Betto 2008 weiter:“Die USA posieren indessen als Vorkämpfer der Demokratie und klagen andere Länder an, die Menschenrechte nicht zu respektieren.“ Betto ironisch:“Wissen Sie, weshalb es in den USA noch nie zu einem Staatsstreich kam? Weil es dort keine USA-Botschaft gibt!“
USA und Vietnamkrieg:http://www.ardmediathek.de/tv/Gott-und-die-Welt/Auf-ewig-verseucht/Das-Erste/Video?documentId=32231182&bcastId=2833732
Brasiliens Folterdiktator Ernesto Geisel in der Bundesrepublik Deutschland 1978 – Fotoserie: http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/06/brasiliens-deutschstammiger-folterdiktator-ernesto-geisel-in-der-bundesrepublik-deutschland-1978-fotoserie/
Erwartungsgemäß wird derzeit im deutschen Mainstream behauptet, die USA hätten den Militärputsch in Brasilien unterstützt, weil dort Kommunismus drohte. Indessen wurden vor genau 50 Jahren, im März 1964, durch den von den reaktionären Eliten gestarteten Militärputsch angekündigte Reformen gegen Massenelend und gegen archaische Strukturen teils noch aus der Sklavenzeit verhindert. Derartige Reformen wurden bis heute noch nicht umgesetzt, wie u.a. das fortbestehende Massenelend, die rasch wachsenden Slums, die extremen sozialen Kontraste und Einkommensunterschiede zeigen. Selbst die Sklavenarbeit existiert auch 2014 weiter.
Die brasilianischen Putschisten hatten sofort die Unterstützung Bonner Politiker – was vom deutschen Mainstream gewöhnlich verschwiegen wird.

Ausriß, Diktator Ernesto Geisel und Bundeskanzler Helmut Schmidt in Bonn.
Diktator Geisel nennt die Ermordung von Regimegegnern eine Notwendigkeit – in Gespräch mit General Dale Coutinho(zitiert in Nachrichtenmagazin Veja 2003):
Geisel: „Brasilien wird heute als eine Oase angesehen.“
Dale Coutinho: „Ah, die Dinge haben sich sehr verbessert. Unter uns gesagt, läuft es besser, seit wir begonnen haben zu töten. Wir haben begonnen zu töten.“
Geisel:“Denn vorher hat man einen festgenommen – und der kam dann wieder frei. Coutinho, Töten ist zwar barbarisch, aber ich denke, das muß sein.“
Veja:“Der Kongreßabgeordnete Ulysses Guimaraes verglich Geisel mit Ugandas Diktator Idi Amin…Geisel, General der demokratischen Öffnung, war für politischen Mord…Geisel wollte die Fortsetzung der Ausrottungspolitik.“
Die brasilianische Militärdiktatur produzierte in Rio de Janeiro Napalm im Stadtteil Bonsucesso und setzte es gegen Regimegegner u.a. 1972 in Araguaia ein.
Der Befreiungstheologe kritisiert zudem den Folterstaat Brasilien:
A Reforma Agrária está parada em todo o paÃs. Foi por este motivo que no mês de julho trabalhadores e trabalhadoras do MST de 12 estados do paÃs ocuparam as ruas, sedes do Incra e fazendas, exigindo o assentamento das 140 mil famÃlias acampadas e investimentos públicos nos já existentes. Acampados e assentados passam por situações difÃceis. Existem famÃlias esperando pela desapropriaçáo de áreas há mais cinco anos. E muitas daquelas que já conquistaram um pedaço de cháo náo têm acesso a crédito rural e infra-estrutura que garanta boas casas, saneamento básico, escola e hospital.
Die katholische Kirche Brasiliens, aber auch Teile der Landeseliten haben sich scharf gegen die geplante Schaffung einer nationalen Atom-U-Boot-Flotte gewandt. Angesichts des fortdauernden Massenelends, der krassen Sozialkontraste im größten lateinamerikanischen Staat sei der Einsatz von Steuergeldern für derartige militärische Zwecke falsch und absurd.
”Wenn Brasilien aufrüstet, militärische Macht anstrebt und damit auf militärische Konfrontationen zusteuert, ist dies ein schwerer Fehler und völlig abwegig”, sagt der brasilianische Caritas-Präsident Demetrio Valentini, der zur Führungsspitze der Bischofskonferenz im größten katholischen Land gehört.
