<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Bundespräsident Joachim Gauck in Brasilien 2013</title>
	<atom:link href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/bundesprasident-joachim-gauck-in-brasilien-2013/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.hart-brasilientexte.de</link>
	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
	<lastBuildDate>Sun, 26 Feb 2023 11:57:53 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=4.1.42</generator>
	<item>
		<title>Brasilien &#8211; Staatsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck. Größte Qualitätszeitung &#8222;Folha de Sao Paulo&#8220; mit Karikatur zur soziopolitischen Situation des Landes:&#8220;Sie haben die Verfassung zerrissen!&#8220; Josef Mengele in Brasilien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-staatsbesuch-von-bundesprasident-joachim-gauck-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-mit-karikatur-zur-soziopolitischen-situation-des-landessie-haben-die-verfassung-zerrissen/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-staatsbesuch-von-bundesprasident-joachim-gauck-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-mit-karikatur-zur-soziopolitischen-situation-des-landessie-haben-die-verfassung-zerrissen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 12:48:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident Joachim Gauck in Brasilien 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Todesschwadronen in Sao Paulo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-staatsbesuch-von-bundesprasident-joachim-gauck-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-mit-karikatur-zur-soziopolitischen-situation-des-landessie-haben-die-verfassung-zerrissen/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/ Deutsche katholische ADVENIAT:  Die organisierte Kriminalität ist in Brasilien zu einem „Staat“ im Staate geworden und hat in den Peripheriegebieten zahlreicher Städte die De-facto-Herrschaft übernommen. Daran ändern auch punktuelle Aktionen von Polizei und Militär nichts, die angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaften und der Olympischen Spiele eher wie der Versuch einer Imagepflege wirken. Ausriß. Brasiliens größte Qualitätszeitung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><strong>Deutsche katholische ADVENIAT: </strong> <strong>Die organisierte Kriminalität ist in Brasilien zu einem „Staat“ im Staate geworden und hat in den Peripheriegebieten zahlreicher Städte die De-facto-Herrschaft übernommen. Daran ändern auch punktuelle Aktionen von Polizei und Militär nichts, die angesichts der bevorstehenden Fußballweltmeisterschaften und der Olympischen Spiele eher wie der Versuch einer Imagepflege wirken.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/gauckprotestetodesschwadronen13.jpg" alt="gauckprotestetodesschwadronen13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß. Brasiliens größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” berichtet in großer Aufmachung über die massiven Proteste während des Gauck-Aufenthalts in Sao Paulo gegen Todesschwadronen, Blutbäder  &#8211; deutsche Medien berichten naturgemäß garnichts.  ”Staatssekretär verspricht Null Toleranz nach Protestakt gegen Blutbäder”.</strong></p>
<p><strong> Kritische Töne aus der Kirche Brasiliens zum Auftreten des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck in Sao Paulo und Rio de Janeiro 2013 . “Armutszeugnis“</strong></p>
<p><strong>Aus der Kirche Brasiliens, darunter der Gemeinde der deutschen evangelischen Kirche in Brasilien, hat es differenzierte Kritik u.a. an der fehlenden Positionierung des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck zur gravierenden Menschenrechtslage Brasiliens gegeben. Gauck wisse über die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in Brasilien  genau Bescheid.  Wie verlautete, waren entsprechende Stellungnahmen Gaucks durchaus erwartet worden – indessen gingen manche Christen davon aus, daß sich der deutsche Bundespräsident nicht anders als deutsche Staatsgäste vor ihm verhalten würde:“Er vertritt ja nicht die Kirche“. Ein Pastor habe sich politischem Druck gebeugt, Gauck sei „eingebunden in verschiedenste politische Zusammenhänge“.  In Brasilien hätte er es sich indessen nicht so leicht machen dürfen.</strong></p>
<p><strong> Erwartet wurde u.a. in Sao Paulo ein Treffen Gaucks mit kirchlichen Seelsorgern, etwa der katholischen Gefängnispastoral, sowie mit anderen kirchlichen Menschenrechtsaktivisten. Verwiesen wurde auf Gaucks Image u.a. in Bezug auf seine Rolle in Ostdeutschland vor 1989.</strong></p>
<p><strong>„Gauck ist als Bundespräsident doch eigentlich angetreten, sich nicht den Mund verbieten zu lassen, jedenfalls nicht total. Doch dies bringt er nicht zustande“, lautete eine Einschätzung in Brasilien.</strong></p>
<p><strong>Sein Auftreten in Brasilien sei ein „Armutszeugnis“ gewesen &#8211; Kritik an Gauck müßte jetzt aus der evangelischen Kirche Deutschlands kommen.” Diese müsse klar die für Brasilien wichtigen Themen benennen und sagen: Doch von Gauck sind sie nicht angesprochen worden. Stattdessen habe es einen „Eiertanz um Deutsche und Brasilianer“ gegeben. „Motto: Wir sind doch alle Freunde“. Wenn beispielsweise in der täglichen Erfahrung von  Sao Paulo systemimmanente Gewalt eine so wichtige Rolle spiele, die Politik aber nicht entsprechend aktiv werde – „wieso hat das Gauck nicht angesprochen?“</strong></p>
<p><strong>Der deutsche Bundespräsident hatte eine „Wertegemeinschaft“ zwischen Deutschland und Brasilien betont. Dazu wurde aus der deutschen evangelischen Kirchengemeinde teils spöttisch-ironisch angemerkt:“Wenn das hier unsere Werte sind, dann gnade uns Gott!“</strong></p>
