de viés reivindicativo ou de fuga. Apesar disso, o  Governo estadual da época determinou a invasão da Casa de Detenção por  centenas de policiais militares que exterminaram a sangue frio 111  pessoas desarmadas e desesperadas. Foi a maior chacina da história do  sistema penitenciário brasileiro.</p>
<p>Passadas quase duas décadas dessa “página infeliz de nossa história”,  os tijolos da Casa de Detenção foram deitados ao chão e, no seu lugar,  foi erigido o sugestivo Parque da Juventude. Todavia, a construção de um  parque para a juventude no lugar de uma unidade de aprisionamento da  juventude não significou, infelizmente, qualquer mudança na política  criminal do Estado: após todos esses anos, ninguém foi responsabilizado  pelos 111 assassinatos!</p>
<p>Pior: ainda hoje, divisamos jovens, em regra pobres e negros, sendo  perseguidos pelo aparato repressor estatal.      Quando conseguem  driblar a morte, caem na vala imunda e cada vez mais superlotada do  sistema carcerário (de 1992 para cá, a população prisional cresceu mais  de 400% contra pouco mais de 27% de crescimento da população  brasileira).</p>
<p>Diante desse quadro desafiador, movimentos e entidades da sociedade  civil organizada e alguns órgãos públicos planejam uma grande  articulação em torno do vintenário do massacre do Carandiru, com a  pretensão de pautar diversas ações para promover a responsabilização do  Poder Público e também para trazer ao debate público o tema da segurança  pública e da cidadania.</p>
<p>Como pontapé inicial dessa articulação, promoveremos um ato em  memória aos 19 anos do massacre. Será nesse domingo, dia 02.10.2011, A  PARTIR DAS 15HS, NO PARQUE DA JUVENTUDE.</p>
<p>Assinam:</p>
<p>ACAT-BRASIL, AMPARAR, ASSOCIAÇÃO JUÍZES PARA A DEMOCRACIA (AJD),  ASSOCIAÇÃO NACIONAL DE DEFENSORES PÚBLICOS FEDERAIS (ANADEF), ASSOCIAÇÃO  PAULISTA DE DEFENSORES PÚBLICOS (APADEP), CENTRO ACADÊMICO XI DE  AGOSTO, CENTRO PELA JUSTIÇA E DIREITO INTERNACIONAL (CEJIL), CÍRCULO  PALMARINO, COLETIVO 2 DE OUTUBRO, COLETIVO CINE BIJOU – CINEMA E  MEMÓRIA, COLETIVO PERIATIVIDADE, COLETIVO VÍDEO POPULAR, COMISSÃO DE  JUSTIÇA E PAZ, COMISSÃO TEOTÔNIO VILELA, CONSELHO ESTADUAL DE DEFESA DOS  DIREITOS DA PESSOA HUMANA (CONDEPE), COOPERIFA, DEFENSORIA PÚBLICA DA  UNIÃO EM  SÃO PAULO, ESPÍRITO DE ZUMBI, ESTUDO, COMIDA E CIDADANIA  (ECC), FÓRUM DE HIP-HOP, GELEDÉS, GEPEX &#8211; SEGURANÇA PÚBLICA, JUSTIÇA  CRIMINAL E DIREITOS HUMANOS DA UNIFESP/BS, GRUPO CULTURAL MARACATU  BOIGY, GRUPO TORTURA NUNCA MAIS – SP, IDENTIDADE &#8211; GRUPO DE LUTA PELA  DIVERSIDADE SEXUAL, INSTITUTO PRÁXIS DE DIREITOS HUMANOS (IPDH),  INSTITUTO TERRA, TRABALHO E CIDADANIA (ITTC), INSTITUTO UMOJÁ, JUSTIÇA   GLOBAL, LUTA POPULAR, MÃES DE MAIO, MARGINALIARIA, MOVIMENTO NACIONAL DA  POPULAÇÃO DE RUA, MOVIMENTO NACIONAL DOS DIREITOS HUMANOS, MOVIMENTO  NEGRO UNIFICADO, NSN, NÚCLEO DA SITUAÇÃO CARCERÁRIA DA DEFENSORIA  PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, NÚCLEO DE PRESERVAÇÃO DA MEMÓRIA  POLÍTICA, NÚCLEO ESPECIALIZADO DE CIDADANIA E DIREITOS HUMANOS DA  DEFENSORIA PÚBLICA DO ESTADO DE SÃO PAULO, OS CRESPOS, PÂNICO BRUTAL,  PASTORAL CARCERÁRIA, PASTORAL DA JUVENTUDE, QI ALFORRIA, QUILOMBAQUE  PERUS, REDE EXTREMO SUL, SARAU DA ADEMAR, SARAU DA BRASA, SARAU ELO DA  CORRENTE, SARAU DOS MESQUITEIROS, SARAU VILA FUNDÃO, SINDICATO DOS  ADVOGADOS DO ESTADO DE SÃO PAULO, TRIBUNAL POPULAR, UNEAFRO-BRASIL,  VERSÃO POPULAR</p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran12.JPG" alt="caran12.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html"><strong>http://www.pucsp.br/fecultura/textos/pessoa_sociedade/12_dentro_terror.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034"><strong>http://www.controversia.com.br/index.php?act=textos&amp;id=10034</strong></a></p>
<p><strong>Viel Lob in Europa für Lulas Politik:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/27/lula-erhalt-ehrendoktor-in-paris-als-erste-personlichkeit-lateinamerikas-lulas-siebter-ehrendoktorhut/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/01/rio-de-janeiro-richtervereinigung-fur-demokratieajd-verurteilt-militar-und-polizeieinsatz-in-slums-staat-verletzt-verfassung-summarische-exekutionen-ausrottung-unerwunschter-bevolkerung/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</strong></a></p>
<p><strong>Rainer Stadler, NZZ:</strong></p>
<p><strong>“Die Stresssymptome sind bereits jetzt unübersehbar. Was man   aus  ökonomischer Sicht gelassen als Verdrängungswettbewerb bezeichnen   kann,  bedeutet in publizistischer Hinsicht: schmalbrüstige  Redaktionen,   schrumpfende Kompetenz bei der journalistischen  Bewältigung der nahen   und fernen Ereignisse, aggressivere Schlagzeilen  als Folge wachsender   Ahnungslosigkeit, Hysterien, Missachtungen der  Unschuldsvermutung und   mehr Übergriffe in die Privatsphäre, weil  gerade dort attraktive   Unterhaltungsstoffe zu holen sind.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Was sonst Wirtschaftsmanagern vorgeworfen   wird – der bloss  kurzfristige Blick auf die Quartalszahlen –, ist im   Journalismus  weiterhin das dominierende Richtmass: die Deadline, der    Redaktionsschluss. Er gewährt in der Internet-Ära kaum noch    Besinnungszeit. Das ist umso verheerender, wenn es an Ressourcen    mangelt. Die Gefahr schrumpfender publizistischer Kompetenzen    kontrastiert scharf mit den wachsenden Ansprüchen einer Gesellschaft,    die auf die Vermittlung von komplexem Wissen angewiesen wäre. Sie begibt    sich im «Easy-News-Jet» auf einen gefährlichen Blindflug.