Donnerstag, 17. April 2008 von Klaus Hart
Immer mehr „Carry Trade“
Hintergrund von UNCTAD-Chefökonom Heiner Flassbeck
Brasiliens Zentralbank hat im April die Leitzinsen über das erwartete Maß von 11,25 Prozent auf 11,75 Prozent erhöht. Damit hat die zehntgrößte Wirtschaftsnation die höchsten Realzinsen der Erde, gefolgt von der Türkei. In ersten Reaktionen von Wirtschaftsexperten hieß es, das Rekordzinsniveau stimuliere Zuflüsse von Kapital, werte die Landeswährung Real gegenüber dem Dollar weiter auf. Brasilien handele mit der Leitzinserhöhung entgegen dem internationalen Trend. Zu den Auswirkungen gehöre eine starke Erhöhung der brasilianischen Staatsschulden.
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Donnerstag, 17. April 2008 von Klaus Hart
Brasiliens Presse: vermutlich bereits über 200 Dengue-Tote in Rio registriert
Dengue-Epidemie im Nordosten forderte bisher etwa 40Â Todesopfer – bei weiteren 56 Toten gilt Dengue als Todesursache
Gesundheitsminister Temporao: Brasilien verlor Kampf gegen Dengue und muß mit der Epidemie noch für viele Jahre leben.
35 Länder, darunter USA, Kanada, Deutschland, Frankreich und Portugal, fordern von Brasilia exakte, verläßliche Wochenberichte über die Dengue-Epidemie
 Banditen-Diktatur in Slums contra Seuchenbekämpfung – „Organisiertes Verbrechen immer stärker – ebenso wie die Dengue-Moskitos“
Brasiliens Presse: Größte Dengue-Epidemie in der Geschichte Rio de Janeiros
 106 Tote hat die Dengue-Epidemie im Teilstaat Rio de Janeiro bisher laut amtlichen Angaben gefordert – bei weiteren 106 Leichen wird Dengue als Todesursache vermutet. Über 130000 Menschen seien an den Tropenfieber erkrankt. Die Epidemie ist damit weiterhin nicht unter Kontrolle. Unterdessen steigt im Nordosten, besonders in den Teilstaaten Bahia, Sergipe und Ceará  die Zahl der Erkrankten und Toten sprunghaft an – betroffen sind hauptsächlich Kinder. Aus dem Teilstaat Alagoas wird der erste Dengue-Tote gemeldet, ein weiterer aus dem Südstaat Paraná. In Sergipe starben mindestens zehn Menschen an dem Tropenfieber.
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Mittwoch, 16. April 2008 von Klaus Hart
Große Mauerinschrift im Slum „Vila Cruzeiro“ der Scheiterhaufen-Stadt Rio de Janeiro. Der Slum wird von hochbewaffneten Banditen des „Comando Vermelho“(Rotes Kommando) beherrscht, der zu den führenden Verbrecherorganisationen Brasiliens zählt.
TV-Nachrichtenfilm über den Einsatz der Sondereinheit „BOPE“(Thema des Berlinale-Siegers „Tropa de Elite“):
http://video.globo.com/Videos/Player/Noticias/0,,GIM816357-7823-TRAFICANTES+VOLTAM+A+TROCAR+TIROS+COM+POLICIAIS+NA+VILA+CRUZEIRO,00.html
Wie Barack Obama den Tropenstaat Brasilien bewertet: “Brasilien ist eine beispielhafte Demokratie. Dieses Land ist nicht länger das Land der Zukunft – die Menschen in Brasilien sollten wissen, daß die Zukunft gekommen ist, sie ist hier, jetzt”.
Hintergrund:
”Tropa de Elite gewann ”Goldenen Bären der Berlinale – politisch korrekte Mainstream-Kritiken blieben auf Jury ohne Wirkung **
Regisseur Padilha: Kritik, die den Streifen als faschistisch klassifiziert, war besonders stupide
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Mittwoch, 16. April 2008 von Klaus Hart
Deutschlandradio Kultur: Die Selbstfesselung – Zum Zustand der demokratischen Kultur. Von Paul-Hermann Gruner
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/769853/
…Angefangen hat es mit der sprachpolizeilichen Selbstfesselung. Politisch korrekte Sprache kann in der Regel Genus und Sexus, also grammatisches und natürliches Geschlecht, nicht auseinanderhalten. So bezeichnete die Feministin Hannelore Mabry nichtfeministische Frauen einst auch als Arschlöcherinnen. Viele wollen die Welt seitdem mit Sprache verbessern.
