Klaus Hart Brasilientexte

Aktuelle Berichte aus Brasilien – Politik, Kultur und Naturschutz

Brasiliens Atomkraftausbau: Rousseff-Regierung setzt Bau von Atomkraftwerken fort, laut Energieminister Edson Lobao. Wegen Fukushima keine Planungsänderungen. Angra 3 bei Rio wird derzeit mit deutschen Nuklearteilen gebaut. Standortsuche für 4 weitere AKW. Grün-Rot verlängerte deutsch-brasilianischen Atomvertrag zweimal.

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

Brasilien fällt auf Welt-Ranking für Informationstechnologie zurück – vom 62. auf den 64. Platz. Argentinien Platz 56.

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

O Brasil está ficando para trás nos avanços mundiais da área de Tecnologia de Informação e Comunicação (TICs). O país caiu duas posições, de 62º para 64º lugar, entre as 152 nações que mais cresceram na área no período de 2008 a 2010. O país ficou atrás de Uruguai (54º), Chile (55º) e Argentina (56º), e apenas um ponto à frente da Venezuela (65º). A Coreia é a primeira da lista, seguida por Suécia, Islândia e Dinamarca e Finlândia.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/31/brasilien-auf-doing-business-ranking-hinter-uganda-swaziland-nepal-bangladesh-jemen-und-athiopien-2011-nur-auf-platz-127-2010-noch-platz-124/

A avaliação é do Índice de Desenvolvimento das TICs – o IDI (ICT Development Index), da União Internacional de Telecomunicações (UIT), no relatório „Medindo a Sociedade da Informação“ („Measuring the Information Society“), que faz uma ampla análise da situação no mundo. (O Globo)

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasiliens-infrastrukturpolitik-auslandspropaganda-und-realitat-neueste-daten-des-weltwirtschaftsforums-doing-business-ranking-der-weltbank-brasilien-hinter-uganda/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/03/08/in-brasilien-maschinen-und-ausrustungen-zu-produzieren-ist-3627-prozent-teurer-als-in-deutschland-beim-gleichen-produkt-mario-bernardini-wirtschaftsexperte-der-industrievereinigung-abimaq/

Brasilien: Streiks auf Stadion-Baustellen in Rio de Janeiro und Belo Horizonte für Fußball-WM 2014. Angemessenen Lohn, bessere Arbeitsbedingungen gefordert. Brasiliens Sportförderung.

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

Sarkozy und Cameron schließlich in Tripolis, melden Brasiliens Medien. Frei Betto, die Attentate auf Gaddafi, die abgeschossene italienische Passagiermaschine. Libyen und die UNO-Statistik für menschliche Entwicklung…

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

Parabens, Dom Paulo Evaristo Arns!(2). Kardinal feiert 90. Geburtstag mit Glaubensbrüdern, Freunden, Kampfgefährten. Kardinal Odilo Scherer, Helio Bicudo, Ivo Herzog…Viva Dom Paulo! Willy Brandt und Brasilien…

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/

Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer,  berüchtigter sadistischer Judenmörder – von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert:   „Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.“ Wikipedia

Im KZ Sobibor wurden etwa 250000 Juden ermordet. 

100 Jahre Willy Brandt:“Die Freiheit ist das Wichtigste“:  http://www.vorwaerts.de/111150/willy-brandt-100.html

http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html

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1969 – Jahr der Unterzeichnung des Kulturabkommens sowie des Wissenschafts-und Technologieabkommens mit der Folterdiktatur Brasiliens. Unterzeichner sind in Bonn Willy Brandt und José de Magalhaes Pinto.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/21/brasiliens-nazistisch-antisemitische-militardiktatur-hohe-militars-zu-herbert-cukurs-massenmorder-von-rigadu-hast-einen-einzigen-fehler-begangen-du-hattest-alle-juden-toten-sollen-hintergrun/

Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

1968 schenkt Willy Brandt dem brasilianischen Diktaturchef, General Costa e Silva, eine goldene Uhr, laut Veja:  „…Presidente Costa e Silva, logo depois de receber, do Chanceler Willy Brandt, da Rep?blica Federal da Alemanha, um rel?gio de ouro de presente.“

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1421022/

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Ausriß.

