Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

In Berlin 2015 totgeschlagener Jude Yosi Damari. “Berlin-Mitte: Polizei schweigt weiter zu Leichenfund in Kirche. Auch zwei Tage nach dem Fund einer Leiche in der Ruine der Franziskaner-Klosterkirche unweit des Roten Rathauses gibt die Polizei keinerlei Informationen …” Entscheidender Hinweis auf staatliche Verschweigetaktik im politisch hochbrisanten Fall des in Berlin totgeschlagenen Juden – Tagesspiegel-Information jedoch nicht mehr anklickbar. Anders als im Fall des in Dresden ermordeten Moslem-Eritreers Khaled kein Aufschrei von Politikern, Parteien, Organisationen, keinerlei Mahnwache, Demonstration etc…

Der sadistisch totgeschlagene Jude und der Albaner – derzeit natürlich kein Thema in der ZEIT und anderen Mainstream-Medien. Ist Ihr Lieblingsmedium etwa eine Ausnahme? Immer noch kein offizielles Mahnmal für den in Berlin 2015 ermordeten Juden Yosi Damari:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/07/28/die-einstige-reichshauptstadt-von-adolf-hitler-immer-noch-kein-offizielles-mahnmal-fuer-den-ostern-2015-sadistisch-totgeschlagenen-juden-yosi-damari-am-tatort-erinnert-bisher-fast-nichts-an-das-ver/

YosiDamariTatort1

YosiDamariRotesRathausBlick

Rotes Rathaus Berlin – freier Blick zum Tatort, laut Anwohnern.

“Der rätselhafte Mord am jungen Israeli nahe dem Alexanderplatz erschüttert jüdische Gemeinden in aller Welt…Mehrere Tage hielten die Mord-Ermittler Einzelheiten über den mysteriösen Ruinen-Fall von der Littenstraße (Mitte) geheim.”(Berliner Kurier)

  • www.tagesspiegel.de/berlin/polizei…/berlin-mitte-pol… -
     

    Auch zwei Tage nach dem Fund einer Leiche in der Ruine der Franziskaner-Klosterkirche unweit des Roten Rathauses gibt die Polizei keinerlei Informationen …

Tagesspiegel-Reporter weisen in der nunmehr abrufbaren Textversion vom 8.4. 2015 indessen auf Widersprüchlichkeiten, Unstimmiges:

“Ansonsten gaben sich die Ermittler ausgesprochen zugeknöpft. Ursprünglich hatte es sogar geheißen, der Mann habe keine Papiere bei sich gehabt. Nicht einmal zum Alter des Toten wird eine Schätzung genannt. Kurz nach der Tat hatte die Polizei getwittert, dass ein “junger Mann” gefunden worden sein soll. Dieser Tweet wurde später wieder gelöscht. Angeblich soll er falsch gewesen sein.”

Außerordentlich bemerkenswert ist, daß eine staatliche Behörde wie die Polizei im politisch hochbrisanten Fall des in der deutschen Hauptstadt totgeschlagenen Juden gemäß den Medienberichten offenkundig Falschmeldungen bzw. Lügen verbreitet -Das Opfer hatte keine Papiere bei sich.”(Bild-Zeitung). Gerade angesichts der für den Ostermontag anstehenden Kundgebungen und Protestdemonstrationen, angesichts der innenpolitischen Diskussion wäre diese Information bereits am Ostersonntag bzw. Ostermontag sehr wichtig gewesen. Somit ist von einer beabsichtigten Vertuschung auszugehen – die deutsche Öffentlichkeit sollte über mehrere Tage offenkundig nicht erfahren, daß der in Berlin Ermordete ein Jude war. Vertuschungsaktionen dieser Art lassen sich inzwischen tagtäglich in deutschen Mainstreammedien relativ leicht entdecken. Entsprechend gering ist der Prozentsatz von Medienkonsumenten geworden, die deutsche Mainstreammedien noch für glaubwürdig halten. Alles Beschriebene kann so – oder ganz anders gewesen sein.

Auffällig – in der derzeitigen Tröglitz-Kampagneberichterstattung des deutschen Mainstreams fehlt jeder Hinweis auf den Fall des in der deutschen Hauptstadt Berlin erschlagenen Juden – daß derartiges inzwischen wieder möglich ist.

…According to the consul, the suspect who is wanted by police is not Israeli, and most likely not German either.

“He was seen walking around with the victim all of Saturday, including during the evening, and now he has disappeared. The police isn’t sure if he’s the killer but they suspect he’s involved. The investigation is advancing, but the police is still missing the motive,” Siso said…i24news.tv, Israel

Von besonderer symbolischer Bedeutung ist, daß der Jude nur wenige Meter vor dem “Landgericht Berlin – Amtsgericht Berlin-Mitte” sowie dem “Anwaltsgericht Berlin” sadistisch totgeschlagen wurde – zudem in unmittelbarer Nähe des Berliner Rathauses – Hinweis auf die allgemeine soziokulturelle und politische Dekadenz der deutschen Hauptstadt. Bislang erinnern weder ein Gedenkstein noch eine Gedenkplakette an den Mord an dem Juden Yosi Damari – im Kontext geförderter Judenfeindlichkeit in der einstigen Reichshauptstadt des Naziregimes.