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Der Ausleseprozess wird schon bald den   Blätterwald drastisch  auslichten. Es entsteht eine andere   (Medien-)Schweiz. Die Annahme, dass  künftig gerade noch zwei bis drei   Medienunternehmen den hiesigen Markt  prägen werden, scheint nicht mehr   abwegig. Die Spannung zwischen dem von  Zürich aus gesteuerten   Kommunikationsmarkt und der föderalistisch  geprägten politischen   Schweiz wird wachsen, die gesellschaftliche  Verständigung wird   unübersichtlicher und instabiler.”</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/22/luis-antonio-pereira-silva-leiter-der-slum-pastoral-in-der-erzdiozese-rio-de-janeiro-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
<h3>ai-Journal Dezember 1996</h3>
<h2>Die “Hölle auf Erden”</h2>
<p><strong>BRASILIEN</strong></p>
<p><strong>Die “Hölle auf Erden”</strong></p>
<p><strong>Revolten, Hungerstreiks und Aids bestimmen den Alltag in den  völlig  überfüllten brasilianischen Gefängnissen. Brasilien gilt zwar  als die  zehntgrößte Wirtschaftsnation, leistet sich aber Haftanstalten,  die man  eher in Ruanda oder Burundi vermuten würde. Eine im April  verkündete  Amnestie entspannte die Situation nicht.</strong></p>
<p><strong>Eine mittelalterlich anmutende Gefangenenzelle in Rios  Stadtteil  Realengo: Jeder der mehreren Dutzend Insassen hat laut Gesetz  Anspruch  auf mindestens acht Quadratmeter &#8211; hier ist es nicht mal ein  einziger.  Geschlafen wird deshalb in Schichten. Während ein Teil der  Gefangenen  auf feuchtem Boden liegt, schlafen die anderen in  Hängematten, die an  den Gitterstäben befestigt sind. In einer Zelle im  Stadtteil Bangu ein  ähnliches Bild: 35 fast nackte, schwitzende Männer  auf nur sechzehn  Quadratmetern bei beißendem Fäkaliengeruch und  nächtlichem Besuch von  Ratten. Die psychische Spannung ist fast mit  Händen greifbar. Neun von  zehn Gefangenen haben Furunkel, in der  heißesten Jahreszeit herrschen  bis zu 60 Grad. Dann fallen täglich etwa  20 Insassen ohnmächtig um,  werden von den Wärtern herausgezerrt und  durch andere ersetzt.</strong></p>
<p><strong>Um aus dieser Hölle herauszukommen und in eine weniger überfüllte  Zelle  verlegt zu werden, bestechen Häftlinge ihre Aufseher mit bis zu   umgerechnet 5.000 Mark. Es gibt brasilianische Gefängnisse, in denen die   Insassen das nötige Geld sammeln, um dann die Begünstigten auszulosen.   In Bangu kommen die notwendigen “Real” von der Familie oder   Verbrechersyndikaten &#8211; je unerträglicher die Hitze, desto höher die   Preise auf diesem Schwarzmarkt. Einmal am Tag gibt es schlechtes Essen;   die Lebensmittelpakete der Angehörigen werden gewöhnlich nicht   ausgehändigt.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Folter ist üblich. Ein Anwalt  beschreibt einen Fall von 1996:  “Polizisten mit Kapuzen mißhandelten  116 Gefangene, unter anderem mit  Elektroschocks. Alle wiesen  Blutergüsse auf, wurden zudem zu sexuellen  Handlungen gezwungen.” Fast  täglich werden Fälle zu Tode gefolterter,  erschlagener Häftlinge  bekannt &#8211; die politisch Verantwortlichen bleiben  meist passiv. Nur  wenige Intellektuelle protestieren, die Gesellschaft  scheint sich an  die grauenvollen Zustände gewöhnt zu haben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Pervertieren statt resozialisieren</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Menschenrechtsorganisationen wie amnesty  international oder “Human  Rights Watch” prangern die Zustände in den  brasilianischen Haftanstalten  an &#8211; und auch die Gefangenenseelsorge der  Katholischen Kirche läßt  nicht locker. Padre Geraldo Mauzeroll von der  “Pastoral Carceraria” im  Teilstaat Sao Paulo gegenüber dem ai-Journal:  “Wer ins Gefängnis kommt,  wird pervertiert, wird angesehen und  behandelt wie ein Tier &#8211; niemand  ist an einer Besserung oder  Resozialisierung interessiert. Die  Gesellschaft rächt sich an ihnen,  läßt sie intellektuell, spirituell,  moralisch und kulturell und nicht  selten sogar physisch sterben.”  Mauzeroll hört in Polizeiwachen und  Gefängnissen sehr häufig den  Ausspruch: “Nur ein toter Häftling ist ein  guter Häftling!” Der Padre  geht seit 1973 in die “Presidios” &#8211; was er  täglich sieht, sind Bilder  wie aus Horrorfilmen: Tuberkulose grassiert,  über die Gesichter  Todkranker laufen Ameisen. Häftlinge verfaulen  buchstäblich in Zellen.  Die Gefängnisärzte sind selbst kriminell, weil  sie Kranke bewußt </strong></p>
