Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Lula-Regierung verkündet vor UNO-Klimakonferenz von Kopenhagen offiziell Verlangsamung der Urwaldvernichtung. Umwelt-NGO nennen Wirtschaftskrise als Hauptgrund: Geschlossene Schlacht-und Kühlhäuser, sinkende Weltmarktpreise für Amazonas-Produkte. Zunehmende Abholzung in Schutzgebieten. Klimapolitik in der Praxis – Beispiel Sao Paulo. Sinnloses Abfackeln von Naturgas – gut fürs Weltklima?

Samstag, 14. November 2009 von Klaus Hart

Die Gründe für zeitweilige Verlangsamungen der Urwaldvernichtung sind oft banal: Wo der Regenwald weg ist, die Wirtschaft ihr Ziel erreichte, kann und braucht nicht noch mehr abgeholzt zu werden.  Wer wird, wenn in einer bestimmten Region sämtlicher Wald gerodet wurde, schon im Jahr darauf den Rückgang der Waldvernichtung auf Null feiern? Roberto Smeraldi, Direktor der NGO „Amigos da Terra“ sagte gegenüber der Presse zu den neuen Regierungszahlen, kein Großgrundbesitzer habe wegen der Wirtschaftskrise die Produktion erhöht. Sechzehn Schlacht-und Kühlhäuser seien allein in Amazonien geschlossen worden oder verarbeiteten nichts mehr. Die Regierungsdaten zeigten keine Tendenz. Der Meßzeitraum, in dem eine Verlangsamung des Abholzungsrhythmus um 45 Prozent festgestellt wurde, lag laut Smeraldi zwischen August 2008 und Juli 2009 – also just in der Periode, in der Brasiliens Wirtschaft schlechte Resultate wegen der internationalen Wirtschafts-und Finanzkrise verzeichnete. Ein solcher Zeitraum außerhalb des Normalen komme einmal in zwei Jahrzehnten vor. Die Abholzung von offiziell 7008 Quadratkilometern im Meßzeitraum sei vor allem aus Gründen der Bodenspekulation sowie von Agrarreform-Ansiedlungen erfolgt. Unter der Lula-Regierung seien etwa 2,2 Millionen Landlose in Amazonien angesiedelt worden. Die UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen bedeute nicht viel, so Smeraldi. Greenpeace-Experte Paulo Adario verweist ebenfalls auf die Auswirkungen der Wirtschafts-und Finanzkrise, aber auch auf den Druck der Zivilgesellschaft gegen mehr Abholzung.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/17/lula-ankundigung-zur-senkung-des-ausstoses-klimaschadlicher-giftgase-ist-reine-rhetorik-laut-roberto-smeraldi-direktor-der-ngo-amigos-da-terra/

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„Konferenzpause in Kopenhagen“ – Angeli in Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“, Ausriß.Abfackeln von Naturgas: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/21/brasilien-ist-weltspitze-beim-sinnlosen-umweltfeindlichen-abfackeln-von-naturgas-betonen-landesmedien-staatskonzern-petrobras-halt-selbst-in-der-krise-die-gaspreise-absurd-hoch-lautet-vorwurf-v/

„Klimapolitik“ – Beispiel Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/13/sao-paulos-folgenreiche-luftvergiftung-und-die-eliten-herzspezialist-dr-ubiratan-de-paula-santos-und-weltsozialforum-erfinder-oded-grajew-sexualitat-durch-luftvergiftung-betroffen/

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Wo alles wegen Brandrodungen zu Asche zerfiel, geht die Abholzungsrate künftig auf Null zurück – claro.

Zu weiteren bekannten PR-Tricks zählt stets auch, den festen Willen Brasiliens bzw. dessen Regierung zu bestimmten Zielen zu verkünden, obwohl lediglich  Äußerungen einzelner Politiker vorliegen, deren tatsächliche Denkweisen und Überlegungen niemand kennt – sehr wohl aber die Resultate bisheriger Versprechungen: Unter der Lula-Regierung wurden gemäß den Angaben bisher 117000 Quadratkilometer tropischer Regenwald vernichtet. Vor der Kopenhagen-Konferenz schaltet Brasilia ein weiteres Mal problemlos Propaganda in europäische Medien durch. Wie stets baut man bewußt auf das schlechte Gedächtnis der Medienkonsumenten.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2078782_Brasilien-Tiefstand-bei-Waldabholzung.html

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lulas-umweltpolitik-keine-kontrolle-uber-co2-ausstos-in-amazonien-groster-giftgasproduzent-brasiliens/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/every-step-counts-to-save-the-amazon-anklicken-von-greenpeace/

Umwelt und Menschenrechte: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/selten-hat-sich-eine-moderne-gesellschaft-schneller-und-radikaler-von-einem-mehrheitlich-akzeptierten-postulat-verabschiedet-als-die-deutschen-vom-schutz-der-natur-horst-stern-bereits-1996-manf/

„Every step counts to save the Amazon.“ Anklicken – von Greenpeace. André Muggiati, Manaus.

