Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Der Manuel-Diogo-Skandal und das Netzwerk der Beteiligten. Die Gehirnwäsche-Methoden nach 1990.

Beteiligte:

- Geheimdienste

- Frank-Walter Steinmeier(SPD)

- Wolfgang Schäuble(CDU)

- Bundeszentrale für politische Bildung/bpb/Chef Thomas Krüger

- Landeszentrale für politische Bildung Thüringen/ Chef Schlichting

- Gewerkschaften

- LINKE/ Bundestagsfraktion/Gökay Akbulut etc.

- evangelische und katholische Kirche, deren Entwicklungsorganisationen

- Max Annas

- Rowohlt-Verlag

- Ibraimo Alberto

- Verlag Kiepenheuer & Witsch

- Harry Waibel

- MDR und andere ARD-Programme

- deutsche Staats-und Mainstreammedien

- Regierungssender Deutsche Welle/DW

- Grimme-Preis-Jury

- DNT Weimar

u.v.a.

Die Sache flog auf, weil sich ein Ex-DDR-Bürger, der in Maputo lebende Leipziger Menschenrechtsaktivist Roland Hohberg, im Juli 2020 an diese Website wandte. Bereits in einer ersten Mail wies er auf Fakten über die Rolle von Ibraimo Alberto, deren Richtigkeit später u.a. von der Berliner Zeitung bestätigt wurde. Hohberg stellte u.a. heraus, daß Ibraimo Alberto gar nicht mit Manuel Diogo befreundet war, diesen gar nicht kannte. Der Menschenrechtsaktivist traf zudem sehr kritische Aussagen über Vorgehensweise und Methoden des MDR bei der Produktion von  den Fall Manuel Diogo betreffenden “Dokus”, was sich ebenfalls als völlig korrekt erwies. Hohberg bot an, für seine Aussagen über den MDR den Beweis anzutreten – da er im Auftrage des MDR in Mosambik Interviews geführt habe und daher wisse, wie danach mit dem Rohmaterial umgegangen worden sei. Hohberg war ursprünglich als Redner einer Tagung der evangelischen Kirche von 2019 in Magdeburg  – zum Thema mosambikanische Arbeiter in der DDR – eingeladen worden – in deren Vorbereitungsteam gleich an erster Stelle Ibraimo Alberto genannt wurde. Nach seiner Kritik an Alberto wurde Hohberg prompt ausgeladen – die meisten Tagungsteilnehmer bekamen dies gar nicht mit.

Diese und weitere wichtige Aussagen, die Hohberg 2020 gegenüber der Website machte, bildeten die Basis für die brisantesten Recherchen der Berliner Zeitung in dem Fall. Besonders grotesk – alle Grundfakten zum Tod von Manuel Diogo waren lange vor der Berliner Zeitung u.a. vom Berliner Historiker Ulrich van der Heyden veröffentlicht worden – wurden indessen unter den Tisch gekehrt.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/23/mosambik-und-die-bemerkenswerten-ungereimtheiten-in-der-berichterstattung-deutscher-medien-darunter-der-zwangsfinanzierten-ard-was-ist-wahrheit-was-luege-wie-der-renommierte-ostdeutsche-afrikaexpe/

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/01/27/das-gescheiterte-experiment-vertragsarbeiter-aus-mosambik-in-der-ddr-wirtschaft1979-1990-autor-dr-ulrich-van-der-heyden-widerlegt-kuriose-luegen-zur-mosambik-und-ddr-geschichte-prueft-den-wa/

Ehemalige DDR-Kriminalisten hatten lange zuvor auch gegenüber dieser Website auf ihren Ermittlungsergebnissen bestanden – und haben ebenfalls Recht behalten.

In der DDR wußte jeder, der es wissen wollte, bereits kurz nach dem Unfall, was mit Manuel Diogo tatsächlich geschehen war.

Hamburger “stern” 2021:

stern1

Ausriß.

stern2

Zwangsfinanzierter MDR immer mehr in der Bredouille.

http://www.hart-brasilientexte.de/2021/04/13/max-annas-morduntersuchungskommission-unter-thueringens-linke-ministerpraesident-bodo-ramelow-und-seinem-linke-kulturminister-benjamin-immanuel-hoff-gehoert-der-annas-krimi-zur-politischen-bi/.

stern3

“Fakten gegen Zeitgeist: Wie zwei Reporterinnen einen vermeintlichen Neonazi-Mord als Medien-Legende entlarvten.” stern 2021, Ausriß.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2021/04/12/erfindung-eines-verbrechens-wie-ein-westdeutscher-schriftsteller-den-ostdeutschen-ihre-geschichte-erklaert-berliner-zeitung-april-2021-ueber-den-koelner-max-annas-und-seine-bizarr-falsche-dars/.