<p><strong>Unter Bezug auf die von Bundespräsident Gauck während seiner Brasilienreise gehaltenen Reden hieß es:”Der braucht einen neuen Redenschreiber.” </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/14/nach-wie-vor-hemmungslose-aktionen-der-todesschwadronen-institutionalisierte-barbarei-lulas-menschenrechtsminister-paulo-vannuchi-raumt-gegen-ende-der-zweiten-amtszeit-erneut-fortbestehen-der-b/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/angeliverfassungzerrissen13.jpg" alt="angeliverfassungzerrissen13.jpg" /></p>
<p><strong>Ausriß, Karikatur von Angeli am 15.5. 2013 in Sao Paulo, am Tag nach den heftigen Protesten in Sao Paulo gegen das Wüten der Todesschwadronen:&#8220;Schau mal, was für ein Regen von Papierschnipseln&#8220; &#8222;Pronto: Sie haben die Verfassung zerrissen!&#8220;</strong></p>
<p><strong>Gauck-Besuch in Sao Paulo &#8211; heftige Proteste gegen Todesschwadronen, Blutbäder: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-heftige-proteste-gegen-todesschwadronen-sao-paulos-wahrend-besuch-von-deutschem-bundesprasidenten-joachim-gauck-rund-500-menschenrechtsaktivisten-sturmen-sicherheitsbehorde-in-der-city-v/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-heftige-proteste-gegen-todesschwadronen-sao-paulos-wahrend-besuch-von-deutschem-bundesprasidenten-joachim-gauck-rund-500-menschenrechtsaktivisten-sturmen-sicherheitsbehorde-in-der-city-v/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an Blutbäder.  Protestgottesdienst der katholischen Kirche in Sao Paulo, deutscher evangelischer Pastor Wolfgang Lauer predigt.</strong></p>
<p><strong>Kardinal Odilo Scherer zu lebendigem Verbrennen von Obdachlosen in Sao Paulo: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/sao-paulos-deutschstammiger-erzbischof-odilo-scherer-prangert-schockierende-gesellschaftliche-indifferenz-angesichts-des-lebendigen-verbrennens-von-obdachlosen-an-man-hat-noch-zwei-strasenbewohner/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/16/sao-paulos-deutschstammiger-erzbischof-odilo-scherer-prangert-schockierende-gesellschaftliche-indifferenz-angesichts-des-lebendigen-verbrennens-von-obdachlosen-an-man-hat-noch-zwei-strasenbewohner/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/gauckrousseffoffizkl.jpg" alt="gauckrousseffoffizkl.jpg" /></p>
<p><strong>“Der Mann, der keine Angst hatte”:</strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2016/12/16/der-mann-der-keine-angst-hatte-brasiliens-wichtigster-katholischer-befreiungstheologe-frei-betto-dez-2016-ueber-den-verstorbenen-kardinal-erzbischof-paulo-evaristo-arns/">http://www.hart-brasilientexte.de/2016/12/16/der-mann-der-keine-angst-hatte-brasiliens-wichtigster-katholischer-befreiungstheologe-frei-betto-dez-2016-ueber-den-verstorbenen-kardinal-erzbischof-paulo-evaristo-arns/</a></p>
<p><strong><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></strong></p>
<p><strong>“Da sein, wo gelitten wird”: </strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/16/folter-in-brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-verurteilt-ernennung-eines-wegen-folter-verurteilten-zum-gefangnisdirektor-todesschwadronen-scheiterhaufen-sklavenarbeit/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/02/16/folter-in-brasilien-katholische-gefangenenseelsorge-verurteilt-ernennung-eines-wegen-folter-verurteilten-zum-gefangnisdirektor-todesschwadronen-scheiterhaufen-sklavenarbeit/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/03/brasiliens-carandiru-massaker-an-haftlingen-in-sao-paulo-okumenischer-gedenkgottesdienst-der-katholischen-gefangenenseelsorge-die-massaker-und-blutbader-gehen-weiter/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/brasilien-das-blutbad-an-mindestens-vier-menschen-in-sao-paulo-am-ankunftstag-von-bundesprasident-joachim-gauck-keine-polizei-und-medieninformationen-mehr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/brasilien-das-blutbad-an-mindestens-vier-menschen-in-sao-paulo-am-ankunftstag-von-bundesprasident-joachim-gauck-keine-polizei-und-medieninformationen-mehr/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/der-brasilianische-musiker-und-poet-marcelo-yuka1/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/26/gewalt-gegen-frauen-in-brasilien-statistisch-alle-sieben-minuten-wird-im-teilstaat-eine-frau-so-geschlagen-das-sie-anzeige-erstattet-laut-landesmedien-dunkelziffer-der-nicht-registrierten-falle-en/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/26/gewalt-gegen-frauen-in-brasilien-statistisch-alle-sieben-minuten-wird-im-teilstaat-eine-frau-so-geschlagen-das-sie-anzeige-erstattet-laut-landesmedien-dunkelziffer-der-nicht-registrierten-falle-en/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/13/amazonia-an-ecocide-foreseen/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/caran3.JPG" alt="caran3.JPG" /></p>
<p><strong>“Movimento Maes de Maio” &#8211; Mütter von Ermordeten erinnern an Blutbäder.  Protestgottesdienst der katholischen Kirche in Sao Paulo, deutscher evangelischer  Pastor Wolfgang Lauer predigt.  </strong><strong><a href="http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern">http://www.welt-sichten.org/artikel/221/der-hoelle-hinter-gittern</a></strong></p>