JudeKlosterkircheBildkeinePapiere

“Opfer trug keine Papiere bei sich”. Lüge am 5.4. 2015 von Bild-Zeitung und anderen Medien veröffentlicht, offenkundig unter Berufung auf die staatliche Polizei. Ausriß. Was von als Fakt hingestellten Angaben deutscher Mainstream-Medien heutzutage zu halten ist…

JudeKlosterkircheBerlZeitungAusweispapiere

“Ausweispapiere wurden bei ihm nicht gefunden.” Lüge, in der Berliner Zeitung abgedruckt am 6.4. 2015

Wie es die Märkische Allgemeine hindreht – toter Jude angeblich erst am Ostermontag aufgefunden, obwohl es am Ostersonntag war: “Der ermordete Israeli, der am Ostermontag in einer Kirchenruine in Berlin Mitte gefunden wurde..”

 

Selbst die ARD-Tagesschau berichtet auch am 9.4. 2015 immer noch nicht über den Fall des in der früheren Nazi-Reichshauptstadt totgeschlagenen Juden, viele andere große deutsche Medien verfahren genauso. Die FAZ bringt über den Mord vom Ostersonnabend erst am Donnerstag danach einen kurzen Bericht.

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/toter-mit-israelischem-pass-in-berlin-mitte-gefunden-13529176.html

 

Angesichts dieser gelenkten Informationspolitik über den politisch brisanten Mordfall stehen alle künftigen Mitteilungen von Staat und Medien zu dem Mord unter dem Vorbehalt vermutlicher Unglaubwürdigkeit, ist mit üblichen Manipulationen zu rechnen. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/04/09/der-in-berlin-2015-totgeschlagene-jude-bereits-ostersonntag-mit-israelischem-pass-aufgefunden-immer-mehr-bemerkenswerte-widersprueche-in-offiziellen-mitteilungen-von-polizei-und-medien-offenba/

YosiDamariDieZeit15

Ausriß, 9.4. 2015. Welche Themen angesichts der medialen Aufregung über den Dachstuhlbrand von Tröglitz einfach “untergehen”.

Wie die Öffentlichkeit reagierte, als der Ausländer Khaled in Dresden ermordet wurde – bemerkenswerte Unterschiede zum Fall des ermordeten Ausländers Yosi Damari:

KhaledRassismustötet

Ausriß. “Rassismus tötet immer wieder”. Wer aus Sicht der Pegida-Gegner den Mord an dem Moslem-Eritreer von Dresden begangen hat.

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/11/mordfaelle-nemzow-in-moskau-moslem-eritreer-khaled-in-dresden-ard-tagesschau-weissscheinbar-stets-besser-als-die-ermittlungsbehoerden-wer-die-tatsaechlichen-taeter-sind/

KhaledDeutschlandDuMörder15

 

“Deutschland du Mörder.”Auch auf einer Demonstration in der deutschen Hauptstadt Berlin wurde 2015 klargestellt, daß als Mörder des Moslem-Eritreers Khaled unter keinen Umständen ein anderer Moslem-Eritreer in Frage kommt. Ausriß.

Satiriker Dr. Alfons Proebstl auf Pegida-Kundgebung in Dresden 2015, Ostermontag nach dem Mord an Yosi Damari: “Wenn die zornigen jungen Männer `Juden ins Gas`rufen – weit und breit keine Gegendemo…”

Westdeutsche Medien in Sachsen konzentrieren sich auf  den kommenden Pegida-Montag, berichten weder über den totgeschlagenen Juden Yosi Damari noch über die antinazistische Positionierung von Pegida:

http://www.sz-online.de/nachrichten/pegida-gegner-wollen-wilders-rede-verhindern-3077267.html

https://mopo24.de/#!nachrichten/so-soll-wilders-pegida-auftritt-lahmgelegt-werden-6066

Aus den Berichten westdeutscher Zeitungen in Sachsen geht nicht hervor, ob Vertreter der Pegida-Gegner sich zu dem Fakt äußerten, daß sich die Oppositionsbewegung stets klar und deutlich gegen Nazis, Neonazis, Rechtsradikale positionierte. Ebensowenig geht aus den Berichten hervor, ob Vertreter der Pegida-Gegner begründeten, warum im Unterschied zum Fall des Mordes an dem Moslem-Eritreer Khaled nunmehr im Fall des ermordeten Juden Yosi Damari keine Kundgebungen und Demonstrationen organisiert werden. Dies wäre im Vorfeld des bevorstehenden Protestmontags von Pegida eine sehr wichtige Klarstellung gewesen.
PegidaGegenNazis

“Gegen Nazis” –  verschiedene Pegida-Anhänger mit dieser Positionierung bei Kundgebungen und Spaziergängen 2015. Auffällig ist, daß sich weder Politiker noch Mainstream-Medien und Pegida-Gegner zu dieser Anti-Nazi-Positionierung von Pegida äußern. Nicht einmal ein Foto solcher Anti-Nazi-Spruchbänder und Plakate von Pegida wurde bisher im Mainstream veröffentlicht – was Bände spricht. 

Udo Ulfkotte/Kopp-online und die immer wiederkehrenden Medientricks:

 

9.04.2015

Medienhetze gegen Tröglitz: War alles ganz anders?

Udo Ulfkotte

Solange es in Deutschland noch eine Demokratie gab, galt bei strafrechtlichen Ermittlungen für Menschen oder Menschengruppen, gegen die ermittelt wurde, bis zu einem richterlichen Urteil eine Unschuldsvermutung. Die deutsche Lügenpresse scheint davon nichts mehr zu wissen und hetzt stattdessen mit Vorverurteilungen, wie man sie aus dunkelsten Göbbels-Zeiten kennt.

