Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasilien, Abfassen mit der Regierungs-Kreditkarte: Neuer Skandal um Abzweigung öffentlicher Gelder

Donnerstag, 28. Februar 2008 von Klaus Hart

Minister und hohe Parteifunktionäre bereichern sich mit „Cartao Corporativo”

Die Lula-Regierung wird von einem neuen Skandal um die Abzweigung öffentlicher Gelder heimgesucht “ ein parlamentarischer Untersuchungsausschuß hat bereits die Arbeit aufgenommen. Regierungsmitglieder und sogar hohe Funktionäre der Arbeiterpartei von Staatschef Lula hatten eine spezielle staatliche Kreditkarte immer skrupelloser zur persönlichen Bereicherung sowie für andere illegale Ausgaben benutzt. Skandale dieser Art stürzten bereits acht Lula-Minister.

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Brasiliens Schwulenszene boomt – doch fast täglich werden Homosexuelle ermordet. Ehrenmorde, Aids, scharfe Gay-Selbstkritik.

Donnerstag, 28. Februar 2008 von Klaus Hart

Die Schwulenpolitik des Tropenlandes bleibt weiter höchst widersprüchlich: Zwar startete die Lula-Regierung eine Kampagne gegen Homosexuellen-Feindlichkeit, doch werden nach wie vor selbst laut Amnesty International so viele Gays ermordet wie in keinem anderen Land. In Großstädten wie Sao Paulo und Rio de Janeiro geht die Hatz auf Homosexuelle ungehindert weiter.

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/08/06/aids-in-brasilien-nicht-unter-kontrolle-gesundheitsministerum-weist-auf-deutlichen-anstieg-bei-jungen-homosexuellen/

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/10/22/viele-aids-infizierte-brasilien-stecken-aus-rache-und-wutgefuhlen-heraus-sowie-aus-bosartigkeit-ganz-bewust-andere-menschen-mit-dem-hiv-virus-an-patienten-des-franziskaner-aids-projekts-in-sao-pa/

Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.

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Brasilien: Morde an Journalisten beschränken Pressefreiheit

Mittwoch, 27. Februar 2008 von Klaus Hart

Durch Morde an Journalisten sowie Morddrohungen wird gemäß einer neuen Studie die Pressefreiheit in Brasilien deutlich eingeschränkt. Wie die in Sao Paulo erscheinende Medienzeitschrift „Imprensa“ in ihrer neuesten Ausgabe weiter meldet, seien nach dem Ende der Militärdiktatur in den achtziger Jahren bis heute mindestens 42 Journalisten bei Anschlägen ums Leben gekommen. 2007 habe man zwei Reporter erschossen.

 Die Mehrheit der investigativen Journalisten Brasiliens sei dadurch mundtot gemacht worden.

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„Es gibt keine Biokraftstoffe“ – Bioland schlägt „Biodiesel“ als Unwort des Jahres 2009 vor

Mittwoch, 27. Februar 2008 von Klaus Hart

Mainz  – Die fossilen Energieträger werden knapp und die Preise für Öl und Gas steigen. Damit gewinnen Kraftstoffe aus der Agro-Produktion an Bedeutung und belegen bereits heute über zehn Prozent der gesamten Anbaufläche in Deutschland. „Was im Biokraftstoffquotengesetz und allgemein als Bio-Sprit, Bio-Diesel oder Bio-Ethanol bezeichnet wird, hat mit Bio nichts zu tun. Die Vorsilbe Bio bei diesen Produkten ist eine klare Täuschung, die die Produzenten und die Politik bewusst in Kauf nehmen“, warnt Bioland-Präsident Thomas Dosch.

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Brasiliens wichtigster Befreiungstheologe Frei Betto: 800000 jugendliche Analphabeten im Tropenland

Mittwoch, 27. Februar 2008 von Klaus Hart

800.000 ILLITERATE YOUTHS

The UNESCO report ”Education for all in 2015: have we reached the target? published at the end of 2007 reveals that Brazil lost four points in the world ranking for education, moving from the 72nd position to 76th. It ranked behind Bolivia, Paraguay and Ecuador.