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/manuel-diogo

Ibraimo Alberto – wie ihn die SPD unterstützt:

http://www.hart-brasilientexte.de/2021/03/27/mosambikaner-ibraimo-alberto-wie-ihn-die-spd-unterstuetzt-sich-an-dessen-falschinformationen-nicht-stoert/

-IbraimoZusammengeschlagen

Ausriß ARD.

Ibraimozerstückelt

“bis sie alles zerstückelt haben”. ARD-“Kronzeuge” Ibraimo Alberto beschreibt, wie Manuel Diogo von DDR-Neonazis angeblich an den Beinen gefesselt, aus dem DDR-Zug kopfunter heruntergelassen worden  war und durch den Kontakt mit Zugrädern, Schienen und Gleisbett sukzessive in Fetzen gerissen wurde – “bis sie alles zerstückelt haben”.

Deutscher Regierungssender “Deutsche Welle” verbreitete die Falschversion sogar weltweit in anderen Sprachen: “…andere Situationen des Rassismus, dessen Zeuge Ibraimo war…”

…Esses acontecimentos ficam pequenos quando comparados a outras situações de racismo que Ibraimo presenciou. A pior delas, afirma, foi a morte do também moçambicano António Manuel Diogo, há 32 anos.

“Amarram os pés e abrem as portas do comboio – eram portas que a pessoa poderia abrir. Deixaram o corpo no chão e para as rodas do comboio começarem a mastigar os pés, de pedaço em pedaço. Espedaçaram o corpo dele. Nem sei como contar. Isso é o racismo mais pesado que eu sobrevivi naqueles tempos”, afirma Ibraimo…https://www.dw.com/pt-002/um-mo%C3%A7ambicano-a-reunifica%C3%A7%C3%A3o-e-a-xenofobia-na-alemanha/a-45731945. Wird sich die Senderspitze jetzt rechtfertigen – oder ist sie dafür zu feige?

Ibraimo Alberto und Ex-Geheimdienstkoordinator Frank-Walter Steinmeier in Mosambik 2015 – das offizielle Video des Auswärtigen Amtes:https://www.youtube.com/watch?v=FJQpCt2nLTc

IbraimoSteiniMosambik151

Ausriß:“Hier kommt Ibraimo Alberto, Mitglied der Delegation von Außenminister Steinmeier in Mosambik”

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Typischer Ossi-Nazi unter Honecker(?)DDR-Neonazis hatten offenbar sehr markante Gebisse. Ausriß ARD. MDR-“Doku”: https://archive.org/details/Rassistische-Vorfaelle-in-der-DDR_ARD_2017

Diogo3

ARD-Ausriß. 

ARDWilhelmGebühren18

“Unser Angebot hat seinen Preis”. ARD-Chef Ulrich Wilhelm, Ex-Sprecher von GroKo-Chefin Angela Merkel/CDU…Wie Regierungspolitik & Medien verzahnt sind. Ausriß westdeutsche Thüringer Allgemeine(Funke-Medienkonzern Essen/NRW

Der Manuel-Diogo-Skandal und die Ständige Publikumskonferenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Wie sich der MDR, die ARD erneut bis auf die Knochen blamieren. Offizielles Schreiben: “Sehr geehrte Damen und Herren Rundfunkräte, wir möchten Sie abschließend bitten, sich unserer Forderung nach öffentlicher Richtigstellung der falschen Tatsachenbehauptung des MDR anzuschließen, der mosambikanische Vertragsarbeiter Manuel Diogo sei am 30. Juni 1986 in Ostdeutschland während einer Zugfahrt von Nazis ermordet worden.”http://www.hart-brasilientexte.de/2021/05/22/der-manuel-diogo-skandal-und-die-staendige-publikumskonferenz-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks-wie-sich-der-mdr-die-ard-erneut-bis-auf-die-knochen-blamieren-offizielles-schreiben-sehr-geehr/