 

Das »Dorf mit düsterer Nazi-Vergangenheit«, »Bruthölle der Fremdenfeinde« oder die »eklige Rassist-Hochburg« sind nur einige der Schlagzeilen, mit denen deutsche Journalisten das kleine Dorf Tröglitz in Sachsen-Anhalt beschreiben. Es gibt jetzt tausende Artikel, in denen die Täter feststehen, bevor die Ermittler ihre Arbeit abgeschlossen oder gar ein Gericht geurteilt hat. Tröglitz wird derzeit weltweit zum Synonym für gewaltbreiten Rechtsextremismus, der auch vor Brandanschlägen nicht zurückschreckt. Da passt es nicht, dass der LKA-Chef Jürgen Schmökel, in der Mitteldeutschen Zeitung wie folgt zitiert wird:

»Gleichzeitig warnte der LKA-Chef davor, die Täter nur im rechtsextremen Milieu zu suchen: ›Wir ermitteln in alle Richtungen.‹ Das Hauptaugenmerk liege zwar bei rechten Tätern, es kann aber überhaupt nicht ausgeschlossen werden, dass eine politische Richtung diskreditiert werden soll.«

Ähnlich wie Schmökel äußerte sich auch der Innenminister Sachsen-Anhalts, Holger Stahlknecht (CDU), und hob hervor, dass »in alle Richtungen« ermittelt werde. Im Gespräch mit dem Berliner Tagesspiegel sagte er:

»Die Polizei blickt nicht nur auf den Rechtsextremismus.«

Sollte also mit dem Brandanschlag in Tröglitz »eine bestimmte politische Richtung diskreditiert werden«? Allein die Spekulationen darüber und die in alle Richtungen offenen Ermittlungen empören die Opposition im Landtag und viele Journalisten.

 

Erinnern Sie sich noch an den toten Asylbewerber in Dresden vom Januar 2015. Unsere Medien wussten sofort, wer es war: Rechtsextremisten und Pegida. In Wahrheithatte ein Asylbewerber den Asylbewerber getötet.

 

Genau dieses Verhalten ist allerdings inzwischen typisch für unsere Leitmedien. Sie lenken die Öffentlichkeit mit vorverurteilenden Propagandaberichten von der Realität ab. Und das immer dreister. Die perfide Struktur dieser Propaganda wurde – wie schon erwähnt ? in Dresden durchschaubar. Als Mitte Januar in Dresden der aus dem afrikanischen Eritrea stammende islamische Asylbewerber Khaled B. im Flüchtlingsheim erstochen aufgefunden wurde, da wussten alle Leitmedien sofort, wo die Täter zu suchen waren. Nicht etwa im Flüchtlingsheim, sondern bei»rechtsgerichteten Deutschen«. Eine ganze Stadt wurde von den deutschen Leitmedien unter Generalverdacht gestellt. Wie jetzt auch wieder in Tröglitz, dem »Dorf der Schande«.

Das Islamische Zentrum Dresden schaffte es mit der absurden Behauptung, der Muslim Khaled B. sei »das erste Pegida-Opfer«, sofort in die ARD-Tagesschau. Die SPD forderte einen »Runden Tisch gegen rechts«. Der SPIEGEL schrieb: »Nun ist Khaled B. tot. Erstochen im vermeintlich sicheren Deutschland.« Sein Freund Hani sei sich inzwischen »zu 99,9 Prozent sicher, dass er von Rechtsradikalen ermordet wurde«.

 

So macht man heute Propaganda. Auch die Berliner taz berichtete sofort über die »rassistischen Angriffe« in Dresden, obwohl die Ermittler nicht den geringsten Hinweis auf eine fremdenfeindliche Tat hatten. Das störte auch all die anderen deutschen Journalisten nicht, welche in Fernsehen, Radio und Zeitungen über jene Demonstrationen und Lichterketten berichteten, welche zugunsten des getöteten Eritreers und gegen den angeblichen latenten Rassismus der Deutschen ins Leben gerufen wurden. In Dresden, Leipzig, Potsdam und Berlin berichteten Journalisten live vonGroßdemonstrationen unter dem Motto »Rache für Khaled – Rassismus tötet«.

 

Genau eine Woche später teilte die Polizei mit, dass der 26 Jahre alte eritreische Rauschgifthändler Hassan S. seinen Landsmann Khaled B. im Streit um Geld erstochen hatte. Es war der Täter Hassan S., der vor den Journalisten im Asylbewerberheim mehrere Tage lang bei Pressekonferenzen Hof gehalten und die Stimmung gezielt gegen Deutsche geschürt hatte. Eine Zeitung fasste das so zusammen:

»Noch am Mittwoch hatte die Polizei keine Anhaltspunkte für eine Fremdeinwirkung erkennen wollen. Dies war weithin auf Kritik gestoßen. Inzwischen wurde auch bekannt, dass zwei Hakenkreuze an die Tür der Wohngemeinschaft des Opfers geschmiert worden waren.«

Die Hakenkreuze hatte Hassan S. – wie man heute weiß ? dort angebracht. Nun muss man wissen, dass die Meldungen über den von deutschen »Rassisten« in Dresden getöteten Asylbewerber Khaled weltweit von jedem Sender aufgegriffen wurden. DieBBC berichtete darüber ebenso wie der US-Sender CNN und das arabische Programm Al Jazeerah. Und wie in solchen Fällen üblich, ist es dort jetzt keine Nachricht wert, dass Khaled von einem Afrikaner getötet wurde.

