Brasilien, das größte katholische Land, erlebt 2010 eine Welle des Spiritismus, was die Amtskirche beunruhigt. Geister-und Totenbeschwörung, Botschaften aus dem Jenseits finden enormes Interesse, Spielfilme über Chico Xavier, den größten brasilianischen Spiritisten, sind Kassenschlager. Spiritistische Bücher und Zeitschriften erreichen Massenauflagen, entsprechende Institutionen der Städte haben Zulauf wie nie zuvor. Kultursoziologen und Religionsexperten versuchen, das Phänomen zu erklären.
Religionsexperte Fernando Altemeyer von der Katholischen Universität Sao Paulo.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/waiapi-indios-gesichter-brasiliens/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/fisch-zerlegen-rio-negro-amazonien/
In Brasiliens Arbeiter-Teilstaat Sao Paulo, der führenden Wirtschaftsregion und Industrielokomotive ganz Lateinamerikas, Wiege von Lulas Arbeiterpartei PT, kam Dilma Rousseff auf 45,95 Prozent, ihr Herausforderer José Serra von der PSDB auf 54,05 Prozent.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/iranerin-sakineh-neue-weltproteste/
Während in Sao Paulo PT-Anhänger auf der Avenida Paulista die Wahl von Dilma Rousseff als Sieg der Linken bejubelten, feierte die gewählte Präsidentin zur selben Stunde in Brasilia mit José Sarney, dem Oligarchen und Ex-Chef der ARENA, Partei der nazistisch inspirierten Folter-Diktatur Brasiliens.
Como será o futuro do Brasil com Serra ou Dilma?
O futuro do Brasil, num eventual governo Serra será, a meu ver, uma verdadeira catástrofe. O que os tucanos já fizeram de ruim para o país, seja no governo FHC (tendo Serra com um dos seus ministros), seja nos já 16 anos de governo em São Paulo (aqui o Serra entra direto), são coisas a serem qualificadas, com muita generosidade, como Crime de Lesa Pátria.

Waldemar Rossi als Jurymitglied des Internationalen Menschenrechtstribunals in Sao Paulo
Hintergrundtext von 2002:
Hanna Schygulla, brasilianisch
Vorm ersten Brechtabend in dem Tropenland brauchte sie nur raus aus der Hotelsuite Sao Paulos, runter auf die Rua Augusta, hatte Mackie-Messer-Szenerien pur: Kleine, große Gangster, Top-Manager, Dealer, Nutten, Luxuslimousinen, Absteigen, teure und billige Restaurants, Geistesgestörte und Besoffene, abgerissene Straßenkinder und verelendete Familien, die in stinkenden Müllsäcken nach Eßbarem wühlen, nachts im Dreck der Bürgersteige schlafen. Gleich daneben Lateinamerikas Wallstreet, Bankenpaläste von Milliardären, Globalisationsgewinnern. Nur Schritte entfernt, trat die von der Kritik als „Amazone, brechtische Anti-Walküre” Gefeierte vors Publikum, hatte, absichtlich oder nicht, überdeutliche Bezüge auf die brasilianische Realität en masse im Programm, durchweg in exzellentem Spanisch.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/28/schlafen-im-city-larm-sao-paulos-gesichter-brasiliens/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/die-schlingensief-fotoserie3/
Körperkunst – Aktionskünstler in der Biennale.
Biennale-Website: http://www.29bienal.org.br/FBSP/pt/29Bienal/Paginas/default.aspx