http://veja.abril.com.br/noticia/brasil/principais-provas-da-tragedia-foram-retiradas-da-boate-kiss
Auch die Computer der Geschäftsleitung seien verschwunden.
Os peritos que foram à boate Kiss horas depois do incêndio que matou 231 pessoas, no domingo, voltaram sem os principais elementos capazes de detalhar a mecânica da tragédia em Santa Maria. A casa noturna tinha câmeras em quase todos os ambientes, mas nenhum dos equipamentos foi encontrado – apesar de os fios, muitos deles intactos, estarem no local. Os computadores que registravam a contabilidade, consumo de frequentadores e o total de pagantes também sumiram. Segundo a promotora Waleska Agostini, a suspeita é de essas provas tenham sido removidas no intervalo entre a morte dos jovens e o início do trabalho de perícia. „Havia a fiação, mas as câmeras e as imagens sumiram“, disse Waleska. (Veja)
Wie üblich bei solchen Tragödien in Brasilien, stellt sich rasch heraus, daß zwar detaillierte Gesetze zur Verhinderung solcher Katastrophen existieren, diese Gesetze aus zumeist soziokulturellen Gründen jedoch weder eingehalten noch kontrolliert werden. Zudem werden nicht selten auch internationale Vorschriften de facto außer Kraft gesetzt. Als entsprechend hohl werden von den Landesmedien daher die nach Tragödien üblichen Politikersprüche empfunden.
Politisch unkorrekt reflektieren die brasilianischen Qualitätsmedien und deren Leser derzeit intensiv über die soziokulturellen Hintergründe der Tragödie von Santa Maria. „Tragödie – sind wir alle schuld?“ O Globo
„Nationale Kultur der Nachlässigkeit, Gesetzesmißachtung und Korruption.“
Wie üblich, haben die brasilianischen Medien über den Brand im Nachtclub von Santa Maria vor allem bei den Fakten völlig anders berichtet als Medien beispielsweise in Mitteleuropa – die Darstellungsunterschiede sind teilweise absurd und befremdlich, möglicherweise liegen zudem zahlreiche Übersetzungsfehler vor.
Vor dem Hintergrund der vielen fröhlichen Vorkarnevalsfeste, Umzüge und Feiern der Sambaschulen direkt nach der Katastrophe am selben Tag, dem Sonntag, schrieb die deutsche Bild-Zeitung: „Ein Land steht unter Schock.“
“Die Blutbäder des Marktes” – Brasiliens Kolumnist und Filmemacher Arnaldo Jabor 2013: http://www.hart-brasilientexte.de/2013/01/29/brasilien-die-blutbader-des-marktes-kolumnist-und-filmemacher-arnaldo-jabor/
Katastrophenprävention in Brasilien – keine Freigabe versprochener Mittel: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/23/teresopolis-besonders-von-der-hausgemachten-umweltkatastrophe-verwustet-prafekt-aus-lulas-arbeiterpartei-und-auch-noch-mitglied-einer-evangelikalen-sekte/
Internationale und nationale Verkehrsvorschriften – und die Praxis, die sehr viele Todesopfer fordert:
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Wie hier, am Flughafen Congonhas in Sao Paulo, nutzen Motorradfahrer den Raum zwischen den Autos als eigene Spur – das Unfallrisiko ist sehr hoch, täglich sterben in Sao Paulo deshalb mindestens drei Motorradfahrer. Fast jeder Stadtbewohner hat bereits mehrfach gesehen, wie Motorradfahrer in dem engen Zwischenraum mit PKW kollidierten, stürzten und überfahren wurden. Seit Motorradfahrer sich nicht mehr an die Überholvorschriften zu halten brauchen, sind die Unfallzahlen enorm in die Höhe geschnellt. 2010 wurden in Brasilien 13452 bei Unfällen getötete Motorradfahrer registriert, 2012 wird mit einer weit höheren Zahl gerechnet. Die sozialen Kosten sind für das Land immens. Weltweit ist nur in Paraguay die Todesrate für Motorradfahrer höher, laut Statistiken.

« Brasilien, die Tragödie von Santa Maria 2013, YouTube-Videos, Fotos. Ein Fall gigantischer bewußter Fahrlässigkeit. Kleiner Deckenbrand setzte extrem giftige Gase frei, die den Tod der Nachtclubbesucher bewirkten. Wichtigste Beweismittel verschwunden… – Brasilien, die Nachtclub-Tragödie, mindestens 234 Tote: Kongreßabgeordneter Paulo Pimenta der Arbeiterpartei PT, der aus Santa Maria stammt, wird in brasilianischen Internetbotschaften als wahrer Besitzer des Nachtclubs bezeichnet. Beweise liegen nicht vor. »
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