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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; jÃ¼dische Gemeinde Brasiliens</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Deutscher Bundespräsident Christian Wulff besucht am 6.Mai 2011 die jüdische Gemeinde Sao Paulos. Antisemitismus in Brasilien.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/29/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6mai-2011-die-judische-gemeinde-sao-paulos/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 22:48:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespräsident Christian Wulff]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¼dische Gemeinde Brasiliens]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.cip.org.br/index.jsp Roni Gotthilf, TV Mosaico:  &#8222;Von nahem besehen, ist alles ganz anders, als in den großen Medien meist dargestellt. Heute ist es schwieriger, die Fakten zu sehen und zu begreifen, weil sie immer mehr durch Meinungen über Fakten ersetzt werden. Die Wahrheit hat immer viele Gesichter. Die heutigen Medien verbreiten über Nachrichten sehr stark Meinung [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.cip.org.br/index.jsp">http://www.cip.org.br/index.jsp</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/ronigotthilfneu.JPG" alt="ronigotthilfneu.JPG" /></p>
<p><strong>Roni Gotthilf, TV Mosaico: </strong> <strong>&#8222;Von nahem besehen, ist alles ganz anders, als in den großen  Medien meist dargestellt. Heute ist es schwieriger, die Fakten zu sehen  und zu begreifen, weil sie immer mehr durch Meinungen über Fakten  ersetzt werden. Die Wahrheit hat immer viele Gesichter. Die heutigen  Medien verbreiten über Nachrichten sehr stark Meinung &#8211; doch getarnt,  versteckt. Es gibt leider keine klare Trennung. Wir sind völlig  außerhalb des Mainstreams. Was die anderen nicht zeigen, zeigen wir &#8211;  immer die Kehrseite der Medaille.”</strong></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895">http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/9895</a></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart"><strong>http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11212/highlight/Klaus&amp;Hart</strong></a></p>
<p><strong>&#8222;Bad People&#8220;:</strong>  <a href="http://www.jcrelations.net/en/?item=3036">http://www.jcrelations.net/en/?item=3036</a></p>
<p><strong>Der Jude und der Minister: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/16/der-judesao-paulo-gouverneur-goldman-und-der-lula-minister-samuel-pinheiro-guimaraes-anhanger-der-nazifaschistischen-achse-existieren-noch-in-der-brasilianischen-diplomatie-in-erinnerung-an-di/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/30/juden-02-prozent-der-weltbevolkerung-20-prozent-der-gewinner-des-nobelpreises-fast-ein-drittel-der-studenten-in-harvard-und-mit-betont-brasiliens-folha-de-sao-paulo/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/01/30/juden-02-prozent-der-weltbevolkerung-20-prozent-der-gewinner-des-nobelpreises-fast-ein-drittel-der-studenten-in-harvard-und-mit-betont-brasiliens-folha-de-sao-paulo/</a></p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></p>
<p><span id="more-9574"></span></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/hitlerminhalutacapagros.jpg" alt="hitlerminhalutacapagros.jpg" /></p>
<p><strong>Prachtausgabe &#8211; Bestseller in Brasilien.</strong></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/5446/highlight/Klaus&amp;Hart">http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/5446/highlight/Klaus&amp;Hart</a></p>
<p><a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/1683/highlight/Klaus&amp;Hart">http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/1683/highlight/Klaus&amp;Hart</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/04/19/gestapo-folter-unter-brasiliens-diktator-getulio-vargas-trager-des-bundesverdienstkreuzes-der-fall-des-deutschen-harry-berger/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/05/juden-in-brasilien-hintergrundtexte-der-letzten-jahre-mit-dem-arsch-zum-publikum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/05/juden-in-brasilien-hintergrundtexte-der-letzten-jahre-mit-dem-arsch-zum-publikum/</a></p>
<p><strong>Adolf Hitler und SS-Himmler:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/02/adolf-hitler-hinter-hakenkreuz-rednerpult-und-heinrich-himmler-in-brasilien-als-figuren-fur-umgerechnet-bis-zu-350-euro-verkauft-proteste-der-judischen-gemeinde-antisemitismus-und-neonazismus-in-b/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/05/02/adolf-hitler-hinter-hakenkreuz-rednerpult-und-heinrich-himmler-in-brasilien-als-figuren-fur-umgerechnet-bis-zu-350-euro-verkauft-proteste-der-judischen-gemeinde-antisemitismus-und-neonazismus-in-b/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/28/deutscher-bundesprasident-christian-wulff-besucht-am-6-mai-2011-die-katholische-obdachlosengemeinde-sao-paulos-geleitet-von-hedwig-knist-aus-der-diozese-mainz-enge-zusammenarbeit-mit-menschenrechts/</a></p>
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<p><strong>Oded Grajew – Brasiliens bekanntester Jude, geboren in Israel</strong></p>
<p><!--more--></p>
<p>Erfinder des Weltsozialforums, Unternehmer, Mitglied der Landeselite – Seher.</p>
