„Le-Monde“-Musikkritiker Alain Lompech hat in Brasiliens größter Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ ausführlich die Folgen der Entlassung des jüdischen OSESP-Dirigenten John Neschling analysiert. Laut Lompech handelt es sich um einen unermeßlichen Verlust für die brasilianische Kultur, doch auch für die Kenntnis des musikalischen Reichtums von Brasilien in anderen Ländern der Erde.
http://www.estadao.com.br/arteelazer/not_art310891,0.htm
Just nach dem umjubelten, in zahlreiche Länder Europas per ARTE TV übertragenen Silvesterkonzert des Sinfonieorchesters OSESP ist dessen jüdischer Dirigent John Neschling, Sohn eines aus Österreich vor den Nazis nach Brasilien geflohenenen Künstlerehepaars, Großneffe von Arnold Schönberg, durch die Kultur-Machthaber des Teilstaats Sao Paulo gefeuert worden. Ein schwarzer Tag nicht nur für Musikfreunde in Brasilien.
„Betroffen von Tötungen sind vor allem junge Schwarze und Arme, weil der Staat seine eigenen Gesetze verletzt“, sagte Dr. Marisa Feffermann im Website-Exklusivinterview. „Es gibt einen Teil der Bevölkerung, der wie Wegwerf-Ware behandelt wird – und niemand spricht darüber.“
Schwester Adula Powers
http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Marienschwesternschaft_Darmstadt
Die Sektenchefs, das Ehepaar Sonia und Estevam Hernandes, kehrten nach Abbüßung einer Gefängnisstrafe in den USA nicht nach Brasilien zurück, weil ihnen dort ein Prozeß droht. Das Oberste Gericht Brasiliens hatte indessen auf Ersuchen des Ehepaars 2008 überraschend den brasilianischen Auslieferungsantrag suspendiert.
Tanz und Show um den Altar – jetzt alles in Trümmern.