Im Landesdurchschnitt seien es 3,3 Prozent, im Teilstaat Amazonas sogar 8,8 Prozent, in Roraima 8,3 Prozent, in Acre 8,2 Prozent.
Adveniat-Gottesdienst:
Tags: , Brasiliens Bildungswesen, Headhunter Heldrick & Struggles
Laut einer Studie der Headhunter-Consultingfirma Heldrick & Struggles geraten Brasiliens Studenten wegen der schlechten Schulausbildung ins Hintertreffen:”Eine schwache Grundschulbildung führt zu einer armseligen Mittelschulbildung und zu einer nur leidlichen Hochschulbildung.”
“Deutschland und Brasilien sind erfolgreiche Forschernationen.” Universität Münster
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,446410,00.html
Protest gegen schlechtes Bildungssystem, Sao Paulo 2011.
Pedro Herz, jüdischer Besitzer der größten brasilianischen Buchkaufhauskette “Livraria Cultura” bedrückt 2011, daß der größte Teil der Brasilianer wegen des immer schlechteren Schulsystems garnicht verstehe, was er lese. “Die Leute könnten nicht mal einen kleinen Text lesen und wiedergeben, kapieren den Text nicht – und das ist grauenhaft.” Der Kulturverlust, die Medienkrise schreite fort – ob in Brasilien oder im Rest der Welt. “Alle träumen von der erlebten Vergangenheit, weil das Heute reizlos, enttäuschend ist.”
Wie es hieß, dürfen die vier Agrargifte vorerst nicht mehr von Flugzeugen versprüht werden – Brasilien hat eine sehr große Flotte von Sprühflugzeugen, die entsprechend große Umwelt-und Gesundheitsschäden anrichten.

Naturschutz – zügig abgeschafft von den politisch-wirtschaftlich Verantwortlichen, Bundesnaturschutzgesetz offensichtlich fast außer Kraft.
Im Teilstaat Rio de Janeiro liegt auch das Pleite-Stahlwerk von ThyssenKrupp. Ex-Zentralbankchef Arminio Fraga sprach gegenüber der Landespresse von „Rezession“.
Deutsches Auswärtiges Amt:
“Die brasilianische Wirtschaft befindet sich in einem allgemein guten Zustand. Hohe Wachstumsraten, Rekorde bei Außenhandel, Investitionen und Beschäftigungszuwachs erhöhen das wirtschaftspolitische Interesse an Brasilien. Für 2012 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 3-3,5% (2011: 2,8%) BIP-Anteil gerechnet.”
Freitag, 03. August 2012 von Klaus Hart **
Wie die Wirtschaftszeitschrift betont, begann das Desaster bereits mit der Auswahl des Standorts, einem Sumpf. Dort die Grundpfeiler zu setzen, sei so entsetzlich schwierig gewesen, daß zeitweise ein Viertel aller dafür in ganz Brasilien existierenden technischen Gerätschaften vor Ort war. “Dies ist das Resümee der Geschichte von CSA – das Stahlwerk wurde im Schlamm geboren – und danach kam das Chaos.” Inzwischen habe ThyssenKrupp die Banken Goldman Sachs und Morgan Stanley kontraktiert, damit diese einen Käufer fänden. Bis heute funktioniere das Stahlwerk nur teilweise – und mache Verlust. 40 Zulieferer sagten, bisher von ThyssenKrupp nicht bezahlt worden zu sein – das Unternehmen wolle sich dazu nicht äußern. “ThyssenKrupp entsandte nach Brasilien zwei Dutzend europäische Manager, um das Projekt im Sumpf voranzubringen.” Luiz Inacio Lula da Silva habe das Stahlwerk 2010 eingeweiht.

NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf der Super-Baustelle von ThyssenKrupp in Rio de Janeiro: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/23/thyssenkrupp-rio-de-janeiro-wichtige-investition-starkt-auch-den-industriestandort-nordrhein-westfalennrw-ministerprasident-dr-jurgen-ruttgers/
http://exame.abril.com.br/brasil/saude/noticias/brasil-tem-mais-cirurgioes-plasticos-do-que-os-eua
Hintergrund: http://www.bpb.de/themen/AG8OHL,0,Brasiliens_Widerspr%FCche.html
Adveniat-Gottesdienst:
Tags: , Brasiliens öffentliches Gesundheitswesen, Kardinal Odilo Scherer, Lula, SUS
“Da sein, wo gelitten wird”: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1624771/
Wie Kardinal Scherer gegenüber der Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” sagte, sei Brasiliens öffentliches Gesundheitswesen weit davon entfernt, die Grundanforderungen zu erfüllen. Die Lage sei sehr ernst und treffe vor allem die Armen. Selbst vom Gesundheitsministerium sei das öffentliche Gesundheitswesen sehr schlecht eingestuft worden, habe von maximal 10 Punkten nur 5,4 erhalten, werde zunehmend kommerzialisiert, Drittfirmen ausgeliefert.
Die diesjährige Brüderlichkeitskampagne der katholischen Kirche Brasiliens ist dem Gesundheitswesen gewidmet.
Material anklicken: http://www.portalkairos.net/campanhadafraternidade/default.asp
http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Während Brasiliens führende Qualitätszeitungen auf den 2005 erlittenen Schlaganfall sowie auf eine jüngste Lungeninfektion verweisen, ist lediglich in der kleinen Online-Zeitung „Jornal do Brasil“ zu lesen, daß Cragun Aids gehabt habe: „Es gab eine Unverträglichkeit zwischen den Medikamenten des Cocktails und einem Mittel gegen Krämpfe. Der Tänzer starb an einer Blutvergiftung und Atemproblemen.“
In vielen deutschen Medien hieß es zur Todesursache: „Er erlag am Montag den Folgen seiner Aids-Erkrankung in einer Klinik in Rio de Janeiro, wie die brasilianische Zeitung «Jornal do Brasil» berichtete.“
Nach Angaben seines langjährigen Partners Roberto de Oliveira verlor Cragun als Folge des Schlaganfalls etwa 14 Prozent des Gehirns. Dies führte u.a. zu Gedächtnisproblemen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Cragun

Richard Cragun beim Website-Interview in seinem Haus in Rio de Janeiro.
Laut Qualitätszeitung “O Globo” war Cragun zuletzt mit der früheren Balett-Tänzerin und Tanzlehrerin Rosalia Verlangieri verheiratet.
Mit welchem kulturellen Umfeld Richard Cragun konfrontiert war, das ihn tagtäglich auch psychisch stark belastete – Brasilien auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung nur Platz 84 – die entsetzliche Gewaltkultur von Rio de Janeiro, siehe Website-Fotoserie „Rio+20. Brasiliens Zeitungen, brasilianischer Fotojournalismus“: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
Rio de Janeiros Scheiterhaufen: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/
Zur Todesursache hieß es in den Landesmedien, Cragun habe 2005 einen Schlaganfall erlitten und zuletzt eine Lungeninfektion, lag deshalb im Hospital.
Brasilianischer Choreograph Roberto de Oliveira in der Qualitätszeitung „O Globo“ 2010: „Oliveira glaubt, daß es `Verfolgung`durch Tanzkompanien gab, die von der Präfektur subventioniert wurden, sowie `Ausländerfeindlichkeit`gegen Cragun.“
Cragun gegenüber „O Globo“: „Ich glaube, es gab Vorurteile gegen DeAnima.“
Laut „O Globo“ war Cragun zuletzt mit der früheren Ballett-Tänzerin und Tanzlehrerin Rosalia Verlangieri verheiratet, nannte seine finanzielle Situation „fürchterlich“ und lebte seit 2010 im Rio-Stadtteil Botafogo in einer Zwei-Zimmer-Mietwohnung. „Ich wohne mitten in Kisten, es ist alles eingepackt.“ Da könnte sich die Frage aufdrängen, warum Bekannte, Freunde, Ex-Kollegen aus dem Stuttgarter Umfeld nicht die Initiative ergriffen und den gesundheitlich angeschlagenen Cragun aus dieser mißlichen Lage befreiten, ihn beispielsweise nach Deutschland zurückholten.
„Cragun pensa em incluir a historia de sua bisexualidade numa autobiografia.“
“ Cragun tanzte mehr als 30 Jahre für das Stuttgarter Ballett.“ SWR
Craguns Todesursache: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/07/welt-ballettstar-richard-cragun-gestorben-die-todesursache/
Die Nachrufe auf Richard Cragun im deutschsprachigen Mainstream sind banal, wirken nur zu oft wie lästige Pflichtübungen, folgen den heutigen Berichterstattungsvorschriften, scheinheiliger politischer Korrektheit – werden diesem außerordentlichen Menschen nicht gerecht.Auffällig, daß Zitate von Richard Cragun fehlen – hatte sich niemand die Mühe gemacht, mit ihm zu sprechen, seine Reflexionen, Gefühle, Wertungen zu erfahren?
Hintergrund:
Brasilien und Ballett: Richard Cragun inszeniert 2011 in Sao Paulo “Legend”, von John Cranko. **
Tags: Legend, Richard Cragun, Sao Paulo, Teatro Alfa
Video anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=xvBKHW2eCkE
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/06/08/richard-cragun-tanzer-ballettdirektor-rio-de-janeiro/

