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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Brasilien und die Atomkraftnutzung</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Rio+20:&#8220;Atomenergie, eine gute Alternative.&#8220; Brasilia wirbt vor der Event-Farce für den Ausbau der Atomkraft. Staatskonzern Eletronuclear kritisiert deutschen Ausstieg. &#8222;Atomenergie ist grüne Energie&#8220;.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/11/rio20atomenergie-eine-gute-alternative-brasilia-wirbt-vor-der-event-farce-fur-den-ausbau-der-atomkraft-staatskonzern-eletronuclear-kritisiert-deutschen-ausstieg/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 19:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien und die Atomkraftnutzung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Artikelserie vor Rio+20 haben der Staatskonzern Eletronuclear und die &#8222;Brasilianische Vereinigung zur Entwicklung von Nuklearaktivitäten&#8220;(ABDAN) den Bau weiterer Atomkraftwerke in Brasilien befürwortet. ABDAN nannte unter der Überschrift &#8222;Atomenergie, eine gute Alternative&#8220; eine Veranstaltung wie Rio+20 hochwichtig, damit Brasilien die besten Energieoptionen diskutiere. &#8222;Atomenergie ist grüne Energie&#8220;: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/ UNO-Index für menschliche Entwicklung &#8211; auf [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In einer Artikelserie vor Rio+20 haben der Staatskonzern Eletronuclear und die &#8222;Brasilianische Vereinigung zur Entwicklung von Nuklearaktivitäten&#8220;(ABDAN) den Bau weiterer Atomkraftwerke in Brasilien befürwortet. ABDAN nannte unter der Überschrift &#8222;Atomenergie, eine gute Alternative&#8220; eine Veranstaltung wie Rio+20 hochwichtig, damit Brasilien die besten Energieoptionen diskutiere. </strong></p>
<p><strong>&#8222;Atomenergie ist grüne Energie&#8220;: </strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/"><strong><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/20/atomenergie-ist-grune-energieenergia-verde-laut-brasiliens-regierungs-atomkonzern-eletronuclear-brasiliens-atompolitik-von-1975-bis-heute-das-deutsche-atomabkommen-mit-der-militardiktatur/</font></strong></a><strong></strong></p>
<p><strong>UNO-Index für menschliche Entwicklung &#8211; auf welchem Platz Brasilien liegt &#8211; und wer alles weit davor…</strong> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Development_Index"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Human_Development_Index</strong></a></p>
<h2>Brasiliens Militärdiktatur &#8211; Überlebende von  Verfolgung und Folter: Clarice Herzog, Witwe des ermordeten jüdischen  Journalisten Vladimir Herzog, und Regimegegner Waldemar Rossi, heute  Führer der bischöflichen Arbeiterseelsorge in Sao Paulo. Wer mit den  Folterdiktatoren eng kooperierte. Brasiliens Massengräber.  Diktaturgeneräle und deutsch-brasilianischer Atomvertrag unter  Schmidt-Genscher-Brandt, geheimes Atomwaffenprogramm. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12904" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><span id="more-13067"></span></p>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/berliner-brandt-flughafen/" rel="tag">Berliner Brandt-Flughafen</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasiliens-militardiktatur/" rel="tag">Brasiliens Militärdiktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/clarice-herzog/" rel="tag">Clarice Herzog</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/deutsch-brasilianischer-atomvertrag/" rel="tag">deutsch-brasilianischer Atomvertrag</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/erzbischof-dom-helder-camara/" rel="tag">Erzbischof Dom Helder Camara</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/geheimes-atomwaffenprogramm/" rel="tag">geheimes Atomwaffenprogramm</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/hans-dietrich-genscher/" rel="tag">Hans-Dietrich Genscher</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/ricardo-medeiros-de-castro/" rel="tag">Ricardo Medeiros de Castro</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/waldemar-rossi/" rel="tag">Waldemar Rossi</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt/" rel="tag">Willy Brandt</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/herzogrossi.JPG" alt="herzogrossi.JPG" /></p>
<p><strong>Clarice Herzog und Waldemar Rossi 2011 auf Veranstaltung des Stadtparlaments zu Ehren von Kardinal Paulo Evaristo Arns.</strong></p>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Die vergessene Diktatur”:</strong> <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/"><strong>http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/941885/</strong></a></p>
<p><strong>Waldemar Rossi, Führer der Arbeiterpastoral der Erzdiözese  Sao Paulo, wurde damals vom Militärregime eingekerkert, gefoltert &#8211; die  auch von der SS benutzte Foltermethode der Papageienschaukel(das Opfer  wird mit den Kniekehlen mit dem Kopf nach unten an einer Eisenstange  aufgehängt,Handgelenke werden an den Fußgelenken oder der Stange  befestigt; dazu täglich stundenlang Elektroschocks. Dom Paulo macht  Druck, alarmiert den Vatikan, holt Waldemar Rossi und andere  Widerstandskämpfer heraus, besucht sie vorher in ihrer Zelle &#8211; heute  Teil des Widerstands-Memorials von Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>In nicht wenigen deutschsprachigen Veröffentlichungen,  darunter Büchern, wird die brasilianische Militärdiktatur  auffälligerweise verharmlost.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/30/brasiliens-geschichtslehrbucher-unter-lula-rousseff-der-militarputsch-von-1964-war-von-demokratischem-geist-durchdrungen-die-pressezensur-war-bedingung-fur-den-fortschritt/</strong></a></p>
<p><strong>Dem Vernehmen nach sind Clarice Herzog und Kardinal Paulo  Evaristo Arns für eine brasilianische Wahrheitskommission vorgesehen,  die sich mit der Aufklärung der Diktaturverbrechen befassen soll.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im  Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um  “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der  jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht  Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit  heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert  werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz  betreffen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/</strong></a></p>
<h2>Deutsch-brasilianischer Atomvertrag und Ermordung des jüdischen  Journalisten Herzog durch die Militärdiktatur 1975 unter General Ernesto  Geisel &#8211; Brasiliens größte Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo”  erinnert an historische Fakten. Willy Brandt, Hans-Dietrich Genscher.  Grass-Gedicht und Reaktionen in Brasilien. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=12901" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/"><strong> http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/20/goethe-institut-sao-paulo-seminar-mit-marianne-birthler-uber-vergangenheitsbewaltigung-in-brasilien/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/willy-brandt-und-ernesto-geisel/" rel="tag"> </a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/folhaatomherzog5.JPG" alt="folhaatomherzog5.JPG" /></p>