Samstag, 14. November 2009 von Klaus Hart

Indios, Rio Negro, Amazonien. Gesichter Brasiliens. Indianerprotest gegen Belo Monte.

Samstag, 14. November 2009 von Klaus Hart

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http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/07/indios-rio-negro-amazonien-gesichter-brasiliens-2/

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http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/20/belo-monte-und-der-indianerprotest-in-sao-paulo-2011-scharfe-kritik-an-brasiliens-prasidentin-dilma-rousseff-belo-monte-de-merda-fotoserie/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/13/andre-muggiati-greenpeace-experte-in-manaus-amazonien-gesichter-brasiliens/

Indianerinbemalt3

Amazonas-Indianerin bemalt sich.

“Wir lernen von anderen und besonders gerne von Brasilien.” Merkels Bundesaußenminister Guido Westerwelle/FDP

Yanomami-Traditionen, Time-Life-Buch “Der Amazonas”:

Yanomamibuchzitat1

Behinderte Kinder werden getötet, die eigene Frau wird dem Gast zum Geschlechtsverkehr angeboten. Auch die lukrative Indianer-Industrie Deutschlands legt großen Wert darauf, solche wichtigen Details indianischen Lebens, indianischer Wertvorstellungen zu verheimlichen, zu vertuschen, zu unterschlagen. “…und der Gastgeber – nun, er bietet ihm seine Frau an. Eine Form von Gastfreundschaft…Natürlich ist die Frau nicht immer einverstanden, und dann gibt es Ärger”. Google-Suche, Stichwort Yanomami… Mit Indianerverklärung läßt sich nach wie vor sehr viel Geld verdienen.

Yanomamibuchzitat2

Ausriß: “Häufig werden Frauen aus anderen Stämmen geraubt. Einige von ihnen werden die Ehefrauen der Männer, die sie geraubt haben. Sie können sich glücklich preisen, denn nicht wenige ihrer Leidensgenossinnen erwartet ein anderes Schicksal – das von Prostituierten in dem neuen Verband. Diese Frauen haben kaum den Rang von menschlichen Wesen…”

André Muggiati, Greenpeace-Experte in Manaus, Amazonien. Gesichter Brasiliens.

Freitag, 13. November 2009 von Klaus Hart

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http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1081848/

„In den letzten Jahren wurden unter der Lula-Regierung in Amazonien mehr als doppelt so viele Schutzgebiete wie zuvor öffentlich deklariert. Doch dieselbe Regierung gibt keine Mittel frei, um diese Schutzgebiete dann auch tatsächlich Realität werden zu lassen. So werden weder Besitzfragen, Entschädigungsansprüche geklärt noch die Schutzgebietsgrenzen markiert. So werden auch keine Schilder aufgestellt, Zäune gezogen, damit niemand reingeht. Oft ist es daher so:  Die Schutzgebiete wurden im fernen Brasilia im Büro nur auf der Karte definiert, doch vor Ort, in Amazonien, weiß, merkt  niemand etwas davon. Das heißt – es steht alles nur auf dem Papier!“ (Muggiati im Website-Exklusivinterview)

Diese PR-Strategie zur “ Schutzgebiets-„Ausweisung, die auch in Europa die gewünschten Image-Wirkungen erzielte,  fällt just in die Amtszeit der früheren Umweltministerin Marina Silva: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/marina-silva-norwegischer-umweltpreis-dotiert-mit-100000-dollar-nichts-getan-und-doch-geehrt/

Mario Mantovani: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/24/es-gibt-kein-umweltbewustsein-in-brasilien-die-kultur-des-landes-ist-zerstorung-mario-mantovani-umweltexperte-nao-ha-consciencia-ecologica-no-pais-a-cultura-do-brasil-e-de-degradacao/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/26/was-gut-ist-stellen-wir-gros-heraus-was-schlecht-ist-verstecken-wir-rubens-ricupero-brasilianischer-politiker-ex-finanzminister-karrierediplomat-vertreter-brasiliens-in-uno-organisationen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/greenpeace-amazonien-perverse-kooperation-zwischen-vieh-industrie-und-lula-regierung-resultiert-in-mehr-abholzung-sklavenarbeit-und-invasion-von-indanergebieten/

Wegen der Brandrodungen („Zerstörerische Flammen der Dummheit“) ist Brasilien heute der weltweit viertgrößte Produzent klimaschädlicher  krebserregender Giftgase.