Kardinal Odilo prangert in seinen Predigten die aus der Diktaturzeit fortdauernden gravierenden Menschenrechtsverletzungen an – Rechtsexperte Helio Bicudo arbeitete während der Zeit des Militärregimes eng mit Arns zusammen – Ivo Herzog ist Sohn des jüdischen Journalisten Vladimir Herzog, der 1975 in einer Militärkaserne ermordet worden war. Kardinal Arns zelebrierte damals für Herzog eine Protest-Messe in der Kathedrale von Sao Paulo.

1975, im Jahr der Ermordung des Juden Herzog,  wurde zwischen Bonn und Brasilia auf der Basis bestimmter Wertvorstellungen der Atomvertrag geschlossen. Laut Zeitzeugen war es üblich, unweit des Bauplatzes der von Siemens zu realisierenden Atomkraftwerke nahe der Gefängnisinsel Ilha Grande politische Häftlinge lebendig den Haien zum Fraß vorzuwerfen. 

Kardinal Arns kämpfte während der nazistisch und antisemitisch orientierten Militärdiktatur – und auch danach – engagiert gegen Folter und Todesschwadronen. Folter und Todesschwadronen unter Lula-Rousseff:

http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/

Entsprechend groß ist die Sympathie für Lula-Rousseff in einer bestimmten Szene Deutschlands, Österreichs und der Schweiz.

Bonns Haltung zu Brasiliens Diktaturgenerälen nach dem Militärputsch von 1964:

Laut Geschichtsdaten erfolgte der erste Besuch eines deutschen Bundespräsidenten mit Heinrich Lübke kurz nach dem Militärputsch vom 31. März 1964, vom 7. bis 14. Mai des betreffenden Jahres. Es war der erste offizielle Besuch eines ausländischen Staatschefs nach dem Militärputsch. Zum Lübke-Besuch wurde auch eine deutsche Sonderbriefmarke herausgegeben. 

Laut Nationaler Wahrheitskommission waren bereits im Putschjahr 1964 über 50000 Menschen verhaftet worden.  Wie die Wahrheitskommission weiter mittteilte, wurden die Regimegegner in Fußballstadion und Schiffen gefangen gehalten. Zu den Stadien zählte das Fußballstadion “Caio Martins” in Rio de Janeiro. Schon im Putschjahr 1964 sei vom Militärregime die Folter eingeführt worden – dazu Mord, Verschwindenlassen und Entführung.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/

1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein Kulturabkommen. 

MISEREOR gratuliert Franziskaner Arns:

http://www.misereor.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-detais/article/der-kardinal-der-armen-wird-90.html

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Helio Bicudo, enger Mitarbeiter von Paulo Evaristo Arns während des Militärregimes.

http://helio-bicudo.blogspot.com/

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/02/11/impeachment-gegen-lula-wegen-des-parteien-und-stimmenkauf-skandals-ware-gerechtfertig-gewesen-lula-war-kommandant-der-mensalao-bande-betont-helio-bicudo-prasident-der-interamerikanischen-mensc/

Kardinal Odilo Scherer:

http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/02/sklavenarbeit-unter-lula-angeprangert-vom-deutschstammigen-kardinal-odilo-scherer-im-protest-gottesdienst-am-1-mai-in-der-kathedrale-sao-paulo/

Waldemar Rossi, Paulo Evaristo Arns, der Papst im Morumbi-Stadion während der Militärdiktatur

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Brasilias Korruptionskrise: Staatschefin Rousseff muß fünften Minister in nur neunmonatiger Amtszeit entlassen – auch Tourismusminister Pedro Novais(PMDB) stürzte durch Medienenthüllungen. Wie Rousseff ihre Mitarbeiter aussucht. Weitere Minister im Zwielicht. Lulas Mensalao-Skandal.