<p><strong>In einer großen Ausstellung in der City Sao Paulos erinnert  die Qualitätszeitung an die beiden für das Jahr 1975 bedeutenden  historischen Fakten &#8211; die Unterzeichnung des Atomvertrages unter  Schmidt-Genscher mit der brasilianischen Militärdiktatur sowie die  Folterung und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch das  Militärregime unter dem deutschstämmigen General Ernesto Geisel. Die  Herzog-Familie war aus Jugoslawien vor dem Nazismus nach Brasilien  geflüchtet &#8211; die brasilianische Militärdiktatur war laut  Historikerbewertung nazistisch-antisemitisch orientiert. </strong></p>
<p><strong>Deutsche Kriegsverbrecher, darunter Josef Mengele und Gustav  Wagner, hatten mit Unterstützung der Autoritäten in Brasilien  Unterschlupf gefunden, betonten brasilianische Holocaust-Forscher.</strong></p>
<p>“Dom Paulo Evaristo Arns, então Cardeal Arcebispo de São Paulo e  Franco Montoro, líder da oposição ao governo no Senado, compareceram ao  velório de Herzog no Hospital Albert Einstein. O Culto Ecumênico, em  homenagem a Wladimir Herzog aconteceu no dia 31 de outubro de 1975, na  Catedral da Sé, em São Paulo, que contou com a presença dos dois líderes  religiosos mais odiados pelos militares – Dom Paulo Evaristo Arns,  Cardeal Arcebispo de São Paulo, e Dom Hélder Câmara, Arcebispo de Olinda  e Recife. Participaram também o pastor protestante James Wright e o  rabino Henry Sobel. O ato teve a presença de 8 mil pessoas e foi  observado de perto um aparato militar, os participantes foram filmados  por militares disfarçados de jornalistas.”</p>
<p><strong>Vladimir-Herzog-Award: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Herzog_Award">http://en.wikipedia.org/wiki/Vladimir_Herzog_Award</a></strong></p>
<p><strong>Laut historischen Daten startete die brasilianische  Militärdiktatur nach dem Abschluß des mit der Bundesrepublik Deutschland  geschlossenen  Atomvertrages ein geheimes Atomwaffenprogramm,  errichtete ein Atomtestgelände in Amazonien. 1990 wird es vom damaligen  Präsidenten Collor de Mello geschlossen.</strong></p>
<p><a href="http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/de/__pr/140_20Bilaterale_20Beziehungen__dt.html">http://www.brasil.diplo.de/Vertretung/brasilien/de/__pr/140_20Bilaterale_20Beziehungen__dt.html</a></p>
<p><strong>Fünf Jahre nach dem 1975 unterzeichneten  deutsch-brasilianischen Atomvertrag vereinbarten laut Landesmedien die  Regierungen in Brasilia und Bagdad ein Geheimabkommen zur nuklearen  Kooperation. Ehemalige Minister der Militärdiktatur haben danach  zugegeben, daß der Irak unter anderem angereichertes Uran erhalten hat.  Brasilianische Kernkraftexperten seien auch an der Errichtung des 1981  von der israelischen Luftwaffe bombardierten Atomreaktors Ozirak  beteiligt gewesen.  </strong></p>
<p><strong>Ricardo Medeiros de Castro, Dissertation über die Atomprogramme Brasiliens und Argentiniens, militärische Aspekte:  <a href="http://www.lume.ufrgs.br/bitstream/handle/10183/8288/000572700.pdf?sequence=1">http://www.lume.ufrgs.br/bitstream/handle/10183/8288/000572700.pdf?sequence=1</a></strong></p>
<p><a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html"><strong>http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227_page_0,00.html</strong></a></p>
<p><strong>Brasiliens nukleare Vision:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/brasiliens-nukleare-vision-o-globo-kolumnist-merval-pereira-analysiert-die-position-von-vizeprasident-jose-alencar-wonach-eine-atombombe-des-iran-der-abschreckung-diente-den-frieden-garantierte/</strong></a></p>
<p><strong>“Mit Atomwaffen würde Brasilien international mehr respektiert sein.”  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/25/lulas-vize-jose-alencar-fur-nukleartechnologie-zur-entwicklung-von-atomwaffen-lander-mit-atomwaffen-verschaffen-sich-mehr-respekt/</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/15/brasiliens-militardiktatur-uberlebende-von-verfolgung-und-folter-clarice-herzog-witwe-des-ermordeten-judischen-journalisten-vladimir-herzog-und-regimegegner-waldemar-rossi-heute-fuhrer-der-bisch/</strong></a></p>
<p><strong>“Juni 1975. Brasilien und Deutschland schließen Abkommen zum Bau von Atomkraftwerken in Angra dos Reis.</strong></p>
<p><strong>1. November 1975. Etwa 8000 Menschen nehmen am Gottesdienst  auf dem Sé-Platz zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog  teil, ermordet unter der Folter.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/08/brandtgeisel.JPG" alt="brandtgeisel.JPG" /></p>
<p><strong>Diktator General Ernesto Geisel, in dessen Amtszeit der  jüdische Journalist Herzog gefoltert und ermordet wurde &#8211;  und  Friedensnobelpreistraeger Willy Brandt, Ausriß. </strong></p>
<p><font size="3"></p>
<p align="justify">Die offenbar aus Angehörigen der Sicherheitsorgane bestehenden „Todesschwadronen” liquidierten Andersdenkende.</p>
<p align="justify">Die Entwicklung in Lateinamerika, insbesondere aber  in Brasilien, geriet voll in die deutsche innen- und außenpolitische  Debatte. Dies war wohl Hauptanlass, dass die Angehörigen der  brasilianischen Botschaft sich aus dem Präsidium der DBG zurückzogen.  Trotz der damit implizierten Distanz zum „amtlichen Brasilien” blieb die  DBG ihrem selbst gestellten Auftrag treu – auch unter erschwerten  Bedingungen.</p>
<p>In Köln trat unter Leitung des WDR-Journalisten J. H. Casdorff ein  „Brasilien-Tribunal” zusammen. Hauptanklagepunkt, vertreten von Amnesty  International und anderen Organisationen, war „Folter”. Als Verteidiger  wurde Prof. Görgen bestellt. Er spielte diese Rolle „mit Umsicht, Ruhe,  Sachlichkeit und Wissen” – so ein in den Deutsch-Brasilianischen Heften  abgedruckter Pressebericht. Er wandte sich gleich eingangs gegen  „anti-brasilianische Hysterie” und stellte unter Berufung auf seine  Quellen in der brasilianischen Nationalen Bischofskonferenz CNBB fest: „<em><font face="Arial,Arial" size="3"><font face="Arial,Arial" size="3">Brasilien lehnt Folterungen ab und bekämpft die Todesschwadronen” </font></font></em><font size="3">(BODENS 1972, S.314)</font><em><font face="Arial,Arial" size="3"><font face="Arial,Arial" size="3">. </font></font></em><font size="3">Etwa 120 nachgewiesene Fälle von Gefangenenmisshandlung wurden als vergleichsweise gering bezeichnet. </font></p>
<p></font><font size="3"></p>
<p align="justify">Dem widersprachen die Ankläger aufs heftigste: ihre  viel höheren Zahlen stammten aus Kreisen der Befreiungstheologie und aus  Basisgemeinden, die z. T. von deutschen kirchlichen Hilfswerken  unterstützt wurden und in denen auch deutsche Ordensgeistliche wirkten.</p>
<p>Hiermit war eine weitere Gefechtslinie der innerbrasilianischen  Auseinandersetzung angedeutet: Konservative Kirchenführer gegen  progressive Theologen und niederen Klerus. (Topicos)</p>
<p>“Brazil. Never again?”, Fiona Macaulay:  <a href="http://hwj.oxfordjournals.org/content/72/1/275.extract">http://hwj.oxfordjournals.org/content/72/1/275.extract</a></p>
<p><strong>“Bereits im Juni 1968 hatte BRD-Außenminister Willy Brandt  bei einem Besuch in Brasilien das deutsche Interesse dargelegt,  Brasilien mit Nukleartechnologie zu beliefern.  1969 unterzeichneten  Brasilien und Deutschland ein bilaterales Abkommen zu wissenschaftlicher  und technischer Kooperation. “Dominik Hauber, “Was passiert in Resende?</strong></p>
<p><a href="http://www.spd.de/Partei/Personen/">http://www.spd.de/Partei/Personen/</a></p>