 

Man kennt die ganze Prozedur ja schon: Bevor überhaupt der Tathergang bekannt oder ein Täter ermittelt ist, werden Angriffe auf Ausländer in deutschen Leitmedien als Taten von Rechtsextremisten dargestellt. Sofort fordern Politiker einen noch stärkeren »Kampf gegen rechts«– auch wenn sich später herausstellt, dass alles ganz anders war.

 

Erinnern Sie sich noch an den 2. Oktober 2000? An jenem Tag gab es einen Brandanschlag auf die Synagoge in Düsseldorf. Sofort wurden Rechtsextremisten als Täter vermutet, Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) rief den »Aufstand der Anständigen« aus. Alle Leitmedien berichteten so, als ob Deutsche die Synagoge angezündet hätten. Und dann ermittelte die Polizei einen 19 Jahre alten Palästinenser und einen 20 Jahre alten Marokkaner als Brandstifter. Das aber verschweigen die Medien bis heute.

 

Erinnern Sie sich noch an den 23. November 2000? Damals berichteten alle Medien über einen Mord im sächsischen Sebnitz. Der sechsjährige Joseph Kantelberg-Abdullah wurde angeblich von brutalen Neonazis im Freibad ertränkt. Sofort gab es Demonstrationen gegen rechts und natürlich Lichterketten. Schließlich kam heraus: Der Junge starb an einem Herzstillstand, er war schwerkrank.

 

Erinnern Sie sich noch an den 3. Februar 2008? Da brannte in Ludwigshafen ein von türkischen Familien bewohntes Haus nieder. Neun Menschen starben. Sofort war in unseren Leitmedien von einem ausländerfeindlichen Brandanschlag die Rede. Das aber war Unsinn – die Staatsanwaltschaft schließt einen Brandanschlag »mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« aus.

 

Erinnern Sie sich noch an den Oktober 2008? In Karow in Mecklenburg-Vorpommern brannte der Imbiss eines Pakistaners ab. Die Wände wurden mit Hakenkreuzen und ausländerfeindlichen Parolen beschmiert. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) sprach von einem ausländerfeindlich motivierten Anschlag. Die Medien verbreiteten das Bild rassistischer Ostdeutscher, welche Ausländer hassen. Die Wahrheit: Im November 2009 musste sich der Pakistaner vor dem Amtsgericht Wismar wegen Brandstiftung vor Gericht verantworten. Kein deutscher Journalist berichtete darüber.

 

Und erinnern Sie sich noch an den 7. November 2009? An der Synagoge in Dresden wurden Hakenkreuzschmierereien entdeckt. Sofort wurde eine rechtsextreme Tat behauptet. Später nahm die Sonderkommission einen Algerier fest, dem sie die Tat anhand von Videoaufnahmen nachweisen konnte. Auch dazu haben unsere Massenmedien geschwiegen.

 

Ach ja: Als feststand, dass der Eritreer Khaled in Dresden von einem Landsmann ermordet worden war, da überlegten die deutschen Innen- und Justizmister für einen Moment allen Ernstes, den Täter vor der offiziellen Bekanntgabe der Ermittlungsergebnisse noch schnell einzudeutschen. Das alles nur, um eine Fassade aufrechterhalten zu können, um sich nicht peinlichen Fragen stellen zu müssen. Es scheiterte an gesetzlichen Bestimmungen. Die Zeit war einfach zu knapp. Auch dazuand sich in unseren »Qualitätsmedien« natürlich kein Wort.

 

Wenn es eines Beweises dafür gebraucht hätte, bei Straftaten in unseren Medien besser niemals irgendeine politische Richtung oder eine Personengruppe vorzuverurteilen, so ist es der Fall »Khaled«. Die Leitmedien skandierten »Rache für Khaled«. Und der Grünen-Politiker Volker Beck zeigte allen Ernstes sofort sogar die Kripo in Dresden an und unterstellte den Beamten, ein Tötungsdelikt verschleiern zu wollen. Die Süddeutsche Zeitung schrieb:

»Seit Khaled B. erstochen aufgefunden wurde, trauen sich seine Mitbewohner nicht mehr allein aus dem Haus. Asylbewerber leben gefährlich in Dresden, beklagt Sachsens Flüchtlingsrat. Es ist ein Klima der Angst, in dem Verständnis für Pegida wichtiger sei als die Sorgen der Flüchtlinge.«

Ironischerweise hatte diese Zeilen der Mörder den Schreiberlingen der Süddeutschen diktiert. DieTagesschau interviewte den Mörder sogar. Das alles allein wäre schon tragisch genug – doch die ganze Absurdität dieser verlogenen Berichterstattung wird erst klar, wenn man die vielen Polizeiberichte aus jenen Tagen liest, in denen in Dresden im Januar 2015 Asylanten deutsche Dresdner überfielen. Hier ein Beispiel aus dem Polizeibericht vom 19. Januar 2015 aus Dresden. Es ist ein wörtlicher Auszug aus dem Polizeibericht:

»In der vergangenen Nacht wurde ein 55-Jähriger an der Leipziger Straße beraubt. Alarmierte Beamte konnten den Täter (26) in der Folge ermitteln und vorläufig festnehmen. Der 55-Jährige lief vom Alexander-Puschkin-Platz kommend, die Leipziger Straße in Richtung Antonstraße entlang.

Kurz vor der Tankstelle kam ein Mann aus einem Haus, querte die Straße und schob den 55-Jährigen in ein Grundstück. Dort schlug er ihm eine Flasche auf den Kopf und drückte ihn zu Boden. Anschließen zog er ihm die Geldbörse sowie eine Kamera aus der Tasche und ging zurück in das Haus auf der anderen Straßenseite.

