Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Parabens Carla Rocha und Kollegen – noch ein Medienpreis für Artikelserie über Brasiliens Slum-Diktatur unter Lula.

Donnerstag, 23. Oktober 2008 von Klaus Hart

Die Artikelserie der Qualitätszeitung „O Globo“ aus Rio de Janeiro über die Diktatur in den brasilianischen Slums unter der Regierung Lula hat nun auch  den Hauptpreis des „Premio Imprensa Embratel 2008″ gewonnen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/07/31/globo-serie-uber-die-diktatur-in-den-brasilianischen-slums-erhalt-transparency-international-preis/

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Ehrenmord-Serie in Brasilien – u.a.in Sorocaba und Sao Paulo. „Gewöhnung an tägliche Barbarei“. Macho-Killer-Mentalität.

Dienstag, 21. Oktober 2008 von Klaus Hart

Wenige Tage nach dem machistischen Ehrenmord an Eloá Pimentel hat ein 22-jähriger Mann in Sorocaba eine 16-Jährige erschossen, weil sie nicht bereit war, mit ihm die Beziehung fortzusetzen. In Sao Paulo selbst erschoß ein Neunzehnjähriger eine Fünfzehnjährige, weil sie gemäß Presseberichten nicht bereit war, mit ihm eine Beziehung anzufangen. In Belo Horizonte hat ein Mann laut Presseberichten ebenfalls seine frühere Partnerin erschossen. Machistische Ehrenmorde dieser Art werden von den brasilianischen Medien fast täglich gemeldet.

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„Werden wir immer dümmer?“ – Bernd Wagner.

Montag, 13. Oktober 2008 von Klaus Hart

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/858565/

…Die Frage nach dem Grad unserer Verdummung ist insofern schwierig zu beantworten als dies Verstandeskräfte voraussetzt, von denen wir nicht sicher sein können, sie noch zu besitzen. Beeilen wir uns also und untersuchen einige diese Problematik erhellende Beispiele, bevor es zu spät ist.

Zum Glück werden sie uns immer wieder in auch für schlichtere Gemüter leicht fasslicher Form geliefert, in letzter Zeit vor allem durch die Bankenwelt. Eines dieser Geldinstitute, die „Kreditanstalt für Wiederaufbau“, kurz KfW, hat es dankenswerterweise geschafft, ihren Kollegen namens „Lehman Brothers“ noch am Tag ihrer Pleite, oder einen zuvor, 300 Millionen Euro oder auch 500 zu überweisen und uns damit zu dem Schluss kommen zu lassen: Das ist der bisher für unerreichbar gehaltene Gipfel der Blödheit.

Betrachten wir etwas genauer, welche Anstrengungen notwendig waren, ihn zu erklimmen. Ohne uns auf die für Uneingeweihte unergründlichen Details einzulassen, liegt die Vermutung nahe, sie, diese Anstrengungen, sind die einer Intelligenz gewesen, die durch ihre äußerste Zuspitzung zum tragischen Umschlag in die Dummheit verurteilt war. Wie sonst ist zu erklären, dass die geballte Geisteskraft von 34 allesamt in höchsten Regierungs- und Parteiämtern gestählten Verwaltungsratmitgliedern sowie die einer Unternehmensführung, die durch den von ihr angerichteten Schaden bei der Verschleuderung der Tochterbank IKB hätte klug geworden sein müssen, nicht ausreichte, um ein solches Debakel zu verhindern? …

„700 Milliarden Dollar gegen die Armut“ – Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew aus Sao Paulo analysiert die Finanzkrise und den fehlenden politischen Willen zur Miserebekämpfung. „Die Distanz zwischen Reichen und Armen wird täglich größer.“

Montag, 13. Oktober 2008 von Klaus Hart

„Täglich außergerichtliche Exekutionen und Blutbäder in Brasilien“ – Menschenrechts-Minister Paulo Vannuchi. Todesschwadronen, Folter. Günter Nooke

Freitag, 10. Oktober 2008 von Klaus Hart

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

Am Welttag gegen die Todesstrafe hat Paulo Vannuchi, der im Ministerrang das Staatssekretariat für Menschenrechte in der Lula-Regierung leitet, in der Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ betont, daß Brasiliens Strafgesetz zwar die Todesstrafe nicht vorsieht, sich indessen täglich Blutbäder und andere Arten außergerichtlicher Exekutionen wiederholen. Diese würde sowohl von Polizisten als auch von Todesschwadronen ausgeführt.

