Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Alcione – Brasiliens derzeit populärste Sängerin – trifft weiter den Nerv der Massen. Auffällig viele Fans unter den Frauen der Slumperipherien Brasiliens. Neue, selbst durch Europa gescheuchte Wegwerf-Talente der Musikindustrie, mit schwachen Stimmchen, sind gegen Alcione chancenlos. “Alcione – Stimme Lateinamerikas.”(UNO)

Montag, 28. Februar 2011 von Klaus Hart

http://pt.wikipedia.org/wiki/Alcione

http://www.alcioneamarrom.com.br/

Brasilien und Samba:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/21/brasilien-und-samba/

“Provinziell ist für mich, daß Brasilianer Rockmusik imitieren – in einem Land, das so starke musikalische Wurzeln hat und so unendlich reich an Rhythmen ist. Verglichen damit ist Rock, musikalisch gesehen, eine recht armselige Angelegenheit. Ich habe keine Angst vor denen, die unsere Kultur zerstören wollen, wir leisten Widerstand – so habe ich auch eine Platte genannt. Es gibt viele sehr gute Sänger in diesem Land, die einfach keinen Plattenvertrag kriegen – und andererseits wird unheimlich viel Mist produziert. Sie wollen aus Brasilien einen Markt für Rock, für ausländische Musik machen – da ist sehr viel Bestechung im Spiel. Amis, die hierherkommen und das Radio anmachen, fühlen sich wie zuhause, weil dieselbe Musik wie dort läuft. Die Plattenfirmen fangen jetzt auch hier an, Wegwerfkünstler zu produzieren; Leute die nach zwei Jahren ausgebrannt sind, weggeschmissen werden. Wenn ich in diesem Land was ändern könnte, würde ich zuerst die Banken verstaatlichen. Noch ist das hier nicht Rambo-Land. Ich habe einen Fuß in Afrika, meine Großeltern waren Sklaven, in Afrika sind meine Wurzeln, auch die musikalischen – für dieses Erbe setze ich mich ein. Ich habe eine starke Struktur aufgebaut – da kann keine Plattenfirma kommen und sagen, wir machen Schluß mit Alcione. Ich weiß, daß ich für meinen Plattenkonzern nur ein Produkt bin,  eine Nummer in einer Serie. Aber ich erlaube ihnen nicht, mir vorzuschreiben, was ich aufnehmen soll, nur weil es Mode ist.” (Alcione im Vor-Website-Exklusiv-Interview in Rio de Janeiro – bei gemeinsamen Streifzügen durch die Musikszene außerhalb des Multi-Mainstreams)

http://www.youtube.com/watch?v=O90CRV4-T4I

Alcione 2011 vor begeistertem Publikum der Sambaschulen Sao Paulos.

http://www.youtube.com/watch?v=IN1foTAKimw

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/11/neue-hit-cd-de-tudo-que-eu-gosto-von-sangerin-alcione/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/kulturminister-gilberto-gils-amtszeit-eine-grausige-bilanz-fur-brasilien/

Alcione, Brasiliens große Sängerin: Neue Hit-CD “De Tudo Que Eu Gosto”.

Montag, 11. Februar 2008 von Klaus Hart

1947 wird Alcione im kraß unterentwickelten nordöstlichen Lepra-Teilstaat Maranhao geboren, singt bereits als Jugendliche im Polizeiorchester ihres Vaters, lernt dort Trompete spielen, arbeitet als Grundschullehrerin, geht dann nach Rio de Janeiro. Alle paar Jahre bescheinigt ihr die Kritik erneut, „auf dem Höhepunkt der Karriere” zu sein. Über zwanzig goldene Schallplatten, mehrere in Platin.
Als sie noch längst kein Star ist, ziemlich schlecht im ersten Stock an einer grauenhaft lauten Kreuzung in Copacabana wohnt, bin ich mit ihr durch Rios Musikszene gezogen, lernte durch sie damals noch völlig unbekannte Musiker kennen. Alcione sagte, das sind Supertalente, die habe ich entdeckt, die fördere ich jetzt, die müssen was werden! Und bei ihrem Durchsetzungsvermögen –  „Der Macho bin ich! Auch in Beziehungen!” – sind es längst landesweit bekannte, anerkannte Musiker, Sänger geworden –  Beispiel Emilio Santiago. Bei dessen ersten Shows in Winzig-Klubs sitze ich neben Alcione, bekomme sozusagen Musikunterricht: „Hör Dir den genau an! Es gibt viele sehr gute Sänger in diesem Land, die einfach keinen Plattenvertrag kriegen –  und andererseits wird unheimlich viel Mist produziert. Emilio Santiago ist für mich der beste Sänger Brasiliens –  doch er hat keine Plattenfirma. Ich werde in eine Platte für ihn investieren!” Die hat einen Riesenerfolg, zig andere danach ebenfalls, alleine von den sieben CDs der Serie “Aquarela Brasileira” werden weit über vier Millionen verkauft.

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    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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