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	<title>Klaus Hart Brasilientexte &#187; Scheinheiligkeit</title>
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	<description>Aktuelle Berichte aus Brasilien - Politik, Kultur und Naturschutz</description>
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		<title>Bono Vox von U2 trifft Präsidentin Dilma Rousseff in Brasilia. Konzerttournee. Bono Vox bat um die Audienz. &#8222;Bono verkörpert die Ödheit, das Langweilig-Platte politischer Korrektheit.&#8220; Diesmal Kritik an gravierenden Menschenrechtsverletzungen? &#8222;Moderne Scheiterhaufen&#8220;. Antonio Palocci ebenfalls mit U2&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 17:12:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[http://g1.globo.com/u2-no-brasil/noticia/2011/04/bono-se-encontra-com-dilma-no-palacio-da-alvorada.html Als Bono Vox beim ersten Konzert in Sao Paulo über sein Treffen mit Präsidentin Rousseff berichtete, wurde er laut Landesmedien heftig ausgepfiffen. Treff mit Lula in Sao Paulo &#8211; Zeitungsausriß. “Folter noch jeden Tag.”(2011) U2 spielt mehrmals in Sao Paulo: http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/ Hintergrund von 2006: “Demagogischer, scheinheiliger” Bono Vox von U2 in Brasilien scharf kritisiert [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Als Bono Vox beim ersten Konzert in Sao Paulo über sein Treffen mit Präsidentin Rousseff berichtete, wurde er laut Landesmedien heftig ausgepfiffen.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/04/bonovoxlula2011.JPG" alt="bonovoxlula2011.JPG" /></p>
<p><strong>Treff mit Lula in Sao Paulo &#8211; Zeitungsausriß.</strong></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2011/10/foltertododiapastoralglobo.JPG" alt="foltertododiapastoralglobo.JPG" /></p>
<p><strong>“Folter noch jeden Tag.”(2011)</strong></p>
<p><strong>U2 spielt mehrmals in Sao Paulo:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/03/13/crack-business-auch-unter-rousseff-regierung-weiter-auf-vollen-touren-crack-madchen-prostituieren-sich-fur-mini-preise/</a><br />
<strong>Hintergrund von 2006:</strong></p>
<h3><strong>“Demagogischer, scheinheiliger” Bono Vox von U2 in Brasilien scharf kritisiert</strong></h3>
<p><strong><strong>“Mann der Geld-und Politik-Maschinerie”</strong></strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-nach-drei-monaten-amtszeit-kritisieren-die-landesmedien-alte-politische-sunden-und-bruch-von-wahlversprechen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/04/04/brasiliens-neue-prasidentin-dilma-rousseff-nach-drei-monaten-amtszeit-kritisieren-die-landesmedien-alte-politische-sunden-und-bruch-von-wahlversprechen/</a></p>
<p><strong>Copacabana-Protest: </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/07/19/copacabana-protest-wegen-tod-des-schulers-wesley-durch-verirrte-kugel-menschenrechte-der-slum-bewohner-unter-lula/</a></p>
<p><strong>&#8222;Moderne Scheiterhaufen&#8220;: </strong> <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/">http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/668242/</a></p>
<p><strong>Wer ist Antonio Palocci? </strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/dilma-rousseff-macht-antonio-palocci-zum-chefminister-des-zivilkabinetts-ihrer-regierung-hatte-selber-diesen-posten-kommentar-uberflussig/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/12/14/dilma-rousseff-macht-antonio-palocci-zum-chefminister-des-zivilkabinetts-ihrer-regierung-hatte-selber-diesen-posten-kommentar-uberflussig/</a></p>