<p><strong>Obdachlose &#8211; von Unbekannten während des Sao-Paulo-Besuchs von Bundespräsident Christian Wulff lebendig verbrannt &#8211; natürlich haben die deutschen Medien darüber nicht berichtet: </strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-am-letzten-besuchstag-weiterer-obdachloser-lebendig-verbrannt-worden-erster-bei-der-ankunft-in-der-megacity-terror-gegen-marginalisierte-gravierende/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/09/bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-am-letzten-besuchstag-weiterer-obdachloser-lebendig-verbrannt-worden-erster-bei-der-ankunft-in-der-megacity-terror-gegen-marginalisierte-gravierende/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/17/obdachlose-in-sao-paulo-wahrend-des-wulff-besuchs-lebendig-verbrannt-brasiliens-wichtigster-befreiungstheologe-im-website-interview-ein-land-der-kontraste/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/05/wulfflancelotti1.JPG" alt="wulfflancelotti1.JPG" /></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/06/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-in-sao-paulo-mai-2011-obdachlosengemeinde-der-erzdiozese-hedwig-knist-vikar-julio-lancelotti/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/07/brasilien-welle-der-barbarei-in-wirtschaftlich-fuhrendem-teilstaat-sao-paulo-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-bevolkerung-andert-alltagsroutine-aus-angst-vor-banditenattacken-ausgangssperr/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/11/07/brasilien-welle-der-barbarei-in-wirtschaftlich-fuhrendem-teilstaat-sao-paulo-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-bevolkerung-andert-alltagsroutine-aus-angst-vor-banditenattacken-ausgangssperr/</a></p>
<p><strong>Scheiterhaufen in Sao Paulo: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/05/scheiterhaufen-in-sao-paulo-mindestens-15-menschen-in-der-megacity-seit-jahresbeginn-lebendig-verbrannt-laut-landesmedien-fogo-para-matar-rivais/</a></p>
<p><strong>Lage in Rio: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/08/tropa-de-elite-2-noch-dokumentarischer-als-der-berlinale-gewinner-landeskunde-pur-uber-das-heutige-brasilien/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<h2>Bundespräsident Joachim Gauck 2013 in Sao Paulo: Staatschefin Dilma Rousseff bittet um Ermittlungshilfe mittels eventuell existierender deutscher Archive &#8211; für die Wahrheitskommisssion zur Aufklärung der Diktaturverbrechen. <a title="Beitrag bearbeiten" href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=15582">**</a></h2>
<p>tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien-bundesprasident-joachim-gauck-2013-wahrheitsk/" rel="tag">brasilien-bundespräsident joachim gauck 2013-wahrheitsk</a></p>
<p><a href="http://m.g1.globo.com/politica/noticia/2013/05/dilma-pediu-ao-presidente-alemao-auxilio-para-comissao-da-verdade.html">http://m.g1.globo.com/politica/noticia/2013/05/dilma-pediu-ao-presidente-alemao-auxilio-para-comissao-da-verdade.html</a></p>
<p><strong>Staatschefin Rousseff sagte in Sao Paulo, sie bewundere Gaucks Aktivitäten zur Förderung der Wahrheitsfindung und der Versöhnung im vereinten Deutschland. “Ich bat ihn um Zugang zu eventuell existierenden Archiven Deutschlands, die der Arbeit der Wahrheitskommission  dienen könnten.”</strong></p>
<p><strong>Als Zeitraum wurden die Jahre 1946 bis 1988 angegeben.</strong></p>
<p><strong>Kurioserweise wurden Politiker und Medien in Bezug auf die Bitte um Aufklärungshilfe nicht deutlicher &#8211;  Insider wissen indessen, auf welche hochbrisanten Sachverhalte Dilma Rousseff offenbar anspielte.</strong></p>
<p><strong>Josef Mengele in Brasilien: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/05/brasilien-diktatur-geheimpolizei-dops-wuste-von-aufenthalt-des-kriegsverbrechers-josef-mengele-im-tropenland-laut-dops-ex-chef-2013/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/05/brasilien-diktatur-geheimpolizei-dops-wuste-von-aufenthalt-des-kriegsverbrechers-josef-mengele-im-tropenland-laut-dops-ex-chef-2013/</a></p>
<p><strong>Menschenrechtssamba von Jorge Aragao: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/der-irak-ist-hier-menschenrechtssamba-von-jorge-aragao-erneut-recht-aktuell-in-der-olympia-stadt-rio-de-janeiro/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/24/der-irak-ist-hier-menschenrechtssamba-von-jorge-aragao-erneut-recht-aktuell-in-der-olympia-stadt-rio-de-janeiro/</a></p>
<p><strong>Samba anklicken: </strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4">http://www.youtube.com/watch?v=XkvjkxERac4</a></p>
<p><strong>Zeitgeist-Waffen-Rap aus Rio de Janeiro: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/01/hit-der-fusball-wm-in-sudafrika-rap-das-armas-aus-rio-de-janeiro-musik-des-berlinale-gewinners-tropa-de-elite-anklicken-zeitgeist/</a></p>
<p><strong>Rap anklicken: </strong> <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZthNYozVwNM">http://www.youtube.com/watch?v=ZthNYozVwNM</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/12/riobanditmpiglobo2011.JPG" alt="riobanditmpiglobo2011.JPG" /></p>
<p><strong>Brasiliens Besonderheiten, Ausriß O Globo. Patrouillierender junger Bandit in Rio de Janeiro, an der Stadtautobahn, über die der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck fuhr. </strong></p>
<p><strong>Rede von Bundespräsident Gauck im Theatro Municipal von Sao Paulo:</strong></p>
<p><em>São Paulo/Brasilien, 13. Mai 2013</em></p>
<p>Glückliche Beziehungen sind solche, bei denen man im Anderen Vertrautes findet – zugleich aber auch immer wieder etwas entdeckt, was einen fasziniert und anregt, etwas, woran man sich reiben und wodurch man – im besten Falle gemeinsam – wachsen kann.</p>
<p>Mir scheint, mein Land und Ihres stehen in genau so einer glücklichen Beziehung zueinander – es wissen nur noch nicht alle! Und darum freue ich mich, heute mit Ihnen zusammen das Deutschlandjahr in Brasilien zu eröffnen. Gut 400 Kulturveranstaltungen und Kongresse, Ausstellungen und Begegnungen sind bis jetzt geplant und es werden, so hörte ich, mehr hinzukommen – ein beeindruckendes Programm!</p>
