
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/27/kinder-in-alcantara-maranhao2-gesichter-brasiliens/
Wie die Qualitätszeitung “O Estado de Sao Paulo” unter Berufung auf ein entsprechendes Dokument des UNO-Sonderberichterstatters für Hungerfragen, Olivier de Schutter, weiter berichtet, werde der Hunger in Brasilien nach Ansicht der Weltorganisation nur durch strukturelle Reformen der Einkommensverteilung sowie einer gerechten Landverteilung beseitigt werden können. Brasilias Soziaprogramme zielten nur auf die Symptome der Armut, nicht auf deren Ursachen. Was die Regierung den Betroffenen mit der einen Hand gebe, nehme sie ihnen mit der anderen, da ein wichtiger Teil der Programme durch ein Steuersystem finanziert werde, das den ärmsten Schichten 46 Prozent ihres Einkommens nimmt, während die reichste Schicht lediglich mit 16 Prozent belastet wird.
Die gleiche Kritik wird seit langem von dem jüdischen Weltsozialforum-Erfinder Oded Grajew in Sao Paulo geäußert. Produkte, die die Empfänger der Hilfsgelder kaufen, spülen hohe Gewinne in die Kassen von Handel und Industrie, aber auch hohe Steuereinnahmen in die Kassen der Regierung, wird immer wieder von Systemkritikern betont. “Bolsa-Familia” sei daher ein gutes Geschäft und diene zudem dem Stimmenkauf.
“Die politische Korruption ist folglich Teil des Systems, nicht die Ausnahme. In der Korruptions-Rangliste von Transparency International steht Brasilien im Mittelfeld, 2006 konkret auf Position 70 von 163 Plätzen. Dies ist ebenso schlicht festzuhalten wie die Feststellung, dass Brasilien kein Rechtsstaat ist und nie ein Rechtsstaat war. Weiterhin prägen klientelistische Netzwerke und persönliche Beziehungen die Politik, nicht Gesetze und Transparenz. Der notwendige Interessenausgleich erfolgt nicht gemäß der Verfassung, sondern “informell”, bei einem cafezinho. Der hohe Grad an sozialer Ungleichheit in Brasilien ist die Folge dieser Machtstrukturen. In Brasilien sind, gemessen am Gini-Koeffizienten, die Vermögens- und Einkommensverhältnisse am stärksten ungleich verteilt. Da die Oberschicht nie gewaltsam von der Macht und ihren Einflussmöglichkeiten getrennt wurde, kann sie sich bis heute einen erheblichen Teil des Sozialprodukts sichern.”
Die andere Sicht - der amtierende EU-Ratspräsident José Zapatero: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/11/jose-zapatero-spaniens-premierminister-lobt-lula-uber-alle-masen-der-mann-der-die-welt-uberrascht-esse-homem-honesto-integro-e-admiravel-von-amnesty-international-angeprangerte-folter/

“Den Holocaust gabs nicht!” “Den Mensalao auch nicht!!!”
Barnabas Bosshart, Selbstporträt vom Wohnsitz Alcantara.
http://www.barnabasbosshart.com/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/27/kinder-in-alcantara-maranhao2-gesichter-brasiliens/
Brasilien und Portugal: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5318083,00.html
http://www.diariodepernambuco.com.br/vidaurbana/nota.asp?materia=20100226111215
“A Polícia Civil já desenha a cena do crime que resultou na morte da alemã.Uma jovem indefesa, agarrada à força pelo próprio marido, Pablo Richardson Tonneli, 22, sob a mira de uma arma, provavelmente um revólver calibre 38, apontada pelo sogro, Ferdinando Tonelli, 44. Quatro tiros disparados à queima roupa em uma mulher que resistiu até a morte, diante da traição da própria família. Por trás de toda essa frieza, a motivação mais evidente: um seguro de vida que beneficiaria o autor dos disparos e pai adotivo de Pablo, Ferdinando Tonelli. O que tornaria essa sequência ainda mais macabra, para a polícia, é a possibilidade de o filho de Jennifer, de apenas dois anos, ter presenciado a morte da própria mãe junto com a avó, Delma Freire de Medeiros, 48.” (Diario de Pernambuco)