<p><span id="more-9300"></span></p>
<p><strong>Der Sänger Bono Vox von der irischen Band U2 gilt in Europa als  Megastar, als sympathischer, charismatischer Weltverbesserer, als  Politaktivist, der sich unentwegt für die Menschenrechte, für die  Schwachen dieser Erde vor allem in der Dritten Welt, für Minderheiten  einsetzt. Im Januar hatte Bono Vox den Deutschen Medienpreis erhalten.  Doch wie kommt er in einem Drittweltland wie Brasilien an, wie reagieren  die Kritiker der Qualitätsmedien? Ganz Brasilien empfing Bono und seine  Band mit offenen Armen &#8211; in der Kultur-und Wirtschaftsmetropole Sao  Paulo freute man sich auf die beiden Konzerte und selbst in den  abgelegensten Amazonasdörfern auf die Direktübertragung im Fernsehen.  Doch als Bono sofort nach der Ankunft in den Präsidentenpalast zu  Staatschef Lula eilte und dessen Politik über den grünen Klee lobte,  nicht ein einziges Wörtchen der Kritik etwa an der gravierenden  Menschenrechtslage fallen ließ, machte sich nicht nur in den Medien  Verwunderung und Skepsis breit. Schließlich steckt die Lula-Regierung  tief im Sumpf von Korruption und Machtmißbrauch.</strong></p>
<p><strong>Und als Bono dann auch noch seine Konzerte mit weitschweifigen  politischen Erklärungen würzte, gar Lob-und Hudel-Bilder des Staatschefs  Lula auf die Großleinwände projizieren ließ, war es mit der Geduld  vieler Brasilianer vorbei. Wie die Medien hervorhoben, wurde Bono  ausgepfiffen, als er seinen “neuen Freunden” Lula und Kulturminister  Gilberto Gil dankte. Marcos Goncalves, Feuilletonchef von Brasiliens  größter Qualitätszeitung „Folha de Sao Paulo” bringt im  Website-Interview die Kritik der Medien des Tropenlandes auf den  Punkt:”Bono verkörpert die Ödheit, das Langweilig-Platte politischer  Korrektheit. Wir leben heute in der Welt dieser Ideologie des politisch  Korrekten, was zu einer Art Gefängnis wurde. Die Sprache wird überwacht &#8211;  als Journalist übt man Selbstzensur, überwacht das eigene Vokabular.  Wir wurden Gefangene angeblich fortschrittlicher Ideen. Ein regelrechter  Apparat in der heutigen Kultur fordert diese politische Korrektheit  ein. Ich finde, ein Rocksänger sollte Distanz zu den Autoritäten wahren,  zumal Staatschef Lula und dessen Partei durch Korruption belastet sind.  Doch Bono ignoriert das alles, kritisiert und hinterfragt nichts, leiht  Lula in einem Wahljahr sein Prestige, gebärdet sich als dessen Helfer  bei der Wiederwahl. Bono kennt die Realität Brasiliens, nutzt seinen  Aufenthalt indessen fürs persönliche Marketing, entgleist in Demagogie  und Scheinheiligkeit. Bono gehört zur Geld-und Politik-Maschinerie  dieser Erde. Seine Konzerte hier waren wirklich ein Festival der  Demagogie.”</strong></p>
<p><strong><strong>Bono Vox und Mick Jagger</strong><br />
Marcos Goncalves erinnert an die ironische Reaktion Mick Jaggers, den  man einmal auf Bonos Gutmenschentum, auf dessen soziales Engagement  ansprach. „Ich glaube, ich habe ihn unlängst über die Wasser gehen  sehen.” Bono gebärde sich beinahe wie ein Gott, sagt Goncalves lachend.</strong></p>
<p><strong><img src="http://www.ostblog.de/images/GoncalvesFolha1.jpg" alt="GoncalvesFolha1.jpg" height="434" width="400" /><br />
Marcos Goncalves, Feuilletonchef von „Folha de Sao Paulo”</strong></p>