Donnerstag, 15. September 2011 von Klaus Hart

 http://www1.folha.uol.com.br/poder/975362-dilma-aceita-demissao-de-ministro-do-turismo-5-a-deixar-o-governo.shtml

„Cai o quinto ministro de Dilma; substituto é outro aliado de Sarney.“ O Estado de Sao Paulo

Ohne die Enthüllungen investigativer brasilianischer Journalisten wäre auch dieser Minister, ebenso wie über 30 inzwischen entlassene hochrangige Regierungsfunktionäre, weiterhin im Amt. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/24/brasilien-und-korruption-regierung-stark-verargert-uber-neue-einstufung-durch-transparency-international-politische-farce/

Auffällig ist, daß Staatschefin Dilma Rousseff stets den hoch belasteteten Ministern, angefangen mit Antonio Palocci, ihr vollstes Vertrauen bestätigte und lange zögerte, bis unter dem Druck der Enthüllungen und der öffentlichen Meinung nur noch die Entlassung übrigblieb.

Aus Europa bekam Rousseff viel Lob für ihren Regierungsstil.Die brasilianischen Qualitätmedien fragen erneut nach der „Qualität“ der Ministerauswahl durch Staatschefin Dilma Rousseff – just für diese Auswahl hatte sie aus Europa viel Lob erhalten. Brasiliens Medien dagegen betonen, wer jemanden wie Novais auf hohe Posten setzte, „wußte perfekt“, was dieser tat.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/13/brasiliens-korruptionskrise-wie-dilma-rousseff-ihre-minister-aussucht-tourismusminister-pedro-novais-bezahlte-7-jahre-lang-seine-haushaltshilfe-wie-eine-kongressekretarin-mit-offentlichen-mitteln/

Die neueste Entlassung eines Ministers durch Rousseff ist besonders bemerkenswert, da sich Brasiliens investigativer Journalismus mit seinen Enthüllungen laut Politikanalysen gegen den erklärten Willen der Staatschefin durchsetzte, keine belasteten Mitarbeiter mehr zu entfernen.

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/06/brasiliens-korruptionskrise-prasidentin-stoppt-kampf-gegen-korruption-in-der-regierung-bevor-er-uberhaupt-begonnen-hat-kritisieren-landesmedien-keine-eigene-aufklarung-durch-rousseff-nur-bestenfa/

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Ausriß – Karikaturist Angeli der größten Qualitätszeitung zur politischen Stimmungslage. 

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/12/brasilias-korruptionskrise-landesmedien-verlangen-aufklarung-uber-erenicegate-und-betrugereien-im-transportministerium-hat-dilma-davon-erst-als-letzte-erfahreno-globo/

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Ausriß.

Was Korruption unter Lula-Rousseff anrichtete:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/08/18/brasiliens-korruption-unter-lula-rousseff-laut-fiesp-2010-uber-22-milliarden-euro-vom-staat-abgezweigt-geld-des-steuerzahlers/

Kritik an Rousseff-Regierung – Aufschrei der Ausgeschlossenen:

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/

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Brasiliens Brutto-Durchschnittslöhne für Festangestellte, laut offiziellen Angaben.

Mittwoch, 14. September 2011 von Klaus Hart

Brasiliens Studentenverband UNE wurde von Regierung und Lulas Arbeiterpartei PT kooptiert, ist hübsch brav auf Linie. Durch Straßenproteste fällt der neue regierungsunabhängige Studentenverband ANEL auf, der sogar am „Aufschrei der Ausgeschlossenen“ teilnahm.

Mittwoch, 14. September 2011 von Klaus Hart

http://www.anelonline.org/

„Von 100 Schülern, die in Sao Paulo die Mittelschule verlassen, können nur 5 Prozent richtig lesen und schreiben. Es ist eine Tragödie.“ Gilberto Dimenstein, Journalist der Folha de Sao Paulo,  Bildungsexperte, 2010

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/08/brasilien-aufschrei-der-ausgeschlossenen-2011-proteste-in-sao-paulo-grito-dos-excluidos/

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„Politik ist eine giftige Angelegenheit“

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/14/parabens-dom-paulo-evaristo-arns-der-deutschstammige-kardinal-sao-paulos-ist-90-hochengagiert-im-kampf-gegen-das-militarregime-der-foltergenerale1964-1985-wer-mit-den-diktatoren-eng-kooperierte/

Brasilien, Lage in Amazonien unter Lula-Rousseff – die Sicht der katholischen Landpastoral CPT.

