Laut Landesmedien hatten verschiedene Organisationen, darunter die Dachgewerkschaft CUT, die Landlosenbewegung und die Jugendbewegung der Arbeiterpartei PT vielfältige Proteste gegen Yoani Sanchez angekündigt, die am 8. April 2013 in Porto Alegre eintreffen sollte. Bereits beim ersten Brasilien-Besuch vom Februar hatten Organisationen, die sich u.a. gegen Rechtsextremismus und die antisemitisch-nazistisch orientierte Militärdiktatur Brasiliens positionieren, Yoani Sanchez mit Protesten empfangen.
Blogger-und Medienkongreß “re:publica”: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/03/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-am-6-mai-2013-auf-blogger-und-medienkongres-republica-in-berlin/
„Wenn wir meinen, der Faschismus ist tot, erscheint er auf einmal wieder in der Person von Jair Bolsonaro.“ Abgeordneter Adriano Diogo 2013
Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer, berüchtigter sadistischer Judenmörder – von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert: „Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.“ Wikipedia
Im KZ Sobibor wurden etwa 250000 Juden ermordet.
Insofern ist zusätzlich interessant, warum Yoani Sanchez ausgerechnet engen freundschaftlichen Kontakt zu Rechten und Rechtsextremen Brasiliens sucht, die eine nazistisch-antisemitische Militärdiktatur befürworten, welche berüchtigte sadistische Judenmörder aufnahm, schützte, nicht auslieferte. Auch auf diese Fragen sind bisher Yoani Sanchez selbst noch ihre vielen Unterstützer und Sympathisanten, darunter in deutschsprachigen Medien, NGO, während und nach der Sanchez-Reise, nicht eingegangen – was Bände spricht, zahlreiche Schlüsse zuläßt.
Kurios, daß sehr viele deutsche Medien, die kontinuierlich über Rechtsextremismus berichten, im Falle von Yoani Sanchez und ihrem freundschaftlichen Februar-Treffen mit Rechten und Rechtsextremen, Folter-und Diktaturbefürwortern, eine auch international vielbeachtete Ausnahme machten. Selbst eine große Menschenrechtsorganisation zog bisher Schweigen vor.
Im Sanchez-Blog fehlen nach wie vor Erläuterungen zu ihren Treffen mit Rechten und Rechtsextremen, Folter-und Diktaturbefürwortern in Brasilien, was die Neugier vieler Interessierter weiter steigert: http://www.desdecuba.com/generationy_de/
Yoani Sanchez trifft den als rechtsextrem eingestuften Diktatur-und Folter-Befürworter Jair Bolsonaro: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/02/23/brasilien-das-historische-foto-kuba-bloggerin-yoani-sanchez-und-der-als-rechtsextrem-eingestufte-politiker-jair-bolsonaro-im-nationalkongres-von-brasilia-bolsonaro-verteidigt-in-anwesenheit-von-s/

Ausriß. Yoani Sanchez und Kongreßabgeordneter Jair Bolsonaro – Verteidiger des Militärregimes und der Folter, damals und heute, laut brasilianischer Menschenrechtsbewegung. Der Militärputsch von 1964, so Bolsonaro neben der Bloggerin, war eine Forderung des Volkes. Während der Militärdiktatur wurden sogar Kinder gefoltert.
Sanchez, Bolsonaro, Sektenpastor Feliciano: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/10/brasilien-kraftige-unterstutzung-der-wunderheilersekten-fur-umstrittenen-sektenpastor-marco-felicianogott-totete-john-lennon-prasident-der-parlaments-menschenrechtskommission-auch-zahlreiche/
tags: ais chile-hilfe für verfolgte christen, syrien-intervention 2012
http://www.aischile.cl/images/pdf/cuadernillofinal.pdf