<p>Es zeigt, wie viel uns schon verbindet – und wie viel wir noch voneinander lernen können.</p>
<p>In der kurzen Zeit, die ich nun bei Ihnen bin, habe ich beides schon erlebt, das Vertraute, Verbindende wie auch das Andere und Faszinierende. Zum Beispiel, wenn ich – wie heute Nachmittag – Mitgliedern der jüdischen Gemeinde von São Paulo begegne und mit ihnen zugleich auch der deutschen Geschichte. Wenn ich die Namen der ursprünglich deutschen Siedlungen höre: Blumenau und Rolândia, Novo Hamburgo und Nova Friburgo – Zeugnisse jahrhundertealter Verbindungen zwischen Menschen unserer beiden Länder. Und ziemlich amüsant fand ich es zu erfahren, dass manch ein jüngerer Brasilianer Volkswagen für eine alte brasilianische Traditionsmarke hält!</p>
<p>Umgekehrt wissen nur wenige Deutsche, dass Thomas Mann, wohl einer unserer berühmtesten Schriftsteller, seine künstlerische Ader der in Brasilien geborenen Mutter zuschrieb – die übrigens Zeit ihres Lebens sehnsüchtig an den Ort ihrer Kindheit, an Paraty zurückdachte. Ich habe selbst gestaunt in der Vorbereitung auf diesen Besuch, dass manches Brasilianische in Deutschland steckt. Wenn Sie mich etwa auf den “Edifício Copan” ansprechen, dann werde ich kontern: Haben wir auch! Ein paar hundert Meter neben meinem Berliner Amtssitz, dem Schloss Bellevue, steht nämlich auf Stelzen ein mehrstöckiges Wohnhaus von Oscar Niemeyer!</p>
<p>Was mir vor allem auffällt, was faszinierend und ungewohnt ist für einen älteren Deutschen – zu sehen, wie viele Menschen mit verschiedenen Ursprüngen, wie viele Geschichten und Lebensschicksale sich in Brasilien kreuzen. Ich habe mir sagen lassen, Sie feiern heute den “Dia do Mulato”, die offizielle Abschaffung der Sklaverei. Auf den Tag genau 125 Jahre ist es her. Der Tag erinnert an ein freudiges Ereignis – und zugleich an die Not derer, die hierher verschleppt wurden. Andere Ihrer Vorfahren kamen aus wirtschaftlicher Not, aus Abenteuerlust oder als politische Flüchtlinge – darunter, wie wir wissen, auch mehrere Hunderttausende Deutsche. Es ist bewundernswert, wie es Brasilien geschafft hat und noch immer schafft, aus dieser Vielfalt etwas Gemeinsames entstehen zu lassen. Hier können wir Deutsche von Ihnen lernen, denn auch Deutschland wird immer mehr und immer bewusster ein Einwanderungsland.</p>
<p>Lernen, Neugier, Offenheit für die Stärken und Erfahrungen des jeweils anderen: Das sind für mich ganz wesentliche Impulse des Deutschlandjahres. Ich bitte Sie, meine Damen und Herren, die Sie ja beide Länder vielfach schon gut und viel besser kennen als ich: Laden Sie andere ein, Deutschland unvoreingenommen zu begegnen.</p>
<p>Ich habe im Vorfeld meiner Reise in einem Buch von João Ubaldo Ribeiro geblättert. Es heißt “Ein Brasilianer in Berlin. Innenansichten eines Außenseiters” und entstand vor über 20 Jahren, als Ribeiro kurz nach dem Mauerfall für ein Jahr in Berlin lebte – übrigens mit einem Stipendium des DAAD. Er portraitiert sehr liebevoll die pünktlichen, präzisen und disziplinierten Deutschen und ihr merkwürdiges Land, in dem Busse nach Fahrplan fahren und die Bäume Nummern tragen. Nun können Klischees durchaus auch Wahrheiten enthalten.</p>
<p>Und wenn sie so schön beschrieben werden wie von Ribeiro, kann es lustig sein, sich darin zu spiegeln. Aber Gesellschaften verändern sich, und vielleicht würde auch Ribeiro Deutschland heute etwas anders beschreiben. Unser Land ist in den letzten zwei Jahrzehnten offener geworden, internationaler und auch gelassener. Die Deutschen haben angefangen, sich selbst wieder zu mögen – eine gute Voraussetzung dafür, auch anderen mit Wärme und Neugier zu begegnen.</p>
<p>Manchmal wünsche ich mir von den Deutschen allerdings noch etwas mehr Mut! Das Goethe-Institut, dem wir viele schöne Projekte des Deutschlandjahres zu verdanken haben, buchstabiert in seiner Ausstellung „Deutschland für Anfänger“ unser Land gewissermaßen durch, von “A” wie “Arbeit” bis “Z” wie “Zukunft”. Ich musste schmunzeln, als ich las, was bei „Z“ steht. Ich zitiere: “Die Zukunft wird in Deutschland eher mit einem Hang zum Pessimismus betrachtet.” Nun schimpfe ich selbst häufig über den deutschen Hang zur Ängstlichkeit. Aber vielleicht müssen wir diesen Hang auch bejahen: Es ist der Zweifel, der uns Deutsche zu Eigen ist. Positiv betrachtet heißt das: Wir geben uns nicht zufrieden, ruhen uns nicht auf dem Erreichten aus, sondern wollen immer noch ein bisschen besser werden.</p>
<p>Für mich steht jedenfalls fest, dass wir allen Grund haben, beim Buchstaben “Z” das Wort “Zuversicht” zu gebrauchen – das können uns zum Beispiel die Brasilianer beibringen! Deutschland hat viel zu bieten. Wir haben in unterschiedlichen Epochen gern von anderen gelernt – und heute teilen wir mit anderen auch unsere Erfahrungen. Auf ökonomischem Gebiet heißt das zum Beispiel: Wir haben einen soliden und unglaublich innovativen Mittelstand. Und mit unserer dualen Ausbildung haben wir Generationen von jungen Deutschen eine solide Basis für ein erfolgreiches Berufsleben geschaffen; sie mussten nicht studiert haben, um erfolgreich zu sein. Aber auch was die akademische Ausbildung betrifft, können wir Erfolge vermelden. Unsere Universitäten ziehen Studierende aus aller Welt an. Und mit der so genannten “Energiewende” hat sich Deutschland ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.</p>
<p>Auf all diesen und noch vielen anderen Gebieten können Deutschland und Brasilien gemeinsam lernen, gemeinsam wachsen – so wie es in einer guten Partnerschaft sein sollte. Das Fundament dafür ist unsere Wertegemeinschaft. Vielleicht gebrauchen wir das Wort manchmal etwas zu leichtfertig – auf unsere beiden Länder trifft es tatsächlich zu!</p>