<p>Von seinem Büro im 14. Stock eines Geschäftshochhauses blickt er über das Betonmeer der Megacity Sao Paulo, Wirtschaftslokomotive und Kulturhauptstadt Lateinamerikas zugleich, geprägt von irrwitzigen, elektrisierenden Widersprüchen. Hier wüten Todesschwadronen, wird tagtäglich in Polizeiwachen und Gefängnissen gefoltert, beherrscht das organisierte Verbrechen einen Großteil der über 2000 von Lepra und Tuberkulose gezeichneten Slums, die nicht selten direkt an von hohen Mauern umgebene Reichenviertel grenzen. Ja – Sao Paulo ist die reichste lateinamerikanische Stadt , mit den meisten Elite-Angehörigen, und Oded Grajew ist einer davon. Er leitet das durch Unternehmer getragene Ethos-Institut, das sich für Wirtschaftsethik und soziale Verantwortung stark macht. Viele Bessergestellte verdrängen die Sozialkontraste Brasiliens, er wirkt dagegen wie ein Seher. Der 65-Jährige mit der leisen Stimme lacht beim Gespräch verschmitzt:“Ausgerechnet ich, der Unternehmer, Wirtschaftsführer, sozusagen einer von der Gegenseite, habe dieses Weltsozialforum geschaffen, woraus in zehn Jahren eine globale Zivilgesellschaft entstanden ist.“ Oberflächliche Medienberichte lassen das Forum gelegentlich als alternativ-bunten Haufen von wenig tiefgründigen, aber wortradikalen Weltverbesserern erscheinen. Da erinnert Grajew daran, daß beim Klimagipfel in Kopenhagen der Druck auf die Regierungen just von den Mitgliedsorganisationen des Weltsozialforums kam. „2001 gingen Millionen in Deutschland und Frankreich gegen eine Beteiligung am Irakkrieg auf die Straßen – worauf die Regierungen nachgaben. Vielen Deutschen und Franzosen wurde so das Leben gerettet – die Proteste waren beim Weltsozialforum in Porto Alegre artikuliert worden.“ Nicht wenige Länder hätten die Wirtschafts-und Finanzkrise besser überstanden, weil sie Ideen des Forums gefolgt seien und beispielsweise den Finanzsektor und den Binnenmarkt besser kontrollieren. Grajew konstatiert wichtige Auswirkungen  des „Forum Social Mundial“ auf das Leben vieler Menschen, aber längst Überfälliges werde mangels Radikalität einfach nicht getan. „Das politische System ist verfault – keineswegs nur hier in Brasilien, und die Zivilgesellschaft müßte eingreifen, echte, wahre Demokratie durchsetzen.“ Wie Grajew die Dinge sieht, reicht es nicht, nur Regierungen auszuwechseln, da diese im System gefangen bleiben und sich stets ökonomischer Macht unterwerfen. „Kopenhagen ist gescheitert, weil sich die Regierenden nicht gegen jene stellen wollen, die ihre Wahlkampagnen finanzieren und als deren Interessenvertreter sie sich verstehen.“ Die Öl-und Autoindustrie beispielsweise wolle nun einmal Regierungen, die das jetzige zerstörerische System der Mobilität beibehielten. Dann wird er bitter:“Waffenverkäufer wollen Regierungen, die Kriege machen – 95 Prozent des weltweiten Waffenhandels werden von Herstellerländern getragen, die dem UNO-Sicherheitsrat angehören!“ Daß sich Politik und Politiker ökonomischer Macht unterwerfen, nennt er ein Krebsgeschwür, das zum Ende der Menschheit führen  könne.</p>
<p>Hat sich Grajew daran gewöhnt, selbst in seinen Elitekreisen immer wieder hart bekämpft zu werden, auf ungezählte Mißverständnisse zu stoßen? Einmal rückt eine Delegation von Führern der jüdischen Gemeinden bei ihm an und nennt das Weltsozialforum antijüdisch, antisemitisch, weil dort Israel kritisiert und ein Palästinenserstaat gefordert werde. „Ich bin in Israel geboren und will ihn auch, wie so viele andere Juden.“ Der brasilianischen Wirtschaftselite wirft er vor, falsch, gegen die eigenen Interessen, sogar die ganz persönlichen, zu handeln: Unternehmer finanzieren den Politikern die Wahlkampagnen, fordern aber, was sich besonders verheerend auswirkt, kein besseres Bildungswesen ein. Rund 60 Prozent der Brasilianer sind daher gemäß Pisa-Kriterien funktionale Analphabeten, was Arbeitslosigkeit und immer mehr Gewalt bewirkt, die Bessergestellten zwingt, in Privilegiertenghettos zu wohnen,  hinter hohen Mauern und  mit Privatpolizei. „Dieses Volk nicht zu bilden, ist ein regelrechtes politisches Projekt des reaktionären Teils der Elite, um die Leute besser manipulieren zu können. Denn ein gebildetes Volk würde soziale Forderungen stellen, die überbordende Korruption der Regierenden nicht hinnehmen, wäre nicht so passiv und apathisch.“ Der progressive Teil der Eliten leide unter einem ungebildeten Volk, meint Grajew. „Unsere Elite ist gespalten – ich arbeite dafür, den fortschrittlichen Flügel zu stärken.“</p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/25/sarkozy-obama-die-deutsche-regierung-nennen-die-jetzigen-vorgange-in-der-arabischen-welt-eine-uberraschung-weil-sie-auf-die-mobilisierung-der-zivilgesellschaft-nicht-achtgeben-weltsozialforum/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/25/sarkozy-obama-die-deutsche-regierung-nennen-die-jetzigen-vorgange-in-der-arabischen-welt-eine-uberraschung-weil-sie-auf-die-mobilisierung-der-zivilgesellschaft-nicht-achtgeben-weltsozialforum/</a></p>
<h2>Brasiliens Militärdiktatur &#8211; Überlebende von  Verfolgung und Folter: Clarice Herzog, Witwe des ermordeten jüdischen  Journalisten Vladimir Herzog, und Regimegegner Waldemar Rossi, heute  Führer der bischöflichen Arbeiterseelsorge in Sao Paulo. Wer mit den  Folterdiktatoren eng kooperierte. Brasiliens Massengräber.  Diktaturgeneräle und deutsch-brasilianischer Atomvertrag unter  Schmidt-Genscher-Brandt, geheimes Atomwaffenprogramm. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12904" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/clarice-herzog/" rel="tag">Clarice Herzog</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutsch-brasilianischer-atomvertrag/" rel="tag">deutsch-brasilianischer Atomvertrag</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/geheimes-atomwaffenprogramm/" rel="tag">geheimes Atomwaffenprogramm</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hans-dietrich-genscher/" rel="tag">Hans-Dietrich Genscher</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/waldemar-rossi/" rel="tag">Waldemar Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt/" rel="tag">Willy Brandt</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/herzogrossi.JPG" alt="herzogrossi.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog und Waldemar Rossi auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Die vergessene Diktatur”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese   Sao  Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert &#8211; die    auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das  Opfer   wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer  Eisenstange   aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der  Stange   befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Dom Paulo  macht   Druck, alarmiert den Vatikan, holt Waldemar Rossi und andere    Widerstandskämpfer heraus, besucht sie vorher in ihrer Zelle &#8211; heute    Teil des Widerstands-Memorials von Sao Paulo.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/</strong></a></p>