<p><strong>nicht behandeln, sondern sterben lassen. Sie werden aber nie  zur  Rechenschaft gezogen. Kriminell handeln auch Richter und  Staatsanwälte,  die über Folter und alle anderen  Menschenrechtsverletzungen detailliert  informiert sind, jedoch nicht  eingreifen.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Das Gefängnispersonal verkauft  Lebensmittel, die für Häftlinge bestimmt  sind und ermöglicht  Rauschgifthandel und -konsum hinter Gitterstäben.  Ein  Gefängnisdirektor: “Drogen müssen dort drin sein, damit die  Gefangenen  ruhig bleiben.”</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Erzwungenes Schweigen, Morddrohungen</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Ein dunkles Kapitel ist auch die sexuelle  Gewalt, von Aufsehern sogar  gefördert. Mauzeroll zum ai-Journal: “Wird  ein wegen Vergewaltigung  Verurteilter eingeliefert, stecken die Wärter  ihn in bestimmte  Massenzellen, damit er dort von 15 oder 20 Häftlingen  vergewaltigt wird.  Dies ist Gesetz in den Kerkern, und so verbreitet  sich Aids sehr  schnell.” Nach amtlichen Angaben infizierten sich  bereits mehr als 20  Prozent aller Inhaftierten mit dem HIV-Virus &#8211; ein  Großteil der rund  150.000 brasilianischen Gefangenen hat homosexuellen  Verkehr, gewöhnlich  ungeschützt. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Vitor Carreiro teilte in Rio de Janeiro  jahrelang eine Zelle mit 47  Gefangenen. Er ist von Aids gezeichnet und  sagt: “Alle Welt weiß, daß  die Frau des Gefangenen der andere Gefangene  ist.” Promiskuität ist der  Alltag: José Ferreira da Silva,  HIV-positiv, berichtet von vier festen  und acht gelegentlichen Partnern  &#8211; keiner benutzt Präservative. </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Padre Mauzeroll drückt sich im Gegensatz zu  vielen “politisch korrekten”  Landsleuten nicht um unbequeme und  unangenehme Wahrheiten. Er hat keine  Probleme, die von den Autoritäten  gerne versteckten und verdrängten  Probleme offen anzusprechen. “Wer  über die Zustände redet und  informiert, stirbt”, lautet eine andere  Regel. Berufskiller erledigen  das &#8211; Mauzeroll weiß, daß auch sein Leben  in Gefahr ist. Dennoch klagt  er offen die soziale Ordnung Brasiliens  an: “Diese ist schuld an der  Situation.” </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Gemäß einer neuen Studie der Vereinten  Nationen lebt heute fast die  Hälfte der 150 Millionen Brasilianer in  verhältnismäßig entwickelten  Gebieten. “Wenn in Sao Paulo und Rio de  Janeiro die Lage in den  Gefängnissen bereits so schlimm ist”, gibt  Padre Mauzeroll zu bedenken,  “wie muß sie dann erst in den stark  unterentwickelten Regionen des  Nordens und Nordostens sein?”</strong></p>
<p><strong> Amnestie nur Kosmetik</strong></p>
<p><strong>Die Rechtsanwältin Zoraide Fernandez weist darauf hin, daß  Häftlinge  nach verbüßter Strafe oft noch jahrelang gefangengehalten  werden. 1995  waren es allein in Rio mindestens 560.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Staatschef Fernando Henrique Cardoso verkündete im  April die,  wie es offiziell hieß, größte Amnestie in der Geschichte  des Landes:  Etwa zehn Prozent der Gefangenen sollten freikommen. Wie  die  Gefängnisbehörden inzwischen einräumten, werden beispielsweise im   Teilstaat Rio de Janeiro nur wenig mehr als ein Prozent amnestiert. Die   511 Gefängnisse bieten Platz für höchstens 60.000 Personen, sind aber   nach jüngsten offiziellen Angaben mit 148.760 Häftlingen belegt &#8211; das   sind 15 Prozent mehr als 1994. Notwendig, so hieß es, sei der Bau von   145 zusätzlichen Haftanstalten. Die Lage in der Metropole Sao Paulo ist   den Angaben zufolge am dramatischsten. Eine Besserung ist nicht in   Sicht: Per Haftbefehl suchte man allein 1996 rund 275.000 Straftäter.</strong></p>
<p><strong>Rund 95 Prozent der Häftlinge sind Arme, 96 Prozent sind  männlich und  etwa drei Viertel Voll- und Halbanalphabeten. Der typische  Gefangene, so  eine Studie, ist dunkelhäutig und jünger als 25 Jahre.  Jeden Monat  kommt es laut Statistik zu mindestens drei großen  Häftlingsrevolten, die  meisten werden allerdings der Öffentlichkeit  verschwiegen. Eine  Ausnahme bildet lediglich der südliche, relativ  hochentwickelte  Teilstaat Rio Grande do Sul &#8211; nur dort soll es auch  keine irregulär  festgehaltenen Häftlinge geben.</strong></p>
<p><strong> </strong><strong>Wärter und Spezialeinheiten gehen  gewöhnlich äußerst brutal gegen  meuternde Häftlinge vor: 1992 wurden im  berüchtigten Gefängnis  “Carandiru” von Sao Paulo mindestens 111  Insassen erschossen. Die  politisch Verantwortlichen und die direkt  Beteiligten blieben bisher  straffrei. In “Carandiru” ereignete sich  auch Ende Oktober wieder eine  Revolte: 670 Gefangene nahmen 27 Wärter  als Geiseln und forderten die  Verlegung in eine andere Haftanstalt.  Fünf Häftlinge versuchten  währenddessen in einem Müllwagen zu fliehen,  vier von ihnen wurden von  Militärpolizisten erschossen.<br />
Klaus Hart<br />
Der Autor ist freier Korrespondent in Rio de Janeiro</strong></p>
<p><strong>Hintergrund von 2001:</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>„Unerklärter Bürgerkrieg“ in Brasilien<br />