<p>Jetzt muss es aber endlich ans Eröffnen gehen. Wir könnten das Deutschlandjahr in Brasilien nicht passender eröffnen als mit Ihnen, liebe Gäste. Sie pflegen die deutsch-brasilianische Freundschaft, als Unternehmer, Kulturschaffende oder Politiker, als engagierte Menschen. Wir könnten es nicht schöner tun als mit einem Konzert – schließlich heißt concerto “Übereinstimmung” und concertare “wetteifern”. Und wir könnten es schließlich nicht besser tun als mit dem Orchester, das wir gleich wieder hören werden. Die jungen deutschen und brasilianischen Musiker werden sich in den kommenden Monaten noch besser kennenlernen, von gleich zu gleich, sie werden sich aufeinander einstimmen und dann, über alle sprachlichen und kulturellen Unterschiede hinweg, gemeinsam etwas schaffen, was uns bereichert: Was für ein schöner Ansatz für “Deutschland + Brasilien 2013-2014?!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/15/brasilien-staatsbesuch-von-bundesprasident-joachim-gauck-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-mit-karikatur-zur-soziopolitischen-situation-des-landessie-haben-die-verfassung-zerrissen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>&#8222;Bundespräsident Gauck beeindruckt in Brasilien.&#8220; Die Welt. &#8222;Die Liste der Gemeinsamkeiten zwischen unseren Ländern ist größer, als ich das vor dem Antritt meiner Reise gedacht hatte – das hat mich erfreut, das macht stimmt mich optimistisch&#8220;.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/bundesprasident-gauck-beeindruckt-in-brasilien-die-welt/</link>
		<comments>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/bundesprasident-gauck-beeindruckt-in-brasilien-die-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 May 2013 15:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident Joachim Gauck in Brasilien 2013]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/bundesprasident-gauck-beeindruckt-in-brasilien-die-welt/</guid>
		<description><![CDATA[http://www.welt.de/politik/ausland/article116181272/Bundespraesident-Gauck-beeindruckt-in-Brasilien.html http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/erwin-krautler-ich-stehe-unter-polizeischutz-franfurter-rundschau-uber-katholischen-bischof-in-brasilien-das-pleite-wasserkraftwerksprojekt-belo-monte-baukosten-inzwischen-bereits-verdoppe/ Teuerung drückt über 22 Millionen Brasilianer ins Elend:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/ http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/13/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2013-gravierende-menschenrechtslage-bisher-komplett-ausgeklammert-amnesty-international-und-katholische-kirche-weisen-auf-systematische-folter-todessc/ http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2014-deutscher-bundesprasident-joachim-gauck-brasiliens-kulturministerin-marta-suplicy-das-young-euro-classic-orchester-im-theatro-municipal-vo/ MUTESOUVENIR &#124; KAI BIENERT” Brasiliens Kulturministerin Marta Suplicy hört dem deutschen Bundespräsidenten zu:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-kulturministerin-marta-suplicy-und-die-brasilianische-soft-power-imageverbesserung-und-fusball-wm-olympia/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/20/rio20-brasiliens-megacity-sao-paulo-hat-offiziell-26-quadratmeter-grunflache-pro-einwohner-berlin-mitte-21-quadratmeter-munchen-338-quadratmeter/ http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/06/brasilien-lacht-uber-rio-de-janeiros-gouverneur-sergio-cabralpmdb-wegen-des-neuesten-mega-korruptionsskandals-wurde-cabral-zur-witzfigur-viele-mitteleuropaische-politiker-dinierten-mit-ihm/ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/ Sao Paulo &#8211; Fotoserie: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/ Rede des Bundespräsidenten: Haben Sie Dank für Ihre Worte, Frau Präsidentin, und dafür, dass Sie die enge Verbindung unserer beiden Länder [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article116181272/Bundespraesident-Gauck-beeindruckt-in-Brasilien.html">http://www.welt.de/politik/ausland/article116181272/Bundespraesident-Gauck-beeindruckt-in-Brasilien.html</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/erwin-krautler-ich-stehe-unter-polizeischutz-franfurter-rundschau-uber-katholischen-bischof-in-brasilien-das-pleite-wasserkraftwerksprojekt-belo-monte-baukosten-inzwischen-bereits-verdoppe/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/erwin-krautler-ich-stehe-unter-polizeischutz-franfurter-rundschau-uber-katholischen-bischof-in-brasilien-das-pleite-wasserkraftwerksprojekt-belo-monte-baukosten-inzwischen-bereits-verdoppe/</a></p>
<p><strong>Teuerung drückt über 22 Millionen Brasilianer ins Elend: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/20/brasilien-teuerung-druckt-22-millionen-brasilianer-wieder-ins-elend-laut-landesmedien-langst-wegen-starken-preissteigerungen-uberholter-indikator-versteckt-jene-22-millionen-verelendeten-hies-es/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/13/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2013-gravierende-menschenrechtslage-bisher-komplett-ausgeklammert-amnesty-international-und-katholische-kirche-weisen-auf-systematische-folter-todessc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/13/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2013-gravierende-menschenrechtslage-bisher-komplett-ausgeklammert-amnesty-international-und-katholische-kirche-weisen-auf-systematische-folter-todessc/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2014-deutscher-bundesprasident-joachim-gauck-brasiliens-kulturministerin-marta-suplicy-das-young-euro-classic-orchester-im-theatro-municipal-vo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/brasilien-eroffnung-des-deutschlandjahrs-2013-2014-deutscher-bundesprasident-joachim-gauck-brasiliens-kulturministerin-marta-suplicy-das-young-euro-classic-orchester-im-theatro-municipal-vo/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2013/05/gauckmartakl.jpg" alt="gauckmartakl.jpg" /></p>
