Como será o futuro do Brasil com Serra ou Dilma?
O futuro do Brasil, num eventual governo Serra será, a meu ver, uma verdadeira catástrofe. O que os tucanos já fizeram de ruim para o país, seja no governo FHC (tendo Serra com um dos seus ministros), seja nos já 16 anos de governo em São Paulo (aqui o Serra entra direto), são coisas a serem qualificadas, com muita generosidade, como Crime de Lesa Pátria.

Waldemar Rossi als Jurymitglied des Internationalen Menschenrechtstribunals in Sao Paulo
http://www.marcelofreixo.com.br/site/noticias_do.php?codigo=94
Im brasilianischen Präsidentschaftswahlkampf spielte auch in den Medien keine Rolle, daß die brasilianische Lula-Rousseff-Regierung zwar die internatíonale Anti-Folter-Konvention unterzeichnet hat, sie indessen auch laut Einschätzung von Amnesty International nicht umsetzt. Dies erklärt nach acht Jahren Lula-Regierung die Gründung eines Anti-Folter-Komitees durch Marcelo Freixo.
Die Rolle eines Menschenrechtsaktivisten im neuen Filmhit „Tropa de Elite 2″ ist der Persönlichkeit von Marcelo Freixo nachempfunden. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/
http://www.katholische-kirche.de/2904.html
Kurz vor der Stichwahl hat der Papst jenen brasilianischen Geistlichen den Rücken gestärkt, die den Gläubigen konkrete politische Orientierung geben und die Neutralitätsempfehlung der nationalen Bischofskonferenz beiseiteließen. So hatte u.a. der nordostbrasilianische Erzbischof Aldo Pagotto erklärt, die Arbeiterpartei bediene sich der Lüge, um die Wähler über die wahren Pläne und Projekte zu täuschen. Bischöfe von Sao Paulo warnten ebenfalls vor der Wahl von Dilma Rousseff. In Sao Paulo hatte der deutschstämmige Kardinal Odilo Scherer, der kontinuierlich gravierende Menschenrechtsverletzungen unter der Lula-Regierung anprangert, öffentlich klargestellt, daß eine Maßregelung der vom Neutralitätsprinzip abweichenden Bischöfe nicht in Frage komme. Beim ersten Wahldurchgang Anfang Oktober hatte der Oppositionskandidat José Serra davon profitiert, daß kurzfristig auch zahlreiche Gläubige evangelikaler Sektenkirchen ihre Wahlabsicht zu seinen Gunsten änderten – sodaß eine Stichwahl zwischen ihm und Dilma Rousseff nötig wurde. Der Grünen-Präsidentschaftskandidat Marina Silva gehört zur größten evangelikalen Kirche „Assembleia de Deus“ und kam beim ersten Wahldurchgang auf den dritten Platz. In der Stichwahl werden sich von ihren evangelikalen Wählern laut Umfragen die meisten für Oppositionskandidat José Serra entscheiden. Populäre TV-Prediger der Assembleia de Deus, wie Silas Malafaia, beteiligen sich aktiv an Serras Wahlkampagne und kritisieren scharf Dilma Rousseff.
Hintergrundtext von 2002:
Hanna Schygulla, brasilianisch
Vorm ersten Brechtabend in dem Tropenland brauchte sie nur raus aus der Hotelsuite Sao Paulos, runter auf die Rua Augusta, hatte Mackie-Messer-Szenerien pur: Kleine, große Gangster, Top-Manager, Dealer, Nutten, Luxuslimousinen, Absteigen, teure und billige Restaurants, Geistesgestörte und Besoffene, abgerissene Straßenkinder und verelendete Familien, die in stinkenden Müllsäcken nach Eßbarem wühlen, nachts im Dreck der Bürgersteige schlafen. Gleich daneben Lateinamerikas Wallstreet, Bankenpaläste von Milliardären, Globalisationsgewinnern. Nur Schritte entfernt, trat die von der Kritik als „Amazone, brechtische Anti-Walküre” Gefeierte vors Publikum, hatte, absichtlich oder nicht, überdeutliche Bezüge auf die brasilianische Realität en masse im Programm, durchweg in exzellentem Spanisch.
Weil das aggressive, gewalttätige „Dicken-Rodeio“, bei dem ähnlich dem Bullenreiten die Opfer von hinten angesprungen und umkrallt, „geritten“ werden, sogar bei einem Sportfest der staatlichen Universität Unesp von Sao Paulo an dicken Studentinnen praktiziert wurde, befaßt sich jetzt erstmals die Justiz mit den machistischen Vorfällen. Die Opfer werden als traumatisiert beschrieben. Das „Rodeio das gordas“ wurde unter anderem im Orkut propagiert. Die Sängerin und Musikerin Preta Gil, Tochter des Ex-Kulturministers Gilberto Gil, hat die Bestrafung der machistischen Täter gefordert.