Zeit-Leser:

“Hätte jedes Land einen Präsidenten wie Lula, dann wäre unsere Welt ein besserer Ort. Er ist kein Politiker, er ist ein Staatsmann.” Deutscher Leserbrief an die “Zeit”. 

Günter Nooke im April 2009 in Brasilia: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/07/unsagliche-folterpraxis-in-brasilien-gunter-nooke-menschenrechtsbeauftragter-der-deutschen-bundesregierung-kritisiert-in-brasilien-folter-und-andere-menschenrechtsverletzungen-druck-ist-noti/

Leonardo Boff :“Lula machte die größte Revolution der sozialen Ökologie des Planeten, eine Revolution für die Bildung, ethische Politik.“

“Von allen linken Präsidenten hat Lula, der als am wenigsten links eingeschätzt wird, die größten Erfolge.” Gregor Gysi, Linkspartei, Deutschland, 2010.

Scheiterhaufen in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/

MerkelBrasilienZgubicSampaio2008

Ausriß, Radio Vatikan. “Die Stimme des Papstes und der Weltkirche”. “Brasilien: Kirchliche Menschenrechtler enttäuscht über Merkel”. Österreichischer Priester Günther Zgubic, Plinio Sampaio…

In Deutschland stufen die Grünen das Schwellenland Brasilien unter der Lula-Regierung ausdrücklich als ”fortschrittlich“ ein.

Rogerio Reis über außergerichtliche Exekutionen: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/

Die Rio-Äußerung 2010 von Bundesaußenminister Guido Westerwelle(FDP), die wegen der grauenhaften Menschenrechtslage in Brasilien besonders aufhorchen ließ:”Erneut lobte Westerwelle in seiner Rede Brasilien als wichtigen “strategischen Partner” Deutschlands. Die Interessen reichten weit über Wirtschaftsinteressen hinaus. “Wir wissen, dass wir im Geiste sehr eng verbunden sind.” (Tagesspiegel) Außenminister Westerwelle traf diese Bewertung vor dem Hintergrund sehr genauer Kenntnis der gravierenden, von Staat und Regierung/Staats-und Regierungsangestellten begangenen Menschenrechtsverletzungen in Brasilien. Dies läßt wichtige Rückschlüsse auf aktuelle Politikziele in Deutschland zu. 

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Brasilien/Bilateral.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/menschenrechte-in-brasilien-polizei-todesschwadronen-in-lateinamerikas-fuhrendem-wirtschaftszentrum-sao-paulo-konstatiert/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/23/unesco-zeichnet-lula-in-paris-wegen-forderung-des-friedens-und-der-rechtsgleichheit-aus-preis-mit-150000-dollar-dotiert-jury-von-henry-kissinger-gefuhrt/

„Der Irak ist hier“ – Jorge Aragao, YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERa (more…)

Parabens, Zuenir Ventura! Menschenrechtspreis der UNO für Schriftsteller und Kolumnisten aus Rio de Janeiro.

Mittwoch, 08. Oktober 2008 von Klaus Hart

Weil Zuenir Ventura die letzten 30 Jahre in den brasilianischen Medien die Menschenrechte unermüdlich verteidigt habe, so die offizielle Begründung, wurde er von den Vereinten Nationen mit dem diesjährigen Sonderpreis „Trofeu Especial de Imprensa ONU“ ausgezeichnet.

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„Pornos gucken mit Mama“ – Frankfurter Rundschau.

Mittwoch, 08. Oktober 2008 von Klaus Hart

http://www.fr-online.de/top_news/1609406_Pornos-gucken-mit-Mama.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/deutschlands-sexuelle-tragodie-bernd-siggelkow/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/26/porno-und-gewaltvideos-in-brasilien-anleitung-zu-sadistischen-verbrechen/

Die Pornographie-Industrie – Reflex der vom System geförderten Verarmung von Sexualität und Erotik in den Ersatzbefriedungungsgesellschaften der Ersten Welt, darunter in Deutschland.

Deutsche Autoritäten, Politiker haben immer wieder klargestellt, daß aus ihrer Wertesicht Produkte der Gewalt-Pornographie-Industrie etwas Gutes, Nützliches für Geist, Seele, Herzensbildung deutscher Kinder und Jugendlicher sind – zuvor galt die gegensätzliche Position. Gemäß neuen neoliberalen Richtlinien werden deshalb Produkte der Gewalt-Porno-Industrie gefördert, wird für einen möglichst ungehinderten Zugang für Heranwachsende gesorgt. Die Resultate dieser Politik, darunter Verrohung in Beziehungen, Herzenskälte, Sexismus, wachsende Vergewaltigungsraten, waren von den politisch Verantwortlichen vorgesehen, erwünscht. Wie Produkte der Gewalt-Porno-Industrie auf ethisch ungefestigte Personen wirkt, ist den Autoritäten bestens bekannt. Verrohung ist wichtig für künftige Kriege.