<p><font face="Verdana" size="2">…em 1967 o chanceler Willy Barndt, em visita ao Brasil, mostrou interesse em ampliar a cooperação no campo da energia nuclear. </font></p>
<p>Das politische Umfeld des deutsch-brasilianischen Atomvertrags:  <a href="http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm"><font color="#bb0000">http://www.ila-web.de/brasilientexte/2007/ciasekten.htm</font></a></p>
<p><font face="Verdana" size="2">Die Bundesrepublik Deutschland und der Militärputsch von 1964:</font></p>
<p><font size="3">Auch die amtliche Politik betonte Kontinuität:  Bundespräsident Heinrich Lübke stattete kurz nach dem April-Putsch  Brasilien einen – schon vorher geplanten – Staatsbesuch ab.  Außenminister Willy Brandt besuchte Brasilien 1967 und konferierte mit  seinem brasilianischen Kollegen Juracy Magalhães, der als Gouverneur von  Minas Gerais ziviles Haupt des Putsches gewesen war; dieser erwiderte  den Besuch 1969 und empfing das Präsidium der DBG. (Topicos)</font></p>
<p></font></p>
<h1>Viagem do presidente Geisel à República Federal da Alemanha:</h1>
<p>registro histórico, repercussões(Buch)</p>
<p>Amnesty International und die brasilianische Militärdiktatur: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/25/amnesty-international-und-die-militardiktatur-brasiliens-erste-urgent-action-zugunsten-des-verhafteten-brasilianers-luiz-basilio-rossi-1973/</a></p>
<p><strong>Der gut deutsch sprechende Militärdiktator Ernesto Geisel und Helmut Schmidt:</strong> <a href="http://www.reebd.org/2011/05/questao-nuclear-brasil-argentina.html">http://www.reebd.org/2011/05/questao-nuclear-brasil-argentina.html</a></p>
<p>Ausriß:</p>
<p><strong>A questão nuclear no Brasil</strong></p>
<p><a href="http://2.bp.blogspot.com/-1Bm0LCXnyXE/TcoEvjmTdtI/AAAAAAAAEf0/i2gd-KoGen8/s1600/Geisel+e+Schmidt.jpg"><img src="http://2.bp.blogspot.com/-1Bm0LCXnyXE/TcoEvjmTdtI/AAAAAAAAEf0/i2gd-KoGen8/s320/Geisel+e+Schmidt.jpg" border="0" height="173" width="320" /></a></p>
<p><strong>Presidente Ernesto Geisel e Primeiro-Ministro Helmut Schmidt/ </strong></p>
<p><strong>`Konvergenz der Ziele, Uebereinstimmung der Werte`:</strong></p>
<p><strong>Im März 1978 stattete der damals amtierende brasilianische  Präsident, General Geisel, der Bundesrepublik einen offiziellen Besuch  ab. In einer Tischrede (die in die Geschichte der deutschen  Sozialdemokratie eingehen sollte) lobte Bundeskanzler Schmidt die  “Konvergenz der Ziele” und die “Übereinstimmung der Werte” der  sozialliberalen Bundesregierung und der brasilianischen Militärdiktatur.  Vor dem Kölner Gürzenich, in dem anläßlich des Geisel-Besuchs ein  Staatsbankett der brasilianischen Regierung für “tausend Bestecke”  gegeben wurde, prügelte die Polizei der demokratischen Bundesregierung  deutsche Atomkritiker und brasilianische Opponenten der Militärdiktatur  nieder; auf einem Polizeirevier wurden Festgenommene mit Fäkalien  beschmiert. Brasilianische Presse-Beobachter, die diesem Schauspiel als  Augenzeugen beiwohnten, erlebten gewöhnliche Szenen aus dem  brasilianischen Alltag: in Köln. Quelle: FDCL in Berlin</strong></p>
<p><strong><font color="#bb0000">Hintergrund:  </font><a href="http://fdcl-berlin.de/publikationen/fdcl-veroeffentlichungen/ln-fdcl-1980-das-deutsch-brasilianische-bombengeschaeft/"><font color="#bb0000">http://fdcl-berlin.de/publikationen/fdcl-veroeffentlichungen/ln-fdcl-1980-das-deutsch-brasilianische-bombengeschaeft/</font></a></strong></p>
<p><a href="http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227,00.html">http://www.dw.de/dw/article/0,,1165227,00.html</a></p>
<p><strong>Nach unterschriebenem Vertrag lädt Kanzler Schmidt den  damaligen deutschstämmigen Diktator Ernesto Geisel 1978 nach Bonn ein “  über dessen Wagenkolonne ergießt sich dort laut Zeitzeugen ein”Regen aus  Scheißebeuteln”. General Geisel reist im Land umher, wird vom Chef der  Sozialistischen Internationale, Willy Brandt, ebenso freundlich  empfangen wie von Kanzler Schmidt und den Herren Kohl, Strauß und  Ex-Nazi-Marinerichter Hans Filbinger(</strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger"><strong><font color="#bb0000">http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger</font></strong></a><strong>)  hat eine blendende Presse. Proteste regnet es dagegen von Amnesty  International, der Anti-AKW-Bewegung und den Jungsozialisten. Der  Juso-Bundesvorstand erklärt:”Es ist geradezu eine abenteuerliche  Politik, einer Diktatur, die zur Nutzung ihrer machtpolitischen  Interessen noch nie Skrupel bei der Auslöschung von Menschenleben  gezeigt hat, die radikalsten Vernichtungsmöglichkeiten in die Hand zu  geben.Die Anwesenheit des Diktators Geisel in der BRD ist eine  Provokation für alle Demokraten.” Der damalige Juso-Vorsitzende heißt  Gerhard Schröder. </strong></p>
<p><strong>Bei Demos in Köln und Düsseldorf, gegen die Polizeieinheiten  des damaligen SPD-Ministerpräsidenten Kühn mit aller Härte vorgehen,  werden Parolen wie”Völkermorde und KZ findet der Herr Geisel nett” oder  „Kein Atomgeschäft mit Folterern” gerufen. Laut brasilianischen  Qualitätszeitungen ist durch Dokumente nachgewiesen, wie Multis,  darunter VW, Mercedes und Saab-Scania damals mit der politischen Polizei  DOPS der Geisel-Ära kooperierten. So gaben, wie es heißt, diese Firmen  Namen und andere Angaben über Gewerkschafter oder Streikende an DOPS  weiter oder fragten nach, ob gegen bestimmte Mitarbeiter, die man  einstellen wolle,”etwas vorliegt”. Ironie der Geschichte: Der aus einer  Generalsfamilie stammende FU- Berlin-Ehrendoktor Cardoso, Mitgründer der  stark rechtsdurchwirkten „Sozialdemokratischen Partei”/PSDB Brasiliens,  hält freundschaftliche Beziehungen zu Geisel, würdigt ihn öffentlich,  erklärt sogar eine einwöchige Staatstrauer, als dieser 1996 stirbt. Der  seinerzeit gefürchtete Diktator , so Cardoso allen Ernstes, habe sich  große Verdienste um die „Redemokratisierung” erworben.</strong></p>
<p><strong>In Jahrzehnten der Militärdiktatur (1964-1985) war die  katholische Kirche in Brasilien die einzige Institutionen des Landes,  die ihre Kritik an Folterungen, Massenverhaftungen, Erschießungen  öffentlich erhob. Für Tausende politischer Gefangener und verfolgter  Indios waren Gotteshäuser als Unterschlupf ihre letzte Hoffnung. In dem  Terror- und Willkürstaat des früheren General-Präsidenten Ernesto Geisel  leistete die Kirche Roms beachtlichen Widerstand. Geheime  Todesschwadronen hatten damals den Priestern ihren Kampf angesagt.  Killer- und Folterkommandos entführten, quälten und erschossen  Geistliche, nur weil sie für Menschenrechte eintraten. (Reimar Oltmans)</strong></p>
<p><strong>Bonn schloß mit der Militärdiktatur auch ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit, laut brasilianischen Quellen.</strong></p>
<p><strong>Berlins neuer Willy-Brandt-Flughafen: <a href="http://www.flughafen-willy-brandt.de/">http://www.flughafen-willy-brandt.de/</a> </strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg#Namensgebung"><strong>http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg#Namensgebung</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/11/16/helmut-schmidt-und-lula-lulas-sonderbeziehungen-zu-deutschland/</a></strong></p>