<p>MUTESOUVENIR | KAI BIENERT”</p>
<p><strong>Brasiliens Kulturministerin Marta Suplicy hört dem deutschen Bundespräsidenten zu: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-kulturministerin-marta-suplicy-und-die-brasilianische-soft-power-imageverbesserung-und-fusball-wm-olympia/">http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/25/brasilien-kulturministerin-marta-suplicy-und-die-brasilianische-soft-power-imageverbesserung-und-fusball-wm-olympia/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/20/rio20-brasiliens-megacity-sao-paulo-hat-offiziell-26-quadratmeter-grunflache-pro-einwohner-berlin-mitte-21-quadratmeter-munchen-338-quadratmeter/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/20/rio20-brasiliens-megacity-sao-paulo-hat-offiziell-26-quadratmeter-grunflache-pro-einwohner-berlin-mitte-21-quadratmeter-munchen-338-quadratmeter/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/06/brasilien-lacht-uber-rio-de-janeiros-gouverneur-sergio-cabralpmdb-wegen-des-neuesten-mega-korruptionsskandals-wurde-cabral-zur-witzfigur-viele-mitteleuropaische-politiker-dinierten-mit-ihm/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/06/brasilien-lacht-uber-rio-de-janeiros-gouverneur-sergio-cabralpmdb-wegen-des-neuesten-mega-korruptionsskandals-wurde-cabral-zur-witzfigur-viele-mitteleuropaische-politiker-dinierten-mit-ihm/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>Sao Paulo &#8211; Fotoserie:</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/</a></p>
<p>Rede des Bundespräsidenten:</p>
<p><span id="more-15594"></span></p>
<p>Haben Sie Dank für Ihre Worte, Frau Präsidentin, und dafür, dass Sie die enge Verbindung unserer beiden Länder nicht nur treffend beschrieben haben, sondern vor allem auch stärken, ausbauen und vertiefen wollen. Das ist im Interesse Deutschlands und Brasiliens. Aber es dient – so scheint es mir – auch Zwecken, die über rein nationales Interesse hinausgehen.</p>
<p>Der heutige Tag stimmt optimistisch. Für mich steht er ganz im Zeichen einer Partnerschaft, die eng und immer vertrauter ist und vor allem aus vielen großartigen Chancen besteht. Hier in São Paulo darf ich heute Abend das Jahr &#8222;Deutschland + Brasilien 2013-2014&#8243; eröffnen. Das ist mir eine Ehre und wäre schon Grund genug zur Freude. Jetzt aber wende ich mich mit ebenso großer Freude zur Eröffnung der Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage an Sie, die führenden Vertreter aus Industrie und Wirtschaft beider Länder. Diese Wirtschaftstage haben mittlerweile Tradition, sie finden schon zum 31sten Mal statt, stets im Wechsel deutscher und brasilianischer Städte. Sie sind zu einem festen Bindeglied zwischen der größten Wirtschaftsnation Lateinamerikas und der größten Wirtschaftsnation Europas geworden.</p>
<p>Hier im Raum und bei den zahlreichen anderen Anlässen dieser Wirtschaftstage kommen Menschen zusammen, die Zeugen und Akteure der brasilianisch-deutschen Freundschaft sind. Zeugen, weil sie miterleben konnten und können, wie schnell, wie solide und wie beiderseitig fruchtbringend sich die Kontakte zwischen Brasilien und Deutschland entwickeln. Und Akteure, weil diese gute Entwicklung ja nicht vom Himmel gefallen oder von allein gelungen ist. Sie ist Ergebnis ambitionierter Visionen und ungewöhnlichen Pioniergeistes, in jedem Fall aber Ergebnis hartnäckiger Arbeit. Der Arbeit von Menschen, die Vertrauen haben und Vertrauen ausstrahlen. Menschen, die mit Ideen und Können Projekte voranbringen. Viele sehe ich heute vor mir. Spitzenvertreter der brasilianischen und der deutschen Industrie sind hier, von großen und mittelständischen Unternehmen, von Innovations- und Weltmarktführern – Wegbereiter für Dynamik und Fortschritt, für Beschäftigung und Wohlstand. Einige von Ihnen begleiten mich auf meiner Reise.</p>
<p>Es gibt aber noch einen anderen ganz wesentlichen Grund, warum ich gerne hierhergekommen bin, nach Brasilien und heute zu Ihnen. Ich will etwas würdigen, was in diesem bedeutenden Land offenbar ganz besonders zuhause ist. Etwas, ohne das die gute Entwicklung Brasiliens in den vergangenen Jahren nicht hätte gelingen können und etwas, das bis heute viele Projekte auch der brasilianisch-deutschen Zusammenarbeit beflügelt. Und übrigens auch etwas, von dem ich in diesen Tagen gerne eine Prise mit zurück nach Deutschland und mit nach Europa nehmen will. Es ist: Mut.</p>
<p>Brasilien hat Mut gezeigt, als es aus eigener Kraft die Demokratisierung des Landes vorangebracht hat. Mut erfordert es auch, Frau Präsidentin, mit einer Wahrheitskommission die Zeit der Militärdiktatur weiter aufzuarbeiten, wie es seit knapp einem Jahr geschieht. Brasilien hat Mut gezeigt, als es sich wirtschaftlich geöffnet hat und mit teils schwierigen Reformen bessere Lebenschancen für alle Brasilianerinnen und Brasilianer erreicht hat. Brasilien hat Mut gezeigt, indem es transkontinentale Kooperationen eingegangen ist und sie bis heute stärkt. Brasilien zeigt Mut, seine neu gefundene ökonomische und politische Bedeutung auch als globaler Akteur einzubringen, um Frieden und Entwicklung in der ganzen Welt zu dienen – ich denke dabei an die konstruktive Rolle zum Beispiel in den Vereinten Nationen, den G20, bei der Rio+20-Konferenz oder an die Beiträge zur Libanon-Mission und in Haiti.</p>
