Von Brasilien aus sind verschiedenste Protestaktionen anläßlich der Grünen Woche wahrnehmbar – von Protesten gegen die extrem umweltfeindliche Produktion von Agrarprodukten, die massenhaft auch nach Deutschland geliefert werden, ist indessen nichts bekannt. Dabei stehen in Tagesspiegel und Spiegel interessante Informationen darüber, wie es beispielsweise bei der Zucker-und Ethanolproduktion in Brasilien zugeht – ganz zu schweigen vom gigantischen Einsatz von Agrargiften in Brasilien, mit den bekannten Folgen. Brasilien steigerte seine Zuckerexporte 2010 um fünfzig Prozent, laut Landesmedien.
Trittin-Rede zu “Biosprit”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/23/jurgen-trittin-und-der-biosprit-rede-im-wortlaut/
Die Grünen und der “Biosprit”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/die-grunen-und-der-biosprit-frankfurter-allgemeine-zeitung/
Energiewende-Bluff nach gleichem Muster: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/15/das-schmutzige-geheimnis-der-energiewende-financial-times-deutschland-zur-abzocke-in-deppenland/

Öko-Protest in Sao Paulo.
Brasilianische Umweltstiftung „SOS Mata Atlantica“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/
Zeitungsausriß. Dioxin freigesetzt in rauhen Mengen, von klimaschädlichen Gasen ganz zu schweigen…
Zuckerrohrplantage 2011 bei Penedo, Nordostbrasilien.
“Dioxin zählt zu den Emissionen beim Abbrennen der Zuckerrohrplantagen vor der Ernte. Seit der Kolonialzeit, seit 1500 gehört das Abbrennen zur Zuckerrohrwirtschaft und wird als völlig normal betrachtet. Alle möglichen Vorteile der Produktion des Ethanoltreibstoffs werden allein durch das Abbrennen aufgehoben. Man braucht nur auf den Ausstoß an klimaschädlichem Kohlenmonoxid zu schauen – all dies ist gravierend…Die Gesundheitsposten in Städten bei Sao Paulo voll von Leuten, die wegen der gelegten Plantagenbrände Sauerstoff-Behandlungen machen müssen, schwere Atemprobleme haben. Und die Tiere in diesen Regionen können vor den Bränden nicht flüchten – die verbrennen alle lebendig! Der brasilianische Staat dürfte das nicht auch noch finanzieren, ausgerechnet diese Unternehmen mit Geldern ausstatten! Sogar die Entwicklungsbank der Regierung gibt solchen Abfackel-Firmen viele Mittel!” Mario Mantovani, Präsident der renommierten Umweltstiftung „SOS Mata Atlantica“ im Website-Interview.
Brasiliens katholische Nachrichtenagentur ADITAL mit einer Serie von Texten zur Ethanolproblematik: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/05/01/adital-texte-uber-die-ethanolproblematik-was-andere-systematisch-verschweigen/
“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo

Mit der Begründung, daß kein Klima für das Volksfest existiere, hat die Präfektur des stark verwüsteten Nova Friburgo den Karneval abgesagt. In Rio de Janeiro liefen dagegen die Vorkarnevalsfeste und Karnevalsproben auch während der Staatstrauer laut Landesmedien auf Hochtouren weiter.
http://www.hart-brasilientexte.de/2008/03/08/glucklich-sein-im-tropenland/
Großbrand in Karnevalswerkstätten von Rio de Janeiro 2011: http://noticias.r7.com/rio-de-janeiro/noticias/incendio-atinge-cidade-do-samba-no-rio-20110207.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-63637463.html
Trittin-Rede zu “Biosprit”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/23/jurgen-trittin-und-der-biosprit-rede-im-wortlaut/
Deutschlands zuständigen Politikern war von Anfang an die Faktenlage zur „Biosprit“-Erzeugung Brasiliens bis ins letzte Detail, darunter den verheerenden Plantagenbränden, bestens bekannt.
