Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Lula redet 43 Minuten vor Weltsozialforum 2010 in Porto Alegre. Kritik von WSF-Teilnehmern an Lulas Mensalao-Skandal. „Ich stelle die ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes“(Lula 2003 in Porto Alegre). Indischer Experte kritisiert Atom-U-Boot-Bau in Brasilien. Lula-Ehrung in Davos: „Global Statesmanship“. Oded Grajew über Obama-Politik. „Putschversuch gegen Lula 2005″.

Mittwoch, 27. Januar 2010 von Klaus Hart

 Gesamte Rede anhören: http://www.jornalnh.com.br/site/podcasts/playeraudios,canal-8,ed-60,ct-508,cd-240554,midia-336122,tp-3.htm

Laut Presseberichten boykottierten die Landlosenbewegung MST und linksgerichtete Parteien wie der PSTU den populistischen Lula-Auftritt. Ironisch wurde von Forumsteilnehmern an Lulas Rede von 2003 in Porto Alegre erinnert, als er versprochen hatte, die „ehrlichste Regierung in der Geschichte des Landes zu stellen“ – später folgte der Mensalao-Skandal um Abgeordneten-und Parteienkauf, die starke Herabstufung Brasiliens auf dem Korruptionsindex von Transparency International.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/

Ein Großteil der Lula-Zuhörer waren teils von weither herangekarrte Mitglieder der Arbeiterpartei PT sowie regierungstreuer Gewerkschaften – skandiert wurde unter anderem „Lula – Krieger des Volkes!“

Oded Grajew, der die Idee zum Weltsozialforum hatte,  gehörte der Arbeiterpartei(PT) Lulas an, verließ sie indessen nach den Mensalao-Korruptionsskandalen der Lula-Regierung sowie aus Unzufriedenheit mit dem Verbleib hochbelasteter PT-Leute in der Parteiführung. Auch der Weltsozialforum-Mitgründer Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte aus ähnlichen Gründen die PT verlassen. Beide sehen sich beim diesjährigen Weltsozialforum in Porto Alegre zahlreichen Parteifunktionären des kritisierten Typs sowie PT-Mitläufern gegenüber.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/pele-ex-profifusballstar-und-multimillionar-zur-korruption-unter-lulawenn-man-die-korruption-in-der-regierung-sieht-ist-es-fur-unsereinen-der-viel-herumreist-oft-schwierig-brasilien-zu-vertei/

Lula sei jetzt ausgerechnet politischer Kongreß-Bündnispartner von Fernando Collor, per Impeachment wegen Korruption und Machtmißbrauch aus dem Präsidentenpalast entfernt. Oded Grajew kritisierte scharf, daß Lula nicht die versprochene politische Reform realisiert habe.

Gesamte Lula-Rede mit Video anklicken: http://.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/

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„Korrupte ins Gefängnis“ – Protest in Sao Paulo. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/

http://www.estadao.com.br/noticias/nacional,lula-viajara-ao-haiti-no-proximo-dia-25,501920,0.htm

Grajew warf zudem US-Präsident Obama vor, seine Wahlversprechen nicht zu erfüllen, was die Nordamerikaner, die ganze Welt enttäusche. Guantanamo bleibe, nach Afghanistan würden noch mehr Truppen geschickt, Kopenhagen sei gescheitert. Das Mißtrauen in die USA sei weltweit zurückgekehrt.

„Der Mehrheit der Brasilianer werden deren Rechte verweigert“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/10/paulo-sergio-pinheiro-uno-sonderberichterstatter-menschenrechtsexperte-der-mehrheit-der-brasilianer-werden-deren-rechte-verweigert-in-allen-brasilianischen-polizeiwachen-wird-gefoltert-jeder-we/

Grünen-Politiker Alfredo Sirkis: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/07/weiter-folter-in-brasilien-lokale-militardiktatur-des-organisierten-verbrechens-uber-slums-unter-lula-regierung-laut-brasilianischem-grunen-politiker-alfredo-sirkis-peter-scholl-latour-uber-bra/

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Lulas Umweltpolitik: „Geplanter Jirau-Staudamm in Brasilien bedroht Wald und Menschen.“ Public Eye Award für französischen Energiekonzern GDF Suez, der Lula-Huldigungsfilm mitfinanzierte. Deutsche Milliardenbürgschaft für brasilianisches AKW?

Dienstag, 26. Januar 2010 von Klaus Hart

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

das französische Energieunternehmen GDF Suez baut ungeachtet der massiven Kritik und des Widerstands der lokalen Bevölkerung sowie zahlreicher Umweltbehörden weiter am Jirau-Staudamm am Rio Madeira, einem Zufluss des Amazonas in Brasilien. Seine Geschäftspraktiken haben GDF Suez nun die Nominierung für den Schweizer Public Eye Award 2010 eingebracht, ein Negativ-Preis für besonders rücksichtslose Unternehmen.

