Ja, Kirchenleute reden gerne viel und oft von der
Schöpfung, von deren Bewahrung und „Zerbrechlichkeit“, hier
ausgerechnet der Landessuperintendent Dr. Klahr vom Sprengel
Ostfriesland am Wind“park“ Wybelsumer Polder bei Emden, wo er sich
mit dessen Betreiber Klaus van Arends ablichten und vorführen
ließ, unerwähnte Naturzerstörung ausgerechnet am „Tag der
Artenvielfalt“ mit quasi amtskirchlichem „Segen“. Der
Windkraftstandort „Wybelumer Polder“ war mal Gegenstand eines
Vertragsverletzungsverfahrens der EU-Kommission gegen Deutschland,
der Wattenrat hat die Beschwerde 1997 initiiert.
Windkraftwerke im Wald – der Fall Thüringen:http://www.hart-brasilientexte.de/2016/05/25/windraeder-toedliche-fallen-fuer-fledermaeuse-gemaess-offiziellen-denkvorschriften-muessen-windkraftwerke-daher-in-deutschland-als-umweltfreundlich-bezeichnet-werden-angesichts-der-toetung-t/
An der Copacabana in der Scheiterhaufenstadt Rio de Janeiro kämpfen derzeit erneut rivalisierende Banditenkommandos um die Vorherrschaft über die dortigen Hangslums mit den Verkaufspunkten für harte Drogen. Die lokalen Zeitungen berichten von „Nächten des Krieges“, MG-Feuer und Granatenexplosionen.
Werk von Márcio Atherino, der unweit der Geschehnisse sein Atelier hat und mit seinen Bildern hinter die scheinheilige Klischee-Fassade Rios, Brasiliens blickt.
Nach dem traditionellen „Marsch für Jesus“ mit 22 Lautsprecherwagen, auf denen Rock-und Gospel-Bands spielten und Pastoren predigten, sprachen auf einer Massenkundgebung im Mai neben evangelikalen Spitzenpolitikern des Nationalkongresses sowie der Regionalparlamente auch Mitglieder der Regierung von Staatschef Lula.

Brasiliens Wunderheiler-Sekten und die Politik: Beispiellose politisch-religiöse Machtdemonstration in Sao Paulo. Anbiederung der Sekten an Brasilia “ und umgekehrt

Weil Marcio Atherino keine abgedroschenen Brasilien-und Rio-Klischees bedient, sich kommerziellen Trends verweigert, die wahren Gesichter Brasiliens, der Scheiterhaufenstadt Rio zeigt, wird er vom gesteuerten europäischen Kunstbetrieb nach wie vor geschnitten, permanent abgewehrt. Intelligente, sensible Sammler zeitgenössischer Kunst, vor allem aus Kanada und Großbritannien, entdeckten Atherino indessen bereits vor Jahren, kaufen immer mehr seiner Arbeiten. Ob sich einmal in Berlin, Zürich oder Wien eine mutige Galerie findet, die „Gesichter einer Scheiterhaufenstadt“ präsentiert, eventuell komplettiert mit der bereits in Paris ausgestellten Fotoinstallation „Microondas“ von Rogerio Reis?
–
“Schönheit und Fäulnis”. Neue Zürcher Zeitung/NZZ – Klaus Hart:https://www.nzz.ch/schoenheit_und_faeulnis-1.700750
Der Kongreßsenator Mao Santa aus der Zentrumspartei PMDB des Regierungsbündnisses hat mit einer populären, als rassistisch bewerteten Redewendung für Aufsehen im brasilianischen Parlament gesorgt.
Gegen den Protest von Menschenrechtsorganisationen ist Brasilien mit einem sehr hohen Stimmenergebnis in New York in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen für eine Periode von drei Jahren wiedergewählt worden. Menschenrechtsorganisationen wandten sich schon im Vorfeld mit dem Argument dagegen, die Menschenrechtsbilanz Brasiliens sei fragwürdig, nur Länder mit einer guten Bilanz sollten gewählt werden.

Angesichts der welthöchsten Zahl von Morden an Homosexuellen hat der brasilianische Schwulenführer Alexandre Santos dem Kongreßsenat in Brasilia vorgeworfen, ein Gesetz, das Homophobie ähnlich wie Rassismus unter Strafe stellt, weiterhin aus religiösen Gründen nicht zu verabschieden.
Brasiliens neuer Umweltminister Carlos Minc hat in Radiointerviews eingeräumt, daß die illegale Abholzung der Amazonasurwälder stark zunimmt. Er beginne sein Amt leider nicht mit guten Nachrichten. Ebenso wie Amtsvorgängerin Marina Silva sowie andere hohe Regierungsvertreter wies Minc indessen nicht darauf hin, daß Urwaldvernichtung stets auch mit massiver Artenvernichtung einhergeht. Die erneute Zunahme der illegalen Urwaldzerstörung beweist, daß die Regierung ihre Versprechen, den Kahlschlag mit strengen Maßnahmen zu stoppen, ein weiteres Mal gebrochen hat.