<p><strong>Als Bono in Sao Paulo war, revoltierten gerade die Insassen von fünf  Gefängnissen gegen unmenschliche Haftbedingungen. Zahlreiche  Menschenrechtler protestierten auf den Straßen Sao Paulos dagegen, daß  in Brasilien die Folter weiterhin alltäglich ist, und daß gerade ein  Polizeioberst freigesprochen wurde, der ein Massaker an Häftlingen  geleitet hatte. Über einhundert Gefangene waren von dessen Sondereinheit  getötet worden. Und in Rio de Janeiro terrorisierten neofeudale Milizen  des organisierten Verbrechens kurz vorm Karneval gerade wieder einmal  Slumbewohner, töteten zahlreiche unschuldige Menschen. Wegen der  brachialen Naturzerstörung hatte sich ein bekannter Umweltaktivist  letzten November aus Protest lebendig verbrannt</strong></p>
<p><strong><strong>Bonos Schweigen</strong><br />
Doch Bono schwieg zur Folter ebenso wie zur Banditendiktatur in den  Slums, hätte an den Protesten der Menschenrechtsaktivisten natürlich  teilnehmen können, wie auch Feuilletonchef Marcos Goncalves betont:  ”Bono hätte sich mit ganz anderen Leuten treffen müssen “ doch er ist  eben fasziniert von den Sphären der Macht. Er darf doch nicht einfach  ignorieren, was hier im Lande passiert, diese Zustände auch noch  unterstützen. Lula muß mit Kritik begegnet werden, Lula muß Rechenschaft  ablegen. Aus dessen Arbeiterpartei ist doch die Hälfte nicht ohne Grund  ausgetreten, darunter große progressive Intellektuelle. Bono zählt zur  NGO-Szene. Doch diese NGO kriegen doch ihr Geld von den Regierungen,  sind also in Wahrheit gar keine Nicht-Regierungs-Organisationen, leben  vielmehr im Schatten der Regierungen. Heute schuf man diese NGO-Kultur,  eine Kunst mit diesen verzuckerten Redensarten über Minoritäten, „die  Verteidigung der Armen”. Dabei wird doch nur zu oft lediglich um  Geldmittel gestritten “ das muß man kritisch beleuchten! Bono nutzt die  Politik, um sich von anderen Rockmusikern zu unterscheiden, das ist  seine Marketing-Masche. Doch nach Europa wird Bono mit der Aura des  großen Revolutionärs zurückkehren, der stets unerschütterlich an der  Seite der Dritten Welt steht. Dabei nutzt er die Unkenntnis der Ersten  Welt über Brasilien aus.”</strong></p>
<p><strong><strong>Karneval und Brasilienklischees</strong><br />
Wir lieben Brasiliens Karneval, rief Bono ebenfalls in die Massen. Denn  im Karneval träfen sich Reiche und Arme, Alte und Junge, Linke und  Rechte. Das sei gut so, denn um die Armut zu besiegen, müßten alle  zusammenarbeiten. Noch so eine Phrase, die Marcos Goncalves mehr als  hohl fand. ”In Europa kultiviert man Mythen über Brasilien, über den  Karneval, den Fußball “ und ausgerechnet die Brasilienklischees werden  von Bono auch noch verstärkt. Nach diesen Konzerten hier wird sich die  öffentliche Meinung über ihn ändern. Oberflächlich betrachtet, vertritt  er ja das Gute, das Positive, ist ein Gutmensch. Doch wir Kulturkritiker  müssen hinter die Ã„ußerlichkeiten, die Erscheinungsebene schauen “ und  da offenbart sich eben bei Bono gewaltige Demagogie.”</strong></p>
<p><strong>Feuilletonchef Goncalves bestätigt, daß die Medienqualität in Europa  stark abgefallen ist “ doch auch in Brasilien gebe es einen Verlust an  kritischem Sinn in der Presse. „Alles wird akzeptiert, alles wird in  Marketing eingewickelt, das Banale und Konventionelle wird ständig  wiedergekäut.”</strong></p>
<p><strong><strong>Bono und Gilberto Gil</strong><br />