Über 40000 Morde jährlich/Zunahme von Attentaten </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Im Kontext der jüngsten internationalen Konflikte weisen  brasillianische Experten immer nachdrücklicher darauf hin, welche hohen  Menschenopfer der sogenannte „unerklärte Bürgerkrieg“ in Brasilien  kostet. Wie die Universitätsprofessor und Politik-Berater Gaudencio  Torquato jetzt  in einer Analyse mit dem Titel „Wir und Afghanistan“  betonte, werden aus politischen und kriminellen Motiven selbst laut den  geschönten offiziellen Angaben jährlich rund 40000 Menschen ermordet. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>     Hätte  Deutschland, mit einer etwa halb so großen  Bevölkerung, diese Rate, wären es pro Jahr etwa 20000 Getötete.  Tatsächlich waren es im Jahr 2000 laut BKA-Angaben nur 1015. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Torquato zählte zu den Gründen der hohen Opferzahlen, daß die  zehntgrößte Wirtschaftsnation anders als Afghanistan zwar sämtliche  Hochtechnologie der letzten Generation nutze, die soziale Polarisierung  zwischen den Privilegierten und den armen Schichten sich jedoch weiter  verschärft habe. Die hohe Gewaltrate habe dazu geführt, daß  nachbarschaftliches Zusammenleben immer weniger gepflegt werde, die  brasilianische Gesellschaft sich von der menschlichen Solidarität  verabschiede. Gängige Reaktion angesichts der täglichen Morde sei leider  nur:“Gut, daß es mir nicht passiert ist.“ </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Derartige Verfallsprozesse resultieren laut Torquato aus  einer „politisch-institutionellen Kultur“, die sich mit den alltäglichen  Skandalen um hohe Volksvertreter und den Fällen von  Regierungskorruption weiter degradiere. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Brasilianischer Menschenrechtsaktivist<br />
“Generation eiskalter Killer“ wächst heran </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Brasilien züchtet nach den Worten des angesehenen  Menschenrechtsaktivisten Eduardo Capobianco „eine Generation eiskalter  Killer“heran.“Sie töten einen Menschen mit der selben Leichtigkeit, mit  der sie eine Coca-Cola trinken“, sagte er im Dezember während der  Auszeichnung mit einem Bürgerrechtler-Preis in Sao Paulo. Capobianco,  Präsident von zwei regierungsunabhängigen Institutionen, die das  organisierte Verbrechen sowie die tiefverwurzelte Korruption in Politik  und Wirtschaft bekämpfen, hatte erst Anfang Dezember in der City der  17-Millionen-Stadt ein Attentat überlebt. „Brasilien hat gravierende  soziale Ungleichheiten und eine kapitalistische Kultur, die auf dem  Konsum basiert, Städte des Konsumismus wie Sao Paulo. Das stimuliert  letztlich Gewalt – Armut allein ist dafür nicht verantwortlich zu  machen.“ In entwickelten Ländern wie Japan entfalle statistisch pro Jahr  ein Mord auf hunderttausend Einwohner – in einer Stadt wie Sao Paulo  seien es dagegen gemäß offiziellen Zahlen immerhin fünfzig. Indessen  gebe es bereits leichte Fortschritte bei der Verbrechensbekämpfung, die  Arbeit seiner beiden Institutionen mißfalle der Gegenseite sehr und habe  das Attentat bewirkt. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Capobianco überlebte den Anschlag nur, weil er eine Mappe mit  Büchern vor die Herzgegend hielt, Kugeln darin steckenblieben bzw. nur  seine Beine trafen. Weder die Polizei noch er selbst haben einen Hinweis  auf die Täter und deren Hintermänner. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>In den letzten drei Monaten kam es in Brasilien zu einer  Attentatsserie, bei der mehrere Gewerkschaftsführer, ein progressiver  Großstadtbürgermeister sowie Umweltaktivisten getötet wurden,  Bombenanschläge forderten glücklicherweise keine Opfer. Eine bislang  unbekannte rechtsextreme Organisation schickte Morddrohungen an 37  Bürgermeister der linkssozialdemokratischen Arbeiterpartei PT im  Industrie- Teilstaat Sao Paulo, dessen Bruttosozialprodukt das von ganz   Argentinien übertrifft. </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Systematische Folterungen weiter alltäglich – trotz Anti-Folter-Gesetz<br />
Menschenrechtler skeptisch über  offizielle PR-Kampagne </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Der Dreißig-Sekunden-TV-Spot ist gut gemacht,  drastisch-realistisch: Ein Mann, halbnackt, blutend, gefesselt, wird von  einem Sadisten gequält, mit dem Kopf immer wieder in einen Wassertank  getaucht, soll Informationen preisgeben, ein Geständnis ablegen. Ein  Dritter sieht die Szene, rennt zum Telefon, wählt die neue Gratis-Nummer  von „SOS Tortura“, erstattet anonym Anzeige. Jeder sollte ab sofort  genauso handeln, lautet der Appell an die Fernsehzuschauer – „denn  Folter ist ein Verbrechen!“ Daß Brasiliens Staatspräsident Fernando  Henrique Cardoso, Ehrendoktor der FU Berlin, jetzt auch in Rundfunk und  Presse eine solche Medienkampagne starten ließ, einmalig in der  Geschichte Brasilien, könnte die Menschenrechtler des In-und Auslands  optimistisch stimmen. Doch Skepsis überwiegt. Befürchtet wird, daß  Brasilia damit lediglich  auf Imageverbesserung bei den Vereinten  Nationen zielt. Deren Experte für Folterfälle, Nigel Rodley, hatte  letztes Jahr nach einer Reise durch mehrere Teilstaaten die Zustände als  erschreckend und eigentlich unbeschreiblich angeprangert. Nicht anders  sieht es Amnesty International, stellte deshalb  in der  17-Millionen-Stadt São Paulo, Lateinamerikas führendem  Wirtschaftszentrum, im Oktober kurz vor Kampagnebeginn der  brasilianischen Öffentlichkeit den neuesten Bericht über Folter und  Mißhandlungen vor. Tatverdächtige, Festgenommene, Untersuchungshäftlinge  und Strafgefangene systematisch Torturen zu unterwerfen, auch von  völlig Unschuldigen Geständnisse unter Folter zu erpressen, gehört  danach weiterhin zur  Alltagsroutine im Apparat der Militär-und  Zivilpolizei. Laut Patrick Kopischke, Brasilien-Experte von Amnesty  International, hat der starke politische Druck, die überbordende  Kriminalität