<p><strong>Dem Vernehmen nach sind Clarice Herzog und Kardinale Paulo  Evaristo Arns für eine brasilianische Wahrheitskommission vorgesehen,  die sich mit der Aufklärung der Diktaturverbrechen befassen soll.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im   Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um   “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der   jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht   Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit   heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert   werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz   betreffen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<h2>Deutsch-brasilianischer Atomvertrag und  Ermordung des jüdischen  Journalisten Herzog durch die Militärdiktatur  1975 unter General  Ernesto Geisel &#8211; Brasiliens größte Qualitätszeitung  “Folha de Sao  Paulo” erinnert an historische Fakten. Willy Brandt,  Hans-Dietrich  Genscher. Grass-Gedicht und Reaktionen in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12901" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-und-ernesto-geisel/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/folhaatomherzog5.JPG" alt="folhaatomherzog5.JPG" /></p>
<p><strong>In einer großen Ausstellung in der City Sao Paulos erinnert   die Qualitätszeitung an die beiden für das Jahr 1975 bedeutenden   historischen Fakten &#8211; die Unterzeichnung des Atomvertrages unter   Schmidt-Genscher mit der brasilianischen Militärdiktatur sowie die   Folterung und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch das   Militärregime unter dem deutschstämmigen General Ernesto Geisel. Die   Herzog-Familie war aus Jugoslawien vor dem Nazismus nach Brasilien   geflüchtet &#8211; die brasilianische Militärdiktatur war laut   Historikerbewertung nazistisch-antisemitisch orientiert. </strong></p>
<p><strong>Laut historischen Daten startete die brasilianische   Militärdiktatur nach dem Abschluß des mit der Bundesrepublik Deutschland   geschlossenen  Atomvertrages ein geheimes Atomwaffenprogramm,   errichtete ein Atomtestgelände in Amazonien. 1990 wird es vom damaligen   Präsidenten Collor de Mello geschlossen.</strong></p>
<p><strong>Fünf Jahre nach dem 1975 unterzeichneten   deutsch-brasilianischen  Atomvertrag vereinbarten laut Landesmedien die   Regierungen in Brasilia  und Bagdad ein Geheimabkommen zur nuklearen   Kooperation. Ehemalige  Minister der Militärdiktatur haben danach   zugegeben, daß der Irak unter  anderem angereichertes Uran erhalten hat.   Brasilianische  Kernkraftexperten seien auch an der Errichtung des  1981  von der  israelischen Luftwaffe bombardierten Atomreaktors Ozirak   beteiligt  gewesen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html"><strong>http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens nukleare Vision:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/</strong></a></p>
<p><strong>“Mit Atomwaffen würde Brasilien international mehr respektiert sein.”  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<p><strong>“Juni 1975. Brasilien und Deutschland schließen Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken in Angra dos Reis.</strong></p>
<p><strong>1. November 1975. Etwa 8000 Menschen nehmen am Gottesdienst   auf dem Sé-Platz zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog   teil, ermordet unter der Folter.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Diktator Ernesto Geisel, in dessen Amtszeit der jüdische   Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde &#8211;  und Willy Brandt,   Ausriß.   <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</a></strong></p>
<p><strong>“Die Zeit” 1974 über den General der Folter-Diktatur, Ernesto Geisel:</strong> <strong>“In   Brasilien ist am Freitag voriger Woche der 65jährige Ernesto Geisel  als  brasilianischer Präsident vereidigt worden. Die Zeremonie fand  unter  strengen Sicherheitsmaßnahmen statt: die Kontrolleure  verweigerten sogar  dem neuen Industrieminister, einem aus Japan  stammendem Brasilianer,  wegen seines „fremden” Aussehens den Zutritt.  Ehrengäste waren die drei  Staats- bzw. Regierungschefs Pinochet  (Chile), Banzer (Bolivien) und  Bordaberry (Uruguay). Die Vereinigten  Staaten wurden durch Patricia  Nixon und den stellvertretenden Leiter  des CIA vertreten.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Treffen Nixon &#8211; Brandt in Florida 1971, laut US-Dokumenten &#8211; die Frage des Verhältnisses zur Militärdiktatur der Foltergeneräle:</strong></p>
<p><strong>“President Nixon asked for the Chancellor’s view on Brazil.</strong></p>
<p><strong>Chancellor Brandt stated that Germany has some trade and   investment there, especially in the Sao Paolo area. He noted that   political relations are good.”</strong></p>
<p><strong>Nixon über Militärdiktator General Ernesto Geisel :</strong> <strong>“On the other hand, the Brazilian leader<a title="fnref9" name="fnref9"></a><a href="http://history.state.gov/historicaldocuments/frus1969-76v40/d336#fn9" title="fnref9"><sup>9</sup></a>   has been good for Brazil and we continue to maintain that if he takes   no foreign policy actions against us, then what he does is acceptable.”</strong></p>
<p><strong>Wer war Herzog?</strong> <a href="http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm"><strong>http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm</strong></a></p>
<p><strong>Nach Folter und Mord an dem jüdischen Journalisten Herzog   rief der deutschstämmige Kardinal Paulo Evaristo Arns in Sao Paulo zu   einer ökumenischen Trauerfeier in die Kathedrale, zelebrierte mit zwei   Rabbinern die Messe,die mit etwa 8000 Teilnehmern zu einem Symbol des   Protestes gegen die Folter-Diktatur wurde. Nach der Beerdigung von   Herzog auf dem jüdischen Friedhof von Butantá streikten etwa 30000 von   35000 Studenten der Bundesuniversität USP von Sao Paulo &#8211; Herzog war   dort Professor. </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß außer Brandts Äußerung,  die politischen   Beziehungen  zur Militärdiktatur unter General Ernesto Geisel seien gut,   zumindest im Internet keinerlei Brandt-Bewertung der  Diktaturverbrechen  zu finden ist. </strong></p>