Nach den Konzerten von Sao Paulo flog Bono nach Salvador da Bahia, um an  der Seite von Musiker und Kulturminister Gilberto Gil den Karneval zu  verbringen. Goncalves erinnert daran, wie Gil und der damalige  Arbeitsminister und heutige Arbeiterpartei-Chef Ricardo Berzoini sich  von berüchtigten, gefürchteten Gangsterbossen den Besuch eines Rio-Slums  genehmigen ließen, gemäß Banditenanweisung ohne Polizeischutz oder  Bodyguards in den Slum einfuhren und damit die neofeudale Diktatur der  Banditenmilizen über deren Parallelstaat der Armenviertel sozusagen  offiziell anerkannten. „In Deutschland würde in einem solchen Falle die  Regierung gestürzt”, betonte Sao Paulos Uni-Experte für Gewaltfragen,  Paulo Sergio Pinheiro.</strong></p>
<p><strong>Andere Kulturkritiker nannten Bono, den Träger des Deutschen  Medienpreises, jetzt einen Populisten, der die Kontrolle über sein  Geschwätz verloren habe, ein monotones und absurdes Blablabla. “VÃ   pentear macaco, Bono Vox!” (Geh Affen kämmen, Bono Vox), riet ihm die  engagierte Kritikerin Barbara Gancia. “Bono versucht das Gewissen der  Reichen zu beruhigen, indem sie Geld an afrikanische Länder spenden.  Aber wird denn damit irgendetwas gelöst? Wenn man afrikanischen  Diktatoren Geld gibt, damit sie Waffen und immer größere  Mercedes-Benz-Limousinen kaufen &#8211; ist das die Lösung?” In jenen Ländern,  denen Bono zu helfen suche, sei der Hunger Symptom der Sozialstruktur.  Bono lobe Lula, als ob in dessen Regierung keine Korruption existiere,  so Barbara Gancia von der “Folha de Sao Paulo”.<br />
Viele Fans erregten sich über den extrem hohen Eintrittspreis der  Konzerte, von zwei Dritteln des derzeitigen brasilianischen Mindestlohns  aufwärts. Das Publikum bestand deshalb fast nur aus Mittel-und  Oberschicht. Auf brasilianischen Internetseiten war zu lesen:”Bono ist  käuflich. George Bush schlug er vor, die USA sollten ein Prozent der  Steuereinnahmen den armen Ländern geben. Aber warum spendet Bono dann  nicht fünfzig Prozent des Gewinns seiner Brasilienkonzerte für das  Anti-Hunger-Programm der Regierung, gibt lediglich eine Gitarre zum  Versteigern? Eintrittspreise von 200 Real sind außerhalb der Realität  eines Landes, dessen Mindestlohn bei 300 Real liegt. Den anderen in die  Tasche zu greifen, ist leicht, alles pure Demagogie. Bono hat sich vor  seinen Fans blamiert, ließ sich in die schmutzige Politik Brasiliens  verwickeln…”</strong></p>
<p><strong>Das Konzert der Rolling Stones einige Tage zuvor an der Copacabana  war gratis, 1,2 Millionen Menschen kamen. U2 spielte im Morumbi-Stadion  Sao Paulos zweimal vor jeweils 73000 Menschen. Der dicke, langweilige,  humorlose Bono habe nicht ein Zehntel des Sex-Appeals von Mick Jagger,  keinerlei Spontaneität, hieß es auf den brasilianischen Kulturseiten  außerdem. Jeder Bühnenschritt Bonos sei vorhersehbar, die hohen Noten  singe er auch noch falsch.<br />
–Bono und Deutscher Medienpreis–<br />
“Die Welt braucht Menschen wie sie”, sagte Ex-Außenminister Joseph  Fischer in seiner Laudatio zur Verleihung des Deutschen Medienpreises am  24. Januar in der Kongreßhalle von Baden-Baden. “Unser heutiger  Preisträger wird für seine herausragende Leistung geehrt, für seine  Leidenschaft, für seine Vernunft, sein Mitgefühl und seine  Überzeugungskraft.”<br />
Laut Pressemitteilung werden mit dem Deutschen Medienpreis stets  Persönlichkeiten ausgezeichnet, “die nach Ansicht einer Jury aus  Chefredakteuren in einem Jahr die Gesellschaft oder die Politik prägend  beeinflußt haben.”<br />