zu bekämpfen, dazu geführt, daß Folter andere  Ermittlungsmethoden ersetzt. Allein in São Paulo, wo über eintausend  deutsche Unternehmen, von VW bis Daimler-Benz, ansässig sind, werden  laut offiziellen Angaben monatlich über 440 Menschen ermordet. Zum  üblichen Nachrichtenangebot der  Radio-und TV-Stationen gehören die  unaufhörlichen Gefangenenrevolten in den mit fast 100000 Insassen völlig  überfüllten Polizeiwachen, Haftanstalten und provisorischen  Gefängnissen der Metropole. Pro Monat werden rund eintausend weitere  mutmaßliche oder tatsächliche Straftäter in teils fensterlose Zellen  gepreßt, wo bereits bis zu 168 Männer auf einem Raum zusammenhocken  müssen, der eigentlich nur für höchstens dreißig gedacht war. Wegen der  schlechten Luft, der unhygienischen Zustände, des ständigen  Fäkaliengeruchs und des damit verbundenen psychischen Drucks sind  Aufstände die logische Folge – niedergeschlagen werden sie mit äußerster  Brutalität, gibt es fast immer Tote. „Man greift auf Folter und  Mißhandlungen zurück, um ein katastrophales Gefängnissystem unter  Kontrolle zu halten“, betont deshalb Kopischke, grundlegende Reformen  seien nötig, nicht nur kosmetische Verschönerungen. Aktivisten von  Amnesty und anderen Menschenrechtsgruppen Brasiliens empört zudem   besonders, daß das auf ihren Druck hin erlassene Anti-Folter-Gesetz von  1997 an den Zuständen kaum etwas änderte, Täter gewöhnlich straffrei  ausgehen, selbst aus der Diktaturzeit berüchtigte Folterer weiter im  Dienst sind. Gemäß neuen UNO-Angaben verzeichnet der Teilstaat Minas  Gerais die meisten bekanntgewordenen Folterfälle, ist die  Polizeibrutalität traditionell besonders hoch. Dies gilt als Erbe des  Militärregimes(1964-1985), als Fachleute der CIA gemäß Angaben von  Zeitzeugen  den Militär-und Zivilpolizisten in Kursen auch  Foltertechniken beibrachten. „Heute noch sind es die gleichen“, so der  renommierte Menschenrechtsanwalt Antonio Aurelio, „vor allem  Elektroschocks, Aufhängen kopfunter an einer Stange, Eintauchen in  Wassertanks, Schläge auf beide Ohren, Erstickungsanfälle mittels über  den Kopf gestülpten Plastiksäcken“. Im Juni letzten Jahres wurden in  einer Polizeiwache São Paulos etwa zweihundert Gefangene, einer nach dem  anderen, völlig unbekleidet,  mit Elektroschocks gepeinigt. Bei  weiteren Mißhandlungen starb ein Insasse, dreißig weitere erlitten teils  schwere Verletzungen. Die beteiligten Polizeikommissare sind weiterhin  im Dienst.  Beim Interview  mit dem Polizeichef einer  nordostbrasilianischen Stadt fand dieser nichts dabei, den an den  landesüblichen Elektroschock-Apparaturen verwendeten Regler sichtbar   auf seinem Schreibtisch liegen zu lassen.</strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong>Über 40000 brasilianische Kinder arbeiten auf stinkenden Müllbergen<br />
Unicef und NGO entwickeln Alternativprojekte </strong></p>
<p><strong>  </strong></p>
<p><strong> Im Kriechgang, fast mit Vollgas, arbeitet sich der Müll-LKW  in Serpentinen fast bis zur Haldenspitze vor, kippt dort, an der  Peripherie der 17-Millionen-Stadt São Paulo, bei 35, 40  Grad  Tropenhitze stinkende Abfälle aller Art ab. Auf diesen Moment haben  Schwärme von Schmeißfliegen, aber auch Dutzende von Kindern und  Jugendlichen nur gewartet. Mit Säcken über der Schulter stürzen sie sich  auf  die Ladung, sinken bis zu den Knien ein, wühlen neben schwarzen  Aasgeiern nach Essensresten, Glas-und Plastikflaschen, Papier und  Getränkebüchsen aus Aluminium. Alles wird getrennt, sortiert, ein Stück  entfernt bei  anderen Familienmitgliedern angehäuft, Alu-Büchsen tritt  man mit dem Fuß platt. Metallfirmen oder Papier-und Textilfabriken  nehmen alles für lächerlich geringe Preise ab – jedes dreckverschmierte,  oft von Hautkrankheiten gezeichnete Müll-Kind kommt pro Tag höchstens  auf umgerechnet vier, fünf Mark – überlebenswichtig für die Familien an  der Slum-Peripherie von Lateinamerikas reichster Stadt und  Wirtschaftslokomotive, aber auch von Rio de Janeiro, Salvador da Bahia  oder Recife. In ganz Brasilien sind es über vierzigtausend „Crianças do  Lixo“, Müll-Kinder – die nie zur Schule gehen, oder es aufgaben, weil  man sie lächerlich machte, diskriminierte. Vor ein, zwei Jahren waren es  indessen noch über dreizehntausend mehr – bevor das UN-Kinderhilfswerk  Unicef  und die regierungsunabhängige Organisation „Agua e Vida“(Wasser  und Leben) Projekte starteten, Druck auf den Staat, lokale Behörden  ausübten, um diese schändliche Form der Kinderarbeit zu bekämpfen. </strong></p>
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<p><strong>Hautkrankheiten, Cholera </strong></p>