<p><a href="http://womblog.de/die-brasilianische-bombe"><strong>http://womblog.de/die-brasilianische-bombe</strong></a></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969   schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein   Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012)<br />
</strong></p>
<p><strong>Wie Brasiliens katholische Kirche betont, wissen sehr viele   Angehörige von “Verschwundenen” der Militärdiktatur bis heute nicht, was   mit diesen geschah.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens Militärdiktator Emilio Medici, Vorgänger von Geisel,  laut Wikipedia: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/19._M%C3%A4rz" title="19. März">19. März</a>: Der deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_%28Deutschland%29" title="Bundeskanzler (Deutschland)">Bundeskanzler</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt" title="Willy Brandt">Willy      Brandt</a> trifft sich im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurt" title="Erfurt">Erfurter</a> Hotel <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurter_Hof" title="Erfurter Hof">Erfurter      Hof</a></em> mit dem Ministerpräsidenten der DDR <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Stoph" title="Willi Stoph">Willi      Stoph</a>.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/25._M%C3%A4rz" title="25. März">25. März</a>: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Brasiliens#Milit.C3.A4rdiktatur" title="Geschichte Brasiliens">Brasilien</a> erweitert durch ein Dekret      seines Präsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Em%C3%ADlio_Garrastazu_M%C3%A9dici" title="Em?lio Garrastazu Médici">Emílio Garrastazu Médici</a> sein      maritimes Hoheitsgebiet von zwölf auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/200-Meilen-Zone" title="200-Meilen-Zone">200      Seemeilen</a>.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Bereits im Juni 1968 hatte BRD-Außenminister Willy Brandt   bei einem Besuch in Brasilien das deutsche Interesse dargelegt,   Brasilien mit Nukleartechnologie zu beliefern.  1969 unterzeichneten   Brasilien und Deutschland ein bilaterales Abkommen zu wissenschaftlicher   und technischer Kooperation. “Dominik Hauber, “Was passiert in  Resende?</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel 1975, im Jahr der Ermordung des jüdischen   Journalisten Herzog, zu den Beziehungen des Außenministers Hans-Dietrich   Genscher(FDP) zur brasilianischen Militärdiktatur:</strong></p>
<p><strong>Zugleich hofft Genscher, seiner FDP mit solchen Ideen das   Image einer Fortschrittspartei zu erhalten, zumal die Freidemokraten   nach seiner Ansicht “das Wählerpotential haben, das das am ehesten   versteht”.</strong></p>
<p><strong>Die außenpolitische Tauglichkeit seines Plans wollte Genscher   vor allem in Brasilien überprüfen, das ihm als “Schwellenmacht zum   Industriestaat” (AA-Definition) als Testobjekt besonders geeignet   scheint. Das Regime des deutschstämmigen Generals Ernesto Geisel   versucht sich mit Macht aus der alten Abhängigkeit von Washington zu   lösen und hält in Europa nach potenten Partnern für seine ehrgeizigen   Industrialisierungspläne Ausschau.</strong></p>
<p><strong>Die Bundesrepublik gilt den Brasilianern als erste Wahl, denn   die Deutschen halten im volkreichsten Staat Südamerikas (über 100   Millionen Einwohner) in der Rangliste ausländischer Investoren hinter   den USA den zweiten Platz. Mehr als 500 westdeutsche Unternehmen   produzieren bereits im Lande. Friedrich Wilhelm Christians,   Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und gemeinsam mit anderen   Wirtschaftsgrößen in Genschers Begleitung, schätzt die Summe der   westdeutschen Anlagewerte auf mittlerweile vier bis viereinhalb   Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Erst recht als Schlaraffenland für Exporteure gilt Brasilien,   seit es der deutschen Wirtschaft den fettesten Ausfuhrauftrag ihrer   Geschichte versprochen hat: den Bezug von acht Kernkraftwerken samt   Zusatzeinrichtungen im Wert von mindestens zwölf Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Politisch ist das Atomgeschäft nicht ohne Sprengkraft. Um den   Vorwurf zu entkräften, Brasilien könne mit deutscher Hilfe künftig   Atombomben bauen, machte die Bundesregierung ihre Zustimmung von einem   Abkommen zwischen Bonn, Brasilia und der Internationalen   Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien abhängig, das regelmäßige   Überwachungen durch IAEO-Inspektoren garantieren soll.</strong></p>
<p><strong>Damit geriet die Bundesregierung unversehens in Konflikt mit   der verzwickten brasilianischen Innenpolitik. Denn starke   nationalistische Gruppen fordern nun von der Regierung Geisel, sie   müsse, um den Großmachtanspruch Brasiliens zu wahren, die Option für den   Bau der Bombe offenhalten.</strong></p>
<p><strong>Unmittelbar nach Genschers Abflug reiste eine Bonner   Expertendelegation an, die in Brasilia die dreiseitige Übereinkunft   aushandeln soll. Prompt verbreiteten “gut unterrichtete Kreise”   (Nachrichtenagentur Reuter), Brasilien werde sich gegen jede Verabredung   wehren, die IAEO-Mitarbeiter jederzeit ins Land lasse. Setzen sich die   Kontrollgegner durch, wäre das Atomgeschäft gefährdet, und Genscher,  der  die Nuklear-Allianz mit den Südamerikanern befürwortet, müßte  erkennen,  daß sich die Vision vom weltweiten Engagement der  Bundesrepublik  leichter entwickeln als durchsetzen läßt.</strong></p>
