Schwieriger Kampf gegen tödliche Unterernährung
Zelick Trajber entkam in Polen als kleiner Junge mit der ganzen Familie dem Genozid der Nazis, wurde in Brasilien Kinderarzt und rettet seit Jahren geradezu serienweise kleinen Indios das Leben. Das westbrasilianische Indianerreservat von Dourados, für das er seit sieben Jahren zuständig ist, macht indessen immer wieder Negativschlagzeilen. Auch das Fernsehen zeigt anrührend die Beerdigung von Indiokindern vom Stamme der Guarani-Kaiowa, die Opfer von Hunger, Unterernährung und entsetzlicher Misere geworden seien.
Neues Gesetz über Indianerverbrechen: http://www.hart-brasilientexte.de/2015/10/09/brasilien-2015-spektakulaeres-politisch-unkorrektes-gesetz-gegen-indianer-verbrechen-von-abgeordnetenhaus-in-brasilia-erlassen-buerger-staatliche-institutionen-und-ngo-muessen-indio-verbrechen-anz/

Zelick Trajber und seine Mitarbeiterin im Indioreservat von Dourados
Deutschlandradio Kultur – Hitlers „Mein Kampf“ – ein Bestseller in Brasilien: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/676160/
„Das erfundene Paradies”
Biograph Alberto Dines: „Er hat die Augen vor vielem verschlossen“
Zu den geschicktesten Schachzügen der antisemitischen Diktatur des Hitlerverehrers Getulio Vargas gehörte, den Schriftsteller Stefan Zweig in die Auslandspropaganda des Regimes einzuspannen und gewünschte Brasilienklischees weltweit zu verbreiten. Die Wirkungen sind bis heute spürbar: Vor 65 Jahren veröffentlichte Stefan Zweig sein Buch „Brasilien – ein Land der Zukunft“ – bis heute ist es ein Weltbestseller, ein Klassiker der Brasilienliteratur und weckt auch bei Deutschen aller Generationen nach wie vor Interesse, sogar Begeisterung für das Tropenland.
„Brasilien ist eine Fassaden-Demokratie, ein Land der Apartheid“
Ex-Gewerkschaftsführer Luis Inacio Lula da Silva war auch von den deutschen Kommerzmedien zum „Star“ früherer Weltsozialforen hochgejubelt worden – auf dem Forum in Caracas läßt er sich wegen der zu erwartenden Proteste lieber nicht blicken. Kritik an Lula und dessen Arbeiterpartei war in Porto Alegre nur zu oft unterdrückt, kaum wahrgenommen worden – doch die damals verlachten Kritiker haben Recht behalten.
Zum Beitrag:
http://www.handelsblatt.com/news/index.html
Donaukurier, Österreich: „Spenden für Slumkinder in Sao Paulo“- http://www.donaukurier.de/lokales/pfaffenhofen/art600,1831139
Schweizer Buch „FavelaMetropolis“: „Würde ich die Realität so schildern, wie sie ist, könnte man das gar nicht publizieren“(Paulo Lins, City of God): http://books.google.com/?id=PA149&dq=Klaus+Hart&source=web&ots=44831Q11N
Obdachloser Alubüchsensammler, an katholischer Kirche.

Brasilien – Verelendung und menschliche Verhaltensweisen:http://www.hart-brasilientexte.de/2014/03/17/brasilien-2014-wie-verelendung-menschliche-verhaltensweisen-andert-altere-obdachlose-frau-wascht-sich-allabendlich-vollig-nackt-an-strasenkreuzung-von-sao-paulo-reichste-stadt-lateinamerikas-viele/
Obdachloser greift zum Mikrophon vor der Kathedrale Sao Paulos, schreit Verzweiflung heraus. Wie üblich bei den landesweiten Protestaktionen des “Grito dos Excluidos” seit dem Amtsantritt der Lula-Rousseff-Regierung von 2003 – keine Medienfunktionäre, TV-Kamerateams des gesteuerten mitteleuropäischen Mainstreams für eventuelle Berichterstattung präsent, auch nicht bei den Protestgottesdiensten.
Brasilien – Daten, Statistiken, Rankings:http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/
“Schlafen” mittags in Abgasgestank an der Avenida Paulista in Sao Paulo – erschöpfter verdreckter Obdachloser, Habseligkeiten in Plastiktüten am Fahrrad.