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<p><strong>Daß Minderjährige in einem Land, das zu den zehn größten  Wirtschaftsnationen gehört, den ganzen Tag im Müll waten müssen, anstatt  zu spielen und zu lernen, nennt Afonso Lima, Unicef-Mitarbeiter in São  Paulo, einfach entsetzlich, unmenschlich. Die Regierung hat zudem  internationale Konventionen, darunter gegen Kinderarbeit unterzeichnet,  die derartiges eigentlich verbieten. „Weil die meisten Kliniken  ihre  sämtlichen Abfälle unsortiert und unbehandelt ebenfalls auf die Halde  kippen, können sich die Kinder sogar gefährliche Krankheiten holen,  finden Spritzennadeln, Chemikalien aller Art.“ Für seine Kollegin Paula  Claycomb aus den USA fehlt es auch an politischem Willen. „Die  brasilianische Gesellschaft muß endlich verstehen, daß stinkende  Abfallhalden nicht der richtige Ort für Kinder sind.“ Dabei wurde  bereits eine Menge erreicht: Unicef und die NGO „Agua e Vida“ brachten  in geduldiger Überzeugungsarbeit Gouverneure und viele Gemeinden dazu,  Mittel für die Gründung von Müll-Recycling-Kooperativen freizugeben,  sogar Gebäude bereitzustellen. Der Vorteil: Wiederverwertbares wird  bereits an Wohngebäuden, Supermärkten, Bürohäusern aussortiert – und  nicht erst,  mit organischen Abfällen verschmutzt, auf der Halde.  Resultat: Das Familieneinkommen steigt, die Kinder brauchen nicht mehr  mitzuarbeiten, gehen stattdessen zur Schule. Eine geringe staatliche  Hilfe von  monatlich umgerechnet über zehn Mark pro Kind wird auch an  viele andere verelendete Familien nur gezahlt, wenn sie ihre Kinder  kontinuierlich in die Schule schicken. „Und das funktioniert“,  bekräftigt die NGO-Koordinatorin Teia Magalhaes in São Paulo. „Nur ist  es leider oft so: Wir holen eine Familie aus dem Müll, doch andere  treten sofort an deren Stelle – Folge der Misere in Brasilien.“ Da die  Cholera im Lande längst nicht ausgerottet ist, man sich gerade auf den  riesigen Abfallbergen leicht anstecken kann, verbreitet Teia Magalhaes  auch ein entsprechendes Aufklärungs-Video, organisiert zusammen mit  Präfekturen Musik-und Tanzkurse, um frühere „Crianças do Lixo“ in der  Schule zu halten, an Kultur heranzuführen. </strong></p>
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<p><strong>Banker und Müllsammler </strong></p>
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<p><strong>Auch über  Lateinamerikas Wallstreet, die Banken-Avenida  Paulista, zerren täglich ungezählte schwitzende, zerlumpte Catadores do  Lixo, Müllsammler, ihre hölzernen Karren, hochbeladen mit Verpackungen  und anderem Material. Eigentlich sollten  die Catadores allen Respekt  verdienen: Nur ihnen ist es zu verdanken, daß immerhin achtzig Prozent  der Aluminium-Getränkebüchsen, siebzig Prozent der Pappe und  dreißig  Prozent der Flaschen recycelt werden. Nur hier und da trifft man bereits  auf jene Hausmüll-Container wie in Deutschland – ausgerechnet in einem  Drittweltland wie Brasilien ist Ressourcenverschwendung weiterhin die  Regel. Was vergeudet wird, ob Nahrungsmittel, Strom oder Wasser, hat  laut neuesten Studien immerhin einen Wert von jährlich umgerechnet über  einhundert Milliarden Mark. Besonders provozierend in einem Land mit  ernsten Hungerproblemen: Was São Paulos Supermärkte an Lebensmitteln  wegwerfen, reichte wertmäßig bequem aus, um monatlich 600000  Slum-Familien mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen. </strong></p>
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<p><strong>Padre Julio Lancelotti kämpft gegen Folter an Kindern und Jugendlichen<br />
Hohes Lebensrisiko, Morddrohungen, tätliche Angriffe<br />
Auch von Unicef wegen Engagements für Kinderrechte ausgezeichnet </strong></p>
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<p><strong>„Erstmals konnten wir jetzt achtzehn Aufseher, sogar drei  Direktoren, wegen Folter vor Gericht bringen“, sagt Padre Julio  Lancelotti im Büro des von ihm geleiteten „Zentrums zur Verteidigung von  Kindern und Jugendlichen“ der Millionenstadt São Paulo. Aber Freude,  Zufriedenheit über diesen kleinen Sieg ist ihm nicht anzumerken. Denn  auf einen Schlag hat er damit noch mehr erbitterte Feinde unter den  Mitarbeitern der gefängnisähnlichen Anstalten für straffällig gewordene  Minderjährige(Febem). Von den letzten Attacken hat er sich noch nicht  erholt: Als in einer Febem-Einheit wiederum Jugendliche gegen  Mißhandlungen, Überfüllung rebellierten, fuhr er sofort hin – eine  Gruppe von Febem-Angestellten schlug ihm Zähne aus, trat auf ihn ein,  zerbrach die Brille. Militärpolizisten schauten bewußt eine ganze Weile  zu, griffen erst spät ein. „Sogar  das Kreuz, das ich um den Hals trug,  ein Geschenk aus Osnabrück, wurde mir abgerissen – hier ist die  Situation eben längst außer Kontrolle.“ Lancelotti, der auch ein Heim  für Aids-infizierte Kinder führt,  erhält regelmäßig Morddrohungen &#8211;  andere Pfarrer São Paulos haben ihr Engagement für Menschenrechte  bereits mit dem Leben bezahlt – in Brasilien kommt es täglich zu  politischen Morden, Attentaten.  Theoretisch können er und seine Anwälte  sich auf das Anti-Folter-Gesetz, das Statut zum Schutze der  Heranwachsenden berufen. „In Brasilien dominiert aber leider  Straflosigkeit, Folterer bleiben gewöhnlich ungeschoren, werden nicht  einmal entlassen, sind durch die Autoritäten geschützt.“ </strong></p>
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<p><strong>„Kultur der Folter“ </strong></p>