http://www.aischile.cl/ Hängen in den katholischen Kirchen Deutschlands auch solche Poster?
Laut UNO-Angaben von Anfang Januar 2013 wurden in Syrien seit März 2011 über 60000 Menschen getötet, darunter viele Christen. Mit anderen Worten – 60000 Menschen könnten noch leben, wenn in Syrien nicht auf die gleiche Weise verfahren worden wäre wie in Libyen, dem bis vor Interventionsbeginn höchstentwickelten Land ganz Afrikas.
Mir ist bei solchen Debatten zu viel Heuchelei im Spiel. Einer der wichtigsten deutschen Handelspartner im Nahen Osten ist Saudi-Arabien. Unter den Gesichtspunkten von Demokratie und Menschenrechten eine überaus schändliche Politik. Aber das scheint niemanden zu kümmern.
Trotzdem – wie fügen sich für Sie die Vorgänge in Syrien in die Umbrüche zwischen Marokko und der Türkei ein?
Der Aufstand in Syrien ist nicht aus dem Inneren gekommen, wie das etwa in Libyen oder Ägypten zumindest teilweise der Fall war. Er wurde von außen ins Land hineingetragen. Die ganze Sache wäre in 14 Tagen zu regeln gewesen, wenn die syrische Regierung nicht überreagiert und direkt scharf geschossen hätte und wenn der Aufstand nicht von anderen Ländern massiv unterstützt worden wäre.
Glauben Sie, dass sich Präsident Baschar al-Assad an der Macht halten kann?
Im Moment sieht es so aus. Er wäre auf alle Fälle das kleinere Übel.
Wie sieht die Lage für die Christen in Syrien aus?
Unter Assad lebten die acht bis zehn Prozent syrischen Christen weitgehend unbehelligt. Sie hatten keine hohen Staatsämter inne, aber sie konnten ihren Geschäften nachgehen. Das ist jetzt vorbei. Im vergangenen Jahr entführten Islamisten einen syrisch-orthodoxen Metropoliten und einen griechisch-orthodoxen Erzbischof. Von beiden hat man seitdem nichts mehr gehört. Auch die Entführung von Nonnen Anfang Dezember in der Stadt Maalula ging auf das Konto der Extremisten.
Wieviele Iraker – Kinder, Frauen, Männer – noch leben könnten: Der unter einem Vorwand begonnene Irakkrieg – wieviele Menschenleben er forderte – Verantwortliche immer noch nicht vor internationalen Gerichten: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/21/schatzungsweise-15-millionen-iraker-sind-durch-den-krieg-ums-leben-gekommen-ippnw-2013/
SPD-Politiker Andreas von Bülow: “Das allseits zu beobachtende Festhalten an geopolitischen Spielen zeigt sehr deutlich, daß ein erheblicher Teil auch der westlichen Machteliten wenig Vertrauen in die Wirksamkeit der Ideale der westlichen Staatsform, der Demokratie, des Rechtsstaates, der Geltung völkerrechtlicher Regeln setzt und sich lieber hinter dem Rücken des Volkes und von öffentlicher Kritik freigehalten, auf die Durchsetzung der angeblichen Staatsräson mit den verdeckten Mitteln und Methoden der Geheimdienste verläßt.”
Rußlands Orthodoxe Kirche und Syrien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/15/syrien-christenverfolgung-von-orthodoxer-kirche-ruslands-vor-der-uno-angeprangert-radikale-krafte-von-westlichen-landern-unterstutzt-wollen-an-die-macht-im-irak-nur-noch-ein-zehntel-der-chris/
Brasiliens führender katholischer Befreiungstheologe Frei Betto über den Sturz von Regierungen: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/12/befreiungstheologe-frei-betto-zwischen-1898-und-1994-haben-die-usa-48-lateinamerikanische-regierungen-gesturzt-unter-ihnen-die-von-joao-goulart-1964-in-brasilien/
Systemstabilisierende Sekten, die sich nicht zu Syrien, Libyen, anderen heiklen Konflikten äußern, mit guten Karten in Ländern wie Deutschland – aus leicht nachvollziehbaren Gründen: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/16/wie-brasiliens-evangelikale-sekten-ihre-gesellschaftliche-prasenz-enorm-ubertreiben-jesusmarsch-organisatoren-feierten-2012-angebliche-funf-millionen-teilnehmer-obwohl-es-laut-qualitatsmedien-nur-3/
Tags: Brasilien, Der Schrei, Edvard Munch