Billiger Antidiskriminierungseifer ersetzte auf diese Weise zum Beispiel das Attest „geistig behindert“ durch „anders begabt“ und die Diagnose „blind“ durch „visuell herausgefordert“. Mitunter wähnt man sich eher in einer Comedy-Show als im realen Diskurs. Es wirkt also eine Sprachpolizei, die einfache Wahrheiten verschleiert oder kosmetisch verändern will. Damit sind wir schon mitten drin im Übergang von der Sprach- zur Denkpolizei. Und die arbeitet mit Einschüchterung statt mit Vernunft.
Inzwischen hört die demokratische Gemeinschaft gerne auf die Handlungspolizei. Eine Art Weiterentwicklung des Opportunitätsprinzips. Wenn Ralph Giordano Ablehnendes anmerkt über den Bau einer Großmoschee in Köln, muss er sich in zig Interviews rechtfertigen, dass er dies sagen könne – geradezu müssen dürfe -, obwohl er keiner rechtsnationalen Partei angehöre. Ein typischer Fall, denn das Thema des islamischen Glaubensauftritts in Deutschland ist ebenso interessant und diskursreif wie das Thema Jugendkriminalität und Migration, das gerade dann angemessen zu thematisieren ist, wenn man Integration leben will. Ohne Diagnose keine Therapie.
Aber die Hegemonie des politisch Korrekten zieht immer öfter um attraktive Felder der geistigen Auseinandersetzung ein rotweißrotes Flatterband und erklärt sie im Folgenden zum Tabu. So endet der Kreuzzug für Anstand in Mundverboten und Stillstand. Auszusprechen, was ist, gilt gegenüber schwierigen, hypersensiblen oder gewaltbereiten Gruppen gar als peinlich und aufrührerisch.
Nun zeigt der Niederländer Geert Wilders ein einfaches 16-Minuten-Filmchen, das ohne Zweifel ein schneidig-sarkastisches Bild vom Islam zeichnet, verkürzend und karikierend. Und es regnet Kritik von allen Seiten. Aber Wilders erdreistet sich nichts Fiktionales, sondern montiert Bilder aus Nachrichtensendungen und dokumentiert einfach mal, wie Hände abgehackt oder Homosexuelle öffentlich gehängt werden. Wenn eine solche Kritik des gelebten Islam in unseren Demokratien nur noch unter strafandrohenden Protesten möglich ist, dann klopft die Selbstfesselung der künstlerischen Freiheit, der intellektuellen Rauflust im Namen der Aufklärung und im Gedenken an die Menschen, die für diesen religiösen Extremismus geopfert werden, an der Tür. Ganz egal, wie ästhetisch simpel oder schlecht das Filmchen nun ist – es darf sein…
Mittwoch, 16. April 2008 von Klaus Hart
Befreiungstheologe Frei Betto – „Bio-Treibstoff“ ist Todes-Sprit
Angesichts der aktuellen internationalen Nahrungsmittelkrise fordert INKOTA
von Bundesumweltminister Gabriel einen sofortigen Kurswechsel in der
Biospritpolitik
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Dienstag, 15. April 2008 von Klaus Hart
Mit einer Serie landesweiter Protest-und Besetzungsaktionen erinnert Brasiliens Landlosenbewegung MST derzeit im „Roten April“(Abril Vermelho) an das nach wie vor ungesühnte Massaker an Landlosenfamilien vom 17. April 1996. Die Proteste richten sich zudem gegen die Privatisierung der weltgrößten Eisenerzmine „Vale“, deren Schienenwege in letzter Zeit mehrfach blockiert worden waren. In einem von der katholischen Bischofskonferenz mitorganisierten Plebiszit hatten sich über 94 Prozent dafür ausgesprochen, den Minen-Multi, der Jahr für Jahr Rekordprofite einfährt, rückzuverstaatlichen.