Hochbewaffnete Verbrechersyndikate und paramilitärische Milizen nominieren eigene Kandidaten, lassen deren politische Rivalen nicht in die Slum-Hochburgen, setzen dort die Pflichtwähler unter massiven Druck. Des Mordes oder anderer schwerer Verbrechen angeklagte Politiker organisieren ihre Wiederwahl, um weiter parlamentarische Immunität zu genießen. Vor dem Urnengang im Oktober startet deshalb Brasiliens katholische Kirche erneut  zahlreiche politische Initiativen, um die antiethischen Absurdidäten in Lateinamerikas größter Demokratie wenigstens zu begrenzen. Teilerfolge lassen hoffen.
Wahlen in Brasilien, Angeli, Karikaturist der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ zu Wahl-Fakten, Ausriß: „Informiere dich vor der Stimmabgabe über deinen Kandidaten.“ Suchplakat mit folgenden Straftatbeständen:“Diebstahl, Raub, Raubmord, Betrug, Veruntreuung, Erpressung.“ (more…)
http://www.correiocidadania.com.br/content/view/2195/
Do Fome Zero aos AgrocombustÃveis.  Quando Lula tomou posse, uma de suas primeiras atividades foi reunir seu ministério e levá-lo até Guaribas, sertáo do PiauÃ. Andando longo trecho de ônibus, os ministros que só conheciam o sertáo pelos livros e TVs, puderam pôr o pé na realidade. O gesto era simbólico e, como já advertia Frei Betto, náo era a revoluçáo, mas era o que podia um governo eleito pelo voto. Lula proclamara o ”Fome Zero como uma das metas principais de seu governo.
Von 2007 bis 2008 hat sich in Brasilien die Zahl der Anzeigen gegen gewalttätige Machos gemäß neuen Studien mehr als verdoppelt. Im Nationalkongreß von Brasilia sind ein Drittel der Abgeordneten und vierzig Prozent der Senatoren wegen schwerer Straftaten angeklagt oder verurteilt. im Abgeordnetenhaus des nach Sao Paulo wirtschaftlich zweitwichtigsten Teilstaates Rio de Janeiro laufen Prozesse sogar gegen fast die Hälfte der Parlamentarier – wegen Betrugs, Bandenbildung und Mord.
Die auch von den deutschen Kirchen aktiv unterstützte brasilianische Landlosenbewegung MST ist derzeit Zielscheibe einer beispiellosen Kriminalisierungskampagne. Diese wird von den Großgrundbesitzern, ausländischen Agrarmultis, dem nationalen exportorientierten Agrobusiness, sowie von ausländischen Kapitalanlegern  geführt, die in die Produktion von Ethanol-Treibstoff aus Zuckerrohr investieren, erklärt dazu die brasilianische Bischofskonferenz(CNBB).
MST-Aktivistinnen in Sao Paulo – Sitz der Landlosenbewegung
On July 12 the USA decided to reinstate their Fourth Fleet – the one that guards the Southern seas and was active between 1943 and 1950 due to World War II but had since been demobilized. The fleet is made up of 22 ships: four missile carrying cruisers, four missile carrying destroyers, 13 missile carrying frigates and a hospital ship. (more…)

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/27/das-waiapi-madchen-machismus-und-menschenrechte/
Yanomami-Traditionen, Time-Life-Buch “Der Amazonas”:
Behinderte Kinder werden getötet, die eigene Frau wird dem Gast zum Geschlechtsverkehr angeboten. Auch die lukrative Indianer-Industrie Deutschlands legt großen Wert darauf, solche wichtigen Details indianischen Lebens, indianischer Wertvorstellungen zu verheimlichen, zu vertuschen, zu unterschlagen. “…und der Gastgeber – nun, er bietet ihm seine Frau an. Eine Form von Gastfreundschaft…Natürlich ist die Frau nicht immer einverstanden, und dann gibt es Ärger”.
Ausriß: “Häufig werden Frauen aus anderen Stämmen geraubt. Einige von ihnen werden die Ehefrauen der Männer, die sie geraubt haben. Sie können sich glücklich preisen, denn nicht wenige ihrer Leidensgenossinnen erwartet ein anderes Schicksal – das von Prostituierten in dem neuen Verband. Diese Frauen haben kaum den Rang von menschlichen Wesen…”
Die katholische Menschenrechts-und Friedensbewegung „Pax Christi International“ hat ihren diesjährigen Friedenspreis dem brasilianischen Franziskaner-Bischof Luiz Flavio Cappio zuerkannt, der wegen seines konsequenten Kampfes gegen ein umstrittenes Flußumleitungsprojekt weltweit bekannt geworden ist. Die Entscheidung wurde in der Kirche sowie bei den Sozialbewegungen des Tropenlandes mit großer Freude aufgenommen. Wie Pax Christi International in Brüssel mitteilte, soll der Friedenspreis dem Bischof in Brasilien überreicht werden.