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<p><strong>Daß die Gesetze nicht funktionieren, erklärt Lancelotti mit  für manchen Europäer sicher  überraschenden Gründen:“In diesem Land  existiert die Sklavenhalterkultur, auch eine Kultur der Folter weiter –  ein Großteil der Brasilianer befürwortet Torturen, die Todesstrafe, die  Herabsenkung des Strafmündigkeitsalters auf sechzehn, teils sogar  vierzehn Jahre.“ Im Teilstaate São Paulo, dem reichsten ganz Brasiliens,  mit weit über eintausend deutschen Unternehmen, sind in den  Febem-Anstalten derzeit mehr als viertausend Heranwachsende  konzentriert, täglich kommen etwa dreißig hinzu. Wo eigentlich gemäß den  Vorschriften nur Platz für sechzig Minderjährige ist, werden in Zellen  bis zu vierhundert zusammengepfercht, sind gewöhnlich völlig sich selbst  überlassen. „Als letztes Jahr der UNO-Sonderberichterstatter für  Folter, Nigel Rodley, hier war, erklärte man ihm allen Ernstes,  Jugendliche hätten sich Verletzungen selber beigebracht, im Streit  miteinander.“ Der Padre, die eng mit ihm kooperierende Anwältin  Francisca de Assis Soares, wissen von solchen Fällen, auch von sexueller  Gewalt unter den Jugendlichen. Doch das sind Ausnahmen. Die Struktur  dieser Anstalten ziele auf  Unterdrückung, Entwürdigung, Verrohung –  „über viele besonders sadistische Folterungen“, so Lancelotti“,  reden  wir öffentlich gar nicht mehr, weil es uns ja doch keiner glaubt.“ In  einer Febem-Anstalt hatte man allen Ernstes Skinheads angestellt,  wegen  ihrer Aggressivität von den Minderjährigen  nur „Pitbulls“ genannt. </strong></p>
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<p><strong>Sadismus der Aufseher     </strong></p>
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<p><strong> Bekommen Lancelotti und sein Team Wind von Mißhandlungen,  fahren alle sofort los, um gerichtsverwertbare Beweise zu sammeln,  Torturen zu unterbrechen. „In einer Anstalt trafen wir auf über vierzig  gefolterte Jugendliche – mit schweren Verletzungen, gebrochenen Armen  und Beinen!“ Rebellieren Insassen einer Febem-Einheit, toben sich bei  der Niederschlagung Aufseher, herbeigerufene Polizisten sadistisch  aus.“Jugendliche mußten tagelang nackt hintereinander aufgereiht und  aneinandergepreßt auf dem Boden hocken, das Geschlechtsteil am Gesäß des  Vordermanns, durften nur in Plastikflaschen urinieren, die man dann  über ihnen ausschüttete. Scharfe Hunde wurden rudelweise zwischen die  Insassen gehetzt – wer deshalb aufstand, erhielt sofort Schläge. Und  selbst das – Wärter zwingen Jugendliche, auf andere Insassen zu  urinieren. Alles Folterpraktiken, tief entwürdigend!“ </strong></p>
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<p><strong>Aber könnte die Mitte-Rechts-Regierung unter  Staatspräsident  Fernando Henrique Cardoso, Bewohner São Paulos, Ehrendoktor der Freien  Universität Berlin, diese Zustände nicht ändern? „Brasilien ist nur eine  formale Demokratie“, analysiert Lancelotti, „die Politiker in Brasilia  leben wie auf einem anderen Planeten, fern der Realität, wollen von  diesen Dingen nichts wissen – Zugang zu Präsident Cardoso haben wir  nicht.“ Bestenfalls mit Galgenhumor registriert der Padre, welches  Prestige Cardoso gerade in Europa, auch in  Deutschland genießt:“Der  Präsident führt sich wie ein Prinz auf, erhält überall Doktortitel. Aber  wenn man in europäischen Zeitungen oder in der Genfer  UN-Menschenrechtskommission über diese Zustände hier spricht – das mag  er, seine Regierung, garnicht.“ </strong></p>
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<p><strong>Lancelotti räumt ein, daß ihn die Menschenrechtsarbeit  zugunsten der Minderjährigen Brasiliens streßt, psychisch ermüdet. „Der  Haß auf uns ist groß, wir werden verfolgt, lächerlich gemacht, sind nur  wenige – und die Folter nimmt zu!“ Mit seiner Wochenkolumne in einer  Tageszeitung São Paulos erreicht er wenigstens einen Teil der  Öffentlichkeit. Und ein bißchen Mut macht, daß ihn das  UN-Kinderhilfswerk Unicef im neuesten Jahresbericht ausdrücklich als  Anwalt der Heranwachsenden Brasiliens hervorhebt.</strong></p>
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		<title>Brasiliens Bahia-Polizeistreik &#8211; 8. Streiktag. Regierungstruppen verstärken Belagerungsring um besetztes Bahia-Parlament. Schaden für Bahia-Tourismus immer größer. Weit über 120 Morde in Salvador da Bahia.</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 22:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Brasiliens Bahia-Polizeistreik]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte in Brasilien]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1045380-reuniao-entre-governo-e-pms-e-suspensa-na-bahia.shtml Laut Landesmedien wird von den Bewohnern Bahias vor allem beklagt, daß der der Lula-Arbeiterpartei angehörende Gouverneur Jaques Wagner jetzt die Slumbewohner der Peripherie völlig dem Terror der Banditen ausliefert, die morden, rauben, überfallen, wie es hieß. Geheimhaltung von Verbrechensdaten: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/brasiliens-nutzlose-offizielle-statistiken-landesmedien-kritisieren-geheimhaltung-von-verbrechensdaten-fehlen-vertrauenswurdiger-informationen/ Während in deutschsprachigen Ländern offizielle brasilianische Angaben gewöhnlich für bare Münze genommen werden(müssen), analysieren [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1045380-reuniao-entre-governo-e-pms-e-suspensa-na-bahia.shtml"><strong>http://www1.folha.uol.com.br/cotidiano/1045380-reuniao-entre-governo-e-pms-e-suspensa-na-bahia.shtml</strong></a></p>
<p><strong>Laut Landesmedien wird von den Bewohnern Bahias vor allem beklagt, daß der der Lula-Arbeiterpartei angehörende Gouverneur Jaques Wagner jetzt die Slumbewohner der Peripherie völlig dem Terror der Banditen ausliefert, die morden, rauben, überfallen, wie es hieß. </strong></p>