Alarmierte Polizeibeamte kontrollierten daraufhin das Haus und konnten den mutmaßlichen Räuber feststellen. Die geraubten Gegenstände fanden die Beamten in einem Vorraum. Daraufhin nahmen sie den 26-jährigen libyschen Staatsangehörigen vorläufig fest. Gegen ihn wird nun wegen schweren Raubes ermittelt.«

Verstehen Sie jetzt, warum die Demonstranten von Pegida in Dresden jede Woche »Lügenpresse«rufen, wenn sie Medienvertreter sehen?

 

Hätten Sie gern einen noch drastischeren Fall? Dann fragen Sie Ihre Lokalzeitung doch einmal, warum diese zwar über den getöteten Khaled aus Dresden aber nicht über den im Dezember 2014 in Clarenberg getöteten Deutschen Dirk Wölke (43) berichtete. Die Mordkommission ermittelte imFall des getöteten Deutschen einen 18 Jahre alten Asylbewerber, der erst im November 2014 in die Bundesrepublik gekommen war, um einen Asylantrag zu stellen. Einzig die Ruhr-Nachrichtenberichteten klein über den »Fall«. Danach hatte der Asylbewerber binnen vier Wochen Aufenthalt in Deutschland schon ein gewaltiges Vorstrafenregister. Nur sollte das alles nicht öffentlich bekannt werden, weil es »Vorurteile« schüren könnte.

 

Möglich ist das alles nur, weil die Politik dieses Verhalten vorgibt. Obwohl wir angeblich Presse- und Meinungsfreiheit haben, dürfen bestimmte Dinge nicht berichtet werden. Unsere Lügenpresse berichtet jetzt nur noch über den »braunen Sumpf von Tröglitz«. Ein ganzes Dorf wird vorverurteilt. Es gibt keine Unschuldsvermutung mehr. Und natürlich gibt es »Demonstrationen gegen rechts«.

 

Warum das erstaunlich ist? Im Dezember 2014 äußerte sich der Verfassungsschutz besorgt über die zunehmende Brutalität von Schlägern aus der linken politischen Szene. Allein in Berlin leben 2500 Linksextremisten, rund 1000 von ihnen sind gewalttätig. Sie überfallen vor allem ahnungslose Polizisten und schlagen sie zusammen, berichten die Verfassungsschützer. Ein Berliner CDU-Politiker wollte auch auf diese bedrohliche Lage für Berliner Polizisten aufmerksam machen und formulierte folgenden Antrag für das Bezirksparlament:

»Die Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg erklärt ihre Solidarität mit den Polizisten, welche nur aufgrund ihres Berufsstandes von Linksextremisten (…) angegriffen wurden und werden.«

SPD, Grüne, Linke und Piraten stimmten diesem Antrag im Dezember 2014 erst zu, nachdem das Wort »Linksextremisten« ersatzlos gestrichen worden war. Sie behaupteten, Berliner Polizisten würden schließlich auch von Neonazis angegriffen. Der CDU-Politiker berichtete dann, er habe um Beispiele für rechtsextreme Übergriffe auf die Polizei in Friedrichshain-Kreuzberg gebeten, aber nur Schweigen geerntet.

 

Im Klartext: Die Grünen, die Linke, die SPD und die Piraten brachten es gemeinsam fertig, dass die Urheber der Gewalt von der offiziellen Politik in Friedrichshain-Kreuzberg nicht mehr benannt werden dürfen. So kann man ein großes Problem beseitigen, indem man es einfach ignoriert und leugnet. Wir sind jetzt brutal einseitig. Unsere Journalisten überbieten sich mit Vorverurteilungen, sie hetzen und brandmarken Menschen und Menschengruppen. Kommt Ihnen das aus der deutschen Geschichte nicht irgendwie bekannt vor?

Der falsche Kardinal – ein neoliberales Massenphänomen in Staaten wie Deutschland – Teil des allgemeinen Kulturverlusts: Politiker/Politschauspieler, Manager, Journalisten, Antragsteller aller Art… **

Die bizarr-grotesken Geschichten des “Kardinals” sind keineswegs ein Einzelfall – tagtäglich werden Bewohnern neoliberaler Staaten wie Deutschland derartige “Erfindungen”  vorgesetzt – vor allem von Politikern, Managern, Journalisten. Es reicht, eine Zeitung aufzuschlagen, Radio oder TV anzustellen – und schon wird man mit als Wahrheit, Fakt bezeichneten Geschichten berieselt, die mit der Realität nichts zu tun haben. In den letzten Jahren hat die Zahl “falscher Kardinäle” derart zugenommen, daß sich immer mehr Menschen mit deren Entlarvung befassen, etwa in Bezug auf Manipulations-und Propagandamethoden von Medien. Zumal Lügen, nicht authentisch sein, Rollen spielen wie ein Schauspieler, sich zu verkaufen etc.  sogar als lukrative, karrierefördernde Verhaltensweise ganz offen gepriesen, in Kursen gelehrt wird. Insofern dürften den allermeisten Deutschen solche “falschen Kardinale” auch persönlich bestens bekannt sein.  Anschauungsmaterial liefern zudem die von vielen weltbekannten Personen verbreiteten Vorwände für Kriege, ob Vietnamkrieg oder Irakkrieg. 

Zu den Kuriositäten im Deutschland von heute zählt, daß immer noch manche Bürger meinen, was Politiker öffentlich sagen und verbreiten lassen, sei identisch mit dem, was sie tatsächlich denken und vorhaben.