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Neuer UNO-Bericht 2008: Brasilien auch unter Lula weiter Folterstaat. Keinerlei Reaktionen vom strategischen Partner Deutschland, von der Bundesregierung…Angela Merkel schweigt 2008 und 2015 bei Brasilienbesuch zur gravierenden Menschenrechtslage.

Mittwoch, 27. Februar 2008 von Klaus Hart

Das UNO-Hochkommissariat für Menschenrechte hat erneut Folter und Rassismus sowie Straflosigkeit und Sozialkontraste in Brasilien angeprangert. In einem von den brasilianischen Medien veröffentlichten Bericht hieß es, Folterungen seien generelle Praxis, um Geständnisse zu erzwingen.

Merkel in Brasilien – Schweigen zu Folter, Todesschwadronen etc:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/08/24/brasiliens-menschenrechtspriester-julio-lancelotti-verurteilt-schweigen-von-angela-merkel-und-ihrer-regierungsdelegation-zu-gravierenden-menschenrechtsverletzungen-im-tropenland-doppelmoral-abolu/

„Ich gebe unsere Prinzipien nicht auf“. Merkel 2016 gegenüber FAZ

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/18/die-zeit-uber-brasilienneuer-global-playerder-brasilianische-boomrelativ-unbeschadet-durch-die-wirtschaftskrise-2008gefestigte-demokratie/
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Caros Amigos –  Zeitschrift, in der  auch Brasiliens wichtigster katholischer Befreiungstheologe Frei Betto in jeder Ausgabe eine große Kolumne hat, über manchem unbequeme Realitäten der größten Demokratie Lateinamerikas. “Barbarei amnestiert man nicht”. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/15/wem-nutzen-banditendiktatur-und-immer-mehr-no-go-areas/

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Indianer in Brasilien: Machismus, Indio-Polygamie und Menschenrechte – das Waiapi- „Mädchen“.

Mittwoch, 27. Februar 2008 von Klaus Hart

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Für manche, die sich infantil an sozialromantische Vorstellungen über Brasilien klammern und als Privilegierte die gravierenden Menschenrechtsprobleme des Tropenlandes bewußt verdrängen, handelt es sich um ein Indiomädchen wie aus dem Tropenbilderbuch, oder aus verlogenen Amazonas-Kinderbüchern. Denn vor allem aus kommerziellen Gründen wird an der Indianer-Idealisierung in der Art  von Karl May festgehalten.

Andere erkennen sofort den soziokulturellen Kontext: Die junge Mutter mit den traurigen Augen gehört zum Stamme der Waiapi und ist gerade einmal zwölf Jahre alt, wie indianischstämmige Brasilianerinnen schätzen, hat indessen bereits ein Kind – wie ist das möglich, in diesem Alter? In politisch korrekten  Traktaten der mitteleuropäischen Indianer-Industrie wird dies nicht erklärt – da helfen nur politisch unkorrekte Quellen, die u.a. auf die Polygamie im Waiapi-Stamm hinweisen. Die junge Mutter schaut mit den anderen Frauen und Kindern des Dorfes abgehungert aus nächster Nähe zu, wie die Macho-Männer ein Freßgelage veranstalten. Köstliches gegrilltes Fleisch, dazu Gemüse, Bier und Zuckerrohrschnaps. Frauen und Kinder haben laut Stammessitte kein Recht, an dem Essen teilzunehmen. Erst als sich die wohlgenährten starken Männer bequemen, endlich aufzustehen, stürzen sich Frauen und teils bedenklich abgemagerte Kinder regelrecht auf die Knochen, nagen sie ab. Niemand in Brasilien ist machistischer als die Indianer, sagt Antonio Pereira Neto, ein erfahrener Anthropologe der Indianerschutzbehörde FUNAI im Exklusivinterview. Manfred Göbel, der in Brasilien fünfzehn internationale Lepra-Hilfswerke, darunter die “Deutsche Lepra-und Tuberkulosehilfe,  koordiniert, lernte durch seine Arbeit auch Sitten und Traditionen der Indianer kennen. Daß bei den Indios  Unterernährung existiert, deshalb sogar immer wieder Kleinkinder sterben, hat nach seiner Beobachtung mit den kulturellen Strukturen zu tun. “In den Familien”, so erläutert er, “essen zuerst die Männer von der Nahrung. Erst dann dürfen die Frauen essen. Denn wenn die Frau vor Hunger stirbt, so die Mentalität, kann sich der Mann ja eine andere nehmen.” Und was ist mit der Ernährung der Kinder? “Zuletzt essen die Kinder. Das ist die Kultur bei den Indianern. Denn man kann ja, wenn das Kind stirbt, ein anderes Kind zeugen. Die haben diese Denkweise. Und das ist natürlich ein schwieriges Problem – man muß also neue Strategien entwickeln, damit die Kinder auch genügend zu essen bekommen. Denn es ist nicht damit getan, daß man den Indianern Nahrungsmittelhilfen liefert und es dann eben so abläuft – erst der Mann!”