Lula-Spielfilm: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/lula-sohn-des-kapitals-grosunternehmen-die-von-lula-stark-begunstigt-wurden-finanzierten-spielfilm-uber-den-arbeiterfuhrer-lula-o-filho-do-capital-o-globo-lula-war-nie-ein-li/

Brasiliens Sozialkontraste: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/26/wohlhabende-verbrauchen-in-drei-tagen-wozu-arme-ein-ganzes-jahr-brauchen-brasiliens-soziale-kontraste-ipea-studie/

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Weltsozialforum 2010: Systemkritiker Oded Grajew unzufrieden mit mangelnder Radikalität der Bewegung, längst Überfälliges werde nicht getan. „Die Menschen müssen an radikalere Schritte denken.“ „Die Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege führen.“ „Putschversuch gegen Lula 2005″(Forumspapier).

Dienstag, 26. Januar 2010 von Klaus Hart

Der jüdische Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew hat im Website-Interview klargestellt, daß er mit den bisherigen Resultaten des Weltsozialforums keineswegs zufrieden ist, da längst überfällige Schritte vor allem zur Änderung des politischen Systems bisher ausblieben. „Ich möchte, daß die Zivilgesellschaft große Veränderungen im politischen System erreicht und die Regierungen zwingt, Verpflichtungen für künftige Generationen zu übernehmen. Man könnte weiter vorankommen, aber leider gibt es politische Beschränkungen.“ Grajew bestätigte, daß es unter der Lula-Regierung gelungen ist, die brasilianischen Sozialbewegungen zu schwächen. „Viele Führer von Gewerkschaften und anderen Organisationen wurden in den Regierungsapparat übernommen – bestimmte NGO bekamen sehr viel Geld von Brasilia, was sie natürlich von Kritik an der Lula-Regierung abhält. Viele Gruppierungen sind heute von der Lula-Regierung finanziell abhängig – und damit also weniger unabhängig, haben nur noch einen beschränkten Aktionsradius.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/lula-macht-laut-wertekriterien-des-weltwirtschaftsforums-in-davos-alles-richtig-hohe-ehrung-mit-preis-global-statesmanship-wirtschaftsethik-und-menschenrechtslage-weltsozialforum-2010/

Bekanntlich wird mit sehr großem Erfolg in Ländern der Ersten Welt von den Regierungen seit langem die gleiche Strategie verfolgt. Alibi-Organisationen sollen der Öffentlichkeit vorgaukeln, für bestimmte Problembereiche werde etwas getan – ein Musterbeispiel sind Alibi-NGO im Natur-und Umweltschutz.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/29/die-lula-regierung-bezahlt-seit-funf-jahren-eine-firma-um-aktionen-der-gewerkschaften-der-landlosenbewegung-und-der-indianer-auszuspionieren-laut-folha-de-sao-paulo-weltsozialforum-2010/

Systemkritiker Grajew gehörte der Arbeiterpartei(PT) Lulas an, verließ sie indessen nach den Mensalao-Korruptionsskandalen der Regierung sowie aus Unzufriedenheit mit dem Verbleib hochbelasteter PT-Leute in der Parteiführung. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/lula-definiert-parteien-und-stimmenkauf-skandal-mensalaoals-versuch-der-opposition-ihn-zu-sturzen-lula-hat-politische-alzheimer/

 Auch der Weltsozialforum-Mitgründer Chico Whitaker, Träger des Alternativen Nobelpreises, hatte aus ähnlichen Gründen die PT verlassen. Beide sehen sich beim diesjährigen Weltsozialforum in Porto Alegre zahlreichen Parteifunktionären des kritisierten Typs sowie PT-Mitläufern gegenüber. Auch 2010 zählt offenbar zur Taktik der Kommerzmedien, das Forum zu verharmlosen und möglichst langweilig darzustellen, die Brisanz der Debatten, Argumente und Hintergründe zu verschweigen.

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Grajew sprach zudem von den verheerenden Auswirkungen abgesenkter Bildung, nicht zuletzt auf das Weltsozialforum. „Das brasilianische Volk nicht zu bilden, ist ein regelrechtes Projekt des reaktionären Teils der Elite – denn Ungebildete lassen sich besser manipulieren und ausnutzen. Ein gebildetes Volk würde soziale Forderungen stellen, die überbordende Korruption der Regierenden nicht hinnehmen, wäre nicht so passiv und apathisch.“

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/26/%e2%80%9cwen-interessiert-denn-eine-solche-atom-u-boot-flotte-unser-volk-jedenfalls-nicht-das-hunger-leidet-und-keine-gute-ausbildung-erhalt-die-gelder-fur-u-boote-sollten-vielmehr-ins-bildungs-un/

Unter der Lula-Regierung ist Brasilien in der neuesten Bildungsstatistik der UNESCO um 12 Plätze gegenüber dem Vorjahr zurückgefallen – vom 76. auf den 88. Platz.

