Die UNESCO hat empfohlen, sich beim Wiederaufbau der Städte Afghanistans auch am positiven Beispiel der südbrasilianischen Großstadt Curitiba zu orientieren. Denn seit den neunziger Jahren ist Curitiba  weltbekannt geworden durch intelligente urbanistische, architektonische Projekte und Problemlösungen.
  Pärchen in Sao Paulo
Noch vor Jahren wunderten sich uninformierte Brasilientouristen,warum die unter ansässigen Deutschen und Schweizern als Geheimtip gehandelte Ilha Grande von den streßgeplagten Bewohnern der Millionen-Stadt kaum zur Naherholung angesteuert wurde. Verschwiegene Buchten, über einhundert Traumstrände, kristallklares grünblaues Wasser, Urwald, Gebirgsbäche, weder Autos noch Motorräder – und trotzdem war selbst in der Hochsaison die Bilderbuch-Insel nie überlaufen. Das lag am großen, berüchtigten Kerker ”Candido Mendes”, in den man bevorzugt Schwerverbrecher sperrte – nicht jedermann behagte die Vorstellung, bei einem romantischen Abendspaziergang unter Palmen womöglich auf bewaffnete Ausbrecher zu treffen, von diesen gar als Geisel genommen zu werden.
 Rio längst abgehängt bei Besucherzahlen und Einnahmen
Bei Brasilien denken viele Europäer sofort an das tropische Rio de Janeiro, halten die Stadt am Zuckerhut sogar für Südamerikas Tourismusmagnet. Das 450 Kilometer südlicher gelegene subtropische Sao Paulo hat zwar keine Strände, schlägt indessen gerade im Fremdenverkehr Rio de Janeiro nach Längen, empfängt auch viel mehr deutsche Besucher, wurde zum neuen Geheimtip für deutsche Kulturtouristen. Lateinamerikas bestes Sinfonieorchester, die interessantesten Theaterstücke, die meisten Konzerte “ alles in Sao Paulo.Â
Zunehmend Raubüberfälle sowie Straßensperren von hochbewaffneten Banditenkommandos
Gemäß der neuen Statistik des Weltwirtschaftsforums über die touristische Wettbewerbsfähigkeit liegt Brasilien wegen der „Violencia urbana“ lediglich auf dem 49. Platz. In Lateinamerika rangiert das Tropenland von der 24-fachen Größe Deutschlands sogar hinter Barbados, Costa Rica und Porto Rico.

Steffen Neubert wurde 2012 an einem Strand bei Ilheus tot aufgefunden – die Polizei ging laut Landesmedien davon aus, daß er erdrosselt wurde. Deutsche Medien meldeten nichts darüber. “Turista alemao é encontrado morto”.
Bitte um „Reife und Verantwortlichkeit“ bei Äußerungen über Brasilien
Präsident Lula hat nach Angaben der Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ jüngste Fälle von Sklavenarbeit heruntergespielt. In Europa werfe man Brasilien bei Debatten vor, Amazonien abzuholzen und Sklavenarbeiter einzusetzen, habe Lula in Campinas bei Sao Paulo erklärt.
Brasiliens beste, politisch radikalste und populärste Rapperformation wurde 1990 in den gefährlichsten, elendesten Favelas der reichsten südamerikanischen Metropole Sao Paulo durch Mano Brown, Edy Rock, Ice Blue und KL Jay gegründet. Laut Eigendefinition beschreiben sie den selbst erlebten Alltag voller Armut und Misere, prangern „das unterdrückerische kapitalistische System an, das Drogenhandel, Elend und Gewalt fördert“.
Kommerzielle Vorkoster, selbsternannte Experten zeichnen ein schiefes Bild
Deutschsprachige Radiosender mit Weltmusikanteil spielen durchweg, was die Brasilianer am allermeisten mögen, informieren die Hörer kontinuierlich über die neuesten Hits und CDs der populärsten Musiker. Und auch in den deutschen Zeitungen steht alles Wichtige über die Szene in Rio, Sao Paulo, Salvador da Bahia. Richtig? Leider falsch.
Burka, “Girl from Ipanema”, sinnliche Bossa Nova in Itanhaem/Teilstaat Sao Paulo an der Statue von Padre Anchieta. “Garota de Ipanema” mit Tom Jobim und Vinicius Morais:https://www.youtube.com/watch?v=KJzBxJ8ExRk –
Islamische Frauenunterdrückung, Burka, soziokulturelle Kontraste…