“Nutzt doch die US-Armee gerade auch solche Computersimulationen, um Soldaten die Hemmung vorm Töten eines Menschen zu nehmen. Der 19-jährige Täter von Erfurt ist sicherlich nicht durch Computerspiele zum Mörder geworden. Aber er konnte vorm Bildschirm die Tatabläufe beim Schießen einstudieren und jene Schnelligkeit trainieren, die er brauchte. Psychologen sprechen auch von `heimlichen Lehrplänen “in Gewaltspielen. Diese , sagen sie, lehrten Konfliktlösungsmodelle und Rollenmuster, die jegliche demokratischen und sozialen Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens ausblenden – so wie am 26. April 2002 am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. “  Kai Mudra, Mitteldeutsche Zeitung 2009, zur Militarisierung der Gesellschaft.

Als ein Unding wurde vor 1990 in der DDR von Regierungsgegnern, aber auch westlichen Politikern betrachtet, daß derartige Produkte verboten waren, als unethisch eingestuft wurden. Nach 1990 wurde daher rasch dafür gesorgt, daß gemäß entsprechenden Forderungen der Regierungsgegner nun die Versorgung der Bevölkerung mit nazistischer Ideologie und den dazugehörigen Komponenten, darunter Produkte der Gewalt-Pornographie-Industrie, sichergestellt wurde.

Brasiliens Eliten, die „Neoprivilegiados“ und die Schande, arm zu sein. Contardo Calligaris, Therapeut und Kolumnist.

Dienstag, 07. Oktober 2008 von Klaus Hart

Zur Mittel-und Oberschicht zu gehören, bedeutet nichts, falls mich die unteren Schichten nicht als Privilegierten anerkennen. So beschreibt der angesehene Therapeut und  Kolumnist der größten brasilianischen Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“,  Contardo Calligaris, die Denkweise heutiger Neureicher, der „Neoprivilegiados“. Dies habe zur Folge, daß auch in Brasilien eine neue Wirtschaftselite, wild darauf, der Welt den neuen Status zu demonstrieren, die Macht brauche und mißbrauche.

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„Die politische Wirrnis in Brasilien ist von shakespearscher Komplexität – die Kommunalwahlen lassen sich mit einer Lotterie gleichsetzen.“ Tim Wegenast, Professor an der Universität Konstanz. “ Mas convenhamos que no Brasil o desapego à verdade dos fatos chegou a extremos.“(Estadao)

Mittwoch, 01. Oktober 2008 von Klaus Hart

Unter der Überschrift „Loteria“ hat Tim Wegenast, Professor an der Universität Konstanz, in der brasilianischen Qualitätszeitung „O Globo“ kurz vor den Kommunalwahlen in Lateinamerikas größter Demokratie eine Einschätzung der politischen Situation des Tropenlandes veröffentlicht.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/14/lulas-mensalao-skandal-gerichtliche-klarung-wird-immer-weiter-aufgeschoben/#more-715

Lula war Diktatur-Informant, laut neuem Buch: 

 http://www.hart-brasilientexte.de/2014/02/12/brasilien-die-folterdiktatur-lula-und-die-arbeiterpartei-pt-rufmord-ein-kapitalverbrechen-buch557-seiten-mit-schweren-vorwurfen-gegen-lula-macht-schlagzeilen/

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

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Wahlpflicht in Brasilien – Proteste gegen „Markenzeichen totalitärer Staaten“. Strafen für Nichtwähler.

Dienstag, 30. September 2008 von Klaus Hart

Vor den Kommunalwahlen am 5. Oktober wird in Lateinamerikas größter Demokratie erneut darüber debattiert, warum die von Diktator Getulio Vargas 1932 eingeführte Wahlpflicht nicht endlich abgeschafft wird. Zu den Argumenten zählt, Wahlpflicht sei ein „Markenzeichen totalitärer Staaten“ und nütze im Falle Brasiliens gerissenen Politikern, weil selbst Analphabeten massenhaft zu den Urnen getrieben würden.

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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