Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz

Lulas Crack-Kinder - nach Sao Paulo auch in Rio immer mehr “Cracolandias”. Eine Dosis Crack umgerechnet etwa 35 Cents. Crack-Geschäft stimuliert Kinderprostitution. “Zustände der Barbarei.” Franziskaner Hans Stapel - “Fazendas der Hoffnung”. Kindersoldaten. Günter Nooke. Großteil der Kokainpaste für Crack aus Bolivien.

Dienstag, 21. April 2009 von Klaus Hart

Fernando William, Mediziner und Chef der Sozialbehörde Rio de Janeiros, hat die verheerenden Auswirkungen von Crack auf Kinder und Jugendliche benannt. Das organisierte Verbrechen, welches auch das Drogengeschäft beherrsche, habe bei Crack bereits Achtjährige als Kunden und beute diese - Mädchen und Jungen -  im Geschäftszweig Kinderprostitution aus. William sprach von “Zuständen der Barbarei”. Es existierten  zudem 12-jährige Aids-infizierte Mädchen, die jegliche Behandlung ablehnten - außerdem 16-jährige Crack-süchtige Mütter, die schon dem zweijährigen Sohn Crack gäben. ” Da Crack-Konsumenten gewöhnlich viele Tage ohne Essen und Schlafen verbringen, magern sie erschreckend ab.” Kinder, die früher Leim schnüffelten, nähmen angesichts des niedrigen Preises heute Crack. “O Crack invadiu a cidade.” “Wenn diese Kinder nicht behandelt werden, sterben sie gewöhnlich nach höchstens zwei Jahren.” Es gebe Berichte, wonach man tote Kinder verschwinden lasse, um den Ruf der Crack-Verkaufspunkte nicht zu gefährden.

Rio de Janeiro hat annähernd die Einwohnerzahl Kubas, jedoch unterschiedliche Sozialindikatoren.

Eine nennenswerte, wirksame Drogenbekämpfung existiert in Brasilien nicht - entsprechend wachsen Jahr für Jahr die Profite, Umsätze der Drogenbosse des organisierten Verbrechens.

crackfrau1.JPGCrack-Konsumentin in der City Sao Paulos. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/crack-jugendpolitik-unter-lula-und-jose-serra-dunkelhautige-kinder-und-jugendliche-sind-crack-hauptkonsumenten/

Kokain für Crack aus Bolivien: http://veja.abril.com.br/021209/coca-eles-cocaina-nos-p-174.shtml

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Franziskanerpater Hans Stapel aus Paderborn - in Alagoas, Piaui und Ceará weihte er jetzt drei weitere “Fazendas der Hoffnung” für die Heilung Drogensüchtiger ein. Weltweit bereits 60. Hit “Pó pará com o pó”. Hedwig Knist aus der Diözese Mainz.

Donnerstag, 15. Januar 2009 von Klaus Hart

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