Kreationistin Marina Silva(Lulas Umweltministerin) von der „Assembleia de Deus“, zu der auch Pastor Marco Feliciano gehört:
„Schwule und Lesben heilen“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/schwule-und-lesben-heilen-auf-staatskosten-gesetzesinitiative-von-edino-fonseca-rio-abgeordneter-und-pastor-der-assembleia-de-deus-von-marina-silva-homosexuelle-zu-heteros-konvertieren/
Die Wunderheilersekten Brasiliens haben im Nationalkongreß von Brasilia seit Jahren eine sogenannte “Evangelikale parlamentarische Front”, eine parteienübergreifende Evangelikalen-Fraktion. Führer, Koordinator dieser Front ist ein Politiker der Oppositionspartei PSDB, mit dessen Spitzenkadern sich erst kürzlich die Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez in Brasilia getroffen hatte: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/06/brasilien-unterschiedliche-sichtweisen-auf-das-militarregime-kongressenator-aecio-neves-starker-mann-der-psdb-der-sich-in-brasilia-mit-yoani-sanchez-traf-nennt-den-militarputsch-von-1964-revol/

Ausriß. “Marcos Feliciano: Gott tötete John Lennon”. Sekten-”Volksnähe”, auch in deutschen Medien, sogar im TV, positiv bewertet.

24000 Sektenpastoren auf Landeskongreß der „Assembleia de Deus“ für ihr Mitglied Feliciano, laut Landesmedien:
Der Landeskongreß der Wunderheiler-Sektenkirche „Assembleia de Deus“, zu der auch die in Mitteleuropa gefeierte Predigerin Marina Silva(Umweltministerin unter Lula) gehört, hat hat im April 2013 in Brasilia den Pastor Marco Feliciano vors Rednerpult geholt und ihm auch in einer offiziellen Erklärung die volle Unterstützung versichert. Entgegen den Forderungen der Öffentlichkeit müsse Feliciano weiter Präsident der Menschenrechtskommission bleiben. Auch Marina Silva nimmt derzeit an dem Kongreß mit Tausenden von Sektenpastoren teil.
Leonardo Boff begrüßte die Expansion der Evangelikalen bereits 2000 ausdrücklich, unterstützte Marina Silva seinerzeit als Präsidentschaftskandidatin sehr aktiv.
Die Wunderheilersekten Brasiliens haben im Nationalkongreß von Brasilia seit Jahren eine sogenannte „Evangelikale parlamentarische Front“, eine parteienübergreifende Evangelikalen-Fraktion. Führer, Koordinator dieser Front ist ein Politiker der Oppositionspartei PSDB, mit dessen Spitzenkadern sich erst kürzlich die Kuba-Bloggerin Yoani Sanchez in Brasilia getroffen hatte: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/06/brasilien-unterschiedliche-sichtweisen-auf-das-militarregime-kongressenator-aecio-neves-starker-mann-der-psdb-der-sich-in-brasilia-mit-yoani-sanchez-traf-nennt-den-militarputsch-von-1964-revol/