Gesamte Lula-Rede von Porto Alegre 2010 anklicken: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/27/lula-video-von-weltsozialforum-2010-in-porto-alegre-anklicken-gesamte-lula-rede-horen/

„Putschversuch gegen Lula 2005″: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/05/putschversuch-gegen-lula-2005-und-das-weltsozialforum-in-salvador-da-bahia-komplexe-hintergrunde-des-fast-durchweg-von-der-lula-regierung-finanzierten-weltsozialforums-2010-in-brasilien-a-tent/

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ThyssenKrupp in Rio de Janeiro – die Fischerproteste, Presseerklärung, kritische Aktionäre. Viele Fragen offen…

Samstag, 23. Januar 2010 von Klaus Hart

Rio de Janeiro/Berlin/Freiburg/Köln, 22. Januar 2010

„ThyssenKrupp beutet das Erz aus, den Fischern bleibt die Schlacke“

Erfolgreiche Hauptversammlung für Luis Carlos Oliveira und Kritische Aktionäre

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/

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Deutsche Milliardenbürgschaft für brasilianisches Atomkraftwerk Angra 3, unweit des ThyssenKrupp-Stahlwerks? Proteste von Urgewald. Deutsche Umweltpolitik im Ausland. Brasilia plant über 50 AKW. Weltsozialforum 2010. Greenaction.

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

EILAKTION!

Protest gegen Milliarden-Bürgschaft für brasilianisches AKW

Wird der Haushaltsausschuss im Bundestag am kommenden Mittwoch eine Bürgschaft von mindestens 1,5 Mrd. für das brasilianische AKW Angra 3 durchwinken?

Diese Aktion ist extrem eilig! Bitte beteiligt euch – schnell und zahlreich!

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Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

obwohl die Zeit knapp ist, haben wir wie immer eine Chance gemeinsam etwas zu erreichen: Denn nicht alle Mitglieder des Haushaltsausschusses finden staatliche Bürgschaften für alte Atomtechnologie eine gute Idee… Urgewald hat in den letzten Tagen mit Mitgliedern des Haushaltsausschusses gesprochen und auf die vielen Probleme hingewiesen. Wir wollen erreichen, dass kommende Woche im Bundestag mindestens kritische Fragen gestellt werden und dass Exportförderung für Atomtechnologie ein öffentliches Thema wird.

Greenaction: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/12/samba-im-autotank-und-hungrige-zeiten-greenaction-zitiert-aus-website-text-uber-umwelt-und-menschenfeindliche-ethanol-und-zuckererzeugung-in-brasilien/

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/grune-woche-in-berlin-und-skrupellose-naturvernichtung-in-stark-vertretenen-agrarexporstaaten-wie-brasilien/

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Windkraft und Alibi-Naturschutz in Deutschland zum Totlachen. Bei Aufbau und Subventionierung der Windkraftindustrie wurden gravierende Schäden für Natur und Umwelt bewußt in Kauf genommen – alle heute eingeräumten Konsequenzen waren den politisch Verantwortlichen von Anfang an bestens bekannt. Horst Stern, Dr. Michael Stubbe, Manfred Knake. „Der Preis des Fortschritts“.

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

http://www.wind-ist-kraft.de/

Verräterische Sprache der neuen „Studie“ über eingeräumte Tötung von seltenen Tierarten durch Windkraftwerke:“Die Verluste sind also in der Regel nicht so hoch, daß dies zu einem wesentlichen Rückgang der betroffenen Vogelbestände führen würde.“ Selbst der sehr seltene, theoretisch streng geschützte Uhu wird als Opfer der Windkraftindustrie genannt. Der durch bewußte Verletzung des Bundesnaturschutzgesetzes geförderte Artenrückgang ist eine Tatsache.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/selten-hat-sich-eine-moderne-gesellschaft-schneller-und-radikaler-von-einem-mehrheitlich-akzeptierten-postulat-verabschiedet-als-die-deutschen-vom-schutz-der-natur-horst-stern-bereits-1996-manf/

“Wenn Umweltschützer den Umweltschutz sabotieren – die meisten NGOs haben ihre Seele verloren”:

“Die meisten NGOs haben ihre Seele verloren, den Geist ihrer Gründer, die die Natur liebten. Heute sind diese Umweltorganisationen vergiftet mit städtisch geprägten Ökonomen, Soziologen, Anthropologen, denen der emotionale Bezug zur Natur fehlt. Und wenn es in den NGOs Leute gibt, die sich mit der Sache nicht identifizieren, öffnet sich der Weg für Korruption, schützt man Umweltanliegen vor, um persönliche Interessen zu bedienen.

