http://www.estadao.com.br/noticias/arteelazer,amy-winehouse-encerra-turne-em-sao-paulo,666868,0.htm
„Wenn dekadente Künstler auf den wichtigsten Märkten niemanden mehr beeindrucken können, beginnt die endlose Prozession durch die Dritte Welt, um dort den Betuchten die Kohle abzunehmen.“(Die Konzerte waren für brasilianische Verhältnisse grausig teuer)
„Britin singt falsch, vergißt Texte, Show bürokratisch.“
Präsidentin Dilma Rousseff war beim Besuch der Katastrophenregion mit ihren eigenen Fehlleistungen aus der Zeit als Lula-Chefministerin direkt konfrontiert.
Immer mehr Zuckerrohranbau für die exportorientierte Zucker-und Ethanolproduktion, wo bisher Wald stand – hausgemachte Klimaveränderungen auf breiter Front: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/12/der-zuckerrohrboom-und-die-ausrottung-der-tierwelt-brasiliens-was-auch-europas-alibi-umweltorganisationen-nicht-interessiert/
Starke Erdrutsche nach Regenfällen auch im Teilstaat Minas Gerais, inzwischen zweitgrößter Zuckerrohrproduzent Brasiliens. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/10/agrobusiness-ist-gift-immer-hohere-agrargiftdosis-in-brasilianischen-lebensmitteln-protest-der-landlosenbewegung-mst-brasilianisches-obst-gemuse-schmeckt-nicht-zufallig-immer-oder/
Tagesspiegel: http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/brasilien-nicht-der-regen-ist-schuld/3704196.html
Sao Paulos Bürgermeister Kassab: „Es regnet jedesmal mehr.“ Die Gründe sind jedermann bekannt: Hausgemachter Klimawandel durch immer dichtere Betonbebauung der Megametropole, zügige Verringerung und Grünflächen, Stadtwäldern, Umgebungswäldern. Im Teilstaat Sao Paulo sind durch den staatlich forcierten Zuckerrohrboom in den letzten Jahren zahlreiche Wälder vernichtet worden, um mehr Anbauflächen für die Zuckerrohr-Monokulturen zu schaffen, die sich bis zum Horizont ausweiten und ebenfalls das Klima, den Wasserhaushalt der Region deutlich veränderten.
„Klimafreundliche“Zuckerrohrproduktion in Brasilien, dem weltgrößten Hersteller und Exporteur von Zucker: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/11/zuckerrohrplantagen-in-brasilien-warum-die-produktion-von-zucker-und-ethanol-als-klimaneutral-und-umweltfreundlich-gilt-massive-freisetzung-von-dioxin-treibhausgasen-ozon-kohlenmonoxidr/
Wegen der sexistisch-pornographischen, sadistisch-machistischen Werte, die über Texte und Musik vermittelt werden, wird „Baile Funk“ inzwischen auch in Deutschland kräftig gefördert und in Medien vermarktet.
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/terror-rap-statt-samba/763272.html
„Sex und Gewalt sind das Geheimrezept des Funk Carioca…Proibidao ist die Glorifizierung von Verbrechen und Verbrechern…Die Mordrate in Rio ist etwa 60-mal höher als in Deutschland und Frankreich.“ TV Arte, Reportage)
http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2011/01/jovens-sao-assassinadas-perto-de-baile-funk-em-sp.html
Das Umfeld des Baile Funk – je nach Wertvorstellung erschreckend und bedenklich – oder völlig normal für heutige neoliberale Zeiten, neoliberalen Zeitgeist:
“Nutzt doch die US-Armee gerade auch solche Computersimulationen, um Soldaten die Hemmung vorm Töten eines Menschen zu nehmen. Der 19-jährige Täter von Erfurt ist sicherlich nicht durch Computerspiele zum Mörder geworden. Aber er konnte vorm Bildschirm die Tatabläufe beim Schießen einstudieren und jene Schnelligkeit trainieren, die er brauchte. Psychologen sprechen auch von `heimlichen Lehrplänen “in Gewaltspielen. Diese , sagen sie, lehrten Konfliktlösungsmodelle und Rollenmuster, die jegliche demokratischen und sozialen Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens ausblenden – so wie am 26. April 2002 am Erfurter Gutenberg-Gymnasium. “ Kai Mudra, Mitteldeutsche Zeitung 2009, zur Militarisierung der Gesellschaft.

Zeitungsfoto – Mord an drei Frauen in Rio.
“Terror da Linha Amarela e da av. Brasil
Nosso bondeé preparado
Nao to de sacanagem
Um monte de homem-bomba
No estilo Osama Bin Laden
(Gangsta-Funk-Text aus Rio)
Montreal singt während der weihnachtlichen Obdachlosenspeisung des Klosters.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/11/montreal-caipira-musiker-unverdrossen/