Mittwoch, 14. September 2011 von Klaus Hart

Parabens, Dom Paulo Evaristo Arns! Der deutschstämmige Kardinal Sao Paulos ist 90. „O Cardeal da Resistencia“(Der Kardinal des Widerstands). Hochengagiert im Kampf gegen das Militärregime der Foltergeneräle(1964-1985). Die Wertvorstellungen des Kardinals – und bekannter deutscher Berufspolitiker. Wer mit den Diktatoren eng kooperierte, sie unterstützte, lobte. Willy Brandt(SPD), Helmut Schmidt(SPD), Walter Scheel(FDP). Hans-Dietrich Genscher(FDP) und Brasilien.

Mittwoch, 14. September 2011 von Klaus Hart

http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/31/31marz-1964-tag-des-militarputsches-in-brasilien-medien-erinnern-an-rolle-des-deutschstammigen-kardinals-evaristo-arns-der-dieses-jahr-90-wird-protagonista-da-liberdade

 Zur Zeit der Militärdiktatur war die Erzdiözese von Sao Paulo die größte der Welt. Dom Evaristo Arns verkaufte 1973 den Bischofspalast des Stadtteils Paraiso, zog in ein einfaches Haus im Viertel Sumaré – und ließ für das eingenommene Geld an der Slumperipherie 1200 Gemeindezentren errichten. Diese wurden auch zu Zentren des Widerstands, laut Historikern, dort lernten die Slumbewohner, sich zu organisieren, für bessere Lebensbedingungen zu streiten. Arns gelang es, dem damalige US-Präsident Jimmy Carter während dessen Brasilienbesuch eine Liste mit den Namen verschwundener Regimegegnern zu überreichen. „Mit Arns erlangte die Peripherie eine Stimme“.

http://www.bundestag.de/dasparlament/2010/12/Beilage/006.html

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In einer großen Ausstellung in der City Sao Paulos erinnerte die Qualitätszeitung Folha de Sao Paulo an die beiden für das Jahr 1975 bedeutenden historischen Fakten – die Unterzeichnung des Atomvertrages unter Schmidt-Genscher mit der brasilianischen Militärdiktatur sowie die Folterung und Ermordung des jüdischen Journalisten Herzog durch das Militärregime unter dem deutschstämmigen General Ernesto Geisel.

„1. November 1975: Rund 8000 Personen nehmen am Gottesdienst in der Sé-Kathedrale zur Erinnerung an den Journalisten Vladimir Herzog teil, tot unter der Folter.“

  „O culto contou com a presença dos dois líderes religiosos mais odiados pelos militares – Dom Paulo Evaristo Arns, Cardeal Arcebispo de São Paulo, e Dom Hélder Câmara, Arcebispo de Olinda e Recife. Participaram também o pastor protestante James Wright e o rabino Henry Sobel.“

Helmut Schmidt 95 – was alles in den Würdigungen fehlt:  http://www.hart-brasilientexte.de/2014/01/19/helmut-schmidt-95-was-alles-fehlt-in-den-wurdigungen/

Helmut Schmidt/SPD – Mitherausgeber des Wochenblatts DIE ZEIT, 2015 gestorben – was alles in den Nachrufen fehlt:http://www.hart-brasilientexte.de/2015/11/10/helmut-schmidtspd-2015-gestorben-was-alles-in-den-nachrufen-fehlt/

„Wir wollen mehr Demokratie wagen.“:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/22/mehr-demokratie-wagen-willy-brandt-1969-jahr-in-dem-er-in-bonn-vertrage-mit-der-brasilianischen-folterdiktatur-unterzeichnete/

Kriegsverbrecher Gustav Wagner, stellvertretender Kommandant des KZ Sobibor, SS-Oberscharführer,  berüchtigter sadistischer Judenmörder – von der Militärdiktatur Brasiliens nicht ausgeliefert:   „Die deutsche Regierung stellte ebenfalls ein Ersuchen auf Auslieferung, das jedoch vom Obersten Gerichtshof Brasiliens am 22. Juni 1979 zurückgewiesen wurde.“ Wikipedia

Im KZ Sobibor wurden etwa 250000 Juden ermordet. 