Der Fall Manuel Diogo und die Podcasts der Berliner Zeitung – ein wichtiges Stück Zeitgeschichte. Scheiterte eine großangelegte Geheimdienstoperation, weil die Strippenzieher investigativen ostdeutschen Journalismus unterschätzten? **

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/04/01/markus-meckel-almuth-berger-dr-hans-joachim-doering-guenter-nooke-u-a-im-bizarren-mosambik-sachbuch-fuer-respekt-und-anerkennung-die-mosambikanischen-vertragsarbeiter-und-das-schwierige-erbe-a/

IbraimoSteinmeier181

Ibraimo Alberto mit Bundespräsident Steinmeier/SPD: “Wie die Götter”. Ausriß.http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/10/03/ex-geheimdienstkoordinator-steinmeierspd-schwingt-am-3-oktober-2020-wieder-grosse-reden-ob-er-den-fall-ibraimo-alberto-wegen-der-deutsch-deutschen-brisanz-anspricht-oder-verschweigt/.

Manche in Ostdeutschland kommentieren, Vorzeige-Ausländer Ibraimo Alberto habe die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten, weil er machte, was man ihm sagte – als Gegenleistung für jahrelange forsche Erklärungen über “Ost-Rassismus”, böse Ossis. So einem erkenne man jetzt natürlich die deutsche Staatsbürgerschaft nicht wieder ab. Ibraimo Alberto bleibe “Deutscher”, dazu “Botschafter für Demokratie und Toleranz”  angesichts der u.a. von der Berliner Zeitung ausführlich beschriebenen Verdienste.

CDU-Schäuble zeichnet Ibraimo Alberto aus:

IbraimoBuch3

Ausriß, Kiepenheuer & Witsch. 

Wie DIE LINKE tickt: http://www.hart-brasilientexte.de/2021/03/26/der-linke-skandal-um-manuel-diogo-2020-betont-die-linke-bundestagsfraktion-in-einem-antrag-offenbar-wider-besseres-wissen-dass-der-mosambikaner-manuel-diogo-in-der-ddr-getoetet-worden-sei-theoreti/

…So unter anderem der ungeklärte Mordfall des 23-jährigen Vertragsarbeiters Manuel Diogo aus Mosambik, der 1986 in Borne/Bad Belzig brutal zusammengeschlagen und getötet wurde (vgl. https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vertuschte-die-ddr-einen-rassistischen-mord-potsdamer-staatsanwaltschaft-untersucht-fall-joao-manuel-diogo/25960332.html).

LinkeAntrag1

Zitiert aus Bundestagsantrag – welche Abgeordneten sich an der Kampagne beteiligen: 

ANTRAG DER ABGEORDNETEN GÖKAY AKBULUT, BRIGITTE FREIHOLD, DR. ANDRÉ HAHN, MATTHIAS W. BIRKWALD, SUSANNE FERSCHL, SYLVIA GABELMANN, MATTHIAS HÖHN, ULLA JELPKE, DR. ACHIM KESSLER, KATJA KIPPING, JUTTA KRELLMANN, PASCAL MEISER, CORNELIA MÖHRING, NIEMA MOVASSAT, PETRA PAU, MARTINA RENNER, KERSTEN STEINKE, FRIEDRICH STRAETMANNS, JESSICA TATTI, HARALD WEINBERG, PIA ZIMMERMANN, SABINE ZIMMERMANN (ZWICKAU) UND DER FRAKTION DIE LINKE.

LinkeAntrag2

-

Die Linke-Fraktion bezieht sich ausdrücklich auf die Falschdarstellung des Berliner Tagesspiegels, obwohl den Abgeordneten die Fakten über den Fall Diogo natürlich wie jedem sonstigen Interessierten vorlagen:

“Nach Angaben seiner Begleiter war Diogo in dem Zug von Neonazis angegriffen und zusammengeschlagen worden. An den Füßen gefesselt soll er noch lebend aus dem fahrenden Zug geworfen worden sein.”

-

Die Begleiter hatten indessen etwas völlig anderes ausgesagt:

 “Der Zug Richtung Belzig ist in ihrer Erinnerung leer, von Neonazis keine Spur.” Berliner Zeitung 2020

“Die Polizei befragt Zeugen, Kollegen, Diogos Freundin, die Zugführerin, den Lokführer, den Werkleiter. Es ist keine Rede von Neonazis, es gibt keinen Hinweis darauf, dass hier ein Mord verheimlicht wurde.”