Deutsches Umweltministerium zu Ethanol: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/zudem-ist-mit-umfangreichen-importen-von-bio-ethanol-aus-brasilien-zu-rechnen-deutsches-umweltministerium-leider-keine-angaben-zur-umweltfeindlichen-ethanolproduktion-in-brasilien-zu-finden/
Die Grünen und der “Biosprit”: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/21/die-grunen-und-der-biosprit-frankfurter-allgemeine-zeitung/
Sicht von Wirtschaft und Regierung:
Umweltpolitik von Lula und Dilma Rousseff…
Brasilianische Umweltstiftung „SOS Mata Atlantica“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/26/dieser-weltmarkt-heute-will-garnicht-wissen-ob-das-zuckerrohr-von-sklavenarbeitern-geerntet-wurde-ob-man-die-plantagen-umweltfeindlich-abfackelte-mario-mantovani-prasident-der-renommierten-umw/
http://das-blaettchen.de/2011/05/wirtschaften-in-brasilien-4924.html
“Biosprit” und die Selbstverbrennung von Francelmo
„Alleine Soja wird auf 2,6 Millionen Hektar in Drittländern als Tierfutter für Deutschland angebaut. Brasilianische Großgrundbesitzer machen ein gutes Geschäft damit. Die ländliche Bevölkerung hat deswegen keine Anbauflächen mehr für Lebensmittel. Also roden sie den Regenwald, um Acker zu finden. Da läuft etwas falsch.“
„Der Tagesspiegel“, Berlin: „Und dann, von einem Augenblick auf den andern, befinden wir uns in der Hölle der Vergangenheit, wo das Zuckerrohr die Krankheit Brasiliens ist und nicht das Medikament.Ein abgefackeltes Zuckerrohrfeld, auf dem nur die nackten, rußigen Stängel überlebt haben. Eine Schar dunkler, vermummter Gestalten, die in einem stummen Wettstreit Reihe für Reihe vorrückt und die Stauden mit einem langen Messer zu Boden schlägt, 900-mal die gleiche Bewegung in der Stunde, sie zu einem Haufen schichtet, dessen Länge am Ende des Tages gemessen wird, 150 bis 200 Meter, die Arbeiter werden nach Tonne bezahlt, wer fleißig und kräftig ist, bringt es auf drei, vier Minimallöhne im Monat, ein guter Verdienst, eine schreckliche Arbeit.Auch Frauen befinden sich auf dem Feld, aber das entdecken wir erst später, die Menschen sind kaum zu erkennen unter den von Ruß und süßem Saft und Schweiß verklebten Gesichtern. Die Felder werden vor der Ernte angezündet, um das scharfkantige Blattwerk zu entfernen und den Schneidern die Arbeit zu erleichtern. Manchmal müssen die Gemeinden das Abfackeln verbieten, weil die Luft zu trocken ist und der Ruß aus den Zuckerrohrfeldern die Kinder der umgebenden Dörfer krank macht. Dann verdienen die Erntearbeiter weniger, weil sie nur langsam vorwärtskommen.“
Sao Paulo und „Biosprit“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/25/sao-paulo-wird-457-nichts-zu-feiern-o-estado-de-sao-paulo/
Die „Avenida Paulista“ wird als Postkartenansicht der Megacity gerühmt. Was fehlt? Richtig – Radwege, die Stadt hat kein Radwegnetz wie Berlin, München, Hamburg, das vor allem den armen, verelendeten Paulistanos zugutekäme. Hinweis auf den immensen Entwicklungsrückstand der reichsten lateinamerikanischen Stadt mit über 2000 Slums. Sao Paulos Elite lehnt u.a. ab, menschenfreundliche Verkehrskonzepte aus der Ersten Welt zu übernehmen. Stattdessen wird zugunsten der Automultis der öffentliche Nahverkehr, meist mit Bussen(viele deutscher Produktion), offensichtlich bewußt so entsetzlich schlecht gehalten, damit ein eigenes Auto als natürlichster Ausweg erscheint. Die Masse der Privatautos wiederum führt zu den absurdesten Staus wie kaum in einem anderen Land des Erdballs, mit entsprechender Produktion von Auspuffgasen, Verschwendung von Treibstoff. Aber gleich hinter der Stadt beginnen ja die bis zum Horizont reichenden Zuckerrohrplantagen zur Produktion des „alternativen“ Agrotreibstoffs Ethanol. Die entsprechenden „klimaneutralen“ Flächenbrände der Zuckerrohrplantagen tragen zur Luftvergiftung Sao Paulos, des gesamten Teilstaats Sao Paulo, kräftig bei.

