„Le-Monde“-Musikkritiker Alain Lompech hat in Brasiliens größter Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ ausführlich die Folgen der Entlassung des jüdischen OSESP-Dirigenten John Neschling analysiert. Laut Lompech handelt es sich um einen unermeßlichen Verlust für die brasilianische Kultur, doch auch für die Kenntnis des musikalischen Reichtums von Brasilien in anderen Ländern der Erde.
Der Dirigent und Komponist John Neschling, der seit 1996Â Sao Paulos drittklassiges Sinfonieorchester OSESPÂ rasch zum besten ganz Lateinamerikas entwickelte, hat gegenüber der Qualitätszeitung „O Estado de Sao Paulo“ die Gründe für seinen nicht beabsichtigten Weggang erläutert. Bereits 2007 habe ihm der Bankier Pedro Moreira Salles, Vizepräsident des OSESP-Aufsichtsrates, mitgeteilt, daß die 2008 anstehende Vertragsverlängerung aus politischen Gründen nicht möglich sei.