-

Besonders bedenklich: An dem Antrag beteiligen sich auch ostdeutsche, in der DDR geborene Abgeordnete wie die Thüringerin Kersten Steinke aus Bad Frankenhausen, Petra Pau aus Ostberlin, André Hahn aus Ostberlin, Matthias Höhn aus Stolberg, Katja Kipping aus Dresden, Sabine Zimmermann aus Pasewalk…

Wie Gökay Akbulut tickt – für die “Integrations- und Migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion” im deutschen Bundestag ist es ein Fakt, daß der Mosambikaner Manuel Diogo 1986 in der DDR von Neonazis ermordet worden ist.

DiogoAkbulut20

Ausriß 2020. Weiter warten auf Beweise von Gökay Akbulut, daß es eine “Ermordung” war…Muß sie andernfalls zurücktreten, den Bundestag verlassen?

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Ausriß.

http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/06/30/andrea-johligelinke-und-der-fall-des-mosambikaners-manuel-diogo-was-die-linkspartei-irgendwie-nicht-interessiertbnd-renamo-ermordete-ostdeutsche-entwicklungshelfer-etc/

Das Deutsche Nationaltheater Weimar – ebenfalls Waibel-Fan – und jetzt unter gehörigem Rechtfertigungsdruck. Wieviel Honorar wurde Waibel gezahlt, damit er die Geschichte vom Neonazi-Mord an Manuel Diogo erzählt? Der gravierende Niveau-Absturz des DNT nach der feindlichen Übernahme von 1990, die heutigen ideologischen Leitlinien…http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/12/21/harry-waibel-der-fall-des-mosambikaners-manuel-diogo-die-analyse-der-berliner-zeitung-2020-das-geschaeft-mit-der-ddr-wie-der-historiker-harry-waibel-seit-30-jahren-stasi-unterlagen-zieht-und-ges/

WaibelDNT1

Ausriß – wie das DNT heute tickt…

WaibelDNT2

Tritt Generalintendant Hasko Weber jetzt vors Publikum/publiziert eine Presserklärung und entschuldigt sich – oder ist er dazu zu feige?

-

Darf die Berliner Zeitung jetzt noch weit brisantere Recherchen anstellen – im Heimatland von Manuel Diogo – u.a. zum Kontext BND-Terrororganisation RENAMO?

Mosambik, Dorothea Gräfin Razumovsky, BND und Kindersoldaten. “Letzte Hoffnung am Kap” – Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart – explosive Informationen, zu denen Maas/SPD, Steinmeier/SPD etc. lieber schweigen…Die deutsch-deutsche Identitätsdiskussion und der Fall Mosambik. US-Protest 1983 bei Kanzleramtschef Waldemar Schreckenberger in Bonn – gegen die Aktivitäten des BND in Mosambik:”Auch sei es nicht hinnehmbar , daß in Bonn Politiker empfangen würden, die in den USA als `faschistisch` eingestuft seien.”http://www.hart-brasilientexte.de/2019/04/24/mosambik-dorothea-graefin-razumovsky-bnd-und-kindersoldaten-letzte-hoffnung-am-kap-deutsche-verlags-anstalt-stuttgart-explosive-informationen-zu-denen-maasspd-steinmeierspd-etc-lieber/

 http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/03/06/von-bundesdeutschem-boden-den-terror-in-mosambik-geplant-frankfurter-rundschau-4-10-1989-ueber-die-terrororganisation-renamo-die-opfer-der-toedlichen-terrorattacken-viele-ddr-entwicklungshelf/.

AFR1

Frauen die Ohren abschneiden – übliche Methode der BND-gestützten Renamo. Ausriß Frankfurter Rundschau.