…No Brasil, o regime de casamento é monogâmico e não poligâmico. Mas, pela primeira vez na história brasileira, a poligamia foi reconhecida judicialmente, em 2005, no caso que envolveu o interesse de três viúvas que – pelas „leis dos silvícolas“ – casaram, quase ao mesmo tempo, com o mesmo homem, o índio Parara Waiãpi. As irmãs Massaupe, Anã e Sororo, todas filhas do cacique Kumaré Waiãpi eram as esposas de Parara e dessas relações nasceram quatro filhos.
Em 2005, quase cinco anos depois do falecimento do índio Parara, a Justiça Federal no Amapá reconheceu que as três viúvas têm direito à imediata liberação do saldo do Fundo de Garantia por Tempo de Serviço, depositado em nome do índio e à pensão por morte, cujo valor deve ser dividido entre elas e os filhos…

Berlinale-Hit „Tropa de Elite“ und Baile Funk – populäre Kultur in Brasilien

Dienstag, 26. Februar 2008 von Klaus Hart

HipHop und Rap zum Draufschlagen – Schießereien, viele Tote

Der dokumentarische Berlinale-Gewinner „Tropa de Elite“ zeigt auch exemplarisch, was unter Staatschef Lula und Kulturminister Gilberto Gil in der größten Demokratie Lateinamerikas zu den Manifestationen  populärer Jugendkultur zählt. Auf einer vom organisierten Verbrechen veranstalteten Favela-Disko namens „Baile Funk“ pflügen Banditen mit hochgereckter Heeres-Mpi durch die Menge der Tanzenden – die Rap-und HipHop-Titel verherrlichen Gewalt, harte Drogen, die Banditenkommandos und Sexismus. Hauptdarsteller Wagner Moura, der Capitao Nascimento, erläutert, daß es sich um moderne Waffen handelt, die anderswo in Kriegen eingesetzt werden, hier jedoch zur Grundausstattung der Slum-Diktatoren gehören, enorme Durchschlagskraft besitzen.

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Illegale Jagd bzw. Wilderei durch Jäger? Neoliberaler Alibi-„Naturschutz“ in Deutschland.

Dienstag, 26. Februar 2008 von Klaus Hart

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/745312/

Hintergrund:

Mit Pulver und Blei auf Adler, Kraniche, Störche und Bussarde
NABU Sachsen prangert naturfeindliche Gesetze an
„Rehe, Wildschweine kamen beinahe täglich bis an meinen Gartenzaun, auch die Kinder haben sie gerne beobachtet“, erinnert sich der Thüringer Bernd Seidel. Nach 1989 war damit bald Schluß.

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Umweltjournalist Norbert Suchanek: Ist Bio-PVC wirklich bio?

Montag, 25. Februar 2008 von Klaus Hart

    NEU: Fotoserie Gesichter Brasiliens

    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

    23' K23

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