Wieder einmal hat Brasiliens Staatschef Lula nur deshalb enge Vertraute aus der Regierung entlassen müssen, weil wache, aufmerksame, unabhängig agierende Journalisten wenigstens einen Teil gängiger Machenschaften gerichtsverwertbar enthüllen konnten. Ohne solche Journalisten, die sich heute üblichen Medien-Eingriffen u.a. durch Parteien sowie Partei-und Regierungsfunktionäre widersetzen, im heutigen Brasilien kaum ein realistischer Einblick in die Regierungsarbeit unter Lula – und immer noch Unmengen zwielichtiger Figuren auf höchsten Posten. Entsprechend scharfe Kritik von Lula und Dilma Rousseff auf Wahlkundgebungen an solchen Journalisten spricht Bände und läßt die brasilianischen Journalisten-und Anwaltsorganisationen unter Hinweis auf Gesetz und Verfassung reagieren. So erklärte Lula jetzt; „Wir sind die öffentliche Meinung und wir formen sie.“ Dies ließ an die ungeheuren, vom Steuerzahler finanzierten Ausgaben für Regierungspropaganda erinnern, die nur zu oft ganze Sozialetats übersteigen. In Kommentaren wird daran erinnert, daß die Regierung in Radios und Zeitungen außerhalb der großen Städte als Informationen getarnte Propaganda schaltet, daß zudem die regionale Presse von Bundes-Werbung beherrscht sei.
„Os fatos? Danem-se os fatos, o que vale é a versao de Lula…Tudo porque foi a imprensa livre que expos aos brasileiros um centro de corrupcao justamente na Casa Civil, onde foi construido a candidata Dilma e fabricado o inexplicavel poder de uma tal Erenice.“
„“Vamos derrotar alguns jornais e revistas que se comportam como so fossem um partido politico.“
Geradezu genial, wie Regierungspropaganda ohne Quellenangabe nach Europa durchgeschaltet wird.
Präsidentschaftskandidatin Dilma Rousseff blamierte sich, indem sie Journalisten der größten Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ öffentlich fälschlicherweise vorwarf, Fakten zu verschweigen. http://www.advivo.com.br/blog/luisnassif/a-folha-no-tce-do-rio-grande-do-sul
http://www.estadao.com.br/estadaodehoje/20100920/not_imp612443,0.php
Die „grüne“ Präsidentschaftskandidatin Marina Silva versucht derzeit, ihre politische Verantwortung für Brasiliens Umweltdesaster zu bestreiten, kleinzureden. http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/14/marina-silva-norwegischer-umweltpreis-dotiert-mit-100000-dollar-nichts-getan-und-doch-geehrt/
Von brasilianischen Journalisten entdeckt: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/18/lula-vor-der-uno-dichtung-und-wahrheit-youtube-anklicken-prasidentschaftswahlkampfe-in-brasilien/
Lula und regierungskritische Medien und Journalisten: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/20/erenicegate-lula-verargert-uber-presse-enthullungen-die-ihn-zur-entlassung-von-regierungsmitgliedern-zwangen-nationale-zeitungsassoziation-und-anwaltsverband-verurteilen-lulas-verbalattacken-auf-d/
Den IBGE-Angaben zufolge wurde die ursprüngliche Vegetation von rund 2.039000 Quadratkilometern auf rund 1.053000 Quadratkilometer bis 2008 reduziert – angesichts der starken Brandrodungen von 2010 wird von Experten bereits eine Zerstörungsrate nahe 60 Prozent angenommen. Brasiliens Buschsavannen sind die artenreichsten der Erde. Braulio Dias, zuständiger Experte im brasilianischen Umweltministerium räumte jetzt unter Bezugnahme auf die gigantischen Brandrodungen ein: „Wir wissen unseren biologischen Reichtum nicht zu nutzen – schlimmer noch, wir verbrennen ihn.“
Brasilien wird derzeit von Wald-und Savannenbränden heimgesucht, die unabhängige Umweltexperten zu den größten der Geschichte rechnen. In vierzehn Teilstaaten und dem Hauptstadtdistrikt Brasilia mußte der Umweltnotstand ausgerufen werden, betroffen ist eine Region von der mehrfachen Größe Deutschlands. Nach den sehr unvollständigen Angaben der staatlichen Weltraumbehörde INPE, die Satellitenfotos liefert, hat sich die Zahl der Waldbrände gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt, gleiches gilt für theoretisch streng geschützte Naturreservate. Millionen von Tieren, auch Jungtiere, Jungvögel im Nest, die nicht fliehen können, verbrennen lebendig, was die Artenvernichtung beschleunigt. Das Umweltministerium räumt ein, die Ausdehnung der Brände, ihre tatsächliche Zahl wegen der ungenügenden Meßmöglichkeiten nicht zu kennen. Allein für August werden offiziell rund 260000 per Satellit registrierte Hitzeherde genannt, die von den unabhängigen Fachleuten als Brände interpretiert werden. Kleinere Feuer sowie von Wolken verdeckte Brände kann der Kontrollsatellit nicht feststellen.