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Dienstag, 15. April 2008 von Klaus Hart

http://brightsblog.wordpress.com/2008/06/25/der-kult-der-schwarzen-gotter/
Die Yalorixá Sylvia de Oxalá, 70, Präsidentin des „Instituto Axé Ilé Obá“, in ihrem Kabinett neben dem Candomblé-Kultraum des denkmalsgeschützten Terreiro der Megacity Sao Paulo.Sylvia de Oxalá war Kinderärztin und Besitzerin von Exportunternehmen, machte den Außenhandels-Hochschulabschluß, bevor sie zur Candomblé-Priesterin berufen wurde. Zu ihren zahlreichen internationalen Auszeichnungen zählt auch der „Humanismus-Preis“ der Lomonossow-Universität in Moskau. Zweimal jährlich fliegt sie nach New York, zelebriert Candomblé-Rituale, trifft zahlreiche Anhänger in Privatkonsultationen, praktiziert mit ihnen u.a. Jogo de Buzios und Numerologia.
http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/10/umbanda-in-sao-paulo-gesichter-brasiliens-wir-wahlen-nur-kandidaten-die-unsere-rechte-vertreten/
Die afrobrasilianischen Religionen: Komplexe Transformationsprozesse, Abwehr von Sektenattacken, überraschende Ausbreitung auf Argentinien und Uruguay, Rituale und Aids
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Dienstag, 15. April 2008 von Klaus Hart
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?sid=750e8dbd3af196421f7977d7542a4e67&em_cnt=1319017
Naturschutz: Knut und Flocke reichen nicht
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/magazin/?em_cnt=1318980
http://www.hart-brasilientexte.de/2009/11/14/selten-hat-sich-eine-moderne-gesellschaft-schneller-und-radikaler-von-einem-mehrheitlich-akzeptierten-postulat-verabschiedet-als-die-deutschen-vom-schutz-der-natur-horst-stern-bereits-1996-manf/
Böse „Blaublütige“/DIE ZEIT
In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern führen Forstleute und Naturschützer bittere Klage gegen adlige Waldbesitzer und Politiker, die klein beigeben
Von Klaus Hart
24. Februar 2000, 13:00 UhrQuelle: DIE ZEIT, 09/2000
Fürst zu Solms-Lich betreibt moderne Waldbewirtschaftung. Im Brandenburgischen kaufte er nach der Wende günstig weit über 2000 Hektar. Er engagierte eine finnische Firma mit großer Holzerntemaschine, die sich forsch voranarbeitete. Abgeholzt wurde im vergangenen Jahr im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Die zuständige Umwelt- und Forstbehörde hat dem Fürsten mitgeteilt, dass in seinem Wald auch vom Aussterben bedrohte Arten wie der Schreiadler lebten – und er deshalb für Fällarbeiten stets eine Genehmigung beantragen müsse. Doch das hat er nicht getan. Die Holzpreise waren gerade günstig – also wurde auch mitten in der Vegetationsperiode, der Adler- und Kranichbrutzeit, viel Holz eingeschlagen. So viel wie sonst in zehn Jahren nicht, sagt ein Förster. Rund um die Uhr, nachts gar im Scheinwerferlicht.
Die Dörfler staunten. Adlerhorstschutzzonen, Altbäume, in deren Höhlen Jungvögel gefüttert werden, ein Schreiadlerhorststamm, Vogelnester von Bodenbrütern – weg damit. Amphibientümpel und sensible Moorflächen wurden schwer beschädigt. Auch denkmalgeschützte Hügelgräber aus der Bronzezeit wurden nicht geschont…
http://www.zeit.de/2000/09/Boese_Blaubluetige
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Montag, 14. April 2008 von Klaus Hart
Vor der UNO-Menschenrechtskommission in Genf ist die brasilianische Regierung laut Presseberichten von Deutschland, Großbritannien und den USA aufgefordert worden, effiziente Schritte zur Austilgung der nach wie vor gängigen Folter sowie der außergerichtlichen Exekutionen  einzuleiten. Es sei nicht hinnehmbar, daß Brasilia immer nur Absichtserklärungen und Pläne verkünde, Fortschritte aber ausblieben. Mitte Mai ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem offiziellen Besuch in Brasilien.
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Montag, 14. April 2008 von Klaus Hart
Brasilianische Unternehmen sind laut neuesten Analysen den internationalen Trends gefolgt und haben ebenfalls die Preise für Lebensmittel stark erhöht.
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