<p><strong>Auf seinem Südamerika-Trip konnten derlei Widrigkeiten die   gute Laune des Bonner Chefdiplomaten nicht beeinträchtigen. Da sonnte er   sich, zwischen Rio und Lima, im Gefühl, den großen Wurf gelandet zu   haben. Bankier Christians: “Dem Genscher macht das richtig Spaß, der   kriegt eine ganz lange Zunge.”</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel zum deutsch-brasilianischen Atomgeschäft:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html"><strong>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html"><strong> http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente   der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das   Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen   Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten   Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es   gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell   an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet.   In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen   Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische   Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben,   weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken   gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer   Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><strong>Der französische General und Folter-Lehrer in Brasilien in  den siebziger Jahren, als der jüdische Journalist Herzog gefoltert und  ermordet wurde:</strong></p>
<h2>Französischer General war Folter-Lehrer  während Brasiliens  Diktaturzeit in den siebziger Jahren. Regierung in  Paris wußte von  Regime-Verbrechen. Helio Bicudo, CIA. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=453" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/diktatur/" rel="tag">Diktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fort-bragg/" rel="tag">Fort Bragg</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frankreich/" rel="tag">Frankreich</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/general-aussaresses/" rel="tag">General Aussaresses</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/us-spezialeinheiten/" rel="tag">US-Spezialeinheiten</a></p>
<p><strong> Der französische General Paul Aussaresses hat  gegenüber der  brasilianischen Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” 2008  bestätigt,  in den siebziger Jahren brasilianischen Diktaturmilitärs in  der  Kriegsschule von Manaus das Foltern von Regimegegnern gelehrt zu  haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/</strong></a></p>
<p><strong>“Ich gab in dieser Militärschule  Unterricht, weil ich in  Fort Bragg Instrukteur der US-Spezialeinheiten  gewesen war. Ich wurde  auch  zum Fallschirmjäger-Instrukteur der  US-Infanterie in Fort Bennin,  in Georgia, berufen…” General Aussaresses,  der auch am Vietnamkrieg  teilgenommen hatte,  betonte, daß das  brasilianische Militärregime  aktiv am Putsch gegen Chiles Präsident  Salvador Allende beteiligt  gewesen war. Brasilien habe Offiziere,  Flugzeuge und Waffen nach Chile  geschickt. Die Militärflugzeuge seien  aus französischer Produktion  gewesen, ebenfalls deren Raketen.   Aussaresses bestätigte zudem, enger  Freund des letzten  Diktaturpräsidenten Figueiredo sowie des für die  Todesschwadronen  verantwortlichen Polizeichefs Sergio Fleury gewesen zu  sein. Die Zeitung  befragte den General auch zum Fall einer  totgefolterten Frau, aus der  man Informationen herauspressen wollte.  Aussaresses betonte, die  Foltermethoden nie in Frage gestellt zu haben.  “Der Tod dieser Frau war  ein Akt der Verteidigung.” Der General  stellte klar, keine von seinen  Aktivitäten in Brasilien zu bereuen.<br />
In der Regierungsallianz des heutigen brasilianischen Staatschefs Lula arbeiten zahlreiche Diktaturaktivisten von einst mit.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969   schloß  Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein   Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im     Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um     “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der     jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht     Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit     heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert     werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz     betreffen.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Regierung in Paris wußte von Regimeverbrechen<br />
In den siebziger Jahren war Frankreich laut Medienberichten in   Repression und Folter gegen Regimegegner Brasiliens, Argentiniens und   Chiles verwickelt. Wie die brasilianische Qualitätszeitung “O Estado de   Sao Paulo” meldet, sei französisches Wissen über Repression dank des   damaligen Militärattachees und Generals Paul Aussaresses genutzt worden.   “Er ist Autor der Doktrin, wonach jeder Gefolterte eliminiert werden   muß.” Gemäß Aussagen des damaligen Chefs der Pinochet-Geheimpolizei   DINA, General Manuel Contreras, hätten zahlreiche chilenische Offiziere   eine Ausbildung in Brasilien absolviert und seien dort von dem   französischen General Aussaresses angeleitet worden. 1957 habe dieser im   Algerienkrieg Frankreichs dortigen Geheimdienst koordiniert. Wie “O   Estado de Sao Paulo” weiter schreibt, werde er als einer der   Inspiratoren des militärischen Ausbildungszentrums der brasilianischen   Urwaldstadt Manaus genannt, in dem brasilianische, chilenische und   argentinische Offiziere für Repression und Folter geschult worden seien.   “Am gravierendsten ist, daß der französische Staat wußte, was in   Südamerika geschah…Auch der argentinische General Albano Harguideguy,   Innenminister während des Videla-Regimes, zitiert Frankreich: Wir haben   alles von den Franzosen gelernt. Das Modell wurde im Algerienkrieg 1957   genutzt, während des Kampfes der französischen Fallschirmjäger gegen  die  Front zur Nationalen Befreiung(FLN)”.<br />
Argentinische und brasilianische Militärs, so das Blatt weiter, warfen   gemäß den Ratschlägen der Franzosen die Leichen totgefolterter Menschen   ins Meer &#8211; eine Praxis, die die Franzosen in der Bucht von Algerien   entwickelt hatten.<br />