<p>In all diesen Situationen hat Ihr Land, verehrte Frau Präsidentin, Mut gezeigt. Einen Mut übrigens, der nicht mit neu erwachsener Stärke prahlt, sondern der aus Verantwortung erwächst, der Verantwortung ernst nimmt und Verantwortung auch für andere einschließt. Das beeindruckt viele Menschen in Deutschland, und ich gehöre ausdrücklich zu diesen Menschen.</p>
<p>Und, ich sagte es schon, etwas von diesem Mut will ich mitnehmen, wenn ich am Ende der Woche wieder zurückreise nach Europa. Ich will dort erzählen von dem mutigen Willen zu politischen Reformen. Von dem Mut, Schwierigkeiten und Krisen nicht als übermächtig anzusehen und schicksalsergeben in Passivität zu verfallen, sondern Probleme und Krisen genau zu analysieren und ihre Lösung anzugehen.</p>
<p>Brasilien kennt Krisen. Zu Beginn des Jahrtausends war es Ihr Land, das sich einer tiefgreifenden Finanzkrise gegenübersah. Entschlossenes, zukunftsgerichtetes Handeln der Regierungen Hand in Hand mit internationaler Unterstützung über den IWF hat nach einer &#8222;verlorenen Dekade&#8220; neue Chancen an den Weltmärkten und im eigenen Land für den Aufstieg von Millionen Brasilianern eröffnet. Und so können Sie nun auf eine &#8222;Dekade der Prosperität&#8220; blicken. Wünschen wir uns gemeinsam, dass es Ihnen gelingt, sie fortzuschreiben.</p>
<p>Und absehbar ist: Wenn es Ihnen gelingt, weitere Wachstums- und Wohlstandsbarrieren aus dem Weg zu räumen, dann wird die Bedeutung Brasiliens für die Weltwirtschaft noch weiter wachsen. Der Status als heute sechstgrößte Volkswirtschaft der Welt wird von vielen Experten eher als Durchgangsstation gesehen, denn als Schlusspunkt einer Entwicklung. Die Gewichte in der Weltwirtschaft werden sich weiter zugunsten aufstrebender Volkswirtschaften verschieben. Uns Deutsche – heute weltweit auf Platz vier – will ich ermutigen, auf diese Entwicklung mit einer zugewandten, optimistischen Haltung zu schauen.</p>
<p>Denn wir können diese Entwicklung mit Selbstbewusstsein begleiten. Erstens, weil wir selbst davon profitieren werden, wenn Brasilien sich weiter gut entwickelt. Deutschland ist mit seiner innovativen, leistungsfähigen und starken Industrie hervorragend aufgestellt, um global erfolgreich zu sein. Ein um das andere Mal belegen dies deutsche Automobilfirmen, der deutsche Maschinenbau oder Unternehmen aus der Elektroindustrie oder der chemischen Industrie. Deutsche Unternehmen sind auch führend bei Umwelt- und Klimaschutztechnologien, sie verfügen über großes Know-how bei Infrastruktur und Energie. All dies wird für Brasilien, für die Wettbewerbsfähigkeit als Industriestandort, ebenso eine immer wichtigere Rolle spielen. Und zweitens ist der weitere Erfolg Brasiliens auch deswegen für uns eine Chance, da Brasilien unsere Werte – Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit – teilt und seine wirtschaftliche Potenz in den Dienst auch dieser Werte stellt. Also: Freuen wir Deutsche uns mit diesem Land der Zukunft!</p>
<p>Wenn ich gerade gemeinsame Werte nannte, kann ich auch von gemeinsam ausgeübter Verantwortung sprechen. Brasilien nimmt seine wachsende Verantwortung an und die internationale Solidarität ernst – zum Beispiel trägt es als Mitglied der G20 und des IWF einen Teil schwieriger Entscheidungen und globaler Lasten mit. Ein Ausdruck verantwortlichen, umsichtigen – und: erneut mutigen – Handelns, weil ich weiß, dass dieses Engagement in Ihrem Land nicht unumstritten ist! Gerade deshalb: Lassen Sie mich hier und heute für Ihr globales Engagement Danke sagen! Solche guten Erfahrungen stimmen mich zuversichtlich. Brasilien und Deutschland haben gelernt: Wer in Not Hilfe gewährt, dem wird wiederum geholfen werden. Solidarität und globale Zusammenarbeit gehören zusammen – und auch diese Wertebasis haben wir gemein. Wir sollten uns bewusst machen, dass sich gerade darauf solide aufbauen lässt.</p>
<p>Sie kennen die Lage in Europa und teilen sicher manche Sorge, wie es in der EU als Ihrem größten Wirtschaftspartner weitergeht. Eines aber darf ich Ihnen versichern und glaube, dabei für mehr Länder zu sprechen als nur für mein eigenes: Das europäische Projekt, das in den bitteren Erfahrungen der Vergangenheit gründet und auf eine friedliche und freundschaftliche Zukunft weist, steht nicht in Frage. Wir Deutsche wollen Europa und stehen zu unserer Verantwortung für Europa. Wir streiten für ein starkes Europa, das den anderen Kontinenten als Gleichen begegnet.</p>
<p>Sprechen will ich aber heute auch von dem Mut der einzelnen Persönlichkeiten, ohne die das Band zwischen Brasilien und Deutschland heute nicht so gefestigt wäre wie es beglückender Weise ist. Viele von Ihnen hier im Saal dürfen sich da auch angesprochen fühlen. Lassen Sie mich an dieser Stelle auch die beiden am gestrigen Abend geehrten deutsch-brasilianischen Persönlichkeiten des Jahres 2013 erwähnen. Auf deutscher Seite steuert Frau Schaeffler schon seit vielen Jahren ein globales Technologieunternehmen erfolgreich, und dies auch bei schwerer See. Für die brasilianische Wirtschaft steht Herr da Silva an der Spitze seines Unternehmens mit deutsch-brasilianischen Wurzeln, das auf eine über 50jährige Erfolgsgeschichte zurück und voller Zuversicht in die Zukunft blicken kann. Gestern nun wurden Sie beide zu deutsch-brasilianischen Persönlichkeiten gekürt: Meinen Glückwunsch!</p>