Ausriß. “Marcos Feliciano: Gott tötete John Lennon”. Sekten-”Volksnähe”, auch in deutschen Medien, sogar im TV, positiv bewertet.
Neue Gruppenvergewaltigung gemeldet – aus Nordostbrasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/11/brasilien-14-jahrige-schulerin-durch-funf-brasilianer-vergewaltigt-laut-polizei-tatort-im-nordosten-wo-vergewaltigungen-ebenfalls-wie-in-rio-de-janeiro-alltaglich-sind/
Laut Landesmedien werden Vergewaltigungen zunehmend sadistischer ausgeführt: Im April 2013 sei im Teilstaat Bahia eine Frau von Männern zuerst vergewaltigt worden. Wie es hieß, führten die Täter danach einen Gewehrlauf in die Vagina des Opfers ein – und drückten ab, ermordeten das Vergewaltigungsopfer auf diese Weise.
Gemäß Analysen der nationalen Qualitätsmedien war in Brasilien bislang vor den Welt-Sportevents ein „Klima übertriebenen Optimismus“ geschürt worden, glaubte man gar an ein Ende der Gewalt in Rio de Janeiro, an das „Wunder“ der Slum-Befriedungseinheiten UPP. „Akte der Barbarei wie die entsetzliche Vergewaltigung der jungen Nordamerikanerin in einem Kleinbus waren ein brutaler Realitäts-Schock, der unser Selbstwertgefühl erschütterte und unser Image besudelte. Jetzt besteht das Risiko, daß die Bevölkerung in Depression verfällt.“
„Grupo que estuprou turista saiu para cacar gringos“ (Jagd auf Ausländer)
Indessen hatte nach der Ankündigung, Fußball-WM und Olympische Sommerspiele in Brasilien zu veranstalten, nicht nur in Rio de Janeiro das Ausmaß der Gewalt-und Vergewaltigungskultur keineswegs abgenommen, wie nicht nur der Augenschein, sondern auch Studien regierungsunabhängiger Institute bewiesen.
Brasiliens Medien zur Gewaltkultur – Fotoserie: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/
In mitteleuropäischen Propaganda-Veröffentlichungen ist seit langem von einem Sieg Brasiliens über die Inflation die Rede – für die brasilianischen Einschätzungen gilt wie üblich das Gegenteil, häufen sich Berichte, Analysen und Kommentare über die regelmäßig aus dem Ruder laufende Teuerung, die entsprechenden Folgen für das Leben der Verelendeten und Armen, aber auch der Mittelschicht. Die Regierung legte zwar eine jährliche Teuerungs-Vorgabe von 4,5 %(!) fest, in der Praxis wird diese indessen Jahr für Jahr überschritten, liegt derzeit laut regierungsunabhängigen Quellen bei mehr als 6,5 % . Bereits für November 2011 war ein Jahresmittel von 6,64 % angegeben worden.
Auch Anfang 2013 berichten daher die Qualitätsmedien in ganzseitigen Analysen über das Scheitern der offiziellen Versprechen zur Inflationsbekämpfung. Wirtschaftsexperten bezeichnen zudem seit Jahren amtliche Statistiken zur Teuerung, aber auch zu anderen Ökonomie-Daten als unglaubwürdig, geschönt. Auffällige Preissprünge gibt es derzeit bei bestimmten Lebensmitteln, aber auch Dienstleistungen. Zunehmend teurere Nahrungsmittel schädigten vor allem die Armen Brasiliens, hieß es. Zwischen 2008 und Februar 2013 seien Lebensmittel um 49,36 % teurer geworden, Mieten um 53,84 %, Flugpreise gar um 178, 34 %. Die Mittelschicht spare daher bei Autokosten, fliege weniger, gebe beim täglichen Einkauf weniger aus, greife viel mehr zu Billigprodukten.
Daß angesichts von massiven Entlassungen sich das Heer der Obdachlosen auf den Straßen der Millionenstädte deutlich vergrößert, ist bekannt.
Da selbst früher bedeutende Wirtschaftsunternehmen wie die Holding des Milliardärs Eike Batista ins Schlingern gerieten, improvisiert die Regierung nach Kräften, will dem Vernehmen nach Batista durch ein Kooperationsabkommen mit dem staatlichen Ölkonzern PETROBRAS helfen. Dieser hat indessen selber Probleme, weil die Förderung zurückgeht, die Verschuldung steigt, neue Bohrplattformen weit später in Betrieb gehen, als angekündigt.
Auswirkungen der Wirtschafts-und Finanzkrise auf Brasilien – Dichtung und Wahrheit: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/01/23/rekord-entlassungen-in-brasilien-lula-spricht-von-porretada-im-dezember-fiquei-puto/
Brasilien bewegt den Bundespräsidenten: Während seines Besuchs zeigte sich Joachim Gauck beeindruckt von der Aufbruchstimmung im Land. Deutschland könne von dem Mut zu Veränderungen lernen. Regierungssender Deutsche Welle 2013
“Moderne Scheiterhaufen aus Autoreifen”:
http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/09/brasilien-ouro-preto-engel-im-bus/
http://www.dw.de/ouro-preto-statt-rio-de-janeiro-und-sao-paulo/a-4281011