Richard Cragun beim Website-Interview in Rio de Janeiro: „Ich habe den Fehler gemacht, in Santa Teresa ein Haus zu kaufen – hier ist es viel zu gefährlich.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Cragun
Nachruf in TV Globo:


http://veja.abril.com.br/vejarj/200202/danca.html
Richard Cragun – gefeiert mit dem Stuttgarter Ballett in Sao Paulo. (Programmheft)
http://divulgandotap.wordpress.com/2012/08/06/richard-cragun-1944-2012/
http://exame.abril.com.br/economia/noticias/mecado-reduz-pib-de-2012-para-1-85-preve-selic-a-7-25-2
PETROBRAS mit hohen Verlusten: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/08/04/brasiliens-vielbejubelter-olkonzern-petrobras-macht-erstmals-seit-1999-unter-neuer-fuhrungmaria-foster-hohe-verluste-wirtschaftspolitik-unter-dilma-rousseff/
Tags: Brasiliens Wirtschaftslage 2012
2011 lag Brasiliens Wachstum laut offiziellen Angaben bei 2,7 Prozent, das von Deutschland bei 3 Prozent. Der jetzt für Brasiliens Wirtschaft eingeräumte Pessimismus war bereit 2011 überall deutlich zu spüren.
Bereits im Juni hatte die Schweizer Bank “Credit Suisse” für Brasilien ein Wirtschaftswachstum von 1,5 prognostiziert.
Brasiliens Analysten weisen auf hausgemachte Ursachen – nicht auf die Wirkung etwa der Krise in Europa.
Adveniat-Gottesdienst:
Tags: Brasiliens Sicherheitslage unter Dilma Rousseff
Wie es hieß, wurde das letzten Attentatsopfer mit 11 Schüssen getötet. 1981 wurden in Sao Paulo danach 81 ermordete Polizisten registriert.
In Rio-City von Gangster erschossener Polizist, November 2010, Zeitungsausriß O Globo.
John Neschling, der Sao Paulos bis dahin viertklassiges Sinfonieorchester OSESP zu einem der weltbesten Klangkörper formte, war 2009 auf Betreiben der reaktionären Teilstaatsregierung entlassen worden. Im August 2012 dirigiert er das „Orchestra della Svizzera Italiana“ aus der Schweiz. Neschling lebt derzeit mit seiner Frau, der Schriftstellerin Patricia Melo, in der Schweiz. Gegenüber der brasilianischen Presse verglich er die mißliche kulturelle Situation Brasiliens mit der in Europa:“Städte mit 50000 Bewohnern haben ein Opernhaus und ein Sinfonieorchester, selbst in Zeiten tiefer wirtschaftlicher Krise. Es existiert ein gesellschaftlicher Bedarf an Kultur und eine stillschweigende Akzeptanz, daß dies zum Alltag eines zivilisierten Volkes gehört.“
Brasilien – nur Platz 84 auf UNO-Index für menschliche Entwicklung: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

John Neschling signiert sein Buch “Musica Mundana” in Brasiliens führender Buchhandlung “Livraria Cultura” von Pedro Herz in Sao Paulo.
John Neschling und sein Hauptwerk – das führende brasilianische Sinfonieorchester OSESP: Dirigent weiter sehr “präsent” – neue CDs, Preise, Würdigungen. Brasiliens kulturelle Brücke zur entwickelten Welt.