Insofern ist zusätzlich interessant, warum die Kubanerin Yoani Sanchez 2012 ausgerechnet engen freundschaftlichen Kontakt zu Rechten und Rechtsextremen Brasiliens sucht, die eine nazistisch-antisemitische Militärdiktatur befürworten, welche berüchtigte sadistische Judenmörder aufnahm, schützte, nicht auslieferte. Auch auf diese Fragen sind bisher Yoani Sanchez selbst noch ihre vielen Unterstützer und Sympathisanten, darunter in deutschsprachigen Medien, NGO, während und nach der Sanchez-Reise,  nicht eingegangen – was Bände spricht, zahlreiche Schlüsse zuläßt.

http://www.amnesty.de/journal/2009/juni/kolumne-kopf-unter-wasser

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1969 – Jahr der Unterzeichnung des Kulturabkommens sowie des Wissenschafts-und Technologieabkommens mit der Folterdiktatur Brasiliens. „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“

Willy Brandt und sein Diktatur-Amtskollege José Magalhaes Pinto:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/19/brasiliens-folter-diktatur1964-1985-mit-wem-bundesausenminister-willy-brandt-damals-bilaterale-vertrage-unterzeichnet-das-massaker-an-stahlarbeitern-unter-gouverneur-jose-magalhaes-pinto/

1968 schenkt Willy Brandt dem brasilianischen Diktaturchef, General Costa e Silva, eine goldene Uhr, laut Veja:  „…Presidente Costa e Silva, logo depois de receber, do Chanceler Willy Brandt, da Rep?blica Federal da Alemanha, um rel?gio de ouro de presente.“

100 Jahre Willy Brandt:“Die Freiheit ist das Wichtigste“:  http://www.vorwaerts.de/111150/willy-brandt-100.html

In den Archiven des Weltkirchenrates in Genf lagern Dokumente der brasilianischen Kirche, die laut Brasiliens Medien für das Diktaturjahr 1970 von „Bürgerkrieg“ und etwa 12000 politischen Gefangenen sprechen. Die Diktatur erlaubte dem Internationalen Roten Kreuz nicht den Zugang zu den Gefängnissen, Diktator Medici erklärte, es gebe keine politischen Gefangenen in Brasilien. 1971 wurde ein Appell an die UNO wegen der gravierenden Menschenrechtsverletzungen gerichtet. In den Dokumenten des Weltkirchenrates werden die sadistischen Foltertechniken detailliert beschrieben, Folter werde als politische Waffe angewendet. Die Zahl der Folterzentren wird mit 242 angegeben, weibliche Gefangene seien häufig vergewaltigt worden. Zu den Taktiken gehörte, Oppositionelle in Gegenwart ihrer Ehepartner, teils sogar ihrer Kinder zu foltern. Üblich war zudem, besonders sadistisch gefolterte Regimegegner schließlich durch eine Giftinjektion zu töten, statt diese zu erschießen.

In deutschen Buchhandlungen, im mitteleuropäischen Mainstream findet sich eine Fülle von Publikationen zum Wirken von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Zeitgeschichtlich  Interessierte können dort rasch feststellen, ob und wie die hochinteressanten Beziehungen zum brasilianischen Folterregime entsprechend aufgearbeitet sind.  