Vor Bono haben auch Helmut Kohl und Gerhard Schröder den Preis erhalten.<br />
Ende März wurde in Santiago de Chile laut Presseberichten die Band U2 im  Rahmen der Konzerte mit dem Menschenrechtspreis “Ambassador of  Conscience” von Amnesty International ausgezeichnet. Den Preis  überreichte die neue chilenische Präsidentin Michelle Bachelet. Bono Vox  erhielt zudem den “Verdienstorden Pablo Neruda”.<br />
Brasiliens Medien bekräftigten indessen die Kritik an Bono Vox. Zitiert  wurde zudem aus einem offenen Brief des indischen  UNO-Wirtschaftsexperten Jagdish Bhagwati an Bono Vox. Danach suche sich  der Sänger die falschen politischen Partner aus, sei in Bezug auf Afrika  zum Sprecher einer überholten Programmatik geworden. Finanzhilfe für  afrikanische Länder, bei der es sich in Wahrheit um Kredite handele,  schaffe Abhängigkeit, keine Entwicklung, sei Quelle der Korruption, hieß  es unter anderem.</strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/12/12/folter-ohne-ende-tortura-sem-fim-brasiliens-soziologiezeitschrift-sociologia-uber-folter-unter-der-lula-regierung/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/10/18/brasilien-kindsmord-am-amazonas-ard-weltspiegel-berichtet-erstmals-uber-infantizid-bei-brasilianischen-indianerstammen/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/05/brasiliens-zeitungen-eine-fundgrube-fur-medieninteressierte-kommunikations-und-kulturenforscher/</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fremdenfeindlichkeit in Brasilien. &#8222;Xenofobia verde-amarela&#8220;. 43 Prozent der Brasilianer für Einwanderungsverbot bzw. Begrenzung, laut neuer UNO-Studie. &#8222;Daß Brasilien offen gegenüber Ausländern sei, ist ein falscher Konsens.&#8220; Teresa Sales, UNICAMP-Expertin. Nur etwa 2 Millionen Migranten in Brasilien. Auslaenderfrauen als Nutten beschimpft.</title>
		<link>http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/11/fremdenfeindlichkeit-in-brasilien-xenofobia-verde-amarela-43-prozent-der-brasilianer-fur-einwanderungsverbot-bzw-begrenzung-laut-neuer-uno-studie-das-brasilien-offen-gegenuber-auslandern-is/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 13:03:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
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<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/">http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/</a></p>
<p><strong>Die UNO-Studie bestätigt lediglich seit Jahrzehnten bestens bekannte Tatsachen, die indessen den üblichen Auslandspropaganda-Klischees widersprechen. So sind, wie es weiter heißt, nur 9 Prozent der Brasilianer für freien Zutritt von Ausländern. 45 Prozent sind dafür, Migranten nur bei Vorhandensein entsprechender Arbeitsplätze hereinzulassen. Laut Professorin Carolina Moulin von der Katholischen Universität von Rio de Janeiro handelt es sich um Wahrheiten, die durch &#8222;Scheinheiligkeit&#8220; verdeckt werden. Für Teresa Sales, Expertin von der Universität UNICAMP in Campinas bei Sao Paulo, ähnelt das Verhalten der Brasilianer gegenüber Einwanderern dem Rassismus: &#8222;Es existiert ein Basis-Widerspruch zwischen dem, was wir sagen und dem,  was wir denken.&#8220;</strong></p>
<p><strong>&#8222;In einer Kultur wie der unseren, in der die Scheinheiligkeit mit  Sicherheit die herrschende Moral ist, deklariert man nie die wahren  Absichten.&#8220; O Estado de Sao Paulo</strong></p>