Nahe dem Bauplatz für die gemäß Atomabkommen vom Siemens-Konzern zu   errichtenden Atomkraftwerke bei Rio waren damals Regimegegner gemäß   Zeugenaussagen den Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen worden.<br />
Laut “O Estado de Sao Paulo” wurden in Frankreich jetzt Dokumente über   praktizierte Gewalttaten in Brasilien während der Amtszeit des   Diktaturgenerals Joao Figueiredo veröffentlicht. Zu Figueiredo hielt der   damalige brasilianische Vizepräsident der Sozialistischen   Internationale, Leonel Brizola, beste Beziehungen. Brizola, Chef der   linkspopulistischen PDT, rühmte sich stets seiner Freundschaft zu Willy   Brandt. Mit der Diktaturpartei PDS ging Brizola Wahlbündnisse ein.<br />
Über die von der brasilianischen Qualitätszeitung aufgegriffene   Problematik dürften auch in Deutschland zahlreiche Regierungs-und   Parteidokumente existieren &#8211; deutsche Historiker, Sozialwissenschaftler,   Geschichtsstudenten hätten hier, falls sie sich trauen, ein reiches   Forschungsfeld.</strong></p>
<h3>Die ”furchtbaren Fehler” der USA in Brasilien</h3>
<p><strong>CIA kooperierte mit Repressionsapparat der Diktatur<br />
Brasiliens Militärregime herrschte von 1964 bis 1985 ebenso grausam und   perfide wie Diktaturgeneräle benachbarter Staaten &#8211; Todesschwadronen   ermordeten Ungezählte vor allem in den Elendsvierteln der Großstädte,   politische Gefangene wurden Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen oder   über Amazonien aus Helikoptern gestoßen. In Stücke gehackt, verscharrte   man Diktaturgegner selbst an Traumstränden Rio de Janeiros. Folter war   Normalität &#8211; und die CIA immer dabei.</strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo aus Sao Paulo, kirchlicher   Menschenrechtsaktivist der achtgrößten Wirtschaftsnation, untersuchte   bereits damals die CIA-Aktivitäten ebenso wie das Wüten der   Todesschwadronen, die Verfolgung von Geistlichen, schrieb darüber ein   Buch. Es blieb außerhalb des Landes unbeachtet. Späte Genugtuung für   Bicudo, daß ein neues, aufsehenerregendes Buch der nordamerikanischen   Uni-Soziologin Martha Huggins seine Recherchen vollauf bestätigt, das   State Department sprach von ”furchtbaren Fehlern”.</strong></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente    der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das    Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen    Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten    Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es    gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell    an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen  gerichtet.   In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die  sadistischen   Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als  politische   Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242  angegeben,   weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu  den Taktiken   gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner,  teils sogar ihrer   Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/heliobicudo.jpg" alt="heliobicudo.jpg" /></p>
<p><strong>Helio Bicudo &#8211; unter den führenden brasilianischen   Menschenrechtsaktivisten, jahrelang Präsident der   Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten in   Washington. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></strong></p>
<p><strong> Die Brasilienexpertin konnte als erste in Washington über   600 bislang geheimgehaltene Dossiers und Akten einsehen. In Interviews   brachte die 54-Jährige ihre Untersuchungsergebnisse auf den Punkt:”Die   Teilnahme der CIA am Alltag der politischen Repression ist bewiesen &#8211;   die Dokumente sprechen sogar von gemeinsamen Operationen &#8211; die   amerikanische Demokratie partizipierte an der Schaffung eines   unterdrückerischen Staates”. Besonders gravierend, daß die CIA   Polizei-Eliteeinheiten ausbildete, bei denen es sich um „staatlich   legalisierte Todesschwadronen” gehandelt habe. CIA-Agenten hätten diese   bei den Einsätzen begleitet, sich generell völlig frei im   Repressionsapparat bewegt, alles Gesehene ausführlich nach Washington   berichtet. Die politische Polizei DOI-CODI, auf US-Anregung entstanden,   sei trotz ihrer Methoden, darunter Folter aller Art, nie kritisiert,   sondern stets als „gute Sache” gelobt worden. Bis heute, so die Autorin,   sei in den USA wenig bekannt, daß die CIA beim Schulen von Polizisten   aus der Dritten Welt mitwirkte, allein rund 100 000 brasilianische   Beamte trainierte:”Sie lernten Bombenbasteln, Verhörtechniken,   Psycho-Operationen, bekamen außerdem beigebracht, wie man sich in   Demonstrationen, Kundgebungen infiltriert und Verwirrung, Durcheinander   erzeugt.” Ein anderes interessantes Detail: Die CIA half beim Aufbau  des  brasilianischen Diktaturgeheimdienstes SNI mit,”lieferte sogar eine   Liste mit den Namen geigneter, vertrauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf   einer anderen Liste waren alle Personen verzeichnet, die gemäß   CIA-Einschätzung nach dem Militärputsch von 1964 verhaftet werden   sollten. Man habe, so Martha Huggins, „still lächelnd mit Folterknechten   und Mördern zusammengearbeitet.” In mühseliger Kleinarbeit gelang es   der Expertin, sechsundzwanzig Folterer politischer Gefangener ausfindig   zu machen und unter Wahrung der Anonymität zu interviewen.  Einer  davon,  Militärpolizist, mochte nicht, wie seine Kol­legen, bei einem  Einsatz  ge­fan­gengenommene ”Subversive” mit Schlägen traktieren und  die Frau­en  vergewaltigen. ”Ich for­derte, daß es doch besser sei, alle  zu töten,  anstatt sie zu foltern”, sagte der Militärpolizist zu  Mar­tha Huggins  und berichtete auch über den Abschluß der OpeÂ­ration:  Alle Gefangenen  wurden hoch über der Wildnis lebendig aus einem  Helikopter gestoßen.