<p><strong>“Die Zeit” 1974 über den General der Folter-Diktatur, Ernesto  Geisel, damalige Medien-Bezeichnungen fuer Diktatoren wie Pinochet:</strong> <strong>“In  Brasilien ist am Freitag voriger Woche der 65-jährige Ernesto Geisel  als brasilianischer Präsident vereidigt worden. Die Zeremonie fand unter  strengen Sicherheitsmaßnahmen statt: die Kontrolleure verweigerten  sogar dem neuen Industrieminister, einem aus Japan stammendem  Brasilianer, wegen seines „fremden” Aussehens den Zutritt. Ehrengäste  waren die drei Staats- bzw. Regierungschefs Pinochet (Chile), Banzer  (Bolivien) und Bordaberry (Uruguay). Die Vereinigten Staaten wurden  durch Patricia Nixon und den stellvertretenden Leiter des CIA  vertreten.”</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/09/diktaturopfercpi.JPG" alt="diktaturopfercpi.JPG" /></p>
<p><strong>Diktaturopfer &#8211; getötete Regimegegnerin, Foto von kirchlichen Menschenrechtsaktivisten.</strong></p>
<p><strong>Treffen Nixon &#8211; Brandt in Florida 1971, laut US-Dokumenten &#8211; die Frage des Verhältnisses zur Militärdiktatur der Foltergeneräle:</strong></p>
<p><strong>“President Nixon asked for the Chancellor’s view on Brazil.</strong></p>
<p><strong>Chancellor Brandt stated that Germany has some trade and  investment there, especially in the Sao Paolo area. He noted that  political relations are good.”</strong></p>
<p><strong>Nixon über Militärdiktator General Ernesto Geisel :</strong> <strong>“On the other hand, the Brazilian leader<a title="fnref9" name="fnref9"></a><a href="http://history.state.gov/historicaldocuments/frus1969-76v40/d336#fn9" title="fnref9"><sup>9</sup></a>  has been good for Brazil and we continue to maintain that if he takes  no foreign policy actions against us, then what he does is acceptable.”</strong></p>
<p><strong>Wer war Herzog?</strong> <a href="http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm"><strong>http://educacao.uol.com.br/biografias/vladimir-herzog.jhtm</strong></a></p>
<p><strong>Nach Folter und Mord an dem jüdischen Journalisten Herzog  rief der deutschstämmige Kardinal Paulo Evaristo Arns in Sao Paulo zu  einer ökumenischen Trauerfeier in die Kathedrale, zelebrierte mit  Erzbischof Dom Helder Camara und zwei Rabbinern die Messe,die mit etwa  8000 Teilnehmern zu einem Symbol des Protestes gegen die Folter-Diktatur  wurde. Nach der Beerdigung von Herzog auf dem jüdischen Friedhof von  Butantá streikten etwa 30000 von 35000 Studenten der Bundesuniversität  USP von Sao Paulo &#8211; Herzog war dort Professor. </strong></p>
<p><strong>Auffällig, daß außer Brandts Äußerung,  die politischen  Beziehungen  zur Militärdiktatur unter General Ernesto Geisel seien gut,  zumindest im Internet keinerlei Brandt-Bewertung der Diktaturverbrechen  zu finden ist. Ebenso auffaellig ist, dass in historischen Texten und  Biographien die speziellen Beziehungen von Brandt, aber auch Schmidt und  Genscher, zu den brasilianischen Militaerdiktatoren groesstenteils  weggelassen wurden. Selbst das brasilianische Aussenministerum Itamaraty  vermerkt in seiner Datenaufstellung, dass Willy Brandt (MNE da RFA)  1968 der Militaerdiktatur einen offiziellen Besuch abstattete und eine  erweiterte Partnerschaft(parceria ampliada)vorschlug. Weiter ist  vermerkt, dass 1978 Geisel offiziell die Bundesrepublik besucht, 1979  Schmidt offiziell nach Brasilien reist. 1981 reiste danach der letzte  brasilianische Militaerdiktator, General Joao Figueiredo, offiziell in  die Bundesrepublik. </strong></p>
<p><strong>Viele Positionen, Bewertungen deutscher Politiker aus dieser  Zeit haetten besonders interessiert &#8211; immerhin war beispielsweise  allgemein bekannt, dass gemaess brasilianischen Zeitzeugen nahe dem  Bauplatz für die gemäß Atomabkommen vom Siemens-Konzern zu errichtenden  Atomkraftwerke bei Rio damals Regimegegner den Haien lebendig zum Fraß  vorgeworfen wurden. Mutige brasilianische Politiker wie Lysaneas Maciel  protestierten waehrend der Diktatur gegen Folter, Verschwindenlassen,  Ermordung von Regimegegnern, darunter Parlamentsabgeordneten, sogar im  Kongress von Brasilia, wurden deren Redetexte gegen den `Terror da  repressao` entsprechend zensiert, in Europa aber von bestimmten  Institutionen in voller Laenge abgedruckt.</strong></p>
<p><strong>Das Interesse Bonns an engen Beziehungen zur brasilianischen  Militärdiktatur bedeutete für diese naturgemäß Anerkennung,  internationale Aufwertung, Prestigegewinn. </strong></p>
<p><strong>Der Spiegel 1977:Es ist auch kein Zufall, daß die katholische Kirche gerade jetzt ihren Hirtenbrief verfaßte, der</strong></p>
<p><strong>Repression und Terror härter geißelt, als es irgendeine Gruppe im Land seit Beginn der Diktatur je wagte.</strong></p>
<p><strong>Sie predigt gegen die schrankenlose “Macht des Geldes”, gegen  “wachsende Verrohung, eine neue Art von Fanatismus, eine Atmosphäre von  Gewalttätigkeit und Angst”.</strong></p>
<p><strong>Wahre, mutige, notwendige Worte. Nur, die Brasilianer  vernahmen sie erst, nachdem der Versuch des Militärregimes, ihre  Veröffentlichung zu verhindern, durch den Abdruck des Hirtenbriefes in  der internationalen Presse unterlaufen wurde.</strong></p>
<p><strong>“Niemand bremst Brasilien”, ist einer der Slogans, den die  herrschenden Militärs mangels Ideen erfunden haben. Er stimmt nur nicht.  Brasilien bremst sich selbst.</strong><strong> </strong></p>
<p><strong>Wer den wichtigsten brasilianischen Menschenrechts-und Medienpreis, den Herzog-Preis erhielt: <a href="http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php">http://www.berliner-journalisten.com/heft12_artikel4.php</a> </strong></p>
<p><strong>Lula lobt Militärdiktatoren Medici und Geisel, anklicken: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=td1ywn3SoWc&amp;feature=relmfu">http://www.youtube.com/watch?v=td1ywn3SoWc&amp;feature=relmfu</a></strong></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=R3-CXgn_6Dc&amp;feature=relmfu">http://www.youtube.com/watch?v=R3-CXgn_6Dc&amp;feature=relmfu</a></p>
<p><strong>Nachrichtenmagazin Veja &#8211; die Frage an Brandt:  <a href="http://veja.abril.com.br/idade/exclusivo/energia_nuclear/materia_200972.html">http://veja.abril.com.br/idade/exclusivo/energia_nuclear/materia_200972.html</a></strong></p>
<p><a href="http://womblog.de/die-brasilianische-bombe"><strong>http://womblog.de/die-brasilianische-bombe</strong></a></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969  schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein  Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2008/12/16/die-beruchtigten-ausnahmegesetzeai-5-der-brasilianischen-folter-diktatur-82-prozent-der-brasilianer-haben-noch-nie-davon-gehort/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2012/04/dik2.JPG" alt="dik2.JPG" /></p>
<p><strong>“Wo sind unsere Toten?” (Protestkundgebung in Sao Paulo 2012)<br />
</strong></p>
<p><strong>Wie Brasiliens katholische Kirche betont, wissen sehr viele  Angehörige von “Verschwundenen” der Militärdiktatur bis heute nicht, was  mit diesen geschah.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/02/brasiliens-vergangenheitsbewaltigung-wo-sind-unsere-toten/</strong></a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/dilmasarneyhandkus.jpg" alt="dilmasarneyhandkus.jpg" /></p>
<p><strong>Ausstellungsfoto &#8211; Rousseff und der Chef der Diktatorenpartei ARENA, José Sarney, heute Kongreßchef in Brasilia.</strong></p>