Brasiliens nazistisch-antisemitisch orientierte Folterdiktatur liefert Waffen für Repression an Pinochet in Chile:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/

“Wer die Botschaft der Menschenrechte überhört, wird sich früher oder später auf der Verliererseite der Geschichte befinden.” Joachim Gauck 2013 vor dem Menschenrechtsrat in Genf, laut Kalender des Auswärtigen Amtes.

http://www.hart-brasilientexte.de/2013/03/23/brasilien-widerstandskampfer-und-regimegegner-protestieren-am-233-2013-in-sao-paulos-fruherem-dops-folterzentrum-gegen-diktatur-und-folter-befurworter-jair-bolsonaro-einflusreicher-kongrespolitike/

Diese Angaben waren auch in BRD und DDR gut bekannt.  1975 wurde indessen zwischen Bonn und Brasilia auf der Basis bestimmter Wertvorstellungen der Atomvertrag geschlossen. 

“5.3.1978

In Bonn trifft der brasilianische Staatspräsident Ernesto Geisel zu einem fünftägigen Staatsbesuch ein. Während seines Aufenthalts werden zwischen Regierungsvertretern Brasiliens und der Bundesrepublik mehrere Vereinbarungen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit unterzeichnet.”(offiz.Chronik)

Bonns Haltung zu Brasiliens Diktaturgenerälen nach dem Militärputsch von 1964:

Laut Geschichtsdaten erfolgte der erste Besuch eines deutschen Bundespräsidenten mit Heinrich Lübke kurz nach dem Militärputsch vom 31. März 1964, vom 7. bis 14. Mai des betreffenden Jahres. Es war der erste offizielle Besuch eines ausländischen Staatschefs nach dem Militärputsch. Zum Lübke-Besuch wurde auch eine deutsche Sonderbriefmarke herausgegeben. 

Laut Nationaler Wahrheitskommission waren bereits im Putschjahr 1964 über 50000 Menschen verhaftet worden.  Wie die Wahrheitskommission weiter mittteilte, wurden die Regimegegner in Fußballstadion und Schiffen gefangen gehalten. Zu den Stadien zählte das Fußballstadion “Caio Martins” in Rio de Janeiro. Schon im Putschjahr 1964 sei vom Militärregime die Folter eingeführt worden – dazu Mord, Verschwindenlassen und Entführung.

http://www.hart-brasilientexte.de/2012/07/14/brasiliens-nazistisch-antisemitisch-orientierte-militardiktatur-lieferte-waffen-fur-repression-in-chile-laut-jetzt-veroffentlichten-geheimdokumenten-abkommen-von-diktator-medici-mit-pinochet-geschlo/

1969 schloß Bonn mit dem Militärregime laut Jahreschronik ein Kulturabkommen. 

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Amtszeit von General Geisel: Das offizielle Foto vom angeblichen Selbstmord des jüdischen Journalisten und Fernsehdirektors von TV Cultura, Vladimir Herzog 1975 in einer Polizeizelle Sao Paulos – in Wahrheit wurde er totgefoltert.  Bundesrichter Marcio José de Morais annullierte 1979 das offizielle Dokument der Diktatur über die Todesursache, gab indessen Zeugen recht, denen zufolge Herzog gefoltert worden war, machte den Staat für den Tod des Juden verantwortlich. Unterdessen wurde ermittelt, daß unter Geisel gefolterte Regimegegner auch durch Giftspritzen umgebracht wurden, das Militär zahlreiche Oppositionelle außergerichtlich exekutierte.

Der Fernsehdirektor und Journalist war eine bekannte Person der Mittelschicht und vom Militärregime nicht festgenommen oder verhaftet, sondern  für den 25.  Oktober 1975 zwecks Erteilung von Auskünften zum Sitz der politischen Polizei bestellt worden – das macht vorstellbar, wie die Diktatur mit nicht bekannten Oppositionellen, mutmaßlichen Oppositionellen etwa der Unterschicht, in den Slums umging, Aktionsfeld der Todesschwadronen des Regimes. 

Deutscher Bundespräsident Walter Scheel, FDP: “Die Toleranz ist das Grundprinzip der brasilianischen Rassendemokratie. Konflikte friedlich zu lösen, ist alte Tradition in ihrem Land.” Scheel zeichnete den Folterdiktator Ernesto Geisel während der Militärdiktatur mit dem Großkreuz zum Bundesverdienstorden der Sonderklasse aus.