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/03/25/der-falsche-kardinal-das-spiegel-video-anklicken/

Peter Scholl-Latour: “Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung. Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt.”(Telepolis)

Brasiliens führende Wirtschaftszeitung “Valor economico” über lügende Top-Manager:”Studie über 330 Top-Manager zeigt, daß Entscheider die Angestellten, Kunden und sogar die Regierung anlügen.” Top-Entscheider-Sprüche werden weltweit fast problemlos in die Medien durchgeschaltet – mit bekanntem Ergebnis. **

 “Os dirigentes brasileiros mentem.”

Laut Valor economico haben die Top-Manager eingeräumt, daß in ihren Unternehmen das Lügen gängig sei – in Angelegenheiten, die Angestellte, Zulieferer, Partner und sogar die Regierung betreffen. “Sie sagen eine Sache, und tun etwas ganz anderes.” 74 Prozent hätten zugegeben, daß der offizielle Diskurs das Gegenteil von dem sei, was in der Praxis geschehe. In den brasilianischen Unternehmen sei Autoritarismus vorherrschend. Von demokratischer Führung zu reden, sei eine große Lüge. Unter Top-Managern jemanden “Amigo” zu nennen, bedeute garnichts, da hinter dessen Rücken” jeder mit dem Messer auf diesen einsticht”. Klassischer Fall sei, daß der Manager etwas abstreite, was er tatsächlich gesagt habe. 

“Valor economico” berichtete ausführlich über den Fall des UBS-Managers Kweku Adoboli, der der Schweizer Bank einen Schaden von 2,3 Milliarden Dollar verursacht habe. Der Fall Adoboli sei die Geschichte eines stolzen jungen Mannes, der seine Kollegen angelogen habe.

“Identitätsmanagement – das neoliberale Selbst.” Frankfurter Allgemeine Zeitung. ” Längst herrscht der Zwang, Körper und Seele entsprechend den Anforderungen des Marktes zu gestalten.” Demokratiebegriff heute. Mit welchen extrem artifiziellen Figuren man heute im Berufsleben zwangsläufig konfrontiert ist(In Politik und Journaille besonders abstoßend) . **

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/ueberwachung/identitaetsmanagement-das-neoliberale-selbst-12574151.html

 Die Zersplitterung des neoliberalen Selbst beginnt in dem Moment, da eine handelnde Person erkennt, dass sie nicht bloß Studentin oder Angestellte ist – sondern zugleich ein Produkt, das verkauft werden muss; eine wandelnde Reklame; ein Verwalter des eigenen Lebenslaufs; und der Entrepreneur der eigenen Möglichkeiten. Er oder sie muss damit zurechtkommen, gleichzeitig Subjekt, Objekt und Zuschauer zu sein. Sie ist gleichzeitig das Geschäft, der Rohstoff, das Produkt und der Kunde des eigenen Lebens. Sie ist ein Haufen von Werten, die investiert, betreut, verwaltet und entwickelt werden wollen; sie ist zugleich aber auch eine Ansammlung von Risiken, die ausgelagert und minimiert werden müssen und gegen die man wetten kann. Sie ist beides, der Star und das entzückte Publikum der eigenen Vorstellung. Es geht hier nicht um Masken, die man mühelos ausprobieren könnte. Es geht um Rollen, die ständig verstärkt und reglementiert werden müssen. Foucault hat darauf hingewiesen, dass das neoliberale Selbst die Grenze zwischen Produktion und Konsum verwischt. Weiterhin gibt es keine vorgegebenen Hierarchien und festen Handlungsmuster, es gibt für jeden nur ein ständig wechselndes Rollenverzeichnis, das sich nach den Erfordernissen des Moments richtet. Den größtmöglichen Nutzen erwirtschaftet die handelnde Person, wenn sie sich als in jeder denkbaren Hinsicht absolut flexibel zeigt.(FAZ)

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/05/05/ukraine-2014-die-manipulations-und-propagandamethoden-deutscher-medien-und-westlicher-politiker-deutsche-medienkonsumenten-weisen-auf-gangige-methoden-der-letzten-monate/

https://propagandaschau.wordpress.com/

http://www.publikumskonferenz.de/forum/

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/10/14/gekaufte-journalisten-udo-ulfkotte-otto-normalverbraucher-macht-sich-keinen-begriff-wie-deutschlands-medienqualitat-von-interessierter-seite-weiter-zugig-abgesenkt-wird/

SPD-Politiker Andreas von Bülow:” In den Industriestaaten, deren Bevölkerung die Komplexität der Lebensverhältnisse kaum noch durchschaut, lassen sich  mit dem Instrumentarium der manipulierten Demokratie inzwischen Ergebnisse erreichen, die denen einer Diktatur in nichts nachstehen. Mit dem fernsehträchtigen Kandidaten im Schaufenster, einer wirtschaftlich und finanziell manipulierten Presse in der Hinterhand und dem geschickten Einsatz von Brot und Spielen, heute tititainment genannt, können die phantastischsten Kombinationen erreicht werden.”

 

 

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 Sao Paulo. “Die Wahrheit ist, daß du jeden Tag lügst.”