<p><strong>Den Angaben zufolge leben unter den rund 190 Millionen Brasilianer annähernd 2 Millionen Migranten, etwa 688000 davon legal registriert.</strong></p>
<p><strong>Gerade im Vorfeld von Fussball-WM 2014 und Olympischen Sommerspielen 2016 scheinen auslaenderfeindliche Verbalattacken gegen mit Auslaendern verheiratete brasilianische Frauen zuzunehmen. Wie landesweit zu beobachten ist, werden diese regelmaessig an der Seite ihres auslaendischen Mannes, der ebenfalls einen Ehering traegt, als Nutten beschimpft. Die Verbalattacken kommen sowohl von Jugendlichen als auch von alten Menschen, darunter auffaellig vielen alten Frauen. Die Beschimpfungen treffen Brasilianerinnen der verschiedensten Berufsgruppen &#8211; von der Aerztin und Operationsschwester ueber die Bankmanagerin bis hin zur Anthropologin oder Biologin. Wie es heisst, waere riskant, sich beispielsweise gegenueber einer Gruppe von jungen Maennern gegen solche Verbalattacken zu verwahren &#8211; man riskierte, Opfer brutaler Gewalt zu werden. Bereits seit Anfang der 80er Jahre sind Vorfaelle bekannt, bei denen solche Auslaenderfrauen von Brasilianern aller gesellschaftlichen Schichten als Nutten beschimpft und entsprechend behandelt wurden &#8211; ob in Rio de Janeiro, Sao Paulo oder selbst an belebten Straenden des Landes. Da es sich um politisch unkorrekte Sachverhalte handelt, gibt es darueber auch u.a. keinerlei Berichterstattung.</strong></p>
<p><strong>Text über UNO-Studie:</strong> <a href="http://www.ihu.unisinos.br/index.php?option=com_noticias&amp;Itemid=18&amp;task=detalhe&amp;id=26496">http://www.ihu.unisinos.br/index.php?option=com_noticias&amp;Itemid=18&amp;task=detalhe&amp;id=26496</a></p>
<p><strong>Studie über &#8222;akzentuierte Ausländerfeindlichkeit&#8220;: </strong></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/27/lateinamerikaner-haben-akzentuierte-auslanderfeindlichkeit-enthullt-studie-latino-americanos-tem-xenofobia-acentuada-revela-estudo-vielzitierter-bericht-von-qualitatszeitung-folha-de-sa/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/02/27/lateinamerikaner-haben-akzentuierte-auslanderfeindlichkeit-enthullt-studie-latino-americanos-tem-xenofobia-acentuada-revela-estudo-vielzitierter-bericht-von-qualitatszeitung-folha-de-sa/</a></p>
<p><strong>Rassismus in Brasilien:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/09/26/brasilien-ist-das-rassistischste-land-der-erde-mauricio-pestana-herausgeber-von-raca-brasil-der-einzigen-schwarzen-zeitschrift-des-tropenlandes/</a></p>
<p><strong>&#8222;In Brasilien gibt es Fremdenfeindlichkeit, Rassismus.&#8220;</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/05/15/dr-claudio-guimaraes-dos-santos-mediziner-therapeut-schriftsteller-sprachwissenschaftler-publizist-unter-den-wichtigsten-denkern-brasilien/</a></p>
<p><strong>Ausländerkinder:</strong>  <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/auslandische-kinder-zahlen-in-sao-paulo-an-brasilianische-schuler-um-nicht-verprugelt-zu-werden-berichtet-folha-de-sao-paulo-alunos-estrangeiros-de-colegio-no-bras-tem-que-dar-dinheiro-e-lanc/">http://www.hart-brasilientexte.de/2010/09/28/auslandische-kinder-zahlen-in-sao-paulo-an-brasilianische-schuler-um-nicht-verprugelt-zu-werden-berichtet-folha-de-sao-paulo-alunos-estrangeiros-de-colegio-no-bras-tem-que-dar-dinheiro-e-lanc/</a></p>
