Angesichts des soziokulturellen Rückstands von Brasilien – das Land rangiert auf dem aktuellen UNO-Index für menschliche Entwicklung nur auf Platz 79, kommt Neschlings Eingreifen in den teils archaischen nationalen Kulturbetrieb jeweils einer lokalen Kulturrevolution gleich, mit den entsprechenden Erschütterungen. Auch Neschlings großes Publikum ist, verglichen mit dem in Ländern wie der Schweiz oder Österreich, in Teilen atypisch. In jedem Programmheft muß u.a. um Ruhe, Stopp von Gesprächen, um die Nichtbenutzung von Smartphones und Tablets während der Aufführung ausdrücklich gebeten werden. Da es immer noch auffällig viele Opernbesucher nicht lassen können, nach Beginn bzw. Wiederbeginn der Operndarbietung extrem störend weiter ihr Smartphone zu benutzen, wird vom Aufsichtspersonal ein roter Laserstrahl solange auf die Geräte gerichtet, bis diese von den Kulturdeppen schließlich abgeschaltet werden. Seit 2013 bringt Neschling am „Theatro Municipal“ von Sao Paulo fast jeden Monat eine Oper heraus, die dann an sechs und mehr teils aufeinanderfolgenden Tagen gezeigt wird.
John Neschling – Facebook:https://www.facebook.com/john.neschling.1

John Neschling signiert sein Buch “Musica Mundana” in Brasiliens führender Buchhandlung “Livraria Cultura” von Pedro Herz in Sao Paulo.
-http://brasil.elpais.com/brasil/2014/08/26/cultura/1409059676_792129.html
http://www.concerto.com.br/promo.asp?id=265
http://www.concerto.com.br/contraponto.asp?id=2510
Wenn Neschling aus dem „Theatro Municipal“ auf dessen Treppe, den Vorplatz schaut, beobachtet er Zustände, die in Mitteleuropa im Zuge der mit dem soziologischen Begriff „Brasilianisierung“ teilweise beschriebenen gesellschaftlichen Prozesse von interessierter Seite nun ebenfalls eingeführt werden.

Brasilien – Daten, Statistiken:http://www.hart-brasilientexte.de/2011/09/20/brasilien-daten-statistiken-bewertungen-rankings/