http://wissen.dradio.de/index.37.de.html?dram:article_id=5577&dram:pos=1&dram:play=1&sid=
Video anklicken: http://www.youtube.com/watch?v=HK4p35wYgXI
A United Nations (PNUD) report in July showed Brazil as having the third worst inequality index in the world. With regard to rich and poor, our country ties with Ecuador and is behind Bolivia, Haiti, Madagascar, Cameroon, Thailand and South Africa.
Brasiliens kuriose Armutsgrenze: http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/17/mit-rund-500-euro-familieneinkommen-in-brasilien-schon-mittelschicht-was-in-europa-gut-ankommt/
Insider der Arbeiterpartei PT betonen, Lula sei einst von den deutschen Automultis aufgebaut worden.
Brasilien – Daten, Statistiken: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/

Straßenkinder in Sao Paulo – direkt an abgasverseuchter City-Avenida.
Da auf Brasiliens Bällen so gut wie nie Zouk, dafür aber viel Forró gespielt wird, gehen Brasilianer dazu über, dann eben schnellen Zouk auf Forró zu tanzen, was erstaunlich gut klappt. In Städten wie Sao Paulo hat sich in der Zouk-Szene leider unsinnlicher, brutaler Rap-Zouk durchgesetzt, wodurch Zouk auf einen einheimischen Rhythmus der bis auf weiteres beste Ausweg ist. Brasilianer, die auf einem konventionellen Forró-Ball so Zouk tanzen, haben naturgemäß wegen der hohen Dosis an Sinnlichkeit und speziellen Tanzschritten entsprechend viele Zuschauer.
Brasiliens Tanzidol Jaime Aroxa – sensibelster Zouk-„Philosoph“.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/20/zouk-festival-in-berlin-kaum-zu-fassen/
Polizeisport nur mit Mpi…/Globo-Ausriß
Immer mehr brasilianische Fallschirmjäger aus Eliteeinheiten wechseln laut Medienberichten zum organisierten Verbrechen, zu Banditenkommandos der Slums.
„Krieg auf dem Morro dos Macacos“: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/17/krieg-auf-dem-morro-dos-macacos-von-rio-de-janeiro-youtube-anklicken-bope-im-einsatz/

Zeitungsfoto von Slum-Bandit Rio de Janeiros – Terror gegen Slumbewohner. http://www.hart-brasilientexte.de/2010/05/28/menschenrechte-auser-der-mode-brasiliens-groste-qualitatszeitung-folha-de-sao-paulo-zur-geringen-resonanz-der-amnesty-international-kritik-an-der-lage-im-tropenland/
Paulo Lins: http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/20/paulo-lins-gesichter-brasiliens/
„Brasilien stirbt noch mal an dieser Indifferenz, dem Volk fehlt einfach Bewußtsein. Weil der Film weltweit gezeigt wird, eine unbekannte Realität enthüllt, muß die brasilianische Regierung jetzt reagieren, wird sich die brasilianische Gesellschaft für diesen Film schämen. Wenn einer im Ausland sagt, ich bin Brasilianer, wird er hören, ich habs gesehen, ein Scheißland! Und nach dem Film wird man die Brasilianer im Ausland fragen, hast du davon gewußt? Und die werden antworten, nein, wußte ich nicht. In Wahrheit habe ich das Buch geschrieben, um unseren Eliten zu sagen, das ist euer Werk, ihr wart das! Man wird jetzt fragen, bist du einer von den Geldleuten? Dann bist du mitschuldig an den Zuständen. Die Geschichte dieses anderen Brasilien wurde bisher nur mündlich weitergegeben, das ist jetzt vorbei, ab jetzt wird man darüber schreiben, öffentlich reden, ich habe schon Nachfolger.“
(Paulo Lins ist von Rio nach Sao Paulo umgezogen)
http://www.amazon.de/Die-Stadt-Gottes-City-Roman/dp/3936738122
Infos für Touristen(Man sieht nur, was man weiß): http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/