Manuel-Diogo-Skandal und Echo: https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/nannen-preis/fakten-gegen-zeitgeist–wie-zwei-reporterinnen-einen-vermeintlichen-neonazi-mord-als-medien-legende-entlarvten-30492178.html

24. Jahrgang | Nummer 10 | 10. Mai 2021/Das Blättchen

Rassistische Morde in der DDR? Ein Faktencheck

von Ulrich van der Heyden

Von Mitte 2020 bis zum Beginn des Jahres 2021 herrschte in der deutschen Presse Aufregung um ein besonderes Kapitel DDR-Geschichte. Es ging um eine Mordstory, die aber gar keine war. Es waren vielmehr völlig aus der Luft gegriffene Fantasien, die detailliert beschrieben, wie ein junger Mosambikaner, Manuel Diogo, 1986 in der DDR in einem Zug ermordet worden sein soll. Erst durch das Engagement der investigativen Journalistinnen Anja Reich und Jenni Roth von der Berliner Zeitung konnten diese Fake News als solche entlarvt werden. Sie konnten nachweisen, dass die Superspreader solcher Fantasien die zwei Journalisten Christian Bergmann und Tom Fugmann vom MDR waren, die ohne Quellenkritik die bereits in einigen Medien herumschwirrende Mordstory visualisierten und mit weiteren Erfindungen spickten.

Diese unglaubliche Geschichte wurden den MDR-Journalisten von Harry Waibel, Max Annas und Ibraimo Alberto geliefert. Harry Waibel , der sich als Historiker bezeichnet, bessert mit seinen unter Wissenschaftlern wenig geschätzten Un- und Halbwahrheiten seine Rente auf. Dessen diesbezügliche Praxis hat die Berliner Zeitung offengelegt. Der Krimi-Autor Max Annas förderte unter Berufung auf einen angeblich wahren Mordfall den Verkauf seiner ansonsten mäßigen Kriminalgeschichte unter dem Titel „Morduntersuchungskommission“ und heimste dafür sogar literarische Auszeichnungen ein. Der in Deutschland verbliebene ehemalige Vertragsarbeiter aus Mosambik Ibraimo Alberto gab sich als Freund des Toten aus und schilderte in allen grausigen Einzelheiten jedem Journalisten, der ihn fragte, die Todesumstände, als wenn er dabei gewesen wäre. Keiner wollte wissen, woher er solche Kenntnisse besaß, denn was er erzählte, stand nirgends geschrieben und Augenzeugen gab es auch nicht. Inzwischen ist durch die journalistische Arbeit der Berliner Zeitung bekannt, dass alle seine Schilderungen über Freundschaft und Tod „seines Freundes“ frei erfunden waren. In Anerkennung ihrer journalistischen Recherchearbeit von „Fakten gegen (den) Zeitgeist“, wie es heißt, wurden die beiden Journalistinnen zur Auszeichnung mit dem renommierten Nannen Preis vorgeschlagen.

Ausgerechnet Abgeordnete der Linken wie Andrea Johlige aus dem Potsdamer Landtag verbreiteten mit Hilfe der Nachrichtenagentur dpa die angebliche Mordstory. Sie meinten zu wissen, dass die DDR-Obrigkeit das angebliche Tötungsverbrechen unter den Tisch kehren wollte, und regten deshalb eine Überprüfung des „Falles“ bei der Staatsanwaltschaft an. Sie ließen sich vor den politisch gesehen eigentlich gläsernen Karren spannen. Einige Linken-Bundestagsabgeordnete konnten gerade noch rechtzeitig in ihrem ähnlich gelagerten, geschichtsunkundigen Drang, zur Mordstory Aufklärung zu verlangen, gestoppt werden, was zweifelsohne so kurz vor der Wahl eine Blamage für die Partei gewesen wäre.

Der von Frau Johlige angestoßene staatsanwaltliche Bericht fand keinen Beleg für ein Tötungsdelikt. Für den kritisch denkenden Bürger ist klar geworden, dass hier der DDR rassistisch motivierte Morde untergeschoben werden sollten. Auf eine Entschuldigung der Medien, die diese Fake News verbreiteten, wird man wohl umsonst warten, denn es waren ja nur Ostdeutsche, denen man das schlimmste Verbrechen vorwerfen konnte, ohne befürchten zu müssen, dass jemand widersprechen würde. Das bedeutet nicht, dass es in der DDR nicht rassistische Ressentiments und fremdenfeindliche Äußerungen und Taten gegeben hat.

Es begann schon früher. War es ein besonderer Zufall, dass sich so viele Medienvertreter auf die unwahre Schilderung eines rassistisch konnotierten Mordes an einem mosambikanischen Staatsbürger zu DDR-Zeiten fokussierten? Das ist kaum anzunehmen. Verwiesen sei in den folgenden Zeilen auf eine andere „Mordstory“, die zu DDR-Zeiten passiert sein soll. Verglichen mit dem „Fall Diogo“ erscheint jene kaum der Erwähnung wert.