„Du hättest alle Juden töten sollen“:  http://www.hart-brasilientexte.de/2012/03/21/brasiliens-nazistisch-antisemitische-militardiktatur-hohe-militars-zu-herbert-cukurs-massenmorder-von-rigadu-hast-einen-einzigen-fehler-begangen-du-hattest-alle-juden-toten-sollen-hintergrun/

Wikipedia:

A morte[editar]

Serviço Nacional de Informações recebeu uma mensagem em Brasília de que naquele dia 25 de outubro: „cerca de 15h, o jornalista Vladimir Herzog suicidou-se no DOI/CODI/II Exército„. Na época, era comum que o governo militar divulgasse que as vítimas de suas torturas e assassinatos haviam perecido por „suicídio“, fuga ou atropelamento, o que gerou comentários irônicos de que Herzog e outras vítimas haviam sido „suicidados“ pela ditadura. O jornalista Elio Gaspari comenta que „suicídios desse tipo são possíveis, porém raros. No porão da ditadura, tornaram-se comuns, maioria até.“

Conforme o Laudo de Encontro de Cadáver expedido pela Polícia Técnica de São Paulo, Herzog se enforcara com uma tira de pano – a „cinta do macacão que o preso usava“ – amarrada a uma grade a 1,63 metro de altura. Ocorre que o macacão dos prisioneiros do DOI-CODI não tinha cinto, o qual era retirado, juntamente com os cordões dos sapatos, segundo a praxe naquele órgão.14 No laudo, foram anexadas fotos que mostravam os pés do prisioneiro tocando o chão, com os joelhos fletidos – posição em que o enforcamento era impossível. Foi também constatada a existência de duas marcas no pescoço, típicas de estrangulamento15 5

Vladimir era judeu, e a tradição judaica manda que suicidas sejam sepultados em local separado. Mas quando os membros da Chevra kadisha – responsáveis pela preparação dos corpos dos mortos segundo os preceitos do judaísmo – preparavam o corpo para o funeral, o rabino Henry Sobel, líder da comunidade, viu as marcas da tortura. „Vi o corpo de Herzog. Não havia dúvidas de que ele tinha sido torturado e assassinado“, declarou.16 Assim, foi decidido que Vlado seria enterrado no centro do Cemitério Israelita do Butantã, o que significava desmentir publicamente a versão oficial de suicídio. As notícias sobre a morte de Vlado se espalharam, atropelando a censura à imprensa então vigente. Sobel diria mais tarde: „O assassinato de Herzog foi o catalisador da volta da democracia“.17

Anos depois, em outubro de 1978, o juiz federal Márcio Moraes, em sentença histórica, responsabilizou o governo federal pela morte de Herzog e pediu a apuração da sua autoria e das condições em que ocorrera. Entretanto nada foi feito.6 Em 24 de setembro de 2012, o registro de óbito de Vladimir Herzog foi retificado, passando a constar que a „morte decorreu de lesões e maus-tratos sofridos em dependência do II Exército – SP (Doi-Codi)“, conforme havia sido solicitado pela Comissão Nacional da Verdade.18

Walter Scheel(FDP) und Brasiliens Militärdiktatur:  http://www.hart-brasilientexte.de/2013/11/26/bundesprasident-walter-scheel-1978-anlaslich-des-besuchs-von-diktator-ernesto-geisel-in-bonndie-freundschaft-zwischen-brasilien-und-der-bundesrepublik-deutschland-kann-als-modell-fur-die-nord-sud/

Hans-Dietrich Genscher (FDP) und Brasiliens Militärdiktatur: http://www.hart-brasilientexte.de/2012/04/14/deutsch-brasilianischer-atomvertrag-und-ermordung-des-judischen-journalisten-herzog-durch-die-militardiktatur-1975-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-erinnert-an-historische-f/

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    Fotostrecken Wasserfälle Iguacu und Karneval 2008

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