In Brasilien kommt als großes Problem hinzu, dass die Zahl der wirklich aktiven, eingeschriebenen Mitglieder stets nur bei einigen hundert bis einigen tausend liegt – in so einem Riesenland! Nur zu oft sind es Grüppchen, die viel Lärm machen, um Gelder zu erhalten. Die britische Vogelschutzvereinigung beispielsweise hat dagegen über eine Million feste Mitglieder.”

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1897202/

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Windkraftwerke – gut für die Umwelt, predigen die Politmarionetten. Foto von Manfred Knake.

Faktenlage und Propaganda: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/06/17/immer-mehr-tote-vogel-durch-kollision-mit-windradern-in-brandenburg-betroffen-besonders-streng-geschutzte-arten-wie-seeadler-rotmilane-mausebussarde/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/10/wald-wind-und-linke-wie-links-sind-die-linken-natur-und-artenschutz/

http://www.zeit.de/2000/09/Boese_Blaubluetige

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ThyssenKrupp in Rio – GoogleMap anklicken.

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

ThyssenKrupp in Rio de Janeiro – auf Sumpf gebaut. Konzern räumt erstmals hohe Zusatzkosten wegen sumpfigen Stahlwerk-Untergrunds ein. Handelsblatt: „Ich habe den Eindruck, das Geld geht direkt in den Sumpf.“ „Brasilianische Fischer protestieren gegen Thyssen.“ Das Stahlwerk-Umfeld: Folter, Scheiterhaufen, „lokale Militärdiktatur“. ThyssenKrupp und Oscar Niemeyer. Siemens-Atomkraftwerk Angra 2 und der Untergrund…

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

Daß ThyssenKrupp in Rio de Janeiro ausgerechnet ein sumpfiges Schutzgebiet als Standort für das Mega-Stahlwerk aussuchte, war in Brasilien bei vielen Fachleuten auf Unverständnis gestoßen.

Siemens-KWU hatte bei der Errichtung des Atomkraftwerks „Angra 2″ weiter südlich von Rio de Janeiro ebenfalls große Probleme mit dem Untergrund – so waren gemäß den Expertenberichten jahrelange Pfahlgründungsarbeiten nötig, die den Bau des AKW enorm verteuerten.

„ThyssenKrupp-Millionen für die Mangrovensümpfe“: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/thyssen-krupp-millionen-fuer-die-mangrovensuempfe;2516344;2

http://www.handelsblatt.com/newsticker/unternehmen/arbeit-neue-thyssen-krupp-werke-deutlich-teurer;2516806

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/19/thyssenkrupp-in-rio-de-janeiro-neues-stahlwerk-wird-immer-teurer-laut-handelsblatt-lokale-militardiktatur-im-umfeld-laut-grunen-politiker-alfredo-sirkis-todesschwadronen-folter-scheiterhauf/

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„New York Times“ kritisch über Oscar Niemeyer – aus dem in Brasilien erschienenen Larry-Rohter-Buch. Stalin, stalinistische Politik, elitäre Architektur… „Deu no New York Times“. ThyssenKrupp und Niemeyer. Das Massaker an Bauarbeitern Brasilias – in Mitteleuropa gewöhnlich verschwiegen.

Freitag, 22. Januar 2010 von Klaus Hart

 „Brasilia – Anomalie und irreparabler historischer Fehler“. Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo 2013

„Outro exemplo de um aspecto da cultura brasileira elogiado muito mais do que ele provavelmente merece é a obra do arquiteto Oscar Niemeyer. Sei que isso pode soar chocante, porque há um consenso quase universal aqui no Brasil de que Niemeyer é um gênio. (…) Deixando de lado a política stalinista de Niemeyer, que é execrável, há uma contradiçáo fundamental e irreconciliável entre o que ele professa e a obra que ele produziu. Ele afirma querer uma sociedade baseada em princípios igualitários, mas sua arquitetura, para usar a linguagem do mundo da computaçáo, náo é user-friendly. Ao contrário: ela é profundamente elitista e mesmo egoísta, concentrada principalmente em fazer declarações grandiosas e eloqüentes por si mesmas, para satisfaçáo de Niemeyer e seus admiradores, mesmo que cause desconforto ou inconveniência ao usuário“.

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/14/stalin-und-oscar-niemeyer-die-erfindung-niemeyers-brasiliens-nachrichtenmagazin-veja-uber-den-umgang-des-in-europa-bejubelten-stararchitekten-mit-historischen-fakten/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/17/oscar-niemeyer-und-das-massaker-an-bauarbeitern-von-brasilia-youtube-anklicken-dokfilmer-vladimir-carvalho-bringt-niemeyer-in-bedrangnis/

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ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: Teurer, noch teurer. Konzernleitung stockt „offizielle“ Ausgaben für neues Stahlwerk erneut auf.

Donnerstag, 21. Januar 2010 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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