Sao Paulos Bürgermeister Kassab von der Rechtspartei DEM, in der es von Diktaturaktivisten wimmelt. Umweltschutz-Sekretär der Präfektur ist Eduardo Jorge von den brasilianischen Grünen…Brasiliens sogenannte Kommunistische Partei PCdo B ist auch mit im Boot.
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/18/sao-paulo-fotoserie-uber-brasiliens-megacity/
„Grüne Woche“ in Berlin und Brasiliens Ethanol-Propaganda: http://www.biomasse-nutzung.de/mein-besuch-auf-der-diesjahrigen-grunen-woche-in-berlin/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/10/jardim-da-luz-sao-paulo-gesichter-brasiliens/
Zur Feier der sprunghaft gestiegenen Zuckerkäufe in Brasilien hätte sich zur Illustration brasilianischer Produktionsmethoden dieses Foto aus den Landesmedien für die deutsche, schweizerische, österreichische Presse besonders angeboten. Aber irgendwie ist daraus nichts geworden, erntete vielmehr Lula für seine Politik sehr viel Lob aus Mitteleuropa, galten die grauenhaften Flächenbrände den zuständigen Umwelt-Autoritäten offenbar als kleine Fische, nicht der Rede wert. Brasiliens regierungskritische Medien sind da anders, die zeigen, daß sogar Kinder, von Sklavenarbeitern ganz zu schweigen, bei der Ernte mitmachen müssen.
„Der Tagesspiegel“, Berlin:“Und dann, von einem Augenblick auf den andern, befinden wir uns in der Hölle der Vergangenheit, wo das Zuckerrohr die Krankheit Brasiliens ist und nicht das Medikament.Ein abgefackeltes Zuckerrohrfeld, auf dem nur die nackten, rußigen Stängel überlebt haben. Eine Schar dunkler, vermummter Gestalten, die in einem stummen Wettstreit Reihe für Reihe vorrückt und die Stauden mit einem langen Messer zu Boden schlägt, 900-mal die gleiche Bewegung in der Stunde, sie zu einem Haufen schichtet, dessen Länge am Ende des Tages gemessen wird, 150 bis 200 Meter, die Arbeiter werden nach Tonne bezahlt, wer fleißig und kräftig ist, bringt es auf drei, vier Minimallöhne im Monat, ein guter Verdienst, eine schreckliche Arbeit.Auch Frauen befinden sich auf dem Feld, aber das entdecken wir erst später, die Menschen sind kaum zu erkennen unter den von Ruß und süßem Saft und Schweiß verklebten Gesichtern. Die Felder werden vor der Ernte angezündet, um das scharfkantige Blattwerk zu entfernen und den Schneidern die Arbeit zu erleichtern. Manchmal müssen die Gemeinden das Abfackeln verbieten, weil die Luft zu trocken ist und der Ruß aus den Zuckerrohrfeldern die Kinder der umgebenden Dörfer krank macht. Dann verdienen die Erntearbeiter weniger, weil sie nur langsam vorwärtskommen.“ http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/22/was-brennt-denn-da-in-brasilien-was-an-bioethanol-so-bio-ist-dioxin-in-rauhen-mengen-freigesetzt-doch-propaganda-fur-den-import-extrem-umweltfeindlich-erzeugten-agrotreibstoffs-sogar-in-deu/
In den brasilianischen Wirtschaftsmedien wird regelmäßig ärgerlich vermerkt, daß Brasilien nicht in der Lage sei, Kaffee ordentlich zu veredeln – ausgerechnet ein Kaffee-Nichterzeuger wie Deutschland aus dem Kaffee wirtschaftlich den höchsten Gewinn ziehe.
„Mesmo sem contar com um pé sequer de café em seus 357 mil km2 de extensão – o equivalente ao território do estado do Mato Grosso do Sul – a Alemanha é o país que mais ganha dinheiro com exportações do produto.“
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/