Dieses Mal entstanden „alternative Fakten“ mit Unterstützung einer Wissenschaftlerin. So behauptete Almut Zwengel, heute Soziologieprofessorin an der Hochschule Fulda, in einem Aufsatz über den zu Beginn der 1960er Jahre erfolgten Einsatz von algerischen Vertragsarbeitern in der DDR, der im Jahre 2001 in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie veröffentlicht wurde, dass in Rostock zu DDR-Zeiten ein Vertragsarbeiter, der wie seine Kameraden „unattraktive Arbeitsplätze in der Industrie“ bekleidete, mit „zum Teil körperlich anstrengenden Arbeiten“ (ohne zu erklären, wo es in der Industrie attraktive Arbeitsplätze für zunächst ungelernte Arbeiter gab, deren Beschäftigung nicht anstrengend gewesen ist), ermordet worden sei. Auch ansonsten zeugen ihre Ausführungen davon, dass es nach ihrer Meinung damals zu fremdenfeindlichen Vorkommnissen in großer Anzahl gekommen sein soll. Sie führt zwar keine Belege an, aber sie hätte es anscheinend gerne so für ihr Weltbild gesehen.

Wo jedoch nichts zu finden ist, mussten ein nicht belegbarer „Bericht eines Fahrers“, vermutlich ist ein Taxifahrer gemeint, oder eines von ihr behaupteten „glaubwürdigen Informanten“ als Beweise herhalten. Verwundert-naiv stellt die Autorin fest: „Die Medien berichteten über solche Ereignisse nicht.“ Jeder Leser ihrer auch in anderen Schriften wiederholten, nicht belegten Fakten zu dieser Thematik hätte sich schon damals fragen müssen, warum eine Wissenschaftlerin unbewiesenen Gerüchten Glauben schenkt, zu denen sie keine schriftlichen Hinweise in den Archiven oder Zeitzeugen hat finden können. Nirgendwo hat sie für ihre Berichte eine Spur gefunden.

Wenn die Soziologin beispielsweise vom Hörensagen davon erfahren haben will, dass bei einer Messerstecherei in Rostock 19 Personen getötet worden seien oder in der Nähe von Erfurt ein Algerier „in aller Öffentlichkeit ermordet“ worden sei – warum hat sie das nicht überprüft? Das ist eigentlich das A und O eines jeden wissenschaftlichen Arbeitens. Nicht einmal den Zeitpunkt kann sie für solche von ihr ins Leben gesetzten angeblich begangenen Straftaten in ihren Schriften angeben. In der berichtswütigen DDR-Bürokratie hätte sie dazu, wenn diese Behauptungen wenigstens in einigen Punkten zutreffen würden, zumindest Spuren finden müssen. Solches unwissenschaftliche Herangehen an eine Thematik ist anscheinend keinem der Gutachter aufgefallen.

Hätte Almut Zwengel in der zeitgenössischen Presse nachgeforscht, hätte sie indes die Nachricht finden können, dass im Frühjahr 1988 in Rostock ein zwanzigjähriger deutscher Ordner vor einer Jugend-Diskothek von einem kubanischen Vertragsarbeiter erstochen worden war. Darüber hatten die nordostdeutsche Lokalpresse, aber auch Die Welt, berichtet. Man muss der Autorin vorwerfen, dass sie ohne die geringsten Beweise für die angeführten Todesfälle bewusste Geschichtsfälschung betrieben hat.

Wen wundert es, wenn dann Journalisten des MDR und Schriftsteller und sich gerne als Historiker bezeichnende Autoren auf solch einfache Weise, weil kaum Widerspruch zu erwarten ist, Geld und Aufmerksamkeit erwerben wollen? Und man kann sich durch dreiste Lügen auf Kosten des nachweislich vorhandenen solidarischen Engagements eines Großteils der ostdeutschen Bevölkerung politisch positionieren.