<p><strong>Brasiliens Militärdiktator Emilio Medici, Vorgänger von Geisel,  laut Wikipedia: </strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/19._M%C3%A4rz" title="19. März">19. März</a>: Der deutsche <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_%28Deutschland%29" title="Bundeskanzler (Deutschland)">Bundeskanzler</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Brandt" title="Willy Brandt">Willy Brandt</a> trifft sich im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurt" title="Erfurt">Erfurter</a> Hotel <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erfurter_Hof" title="Erfurter Hof">Erfurter Hof</a></em> mit dem Ministerpräsidenten der DDR <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Stoph" title="Willi Stoph">Willi Stoph</a>.</li>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/25._M%C3%A4rz" title="25. März">25. März</a>: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Brasiliens#Milit.C3.A4rdiktatur" title="Geschichte Brasiliens">Brasilien</a> erweitert durch ein Dekret seines Präsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Em%C3%ADlio_Garrastazu_M%C3%A9dici" title="Em?lio Garrastazu Médici">Emílio Garrastazu Médici</a> sein maritimes Hoheitsgebiet von zwölf auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/200-Meilen-Zone" title="200-Meilen-Zone">200 Seemeilen</a>.</li>
</ul>
<p><a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html"><strong>http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html</strong></a></p>
<p><strong>“Bereits im Juni 1968 hatte BRD-Außenminister Willy Brandt  bei einem Besuch in Brasilien das deutsche Interesse dargelegt,  Brasilien mit Nukleartechnologie zu beliefern.  1969 unterzeichneten  Brasilien und Deutschland ein bilaterales Abkommen zu wissenschaftlicher  und technischer Kooperation. “Dominik Hauber, “Was passiert in Resende?</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel 1975, im Jahr der Ermordung des jüdischen  Journalisten Herzog, zu den Beziehungen des Außenministers Hans-Dietrich  Genscher(FDP) zur brasilianischen Militärdiktatur:</strong></p>
<p><strong>Zugleich hofft Genscher, seiner FDP mit solchen Ideen das  Image einer Fortschrittspartei zu erhalten, zumal die Freidemokraten  nach seiner Ansicht “das Wählerpotential haben, das das am ehesten  versteht”.</strong></p>
<p><strong>Die außenpolitische Tauglichkeit seines Plans wollte Genscher  vor allem in Brasilien überprüfen, das ihm als “Schwellenmacht zum  Industriestaat” (AA-Definition) als Testobjekt besonders geeignet  scheint. Das Regime des deutschstämmigen Generals Ernesto Geisel  versucht sich mit Macht aus der alten Abhängigkeit von Washington zu  lösen und hält in Europa nach potenten Partnern für seine ehrgeizigen  Industrialisierungspläne Ausschau.</strong></p>
<p><strong>Die Bundesrepublik gilt den Brasilianern als erste Wahl, denn  die Deutschen halten im volkreichsten Staat Südamerikas (über 100  Millionen Einwohner) in der Rangliste ausländischer Investoren hinter  den USA den zweiten Platz. Mehr als 500 westdeutsche Unternehmen  produzieren bereits im Lande. Friedrich Wilhelm Christians,  Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und gemeinsam mit anderen  Wirtschaftsgrößen in Genschers Begleitung, schätzt die Summe der  westdeutschen Anlagewerte auf mittlerweile vier bis viereinhalb  Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Erst recht als Schlaraffenland für Exporteure gilt Brasilien,  seit es der deutschen Wirtschaft den fettesten Ausfuhrauftrag ihrer  Geschichte versprochen hat: den Bezug von acht Kernkraftwerken samt  Zusatzeinrichtungen im Wert von mindestens zwölf Milliarden Mark.</strong></p>
<p><strong>Politisch ist das Atomgeschäft nicht ohne Sprengkraft. Um den  Vorwurf zu entkräften, Brasilien könne mit deutscher Hilfe künftig  Atombomben bauen, machte die Bundesregierung ihre Zustimmung von einem  Abkommen zwischen Bonn, Brasilia und der Internationalen  Atomenergiebehörde (IAEO) in Wien abhängig, das regelmäßige  Überwachungen durch IAEO-Inspektoren garantieren soll.</strong></p>
<p><strong>Damit geriet die Bundesregierung unversehens in Konflikt mit  der verzwickten brasilianischen Innenpolitik. Denn starke  nationalistische Gruppen fordern nun von der Regierung Geisel, sie  müsse, um den Großmachtanspruch Brasiliens zu wahren, die Option für den  Bau der Bombe offenhalten.</strong></p>
<p><strong>Unmittelbar nach Genschers Abflug reiste eine Bonner  Expertendelegation an, die in Brasilia die dreiseitige Übereinkunft  aushandeln soll. Prompt verbreiteten “gut unterrichtete Kreise”  (Nachrichtenagentur Reuter), Brasilien werde sich gegen jede Verabredung  wehren, die IAEO-Mitarbeiter jederzeit ins Land lasse. Setzen sich die  Kontrollgegner durch, wäre das Atomgeschäft gefährdet, und Genscher, der  die Nuklear-Allianz mit den Südamerikanern befürwortet, müßte erkennen,  daß sich die Vision vom weltweiten Engagement der Bundesrepublik  leichter entwickeln als durchsetzen läßt.</strong></p>
<p><strong>Auf seinem Südamerika-Trip konnten derlei Widrigkeiten die  gute Laune des Bonner Chefdiplomaten nicht beeinträchtigen. Da sonnte er  sich, zwischen Rio und Lima, im Gefühl, den großen Wurf gelandet zu  haben. Bankier Christians: “Dem Genscher macht das richtig Spaß, der  kriegt eine ganz lange Zunge.”</strong></p>
<p><strong>Der Spiegel zum deutsch-brasilianischen Atomgeschäft:</strong> <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html"><strong>http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41019615.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html"><strong> http://www.investidura.com.br/biblioteca-juridica/artigos/relacoes-internacionais/168037-o-acordo-teuto-brasileiro-de-cooperacao-nuclear.html</strong></a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/01/03/bundesprasident-christian-wulff-dilma-rousseff-und-der-zugige-bau-des-neuen-atomkraftwerks-angra-3-bei-rio-de-janeiro-mit-deutscher-bundesburgschaft/</strong></a></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente  der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das  Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen  Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten  Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es  gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell  an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet.  In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen  Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische  Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben,  weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken  gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer  Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p><strong>Der französische General und Folter-Lehrer in Brasilien in  den siebziger Jahren, als der jüdische Journalist Herzog gefoltert und  ermordet wurde:</strong></p>
<h2>Französischer General war Folter-Lehrer während Brasiliens  Diktaturzeit in den siebziger Jahren. Regierung in Paris wußte von  Regime-Verbrechen. Helio Bicudo, CIA. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=453" title="Beitrag bearbeiten">**</a></h2>
<p>Tags: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/brasilien/" rel="tag">Brasilien</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/diktatur/" rel="tag">Diktatur</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/folter/" rel="tag">Folter</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/fort-bragg/" rel="tag">Fort Bragg</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/frankreich/" rel="tag">Frankreich</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/general-aussaresses/" rel="tag">General Aussaresses</a>, <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/tag/us-spezialeinheiten/" rel="tag">US-Spezialeinheiten</a></p>