“In puncto Gleichberechtigung ist Brasilien weiter als viele westliche Länder.”(National Geographic Deutschland 2011)
Scheiterhaufen-Kultur: http://www.deutschlandradiokultur.de/moderne-scheiterhaufen-aus-autoreifen.1013.de.html?dram:article_id=167263
Laut einer Studie von 2011 haben 47 Prozent der Brasilianerinnen eingeraeumt, von ihren Ehepartnern geschlagen worden zu sein. 38Prozent dr Maenner haetten dies bestaetigt – 12 Prozent schlugen danach ihre Frauen ohne jegliches Motiv.

Protest gegen machistische Gewalt – Sao Paulo, Avenida Paulista.
Index für Geschlechterungleicheit: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/12/geschlechterungleichheit-in-macholand-brasilien-unter-lula-gestiegen-lauten-neuer-studie/
Gemäß einer Universitätsstudie werden etwa 20 Prozent der schwangeren Unterschichtsfrauen Brasiliens Opfer verschiedenster Formen häuslicher Gewalt, wozu sogar Tritte in den Bauch zählten.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/schlafen-im-city-larm-sao-paulos-gesichter-brasiliens/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/die-schlingensief-fotoserie3/
Wenige Monate vor dem Ende der achtjährigen Amtszeit von Staatspräsident Lula ist zu konstatieren, daß seiner Regierung eine nicht geringe Zahl von Frauen angehörte, sogar der wichtige Posten einer mit großen Befugnissen ausgestatteten Chefministerin des Zivilkabinetts von Frauen, darunter der jetzigen Präsidentschaftskandidatin bekleidet wurde. Insofern stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies auf die Frauenpolitik, auf mehr Frauenrechte, auf die Geschlechtergleichheit im größten lateinamerikanischen Land, auf den Kampf gegen brutalen Machismus, auf eine etwaige Verringerung der Zahl der Ehrenmorde, überhaupt der häufigen Morde an Frauen hatte. Wird unter einer Chefministerin die Korruption geringer? Im wirtschaftlich wichtigen Amazonas-Teilstaat Pará verlor Lulas PT-Gouverneurin Ana Carepa die Wiederwahl, in Maranhao gewann Gouverneurin Roseane Sarney knapp erneut…
In meinungsbildenden deutschen Analysen wird die brasilianische Regierung ausdrücklich als “progressiv” eingestuft.
Zu den soziokulturellen Besonderheiten Brasiliens zählt, daß Jungen gewöhnlich nicht von Vätern, sondern von Müttern zu dümmlich-parasitären Machos erzogen werden. Dies gilt auch für die Mittelschicht: Mütter pflegen nicht selten wohleinstudiert und politisch korrekt einen frauenrechtlerischen Diskurs, formen indessen Jungen ganz gezielt zu Machos, die später in nicht-brutalmachistischen Kulturkreisen entsprechend auffallen. Brasilianische Soziologinnen verweisen nicht selten auf diesen problematischen Kontext.
“In puncto Gleichberechtigung ist Brasilien weiter als viele westliche Länder.”(National Geographic Deutschland 2011)
http://www.estadao.com.br/especiais/os-ministros-de-lula,7284.htm
Brasilianerinnen in der Politik:“Elas roubam igual, gastam cartao corporativo igual, mentem igual, fingem igual. Enfim, sao tao cinicas quanto nossos politicos. Mensaloes, mensalinhos, dossies de todo tipo, falcatruas de todos os tamanhos, elas estao em todos!“ Brasilianische Historikerin Mary Del Priore
„…afirma que as brasileiras sao apaticas, machistas e escravas da ditadura da beleza…Brasilia se transformou num imenso esgoto…E é em casa que elas alimentam o machismo, quando as maes protegem os filhos que agridem mulheres e nao os deixam lavar a louça ou arrumar o quarto. Há uma desvalorizacao grosseira das conquistas das mulheres por elas mesmas.“Zu den auffälligeren Ehrenmorden zählte 2011 ein Fall im brasilanischen Nordosten, bei dem ein Mann seiner Frau das Herz herausschnitt und es aß, weil sie ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte.
“Folter noch jeden Tag.”(2011)
Leonardo Boff 2010 :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“
Gefangenenaufstand unter Gouverneurin Roseane Sarney in Sao Luis: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/09/18-ermordete-bei-gefangenenaufstand-in-sao-luisbrasilien-laut-polizei-proteste-gegen-haftbedingungen/
„Auch Dilma hat sich, ganz im Sinne ihres Vorgängers, der Sozialpolitik verschrieben.“ WeltTrends, Potsdam 2012
Machistische Praktiken: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/aufregung-um-machistisches-rodeio-der-dicken-frauen-in-brasilien-seit-2006-propagiert-inzwischen-auf-universitatsfesten-popular/
Ex-Chefministerin Dilma Rousseff, PT-Politikerin Marta Suplicy, Lula.