http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/07/brasilien-engel-von-ouro-preto/
http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/09/brasilien-ouro-preto-engel-im-bus/
Neue Gruppenvergewaltigung gemeldet – aus Nordostbrasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/11/brasilien-14-jahrige-schulerin-durch-funf-brasilianer-vergewaltigt-laut-polizei-tatort-im-nordosten-wo-vergewaltigungen-ebenfalls-wie-in-rio-de-janeiro-alltaglich-sind/
Starke Zunahme von Vergewaltigungen in Lateinamerikas größter Demokratie:
Brasilianer vergewaltigte vierjähriges Mädchen in der Schweiz:

Angeli, größte brasilianische Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” Ende Oktober 2012 politisch unkorrekt zur Gewaltkultur in Lateinamerikas größter Demokratie:”Ja, wir überfallen, vergewaltigen und morden. Das hat einen Superspaß gemacht.”
http://www.youtube.com/watch?v=VMpYWvGvMZg&feature=share
http://www.youtube.com/watch?v=gIolqywZ1Wo
Das Feliciano-Video über John Lennon ist nicht nur in Brasilien seit Jahren allgemein bekannt. Feliciano vergleicht sich mit Yoani Sanchez, werde verfolgt wie diese. http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/08/kuba-bloggerin-yoani-sanchez-sagt-konferenzteilnahme-in-brasilien-und-argentinien-ab-gesundheitliche-grunde-sanchez-war-fur-forum-der-freiheit-in-porto-alegre-eingeplant/
In deutschsprachigen Medien wird die Darstellungsweise der antikatholischen evangelikalen Wunderheilersekten, darunter der Assembleia de Deus, als volksnah und zeitgemäß positiv bewertet. Ein nicht unwesentlicher Teil des brasilianischen Kulturexports besteht aus Sektenkultur, wie sie Pastor Marco Feliciano repräsentiert – exportiert nicht nur in Länder Europas, sondern auch auf den gesamten afrikanischen Kontinent. In Zeiten forcierter neoliberaler Verblödung hat solche Sektenkultur entsprechenden Erfolg und wird wegen ihrer antikatholischen Komponente von interessierter Seite sehr gern gesehen. Selbst der kirchliche Mainstream Deutschlands, darunter Zeitschriften, druckt viel Propaganda-Blabla über brasilianische Sekten, läßt deren Verbrechen, sogar die Kooperation mit dem organisierten Verbrechen, unter den Tisch fallen. Nicht wenige Berichte klingen wie Regierungs-Agitprop aus Brasilia, ob zum Umweltschutz oder zu Bolsa Familia.
Leonardo Boff begrüßte die Expansion der Evangelikalen bereits 2000 ausdrücklich.

Ausriß. „Marcos Feliciano: Gott tötete John Lennon“. Sekten-„Volksnähe“, auch in deutschen Medien, sogar im TV, positiv bewertet.
Die parteienübergreifende Fraktion der Evangelikalen im brasilianischen Parlament hat sich im April 2013 ausdrücklich auf die Seite von Pastor Marco Feliciano, ebenfalls Parlamentsmitglied und zudem Präsident der Menschenrechtskommission, gestellt. Alles ein Hinweis auf heutige populäre Wertvorstellungen auf beiden Seiten des Atlantiks. Die brutale Geldeintreiberei der Sektenchefs wird in Brasilien nicht zufällig scharf kritisiert – ist indessen in neoliberalen Zeiten aus anderer Wertperspektive offenbar positiv.
Fundamentalismus, man kann es seit Jahren beobachten, wird in Deutschland nach Ansicht vieler Kritiker nicht zufällig sogar vom Staat unterstützt.
Die grauenhaften Verbrechen, begangen von Pastoren und anderen Sektenführern, werden in Mitteleuropas Medien gewöhnlich verschwiegen.