<p>Und natürlich können wir auch von den Pionieren der brasilianisch-deutschen Beziehungen sprechen! Ich denke an Menschen wie Otto Ernst Meyer, den Gründer der ersten brasilianischen Fluggesellschaft Varig, der 1897 in Hannover geboren wurde und 1921 nach Brasilien auswanderte. Was mag ihn – aus dem kühlen Norden Deutschlands kommend – wohl nach Brasilien gezogen haben? Sicher nicht nur die Sehnsucht nach einem wirtlicheren Klima. Es war wohl auch so etwas wie der Aufbruchsgeist der Neuen Welt, der Pioniere wie ihn ermutigte, hier in Südamerika neu zu beginnen.</p>
<p>Hans Stern, Jahrgang 1922, der später einen der größten Schmuckkonzerne der Welt gründete, kam aus einem ganz anderen, aus einem schrecklichen Grund nach Brasilien – er floh, weil er als deutscher Jude in seinem Vaterland um Leib und Leben fürchten musste. Er kam noch rechtzeitig nach Brasilien, wie übrigens knapp 40.000 andere deutsche und österreichische Juden auch, und konnte hier nicht nur frei und sicher leben, sondern auch seine Kompetenzen entfalten. Mit Demut schauen wir Deutsche auf Lebenswege wie diesen und mit Dank und Respekt darauf, dass Brasilien Menschen wie ihm Zuflucht bot, die in unserem Land brutal verfolgt wurden.</p>
<p>Es sind also viele Geschichten, die mit diesen Pionieren der brasilianisch-deutschen Freundschaft verbunden sind. 300.000 deutsche Einwanderer nach Brasilien sollen es bis heute gewesen sein – begeisterte und verzweifelte, freiwillige und unfreiwillige. Jeder und jede könnte eine eigene Geschichte erzählen. Schöne und bittere Geschichten, in jedem Fall Geschichten voller Mut. Sie erzählen uns von Persönlichkeiten, die zwischen den so entfernten Kontinenten Südamerika und Europa, zwischen Kulturen und politischen Systemen wandelten und dabei Entfernungen, auch geistige und kulturelle, zurücklegten und überwanden, die wir uns heute in unserer zusammenrückenden Welt kaum mehr vorstellen können.</p>
<p>Und wenn ich mir an diesem Abend etwas wünschen dürfte, dann dies: Dass uns ihr aller Mut nicht wie Tollkühnheit erscheint, sondern dass er uns stärkt und inspiriert und dass er uns aufträgt, selber mit Mut zu handeln. Mut, wenn es gelegentlich auch unterschiedliche Meinungen und Interessen zwischen unseren Ländern gibt. Und Mut, wenn es darum geht, Chancen und Ideen zu ergreifen.</p>
<p>Der weitere Ausbau unserer Wirtschaftsbeziehungen gehört dazu. Und dagegen spricht auch nicht, dass São Paulo schon heute als der größte Standort der deutschen Wirtschaft außerhalb Deutschlands gilt. Nicht jedem dürfte das klar sein und ich habe selber gestaunt, als ich es nachlas. Und immer mehr brasilianische Firmen engagieren sich mittlerweile intensiv in Europa. Sie profitieren dabei von offenen Märkten, von denen wir in Europa leben. Darüber sind wir froh und können hier wiederum nur ermutigen, die Bedingungen für freien Handel und Austausch weiter zu verbessern. Wir wollen mit den brasilianisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen etwas ausbauen, das schon heute immens ist und wovon schon heute Millionen Menschen in beiden Ländern profitieren.</p>
<p>Millionen Menschen profitieren – das ist ein wichtiges Stichwort, eine Erfahrung, die unsere beiden Länder teilen, und eine zentrale Botschaft: Der Schlüssel zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg liegt in Wachstum, Beschäftigung und Chancen nicht für einige wenige, sondern für möglichst viele Menschen. Mit Bildung, Forschung und Innovation als der Voraussetzung für produktive Spitzenleistungen und Wettbewerbsfähigkeit. Und mit Mut und Offenheit für das Neue, für den Ideenstreit und den Wettstreit als dem besten Schutz eigener Zukunftsinteressen.</p>
<p>Mut soll denn auch unser gemeinsames Handeln als Staaten prägen: etwa für eine gesunde, stabile Weltwirtschaft, die den Menschen dient. Multilaterale Gremien, in denen sich Brasilien und Deutschland begegnen – insbesondere die G20 – sind gefragt, wenn es darum geht, Verantwortung gemeinsam wahrzunehmen – zum Beispiel für faire, zeitgemäße Regeln an den Finanzmärkten. Wenn wir gemeinsam für ambitionierte Ziele in der Umwelt- und Klimapolitik kämpfen, damit diese Erde für uns Menschen ein lebenswerter Ort bleibt. Oder wenn wir gemeinsam die überfällige Reform des VN-Sicherheitsrates angehen wollen.</p>
<p>Viele dieser globalen Fragen spielen für die Zukunft der Industrie in beiden Ländern eine wichtige Rolle – Innovation und Technologie, Umweltschutz, eine saubere und sichere Energieversorgung. Eben habe ich mir gemeinsam mit Präsidentin Rousseff davon bei einem Rundgang ein Bild machen können. Die Themen bleiben – auch für die weitere Diskussion, zum Beispiel bei den Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen in Hamburg im nächsten Jahr. Da möchte ich Sie alle ermuntern: Kommen Sie nach Hamburg! Sie werden in unserer traditionsreichen, weltoffenen Hansestadt herzlich willkommen sein!</p>
<p>Frau Präsidentin, die Liste der Gemeinsamkeiten zwischen unseren Ländern ist ziemlich groß und ich gestehe: Sie ist größer, als ich es vor meinem Besuch gedacht hatte. Ich bin froh über diese Gemeinsamkeiten und will gerne daran mitwirken, diese Liste noch zu verlängern. Eine Gemeinsamkeit ist allerdings ein Problem, für das mir eine Lösung nicht in den Sinn kommt: Brasilianer und Deutsche, wir wollen beide Fußballweltmeister werden.</p>
<p>Das werden wir wohl nicht gemeinsam erreichen können. Vieles andere aber sehr wohl. Dafür, verehrte Frau Präsidentin, liebe Zuhörer, wollen wir weiter arbeiten – mit gegenseitigem Vertrauen, mit gelebter Verantwortung und mit dem, was mir hier in Brasilien ganz besonders gefällt: mit Mut.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/14/bundesprasident-gauck-beeindruckt-in-brasilien-die-welt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