<p><strong> Der französische General Paul Aussaresses hat gegenüber der  brasilianischen Qualitätszeitung “Folha de Sao Paulo” 2008 bestätigt, in  den siebziger Jahren brasilianischen Diktaturmilitärs in der  Kriegsschule von Manaus das Foltern von Regimegegnern gelehrt zu haben.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/10/20/libyen-intervention-gaddafi-offenbar-ermordet/</strong></a></p>
<p><strong>“Ich gab in dieser Militärschule Unterricht, weil ich in Fort  Bragg Instrukteur der US-Spezialeinheiten gewesen war. Ich wurde auch   zum Fallschirmjäger-Instrukteur der US-Infanterie in Fort Bennin, in  Georgia, berufen…” General Aussaresses, der auch am Vietnamkrieg  teilgenommen hatte,  betonte, daß das brasilianische Militärregime aktiv  am Putsch gegen Chiles Präsident Salvador Allende beteiligt gewesen  war. Brasilien habe Offiziere, Flugzeuge und Waffen nach Chile  geschickt. Die Militärflugzeuge seien aus französischer Produktion  gewesen, ebenfalls deren Raketen.  Aussaresses bestätigte zudem, enger  Freund des letzten Diktaturpräsidenten Figueiredo sowie des für die  Todesschwadronen verantwortlichen Polizeichefs Sergio Fleury gewesen zu  sein. Die Zeitung befragte den General auch zum Fall einer  totgefolterten Frau, aus der man Informationen herauspressen wollte.  Aussaresses betonte, die Foltermethoden nie in Frage gestellt zu haben.  “Der Tod dieser Frau war ein Akt der Verteidigung.” Der General stellte  klar, keine von seinen Aktivitäten in Brasilien zu bereuen.<br />
In der Regierungsallianz des heutigen brasilianischen Staatschefs Lula arbeiten zahlreiche Diktaturaktivisten von einst mit.</strong></p>
<p><strong>Die Diktatur begann mit dem Militärputsch von 1964 &#8211; 1969  schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein  Kulturabkommen.  </strong></p>
<p><strong>Wie Bundesstaatsanwalt Marlon Weichert im  Website-Exklusivinterview sagte, werden Diktaturverbrechen vertuscht, um  “Biographien bestimmter Leute  zu schützen,  Biographien in der  jetzigen Form aufrechterhalten zu können. Viele Leute wollen nicht  Rechenschaft darüber ablegen, was sie damals taten.” Käme die Wahrheit  heraus, so Weichert, müßten einige Biographien erheblich umformuliert  werden. Dies könnte auch Persönlichkeiten der Regierungsallianz  betreffen.</strong></p>
<p><strong>Hintergrund:</strong></p>
<p><strong>Regierung in Paris wußte von Regimeverbrechen<br />
In den siebziger Jahren war Frankreich laut Medienberichten in  Repression und Folter gegen Regimegegner Brasiliens, Argentiniens und  Chiles verwickelt. Wie die brasilianische Qualitätszeitung “O Estado de  Sao Paulo” meldet, sei französisches Wissen über Repression dank des  damaligen Militärattachees und Generals Paul Aussaresses genutzt worden.  “Er ist Autor der Doktrin, wonach jeder Gefolterte eliminiert werden  muß.” Gemäß Aussagen des damaligen Chefs der Pinochet-Geheimpolizei  DINA, General Manuel Contreras, hätten zahlreiche chilenische Offiziere  eine Ausbildung in Brasilien absolviert und seien dort von dem  französischen General Aussaresses angeleitet worden. 1957 habe dieser im  Algerienkrieg Frankreichs dortigen Geheimdienst koordiniert. Wie “O  Estado de Sao Paulo” weiter schreibt, werde er als einer der  Inspiratoren des militärischen Ausbildungszentrums der brasilianischen  Urwaldstadt Manaus genannt, in dem brasilianische, chilenische und  argentinische Offiziere für Repression und Folter geschult worden seien.  “Am gravierendsten ist, daß der französische Staat wußte, was in  Südamerika geschah…Auch der argentinische General Albano Harguideguy,  Innenminister während des Videla-Regimes, zitiert Frankreich: Wir haben  alles von den Franzosen gelernt. Das Modell wurde im Algerienkrieg 1957  genutzt, während des Kampfes der französischen Fallschirmjäger gegen die  Front zur Nationalen Befreiung(FLN)”.<br />
Argentinische und brasilianische Militärs, so das Blatt weiter, warfen  gemäß den Ratschlägen der Franzosen die Leichen totgefolterter Menschen  ins Meer &#8211; eine Praxis, die die Franzosen in der Bucht von Algerien  entwickelt hatten.<br />
Nahe dem Bauplatz für die gemäß Atomabkommen vom Siemens-Konzern zu  errichtenden Atomkraftwerke bei Rio waren damals Regimegegner gemäß  Zeugenaussagen den Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen worden.<br />
Laut “O Estado de Sao Paulo” wurden in Frankreich jetzt Dokumente über  praktizierte Gewalttaten in Brasilien während der Amtszeit des  Diktaturgenerals Joao Figueiredo veröffentlicht. Zu Figueiredo hielt der  damalige brasilianische Vizepräsident der Sozialistischen  Internationale, Leonel Brizola, beste Beziehungen. Brizola, Chef der  linkspopulistischen PDT, rühmte sich stets seiner Freundschaft zu Willy  Brandt. Mit der Diktaturpartei PDS ging Brizola Wahlbündnisse ein.<br />
Über die von der brasilianischen Qualitätszeitung aufgegriffene  Problematik dürften auch in Deutschland zahlreiche Regierungs-und  Parteidokumente existieren &#8211; deutsche Historiker, Sozialwissenschaftler,  Geschichtsstudenten hätten hier, falls sie sich trauen, ein reiches  Forschungsfeld.</strong></p>
<h3>Die ”furchtbaren Fehler” der USA in Brasilien</h3>
<p><strong>CIA kooperierte mit Repressionsapparat der Diktatur<br />
Brasiliens Militärregime herrschte von 1964 bis 1985 ebenso grausam und  perfide wie Diktaturgeneräle benachbarter Staaten &#8211; Todesschwadronen  ermordeten Ungezählte vor allem in den Elendsvierteln der Großstädte,  politische Gefangene wurden Haien lebendig zum Fraß vorgeworfen oder  über Amazonien aus Helikoptern gestoßen. In Stücke gehackt, verscharrte  man Diktaturgegner selbst an Traumstränden Rio de Janeiros. Folter war  Normalität &#8211; und die CIA immer dabei.</strong></p>
<p><strong>Helio Bicudo aus Sao Paulo, kirchlicher  Menschenrechtsaktivist der achtgrößten Wirtschaftsnation, untersuchte  bereits damals die CIA-Aktivitäten ebenso wie das Wüten der  Todesschwadronen, die Verfolgung von Geistlichen, schrieb darüber ein  Buch. Es blieb außerhalb des Landes unbeachtet. Späte Genugtuung für  Bicudo, daß ein neues, aufsehenerregendes Buch der nordamerikanischen  Uni-Soziologin Martha Huggins seine Recherchen vollauf bestätigt, das  State Department sprach von ”furchtbaren Fehlern”.</strong></p>
<p><strong>In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente  der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das  Diktaturjahr 1970 von “Bürgerkrieg” und etwa 12000 politischen  Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten  Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es  gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell  an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet.  In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen  Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische  Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben,  weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken  gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer  Kinder zu foltern.  </strong></p>
<p>Â <img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/09/heliobicudo.jpg" alt="heliobicudo.jpg" /></p>