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivist Helio Bicudo:”Polizisten, aber auch   Armeeoffiziere, sind in den USA selbst, darunter in Washington,   ausgebildet worden “ manche, die zum Repressionsapparat gehörten,   machten “ und machen Karriere.” Bicudo nennt Romeu Tuma &#8211; nach der   Diktatur Chef der Bundespolizei, heute Kongreßsenator der starken   Rechtspartei PPB, dessen gerade wiedergewählter Parlaments-Flügelmann   Jair Bolsonaro offen für Folter und Massaker an Landlosen oder   Gefängnisinsassen plädiert. Ausgerechnet der belastete Diktaturaktivist   Marco Maciel war einflußreicher Vize von Staatschef Lulas Vorgänger   Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor der Freien Universität Berlin.   Die Generalität würdigt nach wie vor den Militärputsch von 1964, lud   lange Zeit regelmäßig den hochverehrten Kollegen Pinochet nach Brasilien   ein. In Berlin oder Frankfurt hätte dieser schwerlich ungestört von   Protesten, lediglich mit zwei diskreten Leigbwächtern einen lockeren   Einkaufsbummel machen können &#8211; in Rio de Janeiro schon. Nach Seminaren,   Konferenzen, Vorträgen in der Militärakademie direkt unterm Zuckerhut   schlenderte der Ex-Diktator gerne durch den von vielen Künstlern und   Intellektuellen bewohnten Strandstadtteil Ipanema, kaufte in Buch-und   Musikläden, trank hier und da einen Expresso, wurde zwar bemerkt, aber   bestenfalls durch aufdringliche Pressefotografen belästigt.<br />
Wie die Jahresberichte von Amnesty International und Human Rights Watch   zeigen, gehören Folter und Todesschwadronen weiterhin zum Alltag der   führenden Wirtschaftsmacht Lateinamerikas, „verschwinden” weiterhin   Menschen nach der polizeilichen Festnahme. Washingtons „furchtbare   Fehler” hatten entsetzliche Folgen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/</strong></a></p>
<p><strong>Grass-Gedicht:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p>Hintergrundtext:</p>
<h1>Brasiliens Massengräber</h1>
<p><em><br />
</em><em> </em></p>
<p><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen<br />
Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der     größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der     Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu     „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren.</strong></p>
<p><strong>Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und sieht   darin ein   gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem   Land der   Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte   Personen   verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren   mehr als 23   Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene     Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich     eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern     verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als     Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht     hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann  auf    würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen     Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei  ist    dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong></p>
<p><strong>Padre Lancelotti erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in<br />
Sao Paulo von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco     geschaffen wurde, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich     gemeinsam mit jenen unbekannten Toten, den sogenannten Indigentes, in     Massengräber zu werfen. Wie die Menschenrechtskommission des     Stadtparlaments jetzt erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231.000     Tote als Namenlose verscharrt – allein auf <em>diesem </em>Friedhof. Heute kommen Monat für Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu.</strong></p>
<p><strong>Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester     Lancelotti zufällig auf dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich   der   Staat der Namenlosen entledigt: “Als der Lastwagen kommt und   geöffnet   wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller   Leichen ist.   Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab   geworfen. Das wird   zugeschüttet – und fertig. Sollten wir später noch   Angehörige ermitteln,   wäre es unmöglich, die Verstorbenen in der  Masse  der Leichen   wiederzufinden. Was sage ich als Geistlicher dann  einer  Mutter?“   Lancelotti hält einen Moment inne, reflektiert: „Heute  hat  das   Konzentrationslager keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen  weit  verteilt   – die Menschen sind nach wie vor klar markiert,  allerdings  nicht auf   der Kleidung, sondern auf dem Gesicht, dem  Körper. Und sie  werden   verbrannt, verscharrt, wie die Gefangenen  damals, und es gibt  weiter   Massengräber.“</strong></p>
<p><strong>Was in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In   der   nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die   Anwohner des   Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen   Tropentemperaturen   unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden   oft schon verwest   hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen   zwangsläufig zusehen, es   ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden   Tag kommt der Leichen-LKW –   doch bei den heftigen Gewitterregen wird   die dünne Erdschicht über den   Toten weggeschwemmt, sehen wir die   Massengräber offen, wird der Geruch   im Stadtviertel so unerträglich,   daß viele Kopfschmerzen kriegen,   niemand hier eine Mahlzeit zu sich   nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie   das vergiftete Regenwasser vom   Friedhof durch die Straßen und Gassen des   Viertels läuft: „Das Wasser   ist grünlich und stinkt, manchmal werden   sogar Leichenteile   mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der     Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die     schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt. Wir alle haben Angst, daß     hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong></p>
