http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/07/waiapi-indios-gesichter-brasiliens/
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/19/fisch-zerlegen-rio-negro-amazonien/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/01/05/indiokinder-in-amazonien-gesichter-brasiliens/
Für manche, die sich infantil an sozialromantische Vorstellungen über Brasilien klammern und als Privilegierte die gravierenden Menschenrechtsprobleme des Tropenlandes bewußt verdrängen, handelt es sich um ein Indiomädchen wie aus dem Tropenbilderbuch, oder aus verlogenen Amazonas-Kinderbüchern. Denn vor allem aus kommerziellen Gründen wird an der Indianer-Idealisierung in der Art von Karl May festgehalten.
Andere erkennen sofort den soziokulturellen Kontext: Die junge Mutter mit den traurigen Augen gehört zum Stamme der Waiapi und ist gerade einmal zwölf Jahre alt, wie indianischstämmige Brasilianerinnen schätzen, hat indessen bereits ein Kind – wie ist das möglich, in diesem Alter? In politisch korrekten Traktaten der mitteleuropäischen Indianer-Industrie wird dies nicht erklärt – da helfen nur politisch unkorrekte Quellen, die u.a. auf die Polygamie im Waiapi-Stamm hinweisen.
Die junge Mutter schaut mit den anderen Frauen und Kindern des Dorfes abgehungert aus nächster Nähe zu, wie die Macho-Männer ein Freßgelage veranstalten. Köstliches gegrilltes Fleisch, dazu Gemüse, Bier und Zuckerrohrschnaps. Frauen und Kinder haben laut Stammessitte kein Recht, an dem Essen teilzunehmen. Erst als sich die wohlgenährten starken Männer bequemen, endlich aufzustehen, stürzen sich Frauen und teils bedenklich abgemagerte Kinder regelrecht auf die Knochen, nagen sie ab. Niemand in Brasilien ist machistischer als die Indianer, sagt Antonio Pereira Neto, ein erfahrener Anthropologe der Indianerschutzbehörde FUNAI im Exklusivinterview. Manfred Göbel, der in Brasilien fünfzehn internationale Lepra-Hilfswerke, darunter die “Deutsche Lepra-und Tuberkulosehilfe, koordiniert, lernte durch seine Arbeit auch Sitten und Traditionen der Indianer kennen. Daß bei den Indios Unterernährung existiert, deshalb sogar immer wieder Kleinkinder sterben, hat nach seiner Beobachtung mit den kulturellen Strukturen zu tun. “In den Familien”, so erläutert er, “essen zuerst die Männer von der Nahrung. Erst dann dürfen die Frauen essen. Denn wenn die Frau vor Hunger stirbt, so die Mentalität, kann sich der Mann ja eine andere nehmen.” Und was ist mit der Ernährung der Kinder? “Zuletzt essen die Kinder. Das ist die Kultur bei den Indianern. Denn man kann ja, wenn das Kind stirbt, ein anderes Kind zeugen. Die haben diese Denkweise. Und das ist natürlich ein schwieriges Problem – man muß also neue Strategien entwickeln, damit die Kinder auch genügend zu essen bekommen. Denn es ist nicht damit getan, daß man den Indianern Nahrungsmittelhilfen liefert und es dann eben so abläuft – erst der Mann!”
…No Brasil, o regime de casamento é monogâmico e não poligâmico. Mas, pela primeira vez na história brasileira, a poligamia foi reconhecida judicialmente, em 2005, no caso que envolveu o interesse de três viúvas que – pelas „leis dos silvícolas“ – casaram, quase ao mesmo tempo, com o mesmo homem, o índio Parara Waiãpi. As irmãs Massaupe, Anã e Sororo, todas filhas do cacique Kumaré Waiãpi eram as esposas de Parara e dessas relações nasceram quatro filhos.
Em 2005, quase cinco anos depois do falecimento do índio Parara, a Justiça Federal no Amapá reconheceu que as três viúvas têm direito à imediata liberação do saldo do Fundo de Garantia por Tempo de Serviço, depositado em nome do índio e à pensão por morte, cujo valor deve ser dividido entre elas e os filhos…
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Leonardo Boff über die Indianer: ”Und ich habe sie immer bewundert, sie sind unsere großen Meister im Hinblick auf die Haltung gegenüber der Natur. Die sind technologisch gesehen rückständig, aber zivilisatorisch, sie sind vorwärts, sie sind reicher als wir. Wenn wir lernen wollen, was wir für eine Beziehung mit der Natur eingehen sollen, die Beziehung zwischen dem Alter und den Kindern, den Erwachsenen und alten Leuten, die Beziehung zwischen Arbeit und Freizeit, die Beziehung zwischen Leben und Tod, dann müssen wir die Indianer hören. Die haben eine große Weisheit und vieles haben sie uns zu sagen.“
http://www.estadao.com.br/noticias/arteelazer,relacoes-delicadas-no-universo-da-osesp,635340,0.htm
OSESP tritt u.a. in Wien, Salzburg, Köln, Aachen und Frankfurt/Main auf.
http://www.concerto.com.br/contraponto.asp?id=770
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/10/die-ara-john-neschling-in-sao-paulo1997-2009/
Nachrichtenmagazin „Epoca“ kommentiert: http://revistaepoca.globo.com/Revista/Epoca/1,,EMI183186-15230,00.html

Deutsche Obdachlosenbetreuerin Hedwig Knist in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/10/hedwig-knist-aufschrei-der-ausgeschlossenen-sao-paulo-am-unabhangigkeitsdenkmal-wofur-braucht-brasilien-atomwaffen-wollen-wir-kriege-gegen-wen-mussen-wir-uns-jetzt-verteidigen-in-diesem-land/
Brasiliens Kirche hat jetzt die Exekution von über 30Obdachlosen, mutmaßlich durch Todesschwadronen, im nordöstlichen Teilstaat Alagoas angeprangert. Wie es hieß, drohe Brasilien deshalb eine Anzeige bei der UNO. Pedro Montenegro, Stadtsekretär für Menschenrechte in der Alagoas-Provinzhauptstadt Maceio, sprach gegenüber der Presse von “sozialer Säuberung” in den Straßen. Die Existenz von Todesschwadronen in der Lula-Rousseff-Amtszeit ist wiederholt angeprangert worden. Jetzt betonen die Landesmedien erneut den Image-Schaden für Brasilien wegen “fortgesetzter Menschenrechtsverletzungen” dieser Art.
Brasiliens gewählte Präsidentin Dilma Rousseff, die der Lula-Regierung als Chefministerin angehörte, sagte nach dem Wahlsieg, Menschenrechte werde man einhalten.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/05/die-schlingensief-fotoserie2/
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/11/die-schlingensief-fotoserie3/
http://www.doingbusiness.org/rankings
„Brasilien verschlechterte sich in fast allen Kategorien“, betonen Landesmedien. „Brasilien ist Weltmeister in Bürokratie.“
„Wirtschaftsmacht“ Brasilien: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/30/baden-wurttemberg-exportiert-mehr-als-ganz-brasilien/
Wirtschaft und Ethik: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/iranerin-sakineh-neue-weltproteste/
http://www.comunique-se.com.br/conteudo/newsshow.asp?menu=JI&idnot=57190&editoria=1193
Die Landesmedien kritisieren in Kommentaren „“Intoleranz im Internet“, Separatismus-Forderungen, Rassismus.
José Sarney, Chef der Folterdiktatorenpartei ARENA des Militärregimes, feiert 2010 den Wahlsieg mit Dilma Rousseff.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/11/03/iranerin-sakineh-neue-weltproteste/