Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasiliens Preissteigerungskultur 2014 – Kritik vom Tourismusminister. “Unternehmer müssen der Versuchung widerstehen, durch Preisanhebungen kurzfristig hohe Gewinne zu machen.” Offiziell 63 Morde im Januar 2014 in Hauptstadt Brasilia.

Andernfalls kehre der Tourist nicht zurück. Gerade in der jetzigen Hochsommerperiode werden selbst in Supermärkten, Läden an der Ecke für simple Produkte Horrorpreise verlangt, von den Stränden, Strandregionen ganz zu schweigen. Die Landesmedien nennen täglich u.a. neue Beispiele aus Rio de Janeiro. Ein beträchtlicher Teil der nationalen Mittelschicht zieht es daher vor, weitaus kostengünstiger in der Ersten Welt Urlaub zu machen – was zum starken Anstieg des brasilianischen Leistungsbilanzdefizits beigetragen hat. Bemerkenswert ist, für wie viele Waren der Durchschnittsbrasilianer mit weit geringerem Einkommen viel mehr ausgeben muß als beispielsweise ein Deutscher. 

Brasilianische Mittelschichtler reisen zudem bevorzugt in mitteleuropäische Länder wegen der – noch – hohen persönlichen Sicherheit.

Morde an Touristen in Brasilien:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/31/brasiliens-gewaltkultur-wieder-touristen-in-rio-de-janeiro-durch-banditenschusse-verwundet-diesmal-zwei-portugiesen/

In Bahia ermordeter Steffen Neubert:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/10/07/brasilien-wo-man-den-2012-in-bahia-ermordeten-deutschen-touristen-steffen-neubert-in-einem-nummerngrab-beerdigte-friedhof-neben-einem-gewaltgepragten-elendsviertel-von-ilheus-wo-neubert-liegt/

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Bürgerfreiheiten und Protestpotential:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/brasiliens-burgerfreiheiten-uber-8o-prozent-veranderten-wegen-zunehmender-gewalt-und-kriminalitat-die-lebensgewohnheiten-54-prozent-verlassen-nachts-nicht-mehr-das-haus-laut-neuer-studie/

http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/30/fusball-wm-2014-in-brasilien-aufschlusreiche-reisewarnungen-der-deutschen-regierung/

Mittelalterliche Lepra im WM-Land:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/14/brasilien-weiter-mittelalterliche-lepra-im-land-der-fusball-wm-die-neuesten-offiziellen-daten-2014/

Die andere Sicht – deutschsprachige Medienpropaganda: 

”Das Leben in Brasilien ist leicht und unbeschwert. Probieren Sie es selbst.”

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Ausriß, Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo, Januar 2014 über Briefträger und Postzustellung in Millionenstadt Campinas bei Sao Paulo. “2013 verdoppelten sich Überfälle auf Briefträger in Campinas – Welle der Kriminalität in der Stadt.” In Sao Paulo selbst werden seit Jahren Briefträger in bestimmten Stadtbereichen von Bewaffneten eskortiert.

Zahllose Mörder auf freiem Fuß:  http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/10/brasilien-stark-wachsende-zahl-von-mordern-auf-freiem-fus-fur-neue-verbrechen-nur-acht-prozent-der-morde-werden-aufgeklart-laut-studie/

Vergewaltigungen: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/04/11/brasilien-14-jahrige-schulerin-durch-funf-brasilianer-vergewaltigt-laut-polizei-tatort-im-nordosten-wo-vergewaltigungen-ebenfalls-wie-in-rio-de-janeiro-alltaglich-sind/

Bewaffnete Kinder:  http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/22/brasiliens-kindersoldaten-junge-kinder-mit-waffen-die-einfach-anderre-kinder-erschossen-haben-die-sie-gerade-mal-schief-angeschaut-habenlesermail/

Nicht zufällig wäre Edward Snowden sehr schlecht beraten, ausgerechnet aus Moskau in das extrem gefährliche Brasilien überzuwechseln.

Gefangenenseelsorger Valdir Joao Silveira, Leiter der nationalen bischöflichen Gefangenenpastoral zu Risiken für “Unbequeme”:  Nicht resozialisierte, animalisierte Häftlinge werden nach der Freilassung meist sofort rückfällig, viele sterben bei Schießereien mit der Polizei.  „Die jetzige Gefängnispolitik erhöht Gewalt und Kriminalität in Brasilien – viele Verbrechen werden in der Haft geplant!“

Wie erträgt der Seelsorger diese seelische Belastung? „Unmöglich, das alles zu verkraften – manchmal fühle ich mich selber psychisch gestört.“ Zumal sein Lebensrisiko wächst. „Ich erfahre tagtäglich, was ich nicht wissen soll – Angst habe ich daher vor der Polizei.“

In Brasilien beseitigt man Unbequeme auch durch vorgetäuschte Verkehrsunglücke, Raubüberfälle. „Daher gehe ich stets in Gruppen, übernachte im Haus des Bischofs.“

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Beim derzeitigen Deutschlandjahr in Brasilien sind u.a. Menschenrechtsprobleme, aber auch die Bonner Zusammenarbeit mit der Militärdiktatur,  ausgeklammert.

 http://www.hart-brasilientexte.de/2013/05/17/brasilien-historischer-besuch-des-deutschen-bundesprasidenten-joachim-gauck-im-tropenland-trotz-gravierender-menschenrechtslage-folter-todesschwadronen-gefangnis-horror-sklavenarbeit-etc-b/

Dieser Beitrag wurde am Freitag, 31. Januar 2014 um 12:06 Uhr veröffentlicht und wurde unter der Kategorie Kultur, Politik abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS-Feed verfolgen.

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