<p><img src="http://www.hart-brasilientexte.de/wp-content/uploads/2009/10/rogerioreismicroondas2.jpg" alt="rogerioreismicroondas2.jpg" /></p>
<p><strong>Rogerio Reis, Scheiterhaufen, Menschenrechte:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/10/07/rogerio-reis-microwaves-microondas-fotoinstallation-uber-scheiterhaufen-brasiliens-vom-maison-de-la-europeenne-de-la-photographie-in-paris-angekauft/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/03/09/das-menschenrecht-auf-personliche-sicherheit-unter-lula-die-deutsche-botschaft-in-brasilia-informiert/</a></p>
<p><span id="more-3273"></span></p>
<p><strong>Stefan Zweigs Propaganda-Buch:</strong> <a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/02/21/stefan-zweig-und-judenhasser-getulio-vargas/</a></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/#more-1262">http://www.hart-brasilientexte.de/2008/11/19/die-wahrheit-ist-schwer-zu-ertragen-medien-und-politik-moritz-schuller-deutschlandradio-schlimmer-ist-die-tatsache-das-die-meute-immer-in-dieselbe-richtung-lauft/#more-1262</a></p>
<h2><font size="3"><strong>Hintergrund:</strong></font></h2>
<p><font size="3"><strong>Â Brasilienklischees sind Diktaturprodukt<br />
Brasiliens Kommentatoren erinnernÂ  auch daran: Jenes Klischeebild Brasiliens als Land von Samba, Karneval, Fußball, unbändiger Lebensfreude und Rassendemokratie wurde kurioserweise von Diktator Getulio Vargas, einem Hitlerverehrer und Judenhasser, in den dreißiger und vierziger Jahren produziert, wurde Teil der Auslandspropaganda. Diogo Mainardi, provokanter Kolumnist des führenden Nachrichtenmagazins „Veja”, formuliert es so:”D e r Brasilianer existiert gar nicht, ist eine Täuschung, eine Lüge. Wer den Typus des Brasilianers erfunden hat, war die Getulio-Diktatur. Die erfand eine Rasse, glorifizierte die Mischung zwischen Weißen, Schwarzen und Indianern “ Frucht einer kollektiven Vergewaltigung. Erfunden wurden Mythen, der Fußball, der Karneval, die Populärmusik. Die Getulio-Diktatur erfand d e n Brasilianer, um ihn besser beherrschen zu können.” Mussolinis Italien, aber auch Hitlers Deutschland seien hier vorbeigekommen, es habe ein „ambiente goebbeliano” gegeben. „Der Unterschied ist, daß sich Italien und Deutschland von jenem sechzig Jahre zurückliegenden totalitären Diskurs befreit haben. In Brasilien wird er gleich fortgesetzt, werden Ideen von 1930 wiedergekäut. Die großen Namen unserer Intelligentsia und unserer Kultur sind jene alten Kollaborateure der Getulio-Diktatur, die mitgeholfen haben, jenes Image vom Brasilianer zu schmieden.” Diogo Mainardi nennt Namen wie Architekt Oscar Niemeyer, Lucio Costa, Gilberto Freyre und Vinicius de Morais. „Getulio Vargas wußte, daß man am besten mit Künstlern und Intellektuellen fertig wurde, wenn man ihnen einen Job verschaffte.”</strong></font></p>
<p><a href="http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/a-censura-nunca-desiste-kampagne-gegen-zensur-von-pubaddict/">http://www.hart-brasilientexte.de/2009/09/22/a-censura-nunca-desiste-kampagne-gegen-zensur-von-pubaddict/</a></p>
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		<title>World Vision zum Weltkongreß in Rio gegen sexuelle Ausbeutung.</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 14:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Hart]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
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