Ein solches Verhalten muss nicht nur aus wissenschaftlichen Gründen abgelehnt werden, sondern auch aus ethisch-politischen. Denn letztendlich ist dies ein Versuch, mit unbewiesenen rassistisch konnotierten Argumenten den heutigen Alltagsrassismus zu befeuern. Ein Zusammenwachsen von Ost und West ist so jedenfalls nicht zu erreichen. Zitat Das Blättchen

Die MDR-Gehirnwäsche-Propagandafilmchen über die DDR sind inzwischen berüchtigt. MDR-Konsumenten kommentieren, so gut wie alle Agitprop-Dokus seien nach dem gleichen  ideologietriefenden Muster gestrickt wie die Pseudo-Dokus/Fake-Dokus über den Fall Manuel Diogo. Sei Ostdeutschland denn eine Art Umerziehungslager?

Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V. verurteilt 2020 zwangsfinanzierten MDR wegen “ausgedachter Story” zu Mosambikaner Manuel Diogo: “Mit Reisemitteln der öffentlich-rechtlichen Sender ausgestattet, reiste das Team nach Mosambik und erzählte der alten Mutter und der Familie des Getöteten ihre ausgedachte Story. Die Kamera hielt voll drauf: Es sollte wohl das Mindeste sein, dass sich die beiden Fake News verbreitenden Journalisten und der Sender MDR bei der Mutter, der Familie, den mosambikanischen Kameraden, den deutschen Kollegen und den Fernsehzuschauern entschuldigen.” **

StändPublDiogo1

 

Die Ständige Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien e.V. sprach zudem von einem “Fälscherskandal,  wirklich ganz dickes Kaliber”. Steinmeier und andere hätten sich hier Meriten als Lügenbarone erworben, hieß es.

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Widersprechende ARD-Versionen:http://www.zeitzeugen-oldisleben.de/2020/08/04/der-fall-des-mosambikaners-manuel-diogo-welche-ard-version-stimmt-denn-nun-laut-einer-ard-doku-von-2017-hat-die-ddr-dem-afrikanischen-land-offiziell-mitgeteilt-ddr-neonazis-haetten-manuel-diogo-er/

MDR präsentiert plötzlich Mord-Theorie

Die Mord-Theorie kam indes erstmals 2017 im Zuge der MDR-Berichterstattung ans Licht. Sie stützt sich im Wesentlichen auf die Arbeit des Wissenschaftlers Harry Waibel. Er forscht an der TU Berlin zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der DDR und ist überzeugt, dass Diogo von Neonazis in barbarischer Weise getötet wurde.

Belege dafür hat er aber auch bei einem Besuch im Infocafé anlässlich eines Fachreferats vor rund zwei Wochen nicht geliefert. „Es gibt noch sehr viele Unklarheiten und es liegt noch ein ganzes Stück Forschungsarbeit vor uns“, bekennt der Wissenschaftler. Waibel sagte bei seinem Besuch in Bad Belzig aber auch, dass ein Kollege derzeit vor Ort in Mosambik sei, um weiter an dem Fall zu forschen…MAZ

Ein westdeutscher Aktivist lügt einen rassistischen Mord in der DDR herbei, der MDR verbreitet die Lügengeschichte, ein „Schriftsteller“ springt auf und wird dafür von Bundespräsident Steinmeier in einer Delegation nach Afrika mitgenommen. Der Fall – wahre Geschichte war ein Unfall im Vollrausch – zeigt exemplarisch, wie der Osten delegitimiert wird: alles Rassisten und Mörder. So soll jedes politische Selbstbewusstsein verhindert werden. Dr. Maximilian Krah/AfD

KolonieExDDR19

Kolonie Ostdeutschland. DER SPIEGEL 2019. Ausriß.

”Der ökonomischen Kolonisierung folgte die kulturelle, soziale und demografische”. (Siehe Manuel-Diogo-Skandal)

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BNDMedienKnaur

“Undercover. Wie der BND die deutschen Medien steuert.” Erich Schmidt -Eenboom, Knaur-Verlag.

BuchenwaldKZHitlerrede16

Mann aus Westdeutschland(Schleswig-Holstein) spielt vor KZ-Gedenkstätte Buchenwald in Ostdeutschland(Thüringen) Hitlerrede und Wehrmachtsmusik ab. Was vor 1990 undenkbar war – erst nach der Übernahme durch “Nazistan”…Ausriß Mopo, 11.10.2016

Was es in der DDR nicht gab – und warum.

 

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Dieser Beitrag wurde am Dienstag, 18. Mai 2021 um 17:30 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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