 

 

Der falsche Kardinal – das Spiegel-Video 2015, anklicken. “Ich kenne Brasilien sehr gut, habe zusammen mit der jetzigen Staatspräsidentin Dilma Rousseff während der Militärdiktatur vier Jahre im Gefängnis gesessen, das hat mich geprägt.” **

Spiegel-Video, anklicken:

http://video.spiegel.de/flash/21/14/1564112_1024x576_H264_HQ.mp4

SpiegelAbspann15

Brasilien: Polizei nimmt in Sao Paulo falschen Kardinal aus Deutschland fest. “Kardinal Andreas von Hohenzollern-Sigmaringen” sagte im Website-Exklusiv-Interview, er habe mit der heutigen brasilianischen Staatschefin Dilma Rousseff vier Jahre im Gefängnis der Diktatur gesessen. “Falso Cardeal” bereits 2004 in Brasilien festgenommen und nach Deutschland deportiert, laut Landesmedien. **

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Laut brasilianischer Bundespolizei handelt es sich um den Deutschen Wolfgang Schuler, 66 – er werde demnächst nach Deutschland deportiert. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2015/01/29/falscher-kardinal-jetzt-sogar-in-wuerzburg-deutsche-justiz-schliesst-die-augen-wie-im-falle-der-islamisten/

http://sao-paulo.estadao.com.br/noticias/geral,falso-cardeal-e-detido-em-evento-do-dia-da-consciencia-negra,1595694

 http://g1.globo.com/sao-paulo/noticia/2014/11/falso-cardeal-e-detido-durante-manifestacao-na-avenida-paulista.html

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“Kardinal Andreas von Hohenzollern-Sigmaringen” vorm Website-Gespräch:

 “Kardinal Andreas von Hohenzollern-Sigmaringen – in den nächsten Tagen löse ich hier Kardinal Odilo Scherer ab, Sie werdens in der Zeitung lesen. Ich kenne Brasilien sehr gut, habe zusammen mit der jetzigen Staatspräsidentin Dilma Rousseff während der Militärdiktatur vier Jahre im Gefängnis gesessen, das hat mich geprägt. Papst Franziskus hat mich jetzt hierhergesandt, mir den jüngsten Bischof unserer Kirche, einen 33-jährigen Haitianer, als Assistenten  zur Seite gestellt. Er soll mir in der Erzdiözese Sao Paulo bei meinen Kardinalsaufgaben helfen. Die Haitianer sind Kannibalen!“

 http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/s-o-paulo-falscher-deutscher-kardinal-in-brasilien-festgenommen-13284519.html

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Kirche in Brasilien – Texte: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/05/brasilien-%E2%80%93-kirche-und-gesellschaft-sammelbandtexte/

Hintergrund:

Der falsche Kardinal aus Deutschland – zum fünften Mal in Brasilien festgenommen

Bombastische Erklärungen:“Ich löse den Kardinal von Sao Paulo ab, bin in ständigem Kontakt mit Papst Franziskus.“

Kaum zu fassen – Sao Paulos deutschstämmiger Kardinal Odilo Scherer warnt seit Wochen in Rundschreiben an Diözesen und Gemeinden vor ihm, aktiviert die Polizei – und dann kommt der Gesuchte in Sao Paulo  mitten in einer Schwarzen-Kundgebung auf einen zugeschritten! Den anderen Deutschen unter den Protestlern hat er rasch erblickt, stellt sich höflich vor:“Kardinal Andreas von Hohenzollern-Siegmaringen – in den nächsten Tagen löse ich hier Scherer ab, Sie werdens in der Zeitung lesen.“ In vorgetäuschter weißer Vatikan-Tunika, Bibel und andere Werke in der Hand, sucht und findet er leicht Kontakt zu den am Nationalfeiertag des schwarzen Bewußtseins versammelten Dunkelhäutigen, spricht ihnen leutselig Mut zu, äußert tiefstes Verständnis für deren politische Anliegen, den Kampf gegen Rassismus. Er spart nicht mit Staunenswertem, das zuvor bei Gläubigen in katholischen Kirchen des Teilstaates seine Wirkung nicht verfehlte:“Ich kenne Brasilien sehr gut, habe zusammen mit der jetzigen Staatspräsidentin Dilma Rousseff während der Militärdiktatur vier Jahre im Gefängnis gesessen, das hat mich geprägt.“ Aber es kommt noch besser:“Papst Franziskus hat mich jetzt hierhergesandt, mir den jüngsten Bischof unserer Kirche, einen 33-jährigen Haitianer, als Assistenten  zur Seite gestellt. Er soll mir in der Erzdiözese Sao Paulo bei meinen Kardinalsaufgaben helfen.“Dann folgt ein bizarrer Diskurs über Geschichte und aktuelle Lage von Haiti, das er sehr gut kenne. Wie stets bei jedem Thema – eine schockierend-bestürzende Pointe:“Die Haitianer sind Kannibalen!“