<p><strong>Helio Bicudo &#8211; unter den führenden brasilianischen  Menschenrechtsaktivisten, jahrelang Präsident der  Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten in  Washington. <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/08/31/renommierte-brasilianische-menschenrechtsaktivisten-fotoserie/</a></strong></p>
<p><strong> Die Brasilienexpertin konnte als erste in Washington über  600 bislang geheimgehaltene Dossiers und Akten einsehen. In Interviews  brachte die 54-Jährige ihre Untersuchungsergebnisse auf den Punkt:”Die  Teilnahme der CIA am Alltag der politischen Repression ist bewiesen &#8211;  die Dokumente sprechen sogar von gemeinsamen Operationen &#8211; die  amerikanische Demokratie partizipierte an der Schaffung eines  unterdrückerischen Staates”. Besonders gravierend, daß die CIA  Polizei-Eliteeinheiten ausbildete, bei denen es sich um „staatlich  legalisierte Todesschwadronen” gehandelt habe. CIA-Agenten hätten diese  bei den Einsätzen begleitet, sich generell völlig frei im  Repressionsapparat bewegt, alles Gesehene ausführlich nach Washington  berichtet. Die politische Polizei DOI-CODI, auf US-Anregung entstanden,  sei trotz ihrer Methoden, darunter Folter aller Art, nie kritisiert,  sondern stets als „gute Sache” gelobt worden. Bis heute, so die Autorin,  sei in den USA wenig bekannt, daß die CIA beim Schulen von Polizisten  aus der Dritten Welt mitwirkte, allein rund 100 000 brasilianische  Beamte trainierte:”Sie lernten Bombenbasteln, Verhörtechniken,  Psycho-Operationen, bekamen außerdem beigebracht, wie man sich in  Demonstrationen, Kundgebungen infiltriert und Verwirrung, Durcheinander  erzeugt.” Ein anderes interessantes Detail: Die CIA half beim Aufbau des  brasilianischen Diktaturgeheimdienstes SNI mit,”lieferte sogar eine  Liste mit den Namen geigneter, vertrauenswürdiger Mitarbeiter.” Auf  einer anderen Liste waren alle Personen verzeichnet, die gemäß  CIA-Einschätzung nach dem Militärputsch von 1964 verhaftet werden  sollten. Man habe, so Martha Huggins, „still lächelnd mit Folterknechten  und Mördern zusammengearbeitet.” In mühseliger Kleinarbeit gelang es  der Expertin, sechsundzwanzig Folterer politischer Gefangener ausfindig  zu machen und unter Wahrung der Anonymität zu interviewen.  Einer davon,  Militärpolizist, mochte nicht, wie seine Kol­legen, bei einem Einsatz  ge­fan­gengenommene ”Subversive” mit Schlägen traktieren und die Frau­en  vergewaltigen. ”Ich for­derte, daß es doch besser sei, alle zu töten,  anstatt sie zu foltern”, sagte der Militärpolizist zu Mar­tha Huggins  und berichtete auch über den Abschluß der OpeÂ­ration: Alle Gefangenen  wurden hoch über der Wildnis lebendig aus einem Helikopter gestoßen.</strong></p>
<p><strong>Menschenrechtsaktivist Helio Bicudo:”Polizisten, aber auch  Armeeoffiziere, sind in den USA selbst, darunter in Washington,  ausgebildet worden “ manche, die zum Repressionsapparat gehörten,  machten “ und machen Karriere.” Bicudo nennt Romeu Tuma &#8211; nach der  Diktatur Chef der Bundespolizei, heute Kongreßsenator der starken  Rechtspartei PPB, dessen gerade wiedergewählter Parlaments-Flügelmann  Jair Bolsonaro offen für Folter und Massaker an Landlosen oder  Gefängnisinsassen plädiert. Ausgerechnet der belastete Diktaturaktivist  Marco Maciel war einflußreicher Vize von Staatschef Lulas Vorgänger  Fernando Henrique Cardoso, Ehrendoktor der Freien Universität Berlin.  Die Generalität würdigt nach wie vor den Militärputsch von 1964, lud  lange Zeit regelmäßig den hochverehrten Kollegen Pinochet nach Brasilien  ein. In Berlin oder Frankfurt hätte dieser schwerlich ungestört von  Protesten, lediglich mit zwei diskreten Leigbwächtern einen lockeren  Einkaufsbummel machen können &#8211; in Rio de Janeiro schon. Nach Seminaren,  Konferenzen, Vorträgen in der Militärakademie direkt unterm Zuckerhut  schlenderte der Ex-Diktator gerne durch den von vielen Künstlern und  Intellektuellen bewohnten Strandstadtteil Ipanema, kaufte in Buch-und  Musikläden, trank hier und da einen Expresso, wurde zwar bemerkt, aber  bestenfalls durch aufdringliche Pressefotografen belästigt.<br />
Wie die Jahresberichte von Amnesty International und Human Rights Watch  zeigen, gehören Folter und Todesschwadronen weiterhin zum Alltag der  führenden Wirtschaftsmacht Lateinamerikas, „verschwinden” weiterhin  Menschen nach der polizeilichen Festnahme. Washingtons „furchtbare  Fehler” hatten entsetzliche Folgen.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/21/uno-berichterstatter-fur-die-folter-manfred-nowak-aus-osterreich-lula-regierung-mus-diktaturverbrechen-aufklaren-und-bestrafen-ruckenstarkung-fur-deutschstammigen-bundesstaatsanwalt-marlon-weichert/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/25/brasilien-rund-3500-arbeiter-errichten-das-neue-atomkraftwerk-angra-3-bei-rio-de-janeiro-laut-nationalen-wirtschaftsmedien-nuklearteile-aus-deutschland-doppelseitige-regierungspropaganda-fur-angra/</strong></a></p>
<p><strong>Grass-Gedicht:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/"><strong>http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/13/grass-gedicht-und-kritische-reaktion-in-brasilien-sein-fuhrer-in-der-jugend-adolf-hitler-hatte-es-nicht-besser-gesagt-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo/</strong></a></p>
<p>Hintergrundtext:</p>
<h1>Brasiliens Massengräber</h1>
<p><em><br />
</em></p>
<p><strong>„Wenn die Toten da reingeschmissen werden, sind das Szenen wie in diesen<br />
Holocaustfilmen“, beklagen sich Anwohner von Massengräber-Friedhöfen der  größten lateinamerikanischen Demokratie. In der Tat wird seit der  Diktaturzeit vom Staat die Praxis beibehalten, nicht identifizierte, zu  „Unbekannten“ erklärte Tote in Massengräbern zu verscharren.</strong></p>
<p><strong>Die Kirche protestiert seit Jahrzehnten dagegen und sieht  darin ein gravierendes ethisch-moralisches Problem, weil es in einem  Land der Todesschwadronen damit auch sehr leicht sei, unerwünschte  Personen verschwinden zu lassen. In der Megacity Sao Paulo mit ihren  mehr als 23 Millionen Einwohnern empört sich der weltweit angesehene  Menschenrechtspriester Julio Lancelotti: „In Brasilien wird monatlich  eine erschreckend hohe Zahl von Toten anonym in Massengräbern  verscharrt, verschwinden damit Menschen auf offiziellem Wege, werden als  Existenz für immer ausgelöscht. Wir von der Kirche nehmen das nicht  hin, versuchen möglichst viele Tote zu identifizieren, um sie  dann auf  würdige Weise christlich zu bestatten. Wir brauchten einen großen  Apparat, ein großes Büro, um alle Fälle aufklären zu können – dabei ist  dies eigentlich Aufgabe des Staates!“</strong></p>
<p><strong>Padre Lancelotti erinnert daran, daß während der 21-jährigen Diktaturzeit in<br />
Sao Paulo von den Machthabern 1971 eigens der Friedhof Dom Bosco  geschaffen wurde, um dort zahlreiche ermordete Regimegegner heimlich  gemeinsam mit jenen unbekannten Toten, den sogenannten Indigentes, in  Massengräber zu werfen. Wie die Menschenrechtskommission des  Stadtparlaments jetzt erfuhr, wurden seit damals allen Ernstes 231.000  Tote als Namenlose verscharrt – allein auf <em>diesem </em>Friedhof. Heute kommen Monat für Monat dort zwischen 130 und 140 weitere Indigentes hinzu.</strong></p>