Kurioses Schönreden Brasiliens durch mitteleuropäische Politiker, Schönschreiben durch gesteuerten europäischen Mainstream, obwohl Brasilien auf dem UNO-Index für menschliche Entwicklung lediglich Platz 79 belegt…Dieser Ranking-Platz wird vom Mainstream fast ausnahmslos unterschlagen.
„Hier manifestieren sich Autoritarismus und Machismus”
Semesterbeginn und jedes Mal die gleichen erniedrigenden Szenen: Die „Neuen” treffen nicht auf freundliche Hilfsbereitschaft der älteren Semester, sondern werden von diesen nur zu oft erniedrigt, mit Schlägen und Tritten traktiert, ausgeraubt. Immer wieder forderte der sogenannte „Trote” sogar Todesopfer. Die Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo“ definiert den „Trote“ als Sadismus – unvereinbar mit universitärer Ausbildung. „Das ist Universitätsaufnahme auf brasilianisch“. In zahlreichen Leserbriefen ist von „feigen Angriffen vieler gegen einen die Rede – der Mord an einem asiatischstämmigen Studenten während eines „Trote“ an der Bundesuniversität von Sao Paulo sei bis heute straffrei geblieben. „Diese Barbarei muß ein für alle Mal beendet werden.“
Die dunkelhäutige Helena Rossi aus der Megacity Sao Paulo hatte sich das Studium an der Privatuni regelrecht vom Munde abgespart, war schließlich aus der Unterschicht und saß dann im Kurs unter lauter Weißen aus der Mittelklasse. Die lachten sie jedesmal aus, weil sie Examensarbeiten jeder Art, und auch die Diplomarbeit, selber schrieb. Denn die Mittelschichtler machten sich die Mühe nicht, beauftragten die Büros der landesweit operierenden Betrugsindustrie, solche Arbeiten anzufertigen. Und waren sicher daß der jeweilige Professor womöglich den Betrug bemerken, aber nicht aufmucken würde.
Brasiliens Staatschef verteidigt Sektenklagen gegen kritische Medien als legitim
Die jüngste Prozeßlawine evangelikaler Sekten gegen kritische Medien und Journalisten ist vom brasilianischen Staatspräsidenten Luis Inacio Lula da Silva als legitim bezeichnet worden. Derartigen Klagen bedrohten keineswegs die Pressefreiheit, sondern gehörten zur Konsolidierung der Demokratie im Lande, erklärte Lula. Wenn die „Universalkirche vom Reich Gottes“ jetzt vor Gericht ziehe, bediene sie sich eines Pfeilers der Demokratie. Lula nahm keinen Anstoß daran, daß die über fünfzig Prozeßklagen offenbar in einer orchestrierten Aktion über das gesamte Land verteilt worden waren.
„Wirtschaftsentwicklung“ bedeutet Kahlschlag, Brandrodungen, Mord
Der aus Österreich stammende Bischof Erwin Kräutler hat Geldgier und das Streben nach raschem Profit für die nach wie vor ungehinderte Zerstörung der Amazonas-Urwälder verantwortlich gemacht. Die zahlreichen Warnungen der brasilianischen Kirche vor den Folgen dieses Umweltverbrechens hätten unglücklicherweise nicht die erhoffte Wirkung, erklärte Kräutler gegenüber der Presse. Wirtschaftliche Entwicklung Amazoniens sei gleichbedeutend mit Kahlschlag, Brandrodungen und Mord. Großgrundbesitzer hätten schlichtweg befohlen, Riesenflächen abzuholzen, um damit wirtschaftliche Aktivität zu demonstrieren und somit gewaltige „Entwicklungskredite“ einheimsen zu können.
 FIDEL™S RESIGNATION
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Frei Betto*
Fidel Castro, 81, has resigned from his responsibilities as President of the Cuban Council of State and Commander in Chief of the Revolution. Due to ill health, he prefers to stay out of government activity and to participate in political debate “ which has always enchanted him “ through his friends in the media. He remains, however, a member of the Political Bureau of the Cuban Communist Party.