„Kardinal Andreas von Hohenzollern-Siegmaringen“ hat an diesem Nationalfeiertag schon einiges hinter sich. Am frühen Morgen zirkuliert er am famosen Morumbi-Fußballstadion Sao Paulos unter Menschenmassen, wird von Polizisten erkannt, festgenommen, auf einer Wache vernommen. Die Beamten sind kurioserweise nicht in der Lage, in den dreisten Lügen und Vortäuschungen ein Delikt zu erkennen, lassen ihn bald wieder laufen. Doch am zweiten Auftrittsort, der Schwarzenkundgebung, geht es schief – einige aufgeweckte, kräftig politisierte Menschenrechtsaktivisten durchschauen den Schwindel, rufen Polizisten. Bei der folgenden Vernehmung ist auch Presse dabei – warum immer andere Namen, will man wissen. Vor Jahren Wolfgang Schuler, jetzt gemäß vorgelegten Dokumenten Christian Limley – doch in Wahrheit, darauf besteht der „Kardinal“, sei er tatsächlich Andreas von Hohenzollern-Siegmaringen. Brasiliens Geheimdienst ABIN kenne alle Zusammenhänge. Mit Freilassung ist diesmal nichts – nun ist er im Gewahrsam der Bundespolizei – nicht zum ersten Mal. Besonders lang ist sein Sündenregister im nordöstlichen Teilstaat Bahia. Dort stellt er sich als polnischer Erzbischof vor,  zelebriert sogar Gottesdienste, logiert sich erfolgreich in Klöstern ein – bis er 2004 enttarnt, festgenommen, nach Deutschland abgeschoben wird. Doch 2007 ist er wieder da, trinkt gar Kaffee mit Ordensschwestern Bahias – erst drei Jahre später wird er erneut geschnappt, deportiert. Ob damals oder jetzt – stets bekommt man von Gläubigen, die mit ihm beteten, ihn gar Gottesdienste zelebrieren sahen, zur Antwort:“Der schien so einfühlsam, wir haben ihm geglaubt, gar Widmungen in religiöse Werke schreiben lassen.“

Sao Paulos Kardinal Erzbischof Odilo Scherer kommt aus dem Staunen nicht heraus:“Dieser Mann gab sich hier in der Region zuletzt sogar als Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode aus, zudem als Mönch, als Vatikan-Abgesandter!“

Laut Bundespolizei wird er  nach Deutschland deportiert.

Lateinamerikas Landplage – die falschen Padres(Hintergrundtext von 2014)

Raub, Überfälle, Betrug

Brasilien und Mexiko besonders betroffen

Falsche Sektenpastoren sogar wegen Vergewaltigung in Haft

In lateinamerikanischen Ländern wird jährlich die Glaubwürdigkeitsrate von Institutionen des Staates und der Gesellschaft ermittelt – sehr häufig erringt die katholische Kirche den Spitzenplatz. Das machen sich besonders in den von hoher Gewaltkriminalität und tiefverwurzelter Korruption gezeichneten Staaten wie Brasilien und Mexiko zigtausende Gauner und Gangster zunutze, um als „Scharlatane der Religion“ sogar schwerste Straftaten zu begehen. Als hätten Bischofskonferenz, Diözesen und Gemeinden nichts besseres zu tun, müssen sie die Öffentlichkeit permanent vor ganzen Banden falscher Priester und deren neuesten Tricks warnen. Als kürzlich der falsche Kardinal „Andreas von Hohenzollern-Sigmaringen“ aus Deutschland just in Sao Paulo festgenommen wird, erinnern sich ungezählte Brasilianer eigener Erlebnisse:  In der Stadt Tieté bei Sao Paulo läßt die 83-jährige Irene Simonetti erst kürzlich im November einen vermeintlichen Priester ins Haus, damit er ihre Habseligkeiten segne, darunter den Familienschmuck. Der als höchst vertrauenerweckend beschriebene Mann bittet um ein Glas Wasser – als Senhora Simonetti es ihm im Wohnzimmer dankbar kredenzen will, sind Scharlatan und Schmuck weg – in mindestens 30 Städten des Teilstaats verlieren Gläubige auf ähnliche Weise, teils sogar durch brutale Gewalt, zudem erkleckliche Geldsummen und Wertgegenstände. Die selben Tricks funktionieren im tiefen Süden Brasiliens ebenso wie in den nördlichen Weiten Amazoniens, sogar im von deutschen Einwanderern geprägten Blumenau – gerade jetzt, vor Weihnachten, bitten „falsos padres“ zudem um möglichst üppige Spenden für Altenheime, die ganze kirchliche Sozialarbeit, stellen sich nur zu oft äußerst geschickt an:“Er muß unsere Familie monatelang studiert, ausgeforscht  haben, wußte von unserer tiefen Religiosität, allen Details unseres kirchlichen Engagements – wir haben ihn hereingelassen, alles Geld und Schmuck sind futsch! Wie konnten wir nur so blöd sein“, klagt Marcos Santini in Manaus. Meister-Scharlatane nehmen sogar die Beichte ab, zelebrieren Gottesdienste, Hochzeiten und Taufen. Nicht wenige Brasilianer der betuchten Schichten finden es schick, wenn ein Padre die Trauung zuhause in der Villa oder im luxuriösen Landhaus des Großgrundbesitzes vollzieht – böses Erwachen, wenn der Dreh herauskommt und zum Gespött der Leute sozusagen zum zweitenmal geheiratet werden muß. Wird ein Scharlatan gefaßt, sind ihm gewöhnlich um die drei Jahre Haft sicher.

In Mexiko die ähnliche Landplage – von der Bischofskonferenz wird die Zahl herumziehender falscher Priester auf bis zu 10000 geschätzt.

Viel übler betroffen sind indessen die evangelikalen Sektenkirchen Lateinamerikas – neben Raub fällt die hohe Zahl von Vergewaltigungen ins Auge. 2014 wird bei Rio de Janeiro „Pastor“ Edilson Ferreira von der „Universalkirche“ gefaßt – in seinem Haus hatte er Raubgut im Wert von umgerechnet fast einer Million Euro versteckt, sein Vorstrafenregister ist lang. „Pastor“ Reginaldo dos Santos verging sich in Rio de Janeiro an mindestens 14 Mädchen sexuell – worauf das Gericht ihn zu 78 Jahren verurteilte.

Brasilien – Daten, Statistiken:http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

 

 

Dieser Beitrag wurde am Donnerstag, 09. April 2015 um 15:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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