<p><strong>Geheimhaltung von Verbrechensdaten:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/brasiliens-nutzlose-offizielle-statistiken-landesmedien-kritisieren-geheimhaltung-von-verbrechensdaten-fehlen-vertrauenswurdiger-informationen/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/03/brasiliens-nutzlose-offizielle-statistiken-landesmedien-kritisieren-geheimhaltung-von-verbrechensdaten-fehlen-vertrauenswurdiger-informationen/</strong></a></p>
<p><strong>Während in deutschsprachigen Ländern offizielle  brasilianische Angaben gewöhnlich für bare Münze genommen  werden(müssen), analysieren Brasiliens Landesmedien amtliche Daten seit  jeher sehr kritisch. Die größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”  wendet sich jetzt dagegen, daß im wichtigsten Teilstaat Sao Paulo der  größten lateinamerikanischen Demokratie Verbrechensdaten geheimgehalten  werden, um laut offizieller Begründung “die Bevölkerung nicht zu  alarmieren”. “Das Fehlen detaillierter und vertrauenswürdiger  Informationen über öffentliche Sicherheit ist ein altes Problem im  Land…Der Steuerzahler hat das Recht, die Gewalt-Situaton in seiner Stadt  detailliert zu kennen.”</strong></p>
<p><strong>Auch Wirtschaftsfachleute warnen angesichts offizieller  Wirtschaftsdaten generell davor, allzusehr in statistische Angaben  Brasiliens zu vertrauen. Es fehle Präzision, die für eine exakte  Information taugen würde, heißt es. Das Statistiksystem in Brasilien sei  nicht präzise. Nur zu oft fehle zudem  Agilität – und Aktualität.</strong></p>
<p><strong>Offizielle Daten seien häufig lediglich Richtwerte, aber keine genauen Zahlen. </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/07/brasiliens-bahia-polizeistreik-primas-murilo-krieger-erzbischof-von-salvador-da-bahia-verhinderte-als-chef-vermittler-offenbar-blutbad-gewaltsame-raumung-von-bahia-parlament-abgeblasen-nahrungsmi/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/07/brasiliens-bahia-polizeistreik-primas-murilo-krieger-erzbischof-von-salvador-da-bahia-verhinderte-als-chef-vermittler-offenbar-blutbad-gewaltsame-raumung-von-bahia-parlament-abgeblasen-nahrungsmi/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/bahiaeisfabrik.JPG" alt="bahiaeisfabrik.JPG" /></p>
<p><strong>Die katholische Kirche und die Slums: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/25/brasiliens-bischof-angelico-sandalo-bernardino-zur-politischen-krise-des-landes-zu-rechtsungleichheit-und-slums/</strong></a></p>
<p><strong>In der deutschen Parteipropaganda wird die brasilianische Regierung als progressiv eingestuft.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</strong></a></p>
<p><strong>Banditenterror in Brasilien:</strong></p>
<p><strong>Täglich in Brasilien durchschnittlich 137 Morde, laut offiziellen Statistiken &#8211; Dunkelziffer hoch.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/02/traficanteglobompi.JPG" alt="traficanteglobompi.JPG" /></p>
<p><strong>Junger Bandit mit Maschinengewehr auf Patrouille in Rio de Janeiro.</strong> <strong>Die Besonderheiten der Spezialdemokratie Brasiliens. Ausriß.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/riojovem18aroeira.JPG" alt="riojovem18aroeira.JPG" /></p>
<p>Ausriß &#8211; Rio-Karikatur.</p>
<p><strong>Geldautomatenraub, anklicken:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/25-bankrauber-mit-mpis-in-sao-paulo-raub-video-anklicken/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/25-bankrauber-mit-mpis-in-sao-paulo-raub-video-anklicken/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/"><strong>http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/ewelten/1651902/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/07/eu-lateinamerika-karibik-stiftung-startet-in-hamburg/</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Teilstaat Bahia &#8211; Geier und an Krankheit verendete Fazenda-Kuh. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=11957" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/bahiageierkuh.JPG" alt="bahiageierkuh.JPG" /></p>
<p><span id="more-12330"></span></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-teilstaat-bahia-friedhofs-leichenhalle-und-kneipe-nebeneinander/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/29/brasiliens-teilstaat-bahia-friedhofs-leichenhalle-und-kneipe-nebeneinander/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/bahiageier2.JPG" alt="bahiageier2.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/16/brasilien-interessante-orte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/16/brasilien-interessante-orte/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/bahiageier3.JPG" alt="bahiageier3.JPG" /></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/bahiageieruna.JPG" alt="bahiageieruna.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/bahia2-gesichter-brasiliens-fotoserie/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/12/27/bahia2-gesichter-brasiliens-fotoserie/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/21/schwarze-in-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/21/schwarze-in-sao-luis-maranhao-gesichter-brasiliens/</strong></a></p>
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