Informativo Eletrônico do SASOP
04 de abril de 2012
Längste Dürre seit 30 Jahren, akuter Wasser-und Nahrungsmangel: http://g1.globo.com/bom-dia-brasil/noticia/2012/04/municipios-da-bahia-vivem-seca-mais-prolongada-dos-ultimos-30-anos.html
Unterernährte Rinder werden rasch zum Opfer von Krankheiten und Schwäche.
<!–[if gte mso 9]> Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 <![endif]–><!–[if gte mso 9]> <![endif]–><!–[if gte mso 10]> /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:“Tabela normal“; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:““; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:“Times New Roman“; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;} <![endif]–>
Über eine Autostunde von Jequié entfernt, hat der aus der Schweiz stammende Bischof Krapf eine Diözese-Fazenda gegründet, zählt ein Pionier-Aufforstungsprojekt bereits über 12000 Bäume – klar, alles bewässert mit den vom Bischof entwickelten Solarpumpanlagen. Als kleiner Junge hat er in Bernhardzell in der Familienlandwirtschaft mitgearbeitet, das Feld gehackt, Kühe auf die Weide getrieben. Und als Bischof in dem als Folge brutaler Abholzung von Dürre und Klimawandel geplagten Brasilien gibt er, kaum zu glauben, den Fazenda-Arbeitern detaillierte Anweisungen, was zu tun ist. Und faßt selber mit an, hackt Erde, macht sich die Klamotten dreckig.
Gerade wird Brasilien erneut von einer Umweltkatastrophe heimgesucht, mit den gleichen Ursachen und politischen Verwantwortlichkeiten wie bei den Überschwemmungen und Erdrutschen, der verheerenden Dürre von 2011. „Wie kann man Bebauung in Risikozonen direkt an Flüssen zulassen“, sagt er empört. Krapf ist nicht der einzige Öko-Bischof des Tropenlandes, der Landwirte, Großfazendeiros zu überzeugen versucht, systematisch aufzuforsten. „Sie machen es nicht, weil das eben dauert, bis man einen Nutzen davon hat.“
Bis zur Diözese-Fazenda auf beiden Seiten der Straße ist fast nur abgeholztes Land, mit armseliger Sekundärvegetation. „Das könnte alles aufgeforstet werden – doch die Flächen werden nicht einmal bepflanzt – im ganzen Nordosten ist es so! Eigentlich haben wir Regenzeit, doch der ersehnte Regen wird von Jahr zu Jahr schwächer, seltener.“ Früher, als noch Wald da war, stand auch das Grundwasser viel höher. Krapf setzt deshalb mit seinen über 12000 indischen Nimbäumen, aus deren Samen und Blättern sich Medizin gewinnen läßt, ein Zeichen, hofft auf Nachahmer. Gesunde Kühe weiden zwischen den Bäumen – doch warum sind die vielen Rinder auf der anderen Seite des Zauns so grauenhaft abgemagert, krank? „Als Dürrefolge konnte ein Fazendeiro die Herde nicht mehr ernähren, trieb sie in unsere Region“, erklärt der Vorarbeiter. „Viele Rinder sind vor Hunger und Schwäche an der Straße zusammengebrochen.“ Auf einem verendeten Rind sitzt bereits ein Dutzend Geier, wirkt als Gesundheitspolizei. „Das sind hier die Landwirtschaftsprobleme.“
Bischof Krapf.