Umweltministerin Izabella Teixeira: http://pt.wikipedia.org/wiki/Izabella_Teixeira
Gouverneurin Yeda Crusis in Rio Grande do Sul: http://g1.globo.com/politica/noticia/2010/11/decisao-do-stj-coloca-yeda-como-re-em-acao-por-desvios-no-detran.html
Brasilianerinnen in der Politik: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/06/brasilianerinnen-in-der-politiksie-rauben-genauso-lugen-genauso-sind-genauso-scheinheilig-und-zynisch-wie-die-manner-mensalao-skandale-tricks-und-betrugereien-jeder-grosenordnung-politikerinn/
Iranische Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi kritisiert Lula scharf: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/17/lula-ignorierte-eingekerkerte-gewerkschafter-wahrend-seines-iran-besuchs-bei-ahmadinedschad-irans-friedensnobelpreistragerin-shirin-ebadi-appelliert-an-dilma-rousseff/
http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html
Zu den kuriosen, auch medienwissenschaftlich interessanten Tatbeständen des brasilianischen Präsidentschaftswahlkampfs zählt, daß gewöhnlich von den Medien überaus ernst genommene Menschenrechtsfragen, Menschenrechtsresultate nahezu völlig unbeachtet bleiben. Strikt wird darauf geachtet, daß selbst in Wahl-Spezialbeiträgen jeglicher Hinweis auf gravierende Menschenrechtsverletzungen unter Lula und Dilma Rousseff unterbleibt, dafür Brasilia-Agitprop dominiert. PT-Medienfunktionäre vermeiden natürlich auch jeden Hinweis auf überbordende Korruption, Mensalao, Erenicegate…Dies alles ist umso verwunderlicher, da Amnesty International und auch die UNO die Menschenrechtspolitik unter Lula und seiner Chefministerin Dilma Rousseff ausführlich und sehr kritisch analysiert haben. Zahlreiche Fakten aus der achtjährigen Regierungszeit sprechen Bände zur Mitverantwortung Dilma Rousseffs. Die Präsidentschaftskandidatin hat sich im Wahlkampf bisher weder zu Folter, Todesschwadronen, Scheiterhaufen, Slum-Dikatur, Sklavenarbeit noch zur Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten geäußert. Auch der Kindermord bei Indiostämmen war kein Thema. Viele Brasilianer stellen zudem die Frage, wieviele Landsleute vor Ermordung bewahrt worden wären, wenn die Lula-Rousseff-Regierung eine Sicherheitspolitik laut Verfassung und Gesetz realisiert hätte. Der neue Filmhit „Tropa de Elite 2″ zeichnet die Sicherheitslage Brasiliens dokumentarisch nach.
Auffällig ist indessen, wie die Lula-Regierung den Wahlkampf der bisherigen Chefministerin Dilma Rousseff mit immensem materiellen und politischen Aufwand führt – Gegenkandidat José Serra kann schon wegen fehlender Geldspenden nicht im geringsten mithalten. Der Regierungsapparat liegt derzeit quasi brach, weil alle verfügbaren Minister und Assessoren im Wahlkampf für Dilma Rousseff aktiv sind.
Der Stimmenkauf-Effekt des Anti-Hunger-Programms(Bolsa Familia) ist von Sozialwissenschaftlern und selbst Bischöfen der katholischen Kirche wiederholt kritisiert worden.
“Die Praxis der Folter ist als Form institutioneller Gewalt im Alltag des Sicherheitsapparats weiter präsent und richtet sich besonders gegen die Armen.” (Textzitat aus der Soziologiezeitschrift)

Terror gegen Slumbewohner – Einschüchterung auch durch Scheiterhaufen. In Lula-Amtszeit lebendig verbrannte Frau – totales Desinteresse im NGO-Business. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
Frauen als Opfer von Scheiterhaufen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/16/scheiterhaufenstadt-rio-de-janeiro-der-grausame-tod-einer-48-jahrigen-frau-in-der-microondas-laut-lokalzeitung/
Steinigen im Iran – und in Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/14/steinigen-im-iran-unter-ahmadinedschad-und-in-brasilien-unter-lula-lula-konnte-sich-uber-die-tatsache-beunruhigen-das-brasilien-zu-den-landern-gehort-in-denen-am-meisten-gelyncht-wird-jose/

„Folter ohne Ende“.
Dokumentarischer Film-Hit „Tropa de Elite“ über Brasiliens aktuelle Lage: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/19/erfolgsfilm-tropa-de-elite-2-und-ubersturzte-reaktionen-3-monate-vor-lulas-abtreten-besetzt-spezialeinheit-scheiterhaufen-hinrichtungsstatte-in-rio-slum/