<p><strong>Nach einem Massaker an Obdachlosen Sao Paulos kann Priester  Lancelotti zufällig auf dem  Friedhof Dom Bosco beobachten, wie sich der  Staat der Namenlosen entledigt: “Als der Lastwagen kommt und geöffnet  wird, sehe ich mit Erschrecken, daß er bis obenhin voller Leichen ist.  Alle sind nackt und werden direkt ins Massengrab geworfen. Das wird  zugeschüttet – und fertig. Sollten wir später noch Angehörige ermitteln,  wäre es unmöglich, die Verstorbenen in der Masse der Leichen  wiederzufinden. Was sage ich als Geistlicher dann einer Mutter?“  Lancelotti hält einen Moment inne, reflektiert: „Heute hat das  Konzentrationslager keinen Zaun mehr, das KZ ist sozusagen weit verteilt  – die Menschen sind nach wie vor klar markiert, allerdings nicht auf  der Kleidung, sondern auf dem Gesicht, dem Körper. Und sie werden  verbrannt, verscharrt, wie die Gefangenen damals, und es gibt weiter  Massengräber.“</strong></p>
<p><strong>Was in Sao Paulo geschieht, ist keineswegs ein Einzelfall. In  der nordostbrasilianischen Millionenstadt Fortaleza leiden die Anwohner  des Friedhofs „Bom Jardim“ seit Jahren bei den hohen Tropentemperaturen  unter grauenhaftem Leichengeruch. „Die Toten werden oft schon verwest  hergebracht, wie Tiere verscharrt, wir müssen zwangsläufig zusehen, es  ist grauenhaft“, klagt eine Frau. „Fast jeden Tag kommt der Leichen-LKW –  doch bei den heftigen Gewitterregen wird die dünne Erdschicht über den  Toten weggeschwemmt, sehen wir die Massengräber offen, wird der Geruch  im Stadtviertel so unerträglich, daß viele Kopfschmerzen kriegen,  niemand hier eine Mahlzeit zu sich nimmt.“ Der Nachbar schildert, wie  das vergiftete Regenwasser vom Friedhof durch die Straßen und Gassen des  Viertels läuft: „Das Wasser ist grünlich und stinkt, manchmal werden  sogar Leichenteile mitgeschwemmt – und weggeworfene Schutzhandschuhe der  Leichenverscharrer. Die Kinder spielen damit – haben sich an die  schrecklichen Vorgänge des Friedhofs gewöhnt. Wir alle haben Angst, daß  hier Krankheiten, Seuchen ausbrechen.“</strong></p>
<p><strong>Selbst in Rio de Janeiro sind die Zustände ähnlich, werden  zahllose Menschen von Banditenkommandos der über 1.000 Slums liquidiert  und gewöhnlich bei Hitze um die 35 bis 40 Grad erst nach Tagen in  fortgeschrittenem Verwesungszustand zum gerichtsmedizinischen Institut  abtransportiert. Wie aus den Statistiken hervorgeht, werden in den  Großstädten monatlich stets ähnlich viele Tote als „Namenlose“ in  Massengräber geworfen wie in Sao Paulo, der reichsten Stadt ganz  Lateinamerikas.</strong></p>
<p><strong>Priester Julio Lancelotti und seine Mitarbeiter stellen immer  wieder Merkwürdigkeiten und verdächtige Tatbestände fest. „Werden  Obdachlose krank und gehen in bestimmte öffentliche Hospitäler, bringt  man an ihrem Körper eine Markierung an, die bedeutet, daß der Person  nach dem Tode zu Studienzwecken Organe entnommen werden. Die Männer  registriert man durchweg auf den Namen Joao, alle Frauen als Maria. Wir  streiten heftig mit diesen Hospitälern und wollen, daß die Obdachlosen  auch nach dem Tode mit den echten Namen geführt werden. Schließlich  kennen wir diese Menschen, haben über sie Dokumente. Man meint eben,  solche Leute sind von der Straße, besitzen also weder eine Würde noch  Bürgerrechte. Wir haben in der Kirche eine Gruppe, die den illegalen,  kriminellen Organhandel aufklären will, aber rundum nur auf Hindernisse  stößt. Denn wir fragen uns natürlich auch, ob jenen namenlos  Verscharrten vorher illegal Organe entnommen werden.“</strong></p>
<p><strong>Fast in ganz Brasilien  und auch in Sao Paulo sind  Todesschwadronen aktiv, zu denen Polizeibeamte gehören, wie sogar das  Menschenrechtsministerium in Brasilia einräumt. Tagtäglich würden  mißliebige Personen außergerichtlich exekutiert, heißt es. Darunter sind  auch Obdachlose, von denen allein in Sao Paulos Zentrum weit über  zehntausend auf der Straße hausen. Wie Priester Julio Lancelotti betont,  ist zudem die Zahl der Verschwundenen auffällig hoch. „Auf den Straßen  Sao Paulos werden viele Leichen gefunden. Denn es ist sehr einfach, so  einen Namenlosen zu fabrizieren. Man nimmt ihm die Personaldokumente  weg, tötet ihn und wirft ihn irgendwo hin. Wir gehen deshalb jeden Monat  ins gerichtsmedizinische Institut, um möglichst viele Opfer zu  identifizieren. Die Polizei ist immer überrascht und fragt, warum uns  das interessiert. Das Identifizieren ist für uns eine furchtbare,  psychisch sehr belastende Sache, denn wir müssen monatlich stets  Hunderte von Getöteten anschauen, die in großen Leichenkühlschränken  liegen – alle schon obduziert und wieder zugenäht. Und man weiß eben  nicht, ob da Organe<br />
entnommen wurden.“</strong></p>
<p><strong>Solchen Verdacht hegen nicht wenige Angehörige von Toten, die  seltsamerweise als „Namenlose“ im Massengrab endeten. In der  nordostbrasilianischen Küstenstadt Maceio ging letztes Jahr der  69-jährige Sebastiao Pereira sogar mit einem Protestplakat voller Fotos  seines ermordeten Sohnes auf die Straße. Dem Vater hatte man im  gerichtsmedizinischen Institut die Identifizierung der Leiche verweigert  – diese dann mysteriöserweise auf einen Indigentes-Friedhof gebracht.  Kaum zu fassen – ein Friedhofsverwalter bringt es fertig, Sebastiao  Ferreira später  mehrere Leichenteile zu zeigen, darunter einen Kopf.  „Mein Sohn wurde allein am Kopf von vier MG-Schüssen getroffen – und  dieser Kopf war doch intakt! Ich setzte eine DNA-Analyse durch – der  Kopf war von einem Mann, das Bein von einem anderen, der Arm wiederum  von einem anderen – doch nichts stammte von meinem Sohn“, sagt er der  Presse.</strong></p>
<p><strong>In Sao Paulo hat Priester Lancelotti durchgesetzt, daß ein  Mahnmal auf dem Friedhof Dom Bosco an die ermordeten Regimegegner, aber  auch an die mehr als 200.000 „Namenlosen“ erinnern wird.</strong></p>
<p><strong>Neuerdings macht der Friedhof in Brasilien immer wieder  Schlagzeilen, allerdings nicht wegen der Massengräber von heute.  Progressive Staatsanwälte versuchen das Oberste Gericht in Brasilia zu  überzeugen, den zur Diktaturzeit für den Friedhof verantwortlichen  Bürgermeister Paulo Maluf und den damaligen Chef der Politischen  Polizei, Romeu Tuma, wegen des Verschwindenlassens von Oppositionellen  vor Gericht zu stellen. Erschwert wird dies jedoch durch den  Politikerstatus der Beschuldigten: Paulo Maluf ist Kongreßabgeordneter  und Romeu Tuma sogar Kongreßsenator – beide gehören zum  Regierungsbündnis von Staatspräsident Lula.</strong></p>
<p><strong>Waldemar Rossi &#8211; Fotoserie: <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/">http://www.hart-brasilientexte.de/2012/05/02/brasilien-der-gefolterte-und-die-unter-lula-rousseff-fortdauernde-straffreiheit-fur-folterer-und-andere-diktaturverbrecher-wer-damals-mit-dem-militarregime-eng-kooperierte/</a></strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/03/annetteschavanrezende.jpg" alt="annetteschavanrezende.jpg" /></p>
<p><strong>Forschungsminister Sergio Rezende mit der deutschen Amtskollegin Annette Schavan in Sao Paulo.</strong></p>
<p><strong>Rezende zu Lieferboykott:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/17/brasilien-erleidet-wegen-seines-atomprogramms-bereits-einen-lieferboykott-sagt-wissenschafts-und-technologieminister-sergio-rezende-der-landespresse-brasilien-bekommt-aus-nachvollziehbaren-motiven/"><font color="#bb0000">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/17/brasilien-erleidet-wegen-seines-atomprogramms-bereits-einen-lieferboykott-sagt-wissenschafts-und-technologieminister-sergio-rezende-der-landespresse-brasilien-bekommt-aus-nachvollziehbaren-motiven/</font></a></p>
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