Seit den 80er Jahren plappern Brasiliens Mittelschicht und Unternehmerschaft ebenso wie die Regierungen grüne PR-Sprüche aus Europa nach, tun so, als seien ihnen Umweltthemen wichtig –   handeln indessen bis heute genau entgegengesetzt. Man braucht sich nur die entsprechenden Basisfakten anzusehen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/12/amazonenserin-hafengarkuche-in-manaus-gesichter-brasiliens/

Greenpeace – Paulo Adario: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/03/paulo-adario-manaus-greenpeace-leiter-fur-amazonien-gesichter-brasiliens/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/lula-regierung-verkundet-vor-uno-klimakonferenz-von-kopenhagen-offiziell-verlangsamung-der-urwaldvernichtung-umwelt-ngo-nennen-wirtschaftskrise-als-hauptgrund-geschlossene-schlacht-und-kuhlhauser-s/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/30/mulltrenner-sao-paulo/

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Paulo Adario, Manaus, Greenpeace-Leiter für Amazonien. Gesichter Brasiliens.

Dienstag, 03. November 2009 von Klaus Hart

Tödliches Gelbfieber nimmt in Brasilien stark zu, laut „Instituto Pasteur“ von Sao Paulo. Impfung für Reisende wichtiger denn je.

Mittwoch, 14. Oktober 2009 von Klaus Hart

Rio+20. Greenpeace Amazonien: Perverse Kooperation zwischen „Vieh-Industrie“ und Lula-Regierung resultiert in mehr Abholzung, Sklavenarbeit und Invasion von Indianergebieten.

Mittwoch, 07. Oktober 2009 von Klaus Hart

AREVA – Siemens – Rosatom(Rußland) – Eletronuclear(Brasilien). Nuklearkooperationen, Atomeinstiege. Atomwaffen-Technologie. „Atomenergie ist grüne Energie.“

Dienstag, 08. September 2009 von Klaus Hart

Über die Hälfte der brasilianischen Savannenwälder(Cerrado) bereits abgeholzt. In der Amtszeit von „Umweltministerin“ Marina Silva rund 100000 Quadratkilometer zerstört. Cerrado zugunsten von Sojaplantagen vernichtet – zwecks steigendem Sojaexport(Schweinefutter) in Länder wie Deutschland. Umweltjournalist Norbert Suchanek.

Sonntag, 06. September 2009 von Klaus Hart

„O Globo“ mit neuesten Studien: http://oglobo.globo.com/pais/mat/2009/09/05/mais-da-metade-do-cerrado-brasileiro-ja-foi-desmatada-767493408.asp

„Laut offiziellen Daten beispielsweise führten die ersten vier Jahre der Regierung Lula unter Mithilfe von Marina Silva zu einer Amazonasabholzung von insgesamt 84.000 Quadratkilometern. So viel schafften der Vorgänger, Fernando Henrique Cardoso und sein Umweltministerium nicht.“( Umweltjournalist Norbert Suchanek)

Jeder kennt heute meist sogar persönlich Leute, die nach dem Motto vorgehen:  “Grün” öffentlich daherreden, umweltfeindlich denken und handeln – die Resultate sprechen Bände.

“Wenn Umweltschützer den Umweltschutz sabotieren – die meisten NGOs haben ihre Seele verloren”:

“Die meisten NGOs haben ihre Seele verloren, den Geist ihrer Gründer, die die Natur liebten. Heute sind diese Umweltorganisationen vergiftet mit städtisch geprägten Ökonomen, Soziologen, Anthropologen, denen der emotionale Bezug zur Natur fehlt. Und wenn es in den NGOs Leute gibt, die sich mit der Sache nicht identifizieren, öffnet sich der Weg für Korruption, schützt man Umweltanliegen vor, um persönliche Interessen zu bedienen. 

In Brasilien kommt als großes Problem hinzu, dass die Zahl der wirklich aktiven, eingeschriebenen Mitglieder stets nur bei einigen hundert bis einigen tausend liegt – in so einem Riesenland! Nur zu oft sind es Grüppchen, die viel Lärm machen, um Gelder zu erhalten. Die britische Vogelschutzvereinigung beispielsweise hat dagegen über eine Million feste Mitglieder.”

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/wissenschaft/1897202/

Soja-König Maggi: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/marina-silva-grune-partei-unterstutzt-beruchtigtensojakonig-und-gouverneur-blairo-maggi-in-mato-grosso-meldet-folha-de-sao-paulo-o-pv-apoia-o-governador-blairo-maggipr/

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/19/senatorin-marina-silva-verlies-arbeiterpartei-lulas-um-zu-brasiliens-grunenpartido-verde-uberzuwechseln/

Norwegischer Umweltpreis, mit 100000 Dollar dotiert, für Marina Silva: http://www.noruega.org.br/indigenous2/Fundo+Amazônia/Premio+Sofia+2009.htm

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Greenpeace protestiert in Rio, Sao Paulo und Salvador da Bahia gegen Atom-U-Boot-Abkommen zwischen Sarkozy und Lula. „Manifestantes do Greenpeace deitam no chao, simulando uma morte coletiva.“ (O Globo).

Sonntag, 23. August 2009 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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