<p><strong>Selbst in Rio de Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden   zahllose   Menschen von Banditenkommandos der über 1.000 Slums   liquidiert und   gewöhnlich bei Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach   Tagen in   fortgeschrittenem Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen   Institut   abtransportiert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden   in den   Großstädten monatlich stets ähnlich viele Tote als  „Namenlose“  in   Massengräber geworfen wie in Sao Paulo, der reichsten  Stadt ganz    Lateinamerikas.</strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer   wieder   Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden   Obdachlose   krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt   man an ihrem   Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person   nach dem Tode   zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer   registriert man   durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria.   Wir streiten heftig   mit diesen Hospitälern und wollen, daß die   Obdachlosen auch nach dem   Tode mit den echten Namen geführt werden.   Schließlich kennen wir diese   Menschen, haben über sie Dokumente. Man   meint eben, solche Leute sind   von der Straße, besitzen also weder eine   Würde noch Bürgerrechte. Wir   haben in der Kirche eine Gruppe, die  den  illegalen, kriminellen   Organhandel aufklären will, aber rundum  nur  auf Hindernisse stößt. Denn   wir fragen uns natürlich auch, ob  jenen  namenlos Verscharrten vorher   illegal Organe entnommen werden.“</strong></p>
<p><strong>Fast in ganz Brasilien  und auch in Sao Paulo sind   Todesschwadronen   aktiv, zu denen Polizeibeamte gehören, wie sogar das     Menschenrechtsministerium in Brasilia einräumt. Tagtäglich würden     mißliebige Personen außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind     auch Obdachlose, von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über     zehntausend auf der Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti  betont,    ist zudem die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch. „Auf  den  Straßen   Sao Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist  sehr  einfach, so   einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die   Personaldokumente   weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen   deshalb jeden Monat   ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst   viele Opfer zu   identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und   fragt, warum uns   das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine   furchtbare,   psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen   monatlich stets   Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen   Leichenkühlschränken   liegen – alle schon obduziert und wieder   zugenäht. Und man weiß eben   nicht, ob da Organe<br />
entnommen wurden.“</strong></p>
<p><strong>Solchen Verdacht hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die     seltsamerweise als „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der     nordostbrasilianischen Küstenstadt Maceio ging letztes Jahr der     69-jährige Sebastiao Pereira sogar mit einem Protestplakat voller Fotos     seines ermordeten Sohnes auf die Straße. Dem Vater hatte man im     gerichtsmedizinischen Institut die Identifizierung der Leiche verweigert     – diese dann mysteriöserweise auf einen Indigentes-Friedhof  gebracht.    Kaum zu fassen – ein Friedhofsverwalter bringt es fertig,  Sebastiao    Ferreira später  mehrere Leichenteile zu zeigen, darunter  einen Kopf.    „Mein Sohn wurde allein am Kopf von vier MG-Schüssen  getroffen – und    dieser Kopf war doch intakt! Ich setzte eine  DNA-Analyse durch – der    Kopf war von einem Mann, das Bein von einem  anderen, der Arm wiederum    von einem anderen – doch nichts stammte von  meinem Sohn“, sagt er der    Presse.</strong></p>
<p><strong>In Sao Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein   Mahnmal   auf dem Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner,   aber auch an   die mehr als 200.000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong></p>
<p><strong>Neuerdings macht der Friedhof in Brasilien immer wieder   Schlagzeilen,   allerdings nicht wegen der Massengräber von heute.   Progressive   Staatsanwälte versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu   überzeugen,   den zur Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen   Bürgermeister   Paulo Maluf und den damaligen Chef der Politischen   Polizei, Romeu Tuma,   wegen des Verschwindenlassens von Oppositionellen   vor Gericht zu   stellen. Erschwert wird dies jedoch durch den   Politikerstatus der   Beschuldigten: Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter   und Romeu Tuma sogar   Kongreßsenator – beide gehören zum   Regierungsbündnis von  Staatspräsident  Lula.</strong></p>
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		<item>
		<title>Ahmadinedschad am 6.Mai in Brasilia zu offiziellem Staatsbesuch. Delikate Situation für Lula-Regierung wegen internationalen Echos. Antisemitismus, Hamas, jüdische Gemeinde Brasiliens, Adolf Hitler als amtlicher Vorname.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/04/21/ahmadinedschad-am-6mai-zu-offiziellem-staatsbesuch-in-brasilia-delikate-situation-fur-lula-regierung-wegen-internationalen-echos-antisemitismus-hamas-judische-gemeinde-brasiliens/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 18:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ahmadinedschad]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Rassismus-Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Antisemitismus]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Hamas]]></category>
		<category><![CDATA[jÃ¼dische Gemeinde Brasiliens]]></category>
		<category><![CDATA[Lula]]></category>

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<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/04/demogenoznazistasgut.jpg" alt="demogenoznazistasgut.jpg" /></p>
<p><strong>Anti-Israel-Pro-Hamas-Demo in Sao Paulo</strong></p>
<p><span id="more-2107"></span></p>
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<p><strong>&#8222;Mein Kampf&#8220; &#8211; Bestseller in Brasilien:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/</a></p>
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